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#1

Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 18:29
von Ecki | 408 Beiträge | 13 Punkte
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Meine Lieben,

diese Frage wollte ich eigentlich schon immer mal stellen. Zwei Schicksale kenne ich ja. Einmal ein Major der Luftstreitkräfte, der am 03.10.1990 die Uniform ausgezogen hat und einfach nach hause ging. Und dann ein Oberstleutnant der Pioniere, ein Battalionskommandeur, der sein Battalion ordnungsgemäß an die Bundeswehr übergab, übernommen wurde (weiß allerdings nicht mit welchem neuen Dienstgrad) und nach einem Monat kündigte.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#2

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 22:51
von Pitti53 | 9.118 Beiträge | 1100 Punkte
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Wo ist nun die Frage?


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#3

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 23:20
von Gert | 13.426 Beiträge | 3556 Punkte
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #2
Wo ist nun die Frage?



vermutlich der Kündigungsgrund ??


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi


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#4

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 23:24
von damals wars | 13.474 Beiträge | 2247 Punkte
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Er war DDR- Bürger.
Das reichte als Kündigungsgrund.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html


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#5

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 23:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Also Jungs, gebt euch mal ein wenig Mühe.

Ich sehe ganz deutlich ein Fragezeichen


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 23:26 | nach oben springen

#6

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 23:31
von Acki | 177 Beiträge | 28 Punkte
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Denke mal er wurde vom Oberstleutnant der NVA später in der Bundeswehr zum Oberstabsfeldwebel degradiert und hat deshalb selber gekündigt...erging ja vielen so.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 23:34 | nach oben springen

#7

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 23:55
von Gert | 13.426 Beiträge | 3556 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #4
Er war DDR- Bürger.
Das reichte als Kündigungsgrund.



@damaliger, wenn ich meine Muttersprache richtig verstehe hat er aktiv gekündigt, also selbst ( ... Zitat und nach einem Monat kündigte.

und ist nicht gekündigt worden Ich glaube einiger deiner Glaubensgenossen haben mir beigebracht ... verstehend zu lesen und das ist richtig so.


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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zuletzt bearbeitet 23.02.2013 23:57 | nach oben springen

#8

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 00:41
von Mike59 | 8.486 Beiträge | 1670 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #7
Zitat von damals wars im Beitrag #4
Er war DDR- Bürger.
Das reichte als Kündigungsgrund.



@damaliger, wenn ich meine Muttersprache richtig verstehe hat er aktiv gekündigt, also selbst ( ... Zitat und nach einem Monat kündigte.

und ist nicht gekündigt worden Ich glaube einiger deiner Glaubensgenossen haben mir beigebracht ... verstehend zu lesen und das ist richtig so.





Na es gibt ja einen Kündigungsgrund für den Arbeitgeber und einen Kündigungsgrund für den Arbeitnehmer. Die können sicher unterschiedlich sein aber sie sind eben ein Grund. Wenn dann gekündigt wird, ist dann die Ursache der Kündigungsgrund.



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#9

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 08:34
von Ecki | 408 Beiträge | 13 Punkte
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #2
Wo ist nun die Frage?
Mein lieber Pitti53,

die Frage ist an langjährig gediente NVA-Offiziere gerichtet und umfasst die Teilfragen, welchen Status sie am 03.10.1990 hatten und wie es danach weiterging. Z. B. sind sie von der BW übernommen worden, welcher Dienestgrad am 02.10.1990 und welcher danach? Oder haben sie von sich aus gekündigt? Oder sind sie von der BW gekündigt worden?
Bis auf die erwähnten Ausnahmen weiß ich das nicht. Sie zeigen aber, dass es offenbar Unterschiede gab.
Das interessiert mich schon, es muss aber keiner darauf antworten.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#10

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 09:32
von Pit 59 | 11.466 Beiträge | 6993 Punkte
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Hallo Ecki

Ich kenne einen,einige Jahre im Zentralrat der FDJ,dann Verantwortlich für den Bau von Luftverteidigungsanlagen in der DDR. Eppelmann hat Ihm dann die Entlassungsurkunde gegeben.
Nicht weil er zu doof für die Bundeswehr war,sondern weil die Socke von Ihm noch roter war als Alfred seine im Avatar



