Das arabische Jahr geht weiter, nun in Syrien?

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29.08.2011 20:03 (zuletzt bearbeitet: 29.08.2011 20:30)
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#16
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Zitat von Gert
Ich überlege die ganze Zeit, warum die Unterstützung aller Freiheitsbewegungen in Nordafrika von einigen Diskutanten immer nur mit " ölgeilen Natostaaten, imperialistischen Zielen, Profitgier"usw. in Verbindung gebracht werden.


Tatsache ist doch dass das z.B. Lybien unter Gadaffi ein verlässlicher Öl und Gaslieferant war. Alle haben Gadaffi " geknutscht, angefangen von Berlusconi über Schröder bis Sarco. Warum sollten sie dann Krieg gegen ihn führen? Ist doch alles mächtig unlogisch was manche hier posten. Das Gleiche trifft auf Algerien zu. Frankreich und andere Staaten sind bestens mit Algerien im Geschäft, neuestes Projekt in Algerien Marokko und Ägypten sind Solarkraftwerke. Das kann man doch mit despotischen Herrschern viel besser durchziehen als mit demokratischen Staaten. Warum sollte man dort ohne Not also Kriege anfangen.



Das bei äußeren Einmischungen in rohstoffreichen Staaten die Rohstoffe überhaupt keine Rolle spielen, ist schwer zu glauben. Die spielten schon bei der Operation Ajax ->Anglo-Iranian Oil Company oder auch bei den drei Golfkriegen eine Rolle. Dabei ging es nicht nur um die Beteiligung von ausländischen Ölkonzernen an der Ölförderung, sondern auch um die Kontrolle der Ölreserven - Libyen hat die größten Reserven Afrikas. Am Bürgerkrieg im Sudan waren auch die USA und China indirekt involviert - China ist in Afrika bislang sehr erfolgreich bei der Sicherung der Rohstoffvorkommen, was in den USA und Europa mit Misstrauen verfolgt wird. Auch Aufträge für die Investitionsgüterindustrie, Bau- und Rüstungsindustrie könnten eine Rolle spielen. Nicht zuletzt können Ölstaaten das Öl auch als politische Waffe einsetzen, so wie 1973. Im Zeitalter des "Peak Oil" können schon wenige Staaten den Ölpreis stark nach oben treiben. Jemand wie Gaddhafi oder Saddam Hussein waren für westliche Interessen in dieser Hinsicht immer unsichere Kantonisten, ob sie das Öl beim nächsten Nahost-Krieg nicht wieder als politische Waffe einsetzen. in Libyen geht es nach einigen Presseartikeln möglicherweise aber auch um bessere Förderrechte:

Zitat
Vorgeprescht

(...)Umso offensiver waren hingegen Frankreich, Großbritannien und Italien vorgeprescht. Als allererstes Land hatte Paris noch im April, als ein Sieg der Aufständischen alles andere als sicher war, die Rebellen offiziell anerkannt und sich für NATO-Unterstützung stark gemacht. Diese militärische Hilfe, so offenbar die Hoffnung zwischen Paris, Rom und London, soll sich auch in Form besserer Förderrechte bezahlt machen. Libyen ist ein gewaltiger Zukunftsmarkt, es hat von allen afrikanischen Ländern die größten Ölvorkommen, viele Felder sind noch nicht erschlossen.
http://kurier.at/nachrichten/4145124.php



Was nun genau der Grund für den Krieg war, kann natürlich schlecht nachgewiesen werden. Ob sich die Golfkriege für die USA angesichts der sehr hohen Kriegskosten nachträglich finanziell ausgezahlt haben, dürfte aber trotz der Aufträge für die Öl- und Rüstungsindustrie eher zu bezweifeln sein.


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29.08.2011 20:14
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#17
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Zitat von Gert
Ich überlege die ganze Zeit, warum die Unterstützung aller Freiheitsbewegungen in Nordafrika von einigen Diskutanten immer nur mit " ölgeilen Natostaaten, imperialistischen Zielen, Profitgier"usw. in Verbindung gebracht werden.


