Grüßen von Vorgesetzten

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19.02.2011 12:23
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#16
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Kann mir jemand noch kurz erklären, warum man überhaupt ein Regelwerk aufstellen musste um das Grüßen zu regeln? Noch dazu ein relativ umfangreiches wie oben von Weichmolch zitiert...?
Hat man sich da nicht ein wenig überadministriert?
War das nur um den niedrigeren Dienstgraden zeigen zu können wer der Herr im Haus ist? Um dann im Fall des Falles keine Zweifel aufkommen zu lassen wer die Befehlsgewalt hat? D.h. um die Indianer klar von den Häuptlingen zu trennen?
Um die autoritären Strukturen einer militärischen Organisation bei jeder einzelnen Begegnung unterstreichen zu könnne?

cheers matloh

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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19.02.2011 12:25
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#17
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Am bescheuerdsten fand ich die Grußerweisung ohne Mütze, in Sportklamotten oder gar im Schlafanzug. Mit diesem "Hände leicht zur Faust geballt, Blick Richtung Vorgesetzter.... damit machte man sich absolut zum Kasper.

Allerdings gab es bei uns in der GK wenige, die darauf Wert gelegt hätten. Ausnahme war ein gewisser Hptm(Mj) Eil...., den eingeweihte
nur als BRUNO kennen. Als er einmal gesehen wurde, wie er sich vor einem Spiegel selber grüßte, sagte er darauf: Wenn mich die
Soldaten nicht grüßen, muß ich es eben selber machen....."

Leider hatten wir in Probstzella noch das Bataillon dran, die waren in der Sache oft von einem anderen Kaliber, allen voran OSL Bau.... !!

Teilweise haben wir in Gegenwart eines solchen unsere Vorgesetzten pro forma gegrüßt, um denen keinen Streß zu machen.


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19.02.2011 12:37 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2011 23:42)
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#18
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Hallo alle zusammen,
ich hatte ja nun die Ehre in drei Gk's Dienst schieben zu dürfen. Aber in allen dreien war es üblich, wenn man den Vorgesetzten das erste mal am Tag sah, dann legte man kurz die Hand an die Kopfbedeckung und grüßte zusätzlich noch mit dem Tagesgruß und Gen. und dem Dienstgrad desjenigen. Wenn man das Dienstzimmer betreten mußte, erübrigte es sich von selbst das man aus Respekt vor dem Vorgesetzten nach dem Regelwerk verfuhr.
"Mit Militärischen Gruß"
Joachim


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19.02.2011 12:40
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#19
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da ich nur für die die bundeswehr sprechen kann, hab ich euch mal die ZDv 3/2 rausgesucht.im abschnitt 4 seite 21 kann man nachlesen wie es bei uns zulaufen hat. ich grüße grundsätzlich alles ab unteroffizier aufwärts.bei den mannschaftern ist das anders. sprich ein obergefreiter grüßt im dienst keinen hauptgefreiten .

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19.02.2011 13:01
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#20
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Ich denke, dass rund um den Globus in allen Armeen gegrüsst werden muss und habe es als gottgegeben hingenommen. Obwohl es manchmal lästig war sich dauernd umsehen zu müssen um nichts zu verpassen. Wenn meine Frau mich beim Sonntagsausgang in Berlin besucht hat, hat unsere damals 3 jährige Tochter aufgepasst und kräftig mit Papa mitsalutiert. Meistens mit dem Erfolg, dass dem Gegrüssten ein Anflug von Lächeln ins Gesicht gekommen ist.


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19.02.2011 13:21
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#21
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Hallo,nach mehrmaligen anschissen habe ich bemerkt,daß es am besten ist--einfach die Hand an die Mütze,an nichts denken und weiter gehen-.
Ein gutes Mittel war auch immer beide Hände voll zu haben,dann reichte ein einfacher Blick.


