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#41

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2012 22:08
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #19

Das aber ein Ortskundiger, und ich gehe davon aus das jeder Eisenacher wusste das auf der F7 der Weg in den Westen geht und dort Kontrollstellen sind, dass so ein Ortskundiger im vollem Bewusstsein mit Fluchtabsicht in so eine Kontrollstelle fährt, das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
(...)



Solche Personen hat es aber möglicherweise gegeben. Sich an der Kontrollstelle oder beim Zugbegleitkommando melden, als "leichter Fall" maximal zwei Jahre fassen und entsprechend früher aus der Staatsbürgerschaft entlassen und in die BRD ausgewiesen ("freigekauft") werden. Ich kenne einen, der das so geplant hat, aber dann kam der Mauerfall.
DDR StGB §213
(1)
(...)wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe, Geldstrafe oder öffentlichem Tadel bestraft.

(2) In schweren Fällen wird der Täter mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft. Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn
1. die Tat durch Beschädigung von Grenzsicherungsanlagen oder Mitführen dazu geeigneter Werkzeuge oder Geräte oder Mitführen von Waffen oder durch die Anwendung gefährlicher Mittel oder Methoden durchgeführt wird;
2. die Tat durch Mißbrauch oder Fälschung von Ausweisen oder Grenzübertrittsdokumenten, durch Anwendung falscher derartiger Dokumente oder unter Ausnutzung eines Verstecks erfolgt;
3. die Tat von einer Gruppe begangen wird;
4. der Täter mehrfach die Tat begangen oder im Grenzgebiet versucht hat oder wegen ungesetzlichen Grenzübertritts bereits bestraft ist.


Theo


Eine interessante Sichtweise @Theo.
Auch wenn sie auf unseren Grenzverletzer nicht zutreffen mag, aber aus solcher Sicht hab ich Grenzverletzungen noch nie betrachtet.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
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#42

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2012 22:52
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Lieber Grenzverletzer, auch in der DDR gab es Strafverteidiger. Bis zu 3 Rechtsanwälte konnte man gleichzeitig, mit der Verteidigung in einer Strafsache beauftragen. Man mußte sich dazu nur die Strafprozessordnung der DDR durchlesen oder das Gerichtsverfassungsgesetz §13 , um an dieses Wissen zu gelangen.
Du scheinst da , wie Du selber bestätigst, recht naiv zu diesem Zeitpunkt gewesen zu sein.


zuletzt bearbeitet 02.11.2012 23:14 | nach oben springen

#43

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2012 23:20
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Zitat von Grenzverletzer im Beitrag #38
@Eisenacher

machst du dich jetzt hier lustig? weil du so ein harter Knochen bist mit dem man das hätte nicht abziehen können? Du kennst die näheren Einzelheiten doch garnicht. Fakt ist, mir wurde bei der Vernehmung durch Oblt Müller unterstellt vor dieser Sache am KP roter Kopf am 4.8.89 schon 4 mal in diesem Bereich gesehen worden zu sein u.a. an einer Brücke an der F7 in Höhe der GÜST Wartha um die Grenzanlagen auszuspionieren.Was hättest du da entgegen zu setzen? ja ich weiss dein Anwalt hätte das geregelt, du schaust zuviel Fernsehen.Ein Anwalt den gabs bei sowas nicht, selbst bei der Gerichtsverhandlung war keiner zugegen der mich hätte vertreten können.(Pflichtanwalt o.ä.) Du hast die DDR scheinbar nur in deinem gut behütetem zu Hause erlebt.Anders kann ich mir diesen Hohn nicht erklären.

Hallo Grenzverletzer,

Nicht Jeder wollte oder konnte sich einen Anwalt leisten andererseits für bestimmte Delikte gab und gibt es einen Anwaltszwang. D. h. bei Kapitalverbrechen (Mord, Raub, Totschlag u. a.) war ein anwaltlicher Rechtsbeistand zwingend erforderlich! Ich weiß nicht in wie fern du über deine Rechte aufgeklärt wurdest im Strafrecht würde ich darauf nicht verzichten wollen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


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#44

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2012 23:28
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #42
Lieber Grenzverletzer, auch in der DDR gab es Strafverteidiger. Bis zu 3 Rechtsanwälte konnte man gleichzeitig, mit der Verteidigung in einer Strafsache beauftragen. Man mußte sich dazu nur die Strafprozessordnung der DDR durchlesen oder das Gerichtsverfassungsgesetz §13 , um an dieses Wissen zu gelangen.
Du scheinst da , wie Du selber bestätigst, recht naiv zu diesem Zeitpunkt gewesen zu sein.