Tatsache ist doch dass das z.B. Lybien unter Gadaffi ein verlässlicher Öl und Gaslieferant war. Alle haben Gadaffi " geknutscht, angefangen von Berlusconi über Schröder bis Sarco. Warum sollten sie dann Krieg gegen ihn führen? Ist doch alles mächtig unlogisch was manche hier posten. Das Gleiche trifft auf Algerien zu. Frankreich und andere Staaten sind bestens mit Algerien im Geschäft, neuestes Projekt in Algerien Marokko und Ägypten sind Solarkraftwerke. Das kann man doch mit despotischen Herrschern viel besser durchziehen als mit demokratischen Staaten. Warum sollte man dort ohne Not also Kriege anfangen.
Also bevor man über Nordafrika diskutiert, erst mal überlegen was man schreibt und vor allem die ideologische Rotlichtlampe ausschalten. Das ist meine Meinung zu diesem Thema. So und nun oder lieber nicht ? Viele heilige Schwüre sind in einem neueren Thread abgegeben worden, also piano mit der Kloppe.


Gruß Gert



Kloppe? Nee. Mir san hier nicht auffe Kirmes nachts halb 2...
Aber weil du grade fragst, "warum ohne Not Kriege anfangen", meinst du nicht auch, daß eine "Hilfe" beim Befreiungskampf eine ganz brauchbare Basis für Verhandlungen mit den "neuen" Machthabern in Punkto Rohstofflieferungen bietet?
"Wem nützt es ist?" nicht nur eine eigentlich 3€ teure Phrase!
Meine Lebenserfahrung sagt mir: "Hilfe" ist NIE umsonst zu haben. Irgendeine Gegenleistung wird immer verlangt. Ob unterschwellig oder ganz offen. Egal ob´s sich um Nachbarschaftshilfe beim Tapezieren handelt oder um "Bombardierung" von Despoten.


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30.08.2011 18:09
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Zitat von Tobeck

Zitat von eisenringtheo
Die mittlerweilen wieder grössenwahnsinnig gewordene deutsche Politik wird noch viele Töchter und Söhne in Konflikten opfern, einfach weil die Deutschen überall dabei sein müssen, in der vagen Hoffnung irgendwie zum Weltfrieden beitragen zu können.
Theo



Grössenwahnsinnig? Wohl kaum. Deutschland führt doch keine eigenständige Außenpolitik, sondern ist - wenn gerade keine Wahlen anstehen - mehr oder weniger "Befehlsempfänger" aus Washington, Brüssel und Paris. Das war ja bei Ostberlin gegenüber Moskau früher auch nicht viel anders. Washington und London - neuerdings auch Paris - beginnen irgendwo einen Krieg oder gehören zu den ersten westlichen Kriegsteilnehmern und später folgen ein oder zwei Dutzend Staaten, indem sie direkt am Krieg teilnehmen oder später als Besatzungsmächte und "Aufräumkommandos" fungieren.




rot markiert
Was ist denn das für eine Logik ? Wenn ich recht erinnere, hat Deutschland bei der Abstimmung im UNO Sicherheitsrat genau das Gegenteil gemacht, nämlich nicht das, was von D erwartet wurde, für den Krieg gegen Libyen zu stimmen, sondern man hat sich herausgehalten. Also eigenständig gestimmt. Nun scheint es aber auch nicht gut zu sein, denn im Land der Nörgler und Pessimisten wird kritisiert, wie D sich bei der Abstimmung verhalten hat. Also Aussenminister möchte ich in diesem Land nicht sein, da hat man etliche Millionen Amateure als Konkurrenten, die alles besser wissen. ( ist fast wie beim Fussball, da gibt es auch jede Menge Bundestrainer)

Gruß Gert


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30.08.2011 18:15
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Zitat von uffz_nachrichten

Zitat von Gert
Ich überlege die ganze Zeit, warum die Unterstützung aller Freiheitsbewegungen in Nordafrika von einigen Diskutanten immer nur mit " ölgeilen Natostaaten, imperialistischen Zielen, Profitgier"usw. in Verbindung gebracht werden.