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19.02.2011 13:25
#22
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Zitat von Weichmolch
(...)
30. Eine Ehrenbezeigung ist nicht zu erweisen:
a) in Demonstrationszügen,
b) von Kraft- und Radfahrern während der Fahrt,
c) in öffentlichen Verkehrsmitteln,
d) in sanitären Anlagen,
e) in Veranstaltungen gesellschaftlicher Organisationen, Fest- und Kulturveranstaltungen,
ausgenommen, wenn Nationalhymnen intoniert werden.






Recht so!! Im Pissoir wäre es irgendwie schwierig (speziell für Rechtshänder)...
Theo


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19.02.2011 13:29
#23
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1. Sicher gab es Dienstvorschriften und in der Ausbildung wurde das auch alles bis zum Erbrechen geübt (danke Weichmolch für die Auffrischung des Gedächnisses).
2. Am Kanten liefen die Uhren anders. Alles lief fast familiär ab. Die ganze Grüßerei wurde recht lax gesehen, auch von den Vorgesetzten, ausgenommen, es waren höhere Offiziere anwesend. Ein (militärischer) Gruß von BGS, Zoll oder BAOR wurde auf die gleiche Weise erwiedert.

kleine Anekdote: Ich war mal mit einem GAKl (Oberfähnrich) im Regimentsstab GR 20 in Halberstadt. Er hatte dort dienstlich zu tun, ich war der Fahrer. Als er zurück kam und in den LO stieg erzählte er völlig fassungslos: "Du, weißt du was mir eben passiert ist? Mir kamen 2 Unteroffiziere entgegen. Plötzlich reißen die ihre Hände an die Mütze und grüßen, ich wußte gar nicht was ich machen soll!"


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19.02.2011 13:30
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#24
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In der Knolle Halberstadt habe ich versucht immer zu Grüßen,wenn ich nicht gerade wieder Gedankenversunken an irgend einem Vorgesetzten vorbei lief und dieser mich natürlich lautstark weckte.
Da ich diesbezüglich einmal sehr schlechte Erfahrungen machte.....ich grüßte unseren Spieß nicht und die Konsequenz für mich darin bestand, dass ich die "Zylinder" (WC's) außerhalb der Reihe reinigen durfte,versuchte ich eben den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und das kleinere Übel des Grußes in Kauf zu nehmen.

Allerdings wurde eine Gruppe Vorgesetzter selbst in der Knolle HBS (KFZ-Kompanie) nicht gegrüßt und zwar die Uffze.
Welche gingen damit lässig um,mit denen gab es dann keinen Stress und sie konnten sich auf uns verlassen.
Andere wieder wollten den absoluten "Macker" raushängen lassen und durchziehen.
Doch da waren wir uns als Knollen auf der Stube schon einig.
Wenn so ein "Beton-Uffz" dann in einer Übung was von uns verlangte und seinem Vorgesetzten über glänzen oder "Punkte sammeln" wollte,ließen wir so einen auflaufen.Das ging dann auch.

Das Jahr in der Grenzkompanie am Kanten wurde dann faktisch gar nicht mehr gegrüßt.
Dies geschah nur am Anfang als wir dort neu ankamen.
Danach war es sehr Familiär.Selbst die Anzugsordnung war sehr locker.
Wir brauchten z.B. kein Koppel,Käppi etc. in der Kompanie anlegen oder tragen.

