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#101

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 18:33
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Ich mag es sehr wenn ihr "Larissalein" und "Gertchen" zueinander sagt :-)))))))))))


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#102

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 18:45
von seaman | 3.488 Beiträge | 44 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #87
Zitat von Petra im Beitrag #61
Bundeskanzlerin Merkel konnte zu DDR-Zeiten Akademikerin werden. Also sticht das Argument von wegen politischer Einstellung und Uni nicht. Logisch, für eine Vertrauensstellung kam es auf die politische Einstellung an. Ist in jedem Land so. Die normale berufliche Perspektive war gegeben.


@Petra
war sie nicht, habe Ende der 50er Anfang 60er die "Knute des Stalinismus", geschwungen von einem gewissen Herrn Ulbricht, gegen auch die geringsten ideologischen Abweichungen zu spüren kommen. Ich habe letztlich zur Lösung dieses Problems das " Röntgental" der anderen politisch/staatlichen Seite, nämlich Giessen, angesteuert und seitdem gehts mir verdammt gut. Übrigens der Aufenthalt in Giessen ging nicht über Wochen, sondern war nach 7 Tagen beendet. Man hatte einfach das größere Vertrauenspotential in den geflüchteten Menschen, trotzdem man auch untersuchte, wen haben wir denn da vor uns ? Ist der vielleicht auch ein Spion usw. ?




Jeder sieht das mit seinen Erfahrungen,Gert.
Viele Dinge waren einfach deutsch identisch.Vieles war dem Laien auch nicht erkenntlich.
Ich kann vergleichen.Wer noch?

seaman


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zuletzt bearbeitet 06.06.2013 18:50 | nach oben springen

#103

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 18:50
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Zitat von Barbara im Beitrag #101
Ich mag es sehr wenn ihr "Larissalein" und "Gertchen" zueinander sagt :-)))))))))))



oh, ist das nicht schoen Barbaralein!
Mir geht es dermassen dreckig, fuhle mich wie scheintot. Ich wundere mich, dass sich bewegen meine Finger noch. Peter Turtle hat gestern schon gesagt ich soll mich hinlegen und aus dem Forum bleiben. Ist wie Alice in Wonderland, ich komme nicht mehr heraus......und wenn ich dann noch so lieb angeredet werde.
Lieben Gruss,


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zuletzt bearbeitet 06.06.2013 18:52 | nach oben springen

#104

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 18:59
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Zitat von Larissa im Beitrag #103
Zitat von Barbara im Beitrag #101
Ich mag es sehr wenn ihr "Larissalein" und "Gertchen" zueinander sagt :-)))))))))))



oh, ist das nicht schoen Barbaralein!
Mir geht es dermassen dreckig, fuhle mich wie scheintot. Ich wundere mich, dass sich bewegen meine Finger noch. Peter Turtle hat gestern schon gesagt ich soll mich hinlegen und aus dem Forum bleiben. Ist wie Alice in Wonderland, ich komme nicht mehr heraus......und wenn ich dann noch so lieb angeredet werde.
Lieben Gruss,




Das tut mir total Leid, dass es dir nicht gut geht Larissima! Höre doch auf Turtel bitte !!!!


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#105

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 19:36
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Zitat von Barbara im Beitrag #104
Zitat von Larissa im Beitrag #103
Zitat von Barbara im Beitrag #101
Ich mag es sehr wenn ihr "Larissalein" und "Gertchen" zueinander sagt :-)))))))))))



oh, ist das nicht schoen Barbaralein!
Mir geht es dermassen dreckig, fuhle mich wie scheintot. Ich wundere mich, dass sich bewegen meine Finger noch. Peter Turtle hat gestern schon gesagt ich soll mich hinlegen und aus dem Forum bleiben. Ist wie Alice in Wonderland, ich komme nicht mehr heraus......und wenn ich dann noch so lieb angeredet werde.
Lieben Gruss,


Das tut mir total Leid, dass es dir nicht gut geht Larissima! Höre doch auf Turtel bitte !!!!



Okay, bei dieser deutschen Uebermacht muss ich mich kapitulieren. Von der Ostfront eben auch keine Gnade, also Pause fur heute.

Weiter hier mit Petra > !



