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#16 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von icke46 16.08.2013 22:33

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@g.s.26 :
Danke für die Infos. Meiner Meinung nach macht das, was Du beschreibst (bzw. Dein alter Herr) ja Sinn - schliesslich waren nur Bahnhöfe wie Nordbahnhof bzw. Potsdamer Platz am anderen Ende der Nord-Süd-S-Bahn direkt im Grenzgebiet gelegen.

Als durchfahrender S-Bahn-Passagier sah man ja bei der Fahrt im Fast-Schrittempo nur die schwach beleuchteten Bahnsteige und in manchen dunklen Ecken Gestalten stehen - von Uniformen war bei dem Licht nichts zu erkennen.

Ich stimme @Fritze zu - das ist ein wirklich interessantes Thema - und hoffe, dass sich auch Zeitzeugen melden, die seinerzeit auf den Bahnhöfen Dienst taten.

Und noch eine Bemerkung: Für mich ist es auch heute, fast 24 Jahre nach dem Mauerfall, ein irgendwie unwirkliches Gefühl, wenn ich auf den Bahnhöfen Nordbahnhof, Oranienburger Straße, Unter den Linden oder Potsdamer Platz aussteige - es läuft im Hinterkopf immer noch ein Film von 28 Jahren.

Gruss

icke

#17 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Zaunkönig 16.08.2013 22:36

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@ Wolle 76
Der U-Bahnhof der U 8 Alex war in der Tat dichtgemacht. Aber die Wand war nur verputzt und in der Farbe der Fliesen gestrichen. In der Mitte der Wand war vom Fußgängertunnel her eine Blechtür. Da ist wohl die Trapo runter zum Dienst.
Peter, der Zaunkönig

Hier 2 Fotos vom Zugang zum S-Bf Unter den Linden das Postenhaus und einem Eingang zum U-Bf Friedrichstraße, der aber noch nicht wieder aufgetaucht ist.

Das Bild vom Postenhaus Unter den Linden ist von Michael Richter aus dem Buch Geisterbahnhöfe und das Bild mit dem Soldaten am U-Bahneingang ist von der Landesbildstelle Berlin aus dem Buch: Die Berliner Nord-Süd-S-Bahn von Michael Braun und muss in den frühen 40er Jahren entstanden sein.
Habe mal in meiner Postkartensammlung gewühlt und noch ein Foto vom U-Bf Friedrichstr zu DDR Zeiten gefunden. Die Karte ist vom Verlag Felix Setecki und die Druckgenehmigung ist von 1961.

#18 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Wolle76 17.08.2013 00:41

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #10
Zitat von Wolle76 im Beitrag #7
@Duck,

Grenzbahnhöfe waren Nur Friedrichstraße,Stadtmitte,Stadion der Weltjugend,Nordbahnhof,Potsdamer Platz,Bernauer Straße und Heinrich Heine Straße.



Nicht zu vergessen Jannowitzbrücke, Heinrich-Heine-Straße, Rosenthaler Platz, Weinmeisterstraße, Französische Straße...

.



@Heckenhaus

Das ist richtig, aber ich schrieb von Grenzbahnhöfen. Wie @g.s.26 schon richtig schrieb auf den Grenzbahnhöfen GT dem Rest TraPo.

@Zaunkönig

Danke für die Bilder, das Linke Bild meinte ich.

#19 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Zaunkönig 17.08.2013 00:53

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Ja Wolle, die beiden anderen Bilder habe ich als Beispiel für nach dem Mauerbau verschwundene Eingänge eingestellt. Der Eingang in der Friedrichstraße ist übrigens immer noch verschwunden, noch nicht wieder aufgemacht worden. Zum U-Bahnhof kommt man dort aus der S-Bahnhalle oder vom Reichstagsufer auf der Spreeseite der Neubauten dort.
Peter, der Zaunkönig

#20 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Wolle76 17.08.2013 01:01

habe ich jetzt einen Denkfehler ? Die beiden abgebildeten ZUgänge zum U-Bhf Friedrichstraße sind doch offen . Das Mittlere Bild ist doch der Ausgang am berühmt/berüchtigten Spreedreieck.