Er war da 20 Jahre oder?
Also wenn ich das mal auf mich beziehe, ich hätte vor Ort erstmal auch kein Plan gehabt wie man sich wehren kann.
Die Geschichte, dass er da in der Nähe schon zuvor gesehn wurde und angeblich die Grenze ausspähte, wenn das überhaupt wurde, ist auch eine sehr subjektive Einschätzung.
Auch hier wieder, wäre ich dort gewesen, hätte ich mich vermutlich auch für die Grenzübergangsstelle auf der Autobahn interessiert und hätte es mir angesehn im Rahmen des möglichen.
Das man daraus einen generellen Verdacht zur Flucht konstruierte, war wohl schon eine Art Verfolgungswahn dem manche der Organe der DDR verfallen waren.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
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#45

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2012 23:29
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #42
Lieber Grenzverletzer, auch in der DDR gab es Strafverteidiger. Bis zu 3 Rechtsanwälte konnte man gleichzeitig, mit der Verteidigung in einer Strafsache beauftragen. Man mußte sich dazu nur die Strafprozessordnung der DDR durchlesen oder das Gerichtsverfassungsgesetz §13 , um an dieses Wissen zu gelangen.
Du scheinst da , wie Du selber bestätigst, recht naiv zu diesem Zeitpunkt gewesen zu sein.


Hallo Eisenacher,

Das Problem liegt häufig darin, daß die dem Ermittler zugeführte Person über seine Rechte pflichtwidrig nicht aufgeklärt wurden. Bei Bagatelldelikten bis heute "gängige" Praxis.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


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#46

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2012 23:50
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Zitat von utkieker im Beitrag #45
Zitat von Eisenacher im Beitrag #42
Lieber Grenzverletzer, auch in der DDR gab es Strafverteidiger. Bis zu 3 Rechtsanwälte konnte man gleichzeitig, mit der Verteidigung in einer Strafsache beauftragen. Man mußte sich dazu nur die Strafprozessordnung der DDR durchlesen oder das Gerichtsverfassungsgesetz §13 , um an dieses Wissen zu gelangen.
Du scheinst da , wie Du selber bestätigst, recht naiv zu diesem Zeitpunkt gewesen zu sein.


Hallo Eisenacher,

Das Problem liegt häufig darin, daß die dem Ermittler zugeführte Person über seine Rechte pflichtwidrig nicht aufgeklärt wurden. Bei Bagatelldelikten bis heute "gängige" Praxis.

Gruß Hartmut!



Ich denke da hast Du auch recht Hartmut.
20 jähriger "Bub" auf Moped wird vom "übermächtigen 3 Sterne GrenzGeneral" abgemistet, in Manier eines Ausbilders der Legion.
Ich kann mich da gut rein versetzen, nichts ungewöhnliches, auch ich hab solche Erfahrungen gemacht, wenn auch in anderen Zusammenhängen.
Das alles diente nur zur Einschüchterung, mit Anstand oder zwischenmenschlichen Grundsätzen hatte das alles nichts zutun.
Gerade an solchen Einschüchterungsversuchen erkennt man auch, dass dahinter eher die Person stand als eine feste Staatsdoktrin.
Die von oben herab Behandlung durch Staatsbedienstete, scheint ein ganz altdeutsches Problem zu sein, was man auch noch heute ab und zu finden kann, wenn man wie ich als Kraftfahrer regelmässig Kontakt mit Staatsbediensteten hat.
Gerade auch im Ostblock war so eine Mentalität vorhanden und man findet sie auch heute noch oft vor.
In Deutschland hat sich das in den letzten Jahren gebessert, in den 90zigern war das noch ganz schlimm, diese von oben herab Behandlung.


