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#241

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 30.05.2019 22:13
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Zitat von Alfred im Beitrag #225
Gert,
nur mal so, auch in der DDR wurden nicht alle Spione zum Tode verurteilt.

Das ist richtig, allerdings unterschieden sich die Haftbedingungen im Strafvollzug
in der DDR von denen in der Bundesrepublik doch ganz erheblich.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.05.2019 22:18 | nach oben springen

#242

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 30.05.2019 22:47
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #241
Zitat von Alfred im Beitrag #225
Gert,
nur mal so, auch in der DDR wurden nicht alle Spione zum Tode verurteilt.

Das ist richtig, allerdings unterschieden sich die Haftbedingungen im Strafvollzug
in der DDR von denen in der Bundesrepublik doch ganz erheblich.



Stimmt--es waren eben zwei unterschiedliche Staatensysteme und jedes hatte sein Rechtsystem. Ein einheitliches System findet man nicht mal unter den Demokraten. Die ein Folterlager unter sich haben---,die anderen nicht, Selbst die Demokratie. ist von ihren Menschenrechten, weit entfernt.


02_24, Larissa und PF75 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.05.2019 22:53 | nach oben springen

#243

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 30.05.2019 23:51
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Zitat von Rostocker im Beitrag #242
Ein einheitliches System findet man nicht mal unter den Demokraten.
Die ein Folterlager unter sich haben---,die anderen nicht,

Hier ging es aber nur um den Vergleich zwischen beiden deutschen Staaten.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#244

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 01:18
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Das ist richtig, allerdings unterschieden sich die Haftbedingungen im Strafvollzug in der DDR von denen in der Bundesrepublik doch ganz erheblich.

Z. B UHA

Auszüge eines ehem U-Häftling aus Berlin-Moabit (GO a.D. Streletz):

- über ein Jahr war es mir nicht erlaubt, mit meiner Frau zu telefonieren,
Da ich unter die Kategorie “Tatgenossen“ fiel - das heißt tatsächlich so in westdeutschen Sprachgebrauch bei der Justiz, das hat nichts mit unseren Genossen zu tun, ich hatte einen großen blauen Punkt auf meiner Zellentür - bedeutete das:
- keine Teilnahme am Sport,
- keine Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen,
- keine Teilnahme an der Arbeit von Beschätigungsgruppen sowie
- eine Reihe weiterer Einschränkungen
Nach über sieben Monaten Untersuchungshaft erfolgte meine erste Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft. Sieben Monate hat man uns schmoren lassen, bevor sich die Staatsanwaltschaft zum ersten Mal mit uns befaßte.

UHA DDR :
- innerhalb von 24 Stunden nach Einlieferung durch den zuständigen Staatsanwalt Haftbefehl bzw. Ablehnung und Entlassung
- bis 4 Briefe pro Monat
- nach Antrag Besuchserlaubnis (2-3x im Monat) der Familienangehörigen oder der zuständigen Vertretung (Ausländer) beim Gericht bzw. Staatsanwaltschaft während der U-Haft.
- Vernehmungen fanden unmittelbar nach der Einlieferung statt.
- U-Haftzeit wurde innerhalb von 3 Monaten abgeschlossen. Einige wenige Fälle dauerten länger als 3 Monate.


passport


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#245

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 05:01
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@passport
Welche schrägen Kämpfe führst Du denn nun wieder?

Ich kann die Haftbedingungen von GO Steletz nicht beurteilen.

Aber ich möchte Dich an einen Chat erinnern, den wir beide jahrelang frequentierten. Da war auch ein damals ganz junger Vernehmer (UHA Hohenschönhausen), Du wirst Dich erinnern. Vieles hat er im offenen Chat erzählt, manches nur in Privatchats. Von daher möchte ich Dich daran erinnern, dass Du im Moment ein sehr idealisiertes Bild der MfS-U-Haft zeichnest.

Am Rande:
Ich hoffe es geht Dir gesundheitlich gut. Du hüpfst fröhlich durch Dein Leben - so stelle ich es mir vor - und wünsche Dir das.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#246

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 08:43
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Zu 240 Gott sei Dank , daß ich mich aus dem Staub gemacht habe . Da ist mir vieles erspart geblieben .


