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#1

Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2009 15:18
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Hallo!
Ich diente vom Herbst 1975 bis zum Frühjahr 1977. Mit 19 Jahren wurde ich eingezogen, mit Politik hatte ich mich bis dahin nur wenig beschäftigt. Ich war dabei, als Weinhold kurz vor Heiligabend nahe Eisfeld zwei Grenzer erschoss - so etwas prägt einen.
Das halbe Jahr Grundausbildung in Eisenach war nicht dramatisch. Geschockt war ich kurz vor dem Umzug nach Schnellmanshausen, als wir alle zu einem Uffz. mussten und er mich dann fragte: "Würdest du auf deinen Bruder schießen?" Ich antwortete: "Vor so eine Situation wird er mich nicht stellen." Die Freigabe für den Grenzdienst war damit erfolgt.
Unser Abschnitt begann an der GÜST Herleshausen/Wartha und endete bei Treffurt (ca. 50 km). Unser Problemabschnitt war der "Sack von Großburschla". In diesem einen Jahr gab es 5 Grenzdurchbrüche, u. a. ein Gastwirt aus Großburschla, der Heiligabend durch die Werra in den Westen ging. Etwa 1979 baute man dann eine Art Rechen in die Werra, um so etwas zu verhindern.
So sinnlos die Grenze auch war - ich bekam schnell mit, dass es hier besser war als im Inland bei den Muckern, Panzerfahrern, Motschützen oder als Wachsoldat im Wachregiment "Felix Dzierzynski" zu sein. Hallo Steffen aus Hochkirch, Ralf aus Meschwitz - erinnert Ihr Euch?
Es fing beim Essen an. Frauen aus dem Ort bekochten uns täglich. Frühstück, Abendbrot und das Postenbrot - alles war wie bei Muttern. Mit meinen 20 Jahren "fraß" ich mir einen Bauch an. Von den 170 Mark Sold rauchte ich "Club" (4,00 Mark) statt "Karo" (1,60 Mark).
Wenn es Ausgang gab, dann ging es immer in die Kneipe. Rostbrät'l und Weißer - was ich in dieser Kombination nie vertrug. Aber das Gute war, dass die Kanalisation gegenüber des Wirtshauses oberirdisch verlief und das "Überschüssige" Richtung Treffurt mitgenommen wurde.
Die Bäche in den Abschnitten waren noch sauber und rein. So konnte ich nach meinen Gaststättenbesuchen den unbändigen Durst stillen.
Einen speziellen Freund hatte ich auch: Oberleutnant K. Er nannte sich selbst einen "Offizier der Abwehr". Als ich mal "UVD" war, rief er mich an und befahl mir, den Wachsoldaten zu informieren, dass dieser den Schlagbaum zu öffnen habe. Ich rief diesen sofort an und bevor ich was sagen konnte, klopfte es bereits an der Tür und oben genannter machte mich fertig so nach dem Motto "Was ich für einen Dienst tun würde". Klar, dass ich erst einmal total fertig war.
Eine Niederlage erlitt ich, als ich Postenführer war: Nachtschicht und ein Soldat, der keine Nerven hatte. Wir saßen am Waldrand, als plötzlich etwas raschelte. Es war ein losgelassener Wachhund. Trotz eingestelltem Dauerfeuer fiel nur ein Schuss - und der Hund war tot. Danach gab es viel Theater und Regressforderungen. Ich ging straffrei aus - dank der Hilfe meiner Grenzkameraden, die in dieser Situation auch so gehandelt hätten. Wenn ich mich noch richtig erinnere, war es Hauptfeldwebel Z., der die Hundestaffel betreute.
Durch die Errichtung der Grenze und des Grenzvorlandes wurden die Dörfer praktisch hermetisch abgeriegelt. "Frisches Blut" wurde so nicht mehr hinein gebracht. Ich vermute, es ging manchmal bis zur Inzucht. Mir sind heute noch die Familiennamen Schwanz und Hahn im Gedächtnis. Es gab Liebschaften in solchen Grenzorten und als wir entlassen wurden, standen die Mädchen auf dem Bahnhof in Mühlhausen und fragten "Kommst du zurück?". Die Politik hat es verhindert. Zwei Grenzer sind in Schnellmanshausen geblieben - beides hübsche Kerle.
Das soll mein erstes Statement in diesem Forum gewesen sein. Sollte sich jemand an diese Zeit erinnern, so schreibt bitte. Meine Tochter wird es verfolgen, da ich in München arbeite und von daher nur wenig Zeit habe, um mich hier ständig auf dem Laufenden zu halten.