zuletzt bearbeitet 06.06.2013 19:37 | nach oben springen

#106

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 20:25
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Zitat von Petra im Beitrag #95
Ich bin nicht darüber aufgeklärt worden, dass ein offizielles Einverständnis der DKP für eine Übersiedlung vorliegen musste. Das war bei mir nicht der Fall. Beim Übersiedlungsantrag, der von einem netten Beamten aufgenommen wurde, habe ich Kritik an der DKP geübt, die politische Lage beschrieben, die noch heute, mit Ausnahme der Passage über die "Grünen", aktuell ist. Da kein Einverständnis der DKP vorlag, wurde die Zuständigkeit von der Partei ans Heim übergeben. Rückblickend muss ich sagen, dass eine Übersiedlugng zum damaligen Zeitpunkt unrealistisch war. Wäre man reel vorgegangen, hätte der Übersiedlungsantrag an die zuständige Stelle der Partei geschickt werden müssen und ich wieder in die BRD, um mit der DKP über diese Punkte zu sprechen. Stattdessen wurde ich durch eine "Psychomühle" gedreht. Die Papiere enthalten viel Text und sind schwer zu durchschauen. Als ich die Papiere bekam, habe ich mich mit Armin Neumann vom "RotFuchs" (Armin Neumann ist zwischenzeitlich verstorben), der MfS-Angehöriger war, telefonisch(ich war noch nicht im Besitz von Internet) darüber ausgetauscht. Er sagte mir, dass die DKP die entscheidende Rolle gespielt hat. Ich konnte das nicht erkennen. Armin wollte mich beruhigen von wegen ich solle vergessen usw. Es geht doch nicht um mich, sondern darum, dass diese Institution gegen die Interessen ihres Auftraggebers, des Staates DDR, gehandelt hat. Später habe ich mich mit Ingo Imm , den ich von "Facebook" her kenne, ausgetauscht. Er ist zum selben Ergebnis gekommen. Mitten in dem Textwust habe ich den Hinweis erkannt, dass tätsächlich die Rolle der DKP entscheidend war.Seitens des Kriminalbeamten hieß es, ich sollte nochmal zurückfahren, letzte Erledigungen besorgen und aus der DKP austreten, um dann Januar 1983 wiederzukommen. Als ich dies versuchte, wurde ich direkt an der Grenze zurückgeschickt. Ich glaubte bislang, dass ich angelogen wurde. Aus den Papieren habe ich entnommen, dass zwischenzeitlich ein Brief an die Partei geschrieben wurde, der mich in den düstersten Farben schildert. Da war auch das Hausverbot für das Heim und das Verbot für politische Reisen enthalten. Das ist über das Innenministerium, nicht über das MfS gelaufen. Das Datum war strategisch gewählt. Der 23. Dezember 1982, also ein Tag vor Weihnachten. Vermutlich war der zuständige Genosse in Urlaub und fand Januar 1983 einen vollen Schreibtisch vor. So hat er diesen Brief pro forma bestätigt. Ich erinnere mich dunkel an diesen Genossen. Persönlich hatte ich nichts mit ihm zu tun. Bei Besuchen kam er nur kurz vorbei. Wir nannten ihn "alter Vater". Er war der Chef für die Beziehung der SED Bezirk Potsdam mit der DKP-Rheinland-Pfalz. Der Kriminalbeamte erkannte vermutlich, dass die DKP mich "in die Pfanne gehauen" hat. Vermutlich wurde er von seinen Vorgesetzten ausgebremst.


Hallo Petra,

danke für diese spannende und ausführliche Geschichte.
Es betrifft Dinge, über die ich als ehemaliger DDR-Bürger und als ehemaliges kleines SED-Mitglied nahezu nichts gewusst habe. Wir wurden mit solchen Sätzen wie "Die DKP ist unsere Bruderpartei in der Bundesrepublik, sie bereitet den Sturz des Kapitalistischen Systems vor, mobilisiert die Massen dort. Wir unterstützen die Genossen im Westen." abgespeist.
Ja, jede Partei ist ein Machtapparat, in dem es Funktionäre gibt, die ihr eigenes Süppchen kochen, die Kleinen benutzen und verarschen.
Und soche Leute habe ich auch in der SED kennengelernt. Und dort habe ich mich auch ab und an mit Kritik unbeliebt gemacht, besonders in den späten 80er Jahren, als die Ideen von Gorbatschows Glasnost und Perestroika frischen Wind aufkommen liessen.
Am 3.Oktober 1989, als Honecker noch Generalsekretär der SED war, habe ich dann meinen Austritt erklärt. Aus meiner Sicht stand damals die DDR am Rand eines Bürgerkrieges - und ich verabscheue Gewalt.

Gruss Hartmut


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#107

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 22:53
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Hartmut, ich gebe Die nur zum Teil recht. Gorbatschow hat keinen " frischen Wind" gebracht. Er und seine Hintermänner waren Verräter. Das Übel war, dass Solche Leute, wie Gorbatschow hochkommen konnten. Gorbatschow konnte mit den Schlagworten "Glasnost " und "Perestroika" punkten, weil zuvor "heile Welt"-Politik gemacht und die Probleme "unter den Teppich gekehrt" wurden.