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#247

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 08:56
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Zitat von passport im Beitrag #244
Das ist richtig, allerdings unterschieden sich die Haftbedingungen im Strafvollzug in der DDR von denen in der Bundesrepublik doch ganz erheblich.

Z. B UHA

Auszüge eines ehem U-Häftling aus Berlin-Moabit (GO a.D. Streletz):

- über ein Jahr war es mir nicht erlaubt, mit meiner Frau zu telefonieren,
Da ich unter die Kategorie “Tatgenossen“ fiel - das heißt tatsächlich so in westdeutschen Sprachgebrauch bei der Justiz, das hat nichts mit unseren Genossen zu tun, ich hatte einen großen blauen Punkt auf meiner Zellentür - bedeutete das:
- keine Teilnahme am Sport,
- keine Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen,
- keine Teilnahme an der Arbeit von Beschätigungsgruppen sowie
- eine Reihe weiterer Einschränkungen
Nach über sieben Monaten Untersuchungshaft erfolgte meine erste Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft. Sieben Monate hat man uns schmoren lassen, bevor sich die Staatsanwaltschaft zum ersten Mal mit uns befaßte.

UHA DDR :
- innerhalb von 24 Stunden nach Einlieferung durch den zuständigen Staatsanwalt Haftbefehl bzw. Ablehnung und Entlassung
- bis 4 Briefe pro Monat
- nach Antrag Besuchserlaubnis (2-3x im Monat) der Familienangehörigen oder der zuständigen Vertretung (Ausländer) beim Gericht bzw. Staatsanwaltschaft während der U-Haft.
- Vernehmungen fanden unmittelbar nach der Einlieferung statt.
- U-Haftzeit wurde innerhalb von 3 Monaten abgeschlossen. Einige wenige Fälle dauerten länger als 3 Monate.


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wie auch immer, wenigsten 1 von den "Tatgenossen" durfte am eigenen Leibe spüren, was man über 40 Jahre Tausenden Politischen angetan hat. Passt scho, sagt der Bayer!
Ich war nie in einem Gefängnis , in beiden System nicht, aber 2 meiner Fluchtkameraden haben wegen Republikflucht zuvor schon mal eingesessen. Was die erzählten, das war abschreckend genug. Allein der Begriff Republikfucht ist schon eine Provokation der Menschenrechte, einfach unterirdisch so zu denken.


Lutze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#248

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 09:23
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Zitat von passport im Beitrag #244
..

UHA DDR :
- innerhalb von 24 Stunden nach Einlieferung durch den zuständigen Staatsanwalt Haftbefehl bzw. Ablehnung und Entlassung
- bis 4 Briefe pro Monat
- nach Antrag Besuchserlaubnis (2-3x im Monat) der Familienangehörigen oder der zuständigen Vertretung (Ausländer) beim Gericht bzw. Staatsanwaltschaft während der U-Haft.
- Vernehmungen fanden unmittelbar nach der Einlieferung statt.
- U-Haftzeit wurde innerhalb von 3 Monaten abgeschlossen. Einige wenige Fälle dauerten länger als 3 Monate.

passport


.. das Freibier von Freitag nachmittag bis Sonntagabend hast Du vergessen zu erwähnen ...

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#249

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 10:29
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@der alte Grenzgänger ,

da habe ich etwas für Dich, insbesondere der Filmtitel. Aber der Rest ist auch ok..

https://www.youtube.com/watch?v=9rncXwCLjzE



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#250

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 10:49
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Ach, Gottchen, ja ... bleib nur weiter in Deiner schönen Welt- man muss nur fest dran glauben ..

Siggi, der Dummschwätzer ... in den Staub geworfen von der unendlichen Weisheit des Allmächtigen .. (des ehemaligen jedenfalls..)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#251

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 10:51
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@Gert ,


die Person war zufällig gewählt. Habe aber andere Beispiele gefunden die ähnlich gelagert sind. Also kein Einzelfall.

