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#181

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.06.2013 09:27
von Gert | 14.234 Beiträge | 7854 Punkte
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Ich kann aber Deine Sehnsucht nach einer anderen Gesellschaft verstehen.


Ich nicht


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#182

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.06.2013 09:31
von ddr-bürger (gelöscht)
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Du must oder auch nicht alles verstehen....


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#183

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.06.2013 13:16
von thomas 48 | 4.993 Beiträge | 6525 Punkte
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Ich lese eifrig mit, weiß leider immer noch nicht, was ihr in diesem Heim über die DDR gelernt habt


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#184

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.06.2013 13:36
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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In dem Heim hat man nichts über die DDR gelernt. Ausnahme war die Bücherei und abends interessante Vorträge. Die Fernsehgeräte waren so präpariert, dass nur DDR-Fernsehen empfangen werden konnte. DDR-Zeitungen haben ausgelegen. Dies wurde aber wieder zu Nichte gemacht mit der Atmosphäre und der Gabe von Psychopharmaka zur Manipulation(Die Gabe der Psychopharmaka erfolgte durch die"Kulturfrauen", nicht durch medizinisches Personal.). Die Gabe der Psychopharmaka ist nicht aktenkundig gemacht worden.
Die Gerüchteküche brodelte, aber was konnte man über die DDR lernen? Das Heim war ein Mikrokosmos und hatte mit der übrigen DDR nichts zu tun. Da das Heim eine große Machtfülle besaß, konnten Papiere unkontrolliert ausgestellt werden und so einen Menschen vernichten. Das Heim vermittelte ein Bild der DDR, wie in der antikommunistischen Propganda..

Zitat von thomas 48 im Beitrag #183
Ich lese eifrig mit, weiß leider immer noch nicht, was ihr in diesem Heim über die DDR gelernt habt


Jobnomade und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#185

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 11:14
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Wieso Psychopharmaka und warum Manipulation?Zu was sollten die Insassen manipuliert werden? Wer sind denn die Kulturfrauen?


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#186

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 11:27
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Hallo miteinander,
iund danke @Petra für Deine Geschichte.

Ich hab sie nochmals gründlich gelesen.
Zu "Röntgental" gibt es einen Wikipedia-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrales_A...R%C3%B6ntgental

Die Darstellung dort deckt sich mit Petra's Bericht. In der DDR habe ich nie etwas von dieser Einrichtung gehört.
Was mich sprachlos macht:
Dort ist von 112 Mitarbeitern und bis zu 117 Personen, die um Aufnahme ersuchten (ich nenns mal "Insassen"), die Rede.
Ein Verhältnis von nahezu 1:1. Eine wirklich totale "Betreuung" - ich kann da nur noch den Kopf schütteln.
Die DDR-Führung hat sich ihre Gegner wirklich selbst erzeugt, etwas anderes fällt mir dazu nicht ein.
Ja und schnatterinchen hat interessante Fragen gestellt:
Wieso Psychopharmaka und warum Manipulation?Zu was sollten die Insassen manipuliert werden? Wer sind denn die Kulturfrauen?
Auf die Antworten bin ich auch gespannt....



Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#187

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 12:38
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Zitat von Petra im Beitrag #173
Was denkt Ihr Euch denn? Soll ich eine fremde Sicht "verkaufen"?
Zitat von Wolle76 im Beitrag #142
Tja, wundert es Dich wirklich ? Du verkaufst Deine Sicht (Die manchmal schwer verständlich ist) so hat man das Gefühl als der Weisheit letzter Schluß.




Wer lesen kann ist klar im Vorteil


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#188

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 14:52
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #19
Zitat von berlin3321 im Beitrag #11
Hallo Petra,

auch von mir, dem "Wessi" mit Kontakten in den Osten ein Willkommen.

Hast Du denn bei Deiner Meinung zur beruflichen Perspektive auch bedacht, dass diese zu großen Teilen daran lag, dass die Zeit im Osten mehr oder weniger stehen geblieben war? Statt in die Betriebe zu investieren und zu modernisieren wurde mit aufwändiger Handarbeit produziert, unter dem Aspekt unwirtschaftlich, aber wir brauchen die Devisen.

