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#1

Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 16:43
von Grenzerei | 43 Beiträge | 5 Punkte
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Beim durchstöbern der Kategorie Veranstaltungen und Events hier im Forum,bin ich darauf aufmerksam geworden dass am 26.03.2013 eine Buchpremiere in Berlin zum Thema Topas stattfindet. Da steht dann
"Rainer Rupp arbeitete in der NATO-Zentrale in Brüssel. Dort war er der wichtigste Mann der DDR-Aufklärung und damit auch Moskaus. Seine Informationen waren von existenzieller Bedeutung. Zu Beginn der 80er Jahre, auf dem Höhepunkt der Raketenkrise, gab er Entwarnung: Die NATO plane keinen Überfall auf den Osten. Der Atomkrieg fiel aus."
Da ich mir auch die Geschichte von KID hier im Forum durchgelesen habe, stellt sich mir die Frage was denn nun richtig ist, laut dem Bericht über KID hat doch die NATO geplant den Ostblock anzugreifen, was sich mit der Aussage von oben widerspricht.
Bringe ich das jetzt alles durcheinander , wäre schön wenn mich jemand mal aufklärt.


zuletzt bearbeitet 17.04.2013 16:50 | nach oben springen

#2

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 19:59
von DoreHolm | 8.087 Beiträge | 1422 Punkte
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Unabhängig von KID, falls er da Gegenteiliges geschrieben haben sollte, weiß ich im Hinterhirn noch, daß unsere Aufklärung hier Entwarnung gegeben hat. Bei dem Thema ging es, wimre, darum, daß unsere Aufklärung hiermit zur Erhaltung des Friedens beigetragen hatte.



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#3

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 20:05
von turtle | 6.961 Beiträge | 103 Punkte
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Zitat von Grenzerei im Beitrag #1
Beim durchstöbern der Kategorie Veranstaltungen und Events hier im Forum,bin ich darauf aufmerksam geworden dass am 26.03.2013 eine Buchpremiere in Berlin zum Thema Topas stattfindet. Da steht dann
"Rainer Rupp arbeitete in der NATO-Zentrale in Brüssel. Dort war er der wichtigste Mann der DDR-Aufklärung und damit auch Moskaus. Seine Informationen waren von existenzieller Bedeutung. Zu Beginn der 80er Jahre, auf dem Höhepunkt der Raketenkrise, gab er Entwarnung: Die NATO plane keinen Überfall auf den Osten. Der Atomkrieg fiel aus."
Da ich mir auch die Geschichte von KID hier im Forum durchgelesen habe, stellt sich mir die Frage was denn nun richtig ist, laut dem Bericht über KID hat doch die NATO geplant den Ostblock anzugreifen, was sich mit der Aussage von oben widerspricht.
Bringe ich das jetzt alles durcheinander , wäre schön wenn mich jemand mal aufklärt.



Frag doch mal per Mail bei KID nach .


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 20:47
von utkieker | 2.964 Beiträge | 150 Punkte
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Zitat von Grenzerei im Beitrag #1
Beim durchstöbern der Kategorie Veranstaltungen und Events hier im Forum,bin ich darauf aufmerksam geworden dass am 26.03.2013 eine Buchpremiere in Berlin zum Thema Topas stattfindet. Da steht dann
"Rainer Rupp arbeitete in der NATO-Zentrale in Brüssel. Dort war er der wichtigste Mann der DDR-Aufklärung und damit auch Moskaus. Seine Informationen waren von existenzieller Bedeutung. Zu Beginn der 80er Jahre, auf dem Höhepunkt der Raketenkrise, gab er Entwarnung: Die NATO plane keinen Überfall auf den Osten. Der Atomkrieg fiel aus."
Da ich mir auch die Geschichte von KID hier im Forum durchgelesen habe, stellt sich mir die Frage was denn nun richtig ist, laut dem Bericht über KID hat doch die NATO geplant den Ostblock anzugreifen, was sich mit der Aussage von oben widerspricht.
Bringe ich das jetzt alles durcheinander , wäre schön wenn mich jemand mal aufklärt.

Hallo Grenzerei,

Die "Entwarnung" von Topas hat mit einer Generalstabsübung der NATO im Jahre 1983(?) zu tun, diese Übung war ungemein realistisch. Die Sowjetunion war darüber in Sorge und brachte seine Geschütze in Stellung. Jede Fehlinterpretation der Lage hätte zum atomaren Inferno werden können, Topas gab entscheidene Hinweise darüber, daß keine unmittelbare Gefahr bestand.
KID hatte ein anderes Umfeld zu beackern und hat hierüber auch im Forum Stellung bezogen. Auch wenn Beide an gemeinsamer Front standen so doch an unterschiedlichen Stellungen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


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#5

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 21:14
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich frage mich immer noch wer wohl gerne dem anderen als erster etwas "Feuer unterm Hintern" gemacht hätte, die friedliebende Sowjetunion oder der aggressive US-Imperialismus?
Gibt es da überhaupt verlässliche Dokumente die auf die Beantwortung dieser Frage hinweisen?
Aber nun nicht wieder mit eingepauktem Propagandagelaber von früher kommen, ich persönlich habe es beiden Lagern zugetraut, die Rollback-Strathegie der NATO war nicht ohne und die 35 000 Panzer des Warschauer Paktes suggerierten eigentlich auch was anderes wie die alleinige Absicht zur Verteidigung des Friedens.


zuletzt bearbeitet 17.04.2013 21:18 | nach oben springen

#6

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 21:32
von DoreHolm | 8.087 Beiträge | 1422 Punkte
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #5
Ich frage mich immer noch wer wohl gerne dem anderen als erster etwas "Feuer unterm Hintern" gemacht hätte, die friedliebende Sowjetunion oder der aggressive US-Imperialismus?
Gibt es da überhaupt verlässliche Dokumente die auf die Beantwortung dieser Frage hinweisen?
Aber nun nicht wieder mit eingepauktem Propagandagelaber von früher kommen, ich persönlich habe es beiden Lagern zugetraut, die Rollback-Strathegie der NATO war nicht ohne und die 35 000 Panzer des Warschauer Paktes suggerierten eigentlich auch was anderes wie die alleinige Absicht zur Verteidigung des Friedens.