Aber wie auch immer, in meinen Augen, trifft der Titel Grenzverletzer auf unseren Threadersteller nicht zu.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
zuletzt bearbeitet 02.11.2012 23:53 | nach oben springen

#47

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2012 00:14
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Wenn man seine Rechte nicht kennt und auch niemanden hat , der sie einem erklärt, ist das immer doppelplusungut.


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#48

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2012 17:21
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Grenzverletzer,

da wurde dir ja übel mitgespielt.
Muß ein Riesenrar....och in der Bude am Schlagbaum gesessen haben.
Manche Uniform(geilen)träger haben dann wohl ihre "Macht" zeigen wollen......und einem Besucher an solch KP im schlimmsten Fall eine geplante RF unterstellt,wie bei dir geschehen.
Das deine Geschichte selbst in der Ex-DDR nie so hätte ablaufen dürfen ist eigentlich klar und schon oft genug erwähnt wurden.
Denn du warst ja noch vor dem Schlagbaum.......in frei zugänglichem Gebiet.

Da sieht man mal wieder,wie unterschiedlich diese Grenzgebietvorschriften gehandhabt wurden.
Denn wir aus der GK Riebau gingen mit unserem Besuch bis genau an diese Kontrollpunkte spazieren.
Als ich dort das erstemal Besuch empfing (Tagesausgang),verfuhren sich meine Leute.
Anstatt rechts abzubiegen,fuhren sie weiter geradeaus und standen vor dem Schlagbaum.
Ihnen wurde höflich der Weg zur GK gezeigt,war ja in Sichtweite,vielleicht 150-200m entfernt.
Anbei mal zwei Fotos.
Bild 1 zeigt uns am Heimi-Tag,der Tag der Entlassung.
Die Familien konnten direkt bis vor unsere Kompanie fahren und uns dort besuchen oder abholen.
(Wurde mir hier im Forum auch nicht von jedem geglaubt und ich wurde als unglaubwürdig hingestellt)
Dort wo der Schrottplatz zu sehen ist,befand sich die Bahnlinie Riebau.
Links vom Bildrand befand sich der Bahnhof Riebau und dahinter,wenn man über die Bahnbrücke fuhr,gleich der Kontrollpunkt für die "Einreise" ins Grenzgebiet.
Ganz hinten am Waldesrand,oben links im Bild,verlief schon der Grenzzaun 1.
Dort fand auch das Vorkommnis einer geplanten,aber mißglückten Fahnenflucht eines Soldaten aus unserer Kompanie statt.
Der Blick geht hier Richtung Jeebel/Volzendorf und dem geschleiftem Ort Jahrstedt.
Auf dem Platz hinter dem Zaun, welcher hinter uns zu erkennen ist, hausten wir im 2.DH für ein halbes Jahr in Zelten,weil in unserem Kompaniegebäude die Heizungsanlage/Wasser saniert wurde.
Die Betonplatten, auf denen unsere Zelte standen, sind auf dem 1.Foto noch gut zu sehen.
Darüber berichtete ich schon mal.

Bild1

Bild 2 zeigt alle EK's kurz vorm Abgang,in unserer Kompanie fotografiert,im Hintergrund seht ihr den Bahnhof Riebau.

Bild2

Edit: Ach ja,nun hätte ich fast die Begrüßung vergessen,willkommen im Forum.

Gruß ek40


zuletzt bearbeitet 03.11.2012 17:27 | nach oben springen

#49

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 04.11.2012 19:57
von CAT | 372 Beiträge | 509 Punkte
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Ist das die Hütte an der B-7 oberhalb von Creuzburg am Abzweig nach Treffurt?

Zitat von Grenzverletzer im Beitrag #10
Hallo nochmal und Danke für eure Wilkommen´s Grüße!!!

jetzt habe ich mal Zeit die ganze Geschichte nieder zu schreiben.Zum einen ja, ich hatte Glück weil es im August 89 ja schon kriselte im ganzen Land aber ich bekam trotzdem die ganze Härte des Gesetzes noch zu spüren.