Ich danke allen für's Lesen und würde mich über ein "Feedback" freuen!


tomm0312 und Fall 80 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2009 16:21
von Angelo | 12.669 Beiträge | 1856 Punkte
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Das ist ja mal eine Vorstellung. Willkommen im Forum DDR Grenze. Freue mich auf ganz viele Beiträge von dir



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#3

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.03.2009 14:20
von Rainman2 | 5.850 Beiträge | 802 Punkte
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Hallo Stacho,

danke für Deine Geschichte. Da Du nach dem Feedback fragst: Von meiner Seite positiv. Ich erkenne vieles wieder, was auch meinen Dienst kennzeichnete. Aber ich habe ein paar Rückfragen:

- Du schreibst, Du warst bei Weinhold dabei. Zu diesem Zeitpunkt warst Du noch im Ausbildungsregiment. Also seit Ihr damals mit rausgeflogen? Kannst Du da mehr erzählen?
- Ihr wurdet von den Frauen im Ort bekocht? Waren die in der Küche angestellt oder gab es da ein anderes "Versorgungsmodell"?

Solche Typen, wie den von Dir geschilderten Oberleutnant, kenne ich zur Genüge. Es gab, nur mal nebenher, dafür auch eine Vorlage. Es war ein Taktikausbilder an der Offiziereshochschule, OSL W., der mit uns solche Spielchen veranstaltete. Allerdings unterschied er sich in einem grundlegenden Punkt von seinen oft nicht mit Intelligenz reich gesegneten Adepten. Er verlangte von sich das Gleiche, was er von anderen forderte. Das brachte ihm viel Respekt vor allem von den Offiziersschülern des 3. Lehrjahres ein. Manchmal vergaßen die frischgebackenen Offiziere dann aber, dass der Grenzdienst nicht die Offiziershochschule und Soldaten keine Offiziersschüler sind.

Bis neulich im Forum.
Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#4

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2009 16:02
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Hallo Rainman2, vielen Dank für's Interesse.

Hier mal mein kurzer Bericht bezüglich Weinhold (so wie es mir in Erinnerung geblieben ist):

Seit 22.00 Uhr war Nachtruhe, als ca. 22.20 Uhr Gefechtsalarm ausgelöst wurde. Die nun üblichen Vorgänge begannen: anziehen, Waffe holen, im Laufschritt auf den Appellplatz, antreten, kurze Schilderung der Sachlage und aufsitzen auf Lkw’s der Marke W50. Wegen der Kälte schlossen wir die Plane und konnten somit keine Ortsschilder sehen. Nach etwa vier bis fünf Stunden Fahrt kamen wir an. Ich vermute es war Hildburghausen, wo wir in einer großen Turnhalle untergebracht wurden. Nach einem Frühstück und einer Einweisungsfahrt wurden wir in die Turnhalle zurückgebracht. Nun hieß es schlafen, da wir zur Nachtschicht eingeteilt wurden. Diese begann um 18.00 Uhr und endete 6.00 Uhr. Unser Tarnname hieß „Blaubeere“. Zu dritt wurden wir vor dem Grenzsignalzaun abgesetzt. Der Abstand zum nächsten Posten betrug etwa 130 bis 200 Meter (je nach Gelände).
Wir hatten das Glück, dass die Bauern die Haufen mit den Rübenblättern liegen gelassen hatten. So konnten wir mit unseren Feldspaten eine Stellung graben – war bei dieser Kälte recht angenehm. 0.00 Uhr kam das „Versorgungsfahrzeug“ mit heißem Tee, Stullen und Südfrüchten.
In der Nacht vom 19. zum 20. Dezember 1975, so gegen 2.30 Uhr, ist es dann passiert. Wir hörten Schüsse und waren (verständlich, oder?) völlig kopflos. Etwa 4.00 Uhr kam unser W50 und lud uns dort auf. Wir fuhren direkt wieder nach Eisenach und gingen sofort ins Bett. Nach dem Mittagessen und dem Reinigen der Waffe bereiteten wir uns auf den Weihnachtsurlaub vor.