Im Kapitalismus würde man sagen: Eigentlich schon lange insolvent, aber hier wird ein neues Loch gegraben und mit dem Material ein anderes gestopft. Irgendwann, 1989 waren sie Löcher so groß und zahlreich, dass man einfach nicht mehr mit neu graben und stopfen hinterher kam.

Vermutlich war diese verrückte Grenze eins der größten Löcher.

Nicht si ganz nachvollziehen kann ich die Huldigungen der Kinderbetreuung, da diese nicht neutral geschah. Mehr oder weniger direkt nach der Geburt wurden die mündigen Bürger von morgen der Rotlichtbestrahlung ausgesetzt.

Mfg Berlin

Das ist viel zu einfach gestrickt und herkömmlich propagandistisch für meine Begriffe. Erstens, wurde schon in der DDR investiert und viele Fabriken waren durchaus auf dem westlichen Stand. Es waren ganz andere Faktoren, die die zeitweiligen Zahlungsschwierigkeiten des Staates verursacht haben. Nicht zuletzt die unnachgiebige Haltung der BRD Regierung.

Das mit der Insolvenz kannst du die schenken. Das ist eine typische kapitalistische Sichtweise und lässt die grundsätzliche andere Einstellung zur Arbeit in der DDR ganz außen vor. Der Betrieb stellte in der DDR was ganz anders dar, als nur ein Ort zu dem man sich jeden Tag widerwillig hinschleppen musste, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Aber dir, als Wessi, das zu verklickern scheint mir ein aussichtsloses Unterfangen. Ich glaube, dass die Leute hier im Forum das viel besser machen können, sofern sie wollen, als ich, da ich nur verhältnismäßig kurze Zeit in der DDR war und nicht dort aufgewachsen bin.

Im Gegensatz zu dem, was du geschrieben hast, sind die Kleinen gern in den Kindergarten gegangen. Sie sind auch gern in die Schule gegangen. Sicher waren praktisch alle Jungpioniere, Thälmann-Pioniere und dann FDJler, aber die meiste Zeit ging es gar nicht um Politik und Ideologie, sondern um das kollektive Erlebnis. Wenn du eine Wessi Schule besucht hast, dann wird dir das alles vollkommen fremd sein.

MsG

Aaah shit! Habe ich ganz vergessen. Willkommen, Petra.



Ich wäre so gerne dabei gewesen.


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#189

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 18:05
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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Die "Kulturfrauen" waren Sozialarbeiterinnen und Aufseherinnen in Personalunion.Die Manipulation bezieht sich auf meinen Fall.Ob es anderen so ging, kann ich nicht sagen. Das Ergebnis stand schon vorher seitens der DKP fest. Da wurde "nachgeholfen". Den Wikipedia-Artikel bestätige ich. Zu meiner Zeit gab es eine Hemmschwelle und man hat alles sicher gemacht, damit keine Selbstmorde passieren. Laut Berichten, die im Internet zu finden sind, gab es später nicht mal diese Hemmschwelle. Ich war noch in den alten Gebäuden, wo alles flach war. Später gab es ein neues Gebäude, wo sich welche rausgestürzt haben sollen. Ich kann das nachvollziehen. Da ja der Mantel des Schweigens bis heute drüber liegt, sieht man von den paar Berichten ab, die es gibt, es keinerlei Kontrolle gab, ging die Machtfülle soweit, dass sie Menschen in den Selbstmord treiben konnten. Wer weiß ob ich heute noch leben würde, wenn das damals nicht abgesichert gewesen wäre. Es gibt noch einen "Spiegel"-Artikel aus dem Jahr 1981. Der ist sachlich falsch. Egal, wie mies es war. Sachlich falsche Berichte helfen niemanden. Damals war mir dieser Artikel nur vom "Hören-Sagen" bekannt. Ich machte bei den Kriminalbeamten dazu eine Aussage. Das war gegen Ende meines Aufenthalts. Das Klima hatte sich mir gegenüber gebessert. Bei dieser Befragung waren die Beamten freundlich. Ich frage mich, wieso die Kriminalpolizei und nicht das MfS? Als ich wieder in Bad Kreuznach war, war beim Arzt im Wartezimmer unter den alten Zeitschriften eine Ausgabe dieses "Spiegel". Ich war entsetzt über die falsche Berichterstattung. Die war noch schlimmer, als wie ich es mit den Kriminalbeamten besprochen habe. Mir war damit nicht geholfen. Heute findet man diesen Spiegelartikel im Internet. In einem Buch,das aus der Sicht der NATO, bzw. Bundeswehr die Spionage des BND in der DDR beschreibt, ist eine Statistik, die Übersiedler aus der BRD einschließt, die für den Westen spioniert haben. Wenn das Heim seine eigentliche Aufgabe erfüllt hätte, anstatt die Menschen kaputt zu machen, hätte dies nicht passieren dürfen.
1984 interessierte sich die zuständige Spionageabwehr für meinen Fall. In welche Richtung das Interesse ging, ist nicht feststellbar. Ich habe nur die Aufzeichnungen der, ich sage mal der Mails, das war so ein Vorläufer der heutigen Mails. Da wurde zuerst in Potsdam angefragt. Vom dortigen Chef ein Schmierzettel, dass ich wegen Nervenleiden in die BRD zurückgekehrt wäre.. Dann erfolgte eine Anfrage im Aufnahmeheim Röntgental, wo man nach den Gründen der Ablehnung meines Übersiedlungsersuchens fragte. Dort erklärte man sich für unzuständig und verwies nach Potsdam. Und schon war die Spionageabwehr ausgebremst.

