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#1

Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 08:53
von Dogbert | 143 Beiträge
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Seid gegrüßt!

Ich bin gebürtiger Westberliner aus dem "geschichtsträchtigen" Jahrgang 1961, der von 1967 bis 1983 aus beruflichen Gründen meines Vaters nach NRW ziehen mußte, um dann 1984 seinerseits wieder aus beruflichen Gründen wieder nach Westberlin zurückgekehrt ist, und hatte somit schon aus unterschiedlichen Perspektiven die Entwicklung des sozialistischen deutschen Staates verfolgt. Wir hatten auch DDR-Verwandtschaft, zu denen wir, sofern es die Verhältnisse zuließen und erlaubten, Kontakt pflegten. Ein wirklich realistisches Bild über die dortigen Lebensbedingungen konnten wir uns nur schlecht machen, was zumindest mich nur neugieriger machte, zumal wir vom Hause aus gesamtdeutsch erzogen wurden bzw. mein Vater uns ein positives Bild zu vermitteln versuchte oder wenigstens anhand der geopolitischen Rahmenbedingungen beibrachte, warum es diese Entwicklungen gab, ohne sie auf Dauer als gegeben akzeptieren zu müssen. Es gehörte schon einiges dazu, sich überhaupt als im Westen aufgewachsenes Kind dafür zu interessieren, zumal die Abgrenzungspolitik der DDR-Regierung es einem auch nicht leicht machte und die wenigen unmittelbaren damaligen persönlichen Erfahrungen einem ein Verständnis aus eigener Anschauung nicht gerade erleichterten.

Mit der Zeit entwickelte sich daraus ein ständiges Hin- und Hergerissensein zwischen einer grundsätzlichen Sympathie für diese Gesellschaftsform und einer Abneigung durch persönliches Erleben. 1987 wurde mein persönliches Umfeld durch mein "Verschulden" (den DDR-Behörden waren die Verhältnisse recht engen Kontakte zu DDR-Bekannten vermutlich zu unheimlich) mit einem dauerhaften Einreiseverbot belegt. Wenig später stellte sich durch einen Zufall heraus, daß einem unserer dortigen Bekannten eine Übersiedlung in den Westen gelang. Über die wahren Zusammenhänge läßt sich nur spekulieren. Vermutlich war seine Unzufriedenheit bereits aktenkundig und unsere Zusammenkünfte mit Argwohn registriert worden.

Hier setzte für mich ein Punkt ein, wo ich mir die Frage stellen mußte, warum ich diesem Staat, den ich zwar nicht mehr die anfänglichen Sympathien, aber wenigsten noch sehr viel Verständnis für die politisch-ideologisch-wirtschaftlich bedingt begrenzten Handlungsspielräume entgegenbrachte. Weiterhin stellte sich im Zuge der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der UdSSR die Frage, ob die DDR-Regierung zu diesem Zeitpunkt es noch nötig hatte, ihre dogmatische Abgrenzungspolitik weiterhin aufrechtzuerhalten und damit eine behutsamere und kontrolliertere Annäherung zu ermöglichen.

Die Antwort und eine faire Würdigung steht noch aus.



zuletzt bearbeitet 25.04.2012 08:55 | nach oben springen

#2

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 13:37
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge
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ich grüsse dich @dogbert und muss dir sagen, dass ich über deine sehr offene vorstellung erstaunt bin... geht sie doch über die sonst übliche "einheitssoße" hinaus.

wenn du lust hast können wir versuchen zu diesem punkt:

Zitat von Dogbert

1987 wurde mein persönliches Umfeld durch mein "Verschulden" (den DDR-Behörden waren die Verhältnisse recht engen Kontakte zu DDR-Bekannten vermutlich zu unheimlich) mit einem dauerhaften Einreiseverbot belegt. Wenig später stellte sich durch einen Zufall heraus, daß einem unserer dortigen Bekannten eine Übersiedlung in den Westen gelang. Über die wahren Zusammenhänge läßt sich nur spekulieren. Vermutlich war seine Unzufriedenheit bereits aktenkundig und unsere Zusammenkünfte mit Argwohn registriert worden.



etwas mehr licht ins dunkle zu holen. wie gesagt, aber nur wenn du möchtest.
ich würde diesbezüglich mal eine erste frage stellen: was hast du tatsächlich "angestellt" ? denn eine einreisesperre in die ddr wurde nur nach schweren vergehen gegen ddr- recht etc. ausgesprochen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *


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#3

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 15:00
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Danke Dir für die wunderschöne Begrüßung.