Der Eingang mit dem Soldaten um 1940 vor dem Admiralspalast kommt man doch auch hoch. Das sind die beiden nördlichen zugänge.

#21 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Moskwitschka 17.08.2013 09:22

Es war übrigens nicht nur unterirdisch gespenstig.

Ich habe bis zum Spätsommer 1989 in der Michaelkirchstraße in Berlin Mitte gearbeitet und musste zweimal täglich am U - Bahnhof Heinrich - Heine - Straße vorbei. Auch wenn der U - Bahneingang in der Köpenicker Straße verrammelt war, so ist man immer wider mit der Nase darauf gestoßen wurden, dass es da eine U - Bahnlinie gab. Da kam dann auch ab und zu die Wut hoch, wenn man schnell nach hause wollte und sich mit dem Bus über den Alex und Rosa - Luxemburg - Straße quälen musste, obwohl es eine viel schnellere Verbindung gab. Was mich aber immer wieder erstaunte - ich habe in der Zeit in der Nähe dieses U - Bahnhofeinganges nie einen Uniformierten gesehen. Daher meine Frage: Gab es auch eine spezielle Überwachung dieser U - Bahnhöfe über der Erde?


http://williamveder.manomaniac.de/2013/0...odak-t-max-400/

LG von der grenzgaengerin

#22 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von schnatterinchen 17.08.2013 09:50

Davon kannst Du aber mal sowas von ausgehen, daß die bestens bewacht wurden.
Denn der Klassenfeind schlief ja bekanntlich nie! Besonders der im eigenen Land!

#23 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Moskwitschka 17.08.2013 09:54

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #22
Davon kannst Du aber mal sowas von ausgehen, daß die bestens bewacht wurden.
Denn der Klassenfeind schlief ja bekanntlich nie! Besonders der im eigenen Land!


Liebes Schnattchen,

ich habe auf eine sachliche Frage, eine sachliche Antwort erwartet, die auf Wissen und nicht auf Vermutungen beruht.

LG von der grenzgaengerin

#24 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von icke46 17.08.2013 10:09

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Es ist nur schade, dass das Bild von dem Zugang Heinrich-Heine-Straße aus der heutigen Zeit stammt. Mich hätte schon interessiert, wie der zu Vorwendezeiten aussah - vermutlich ohne das blaue Stationsschild - aber ansonsten ein verrammeltes Metalltor?

Das diese Zugänge einer speziellen Bewachung unterlagen, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen - immerhin war ja die Bewachung hinter dem Zugang schon ausreichend sichergestellt. Ist aber auch nur Spekualtion meinerseits.

Wenn ich mir hypothetisch gesprochen hätte Zugang zu den gesperrten U- und S-Bahnlinien hätte verschaffen wollen, hätte ich mich wohl eher auf die in regelmässigen Abständen verteilten Notausstiege bzw. die Lüftungsschächte konzentriert. Aber das kann auch nur jemand sagen, der damals vor Ort war.

Gruss

icke

#25 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von schnatterinchen 17.08.2013 10:18

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #23
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #22
Davon kannst Du aber mal sowas von ausgehen, daß die bestens bewacht wurden.
Denn der Klassenfeind schlief ja bekanntlich nie! Besonders der im eigenen Land!


Liebes Schnattchen,

ich habe auf eine sachliche Frage, eine sachliche Antwort erwartet, die auf Wissen und nicht auf Vermutungen beruht.