Falls es einen näher interessiert: ich empfehle zu diesem Thema Landolf Scherzers Buch „Der Grenzgänger“ sowie die MDR-Fernsehreportage „Doppelmord im Niemandsland? Der Fall Weinhold“.


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#5

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2009 16:06
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Und nun zum Thema „Versorgung“.

Ein anderes „Versorgungsmodell“ gab es nicht. Zivile Personen wurden in vielen Bereichen der NVA oder der Grenztruppen eingesetzt, beispielsweise Köche, Kfz-Schlosser, Hausmeister oder auch Schuster. Unser Vorteil bestand darin, dass wir eine Grenzkompanie waren. Das heißt konkret: es sollte allen gut gehen im Schichtdienst. (Das wird ja bei Euch allen nicht viel anders gewesen sein, oder? )

Um das zu erreichen, wurden Köchinnen eingestellt, die zumeist Frauen von einheimischen Bauern waren. Natürlich konnten auch sie nicht zaubern, denn die Rationen waren ja vorgeschrieben. Aber was sie aus den Möglichkeiten machten, das war schon sehr gut. Ich erinnere mich beispielsweise an süßen Quark mit Banane, Broiler oder auch die leckeren Schnitzel, ganz zu schweigen von den wirklich immer wieder leckeren Postenbroten.
Für Frühstück und Abendbrot waren gelernte Köche in Uniform zuständig.


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#6

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2009 23:15
von Rainman2 | 5.850 Beiträge | 802 Punkte
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Hallo Stacho,

danke für Deine Antworten. Zum Thema Versorgung kann ich Dir zustimmen, es dürfte überall ähnlich gewesen sein, obwohl in unserer Einheit nur eine Frau aus dem Dorf kam. Die anderen waren Frauen von Berufssoldaten (u.a. die Frau vom Kompaniechef). Die beste Entscheidung für die Qualität des Essens bei uns hat unser alter Küchenleiter getroffen, der nach seiner Entlassung als Koch (Zivilbeschäftigter) bei uns anfing.

Zum Thema Weinhold: Wir haben an der Offiziershochschule solche konkreten Lagen in der Grenzsicherung kaum konkret behandelt. Man wollte uns wohl mit solchen Dingen nicht erschrecken. Es wurde nur einmal aus einer Richtung darüber gesprochen. Weinhold hat die beiden mit hoher Wahrscheinlichkeit im Schlaf oder zumindest bei "extrem herabgesetzter Aufmerksamkeit" erwischt. Dies wurde zurückgeführt auf die hohe Belastung der Kräfte in der Grenzsicherung, die zum Teil bereits über mehrere Tage im Hälftedienst eingesetzt waren (12 Stunden Dienst, 12 Stunden "Ruhe" - mit Ablösungszeit, Waffenwarten, Essen, Grenzdienstvorbereitung, Befehlsempfang, politische Information etc. - und etwas Schlaf). Nun erfahre ich aus Deinem Beitrag, dass recht umfangreiche Verstärkungskräfte im Einsatz gewesen sein müssen, wobei auch die von Dir genannte Abriegelungsdichte enorm gewesen sein muss. Wie viele Tage wart Ihr im Einsatz? Das konnte ich aus Deinem Artikel nicht erkennen. Was mit Euch los war, als die Schüsse losgingen, möchte ich nicht wissen. Ich habe Leute erlebt, die schon beim lauten Knacken von Zweigen nahezu verrückt wurden.