Gruß ek40


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19.02.2011 13:46 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2011 13:48)
avatar  Gohrbi
#25
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Auch bei der LSK/LV wurde gegrüßt.
Als "Frischling" hatte ich so meine Probleme, denn da mußte ich..... Als Uffz im Ausgang, schon etwas mutiger, übersah
ich geflissendlich einen Staber von den Musikern, oh-oh. Der mich aber nicht. So klein, wie der war machte er sich lautstark bemerkbar.
Die halbe Straße blieb vor Ehrfurcht stehen. Ich habe ihn halt übersehen, denn er ging mir nur bis unterhalb der Brusttasche.
Also mußte ich später, mit Vorgeseztengewalt ausgestattet, die anderen knechten.
Da ich an der Uffz-Schule war, ging das mir aber auch so langsam mächtig auf den Keks.
Auf dem Weg zum Essen besonders. Jeder US, der kranke Füße hatte kam dir entgegen und grüßte.
Falls es mal einer vergessen hat, erinnerte ich ihn lautstark und den Rest des Weges hatte ich Ruhe, denn jeder grüßte
Warum? Sonst sprach mich ein Offz an und fragte:"Sachensemal Jenosse Fähnrisch, warum hammsedenn den nich zurückgeholt?"

In der Bw war das lockerer. Morgens bekam der KC sein Teil und Mittags der Abteilungschef, manchmal der Divisioner
und für den Rest reichte ein "Mahlzeit" oder "Grüß Gott" (in Schwaben oder Bayern)

Aber auch nur bei der Lw. Wir trugen in der Kaserne auch keine Kopfbedeckung.
Als ich zu einem Leh(e)rgang beim Heer mal weilen durfte, die waren ja so hitzig, dass sie beim aus dem Fenster schauen schon das Barrett auf dem Kopf hatten.


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19.02.2011 13:46
#26
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Zitat von S51

Zitat von exgakl
...Frage: Wie wurde die militärische Grußerweisung durchgeführt, wenn die MPi mitgeführt wurde? Der überwiegende Teil der zum Grenzdienst eingesetzten Soldaten, führte doch hauptsächlich die AK 74 mit.



Chris da gabs bestimmt die Schierker Ausnahmeregel NUmmer 3.007/4711




Mir hatten keine AK 74. Bis zuletzt nicht, soweit ich weiß. 1983 wurden die letzten unserer AK nach dem Muster der KMS 72 auf die nach der Seite einklappbare Schulterstütze umgerüstet. So trug man die MPi rechts mit dem Lauf nach unten, den Gurt eingehängt hinter dem Schulterstück. Also nix mit Daumen vorschriftsmäßig unterm Gurt. So hatte man die rechte Hand frei.[/quote]

..............sorry, meinte auch die 72`er

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


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19.02.2011 16:05
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#27
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( gelöscht )

Zitat von Gohrbi

Aber auch nur bei der Lw. Wir trugen in der Kaserne auch keine Kopfbedeckung.
Als ich zu einem Leh(e)rgang beim Heer mal weilen durfte, die waren ja so hitzig, dass sie beim aus dem Fenster schauen schon das Barrett auf dem Kopf hatten.



ja das gehört sich so beim heer.als ich mal in einer lw kaserne war,und sah wie die soldaten da ohne barett oder schiffchen rumliefen(teilweise die kopfbedeckung zwischen den schulterstücken) war ich schockiert
ich probierte dass dann auch mal in meiner heimatkaserne (heer) aus.hätte ich lieber lassen sollen, bekam mir nicht alzu gut.


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19.02.2011 18:03
avatar  PF75
#28
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in der GK wurde meistens nur zivil gegrüßt,außer der KC hatte mal einen schlechten tag dan maulte der auch mal rum.Gegenüber Angehörigen andere Waffengattungen hat man sich bei Beschwerden immer damit erklärt bei den GT ist es üblich nur die unmittelbaren Vorgesetzten und bekannte Leute zu grüßen und das wurde in den meisten Fällen auch gelaubt.