Wie ich bereits angedeutet hatte, war einer meiner Bekannten, aus der DDR nach Stuttgart übergesiedelt. Vermutlich war er bereits aktenkundig und auch uns gegenüber sprach er seine Unzufriedenheit aus. Wir hatten oft Kontakt mit DDR-Bürgern, die uns vor lauter Wut kaum noch zu Wort kommen ließen.

Ich denke, der Anlaß war Folgender:
Wir trafen uns mit unseren "Ost"-Kumpels wie immer am Alexanderplatz und vertrödelten uns die Zeit. Als es dann so gegen 20 Uhr war, hatte ein Mädchen (ich nenne sie mal so, da wir alle noch in den frühen 20ern waren, aber schon selbstständig denken konnten), die Idee, zu einem FDJ-Heim zu fahren, um mal was anderes zu sehen, welches außerhalb vermutlich schon außerhalb Ostberlins lag, also für uns Westler ohne Einreiseantrag DDR nicht zugänglich war. (Ostberlin konnte man ja mit Spontan-Tagesvisum ansteuern.). Zu dieser Gruppe gehörte auch ein Mitarbeiter des MfS, der sich mit der Begründung verabschiedete, daß er nach Hause müsse. Die anderen sagten uns schon, daß er für die Staatssicherheit arbeiteten würde und, nun ja, nach Hause mußte. Wir dachten uns nichts dabei. Wir fuhren also über die Stadtgrenzen Ostberlins hinweg zum FDJ-Heim. Davon wußte der MfS-Mitarbeiter. Im FDJ-Heim angekommen, fanden wir da eine Menge Leuten vor, die, sagen wir mal vorsichtig, sowas wie eine Wiedervereinigung wollten und sehr aufgeregt waren. Uns hatte das tief berührt, aber ließen uns das, so gut wir irgendwie konnten, nicht anmerken. Auf der Rückfahrt zum Grenzübergang waren wir schon nervlich so fertig, wie unsere "DDR-Stadtführer" auf uns einredeten, daß wir sagten: "Komm', wir sehen uns ja wieder."

Wir beantragten bei diesen provisorisch aufgestellten Büros sicherheitshalber eine Einreisegenehmigung für das erweiterte Gebiet Ostberlins, die uns auch nach der üblichen 3-Tage-Bearbeitungszeit bewilligt wurde..Wir fuhren zum Grenzübergang Invalidenstraße.

Unser Auto wurde dermaßen geflizt wie wir es zuvor nicht kannten. Selbst in dem Öltank schauten die Grenzer. Dann wurden sie im Kofferraum fündig. Sie fanden eine banale Rechnung über eine Schallplattenbestellung, die dann zum Anlaß genommen wurde, uns die Einreise zu verweigern. Die Schallplatte mit Country-Musik von John Denver hatten wir nicht mitgeführt. Uns wurde die Einreise verweigert. Wenige Wochen später bekam ich Besuch von meiner Schwester und Studienkollegen, die sich Ostberlin ansehen wollten und ich sie dabei begleiten sollte. Uns wurde die Einreise verweigert.. Wieder später, dasselbe mit zwei befreundeten Studenten.

Ich entschied, erstmal Gras drüberwachsen zu lassen. Wir wollten dann zum Klettern ins Elbsandsteingebirge und konnten auch eine Einladung von Kletterfreunden aus der DDR vorlegen. Uns allen wurde die Einreise in die DDR ohne Begründung verweigert. Auf Nachfrage, warum wir nicht dürfen, wurde uns mitgeteilt, daß uns darüber keine Auskunft erteilt werden darf und die Sperrfrist sich zw. 2 und 99 Jahren bewegen dürfte. Zwei Monate später erfuhr ich, daß der Berliner Teil meiner Verwandtschaft Einreiseverbot erhielt.

In diese Zeit fiel die Nachricht von der erfolgreichen Ausreise eines der damaligen Bekannten. Er rief mich kurz an, daß er jetzt im Westen sei und wir keinen Kontakt zu ihm aufnehmen sollen, um nicht in Gefahr zu geraten.