Ich fuhr am 3.8.1989 um 15:40 auf der F7 von Eisenach in Richtung Creuzburg immer hinter einen blauen Robur Bus her, ich hatte Null Chance den zu überholen, bis ich eben plötzlich anhalten musste weil der Bus auch hielt da war es schon zu spät.Ich stand am VP Kontrollpunkt Roter Kopf und wollte umkehren. NIX DA !!! HALT STEHENBLEIBEN hörte ich nur und ein Griff des VP Obermeisters an meinen Lenker - Schlüssel her absteigen! Scheiße! die haben mich dann hinten in einen kleinen Raum eingesperrt,(Foto unten) ich durfte vorher auf den Schock noch eine Karo rauchen und warten... warten... bis ein grauer Barkas kam, mein Moped wurde eingeladen und ab ging es erstmal zur Kripo nach Eisenach, 2 Stunden Verhör mit Androhung von Prügel sollte ich nochmal so zynisch zum Oberlt. Müller sagen:" Soll ich etwa mit dem Moped über den Grenzzaun fliehen" ich hab dabei mit dem Kopf geschüttelt... Verhörer Müller meinte er könne mir auch ein paar in die Fresse hauen. Oberlt. Müller war so ca. 30-35 Jahre alt, der hat mir diese versuchte Republikflucht eingeredet was ich dann auch unterschrieb (Verhörprotokoll ist in meiner Stasiakte vorhanden) von dort aus ging es am späten Abend im grauen Kasten B1000 in einer Minizelle mit Handschellen und dem Spruch:"bei Fluchtversuch werden sie erschossen" würg das hat gesessen zur Untersuchungshaftanstalt nach Gotha, dort durfte ich ohne was zu essen, obwohl es mir versprochen wurde, in einer von Mücken behausten Zelle mit Dauerlicht "pennen".Da habe ich zum ersten mal so vor mich hingewimmert, alle 2 Stunden ging die Tür auf und so ein alter Kacker- Meister des Strafvollzugs- der muss wirklich schon 65 gewesen sein, glotze immer nur was ich mache.Am nächsten Morgen gabs wieder nichts zu fressen! dafür bessere Zelle mit Wasser so gegen 10:00 Uhr wieder ein Verhör bei Major Riedel diesem musste ich versprechen von meinem Vorhaben in Zukunft Abstand zu nehmen.Mit der Auflage mich jeden Tag beim VPKA zu melden.Ich durfte dann wieder in die Zelle zurück und bekam Mittag. Königsberger Klops mit Kapernsoße was komplett im Klo verschwand ich bekam bei dem ganzen Stress kein Bissen runter.Um 15:00 Uhr wurde ich aus der UHA Gotha entlassen.Dann ging es im VP-Toniwagen Typ Lada zurück nach Eisenach, mein Moped stand dort im Hof an einer Mauer angelehnt- warum weiss ich nicht.Jedenfalls war ich froh da raus zu sein die Eltern waren nicht begeistert weil eben die VP / Kripo da war und die Nachbarn...Ich wurde vom Kreisgericht wegen versuchter Republikflucht zu 2 Jahren Haft verurteilt, welche zur Bewährung ausgesetzt wurde, weil mein Betrieb die Bürgschaft für mich übernahm.Ende der Geschichte vom Lagerist zum Lagerarbeiter runtergestuft und ständig unter Verfolgungswahn durch die Kollegen und Nachbarn leidend, kam die Wende ich zog im November 89 von Thüringen nach Westberlin zur Oma und kehrte 2005 nach Thüringen zurück.
In meiner freien Zeit schwinge ich mich wieder aufs Moped und fahre nach Creuzburg mal kucken der Ort und die Geschehnisse das lässt mich irgendwie nicht los, vielleicht hoffe ich mal den VP Obermeister zu treffen um ihn zu fragen, warum er mich nicht hat entwischen lassen? anstatt hinterher zu rennen und in den Lenker zu greifen...damals bröckelte es doch schon überall im Lande Demos, Ausreise etc.überzeugt von ihrer Sache anders kann ich es mir nicht erklären.