Gert und Ecki haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 10:20
von DoreHolm | 8.050 Beiträge | 1196 Punkte
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Mein bester Hobbykumpel damals, in den letzten Wochen vor der NVA-Auflösung noch zum Major befördert, hatte nach der Wende zu einem Spieß einer Kasseler Einheit persönlichen Kontak. War so eine Art "Pateneinheit". Mit dem hatte er sich auch über diese Problematik unterhalten und das passt in das Bild, was sich auch bei Stellungnahmen anderer bewaffneter und Geheimdiensorgane Westdeutschlands ergibt. Für diese herabwürdigenden Handlungen von Politikern (denn in deren Auftrag war das so) und da schließe ich Eppelmann ausdrücklich mit ein, wie eben Degradierungen und Rentenherabstufungen (wegen sog. "Staatsnähe") hatte kaum ein Offizier oder andere militärische Führungsperson der BRD Verständnis. Das war nicht qualifikationsbedingt, das war systembedingt. Hatte es schon mal vor einiger zeit berichtet: Ein anderer Hobbykumpel war Musiker im Staabsmusikorchester der Volksmarine. Weil er schon einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, wurde er als "systemtragend" eingestuft und bekam nur geminderte Rente. Der Mann hat in seinem ganzen Leben nichts Anderes als Musik gemacht. Das ist in meinen Augen Siegerjustiz, und nichts Anderes, egal wie man es dreht. Da spielt es keine Rolle, daß diese Herabwürdigung später durch das BVG revidiert wurde.



Feliks D., Pitti53, eisenringtheo, jecki09, passport, VNRut, Damals87, KAMÜ, schulzi, werner, EK82I, josy95 und silberfuchs60 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 11:43
von Rainman2 | 5.800 Beiträge | 204 Punkte
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Ich war in dieser Zeit Offiziershörer (= Offizier im Studium) an der Militärpolitischen Hochschule in Berlin Grünau. Wie habe ich diese Zeit erlebt?

1. Im Vorfeld des 03.10.1990 gingen viele von uns bereits. Mit dem "Eppelmann-Eid" war die Entpflichtung auch sehr einfach.

2. An der MPHS wurden alle Offiziere über 50 und alle im Dienstgrad ab Oberst schrittweise vor dem 02.10.1990 weitestgehend abgebaut. Einige von ihnen wurden noch zeitweilig übernommen.

3. Wir Offiziershörer, die im Studienjahr 1990/1991 unseren Abschluss machen sollten, erhielten die Möglichkeit der zeitweiligen Übernahme in die Bundeswehr zur Beendigung des Studiums. Etwa die Hälfte von meiner Studiengruppe (ursprünglich 15 - am Ende 7), auch ich, machte davon Gebrauch.

4. Die Übernahme erfolgte mit dem Dienstgrad, den wir laut Fristen der Bundeswehr für die Laufbahn erreicht hätten. Das bedeutete, dass fast alle um einen Dienstgrad zurückgestuft wurden. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch Hauptleute und Majore in der Studiengruppe, danach nur noch Oberleutnants und Hauptleute. Ich war zwar erst im Mai 1989 zum Hauptmann befördert worden, da ich aber durch meine Parteistrafen übermäßig lange Leutnant war, hatte ich die Frist für den Hauptmann der Bundeswehr erreicht und blieb in diesem Dienstgrad.

5. Jenseits der zeitweiligen Übernahme und des zeitlich befristeten Rechts, den Dienstgrad (bei mir) Hauptmann des Heeres der Bundeswehr zu tragen (bis 31.12.1990 befristet), hatten wir die Möglichkeit, uns bei der Bundeswehr zu bewerben. Viele von uns hatten zwar "zur Sicherheit" eine Kurzbewerbung geschrieben, was eher einem Hinweis bzw. Rat dies zu tun entsprang, als dem inneren Drang dort unbedingt dienen zu wollen. Immerhin waren wir, wie @Pit 59 zu einem anderen angemerkt hatte, bis zur Wende roter als die Socke in @alfreds Avatar. Wir wollten also letztlich nicht übernommen werden und konnten uns auch nicht vorstellen, dass die uns wollten. Somit weiß ich nicht, unter welchen Bedingungen eine Übernahme erfolgt wäre. Rückstufungen im Dienstgrad, außer den hier genannten, kenne ich also auch nur von Hören-Sagen.

6. Am 02.10.1990 gab es einen letzten Appell in NVA-Uniform, am 03.10.1990 hatten wir Dienstfrei und am 04.10.1990 gab es den ersten und einzigen Appell an der Militärpolitischen Hochschule Berlin Grünau im Feldanzug der Bundeswehr. Die Einkleidung, ohne Dienstanzug, Ausgangs- und Paradeuniform, war bereits Ende September erfolgt. Die Uniformart für den Appell bestand aus Rotes Barett, Pullover, Diensthose und Schnürstiefeln. Ich trug die Uniform dreimal: Zur Einkeidung, zu diesem Appell und zur "Prüfung im Hauptfach" (Politikwissenschaft). Sie war auch noch für die Überreichung der Diplomzeugnisse Ende Dezember 1990 angeordnet, aber daran hielt sich kaum noch jemand. Auch ich kam da in Zivil mit Vollbart an. Die Fotos aus dieser Zeit hat leider meine Exfrau, aber ich werde mal sehen, was sich da machen lässt.