@Mart

Es kam doch immer auf das Verhalten des U-Häftlinges an wie oft und wieviel er die o.g. Vergünstigungen bekam. Die Ordnungs - und Verhaltensregeln der UHA mussten von jeden U-Häftling gelesen und unterschrieben werden.





passport


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#252

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 15:20
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Warum immer so gehässig, wenn jemand über seine Tätigkeit beim MfS spricht???
Genau deswegen ist hier immer weniger darüber zu lesen, es darf keine objektiven Berichte darüber geben, weil sie nicht ins Klischee passen.
Auch 2019 nicht....!


Larissa, PF75 und 02_24 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#253

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 15:40
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Zitat von Gert im Beitrag #247
..., aber 2 meiner Fluchtkameraden haben wegen Republikflucht zuvor schon mal eingesessen. Was die erzählten, das war abschreckend genug. Allein der Begriff Republikfucht ist schon eine Provokation der Menschenrechte, einfach unterirdisch so zu denken.
Nun ist Republikflucht aber ein reiner Propagandabegriff, sowie Scheißbefehl oder Todesautomat(en). Das dürfte sich zu deiner Zeit noch um den §8 Paßgesetz gehandelt haben, ich zitiere
§ 8. (1) Wer ohne Genehmigung das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik nach dem Ausland verläßt oder aus dem Ausland betritt oder wer ihm vorgeschriebene Reiseziele, Reisewege oder Reisefristen oder sonstige Beschränkungen der Reise oder des Aufenthalts hierbei nicht einhält, wird mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft.

Als 1968 das neue StGB kam ward mit dem §213 das angedrohte Strafmaß um die Hälfte veringert, nur noch zwei Jahre.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#254

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 16:12
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Zitat von Ebro im Beitrag #252
Warum immer so gehässig, wenn jemand über seine Tätigkeit beim MfS spricht???
...


Ich nehme mal an, dass Du mich damit meinst ... nee, gehässig sollte das nicht sein .. eher lustig ..
Nach den Buchstaben der damaligen Gesetze war bestimmt alles Tippitoppi in der Ehemaligen geregelt .. das interessante ist aber das "dazwischen", die Auslegung, die Praxis, das handeln der Umsetzer ...

... und wenn zu jedem Zweifel an einem "Sachverhalt" (in vielen Fällen ja durch andere Erfahrung geprägt..) immer nur der Verweis auf den Gesetzestext kommt und damit bewiesen wäre, dass alles iO war, dann ist das langweilig ...

Ich würde sehr gern viel mehr von den ehemaligen MfS- Angehörigen lesen- aber nicht auf solcher Basis .. (nämlich der, dass alles nur nach Recht und Gesetz ablief, dazwischen gab es nichts, und wer es anderes erlebt, gelesen oder gehört hat, ist eben ein Dummschwätzer ...)

... schade, dass solche Typen wie @karnak nicht mehr aktiv sind- vor dessen Art des Umganges mit seiner Geschichte habe ich höchsten Respekt ..

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Grenzläufer, linamax und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#255

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 16:18
von Alfred | 8.225 Beiträge | 5695 Punkte
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Welche Basis wäre denn passend ?


Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#256

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 17:24
von Larissa | 1.242 Beiträge | 4177 Punkte
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Von @der alte Grenzgänger

Nach den Buchstaben der damaligen Gesetze war bestimmt alles Tippitoppi in der Ehemaligen geregelt .. das interessante ist aber das "dazwischen", die Auslegung, die Praxis, das handeln der Umsetzer ...... und wenn zu jedem Zweifel an einem "Sachverhalt" (in vielen Fällen ja durch andere Erfahrung geprägt..) immer nur der Verweis auf den Gesetzestext kommt und damit bewiesen wäre, dass alles iO war, dann ist das langweilig ...
[i]
Ich würde sehr gern viel mehr von den ehemaligen MfS- Angehörigen lesen- aber nicht auf solcher Basis .. (nämlich der, dass alles nur nach Recht und Gesetz ablief, dazwischen gab es nichts, und wer es anderes erlebt, gelesen oder gehört hat, ist eben ein Dummschwätzer ...)



[iGanz klar, ein Elektriker ist fuers Licht zustaendig, der Klempner fuer die Wasserrohre. Ich wuerde nicht mich mit einem dieser anlegen als Laie.