meine Stasiakte die ich im Jahr 2002 beantragte, bekam ich 2011 in Kopien.Diese umfasst auch einige "Einschätzungen" eines Oberstlt. Heydrich und Oberst Kästner über die Lage im Grenzgebiet in diesem Zeitraum. u.a. war der ehem. Innenminister Schäuble an der Grenze, Zahlen der versuchten Grenzdurchbrüche im Bereich der GüSt Wartha und Gerstungen und Berichte über faul gewordene Grenzhelfer sind darin zu lesen.
Wenn es hier im Forum eine Ecke gibt, wo ich diese Dokumente hochladen könnte? wäre für ehem. Grenzer in diesem Abschnitt August 1989 und für alle die es interessiert vielleicht interssant. Müsste ich halt einscannen dauert ein bisschen bei 22 A 4 Seiten.Die Bude mit der braunen Tür da haben die mich erstmal 1 Stunde eingesperrt bis der Barkas kam.Links neben der Bude so ungefähr 200 Meter war es in Abständen von 50 m hell erleuchtet eine Art Grenze vor der Grenze? im Hintergrund links war die neue Brücke über das Werrathal zu sehen. Ich war erst 1999 das erste mal wieder an der Stelle, da war nichts mehr zu sehen..

Beste Grüße
Axel



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#50

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 04.11.2012 22:34
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Stimmt, CAT. Da bin ich auch schon X mal vorbeigefahren, allerdings nach der Wende. Als ehemaliger Grenzer erkennt man immer an bestimmten Zeichen, daß hier was stand, was mit der Grenze zu tun hatte.
Als Außendienster bin ich praktisch wöchentlich irgendwo über die ehem. Grenze gefahren. Es war immer ein etwas eigenartiges Gefühl, jetzt einfach so durchzufahren und man sucht immer, wo war sie denn nun genau, die Grenze. Mit der Zeit wurde es aber dann Gewohnheitssache.
Was mir immer auffiel, die drei Gullydeckel in Straßenmitte auf Westeite, noch bis einige Zehnerkilometer im Hinterland. Meist an Stellen, wo es einen Abhang gibt. Damit sollten der NVA und den Russen der Vormarsch erschwert werden, wenn darin Sprengladungen hochgegangen wären. Meine westdeutschen Kollegen, mit denen ich manchmal unterwegs war, guckten ganz ungläubig, wenn ich ihnen das erzählt habe. Gut, war jetzt was außerhalb des Themas. Wäre vielleicht ein extra Thema, wenn es allgemein interessiert.



CAT hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 13:33
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #40
Meine Einschätzung beruht auf meinen noch schwach vorhandenen Informationen der damaligen Gegebenheiten.
Ich schliesse aber nicht aus, dass mein Restwissen dazu falsch sein kann.
Ich kenne allerdings auch diese örtlichen Gegebenheiten nicht, dafür aber andere, zum Beispiel dort wo ich gedient habe, u.a. im Raum Heiligenstadt.
Der Polizeikontrollposten, war gewöhnlich der Beginn des Grenzgebietes und bis an diese, oder nahe an diese "Grenze", konnte man sich doch ohne Sondergenehmigungen im Ausweis bewegen, bzw. bis an ein Schild (gab es sowas?) das so einem Posten vorgelagert gewesen sein könnte.
Wie gesagt ich weis nicht was dort vorm Posten bereits an Verboten ausgeschildert war.
...
Nun ja das ist nur meine Einschätzung, vielleicht hat ja noch jemand genaue Kenntnisse darüber wie weit man "ran" durfte.

Lagen die Kontrollposten der VP nicht bereits im Sperrgebiet, wimre sogar so um die 100 bis 500 m?
Damit wäre jedenfalls solchen Diskussionen von vornherein die Grundlage entzogen.