7. Die Entlassung erfolgte zum 31.12.1990. Ich erhielt eine Abfindung nach 11 1/2 Dienstjahren in Höhe von 7.000 DM. Offiziere, die vorher freiwillig gegangen waren, hatten keine Abfindung erhalten. Bevor Gerüchte auftauchen: Davon, dass wir eine Abfindung erhalten, erfuhren wir erst im Dezember 1990. Es war also kein Entscheidungsgrund zu bleiben. Die Motivation für mich, zu bleiben und zeitweilig übernommen zu werde, war ausschließlich der Abschluss meines Diplomstudiums.

Soviel erst einmal dazu.
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Ecki, jecki09, KAMÜ und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2013 11:47 | nach oben springen

#13

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 12:02
von Ecki | 408 Beiträge | 13 Punkte
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Mein lieber Rainman2,

ich bedanke mich ganz herzlich für die ausführliche und präzise Antwort. Ich kann mich in diese Situation zumindest etwas hineinversetzen, habe ich doch die Wende als DDR-Bürger, wenn auch nicht beim Militär, auch mitgemacht, was auch nicht so einfach war.

Um nochmals bei den "langjährig gedienten NVA-Offizieren" zu bleiben. Was muss das für ein "beschissenes" Gefühl gewesen sein, ständig den "Klassenfeind" vor Augen zu haben und dann von diesem "einkassiert" zu werden.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 12:30
von Rainman2 | 5.800 Beiträge | 204 Punkte
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Zitat von Ecki im Beitrag #13
... Um nochmals bei den "langjährig gedienten NVA-Offizieren" zu bleiben. Was muss das für ein "beschissenes" Gefühl gewesen sein, ständig den "Klassenfeind" vor Augen zu haben und dann von diesem "einkassiert" zu werden. ...

Hallo Ecki,

die schlimmste Zeit für mich waren die Tage vom 10.11. - 15.11.1989. Als ich am Morgen des 10. November von der Grenzöffnung hörte, war mir schlagartig klar, dass sich mein Dienst und die Sache des Staates dem ich diente unwiderruflich erledigt hatten. Im Anschluss an eine der turnusmäßig für den Mittwoch befohlenen Aussprache der Lehrgruppen mit leitenden Offizieren der Lehrstühle und Sektionen hatte ich am 15. November ein für mich sehr wichtiges Gespräch unter vier Augen mit dem Fachgruppenleiter Militärpsychologie Oberst G* . Die Quintessenz dieses Gesprächs war zwar eine Binsenweisheit, aber die musste erst mal wieder in meinen Kopf: Das Leben geht weiter. Mit anderen Worten musste ich also meine Probleme mit der sich rasch um mich herum verändernden Realität rationalisieren und Stück für Stück lösen. Und was plötzlich sehr wichtig wurde: Ich musste nach Jahren, in denen alle wichtigen, mein Leben betreffenden Entscheidungen von außen beeinflusst worden waren, nun die Wortgruppe "Ich will" vollkommen neu erlernen und erfahren. Es ist interessant, dass ich dann in eine Situation kam, vielleicht sogar kommen wollte, in der meine Entscheidungen wieder von anderen mitbestimmt wurden. Im Juni 1990, im Anschluss an eine Fete unserer Lehrgruppe fanden sich unsere Dozentin für Kulturtheorie und Ästhetik und ich plötzlich wild knutschend im Grünauer Forst wieder. Ich machte in der Folge daraus die erste langfristige Beziehung in meinem Leben. Ich glaube, wir suchten in diesem Moment beide jemanden, an den wir uns anlehnen konnten.

ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#15

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 12:40
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #14
[quote=Ecki|p235463].....Es ist interessant, dass ich dann in eine Situation kam, vielleicht sogar kommen wollte, in der meine Entscheidungen wieder von anderen mitbestimmt wurden. .....
ciao Rainman



Hallo Rainman2,

Ich glaube, dass viele, deren Leben durch Andere ver- und geplant wurde, oder die dahin gingen wo sie - nach Meinung Anderer - gebraucht wurden, nach dem 09.11.1989 in eine ähnliche Situation gekommen sind.


Rainman2 und Winch haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 14:10
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Jeder der von der BW übernommen werden wollte, der hat doch an denn Sozialismus nicht geglaubt. ODER? Ich hätte mich nie bei NVA beworben wenn der andrere Fall eingetréten wäre.( BRD beitritt zur DDR). Uniform ausziehen und nach Hause gehen.



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#17

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 14:42
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Herr "Vereppelmann" hatte "seinen" Offzieren so einiges versprochen, und nichts gehalten.
Daher auch die kleine Namensveränderung.


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#18

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 15:01
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Zitat von damals wars im Beitrag #17
Herr "Vereppelmann" hatte "seinen" Offzieren so einiges versprochen, und nichts gehalten.
Daher auch die kleine Namensveränderung.

Was hat er versprochen?



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#19

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 15:08
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bundeswehr - armee der einheit


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *


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#20

RE: Langjährig gedienter NVA-Offizier am 02.10.1990 - und dann ?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 16:08
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Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #19
bundeswehr - armee der einheit

War das die antwort auf meine Frage?



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