ciao Rainman


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#7

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.03.2009 07:50
von manudave (gelöscht)
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Bananen, Schnitzel etc. - gibt ja wohl nicht. Ich glaub, ich wäre dann auch Grenzer geworden. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich jemals in meinen zehn Jahren DDR überhaupt ein Schnitzel gegessen habe...


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#8

Zu manudave

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.03.2009 08:54
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Eine kurze Antwort an „manudave“:

Man konnte sich nichts aussuchen. Es gab in der DDR ein Wehrkreiskommando. Dort wurden die jungen Männer gemustert und die Wehrtauglichen in die entsprechenden Truppen eingestuft. So musste ich zu den Grenztruppen, mein Bruder zu den Nachrichtendiensten, mein Schwager zu den Pionieren und ein weiterer Schwager als Wachsoldat zur Stasi-Wacheinheit nach Dresden.

Du schreibst „10 Jahre DDR“. Von wann bis wann warst Du denn in der DDR? Und als was? Oder bist Du erst 1979 geboren?


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#9

Ähnlicher Fall

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.03.2009 09:02
von Stacho (gelöscht)
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Einen ähnlichen Fall wie damals mit Weinhold gab es 1977 noch einmal. Ich hatte Nachtschicht, als wir über das „GMN“ eine Nachricht bekamen: „Abgängig ein Soldat Schwarz aus Bautzen. Bewaffnet mit 60 Schuss Munition“ – mehr nicht.

Zwei Jahre später (es mag Zufall gewesen sein oder auch nicht) – ich war in einem Bautzener Baubetrieb beschäftigt – sanierten wir NVA-Wohnungen in Bautzen. So ergab es sich, dass wir hin und wieder auch in der Wohnung des damaligen Chefs der Stasi des Kreises Bautzen zu tun hatten. Ich kam mit ihm gut zurecht und so fragte ich ihn eines Tages nach eben diesem Soldat Schwarz. Als Antwort bekam ich, dass dieser bereits im Raum Leipzig festgenommen worden sei.

Zu Deiner Frage Rainman2: wenn ich mich richtig erinnere, so waren wir damals vom 19. bis 22. Dezember im Einsatz. Danach ging es in den Weihnachtsurlaub. Herrlich!


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#10

RE: Ähnlicher Fall

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.03.2009 10:30
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@Stacho

Richtig, 1979 geboren - älter sehe ich wohl auf dem Bild nicht aus.


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#11

RE: Ähnlicher Fall

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.03.2009 11:19
von Rainman2 | 5.850 Beiträge | 802 Punkte
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Hallo Stacho,

danke für Deine Antwort. Das deckt sich mit meinen Informationen. Die Kräfte in der Kompanie dürften ca. 4 Tage im Hälftedienst gewesen sein. Danach galt: Nicht länger als 2 Tage.

@manudave: 10 Jahre lang kein Schnitzel? Dann müsst Ihr Vegetarier gewesen sein. Die Versorgung, gerade in den Fleischerläden, war nicht rosig, man nahm, was da war. Die "Vetternwirtschaft" (Vitamin B) trug nicht gerade zur Verbesserung der Situation bei. Aber so desolat ist sie mir nicht erinnerlich.

ciao Rainman


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#12

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2009 19:55
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Hallo Stacho,

ich war von 01/76 bis HG 02/77 ( 27.Oktober ) auch im GR1 Mühlhausen in Schnellmannshausen

Ich im Stab 2.GB Schnellmanshausen, Du nebenan in der 5. ?

