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#1

Schiesbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 10:38
von Hansi | 4 Beiträge
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Ich habe eine Frage an die Grenzsoldaten. In unten angefügten Link wird behauptet, dass die Grenzsoldaten den Befehl hatten Republikflüchtige zu liqidieren (erschiesen), dies erfolgt gleich zu Beginn des Filmes, wenn ihre Republikflucht nicht verhindert werden kann. Da ich keinen Dienst in den Grenztruppen und NVA ableistete (ZV) kann ich dies selber nicht beurteilen. Im Film (10 Minuten) wird es so dargestellt, dass dies gängige Praxis der DDR war. Die Darsteller sind auch gewählte Linke einer Stadt, was mich besonders erschüttert.

Welche Auffassung wird dazu vertreten?

http://www.myvideo.de/watch/8063060/Zaunskinder


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#2

RE: Schiesbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 10:47
von exgakl | 7.845 Beiträge | 3032 Punkte
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versuche es doch mal mit der Suchfunktion, das bewirkt mitunter kleine Wunder und man muß nicht auf der Grundlage solche "Kunstwerke" diskutieren....

VG exgakl


Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"
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#3

RE: Schiesbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 11:10
von Hansi | 4 Beiträge
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Zitat von exgakl im Beitrag #2
versuche es doch mal mit der Suchfunktion, das bewirkt mitunter kleine Wunder und man muß nicht auf der Grundlage solche "Kunstwerke" diskutieren....

VG exgakl


Schön, das mir sofort geantwortet wurde.
Die DDR kann sich ja nicht mehr dazu äußern.
Wenn aber ein "Linker" sich dazu hergibt, als von der Stadt gewähltes Ratsmitglied, die DDR nachträglich "anzupinkeln", dann platzt mir die Hutschnur. Ich wähle diesen "Linken" jedenfalls nicht mehr.
Traurig ist nur, wenn die heutige Jugend diesen Film sieht, dann glaubt sie auch dies (was ich vermute).

mfg Hansi


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#4

RE: Schiesbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 11:27
von exgakl | 7.845 Beiträge | 3032 Punkte
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der DDR fiel es auch während ihres bestehens schwer sich zu äußern... ist nicht anders als mit der BRD;-)


Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"
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#5

RE: Schiesbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 16:38
von Rainman2 | 5.856 Beiträge | 852 Punkte
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Zitat von Hansi im Beitrag #3
... Wenn aber ein "Linker" sich dazu hergibt, als von der Stadt gewähltes Ratsmitglied, die DDR nachträglich "anzupinkeln", dann platzt mir die Hutschnur. Ich wähle diesen "Linken" jedenfalls nicht mehr.
...

Hallo Hansi,

nun gut, das mit der Wahl ist Deine Entscheidung. In der Frage nach "Links" steht für mich allerdings die Haltung zur Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und zur Ausbeutung an erster Stelle. Bei dem, was hier gezeigt wird, kann man sich über die naive und schlechte Form der Machart sicher berechtigt beschweren. Aber in der kritischen Auseinandersetzung mit der DDR ist die Auseinandersetzung mit den Schüssen an der Grenze in jedem Fall legitim. Es widerspricht nach meiner Auffassung überhaupt nicht einer linken Haltung, wenn jemand die Ansicht vertritt, dass kein Staat das Recht hat, Menschen am Verlassen des Landes mit Waffengewalt zu hindern.

Zu der Frage nach dem Schießbefehl selbst schließe ich mich @exgakl an: Bitte zunächst mal die Suchfunktion nutzen. Selbst bei Google stehen Beiträge aus diesem Forum reltiv weit oben.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#6

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 17:00
von Hansi | 4 Beiträge
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Hallo Rainman,

es ist m.E. nach nicht dasselbe, ob man jemanden an etwas hindert (mit Waffengewalt) oder ob man ,wenn die Verhinderung nicht klappt, ihn erschießt und ob dies tatsächliche Befehlslage war. Ich kann es nicht einschätzen.
Es ist m.E. nach auch wichtig, wann man was zu welchen Zeitpunkt so als Film darstellt. Wem nützt dies?

Mit der "Wahl" hast du natürlich Recht. Gegen eine ungerechte Verteilung des Reichtums zu kämpfen, aber auch dort, wo man selbst Verantwortung trägt, ist viel wichtiger. Da leiste ich auch meinen Beitrag. So habe ich erreicht, dass eine große Anzahl von Eltern mit behinderten volljährigen Kindern, für die Grundsichrung vom Sozialamt geleistet wird, das Kindergeld wieder bekommen, was ihn das Sozialamt weggenommen hat. Aber dies gehört hier nicht hin.


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#7

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 18:26
von PF75 | 3.715 Beiträge | 1604 Punkte
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,das sollte als kommentar reichen


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#8

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.07.2012 18:30
von Hansi | 4 Beiträge
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Habe verstanden.