Tatsache ist doch dass das z.B. Lybien unter Gadaffi ein verlässlicher Öl und Gaslieferant war. Alle haben Gadaffi " geknutscht, angefangen von Berlusconi über Schröder bis Sarco. Warum sollten sie dann Krieg gegen ihn führen? Ist doch alles mächtig unlogisch was manche hier posten. Das Gleiche trifft auf Algerien zu. Frankreich und andere Staaten sind bestens mit Algerien im Geschäft, neuestes Projekt in Algerien Marokko und Ägypten sind Solarkraftwerke. Das kann man doch mit despotischen Herrschern viel besser durchziehen als mit demokratischen Staaten. Warum sollte man dort ohne Not also Kriege anfangen.
Also bevor man über Nordafrika diskutiert, erst mal überlegen was man schreibt und vor allem die ideologische Rotlichtlampe ausschalten. Das ist meine Meinung zu diesem Thema. So und nun oder lieber nicht ? Viele heilige Schwüre sind in einem neueren Thread abgegeben worden, also piano mit der Kloppe.


Gruß Gert



Kloppe? Nee. Mir san hier nicht auffe Kirmes nachts halb 2...
Aber weil du grade fragst, "warum ohne Not Kriege anfangen", meinst du nicht auch, daß eine "Hilfe" beim Befreiungskampf eine ganz brauchbare Basis für Verhandlungen mit den "neuen" Machthabern in Punkto Rohstofflieferungen bietet?
"Wem nützt es ist?" nicht nur eine eigentlich 3€ teure Phrase!
Meine Lebenserfahrung sagt mir: "Hilfe" ist NIE umsonst zu haben. Irgendeine Gegenleistung wird immer verlangt. Ob unterschwellig oder ganz offen. Egal ob´s sich um Nachbarschaftshilfe beim Tapezieren handelt oder um "Bombardierung" von Despoten.




rot mark.

Das ist schon eine ganz andere Begründung für diesen support. Selbstverständlich muss D am Ball sein und bleiben, wenn sich die Machtverhältnisse dort ändern um in der neuen party mit spielen zu können. Du fragst wem nützt es ? Meine Antwort : uns nützt es .
Oder sind dir rund um Leipzig oder Berlin nenenswerte Ölvorkommen bekannt ?

Gruß Gert


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30.08.2011 19:36
avatar  josy95
#20
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Zitat von Gert

Zitat von uffz_nachrichten

Zitat von Gert
Ich überlege die ganze Zeit, warum die Unterstützung aller Freiheitsbewegungen in Nordafrika von einigen Diskutanten immer nur mit " ölgeilen Natostaaten, imperialistischen Zielen, Profitgier"usw. in Verbindung gebracht werden.


Tatsache ist doch dass das z.B. Lybien unter Gadaffi ein verlässlicher Öl und Gaslieferant war. Alle haben Gadaffi " geknutscht, angefangen von Berlusconi über Schröder bis Sarco. Warum sollten sie dann Krieg gegen ihn führen? Ist doch alles mächtig unlogisch was manche hier posten. Das Gleiche trifft auf Algerien zu. Frankreich und andere Staaten sind bestens mit Algerien im Geschäft, neuestes Projekt in Algerien Marokko und Ägypten sind Solarkraftwerke. Das kann man doch mit despotischen Herrschern viel besser durchziehen als mit demokratischen Staaten. Warum sollte man dort ohne Not also Kriege anfangen.
Also bevor man über Nordafrika diskutiert, erst mal überlegen was man schreibt und vor allem die ideologische Rotlichtlampe ausschalten. Das ist meine Meinung zu diesem Thema. So und nun oder lieber nicht ? Viele heilige Schwüre sind in einem neueren Thread abgegeben worden, also piano mit der Kloppe.