Ich wurde nach 8 Wochen Stabsdienstausbildung in der Mühlhäuser "Rosenhof Kaserne" nach Schnelli versetzt und kann mich noch genau erinnern:
Dieser Oberleutnant K hat mich als erster beim Absitzen vom W50 empfangen. er kannte sogar den Namen meines damals 16 Wochen alten Sohnes.
Ich wurde als Fahrer der P3 der Kommandeurs des 2,GB Major H.Scrzy. eingesetzt und hatte u.a. sehr oft solche Genossen des MAD wie Oberleutnant K an Bord.

Einige dieser "Buckels" kennst Du sicher auch noch, wie den dicken polit Major M. oder Pfeifenraucher Stabschef Major R. oder Schirrmeister des Stabes "Schrotti" und Hauptmann Schnei...., der öfters Betreuer für seine sehr lebhafte Frau suchte, wenn er Dienst im Meldepunkt hatte.

-Hauptfeldwebel Z. hatte einen weißen polnischen Hütehund und war ein feiner Kerl.

Ich hänge mal ein Foto an, mal sehen, ob Du den erkennst

Ich würde mich freuen, wenn Du mal antworten könntest.

Grüße

P.L.

Angefügte Bilder:
Scannen0002.jpg

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#13

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2009 20:43
von Oss`n | 2.917 Beiträge | 829 Punkte
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Hallo P.L.
Du warst P3 Fahrer ?
In einem anderem Forum Sanitäter !
Was solls, Lorielle ist ja auch wieder ein Mann.
Bis später Michael, sagt der Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
Lache und die Welt lacht mit dir - weine und du weinst allein !!
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#14

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.06.2009 15:16
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Neeeeeeeee neeeeeeeeeeee doch Oss`n

Der auf dem Foto bin ich nicht, hab ich auch nieeeeeeeeeeee behauptet, stimmts ?

Les noch einmal und Du wirst mir Recht geben.

Ich war und bleibe P3 Stabsfahrer im GR1 Mühlhausen-2.GB Schnellmanshausen.

Grüße
P.L.


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#15

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.06.2009 15:41
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Grenzer
...der öfters Betreuer für seine sehr lebhafte Frau suchte, wenn er Dienst im Meldepunkt hatte.
P.L.


Hallo Grenzer,

hierzu kannst du doch sicher etwas zum Besten geben...

Danke, Augenzeuge


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#16

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.06.2009 19:57
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Stimmt !

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
Lache und die Welt lacht mit dir - weine und du weinst allein !!
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#17

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.06.2009 17:25
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Ich werde es aus Gründen der Pietät nicht tun, da der Ex Genosse Hauptmann nicht mehr lebt.
Ich bin sicher, Ihr akzeptiert das.

Grüße


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#18

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.06.2009 19:46
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ok, leider akzeptiert.


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#19

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.06.2009 19:51
von manudave (gelöscht)
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@Rainman

Ich habe ja deinen Beitrag vor einiger Zeit völlig übersehen...

In Antwort auf:
10 Jahre lang kein Schnitzel? Dann müsst Ihr Vegetarier gewesen sein.


Das war kein Scherz. Bei uns gab es Sonntags oft Sauerbraten oder Gulasch, aber an ein Schnitzel kann ich mich wirklich nicht erinnern. Ich habe scheinbar in einer Stadt gewohnt, in der die Versorgungslage in den 80ern besonders dünne war. Wenn ich manchmal so Berichte über Sachen lese, die es irgendwo sogar öfter gab, dann könnte ich meinen woanders gelebt zu haben. Das wiederum kann man dann auch andersherum sehen.


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#20

RE: Stacho Schnellmanshausen

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 05.10.2009 20:44
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Hallo Grenzer,

habe deinen Bericht gelesen und einige Fragen an dich:

Bist du Borni aus Leipzig?
Kennst du Blacky, Malacki oder Mary aus Dresden?
Oder kennst du vielleicht Goppy?

Über eine Antwort würde ich mich freuen!

Gruß Stacho


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