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19.02.2011 18:40
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#29
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( gelöscht )

Zitat von Hans55
Hallo ,alle zusammen! Ich weiß nicht,ob daß nur bei uns so bekloppt war, dieses ewige gegrüße war doch bescheuert! Ich glaube jeder hier in diesem Forum kennt das noch"Genosse Soldat oder Gefreiter,kommen sie sofort zurück"! Mancheglaube ich ,.konnten sich daran richtig aufgeilen! In unserem Regiment gab es auch so ein "Prachtexemplar" ein Fähnrich D.mit etwas sadistischen Einschlag. Der Kerl,hat mich etliche Male den Weg von der Kompanie zur MHO,mit Grußerweisung laufen lassen!Danach frug er mich,warum ich nicht gegrüßt habe?Da ich ja noch stinksauer war,war die Antwort dementsprechent "Ich grüße nur ,wen ich leiden kann"!Dann das übliche,er fing an zu schreien,ich in meiner Wut habe noch einen nachgelegt,wer schreit hört auf zu denken,sagte ich zu ihm. Am selben Abend durfte ich Kochgeschirr und Schwarzkombi packen und für 2.Tage einziehen.( Knast).An den Schreihals kann ich mich nach mehr als 30 Jahren noch erinnern! Überigens,wer hat mal eingesessen und warum? Ein Soldat ohne Knast,ist wie Baum ohne Ast! Hans55


es gibt noch schlimmere formen um es in den kopf eines soldaten reinzubekommen. stechschritt am vorgesetzten vorbei, oder wenn vorgesetzte im flur sich an die wand lehnen und der soldat STuRr hatte stuben und revierreinigen. da musste man dann schon sehr oft fragen...genosse hauptmann gestatten sie dass ich vorbeigehe.. es wurde IMMER der höhere diensgrad angesprochen. wenn ich sich zwei unterhielten und du den niederen dienstgrad sprechen willst ...genosse hauptmann gestatten sie dass ich den genossen leutnant spreche. du hattest so lange in "in strammstehhaltung seine antwort zu erwarten. das kann mit eimer in der hand ganz schön auf die arme gehen.


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19.02.2011 18:55
avatar  Pitti53
#30
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Zitat von elessarix

Zitat von Hans55
Hallo ,alle zusammen! Ich weiß nicht,ob daß nur bei uns so bekloppt war, dieses ewige gegrüße war doch bescheuert! Ich glaube jeder hier in diesem Forum kennt das noch"Genosse Soldat oder Gefreiter,kommen sie sofort zurück"! Mancheglaube ich ,.konnten sich daran richtig aufgeilen! In unserem Regiment gab es auch so ein "Prachtexemplar" ein Fähnrich D.mit etwas sadistischen Einschlag. Der Kerl,hat mich etliche Male den Weg von der Kompanie zur MHO,mit Grußerweisung laufen lassen!Danach frug er mich,warum ich nicht gegrüßt habe?Da ich ja noch stinksauer war,war die Antwort dementsprechent "Ich grüße nur ,wen ich leiden kann"!Dann das übliche,er fing an zu schreien,ich in meiner Wut habe noch einen nachgelegt,wer schreit hört auf zu denken,sagte ich zu ihm. Am selben Abend durfte ich Kochgeschirr und Schwarzkombi packen und für 2.Tage einziehen.( Knast).An den Schreihals kann ich mich nach mehr als 30 Jahren noch erinnern! Überigens,wer hat mal eingesessen und warum? Ein Soldat ohne Knast,ist wie Baum ohne Ast! Hans55


es gibt noch schlimmere formen um es in den kopf eines soldaten reinzubekommen. stechschritt am vorgesetzten vorbei, oder wenn vorgesetzte im flur sich an die wand lehnen und der soldat STuRr hatte stuben und revierreinigen. da musste man dann schon sehr oft fragen...genosse hauptmann gestatten sie dass ich vorbeigehe.. es wurde IMMER der höhere diensgrad angesprochen. wenn ich sich zwei unterhielten und du den niederen dienstgrad sprechen willst ...genosse hauptmann gestatten sie dass ich den genossen leutnant spreche. du hattest so lange in "in strammstehhaltung seine antwort zu erwarten. das kann mit eimer in der hand ganz schön auf die arme gehen.




und wo ist das Problem?
Wie schon nun mehrfach gesagt,in den Grenzkompanien gab es dieses Problem so nicht


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