Wir wissen bis heute nicht, was eigentlich der konkrete Anlaß für die Einreisesperre war. Ich vermute, daß uns jemand verdächtigt hatte, in irgendeiner Form eine Flucht vorzubereiten, die dann über ganz andere Wege gelang, nämlich die legale ständige Ausreise aus der DDR, wovon wir nichtmal was ahnten.

Es gab keine schweren Verbrechen gegen die DDR, sondern eine Verkettung von Gegebenheiten, die unabhängig voneinander geschahen. Uns lag gar nicht daran, uns mit den DDR-Organen anzulegen, sondern einfach ganz normale Kontakte zu pflegen, wie man es mit anderen auch tun kann.



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#4

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 15:38
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Hallo Dogbert, schöne Vorstellung.

Könntest Du die Aussage zum MA des MfS weiter konkretisieren?

1. Handelte es sich um einen hauptamtlichen MA oder lag der Verdacht einer IM-Tätigkeit vor?
2. War dieser zufällig bei eurem Treffen dabei oder war seine Anwesenheit bekannt und eingeplant?
3. War dies eine einmalige Teilnahme oder war er mehrmals anwesend wenn ihr ["Westler"] vor Ort wart?

Danke


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#5

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 15:58
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1. Wir wurden darauf hingewiesen, daß er ein IM ist. Für uns hatte das nichts zu bedeuten. Man mußte immer damit rechnen.
2. Er war ein Bestandteil der Clique, also nicht nur zufällig anwesend.
3. Er war nicht regelmäßig dabei.

Das ist auch nicht der entscheidende Punkt, sondern der Zusammenhang zw. der späteren Flucht eines anderen, der ebenfalls öfter dabei war.



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#6

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 16:04
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Um den Zusammenhang ging es mir auch gerade gar nicht. Du hattest MA des MfS geschrieben und das läßt ja erstmal einen Hauptamtlichen vermuten. Dieser hätte noch ganz andere Konsequenzen zu spüren bekommen wenn er sich privat mit euch getroffen hätte und dies bekannt geworden wäre. Daher meine Nachfrage, aber das mit dem mutmaßlichen IM klärt das ja.

Also danke für die Auskunft.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#7

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 16:10
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Für uns hätte das keinen Unterschied gemacht, ob er MA oder IM ist. Oder war es verboten, sich privat mit jungen Leuten aus Ost und West zu treffen?



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#8

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 16:18
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Für euch nicht, für einen MA ja. Innere Sicherheit!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#9

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 18:54
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Zitat von Dogbert
Für uns hätte das keinen Unterschied gemacht, ob er MA oder IM ist. Oder war es verboten, sich privat mit jungen Leuten aus Ost und West zu treffen?


bei IM`s waren solche kontakte sogar gewüncht aber mich verwundert das euch gesagt wurde das ein IM im kreis ist.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 25.04.2012 18:55 | nach oben springen

#10

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 20:09
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Es handelte sich hier um eine größere Gruppe in unterschiedlicher Zusammensetzung und Anzahl. Je nach dem wie die Zeit hatten. Wie die darauf gekommen sind, daß eine Person ein Spitzel war, kann ich mir nur damit erklären, daß er sich versehentlich mal "geoutet" hatte oder sich sonstwie auffällig zeigte. Uns Westlern wurde das so beiläufig gesagt als wenn das nichts besonderes sei. Im Westen wußte man auch schnell, wer der "Maulwurf" ist. Die hießen zwar nicht IM, sondern aber man erkannte die Informationszuträger.bzw. man wurde bei passender Gelegenheit unter vier Augen darauf hingewiesen. Im allgemeinen nannte man diese Tätigkeit "Aushorchen".



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#11

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 20:37
von Wanderer zwischen 2 Welten (gelöscht)
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Hello und willkommen hier im Forum, Dogbert. Ich bin auch Jahrgang 1961 und auch im Westen Deutschlands aufgewachsen. Als junger Mensch stand ich dem BRD System recht kritisch gegenueber und der DDR sogar noch kritischer. Viel geaendert hat sich daran nicht.
Deine Beitraege, ueber die Erfahrungen eines "Wessies" mit DDR und Stasi, lese ich hier mit sehr viel Interesse. Wie schon gesagt, herzlich willkommen........