Gruß Gert



Kloppe? Nee. Mir san hier nicht auffe Kirmes nachts halb 2...
Aber weil du grade fragst, "warum ohne Not Kriege anfangen", meinst du nicht auch, daß eine "Hilfe" beim Befreiungskampf eine ganz brauchbare Basis für Verhandlungen mit den "neuen" Machthabern in Punkto Rohstofflieferungen bietet?
"Wem nützt es ist?" nicht nur eine eigentlich 3€ teure Phrase!
Meine Lebenserfahrung sagt mir: "Hilfe" ist NIE umsonst zu haben. Irgendeine Gegenleistung wird immer verlangt. Ob unterschwellig oder ganz offen. Egal ob´s sich um Nachbarschaftshilfe beim Tapezieren handelt oder um "Bombardierung" von Despoten.




rot mark.

Das ist schon eine ganz andere Begründung für diesen support. Selbstverständlich muss D am Ball sein und bleiben, wenn sich die Machtverhältnisse dort ändern um in der neuen party mit spielen zu können. Du fragst wem nützt es ? Meine Antwort : uns nützt es .
Oder sind dir rund um Leipzig oder Berlin nenenswerte Ölvorkommen bekannt ?

Gruß Gert






@Gert, ich winke gleich hier:


Bingo!

Und für die ewigen Nörgler, Überschlauen und dunkelroten und dunkelgrünen Besserwisser: War unlängst im Oderbruch, da soll es ja Ölvorkommen geben....


josy95

Sag niemals nie.
Sagte schon James Bond. Britischer Filmheld


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30.08.2011 20:18 (zuletzt bearbeitet: 30.08.2011 20:19)
avatar  PF75
#21
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Auf Usedom wird jetzt auch öl gefördert,soll sich preismäßig um ca. 2 Mrd. € handeln,vieleicht können wir damit in Berlin mal ein paar politiker kaufen.


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30.08.2011 20:33
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#22
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Zitat von Gert
..............

Das ist schon eine ganz andere Begründung für diesen support. Selbstverständlich muss D am Ball sein und bleiben, wenn sich die Machtverhältnisse dort ändern um in der neuen party mit spielen zu können. Du fragst wem nützt es ? Meine Antwort : uns nützt es .
Oder sind dir rund um Leipzig oder Berlin nenenswerte Ölvorkommen bekannt ?

Gruß Gert



Hmm, das versteh ich jetzt mit meinem beschränkten Verstand nicht wirklich. Ist nun das Fehlen nennenswerter Ölvorkommen rund um Leipzig oder Berlin der Grund oder die humanitäre Hilfe für Menschen, die grade ihre Despoten zum Teufel jagen?
Mir persönlich nützt keine einzige Bombe auf Gadaffi oder wie der Vogel da unten heißt!
Wenn ich eines in gut 47 Jahren gelernt habe: wenn mir irgend jemand erzählt, es würde mir nützen, dann schrillen bei mir die Alarmglocken.
Nö Gert, daß es mir etwas nützt, wenn D da unten am Ball bleibt, das glaub ich nicht.
Und komm mir jetzt in Zeiten, in denen die Mineralölkonzerne schon mal "vorbeugend" die Preise erhöhen, um die Kohle für die politisch gewollten Strafzahlungen auf Grund mangelnden Absatzes von Grundnahrungsmitteln zum "Gebrauch" in KFZ einsammeln, nicht mit: "dann wären die Benzinpreise noch höher...
Die werden sowieso immer höher und das nicht nur, weil in China jetzt auch Auto gefahren wird. Auch wenn die Blö..zeitung das anders sieht und die sogenannten Volksvertreter Krokodilstränen vergießen und drohend den Zeigefinger in Richtung Esso, Shell oder BP heben! Alles nur Heuchelei und Verarsche. Sorry.