LG von der grenzgaengerin




Nich ganz, ich habe einen Bekannten polnischer Nation, der in den 80ern auf Ost-Berliner Seite im U-Gleisbau bzw. Reparatur beschäftigt war.
Der hat mir erzählt, daß die Bahnhöfe unten alle bewacht wurden.
Der hat auch erzählt , daß die Arbeiter von Russen überwacht wurden und nicht von GT Angehörigen.
Er selber ist dann während einer Pause unter einer Gleisbaumaschine liegen geblieben und hat sich dann durch ein Gitter gezwängt und ist in den Westen entfleucht.

#26 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Moskwitschka 17.08.2013 10:33

Für alle Interessierten hier ein link

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-..._1961-1972.html

LG von der grenzgaengerin

#27 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Zaunkönig 17.08.2013 10:41

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Grüß Dich Wolle,
ja da hast Du einen Denkfehler, denn genau dieser Zugang ist nicht wieder hergestellt worden. Der war direkt vor dem Torbogen zum Admiralspalast und dort ist jetzt nur ein Bürgersteig und keine Treppe in den Untergrund. Der Zugang zur U-Bahn ist jetzt im Bereich des S-Bahneingangs an der Georgenstraße. Auf dem rechten Bild ist am rechten Rand ein Ausstellungspavillion des Dresdner Hygienemuseums (der weiße Bau) zu sehen. Dort steht heute ein Neubau und der U-Bahneingang ist auf der Spreeseite von diesem Haus.
Peter, der Zaunkönig

Sorry Wolle, da kann man mal sehen, wie Betriebsblind man selber ist. Habe mir Googlemaps angesehen, dort ist genau dieser Zugang vorhanden. Dabei bin ich dort erst vor einer Woche gewesen und blind wie ein Maulwurf an diesem Zugang vorbeigegangen.

edit: Entschuldigung zugefügt

#28 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Moskwitschka 17.08.2013 11:21

Zitat von icke46 im Beitrag #24
Es ist nur schade, dass das Bild von dem Zugang Heinrich-Heine-Straße aus der heutigen Zeit stammt.


Hallo icke,

an Einzelheiten kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Nur an eins: Dieser U - Bahneingang war eindeutig als solcher identifizierbar. Das Haus steht übrigens unter Denkmalschutz (laut wiki). Vielleicht findet man über diese Schiene Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1961 und 1990. Und nicht zu vergessen - der Grenzübergang Heinrichh - Heine - Straße war auch nicht weit entfernt.

So wäre der Blick, wenn man die U - Bahn an der Stelle verlassen hätte können bzw. heute :


http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-He...Fe_%28Berlin%29

Unter der Heinrich-Heine-Straße verläuft der U-Bahn-Tunnel der Linie U8. Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße war in der DDR als „Geisterbahnhof“ nicht zugänglich. Er wurde allerdings von den Grenztruppen als Ein- und Ausgang zum Wachdienst unter der Erde benutzt.

LG von der grenzgaengerin

EDIT Zitat

#29 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Ari@D187 17.08.2013 13:06

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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #11

[...]
Geheim gefilmte Fahrt (U8) aus dem Jahre 1987
[...]


Kann an der Filmaufnahme liegen, aber die Geisterbahnhöfe habe ich sämtlichst als sehr viel schlechter beleuchtet in Erinnerung (Mai 1988).

Gruß
Ari

#30 RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn von Ari@D187 17.08.2013 13:11

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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #21
[...]Da kam dann auch ab und zu die Wut hoch, wenn man schnell nach hause wollte und sich mit dem Bus über den Alex und Rosa - Luxemburg - Straße quälen musste, obwohl es eine viel schnellere Verbindung gab. [...]

Diesem Umstand ist wohl auch die Straßenbahn im Bereich z.B. der Friedrichstraße, höhe Bhf. Friedrichstraße geschuldet (siehe auch Bilder von Zaunkönig ohne die Schienen). Besonders wenn ich mit dem Moped unterwegs bin, überkommt mich in solchen Straßenbahnstädten ein Grausen...

Gruß
Ari

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