Zitat von Jobnomade im Beitrag #186
Hallo miteinander,
iund danke @Petra für Deine Geschichte.

Ich hab sie nochmals gründlich gelesen.
Zu "Röntgental" gibt es einen Wikipedia-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrales_A...R%C3%B6ntgental

Die Darstellung dort deckt sich mit Petra's Bericht. In der DDR habe ich nie etwas von dieser Einrichtung gehört.
Was mich sprachlos macht:
Dort ist von 112 Mitarbeitern und bis zu 117 Personen, die um Aufnahme ersuchten (ich nenns mal "Insassen"), die Rede.
Ein Verhältnis von nahezu 1:1. Eine wirklich totale "Betreuung" - ich kann da nur noch den Kopf schütteln.
Die DDR-Führung hat sich ihre Gegner wirklich selbst erzeugt, etwas anderes fällt mir dazu nicht ein.
Ja und schnatterinchen hat interessante Fragen gestellt:
Wieso Psychopharmaka und warum Manipulation?Zu was sollten die Insassen manipuliert werden? Wer sind denn die Kulturfrauen?
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Gruss Hartmut




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#190

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 18:16
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Hallo Petra,

wenn ich Deinen Beitrag lese und mit dem Prozedere meines Aufnahmeverfahrens in die Bundesrepublik vergleiche , komme ich ins grübeln.
Kamen Dir da nicht irgendwie Zweifel ob Deiner Entscheidung, wenn Dir so massiv Mißtrauen entgegen schlägt?


Kimble hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#191

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 18:36
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Hallo Petra,

wenn ich Deinen Beitrag lese und mit dem Prozedere meines Aufnahmeverfahrens in die Bundesrepublik vergleiche , komme ich ins grübeln.
Kamen Dir da nicht irgendwie Zweifel ob Deiner Entscheidung, wenn Dir so massiv Mißtrauen entgegen schlägt?


Schnatterinchen,
es gab temporär immer unterschiedliche Prozedere bei Aufnahmeverfahren.
Ich wage nicht zu beurteilen,warum und was bei Petra für diese Abläufe der Auslöser war.Ich glaube ihren Ausführungen als Augenzeuge,kann es aber nicht konkret nachvollziehen.
Andere Zeiten andere Sitten.
So konnte man über 4 Wochen in Marienfelde schmoren,Giessen schon nach 3- 4 Tagen bis max. zwei Wochen verlassen.
Peinliche Befragungen gab es West wie Ost.Manchmal West nur sporadisch bzw. vom Übersiedler eher unbemerkt.
Eine Übersiedlung in den Osten wurde mitunter auch in 4-6 Wochen bewältigt.
Unterschätzen sollte man auch nicht,eine Übersiedlung war für den/die Betroffenen immer eine Ausnahme/Stress-Situation.
Jeder reagiert da anders.Es war Kalter Krieg.
Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Freigekaufte bzw. Ungarn/CSSR-Flüchtlinge zum Ende der DDR.
Glaube mir,ich weiss worüber ich schreibe.

seaman


zuletzt bearbeitet 11.06.2013 18:37 | nach oben springen

#192

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 22:22
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Zitat von seaman im Beitrag #191
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Hallo Petra,

wenn ich Deinen Beitrag lese und mit dem Prozedere meines Aufnahmeverfahrens in die Bundesrepublik vergleiche , komme ich ins grübeln.
Kamen Dir da nicht irgendwie Zweifel ob Deiner Entscheidung, wenn Dir so massiv Mißtrauen entgegen schlägt?