Hier steht wahrhaftig genug geschrieben lieber @der alte Grenzgänger und sicher sehr wenig von Recht und Gesetz. Kein Kamerad eines GD wird weder hier noch anderswo in diesem Metier von Recht und Gesetz reden.
Das was von Mitarbeitern der GD und MfS-Angehoerigen hier gesagt wird, reicht anscheinend nicht aus.

Vielleicht vergessen. Der Thread heisst, das dunkle Haus der Spionage. Und es war ein verdammt dunkles Haus. Having said that – folgendes:
Auf welcher Basis auch geschrieben wird, wie waere es mit Respekt und Wahrheit, die es auch in diesem Metier gab, und zwar International, bis heute in allen Laendern, bis auf Deutschland, das Land der unruehmlichen Ausnahme wenn es geht um Geheimdienste. Gut, dass die GD in Deutschland stark sind inzwischen und nicht auf das Volk angewiesen sind, um gewisse Dinge wie Macht und Staat zu schuetzen.

Nochmal, wie so oft geschrieben –zaehlten Gesetz und Moral weder beim einen noch beim anderen. Das war und das ist heute noch so. Wer Shit am Stiefel hatte, bekam es zu spueren, voellig mitleidslos. Das kann ich versichern. Ich verlor meinen Mann, weil man ihm im Zuge des Aufraeumens in der SU vor der Transformation faelschlicherweise vorwarf, mit mir in den Westen gehen zu wollen.

Im uebrigen, was lese ich hier?
Die gierigsten waren die Doppelagenten. Ganz ohne hoehere Ideale. Aha! Es sei gesagt. Das trifft weder generell noch im Einzelnen zu.
Diejenigen die so denken sage ich. Muss ich doch unbedingt noch einen Antrag auf Nachzahlung stellen, an dreifache Anschriften. Mit den 'Idealen' mag es durchwachsen gewesen sein. Mich musste man in meinen Idealen zurueckhalten.

Reisepaesse gab es, reichlich. Auslagen zum Leben, Fahrtkosten, ja, ein ‚Dienstfahrzeug‘, Zuschuesse, feines Essen, Hotelkosten. Ja, so einiges von meinen Herren in Moskau. Ich stand in Diensten. Also warum nicht. Ganz einfach waren das Zuwendungen, um einen gewissen Lebensstil aufrechterhalten zu koennen. Ih hatte meine Ideale und wandte mich Moskau zu.
Jedoch, das muss ich gestehen - auch im Westen gab’s ebenfalls gut bezahlte Essen bei den Treffen. Also alles tippitoppi geregelt bei den Kameraden in Ost und West. Interessant duerfte auch die Tatsache sein, dass ich erhaltene Gelder aus Moskau, normalerweise meinen Westbeamten aushaendigen musste, mit Banknotennummern usw. Was ich natuerlich nicht immer tat. Ich durfte dann nach der Verurteilung eine Menge ‚Agentenlohn‘ – den ich vom Osten bekommen hatte (man rechnete hoch) im Westen zurueckzahlen. Fuer mich ging’s gut aus. Ich war gut geschult und heiratete jeweils noch zweimal und zwar, reiche Maenner (weil ich doch so gierig bin). Sicher koennen auch im Nachhinein solche Geschichten verkauft werden. Diese Ambitionen hatte ich nie.
Gruesse und einen guten Abend,
Larissa

..............................................


Eine LWS hat jeder. Dieses knöcherne Gestell,
das jeden schlecht oder Recht durchs Leben trägt
und auch repariert noch gute Dienste leistet.
Ein Kreuz ist es jedoch mit dem moralischen Rückgrat –
ein solches haben nur wenige Menschen. M. Powell
der alte Grenzgänger und 02_24 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.05.2019 23:19 | nach oben springen

#257

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 17:43
von der alte Grenzgänger | 2.113 Beiträge | 6433 Punkte
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Zitat von Larissa im Beitrag #256
..

[iGanz klar, ein Elektriker ist fuers Licht zustaendig, der Klempner fuer die Wasserrohre. Ich wuerde nicht mich mit einem dieser anlegen als Laie.

..
Larissa

.