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#9

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.07.2012 16:20
von 94 | 12.539 Beiträge | 7583 Punkte
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Zitat von Hansi
Habe verstanden.


Wirklich? Man sollte bedenken, es ist ein Spielfilm. Mehr oder weniger nah (oder weiter weg) an der Realität. Am besten für einen Spielfilm wurde das Thema mMn in Drei Stern Rot - Einmal Grenzer,immer Grenzer 'aufgearbeiter'.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#10

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 12:01
von mifra | 35 Beiträge | 193 Punkte
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Ich bin einigermaßen verwundert. Alle Beiträge sind aus dem Jahr 2012. Dann meldet sich keiner mehr zu Wort.

Ich habe 26 Jahre in den GT gedient und könnte schwören, dass es in der Zeit zwischen 1964 und 1990 keinen Schießbefehl gab, so wie er immer wieder aus irgend einer Ecke hervorgezaubert wird: Erst schießen, dann fragen, wer es war.
Es gab eine Schußwaffengebrauchsbestimmung der GT, die sogar in nicht wenigen Passagen fast wortwörtlich mit der des BGS übereinstimmt.
(letztes Mittel der Festnahme, Anruf, Warnschuss, erst dann gezieltes Feuer, wobei das Leben der betrefenden Person zu schonen sei. Auf Personen, die dem Anschein nach sich im Kindesalter befinden, durfte nicht geschossen werden) Und jetzt sage mir einer wo bei uns steht, dass zu ballern ist, was das Zeug hält.
Es berufen sich manche auf die Vergatterung: "... mit der Aufgabe, Grenzdurchbrüche zu verhindern, Grenzverletzer vorläufig fest zu nehmen oder zu vernichten..."
Diese Vergatterung war eine generelle Aufgabenerteilung, und wenn dort gesagt wurde, dass Grenzverletzer auch zu vernichten wären, bezieht sich das auf Grenzverletzungen, die im Falle eines Kriegsausbruches unausweichlich sind. Denn jeder Krieg zwischen zwei Staaten beginnt mit dem Überschreiten von Grenzen.
Aber:
Schießbefehl klingt nun mal schlimmer als Schussaffengebrauchsbestimmung, genauso wie Selbstschussanlage, obwohl Minen nicht in der Erde verbuddelt wurden sondern an einen Zaun gehängt waren.
So, und nun wird mir sicher vorgeworfen werden, dass wir unmenschliche Mittel angewandt haben. Mag sein.

Aus diesem Grund nur ein paar Fragen, die sich jeder selbst beantworten sollte:
- Waren die BRD und die DDR befreundete Staaten?
- Warum wohl hat die BRD die Staatsbürgerschaft der DDR niemals anerkannt?
- Wer in den Westen ging, ganz gleich wie, ging der zum Freund oder zum Feind?
- Für wen arbeitete dieser Jemand? Bei wem verdiente er seine Brötchen? Wen stärkte er ökonomisch?
- Wem half er politisch?
- War es allen klar, was ihn bei einem ungesetzlichem Grenzübertritt erwarten kann?
- Warum ist dieser jemand nach Anruf und Warnschuss nicht stehen geblieben, obwohl er wusste, was ihn erwartet?
- Was macht ein Grenzschutzbeamter eines kapitalistischen States, wenn ein Grenzverletzer seinen Anweisungen nicht Folge leistet? Wirft der mit Bonbons?

Und zum Schluss: Gibt es international ein Gesetz, eine Resolution oder irgend etwas anderes, was ein Land verpflichtet, wie es seine Grenze zu sichern hat?

Nun bin ich gespannt, ob 2019 noch jemand auf dieses Thema stößt.

mifra


13.08.Sojus, der 39., Funduro und Hauptmann haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 12:23
von Hauptmann | 131 Beiträge | 1713 Punkte
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Wenn ich mich recht entsinne hieß es sinngemäß: wenn nichts mehr geht von der Waffe Gebrauch machen. So unter dem Motto, isser am Zaun Feuer frei. Aber nicht in den Westen schießen, sonst gibt's Ärger. Haste ihn laufen lassen und man konnte es nachweisen, war dir Schwedt ziemlich sicher.


zuletzt bearbeitet Gestern 12:25 | nach oben springen

#12

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 15:45
von andyman | 3.186 Beiträge | 6813 Punkte
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Zitat von mifra im Beitrag #10
Ich bin einigermaßen verwundert. Alle Beiträge sind aus dem Jahr 2012. Dann meldet sich keiner mehr zu Wort.



Das Thema wurde in den letzten Jahren in einigen anderen Thraeds`hinreichend durchgekaut.Kannst du über die Suchfunktion nachlesen.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


94 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 15:54
von mogli48 | 1 Beitrag | 3 Punkte
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Schusswaffengebrauchsbestimmugen wie weltweit ....