Achso, iss ja 'ne Vorstellung. Also *tachsag*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#52

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 13:52
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Also so ganz ohne, von wegen die können mir nichts anhaben, ich bin ja noch außerhalb des Grenzgebietes, das war zumindest um berlin etwas anders. Bei uns war eine Stelle, da fuhr die S-Bahn nur noch ca. 200 m an der eigentlichen Grenze vorbei. Dazwischen war ein Waldstück. Auch wenn der gegenüberliegende Bahndamm nicht mehr Grenzgebiet war, hatte sich dort niemand aufzuhalten. Da tauchten im Winter 67/68 mal zwei Gestalten auf und beobachteten das Gelände mit einem Fernglas. Die Grenzer fragten per GMN an in Führungspkt. an und erhielten die Anweisung, die beiden erst mal festzunehmen. Wieder an der Stelle, kam gerade eine S-Bahn und danach waren die beiden weg. Die Grenzer rüber und hörten nur noch ein Auto wegfahren und fanden tiefe Spuren im Sand. Das war vielleicht ihr Glück. Wieder am GMN erhielten sie die Auskunft, daß zwei Russen, bewaffnet und mit geländegängigem Fahrzeug unterwegs gesucht wurden. Zwei tage später wurden die beiden im Raum Magdeburg gestellt, so erzählte man uns damals.



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#53

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 14:27
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Die Einzigartigkeit des § 213 StGB der DDR bestand in dem Zusatz: Vorbereitung und Versuch sind strafbar. Deswegen konnte eben schon die Ausspähung einer Fluchtmöglichkeit strafrechtliche Konsequenzen haben.


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#54

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 15:39
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Zitat von 94 im Beitrag #51
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #40
Meine Einschätzung beruht auf meinen noch schwach vorhandenen Informationen der damaligen Gegebenheiten.
Ich schliesse aber nicht aus, dass mein Restwissen dazu falsch sein kann.
Ich kenne allerdings auch diese örtlichen Gegebenheiten nicht, dafür aber andere, zum Beispiel dort wo ich gedient habe, u.a. im Raum Heiligenstadt.
Der Polizeikontrollposten, war gewöhnlich der Beginn des Grenzgebietes und bis an diese, oder nahe an diese "Grenze", konnte man sich doch ohne Sondergenehmigungen im Ausweis bewegen, bzw. bis an ein Schild (gab es sowas?) das so einem Posten vorgelagert gewesen sein könnte.
Wie gesagt ich weis nicht was dort vorm Posten bereits an Verboten ausgeschildert war.
...
Nun ja das ist nur meine Einschätzung, vielleicht hat ja noch jemand genaue Kenntnisse darüber wie weit man "ran" durfte.

Lagen die Kontrollposten der VP nicht bereits im Sperrgebiet, wimre sogar so um die 100 bis 500 m?
Damit wäre jedenfalls solchen Diskussionen von vornherein die Grundlage entzogen.

Achso, iss ja 'ne Vorstellung. Also *tachsag*


Nö 94iger.... ich kenne die KDP's nur direkt am Eingang des Grenzgebietes, villeicht lag irgendwo mal einer auf Grund des Geländes etwas weiter im Grenzgebiet, aber das denke ich, war die Ausnahme.
Auch wäre damit nicht die Grundlage einer Diskussion entzogen... wie bekannt wurden ja durch VP u.ä. bereits Festnahmen tief im Hinterland vor dem eigentlichen Grenzgebiet vollzogen, dafür gäbe es ja dann auch keine Grundlage, zumindest nicht zur Diskussion...

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....


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#55

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 16:21
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Situationsbedingt konnten die VP Kontrollen nicht immer am Rand des Grenzgebietes erfolgen, z.B. bei der Anfahrt über die Autobahn. Die Autobahnwegweiser auf Transitautobahnen unmittelbar vor dem Grenzgebiet sahen so aus:

http://stolpe.xp8.eu/chronik6.htm
War es nicht die letzte Ausfahrt vor der Staatsgrenze, fehlte bei der Abfahrt der Zusatz "letzte Ausfahrt vor der Staatsgrenze". Wer das generelle Fahrverbot missachtete und eine Ausfahrt im Grenzgebiet nutzte, kam nach der Abfahrt sicher an einem VP Kontrollpunkt vorbei.
Theo


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#56

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 17:01
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Da die Vorbereitungshandlung im Allgemeinen objektiv nicht nachweisbar war, brauchte der Untersuchungsführer ein Geständnis des Verdächtigen. Da gab es dann eben solche Vernehmer, die kein Mittel unversucht ließen, um ein Geständnis zu erreichen. Hat ja bei unserem Grenzverletzer geklappt. Bei mir haben sie es auch mal, aber ohne Erfolg versucht. Ich hatte einfach einen Vorsprung und wusste das Ziel der Vernehmung schon vor Beginn.


