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#1

Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.06.2010 19:54
von Pitti53 | 9.101 Beiträge | 994 Punkte
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Wie habt ihr euren Spieß erlebt?Er war ja für vieles zuständig
-Verpflegung
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-das beliebte stuben-und Revierreinigen
-Postausgabe

usw


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#2

Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.06.2010 20:47
von küchenbulle | 208 Beiträge | 30 Punkte
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Pitti53
also ich war 1979 gr.42 aussenkompanie 4+5 in heinersdorf-berlin.der spiess der 4.gk war ein mann mit preussischen tugenden immer pünktlich,akkurat aber maßstäbe die er bei sich anlegte als stabsoberfähnrich verlangte von den untergebenen genauso.in sozialen belangen ein schwein erster güte.wenn die 4.vom grenzdienst reinkam machten kleine ba-apelle besondere freude,auch verschwand dann im winter wenn mal einer schnell auf den pott mußte, ein schneehemd oder andere ausrüstung.man munkelte er hat bei seinem spiess zuhause nichts zu melden.

der spiess der5.war das gegenteil hatte aber grosse alkoholprobleme.wenn der kc. nachmittags abends nicht da war,hat er sich im krankenzimmer eingeschlossen und einen gebrannt.der alk wurde im dorfkonsum schnell mit fahrrad und postentasche transportiert.aber alkoholismus ist eine krankheit,mit der er lebte und doch immer menschlich gegenüber anderen war.

vg der küchenbulle



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#3

RE: Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.06.2010 20:47
von Rostocker | 8.057 Beiträge | 1205 Punkte
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Also ich kann mich nicht beklagen über meinen Spieß den ich im Gwd hatte,am Kanten.Nur einmal hat er mir einen ausgewischt,als mir mein mein Kumpel ein Päckchen schickte.Was war da drin, Pulle Schnaps.Ich musste runter in sein Dienstzimmer,dann kam die Frage.Na Jürgen,nimmste das Päckchen im nächsten Ausgang mit raus oder wenn es in Urlaub geht.Ich sagte,Spieß nehme ich mit wenn es im Urlaub geht.Haben wir wenigstens unterwegs was zu saufen.Ja wir wussten beide was drin war,ja mein Kumpel hat es nicht richtig eingepackt.



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#4

RE: Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.06.2010 21:13
von torpedoschlosser | 341 Beiträge | 30 Punkte
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hallo Freunde,
im GAR-40/5.Kp im Jahre 67/68 gab's auch ein Stabsfeld als Spieß. Menschlich kaum zu gebrauchen, ansonsten wie aus der DV entsprungen. Bei dessen Auftreten glaubte man manchmal, der Ungeist vergangener Zeiten spukt noch in der ehem. Kaserne. Aber es gab auch gute Beispiele. Ein gewisser Stabsfeldwebel Moll (Kerl wie ein Baum) war überall zu hören. Beispielgebend in seinem Auftreten. Er verlangte vom Soldaten was er selber vormachen konnte. Er verwendete sich für "seine" Leute und hatte sie folglich auch geschlossen hinter sich.
Leider lebt er nicht mehr.

mfg
Torpedoschlosser


zuletzt bearbeitet 01.06.2010 23:31 | nach oben springen

#5

RE: Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.06.2010 01:28
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Unser Hauptfeld in Schierke, Oberfähnrich Bl... war in Ordnung. Der Laden hat gebrummt und das Klima in der Kompanie war entspannt. Wir haben uns nur manchmal amüsiert, wenn er uns erzählt hat, was wir im Grenzdienst alles so falsch gemacht haben. Denn, ich glaube, draußen im Busch war zu meiner Zeit nie.
Aber vielleicht hatte das Gründe, sein Hydrant stand ja damals noch...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 02.06.2010 01:29 | nach oben springen