Schnatterinchen,
es gab temporär immer unterschiedliche Prozedere bei Aufnahmeverfahren.
Ich wage nicht zu beurteilen,warum und was bei Petra für diese Abläufe der Auslöser war.Ich glaube ihren Ausführungen als Augenzeuge,kann es aber nicht konkret nachvollziehen.
Andere Zeiten andere Sitten.
So konnte man über 4 Wochen in Marienfelde schmoren,Giessen schon nach 3- 4 Tagen bis max. zwei Wochen verlassen.
Peinliche Befragungen gab es West wie Ost.Manchmal West nur sporadisch bzw. vom Übersiedler eher unbemerkt.
Eine Übersiedlung in den Osten wurde mitunter auch in 4-6 Wochen bewältigt.
Unterschätzen sollte man auch nicht,eine Übersiedlung war für den/die Betroffenen immer eine Ausnahme/Stress-Situation.
Jeder reagiert da anders.Es war Kalter Krieg.
Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Freigekaufte bzw. Ungarn/CSSR-Flüchtlinge zum Ende der DDR.
Glaube mir,ich weiss worüber ich schreibe.

seaman





Wenn ich das richtig herausgelesen habe warst du doch ein Kundschafter.
Bist du aus diesem Grunde übergesiedelt und hat keiner deine Absichten erkannt?
Ich nehme an du bist von Ost nach West gewechselt, waren die unvorsichtiger als es Petra beschreibt?


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#193

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 22:26
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #192
Zitat von seaman im Beitrag #191
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Hallo Petra,

wenn ich Deinen Beitrag lese und mit dem Prozedere meines Aufnahmeverfahrens in die Bundesrepublik vergleiche , komme ich ins grübeln.
Kamen Dir da nicht irgendwie Zweifel ob Deiner Entscheidung, wenn Dir so massiv Mißtrauen entgegen schlägt?


Schnatterinchen,
es gab temporär immer unterschiedliche Prozedere bei Aufnahmeverfahren.
Ich wage nicht zu beurteilen,warum und was bei Petra für diese Abläufe der Auslöser war.Ich glaube ihren Ausführungen als Augenzeuge,kann es aber nicht konkret nachvollziehen.
Andere Zeiten andere Sitten.
So konnte man über 4 Wochen in Marienfelde schmoren,Giessen schon nach 3- 4 Tagen bis max. zwei Wochen verlassen.
Peinliche Befragungen gab es West wie Ost.Manchmal West nur sporadisch bzw. vom Übersiedler eher unbemerkt.
Eine Übersiedlung in den Osten wurde mitunter auch in 4-6 Wochen bewältigt.
Unterschätzen sollte man auch nicht,eine Übersiedlung war für den/die Betroffenen immer eine Ausnahme/Stress-Situation.
Jeder reagiert da anders.Es war Kalter Krieg.
Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Freigekaufte bzw. Ungarn/CSSR-Flüchtlinge zum Ende der DDR.
Glaube mir,ich weiss worüber ich schreibe.

seaman





Wenn ich das richtig herausgelesen habe warst du doch ein Kundschafter.
Bist du aus diesem Grunde übergesiedelt und hat keiner deine Absichten erkannt?
Ich nehme an du bist von Ost nach West gewechselt, waren die unvorsichtiger als es Petra beschreibt?