Zitat von Jobnomade im Beitrag #106
Zitat von Petra im Beitrag #95
Ich bin nicht darüber aufgeklärt worden, dass ein offizielles Einverständnis der DKP für eine Übersiedlung vorliegen musste. Das war bei mir nicht der Fall. Beim Übersiedlungsantrag, der von einem netten Beamten aufgenommen wurde, habe ich Kritik an der DKP geübt, die politische Lage beschrieben, die noch heute, mit Ausnahme der Passage über die "Grünen", aktuell ist. Da kein Einverständnis der DKP vorlag, wurde die Zuständigkeit von der Partei ans Heim übergeben. Rückblickend muss ich sagen, dass eine Übersiedlugng zum damaligen Zeitpunkt unrealistisch war. Wäre man reel vorgegangen, hätte der Übersiedlungsantrag an die zuständige Stelle der Partei geschickt werden müssen und ich wieder in die BRD, um mit der DKP über diese Punkte zu sprechen. Stattdessen wurde ich durch eine "Psychomühle" gedreht. Die Papiere enthalten viel Text und sind schwer zu durchschauen. Als ich die Papiere bekam, habe ich mich mit Armin Neumann vom "RotFuchs" (Armin Neumann ist zwischenzeitlich verstorben), der MfS-Angehöriger war, telefonisch(ich war noch nicht im Besitz von Internet) darüber ausgetauscht. Er sagte mir, dass die DKP die entscheidende Rolle gespielt hat. Ich konnte das nicht erkennen. Armin wollte mich beruhigen von wegen ich solle vergessen usw. Es geht doch nicht um mich, sondern darum, dass diese Institution gegen die Interessen ihres Auftraggebers, des Staates DDR, gehandelt hat. Später habe ich mich mit Ingo Imm , den ich von "Facebook" her kenne, ausgetauscht. Er ist zum selben Ergebnis gekommen. Mitten in dem Textwust habe ich den Hinweis erkannt, dass tätsächlich die Rolle der DKP entscheidend war.Seitens des Kriminalbeamten hieß es, ich sollte nochmal zurückfahren, letzte Erledigungen besorgen und aus der DKP austreten, um dann Januar 1983 wiederzukommen. Als ich dies versuchte, wurde ich direkt an der Grenze zurückgeschickt. Ich glaubte bislang, dass ich angelogen wurde. Aus den Papieren habe ich entnommen, dass zwischenzeitlich ein Brief an die Partei geschrieben wurde, der mich in den düstersten Farben schildert. Da war auch das Hausverbot für das Heim und das Verbot für politische Reisen enthalten. Das ist über das Innenministerium, nicht über das MfS gelaufen. Das Datum war strategisch gewählt. Der 23. Dezember 1982, also ein Tag vor Weihnachten. Vermutlich war der zuständige Genosse in Urlaub und fand Januar 1983 einen vollen Schreibtisch vor. So hat er diesen Brief pro forma bestätigt. Ich erinnere mich dunkel an diesen Genossen. Persönlich hatte ich nichts mit ihm zu tun. Bei Besuchen kam er nur kurz vorbei. Wir nannten ihn "alter Vater". Er war der Chef für die Beziehung der SED Bezirk Potsdam mit der DKP-Rheinland-Pfalz. Der Kriminalbeamte erkannte vermutlich, dass die DKP mich "in die Pfanne gehauen" hat. Vermutlich wurde er von seinen Vorgesetzten ausgebremst.


Hallo Petra,

danke für diese spannende und ausführliche Geschichte.
Es betrifft Dinge, über die ich als ehemaliger DDR-Bürger und als ehemaliges kleines SED-Mitglied nahezu nichts gewusst habe. Wir wurden mit solchen Sätzen wie "Die DKP ist unsere Bruderpartei in der Bundesrepublik, sie bereitet den Sturz des Kapitalistischen Systems vor, mobilisiert die Massen dort. Wir unterstützen die Genossen im Westen." abgespeist.
Ja, jede Partei ist ein Machtapparat, in dem es Funktionäre gibt, die ihr eigenes Süppchen kochen, die Kleinen benutzen und verarschen.
Und soche Leute habe ich auch in der SED kennengelernt. Und dort habe ich mich auch ab und an mit Kritik unbeliebt gemacht, besonders in den späten 80er Jahren, als die Ideen von Gorbatschows Glasnost und Perestroika frischen Wind aufkommen liessen.
Am 3.Oktober 1989, als Honecker noch Generalsekretär der SED war, habe ich dann meinen Austritt erklärt. Aus meiner Sicht stand damals die DDR am Rand eines Bürgerkrieges - und ich verabscheue Gewalt.

Gruss Hartmut



zuletzt bearbeitet 06.06.2013 22:55 | nach oben springen

#108

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 05:21
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ich habe ein gefühl im bauch was mich sehr stutzig macht den, es wird immer wieder von kriminalbeamter und führenten mitglied der SED Bezirksleitung besprochen doch wurde es in der presse und in schulungen nie erwähnt das solche kontakte in der alten BRD stattfanden.obwohl ich mich über solche sachen selten äusere und keinen pauschal verdacht aussprechen möchte würde ich sagen hier ist was faul


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#109

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 11:58
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Hallo @Petra,

lass mich noch ein paar Worte zu Gorbatschow sagen, warum er, aus meiner Sicht, den Deutschen in so guter Erinnerung ist:

Mögen ihn manche als Verräter beschimpfen oder nicht - es gibt aus meiner Sicht einen wichtigeren Aspekt:
Am 17.Juni 1953 gab es Unruhen in der DDR, das weisst Du sicher aus der Geschichte unseres Landes. DIe Arbeiter streikten wegen der Erhöhung der Normen. es fanden Demonstrationen statt.
Damals regierte noch Stalin die Sowjetunion. Er liess die sowjetischen Truppen, die in der DDR stationiert waren, aus den Kasernen ausrücken.
Durch das Zentrum meiner Heimatstadt Görlitz donnerten damals sowjetische Panzer und schossen in die Luft - die Menschen flüchteten in die Häusereingänge. Meine Eltern haben mir von jenen Tagen erzählt - es war wenige Monate vor meiner Geburt.
1989, im Herbst, gab es auch Demonstrationen - die Menschen in der DDR waren mit Honecks Politik unzufrieden. Die NVA-Führung blieb abwartend - es war ein innenpolitisches Problem, es ging nicht darum, unser Land gegen einen äusseren Feind zu verteidigen.
Die kritischen Stimmen in der Parteibasis der SED wurden lauter - gegen Honeckers sture Polititik, die Ignoranz der bestehenden Probleme.
Die grosse Angst im Lande hiess: Was werden die etwa 2 Millionen sowjetischen Soldaten machen, die in der DDR stationiert sind ?
Hätte die Sowjetunion zu jener Zeit einen Hardliner als Regierungschef gehabt, so wie Stalin oder Breshnew - wären die Sowjetsoldaten in der DDR wahrscheinlich ausgerückt und der Osten Deutschland vielleicht in einem Blutbad versunken. Erinnere Dich bitte an die Bilder des Jahres 1988, als die Chinesische Partei- und Staatsführung die Demonstrationen der Studenten in Peking mit militärischer Gewalt niederschlug, Panzer dort in die Menge fuhren. Beifall bekam die Chinesische Führung dafür von Honecker und anderen führenden SED-Mitgliedern.
Auch "kleine Mitglieder" der SED hatten Angst vor einem solchen Horrorszenario in der DDR 1989.
Gorbatschow sorgte dafür. das 1989 die sowjetischen Panzer in der DDR in den Kasernen blieben - dafür sind ihm die meisten Deutschen dankbar.
Meinst Du, dass wir nach einem blutigen Bürgerkrieg im Osten Deutschlands anschliessend eine "bessere DDR" bekommen hätten ?
Oder dass die damalige BRD, der West-Teil Deutschlands in keiner Weise von eine Bürgerkrieg im Osten mitbetroffen wäre ?

Gruss Hartmut


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zuletzt bearbeitet 07.06.2013 11:59 | nach oben springen

#110

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 13:22
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Im Ausland war Gorbatschow beliebt, doch nicht im Inland. Er hat die Sowjetunion runtergewirtschaftet. Was den 17. Juni betrifft, waren die Streiks und Forderungen der Arbeiter zunächst berechtigt. Die Situation eskalierte, als durch westliche Einmischung "Öl ins Feuer gekippt" wurde. Chef war Egon Bahr, der später als "Friedensengel" angesehen wurde. 1989 war sowieso alles verloren. Ob die Sowjets unter einem a deren Regierungschef sich eingemischt hätten, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall hatte Egon Krenz am Schluss besonnen gehandelt. Ob Honecker alleine an der Sturheitspolitik schuld war, weiß ich nicht. Da gab es Leute an der Macht, die ich für die größere Katasstrophe halte.

Zitat von Jobnomade im Beitrag #109
Hallo @Petra,

lass mich noch ein paar Worte zu Gorbatschow sagen, warum er, aus meiner Sicht, den Deutschen in so guter Erinnerung ist:

Mögen ihn manche als Verräter beschimpfen oder nicht - es gibt aus meiner Sicht einen wichtigeren Aspekt:
Am 17.Juni 1953 gab es Unruhen in der DDR, das weisst Du sicher aus der Geschichte unseres Landes. DIe Arbeiter streikten wegen der Erhöhung der Normen. es fanden Demonstrationen statt.
Damals regierte noch Stalin die Sowjetunion. Er liess die sowjetischen Truppen, die in der DDR stationiert waren, aus den Kasernen ausrücken.
Durch das Zentrum meiner Heimatstadt Görlitz donnerten damals sowjetische Panzer und schossen in die Luft - die Menschen flüchteten in die Häusereingänge. Meine Eltern haben mir von jenen Tagen erzählt - es war wenige Monate vor meiner Geburt.
1989, im Herbst, gab es auch Demonstrationen - die Menschen in der DDR waren mit Honecks Politik unzufrieden. Die NVA-Führung blieb abwartend - es war ein innenpolitisches Problem, es ging nicht darum, unser Land gegen einen äusseren Feind zu verteidigen.
Die kritischen Stimmen in der Parteibasis der SED wurden lauter - gegen Honeckers sture Polititik, die Ignoranz der bestehenden Probleme.
Die grosse Angst im Lande hiess: Was werden die etwa 2 Millionen sowjetischen Soldaten machen, die in der DDR stationiert sind ?
Hätte die Sowjetunion zu jener Zeit einen Hardliner als Regierungschef gehabt, so wie Stalin oder Breshnew - wären die Sowjetsoldaten in der DDR wahrscheinlich ausgerückt und der Osten Deutschland vielleicht in einem Blutbad versunken. Erinnere Dich bitte an die Bilder des Jahres 1988, als die Chinesische Partei- und Staatsführung die Demonstrationen der Studenten in Peking mit militärischer Gewalt niederschlug, Panzer dort in die Menge fuhren. Beifall bekam die Chinesische Führung dafür von Honecker und anderen führenden SED-Mitgliedern.
Auch "kleine Mitglieder" der SED hatten Angst vor einem solchen Horrorszenario in der DDR 1989.
Gorbatschow sorgte dafür. das 1989 die sowjetischen Panzer in der DDR in den Kasernen blieben - dafür sind ihm die meisten Deutschen dankbar.
Meinst Du, dass wir nach einem blutigen Bürgerkrieg im Osten Deutschlands anschliessend eine "bessere DDR" bekommen hätten ?
Oder dass die damalige BRD, der West-Teil Deutschlands in keiner Weise von eine Bürgerkrieg im Osten mitbetroffen wäre ?