#6

RE: Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.06.2010 09:52
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Hallo zusammen,

da kann ich S51 nur zustimmen.Der Hauptfeld in Schierke war in Ordnung mit dem kam fast jeder aus.Ich habe mal erlebt das er im Busch war,aber mit einem für ihn schlechtem Ende.Der Hauptfeld sollte eine KS machen und wollte ein Postenpaar kontrollieren,die hatten ihn aber bemerkt und haben nach der Parole gefragt und er hat nicht gleich geantwortet.Da hat einer von den beiden Grenzern einen Stein gewurfen und den Hauptfeld am Kopf getroffen,er hatte ne Platzwunde,vielleicht ist er deshalb dann nicht mehr so oft raus.

04/86-04/87 in Schierke



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#7

RE: Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.06.2010 09:55
von küche69 | 437 Beiträge | 34 Punkte
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Hallo!

Als ich in Morsleben war 06/88 bis 10/89, war da ein Hauptfeldwebel, dieser war in Ordnung kümmerte sich um alles und Ende 1988 hatte er seine 25 jahre voll und schied aus dem Grenzdienst aus, zum Schluß hatte es sich ein Markenzeichen angeeignet und meldete sich am Telefon für Anrufer nur noch mit "Hollywood". Es verstand Spaß und war umgänglich. Nach ihm kam ein ganz junger Bursche, ein Feldwebel, dieser war auch in Ordnung, ich kann diese behaupten, da ich mit beiden jeden Tag zu tun hatte, da ich Schreiber am Anfang ausübte und dann in der Küche tätig war.

Kontrolliert habe beide natürlich auch die gesamte Kompanie, zwecks Reviereinigen ect.

Kann mich noch an eine Sache besonders gut erinnern, Anfang 1989 wurden aus den Stuben die Tauchsieder samt Zubehör eingezogen, da aber die Soldaten und Gefreiten sich immer wieder mal eine Tasse Kaffee oder Tee aufbrühen wollten, musste im Eingansbereiches des Speiseraumes ein großer "Imex" aufgestellt werden, damit sich die Soldaten und Gefreiten sich das Wasser holen konnten, aber wie das so ist ständig lief der Kessel leer, der Fußboden stand unter Wasser, ob nun mit Absicht oder nicht der Hahn offen gelassen wurde sei dahin gestellt. Jedenfalls habe ich mich dann beim Spieß beschwerd, da aller Furzlang einer kam und heisses Wasser wollte für seine Tasse Heisgetränk (der Imex stand jetzt wieder in der Küche, nur für mich erreichbar), jedenfalls war ich nur am Laufen und konnte meiner eigentlichen Tätigkeit nicht mehr richtig nachgehen. Naja zum Schluß gab es unter dem Spieß und dem KC ein Streitgespräch und die eingesammelten Tauchsieder kamen wieder auf die Stuben!



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#8

RE: Mutter der Kompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.06.2010 11:49
von SFGA | 1.519 Beiträge | 1 Punkte
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Mein erster Spieß bei den Jägern war ein harter Hund. Da durfte man nicht durch die Front laufen, Grüßen vergessen sowie ZDV 37/10 (Anzugordnung der Bw) musste Haargenau eingehalten werden.
Man hat immer versucht Ihm aus dem Weg zugehen.
Das war einer der kümmerte sich um seine Soldaten.
Wenn z.B. Sonntags bzw. Montag früh um 1 der Bus nicht kam vom Bahnhof zur Kaserne
sprengte er am Tel. den Reiseunternehmer weg. Das hörte ich mal durch Zufall
als ich UvD war.

Dann bei den Heeresfliegern

Das war ein Bayer wir verstanden kaum was immer pack marsch, mach marsch also richtig Urbayrisch.
Sehr viele feixten über ihn hinterm rücken.
Er sah das alles lockerer und ließ es auch locker angehen. Wenn man da durch die Front lief
war das Hupe.

Stuben und Revierreinigen machte er mal gelegendlich. Den Rest machte der Stab.


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.


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