Habe beide Arten von Flucht,Flüchtlingslager und die dazugehörigen Rituale kennengelernt.
West nach Ost und von Ost nach West.Deshalb kann ich etwas dazu schreiben.
Habe das Leben im geteilten Deutschland überall erlebt,in Westberlin,in der DDR und in der Bundesrepublik.
Das alles ohne psychischen Schaden und freiwillig.Deshalb versuche ich manchmal mich als Zeitzeuge, zwischen den ganzen Fachleuten hier, einzubringen.
Mehr nicht.

seaman


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zuletzt bearbeitet 11.06.2013 22:45 | nach oben springen

#194

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.06.2013 22:47
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Das Heim mit seiner Machtfülle war derart abgehoben, dass man nicht beurteilen kann, ob Zweifel berechtigt waren oder nicht. Das Aufnahmeverfahren in der BRD hatte andere Vorraussetzungen. Die BRD war daran interessiert, dass möglichst viele Leute, insbesondere Fachkräfte, die teuer ausgebildet wurden, die DDR verlassen. Darum war jede/r in der BRD willkommen. Zwar hatten die Geheimdienste auch alles wissen wollen, doch die stellten das geschickter an. Denn BRD-Neubürger/innen waren willkommen, bzw. sie waren von Anfang an BRD-Bürger/innen, weil die BRD die Staatsbürgerschaft der DDR nicht anerkannte.

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Hallo Petra,

wenn ich Deinen Beitrag lese und mit dem Prozedere meines Aufnahmeverfahrens in die Bundesrepublik vergleiche , komme ich ins grübeln.
Kamen Dir da nicht irgendwie Zweifel ob Deiner Entscheidung, wenn Dir so massiv Mißtrauen entgegen schlägt?


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zuletzt bearbeitet 11.06.2013 22:51 | nach oben springen

#195

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 01:05
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Danke Petra für deine Geschichte. Mir scheint du hast deinen Frieden bis heute noch nicht gefunden.
Bevor es dich ganz zerreißt, schmeiß den ollen Kram über Bord. Schneide die alten Zöpfe endlich mal ab.
Die Idee vom Kommunismus, so wie ihn die DKP auch heute immer noch errichten will, ist ein absoluter Ladenhüter.
Will (fast) keiner. Nicht mal bei den gebeutelten H4- Empfängern kann man damit nennenswert punkten.

Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, wenn jemand damals den ernsthaften Wunsch hatte, in die DDR zu übersiedeln.
Meine Affinität zur DKP ist sowas von unterirdisch klein, und das wird für den Rest meines Lebens auf diesem komischen
Planeten auch immer so bleiben. Bei mir hat die Rotlichtbestrahlung jedenfalls total versagt.

Die DDR- Behörden wußten schon, wenn einer freiwillig aus der BRD rüber will, dann ist das schon eine Seltenheit.
Als solch ein Selbstanbieter war man bestimmt schon mal von vorneweg etwas suspekt.
Du hättest bei deiner Ausreise als Grund lieber sagen sollen, dass du z.B. rote Nelken ganz toll findest oder so etwas.

Dann kommt noch dazu, dass du einfach ohne Abstimmung mit deinen Genossen deinen Platz an der "Front" verlassen hast.
Dieser Umstand wurde dir möglicherweise als Disziplinlosigkeit angekreidet. Und die haben sicher auch weitergedacht,
wer solch ein Eigenleben entwickelt, der hätte womöglich auch später in der DDR mehr Probleme gemacht als genützt.
Gängige Lehre war aber: "dein Platz ist da, wo die Partei dich hinschickt".

"Die BRD war daran interessiert, dass möglichst viele Leute, insbesondere Fachkräfte, die teuer ausgebildet wurden, die DDR verlassen."
Klassenkampfgetöse, in der Realität war es Wurscht wer da rübermachte. Im Westen war jeder Deutsche ohne Ansehen der Person willkommen.
Auch der einfache Hilfarbeiter und die vielen Rentner.
Interesse an Fachkräften kann schon gewesen sein, aber so eine Rosinenpickerei wie im Röntgental gab es im Westen überhaupt nicht.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
Jobnomade und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#196