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#12

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 25.04.2012 22:13
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Hallo Wanderer,

ich könnte darüber viel erzählen, zumal ein Teil unserer DDR-Verwandschaft in nicht-sozialistischen Ausland lebte und die DDR auch von außen betrachten und vergleichen konnte. Irgendwie argwöhnte das MfS Zusammenhänge, die nie existierten. Wir begegneten uns einfach wie ganz normale Verwandten, die sich halt mal trafen und Politik einfach kein Gesprächsgegenstand war.

Erst als mein Großonkel starb und meine Großtante, die nun wirklich in der DDR alles hatte, Rentnerin wurde, während ihrer Westbesuche so richtig wütend wurde, dennoch immer wieder zurückkehrte, weil sie in diesem Staat groß wurde, wurde uns so richtig deutlich, wie sehr sie in sich zerissen war ob der Diskrepanz zw. der Obrigkeit, die alles hatte, und der Arbeiter- und Bauernklasse, die schuften mußte, bis es einfach nichts mehr zu kaufen gab..



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#13

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 00:11
von frank | 1.753 Beiträge
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Hello und willkommen hier im Forum, Dogbert. Ich bin auch Jahrgang 1961 und auch im Westen Deutschlands aufgewachsen. Als junger Mensch stand ich dem BRD System recht kritisch gegenueber und der DDR sogar noch kritischer. Viel geaendert hat sich daran nicht.
Deine Beitraege,ueb er die Erfahrungen eines "Wessies" mit DDR und Stasi, lese ich hier mit sehr viel Interesse. Wie schon gesagt, herzlich willkommen........



siehste @wanderer , es gab auch im westen leute die über 'ddr und stasi' mehr wußten als wir selber !?!?



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#14

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 08:41
von marc | 1.081 Beiträge | 1513 Punkte
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Zitat von Dogbert


.......die schuften mußte, bis es einfach nichts mehr zu kaufen gab..




War das sooo?



zuletzt bearbeitet 26.04.2012 08:45 | nach oben springen

#15

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 10:03
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Aus ihrer Perspektive, da sie priviligiert war und einen höheren Lebensstandard in der DDR genaß, war es so.

Man muß das aus folgender Perspektive betrachten:
Die lebten jahrzehntelang im NSW-Gebiet und hatten die entsprechenden Kontakte. Da sie nun schlecht ihre erworbenen Alltagsgegenstände in der DDR kaufen konnten und einen Teil davon in Ostberlin mittels der Devisen anlegten, gelangten sie zu einem Wohlstand, der weit über dem lag, was für normale DDR-Bürger erschwinglich war. Die Zusatzeinkünfte waren harte Devisen, die in der DDR Tür und Tor öffneten. Nach Rückkehr in die DDR belief sich ihr Valuta-Vermögen auf ca, 1,7 Mio. DM. Auf die Produkte aus der DDR waren sie längst nicht mehr angewiesen und hätten sich in Florida ein schönes Leben machen können. Sie kehrten in die DDR zurück, weil das ihre Heimat war und das war, wo sie ihre Vorstellungen vom Sozialismus leben und realisieren wollten.

Was sie jedoch in der DDR real vorfanden, war für ihre Verhältnisse pure Armut. Das propagierte sozialistische Paradies war es nicht. Es war vielmehr ein Kulturschock.

Es gab einige, denen es so ging, weil sie die Möglichkeiten hatten, aber Bürger der DDR blieben, weil sie von diesem Land und seiner gesellschaftlichen Entwicklung zum Besseren überzeugt waren. Der erste Gedanke war: "Was für Idioten in der Staatsführung."

Mit etwas mehr Weitsicht, weil man auf Devisen angewiesen war, hätte man die klugen und unternehmerisch geschickten Köpfe sinnvoller einsetzen können anstatt sich einer realbezogen weltfremden Ideologie hinzugeben. Ein rohstoffarmes Land wie die DDR kann sich diesen Luxus nicht leisten, eine derart kostenaufwendige Gesellschaftsform aufzubauen. Dafür muß man Know-how massenhaft exportieren und sich an den globalökonomischen Gegebenheiten orientieren.

Mit strikter Ideologie, Abgrenzungstaktiken zum ideologischen "Feind" und Parolen kommt man nicht weit.

