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#1

Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 09.02.2009 08:43
von Angelo | 12.516 Beiträge | 573 Punkte
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Zwei Jahre lang war daran gebaut worden, jetzt dauerte es nur wenige Sekunden, den Funkturm Frohnau zu Fall zu bringen. Unter den gebannten Blicken Tausender Schaulustiger sackte gestern um knapp 10 Minuten nach 13 Uhr Berlins zweithöchstes Bauwerk in sich zusammen. Zurück blieben eine Staubwolke und 920 Tonnen Stahlschrott.

"Fast besser als erwartet" sei die Sprengung des überflüssig gewordenen Richtfunkmastes verlaufen, sagte Ingenieur Rainer Melzer von der Thüringer Spreng GmbH erleichtert. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als könnten technische Komplikationen die schon zweimal geplante und wieder verschobenen Sprengung noch stören. Kurz vor dem angesetzten Detonationszeitpunkt um 13 Uhr gab der Zündcomputer eine Fehlermeldung. Die fünf Sprengspezialisten in ihrer Einsatzzentrale etwa 600 Meter vom Turm entfernt zögerten die Zündung hinaus. "Sicherheit geht vor", so der Geschäftsführer der Sprengfirma, Martin Hopfe.

http://www.welt.de/welt_print/article317...hen-faellt.html



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#2

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 09.02.2009 09:21
von Rainman2 | 5.808 Beiträge | 276 Punkte
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Danke für den Link, Angelo!

Saubere Sprengung, wenn ich das mal so sagen darf (eigene Sprengberechtigung 1982). Es wundert mich allerdings schon ein bisschen, dass es dazu keinen Volksentscheid gab. Neuerdings gibt es doch zu fast allem in Berlin einen Volksentscheid. Aber einfach nur etwas Wehmut ohne Bürgerinitiative drumrum - det iss ja mal wat neuet aus de Hauptstadt, wa!

rucksackberlinerische Grüße
Rainman

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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 09.02.2009 09:22 | nach oben springen

#3

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 09.02.2009 18:07
von Angelo | 12.516 Beiträge | 573 Punkte
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Ich kann nicht verstehen warum die alles platt machen. Auch das war ein Wahrzeichen des Kalten Krieges



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#4

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 10.02.2009 00:08
von nightforce (gelöscht)
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Hallo Angelo,
der Turm war in die Jahre gekommen und hatte durch Korrosion und Materialermüdung schon erhebliche statische Probleme.
Es war eben ein Stahlturm, der über die Jahre vom Wetter ganz schön durchgeknetet wurde, in der Stahlkonstruktion und den Abspannseilen wurden schon erhebliche Ermüdungserscheinungen nachgewiesen, weshalb er, gerade nach solch Wettererscheinungen wie Kyril, als in soeiner Wetterlage einsturzgefährdetes Bauwerk eingestuft wurde. Es hätte also entweder eine Sanierung mit erheblichen Mitteln durchgeführt werden müssen, oder aber vernünftiger Weise ein Abriss, zumal die eigendliche Funktion des Turms mit dem Fall der Mauer nun auch nichtmehr nötig war.
So ist es nun schlussendlich auch zum Abriss gekommen, ich finde das auch vernünftig und nachvollziehbar.

Gruß nightforce


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#5

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 10.02.2009 09:32
von Rainman2 | 5.808 Beiträge | 276 Punkte
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Hallo Angelo!

Tja, so isses nun mal. Bei "uns drüben" wird der Palast der Republik plattgemacht, bei "Euch drüben" der Funkmast. Ist fast so eine Art paritätisches Kriegsende, oder?

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#6

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 10.02.2009 18:04
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Bumm - da fiel der Funkturm um.

Ganz ehrlich, wenn in China ein Sack Reis umfällt ist's genauso dramatisch.


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#7

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 10.02.2009 19:16
von Zermatt | 5.296 Beiträge | 19 Punkte
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Ich sags Euch,was als letztes übrig bleibt sind die
Betonlochplatten des unverwüstlichen Kolonnenweg...



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#8

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 12.02.2009 22:40
von nightforce (gelöscht)
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Hallo Zermatt,
selbst der ach so robuste Kolonnenweg ist nicht unantastbar.
Ich hab selbst schon Betonplatten davon anderweitig verlegt.
Große Teile davon bleiben aber liegen, zum Nutzen der Landwirte z.B.

Gruß night


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#9

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 13.02.2009 14:02
von Wolfgang B. (gelöscht)
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@nightforce, Du vergreifst Dich an "Staatseigentum"? Na, wenn das Erich H. oder Erich M. wüsste?!


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#10

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 13.02.2009 16:38
von nightforce (gelöscht)
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Hallo Wolfgang,
du irrst, das war nie Staatseigentum.
Das war Volkseigentum, und für das Volk wurden einige dieser Platten eben neu verlegt.

Gruß nightforce


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#11

RE: Ein Wahrzeichen fällt:358 Meter hoher Funkmast in Frohnau gesprengt

in Presse Artikel Grenze 14.02.2009 14:21
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von nightforce
... du irrst, das war nie Staatseigentum.
Das war Volkseigentum ...


Aua, stimmt natürlich ! ... hätte das Volk aber auch schon früher drauf kommen können, ihr Eigentum abzutragen, was meins Du?

Schlagzeile im September 1961 in der BLÖD Zeitung:

MAUER ÜBER NACHT VERSCHWUNDEN
Die im letzten Monat als sogenannter imperialistischer Schutzwall errichtete Berliner Mauer, wurde von den Eignern, dem Volk der DDR abgetragen und dem sozialitischen Bauprogramm zugeführt. So entstand über Nacht eine komplett neue Architektur in Berlin-Ost, der sogenannte "Plattenbau".


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