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30.08.2011 22:04 (zuletzt bearbeitet: 30.08.2011 22:22)
avatar  GZB1
#23
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Klar @Gerd: "..Selbstverständlich muss D am Ball sein.." bei der nächsten Gelegenheit am Besten vorne weg, damit die deutsche "Schmach" der Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zu "Flugverbotszone" (Bombardierungserlaubniszone) in kürzester Zeit von unseren NATO-Verbündeten vergessen wird. Dann dürfen deutsche Soldaten, als Vorreiter der ungeduldigen Wirtschaft, "Wiedergutmachung" leisten.

Irgendwie kann ich unseren vormaligen Bundespräsidenten Köhler immer besser verstehen!
Nur war er 1 Jahr zu früh dran mit seinen Erläuterungen.

Der Bundespräsident im O-Ton: "Meine Einschätzung ist aber, dass wir insgesamt auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen - negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen."
Quelle:http://www.sueddeutsche.de/politik/bunde...setzen-1.950594


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31.08.2011 00:00 (zuletzt bearbeitet: 31.08.2011 00:47)
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#24
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Zitat von Gert

Zitat von Tobeck


Grössenwahnsinnig? Wohl kaum. Deutschland führt doch keine eigenständige Außenpolitik, sondern ist - wenn gerade keine Wahlen anstehen - mehr oder weniger "Befehlsempfänger" aus Washington, Brüssel und Paris. Das war ja bei Ostberlin gegenüber Moskau früher auch nicht viel anders. Washington und London - neuerdings auch Paris - beginnen irgendwo einen Krieg oder gehören zu den ersten westlichen Kriegsteilnehmern und später folgen ein oder zwei Dutzend Staaten, indem sie direkt am Krieg teilnehmen oder später als Besatzungsmächte und "Aufräumkommandos" fungieren.




rot markiert
Was ist denn das für eine Logik ? Wenn ich recht erinnere, hat Deutschland bei der Abstimmung im UNO Sicherheitsrat genau das Gegenteil gemacht, nämlich nicht das, was von D erwartet wurde, für den Krieg gegen Libyen zu stimmen, sondern man hat sich herausgehalten. Also eigenständig gestimmt. Nun scheint es aber auch nicht gut zu sein, denn im Land der Nörgler und Pessimisten wird kritisiert, wie D sich bei der Abstimmung verhalten hat. Also Aussenminister möchte ich in diesem Land nicht sein, da hat man etliche Millionen Amateure als Konkurrenten, die alles besser wissen. ( ist fast wie beim Fussball, da gibt es auch jede Menge Bundestrainer)

Gruß Gert




Gert,
bitte genau lesen, was ich geschrieben habe! Ich habe geschrieben: "wenn gerade keine Wahlen anstehen". In diesem Jahr waren bzw. sind fünf Landtagswahlen, die für CDU/FDP mit Abstand wichtigste war am 27. März in Baden-Württemberg - zehn Tage vorher (!), am 17. März, war die Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat. Fukushima und Stuttgart21 waren schon genug Ballast für schwarz-gelb, da wollte man sich mit einer Zustimmung zu einem Krieg und eventuellen Kriegsbeteiligung möglicherweise nicht noch weiteren Ballast aufladen. Die FDP bewegte sich in den Umfragen vor der Wahl an der 5 %-Marke. Wenn Westerwelle im UNO-Sicherheitsrat zugestimmt hätte, wäre es schwerer geworden sich den französisch-britischen Forderungen nach einer deutschen Kriegsbeteiligung zu entziehen. Es ist also durchaus möglich, daß die wichtige Wahl ein Grund für das Abstimmungsverhalten war.

Welche wahlentscheidende Bedeutung - auch bei Landtagswahlen - die Beteiligung oder Nichtbeteiligung Deutschlands an Kriegen hat, hat die Politik schon 1991 gelernt. Als Kohl kurz vor Beginn des Golfkriegs deutsche Truppenkontingente in die Türkei entsendete, verlor er die anschließende Landtagswahl in Hessen. Darauf meinte er sinngemäß, daß er verstanden habe.