Ähnliche Erfahrungen machten NSW-solvente Ausländer (Schweizer z. B.), die in der DDR aufwuchsen und auch dauerhaft lebten, bis ihnen dann eines Tages die Lust verging..Sie reisten völlig unbürokratisch und legal aus. Sie zogen sich den Zorn der normalen DDR-Bevölkerung zu, da sie über harte Devisen verfügten, die jedoch in Kanäle flossen, die für den dringend nötigen Ausbau der Infrastruktur notwendig wären. Nutznießer waren eher KoKo & Co. .



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#16

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 10:41
von Gert | 14.262 Beiträge | 7992 Punkte
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Zitat von Dogbert
Aus ihrer Perspektive, da sie priviligiert war und einen höheren Lebensstandard in der DDR genaß, war es so.

Man muß das aus folgender Perspektive betrachten:
Die lebten jahrzehntelang im NSW-Gebiet und hatten die entsprechenden Kontakte. Da sie nun schlecht ihre erworbenen Alltagsgegenstände in der DDR kaufen konnten und einen Teil davon in Ostberlin mittels der Devisen anlegten, gelangten sie zu einem Wohlstand, der weit über dem lag, was für normale DDR-Bürger erschwinglich war. Die Zusatzeinkünfte waren harte Devisen, die in der DDR Tür und Tor öffneten. Nach Rückkehr in die DDR belief sich ihr Valuta-Vermögen auf ca, 1,7 Mio. DM. Auf die Produkte aus der DDR waren sie längst nicht mehr angewiesen und hätten sich in Florida ein schönes Leben machen können. Sie kehrten in die DDR zurück, weil das ihre Heimat war und das war, wo sie ihre Vorstellungen vom Sozialismus leben und realisieren wollten.

Was sie jedoch in der DDR real vorfanden, war für ihre Verhältnisse pure Armut. Das propagierte sozialistische Paradies war es nicht. Es war vielmehr ein Kulturschock.

Es gab einige, denen es so ging, weil sie die Möglichkeiten hatten, aber Bürger der DDR blieben, weil sie von diesem Land und seiner gesellschaftlichen Entwicklung zum Besseren überzeugt waren. Der erste Gedanke war: "Was für Idioten in der Staatsführung."

Mit etwas mehr Weitsicht, weil man auf Devisen angewiesen war, hätte man die klugen und unternehmerisch geschickten Köpfe sinnvoller einsetzen können anstatt sich einer realbezogen weltfremden Ideologie hinzugeben. Ein rohstoffarmes Land wie die DDR kann sich diesen Luxus nicht leisten, eine derart kostenaufwendige Gesellschaftsform aufzubauen. Dafür muß man Know-how massenhaft exportieren und sich an den globalökonomischen Gegebenheiten orientieren.

Mit strikter Ideologie, Abgrenzungstaktiken zum ideologischen "Feind" und Parolen kommt man nicht weit.

Ähnliche Erfahrungen machten NSW-solvente Ausländer (Schweizer z. B.), die in der DDR aufwuchsen und auch dauerhaft lebten, bis ihnen dann eines Tages die Lust verging..Sie reisten völlig unbürokratisch und legal aus. Sie zogen sich den Zorn der normalen DDR-Bevölkerung zu, da sie über harte Devisen verfügten, die jedoch in Kanäle flossen, die für den dringend nötigen Ausbau der Infrastruktur notwendig wären. Nutznießer waren eher KoKo & Co. .




Hallo Dogbert, erst einmal herzlich willkommen im Forum. Habe mit Interesse deinen Bericht mit Schlussfolgerungen gelesen. Besonders bemerkenswert finde ich die rot mark. Worte.
Ich habe auch in beiden deutschen Staaten gelebt und sehe das auch so wie von dir beschrieben. Nun, es ist jetzt Geschichte, sie hatten ihre Chance, sie haben es versaut und nun hoffe ich , dass das "Gespenst", dass in Europa umging, begraben wird.
Damit will ich nicht sagen, dass die gegenwärtige Gesellschaftsform das Ideal meiner Träume ist, zumal es sich in den letzten 20 Jahren verschlechtert hat, abe rich sehe es als das deutlich kleiner Übel im Vergleich zum sog. Sozialismus.