Ganz klar, Larissa.. danke für Deinen umfangreichen Text ... aber um das ganz große ging es hier (in Bezug auf meinen Freibier- und den folgenden Beitrag zumindest) ja gar nicht ... nur um die Bedingungen in der UHA ...
..und was die Elektriker und Klempner angeht .. wenn mir einer sagt, dass ne 1mm2- Litze für den Betrieb eines 22 kW-Durchlauferhitzers ausreichend ist.. oder der Klempner mir sagt, dass man statt einer Muffe auch ein bisschen Klebeband nehmen kann, dann reicht mein normaler Verstand aus, um sagen zu können, dass das "nicht fachgerecht" ist ..

Siggi, der auch einen schönen Abend wünscht... und in dem Thema nichts mehr schreiben wird ...


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#258

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

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@der alte Grenzgänger ,

ich schreibe hier so wie ich es kenne bzw. aus Erfahrungen, Aussagen, Memoiren und Erkenntnissen anderer MA.
Das MfS war ein Schutz-Sicherheits und Rechtspflegeorgan des Ministerrates der DDR.
- Alle Arbeitsweisen in den Fachabteilungen waren durch Ordnungen, Befehle und Weisungen geregelt.
- bei der Passkontrolle z. B. waren das die PKO und die OTA die die Arbeitsweise der Passkontrolle, die Abfertigung der Reisenden, die Sicherheit an den Güsten usw.
entsprechend den Gesetzen der DDR regelte. Wenn ein MA gröblich gegen diese Ordnung verstieß hatte das persönliche Konsequenzen.
Auch die anderen HA, insbesondere die HA IX (Untersuchung) und (UHA) der Linie XIV werden entsprechende Ordnungen gehabt haben. Auch aus dem Grund das diese Abteilungen unter Kontrolle und Aufsicht der Staatsanwaltschaft standen.


passport


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#259

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 17:51
von Larissa | 1.242 Beiträge | 4177 Punkte
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Prima gesagt Siggi! Wirklich.
Auf meinen Wunsch, bitte schreibe. Ich kann auch nur von meiner Warte und Erfahrungen zu dem was ich erlebt habe reden. Aber schon da gibt es erhebliche Differenzen, und ist eben so. Dann versuche ich aufzuklaeren :-)))).
Sollte nicht so hart ankommen bei Dir. Aber Du bist ein Kerl, kannst das ab!
Ich genehmige mir jetzt einen Shandy= Alster - oder auch Potsdammer genannt. Lass Dir Dein Bier schmecken..
Einen schoenen Abend Dir,
Larissa


Eine LWS hat jeder. Dieses knöcherne Gestell,
das jeden schlecht oder Recht durchs Leben trägt
und auch repariert noch gute Dienste leistet.
Ein Kreuz ist es jedoch mit dem moralischen Rückgrat –
ein solches haben nur wenige Menschen. M. Powell
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#260

RE: Das Dunkle Haus II - Menschen und Psychologie im Nachrichtendienst

in Spionage Spione DDR und BRD 31.05.2019 17:55
von Gert (gelöscht)
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Zitat von passport im Beitrag #258
@der alte Grenzgänger ,

ich schreibe hier so wie ich es kenne bzw. aus Erfahrungen, Aussagen, Memoiren und Erkenntnissen anderer MA.
Das MfS war ein Schutz-Sicherheits und Rechtspflegeorgan des Ministerrates der DDR.
- Alle Arbeitsweisen in den Fachabteilungen waren durch Ordnungen, Befehle und Weisungen geregelt.
- bei der Passkontrolle z. B. waren das die PKO und die OTA die die Arbeitsweise der Passkontrolle, die Abfertigung der Reisenden, die Sicherheit an den Güsten usw.
entsprechend den Gesetzen der DDR regelte. Wenn ein MA gröblich gegen diese Ordnung verstieß hatte das persönliche Konsequenzen.
Auch die anderen HA, insbesondere die HA IX (Untersuchung) und (UHA) der Linie XIV werden entsprechende Ordnungen gehabt haben. Auch aus dem Grund das diese Abteilungen unter Kontrolle und Aufsicht der Staatsanwaltschaft standen.


passport



also @passport , das habe ich aber anders gehört, es muss umgekehrt gewesen sein. Die Staatsanwälte tanzten und das MfS spielte die Musik.


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