Wie wurde es uns immer gesagt, für den Fall der Fälle: Bei einem Überfall den Gegner auf seinem eigenen Territorium schlagen ! Wie das zu verstehen war, wurde uns auch mal gesagt, nämlich dann, wenn mit nahezu absoluter Sicherheit eine Aggression unmittelbar bevorstand, dieser durch eine eigene Aktion zuvorzukommen. Das hätte in dem oben geschilderten Fall möglicherwiese so geschehen können, wenn nicht Entwarnung gekommen wäre. Deshalb haben sich beide Seiten in der Art ihrer Manöver eben etwas zurückgenommen. Allgemeine Mobilmachung, Einziehung von Reservisten in hunderttausender Anzahl, Aufmunitionierung, Beziehung der Bereitstellungsräume, Urlaubssperre, wichtige Personen aus dem Urlaub zurückholen, Truppenverlegungen in Größenordnungen in die Nähe der Grenze, vorangehend verstärkte psychologische Kriegführung, Sabotageakte, Provokationen zum Testen gegnerischer Reaktionen, hektische diplomatische Betriebsamkeit und was es sonst noch so an Aktivitäten gibt, wenn ein Staat eine Aggression vorhat, das hätte dazu geführt, das einem wahrscheinlichen Angriff zumindest um Stunden zuvorgekommen wäre. Diese Doktrin stammt noch aus den Erfahrungen des 2.Weltkrieges. man wollte es auf keinen fall noch mal darauf ankommen lassen, daß ein Aggressor, wie damals die Wehrmacht, erst hunderte Kilometer vordringen kann, bevor eine wirksame Verteidigung organisiert werden konnte.



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#7

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 21:35
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #6
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #5
Ich frage mich immer noch wer wohl gerne dem anderen als erster etwas "Feuer unterm Hintern" gemacht hätte, die friedliebende Sowjetunion oder der aggressive US-Imperialismus?
Gibt es da überhaupt verlässliche Dokumente die auf die Beantwortung dieser Frage hinweisen?
Aber nun nicht wieder mit eingepauktem Propagandagelaber von früher kommen, ich persönlich habe es beiden Lagern zugetraut, die Rollback-Strathegie der NATO war nicht ohne und die 35 000 Panzer des Warschauer Paktes suggerierten eigentlich auch was anderes wie die alleinige Absicht zur Verteidigung des Friedens.


Wie wurde es uns immer gesagt, für den Fall der Fälle: Bei einem Überfall den Gegner auf seinem eigenen Territorium schlagen ! Wie das zu verstehen war, wurde uns auch mal gesagt, nämlich dann, wenn mit nahezu absoluter Sicherheit eine Aggression unmittelbar bevorstand, dieser durch eine eigene Aktion zuvorzukommen. Das hätte in dem oben geschilderten Fall möglicherwiese so geschehen können, wenn nicht Entwarnung gekommen wäre. Deshalb haben sich beide Seiten in der Art ihrer Manöver eben etwas zurückgenommen. Allgemeine Mobilmachung, Einziehung von Reservisten in hunderttausender Anzahl, Aufmunitionierung, Beziehung der Bereitstellungsräume, Urlaubssperre, wichtige Personen aus dem Urlaub zurückholen, Truppenverlegungen in Größenordnungen in die Nähe der Grenze, vorangehend verstärkte psychologische Kriegführung, Sabotageakte, Provokationen zum Testen gegnerischer Reaktionen, hektische diplomatische Betriebsamkeit und was es sonst noch so an Aktivitäten gibt, wenn ein Staat eine Aggression vorhat, das hätte dazu geführt, das einem wahrscheinlichen Angriff zumindest um Stunden zuvorgekommen wäre. Diese Doktrin stammt noch aus den Erfahrungen des 2.Weltkrieges. man wollte es auf keinen fall noch mal darauf ankommen lassen, daß ein Aggressor, wie damals die Wehrmacht, erst hunderte Kilometer vordringen kann, bevor eine wirksame Verteidigung organisiert werden konnte.


Nun ja, das ist ja dann faktisch die "Vorwärts-Verteidigung" und ich kann mich entsinnen das diese Absicht z.B. immer der Bundeswehr unterstellt wurde.
Also Fazit, es nahmen sich eigentlich beide nichts.


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#8

RE: Topas und KID

in Spionage Spione DDR und BRD 17.04.2013 22:06
von Harzwanderer | 3.273 Beiträge | 1077 Punkte
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Die NATO-Übung, bei der in der SU Panik ausbrach war "Able Archer 83", eine Stabsübung zum Training der nuklearen Freigabeverfahren. Die Sowjets haben das irgendwie für voll genommen, obwohl es angekündigt war und auch keine großen Truppenbewegungen gab. Die SU hat sogar Atombomber bewaffnen lassen. Wohl in Polen, vielleicht auch in der DDR. Als die NATO das mitgekriegt hat, haben sie die Übung sofort abgebrochen.

Sehr interessant, auf englisch dazu:
https://www.cia.gov/library/center-for-t...drum/source.htm



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