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 02:04
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Es geht nicht um mich und meinen Frieden, sondern dass es niemanden interessiert, dass Röntgental sich die DDR-Gegner selber erschaffen hat. Bei allem Psychostress ist das bei mir nicht gelungen. Mir ist bewusst, dass ein Übersiedlungsantrag damals unrealistisch war. Insbesondere weil kein Einverständnis der DKP vorlag. Doch anstatt mich zur minderwertigen Person zu machen, hätte anstatt später der böse Brief, der Übersiedlungsantrag an die SED-Bezirksleitung nach Potsdam geschickt werden müssen. Man hätte mir raten müssen sofort in die BRD zurückzukehren, um mit der DKP über den Übersiedlungsantrag zu sprechen. Wenn die DKP sich um die Kritikpunkte gekümmert hätte, wäre ein Neuanfang in der Heimat gemacht worden. Noch nicht erwähnt habe ich meinen Begleiter, der mich zu übereiltem Handeln drängte und sich während des Aufenthalts im Heim als Heiratsschwindler entpuppte. Ich trennte mich von ihm. Dies wurde auch aktenkundig gemacht. doch er und ich wurden noch in alle Ewigkeit als Paar behandelt.
Als ich 1987 in Dresden meinen Mann kennenlernte, wollten wir unseren gemeinsamen WohnItz in der DDR nehmen.Doch ich wurde wieder wie der letzte Dreck behandelt. Man richtete sich nach dem Archivtext aus Potsdam. Mein Mann stellte einen Ausreiseantrag, der genehmigt worden ist. Doch da kam schon die Wende und das Ende.

Zitat von Kimble im Beitrag #195
Danke Petra für deine Geschichte. Mir scheint du hast deinen Frieden bis heute noch nicht gefunden.
Bevor es dich ganz zerreißt, schmeiß den ollen Kram über Bord. Schneide die alten Zöpfe endlich mal ab.
Die Idee vom Kommunismus, so wie ihn die DKP auch heute immer noch errichten will, ist ein absoluter Ladenhüter.
Will (fast) keiner. Nicht mal bei den gebeutelten H4- Empfängern kann man damit nennenswert punkten.

Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, wenn jemand damals den ernsthaften Wunsch hatte, in die DDR zu übersiedeln.
Meine Affinität zur DKP ist sowas von unterirdisch klein, und das wird für den Rest meines Lebens auf diesem komischen
Planeten auch immer so bleiben. Bei mir hat die Rotlichtbestrahlung jedenfalls total versagt.

Die DDR- Behörden wußten schon, wenn einer freiwillig aus der BRD rüber will, dann ist das schon eine Seltenheit.
Als solch ein Selbstanbieter war man bestimmt schon mal von vorneweg etwas suspekt.
Du hättest bei deiner Ausreise als Grund lieber sagen sollen, dass du z.B. rote Nelken ganz toll findest oder so etwas.

Dann kommt noch dazu, dass du einfach ohne Abstimmung mit deinen Genossen deinen Platz an der "Front" verlassen hast.
Dieser Umstand wurde dir möglicherweise als Disziplinlosigkeit angekreidet. Und die haben sicher auch weitergedacht,
wer solch ein Eigenleben entwickelt, der hätte womöglich auch später in der DDR mehr Probleme gemacht als genützt.
Gängige Lehre war aber: "dein Platz ist da, wo die Partei dich hinschickt".

"Die BRD war daran interessiert, dass möglichst viele Leute, insbesondere Fachkräfte, die teuer ausgebildet wurden, die DDR verlassen."
Klassenkampfgetöse, in der Realität war es Wurscht wer da rübermachte. Im Westen war jeder Deutsche ohne Ansehen der Person willkommen.
Auch der einfache Hilfarbeiter und die vielen Rentner.
Interesse an Fachkräften kann schon gewesen sein, aber so eine Rosinenpickerei wie im Röntgental gab es im Westen überhaupt nicht.




Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.06.2013 11:14 | nach oben springen

#197

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 15:17
von seaman | 3.488 Beiträge | 46 Punkte
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Zitat von Kimble im Beitrag #195


Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, wenn jemand damals den ernsthaften Wunsch hatte, in die DDR zu übersiedeln.
Die DDR- Behörden wußten schon, wenn einer freiwillig aus der BRD rüber will, dann ist das schon eine Seltenheit.



Hallo kimble,
auch wenn es für Dich nicht nachvollziehbar ist.Ganz so selten war dieser Weg nicht.
Es waren ca.500 000 bis 600 000 Bürger West die diesen Weg in Richtung Osten(DDR) einschlugen.
Ein Drittel davon gab als Begründung Familienzusammenführung an.

