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#21

RE: Welche Konsequenzen gab es für die Flüchtlinge?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 12:42
von Waterpolo | 10 Beiträge
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Ich habe mir den Thread und die Parts durchgelesen und fand sie ziemlich spannend, konnte aber nicht so richtig Konsequenzen von einer Flucht erkennen, da hier in "legaler Form" versucht wurde das Land zu verlassen und nur Anspielungen auf die Republikflucht gemacht wurden. Er hat nur über den Zustand der Zellen sowie sein Leben im Gefängnis berichtet und die etlichen Verfahren, die er durchlaufen musste, um das Land endgültig verlassen zu können. Ich möchte nur eine grobe Übersicht über die Konsequenzen abgebildet haben. Dazu gehört auch meine Frage, ob neben den Haftstrafen weitere Konsequenzen, Einschleusungen von IM, Verfolgungen, Machenschaften gaben?



zuletzt bearbeitet 05.02.2013 12:43 | nach oben springen

#22

RE: Welche Konsequenzen gab es für die Flüchtlinge?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 14:17
von passport | 2.906 Beiträge | 901 Punkte
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Hallo Waterpolo, hier ein paar interessante Buchtipps über vorläufige Festnahmen, Vernehmungen und Haft.










und natürlich die Aufarbeitung geschichtlicher Lügen und Behauptungen durch die Meinungsmacher dieser Gesellschaft. Es gab in der ehem. DDR 3 Untersuchungsorgane, beim MDI, beim Zoll und dem MfS. Für alle Untersuchungsorgane galten die gleichen gesetzlichen Grundlagen ( Strafprozessordnung und Strafgesetzbuch der DDR ) für ihre Tätigkeit. Aufsicht und Kontrolle übte die Staatsanwaltschaft aus. Die Staatsanwaltschaft hatte Weisungsbefugnis gegenüber allen Untersuchungsorganen und konnte auch Ermittlungenin eigener Verantwortung führen. Irgendwelche Sonderrechte für das MfS-Untersuchungsorgan gab es nicht. Näheres wie beschrieben findest Du im Buch "Drachentöter".
UHA und gefängnisse sind nun mal keine Sanatorien. Das war damals so und heute ist es auch nicht anders. Wenn die Zellentür zugeht und man befindet sich in einen Raum mit vergitterten Fenstern ist das eine Ausnahmesituation.
Hier einige Kommentare aus neuerer bundesdeutscher Zeit :

https://www.knast.net/prison.html?id=7368

passport



zuletzt bearbeitet 05.02.2013 14:19 | nach oben springen

#23

RE: Welche Konsequenzen gab es für die Flüchtlinge?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 18:11
von Kimble | 397 Beiträge | 28 Punkte
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@passport:
Zu der schönen heilen Welt fehlt nur noch der Hinweis "es gab ja auch noch die Rechtsanwälte".

Die Berichte aus Bitterfeld finde ich sehr unterschiedlich.
Hier mal eine Hardcore Version, passt 100% zum Thema.
edoc.bibliothek.uni-halle.de/servlets/MC...nubrm7x8?hosts=

Nach der Lektüre solcher Berichte, werde ich immer zuerst wütend, dann traurig und und komme anschließend oft zu der Feststellung:
Nichts war undenkbar. Ob es nur mir so geht weiß ich dabei nicht so genau.
Scheint also reine Glückssache gewesen zu sein, an wen man geriet. Von korrekt bis Schwein, alles konnte möglich sein.

Bei mir waren'se nett. Gab Würstchen und Rauchware angeboten.
Naja, war ja auch erst in den ersten beiden Stunden der Vernehmung, also noch Abschöpfphase.
Da wollte man sicher noch nicht mit unsanften Methoden verstören.
Und dann nach den 2 Stunden war schon wieder alles vorbei.
Ich hab dann doch besser beschlossen, mal ganz schnell und weit auszureis(s)en.
Sonst hätte ich nähmlich auch das zweifelhafte Vergnügen gehabt, in Bitterfeld für sagen wir mal 4 Jahre Hotel zu nehmen.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 05.02.2013 18:12 | nach oben springen

#24

RE: Welche Konsequenzen gab es für die Flüchtlinge?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.02.2013 19:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Kimble im Beitrag #23
@passport:
Zu der schönen heilen Welt fehlt nur noch der Hinweis "es gab ja auch noch die Rechtsanwälte".

Die Berichte aus Bitterfeld finde ich sehr unterschiedlich.
Hier mal eine Hardcore Version, passt 100% zum Thema.
edoc.bibliothek.uni-halle.de/servlets/MC...nubrm7x8?hosts=

Nach der Lektüre solcher Berichte, werde ich immer zuerst wütend, dann traurig und und komme anschließend oft zu der Feststellung:
Nichts war undenkbar. Ob es nur mir so geht weiß ich dabei nicht so genau.
Scheint also reine Glückssache gewesen zu sein, an wen man geriet. Von korrekt bis Schwein, alles konnte möglich sein.

Bei mir waren'se nett. Gab Würstchen und Rauchware angeboten.
Naja, war ja auch erst in den ersten beiden Stunden der Vernehmung, also noch Abschöpfphase.
Da wollte man sicher noch nicht mit unsanften Methoden verstören.
Und dann nach den 2 Stunden war schon wieder alles vorbei.
Ich hab dann doch besser beschlossen, mal ganz schnell und weit auszureis(s)en.
Sonst hätte ich nähmlich auch das zweifelhafte Vergnügen gehabt, in Bitterfeld für sagen wir mal 4 Jahre Hotel zu nehmen.

Hallo Kimble,Danke für den Link,eine richtig gute Zeitzeugengeschichte incl. Dokumente.
Und nee @ Kimble,es geht nicht nur dir so.

Gruß ek40


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