zuletzt bearbeitet 05.11.2012 17:02 | nach oben springen

#57

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 17:42
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Grenzverletzer im Beitrag #38
@Eisenacher

machst du dich jetzt hier lustig? weil du so ein harter Knochen bist mit dem man das hätte nicht abziehen können? Du kennst die näheren Einzelheiten doch garnicht. Fakt ist, mir wurde bei der Vernehmung durch Oblt Müller unterstellt vor dieser Sache am KP roter Kopf am 4.8.89 schon 4 mal in diesem Bereich gesehen worden zu sein u.a. an einer Brücke an der F7 in Höhe der GÜST Wartha um die Grenzanlagen auszuspionieren.Was hättest du da entgegen zu setzen? ja ich weiss dein Anwalt hätte das geregelt, du schaust zuviel Fernsehen.Ein Anwalt den gabs bei sowas nicht, selbst bei der Gerichtsverhandlung war keiner zugegen der mich hätte vertreten können.(Pflichtanwalt o.ä.) Du hast die DDR scheinbar nur in deinem gut behütetem zu Hause erlebt.Anders kann ich mir diesen Hohn nicht erklären.



Nur keine Aufregung auch wenn Deine "Reaktion "nachvollziehbar ist....

Deine Schilderung ist real,mir ist bisher Niemand "untergekommen"der bei seiner Festnahme an einem KP sofort ueber seine Rechte aufgeklaert wurde.....
Die Androhung von Gewalt war nicht selten,kommt eben immer auch auf den "Fundamentalisten"an der da gerade Dienst zu schieben hatte.
Du selbst konntest ja auch nie erkennen,ob das ein Vopo war,oder gerade mal eine besondere Diensteinheit in nicht eigener Uniform
...dann hatteste eben besonders schlechte Karten.
Da wie Du schreibst der Versuch schon strafbar war,konnte Dich eben auch Jeder vor der weissen "Linie"schon erst einmal festnageln und das im Alter um die 20....da stehen die Chancen schlecht.

Deine Schilderung steht eben genau fuer die Realitaet der damaligen DDR Zustaende,die Herrschaften konnten machen was sie wollten....
Wenn das schon "normal"gewesen sein soll,dann kann ich doch bis zum Schlagbaum fahren,Wendeverbotzeichen gabs ja nicht ueberall und wieder umdrehen,aber da passt der "gemeine DDR Buerger eben nicht ins paranoide Bild des Waechters"....

Thanks fuer Deine Ausfuehrungen

Gruessli BO


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#58

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 19:02
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Aber Sie waren so anständig es zuzugeben. Die DDR war eben eine Diktatur, zwar des Proletariats, aber eben eine Diktatur.


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#59

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 19:17
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Zitat von 94 im Beitrag #51

Lagen die Kontrollposten der VP nicht bereits im Sperrgebiet, wimre sogar so um die 100 bis 500 m?
Damit wäre jedenfalls solchen Diskussionen von vornherein die Grundlage entzogen.

Achso, iss ja 'ne Vorstellung. Also *tachsag*
Nöö,zumindest nicht überall,wo es diese gab,siehe Bild 2 in #48.
Etwas schräg links vom Bahnhof stand in Riebau der KP,ich schätze mal so 50-60m war er entfernt.
Die Zugfahrgäste konnten noch ohne "Theater" aus dem Zug steigen.
Wer nach Jeebel wollte brauchte die "Einreiseerlaubnis".
Für die Riebauer ging es nur in eine Richtung,.......wech vonne Schranke.......aber nich vonne Gleisschranke.....grins.


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#60

RE: Vorstellung Grenzverletzer

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.11.2012 20:07
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Zitat von ek40 im Beitrag #59

Für die Riebauer ging es nur in eine Richtung,.......wech vonne Schranke.......aber nich vonne Gleisschranke.....grins.


Riebau alle 50 m ein Grenzgebiet-Schild an der Strecke..
http://www.zweirad-juergens.de/seitenalt...ttenberge3.html

Theo


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