Gruss Hartmut


zuletzt bearbeitet 07.06.2013 13:23 | nach oben springen

#111

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 14:31
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Ist das wirklich Deine Sicht ?
Hast Du Dich mal mit der Entstehung der DDR beschäftigt.Weißt Du wie Ulbricht die Bevölkerung der damaligen DDR drangsaliert hat?
Das war damals nicht mal im Sinne der Russen. Die sahen sich dann gezwungen um ihren Einfluss nicht zu verlieren den Pfusch der Genossen zu "bereinigen"
Die DDR war doch nie alleine überlebensfähig. Völlig abhängig von Moskau vom ersten bis zum letzten Tag.
Gorbatschow hat die ehemaligen Ostblockländer an sie selbst zurückgegeben und nicht verraten.


Zitat von Petra im Beitrag #110
Im Ausland war Gorbatschow beliebt, doch nicht im Inland. Er hat die Sowjetunion runtergewirtschaftet. Was den 17. Juni betrifft, waren die Streiks und Forderungen der Arbeiter zunächst berechtigt. Die Situation eskalierte, als durch westliche Einmischung "Öl ins Feuer gekippt" wurde. Chef war Egon Bahr, der später als "Friedensengel" angesehen wurde. 1989 war sowieso alles verloren. Ob die Sowjets unter einem a deren Regierungschef sich eingemischt hätten, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall hatte Egon Krenz am Schluss besonnen gehandelt. Ob Honecker alleine an der Sturheitspolitik schuld war, weiß ich nicht. Da gab es Leute an der Macht, die ich für die größere Katasstrophe halte.


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#112

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 19:53
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Hallo Petra,
schön das du hier im Forum bist,prima,
eine Frage hätte ich da,
du wolltest raus aus den Westen,und eine neue Zukunft in der DDR suchen,
kann ich aus deiner Sicht verstehen,die DDR wollte dich nicht,dann wieder
zurück in den Westen,jetzt meine Frage,
wie hast du dich zu dieser Zeit wirklich gefühlt
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#113

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 20:49
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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Wie habe ich mich gefühlt? Mies, blamiert, ich habe ständig gegrübelt, ich grübele noch heute, war in einer Krise, die ich soweit überwunden habe. Doch über die Grundsätze, die wir heute neoliberal nennen und nicht zur DDR passen, stolpere ich immer wieder. Als ich die Papiere bekommen habe, musste ich feststellen, dass alles noch schlimmer, wie in meiner Erinnerung, war.

Zitat von Lutze im Beitrag #112
Hallo Petra,
schön das du hier im Forum bist,prima,
eine Frage hätte ich da,
du wolltest raus aus den Westen,und eine neue Zukunft in der DDR suchen,
kann ich aus deiner Sicht verstehen,die DDR wollte dich nicht,dann wieder
zurück in den Westen,jetzt meine Frage,
wie hast du dich zu dieser Zeit wirklich gefühlt
gruß Lutze


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#114

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 21:07
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #111
Ist das wirklich Deine Sicht ?
Hast Du Dich mal mit der Entstehung der DDR beschäftigt.Weißt Du wie Ulbricht die Bevölkerung der damaligen DDR drangsaliert hat?
Das war damals nicht mal im Sinne der Russen. Die sahen sich dann gezwungen um ihren Einfluss nicht zu verlieren den Pfusch der Genossen zu "bereinigen"
Die DDR war doch nie alleine überlebensfähig. Völlig abhängig von Moskau vom ersten bis zum letzten Tag.
Gorbatschow hat die ehemaligen Ostblockländer an sie selbst zurückgegeben und nicht verraten.


Zitat von Petra im Beitrag #110
Im Ausland war Gorbatschow beliebt, doch nicht im Inland. Er hat die Sowjetunion runtergewirtschaftet. Was den 17. Juni betrif
ft, waren die Streiks und Forderungen der Arbeiter zunächst berechtigt. Die Situation eskalierte, als durch westliche Einmischung "Öl ins Feuer gekippt" wurde. Chef war Egon Bahr, der später als "Friedensengel" angesehen wurde. 1989 war sowieso alles verloren. Ob die Sowjets unter einem a deren Regierungschef sich eingemischt hätten, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall hatte Egon Krenz am Schluss besonnen gehandelt. Ob Honecker alleine an der Sturheitspolitik schuld war, weiß ich nicht. Da gab es Leute an der Macht, die ich für die größere Katasstrophe halte.






Menno Menno Petra
....nimms mir nicht uebel,aber irgendwo klemmt da was in deinem "Getriebe"....
Der Gorbatschow brauchte die Sowjetunion nicht runterwirtschaften,die waren schon fix und fertig als die Trasse gebaut wurde.