Zitat
So knapp FDP und CDU die Wahl 1987 gewonnen hatten, so knapp verloren sie die Landtagswahl 1991. Zwar attestierten die Wahlforscher ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der Landespolitik. Wahlentscheidend war jedoch der kurz vor der Wahl begonnene Golf-Krieg gewesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/FDP_Hessen#...nd_Schwarz-Gelb



2002 vor der Bundestagswahl machte Schröder die deutsche Nichtbeteiligung am sich abzeichnenden Golfkrieg zum Wahlkampfthema vor der Bundestagswahl und gewann deshalb die Wahl - sagen alle Wahlforscher.

Die Polititiker haben sehr gut verstanden, dass man mit der Beteiligung an Kriegen in Deutschland keine Wahlen gewinnen kann.


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01.09.2011 09:08
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#25
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Syrien? Glaube ich nicht! Der Vorreiter des Libyen - Krieges, der französische Präsident, hat andere Befürchtungen. Nach seiner Meinung ist das nächste Ziel der Iran! Er weiß nur noch nicht, welches Land der westlichen Welt den ersten Schlag führen wird.

/link http://de.rian.ru/security_and_military/.../260361020.html


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01.09.2011 09:16 (zuletzt bearbeitet: 01.09.2011 09:16)
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#26
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Zitat von Polter
Syrien? Glaube ich nicht! Der Vorreiter des Libyen - Krieges, der französische Präsident, hat andere Befürchtungen. Nach seiner Meinung ist das nächste Ziel der Iran! Er weiß nur noch nicht, welches Land der westlichen Welt den ersten Schlag führen wird.

/link http://de.rian.ru/security_and_military/.../260361020.html




Wenn dafür sich überhaupt einer hergibt, dann werden es die Israelis sein. Die haben es am nötigsten, den Iran klein zu halten.

Gruß Gert


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09.09.2011 15:00 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2011 15:02)
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#27
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Nachdem der französische Präsident den Iran als nächstes Kriegsziel - siehe Beitrag 25 - ins Visier genomen hat, legt der
Ex - Premier Tony Blair nun nach:
/link http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,785245,00.html

Afghanistan und der Irak seien unterschätzt worden. Der Iran würde die Aufständischen in Afghanistan und Irak ständig unter-
stützen, so der Sondergesandte des Nahost - Quartetts.


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10.09.2011 15:05 (zuletzt bearbeitet: 10.09.2011 15:09)
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#28
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Es bleibt abzuwarten, wohin diese Entwicklungen in Ägypten in Bezug zur Israel, sowie die veränderten Beziehungen der Türkei zu Israel sich auf die Lage im Nahen Osten auswirken.

Drei Tote und über 1000 Verletzte
Ägypter stürmen israelische Botschaft
http://www.n-tv.de/politik/Aegypter-stue...cle4267226.html
http://www.n-tv.de/politik/Sinai-birgt-K...cle4103466.html

Israel will die Türkei "bestrafen"
Erdogan schickt Kriegsschiffe
http://www.n-tv.de/politik/Erdogan-schic...cle4261361.html


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15.09.2011 23:40
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Zitat von Gert

Zitat von Polter
Syrien? Glaube ich nicht! Der Vorreiter des Libyen - Krieges, der französische Präsident, hat andere Befürchtungen. Nach seiner Meinung ist das nächste Ziel der Iran! Er weiß nur noch nicht, welches Land der westlichen Welt den ersten Schlag führen wird.

/link http://de.rian.ru/security_and_military/.../260361020.html




Wenn dafür sich überhaupt einer hergibt, dann werden es die Israelis sein. Die haben es am nötigsten, den Iran klein zu halten.

Gruß Gert





Die bekommen momentan ganz andere Probleme... http://www.n-tv.de/politik/Ankara-und-Ka...cle4316521.html


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16.09.2011 06:56
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#30
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Das war wohl der Geist aus der Flasche, den die Israelis nun überhaupt nicht haben wollten und ob dies die demokratischen Heilsbringer so erwartet haben?

Auch eine Art Schmetterlingseffekt . . .

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984


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