Viel Spass und angeregte Diskussionen wünsche ich dir im Forum


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#17

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 11:27
von marc | 1.081 Beiträge | 1513 Punkte
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Zitat von Dogbert
Aus ihrer Perspektive, da sie priviligiert war und einen höheren Lebensstandard in der DDR genaß, war es so.

.... Nach Rückkehr in die DDR belief sich ihr Valuta-Vermögen auf ca, 1,7 Mio. DM. Auf die Produkte aus der DDR waren sie längst nicht mehr angewiesen und hätten sich in Florida ein schönes Leben machen können. Sie kehrten in die DDR zurück, weil das ihre Heimat war und das war, wo sie ihre Vorstellungen vom Sozialismus leben und realisieren wollten.

Was sie jedoch in der DDR real vorfanden, war für ihre Verhältnisse pure Armut. Das propagierte sozialistische Paradies war es nicht.... Es war vielmehr ein Kulturschock.....

Es gab einige, denen es so ging,

.



Mir kommen die Tränen!

Mal rein aus Interesse, in welcher Branche waren sie tätig, wo sie solch ein Valuta-Privatvermögen anhäufen durften?



zuletzt bearbeitet 26.04.2012 11:29 | nach oben springen

#18

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 11:44
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Zunächst konsularische Vertretung der DDR in den USA, später Diplomatenstatus, mitwirkend in Gremien für wirtschaftliche Zusammenarbeit bei der UNO.

Frau war Ärztin. Die Kinder wurden Immobilienmakler in den USA.



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#19

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

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Zitat von Dogbert


....Es gab einige, denen es so ging, weil sie die Möglichkeiten hatten, aber Bürger der DDR blieben, weil sie von diesem Land und seiner gesellschaftlichen Entwicklung zum Besseren überzeugt waren. Der erste Gedanke war: "Was für Idioten in der Staatsführung."

Mit etwas mehr Weitsicht, weil man auf Devisen angewiesen war, hätte man die klugen und unternehmerisch geschickten Köpfe sinnvoller einsetzen können anstatt sich einer realbezogen weltfremden Ideologie hinzugeben. Ein rohstoffarmes Land wie die DDR kann sich diesen Luxus nicht leisten, eine derart kostenaufwendige Gesellschaftsform aufzubauen. Dafür muß man Know-how massenhaft exportieren und sich an den globalökonomischen Gegebenheiten orientieren.

Mit strikter Ideologie, Abgrenzungstaktiken zum ideologischen "Feind" und Parolen kommt man nicht weit...

.



Du meinst das chinesische Wirtschaftsmodell, dass aber auch erst nach dem "Himmlischen Frieden" Fahrt aufnahm, nachdem der Führung dort klar wurde, dass es so nicht weiter ging.


Es wird häufig vergessen, dass die DDR kein eigenständig gewachsener National-Staat war, sondern ein Ergebnis des 2.WK und letztendlich immer noch sowjetische Besatzungszone.

Weiterhin gab es bestimmte Abhängigkeiten und Zwänge von den Interessen des "Großen Bruders". Deshalb auch das Verbot an die DDR Führung zur Annäherung an die BRD, das erst 1987 gelockert wurde. Da war die Zitrone schon ausgequetscht, aber mit den Resten hat Towarisch 1990 auch noch ein gutes Geschäft gemacht.


zuletzt bearbeitet 26.04.2012 13:12 | nach oben springen

#20

RE: Westberliner, Jahrgang 1961

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.04.2012 11:51
von Dogbert | 143 Beiträge
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Völlig richtig!

Als Gorbatschow das Sagen hatte, hätte die DDR-Führung wach werden müssen. Zu diesem Zeitpunkt wäre noch einiges zu korrigieren gewesen.

Im Gegensatz zu Polen, Ungarn und der ,. E. der CSSR reagierte die DDR erst ganz zum Schluß, obwohl Gorbatschow schon längst das O.K. gab. Mit Ausnahme von Rumänien hatten alle europäischen sozialistischen Länder bereits Kontakte zum "Klassenfeind" geknüpft und der DDR damit schon das Wasser abgegraben.

Die DDR-Regierung hatte einfach das Problem, daß sie sich als eigenständiger Staat verstehen wollte. Dafür hätten sie schon Russisch als Amtssprache einführen müssen.



zuletzt bearbeitet 26.04.2012 12:00 | nach oben springen


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