Noch was zu "Deinen Genossen aus dem Westen also,alte Laender...
Ich habe als ich den "Fred"gelesen habe mal meinen ehemaligen Chef angerufen(Reisekader,Genosse der Partei)....sagte mir doch sprichwortlich.....
Wie jetzt,die genossen aus dem Westen uebersiedeln inne DDR,na das kannste mal ganz schnell vergessen....
Also irgendwie war diese Beziehung nicht auf "Rosen gebettet"...erklaern kann ich das nicht,aber "deine Papiere werden Dir vielleicht einen kleinen Einblick geben"...
Viel Erfolg

Sodann BO


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#115

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 21:12
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Zitat von Petra im Beitrag #113
Wie habe ich mich gefühlt? Mies, blamiert, ich habe ständig gegrübelt, ich grübele noch heute, war in einer Krise, die ich soweit überwunden habe. Doch über die Grundsätze, die wir heute neoliberal nennen und nicht zur DDR passen, stolpere ich immer wieder. Als ich die Papiere bekommen habe, musste ich feststellen, dass alles noch schlimmer, wie in meiner Erinnerung, war.
Zitat von Lutze im Beitrag #112
Hallo Petra,
schön das du hier im Forum bist,prima,
eine Frage hätte ich da,
du wolltest raus aus den Westen,und eine neue Zukunft in der DDR suchen,
kann ich aus deiner Sicht verstehen,die DDR wollte dich nicht,dann wieder
zurück in den Westen,jetzt meine Frage,
wie hast du dich zu dieser Zeit wirklich gefühlt
gruß Lutze



Danke,deine Antwort ist für mich ehrlich,sowas schätze ich,
du bist dann wieder zurück in den Westen geschickt worden,
ich wollte in den Westen,ein Fluchtversuch war für mich zu riskant,
ich weiß nicht,sollte dir auch bekannt sein,entweder man wird geschnappt dabei,
oder schlimmer noch,man wird dabei getötet,
hattest du auch an so etwas gedacht,wenn DDR-Bürger ihr Land verlassen wollten
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#116

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 21:51
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selten so einen Blödsinn gelesen wie hier im 2. Teil geschrieben. Was wurde denn in die Betriebe investiert und wo war westlicher Stand . Bei einem großen Teil der Maschinen wurde mit Hammer und Meißel das Hakenkreuz entfernt . Diese Maschinen liefen bis zur Wende. warum fehlt eigentlich dein Name nur MsG : heist das MIT SOZIALISTISCHEM GRUß ? ich kann mich nur dem 1. Absatz von Berlin anschliesen .
glg HAPEDI

Zitat von Bugsy im Beitrag #19
Zitat von berlin3321 im Beitrag #11
Hallo Petra,

auch von mir, dem "Wessi" mit Kontakten in den Osten ein Willkommen.

Hast Du denn bei Deiner Meinung zur beruflichen Perspektive auch bedacht, dass diese zu großen Teilen daran lag, dass die Zeit im Osten mehr oder weniger stehen geblieben war? Statt in die Betriebe zu investieren und zu modernisieren wurde mit aufwändiger Handarbeit produziert, unter dem Aspekt unwirtschaftlich, aber wir brauchen die Devisen.

Im Kapitalismus würde man sagen: Eigentlich schon lange insolvent, aber hier wird ein neues Loch gegraben und mit dem Material ein anderes gestopft. Irgendwann, 1989 waren sie Löcher so groß und zahlreich, dass man einfach nicht mehr mit neu graben und stopfen hinterher kam.

Vermutlich war diese verrückte Grenze eins der größten Löcher.

Nicht si ganz nachvollziehen kann ich die Huldigungen der Kinderbetreuung, da diese nicht neutral geschah. Mehr oder weniger direkt nach der Geburt wurden die mündigen Bürger von morgen der Rotlichtbestrahlung ausgesetzt.

Mfg Berlin

Das ist viel zu einfach gestrickt und herkömmlich propagandistisch für meine Begriffe. Erstens, wurde schon in der DDR investiert und viele Fabriken waren durchaus auf dem westlichen Stand. Es waren ganz andere Faktoren, die die zeitweiligen Zahlungsschwierigkeiten des Staates verursacht haben. Nicht zuletzt die unnachgiebige Haltung der BRD Regierung.

Das mit der Insolvenz kannst du die schenken. Das ist eine typische kapitalistische Sichtweise und lässt die grundsätzliche andere Einstellung zur Arbeit in der DDR ganz außen vor. Der Betrieb stellte in der DDR was ganz anders dar, als nur ein Ort zu dem man sich jeden Tag widerwillig hinschleppen musste, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Aber dir, als Wessi, das zu verklickern scheint mir ein aussichtsloses Unterfangen. Ich glaube, dass die Leute hier im Forum das viel besser machen können, sofern sie wollen, als ich, da ich nur verhältnismäßig kurze Zeit in der DDR war und nicht dort aufgewachsen bin.