seaman


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#198

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 16:43
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Petra im Beitrag #196
Es geht nicht um mich und meinen Frieden, sondern dass es niemanden interessiert, dass Röntgental sich die DDR-Gegner selber erschaffen hat. Bei allem Psychostress ist das bei mir nicht gelungen. Mir ist bewusst, dass ein Übersiedlungsantrag damals unrealistisch war. Insbesondere weil kein Einverständnis der DKP vorlag. Doch anstatt mich zur minderwertigen Person zu machen, hätte anstatt später der böse Brief, der Übersiedlungsantrag an die SED-Bezirksleitung nach Potsdam geschickt werden müssen. Man hätte mir raten müssen sofort in die BRD zurückzukehren, um mit der DKP über den Übersiedlungsantrag zu sprechen. Wenn die DKP sich um die Kritikpunkte gekümmert hätte, wäre ein Neuanfang in der Heimat gemacht worden. Noch nicht erwähnt habe ich meinen Begleiter, der mich zu übereiltem Handeln drängte und sich während des Aufenthalts im Heim als Heiratsschwindler entpuppte. Ich trennte mich von ihm. Dies wurde auch aktenkundig gemacht. doch er und ich wurden noch in alle Ewigkeit als Paar behandelt.
Als ich 1987 in Dresden meinen Mann kennenlernte, wollten wir unseren gemeinsamen WohnItz in der DDR nehmen.Doch ich wurde wieder wie der letzte Dreck behandelt. Man richtete sich nach dem Archivtext aus Potsdam. Mein Mann stellte einen Ausreiseantrag, der genehmigt worden ist. Doch da kam schon die Wende und das Ende.




Kalter Krieg hin oder her. Letztendlich geht es einem doch um das eigene Leben, das man in diesem oder jenem Land verbringen möchte.
Hat das keiner von den DKP Funktionären in der westdeutschen Provinz kapiert?
Kommt mir vor wie in einer Sekte dieses rücksichtslose Gebaren.
Deine Vermutung das Prozedere in Röntgental ist nicht von den DDR Behörden abgesegnet worden, kann ich mir nicht vorstellen.
Du weißt doch sicher auch ,deutsches Beamtentum. Und das hat in der DDR auch vorzüglich funktioniert.


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#199

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 17:27
von RudiEK89 | 2.096 Beiträge | 720 Punkte
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Ich denke auch, dass die DDR Behörden das wussten und organisiert haben. Es ging nichts an ihnen vorbei, do viel weiß ich.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#200

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 18:06
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Petra im Beitrag #189
Ich frage mich, wieso die Kriminalpolizei und nicht das MfS?


Liebe Petra,

vielleicht deshalb?

"Das Personal wurde von allen als höflich und korrekt beschrieben, fast schon gezwungen freundlich. Auch das Essen war reichlich.
In den Gesprächen mit der Kripo wurde die Identität der Personen überprüft, Rückfragen ins Ausland wurden gestellt. Bei strafrechtlichen Belangen wurde die Person zurückgeschickt. Auch “Asozialen” oder „faulen“ Menschen wurde die Einreise verweigert.

Der MfS befasste sich mit politisch Verfolgten, die Zugehörigkeit zu Parteien wurde überprüft, politische Einstellungen erforscht. Intensiv wurde nach Spionen und Staatsfeinden gefahndet. Immer wieder mussten neue Fragebögen ausgefüllt werden. Allen Betroffenen wurde ein extremes Mißtrauen entgegen gebracht.
Aus Stasiakten ist zu ersehen, daß unter die “Einwanderer” auch Stasispitzel geschleust wurden und das Mißtrauen gerechtfertigt war. Auch die Kripo wusste nicht, wer ein Spitzel der eigenen Stasi war."

http://www.bar-blog.de/2007/11/06/neue-h...eim-roentgental

Ich verstehe den Bericht so, der auch als Literatur dem wiki - Beitrag begefügt ist, dass das Zentrale Aufnahmeheim vom Ministerium des Innern geführt wurde und sie damit auch die Gespräche geführt haben und das MfS einbezogen wurde, wenn es um "spezille" Fälle ging. Auch hier im Forum wurde mehrfach hervorgehoben wie eng die Zusammenarbeit zwischen Kripo und MfS bei der Aufklärung z.B. von Kriminalfällen war.

Was für mich neu ist, dass auch MfS Mitarbeiter als "Einwanderer" sowohl die Antragsteller als auch die Antragsbearbeiter (Kripo) in diesem hermetisch abgeschlossenen Lager verdeckt beobachtet haben.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 12.06.2013 19:29 | nach oben springen



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