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#14

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 17:57
von Gert | 10 Beiträge | 51 Punkte
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Zitat von Hauptmann im Beitrag #11
Wenn ich mich recht entsinne hieß es sinngemäß: wenn nichts mehr geht von der Waffe Gebrauch machen. So unter dem Motto, isser am Zaun Feuer frei. Aber nicht in den Westen schießen, sonst gibt's Ärger. Haste ihn laufen lassen und man konnte es nachweisen, war dir Schwedt ziemlich sicher.


ich kann mich an das Verb " vernichten " erinnern, wenn auch nur mündlich aber mit allem Nachdruck bei jeder Vergatterung. Aber das war die tiefste Zeit des kalten Krieges 1962/63.


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#15

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 18:05
von Thunderhorse | 5.448 Beiträge | 6813 Punkte
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Schießbefehl an der DDR Grenze - Wer trägt die Schuld?

Ja da fehlt auch wieder das NVA-Forum, da wurde es sehr umfänglich, mit Dokumenten dargestellt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Schießbefehl an der Grenze

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Das Wort 'Vernichten' klingt sicher recht martialisch, doch sollte man nicht vergessen das die Grenztruppen eine militätrische Truppe war und dadurch auch der miltärische Sprachgebrauch gepflegt wurde. So unterteilt man die Wirkung in verschiedene Stufen. Ich repitiere mal was mir so noch aus der Taktikausbildung erinnerlich ist...

Vernichten ... Gegner wird in seiner Kampfkraft um zwei Drittel reduziert und führt keinen Auftrag mehr aus
Zerschlagen ... Gegner wird in seiner Kampfkraft um ein Drittel reduziert und führt seinen bisherigen Auftrag nicht mehr aus
Niederhalten ... Gegner wird in Deckung gezwungen und behindert
Abriegeln ... Gegner wird zeitweilig aufgehalten bzw. abgedrängt

Und Kampfkraft bedeutet nicht gleich Menschenleben. So ist ein Verwundeter taktisch gesehen wertvoller wie ein Gefallener, bindet doch ersterer weitere Resourcen des Gegners. Der Grundfehler aus heutiger Sicht ist mMn das man bei der Betrachtung ausblendet das die Staatsgrenze militärisch gesichert wurde und nicht wie die Westseite nur polizeilich überwachte.
Ein ähnliches (gewolltes?) Mißverständnis ergibt die Vokabel 'feindwärts'. Und doch ist der ältere Begriff 'feindseitig' ein uralter Begriff aus dem Festungsbau welcher lediglich für eine Richtungsangabe ist. So werden die Richtungen rechts und links (z.B. rechter Nachbar, linke Trennungslinie, ...) immer mit Blick auf den Gegner angegeben. Und so bedeutet feindwärts 'hinter' der Sperre, freundwärts dagegen 'vor'.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


DoreHolm, der 39. und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 19:04
von Freienhagener | 8.660 Beiträge | 22328 Punkte
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Das gilt sicherlich für Kampfverbände, d.h. für viele Menschen.

Sicherlich nicht für 2/3 eines einzelnen Zivilisten.

Das hat doch mit Taktik nichts zu tun.

Wenn ein Einzelner vernichtet wird, dann ist er tot.

Selbst kampfunfähig ist unangebracht, denn diejenigen waren keine Kämpfer und wollten auch nicht kämpfen. Die wollten möglichst unerkannt abhauen.

------------

Daß von den Verantwortlichen ganz oben eine Schriftform vermieden wurde, zeugt von deren Weitsicht oder zumindest Vorsicht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Gert und Fall 80 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet Gestern 19:07 | nach oben springen

#18

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 19:11
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Nein, im militärischen Sinne ist ein Einzelner 'vernichtet' wenn er keinen Auftrag mehr ausführen kann. Das kann, muß aber nicht der Tod sein. Recht gebe ich Dir sicher aus heutiger (ziviler) Sicht das eine solche Denkweise schon etwas menschverachtendes in sich birgt. Übrigens, die Angaben mit den Dritteln beziehen sich tatsächlich auf Truppen, richtig erkannt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


andyman, Gert, der 39., Freienhagener und 02_24 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet Gestern 19:12 | nach oben springen

#19

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 19:23
von Freienhagener | 8.660 Beiträge | 22328 Punkte
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Im militärischen Sinn ein (Kampf)auftrag. Den hatten die "Grenzverletzer" nicht.

Der Unterschied zu feindlichen Armeen war underen Chefs selbstverständlich klar.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Gert und Fall 80 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Schießbefehl an der Grenze

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze Gestern 19:33
von LO-Fahrer | 1.023 Beiträge | 2516 Punkte
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Der Grenzverletzer hatte den selbsterteilten Auftrag die Grenze nach damaliger Gesetzeslage widerrechtlich zu überqueren. Die Grenzer hatten den Auftrag ihn an diesem Tun zu hindern. Wenn das gelang galt er im militärischen Sinne als "vernichtet", denn dann ist er kein Grenzverletzer mehgr sondern eine festgenommene Person.


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