Im Gegensatz zu dem, was du geschrieben hast, sind die Kleinen gern in den Kindergarten gegangen. Sie sind auch gern in die Schule gegangen. Sicher waren praktisch alle Jungpioniere, Thälmann-Pioniere und dann FDJler, aber die meiste Zeit ging es gar nicht um Politik und Ideologie, sondern um das kollektive Erlebnis. Wenn du eine Wessi Schule besucht hast, dann wird dir das alles vollkommen fremd sein.

MsG

Aaah shit! Habe ich ganz vergessen. Willkommen, Petra.


auch von mir, dem "Wessi" mit Kontakten in den Osten ein Willkommen.

Hast Du denn bei Deiner Meinung zur beruflichen Perspektive auch bedacht, dass diese zu großen Teilen daran lag, dass die Zeit im Osten mehr oder weniger stehen geblieben war? Statt in die Betriebe zu investieren und zu modernisieren wurde mit aufwändiger Handarbeit produziert, unter dem Aspekt unwirtschaftlich, aber wir brauchen die Devisen.

Im Kapitalismus würde man sagen: Eigentlich schon lange insolvent, aber hier wird ein neues Loch gegraben und mit dem Material ein anderes gestopft. Irgendwann, 1989 waren sie Löcher so groß und zahlreich, dass man einfach nicht mehr mit neu graben und stopfen hinterher kam.

Vermutlich war diese verrückte Grenze eins der größten Löcher.

Nicht si ganz nachvollziehen kann ich die Huldigungen der Kinderbetreuung, da diese nicht neutral geschah. Mehr oder weniger direkt nach der Geburt wurden die mündigen Bürger von morgen der Rotlichtbestrahlung ausgesetzt.

Mfg Berlin [/quote]
Das ist viel zu einfach gestrickt und herkömmlich propagandistisch für meine Begriffe. Erstens, wurde schon in der DDR investiert und viele Fabriken waren durchaus auf dem westlichen Stand. Es waren ganz andere Faktoren, die die zeitweiligen Zahlungsschwierigkeiten des Staates verursacht haben. Nicht zuletzt die unnachgiebige Haltung der BRD Regierung.

Das mit der Insolvenz kannst du die schenken. Das ist eine typische kapitalistische Sichtweise und lässt die grundsätzliche andere Einstellung zur Arbeit in der DDR ganz außen vor. Der Betrieb stellte in der DDR was ganz anders dar, als nur ein Ort zu dem man sich jeden Tag widerwillig hinschleppen musste, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Aber dir, als Wessi, das zu verklickern scheint mir ein aussichtsloses Unterfangen. Ich glaube, dass die Leute hier im Forum das viel besser machen können, sofern sie wollen, als ich, da ich nur verhältnismäßig kurze Zeit in der DDR war und nicht dort aufgewachsen bin.

Im Gegensatz zu dem, was du geschrieben hast, sind die Kleinen gern in den Kindergarten gegangen. Sie sind auch gern in die Schule gegangen. Sicher waren praktisch alle Jungpioniere, Thälmann-Pioniere und dann FDJler, aber die meiste Zeit ging es gar nicht um Politik und Ideologie, sondern um das kollektive Erlebnis. Wenn du eine Wessi Schule besucht hast, dann wird dir das alles vollkommen fremd sein.

MsG

Aaah shit! Habe ich ganz vergessen. Willkommen, Petra.[/quote]


Mein Profil ist nach besten Wissen und Gewissen erstellt . Ehrlich


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#117

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 22:16
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Das Risiko war unnötig. Erst mal hat es in keinem Verhältnis gestanden zu den Gründen, die DDR verlassen zu wollen. Risikolos wäre gewesen was anzustellen und ins Gefängnis zu kommen. Am besten noch im Zusammenhang mit dem Asozialen§. Die BRD hat dann die Leute freigekauft, die DDR hat DM kassiert und ist unliebsame Leute losgeworden.

Zitat von Lutze im Beitrag #115
Zitat von Petra im Beitrag #113
Wie habe ich mich gefühlt? Mies, blamiert, ich habe ständig gegrübelt, ich grübele noch heute, war in einer Krise, die ich soweit überwunden habe. Doch über die Grundsätze, die wir heute neoliberal nennen und nicht zur DDR passen, stolpere ich immer wieder. Als ich die Papiere bekommen habe, musste ich feststellen, dass alles noch schlimmer, wie in meiner Erinnerung, war.
Zitat von Lutze im Beitrag #112
Hallo Petra,
schön das du hier im Forum bist,prima,
eine Frage hätte ich da,
du wolltest raus aus den Westen,und eine neue Zukunft in der DDR suchen,
kann ich aus deiner Sicht verstehen,die DDR wollte dich nicht,dann wieder
zurück in den Westen,jetzt meine Frage,
wie hast du dich zu dieser Zeit wirklich gefühlt
gruß Lutze



Danke,deine Antwort ist für mich ehrlich,sowas schätze ich,
du bist dann wieder zurück in den Westen geschickt worden,
ich wollte in den Westen,ein Fluchtversuch war für mich zu riskant,
ich weiß nicht,sollte dir auch bekannt sein,entweder man wird geschnappt dabei,
oder schlimmer noch,man wird dabei getötet,
hattest du auch an so etwas gedacht,wenn DDR-Bürger ihr Land verlassen wollten
Lutze


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#118

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 22:49
von Gert | 14.079 Beiträge | 6993 Punkte
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Zitat von Petra im Beitrag #117
Das Risiko war unnötig. Erst mal hat es in keinem Verhältnis gestanden zu den Gründen, die DDR verlassen zu wollen. Risikolos wäre gewesen was anzustellen und ins Gefängnis zu kommen. Am besten noch im Zusammenhang mit dem Asozialen§. Die BRD hat dann die Leute freigekauft, die DDR hat DM kassiert und ist unliebsame Leute losgeworden.
Zitat von Lutze im Beitrag #115
Zitat von Petra im Beitrag #113
Wie habe ich mich gefühlt? Mies, blamiert, ich habe ständig gegrübelt, ich grübele noch heute, war in einer Krise, die ich soweit überwunden habe. Doch über die Grundsätze, die wir heute neoliberal nennen und nicht zur DDR passen, stolpere ich immer wieder. Als ich die Papiere bekommen habe, musste ich feststellen, dass alles noch schlimmer, wie in meiner Erinnerung, war.
Zitat von Lutze im Beitrag #112
Hallo Petra,
schön das du hier im Forum bist,prima,
eine Frage hätte ich da,
du wolltest raus aus den Westen,und eine neue Zukunft in der DDR suchen,
kann ich aus deiner Sicht verstehen,die DDR wollte dich nicht,dann wieder
zurück in den Westen,jetzt meine Frage,
wie hast du dich zu dieser Zeit wirklich gefühlt
gruß Lutze



Danke,deine Antwort ist für mich ehrlich,sowas schätze ich,
du bist dann wieder zurück in den Westen geschickt worden,
ich wollte in den Westen,ein Fluchtversuch war für mich zu riskant,
ich weiß nicht,sollte dir auch bekannt sein,entweder man wird geschnappt dabei,
oder schlimmer noch,man wird dabei getötet,
hattest du auch an so etwas gedacht,wenn DDR-Bürger ihr Land verlassen wollten
Lutze





Könnte es sein, dass die Gesellschaftsordnung, mit der du zufrieden bist und in der du glücklich leben kannst, noch gebacken werden muss ?
Ich finde deine Bewertungen beider Gesellschaftsordnungen in D einfach unterirdisch


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#119

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 07.06.2013 22:56
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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Ich "gebe den Ball zurück".

Zitat von Gert im Beitrag #118
Zitat von Petra im Beitrag #117
Das Risiko war unnötig. Erst mal hat es in keinem Verhältnis gestanden zu den Gründen, die DDR verlassen zu wollen. Risikolos wäre gewesen was anzustellen und ins Gefängnis zu kommen. Am besten noch im Zusammenhang mit dem Asozialen§. Die BRD hat dann die Leute freigekauft, die DDR hat DM kassiert und ist unliebsame Leute losgeworden.
Zitat von Lutze im Beitrag #115
Zitat von Petra im Beitrag #113
Wie habe ich mich gefühlt? Mies, blamiert, ich habe ständig gegrübelt, ich grübele noch heute, war in einer Krise, die ich soweit überwunden habe. Doch über die Grundsätze, die wir heute neoliberal nennen und nicht zur DDR passen, stolpere ich immer wieder. Als ich die Papiere bekommen habe, musste ich feststellen, dass alles noch schlimmer, wie in meiner Erinnerung, war.
Zitat von Lutze im Beitrag #112
Hallo Petra,
schön das du hier im Forum bist,prima,
eine Frage hätte ich da,
du wolltest raus aus den Westen,und eine neue Zukunft in der DDR suchen,
kann ich aus deiner Sicht verstehen,die DDR wollte dich nicht,dann wieder
zurück in den Westen,jetzt meine Frage,
wie hast du dich zu dieser Zeit wirklich gefühlt
gruß Lutze



Danke,deine Antwort ist für mich ehrlich,sowas schätze ich,
du bist dann wieder zurück in den Westen geschickt worden,
ich wollte in den Westen,ein Fluchtversuch war für mich zu riskant,
ich weiß nicht,sollte dir auch bekannt sein,entweder man wird geschnappt dabei,
oder schlimmer noch,man wird dabei getötet,
hattest du auch an so etwas gedacht,wenn DDR-Bürger ihr Land verlassen wollten
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Könnte es sein, dass die Gesellschaftsordnung, mit der du zufrieden bist und in der du glücklich leben kannst, noch gebacken werden muss ?
Ich finde deine Bewertungen beider Gesellschaftsordnungen in D einfach unterirdisch




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#120

RE: RE:Vorstellung Petra

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von WernerHolt (gelöscht)
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@Petra

es mag dich irgendwo ehren?! ,das du in der ddr leben und auch in ihr aufgehen wolltest.aber der zug ist seit 90 abgefahren,auf nimmer wiedersehen weg. warum? weißt du ja selber....
ob es wieder kommen kann?*schulterzucken*in der form nicht ........
sei es drum ....

HG

ps: trotzdem ,herzlich willkommen hier


zuletzt bearbeitet 07.06.2013 23:07 | nach oben springen



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