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#921

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 18:28
von Krepp | 626 Beiträge | 1092 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #917

Preiswerte Kohlen über Kohlenkarte?
Ich glaub die Karte berechtigte nur zum Bestellen, billiger waren sie deshalb auch nicht.
Weiß noch einer was der Zentner kostete?
Keine Ahnung mehr.

Doch!
billiger waren die zwar nicht, aber die ohne Kohlenkarte waren teurer!
jetzt muß man/frau nachdenken


http://s7.directupload.net/images/140607/hyg5u97a.gif
Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
andyman und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#922

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 18:55
von Rainer-Maria Rohloff | 4.230 Beiträge | 12851 Punkte
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Der Zentner Sommerpreis kostete um die 2,60 Mark der DDR. Und logisch, bestellt, gekauft und geliefert im Sommer war eben billiger. Mal hin zu Hapedi und Ährenkranz in #909/913. Ich habe es über die Jahre erlebt(Wohnung Altbau Hochparterre in der DDR so 14 Jahre) das Kohlenmann entweder mit Sack bis in den Keller lief und die Kohlen da ausschüttete oder eben die Rutsche am Kellerfenster ansetzte.

Beim Sack durch das Hausflur war wohl Kilomäßig Beschiss dabei(siehe mein Vortext), dann durchs Kellerfenster mehr loser Dreck wie bereits beschrieben.

Rainer-Maria



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#923

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 19:00
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.998 Beiträge | 3456 Punkte
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die waren billiger, man konnte sich dann noch so welche kaufen(die Teureren), ich glaub die hießen bei uns "HO Brikett"

gruß h.



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#924

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 19:15
von Ährenkranz (gelöscht)
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #923
die waren billiger, man konnte sich dann noch so welche kaufen(die Teureren), ich glaub die hießen bei uns "HO Brikett"

gruß h.


Hier eine Abbildung einer Kohlenkarte:
Reiners Zeitzeugen (3)


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#925

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 19:18
von Lutze | 9.510 Beiträge | 7616 Punkte
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Wir hatten früher einen schönen Kachelofen im Wohnzimmer,
morgens angeheizt,am Nachmittig noch paar Kohlen nachgelegt,
das war eine angenehme Wärme
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#926

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 19:50
von der sturmbahn könig | 1.120 Beiträge | 6176 Punkte
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trotz unserer elektro heizung...haben wir noch 2 kachelöfen stehen meine frau nutzt den in der wohnstube nur---- weil viel bessere wärme ,der ist morgens noch warm und man kann schön mit dem rücken dran sitzen und stricken.....die kohlen sind zwar teuer 10-12 euro pro zentner,aber bei 50zentner kaum eine handvoll grus.....dagegen zu ddr zeiten fast eine mülltonne voll, das mußte man dann fotografieren und man bekam 2-3 zentner nachgeliefert



Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#927

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 19:52
von Rainer-Maria Rohloff | 4.230 Beiträge | 12851 Punkte
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Der Kachelofen Lutze erforderte "den Alltagsofen-Spezialisten", Du musstest somit genau den Zeitpunkt abwarten, wenn Kohle in den Zustand der Glut überging. Dann bumms, zugeschraubt, dann fing er an richtig schön zu wärmen. Hattest du auch nur diesen wichtigen Zeitpunkt um Minuten verpasst konnte es auch unangenehm werden. Oder er wärmte eben über Stunden nicht so optimal.

Oder Ofen hob ab....meiner Mutter mal passiert da zweckentfremdet mit Tannenzweigen geheizt, dann Türe zu und dann machte es bumms, der Ruß rieselte herab weil des Ofen Obergeschoss sich öffnete.

Rainer-Maria



Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#928

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 20:16
von Hanum83 | 8.678 Beiträge | 15542 Punkte
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #927
Der Kachelofen Lutze erforderte "den Alltagsofen-Spezialisten", Du musstest somit genau den Zeitpunkt abwarten, wenn Kohle in den Zustand der Glut überging. Dann bumms, zugeschraubt, dann fing er an richtig schön zu wärmen. Hattest du auch nur diesen wichtigen Zeitpunkt um Minuten verpasst konnte es auch unangenehm werden. Oder er wärmte eben über Stunden nicht so optimal.

Oder Ofen hob ab....meiner Mutter mal passiert da zweckentfremdet mit Tannenzweigen geheizt, dann Türe zu und dann machte es bumms, der Ruß rieselte herab weil des Ofen Obergeschoss sich öffnete.

Rainer-Maria

Der Ruß konnte auch anders rieseln, unser Essenkehrer ließ immer den Besen mit der Kugel von oben ungebremst in den Schornstein rauschen, irgendwie baute sich da wohl in der Esse Druck auf und wir wohnten Parterre, unser Kachelofen war der dichteste auch nicht mehr, prima


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


Rainer-Maria Rohloff und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2016 20:20 | nach oben springen

#929

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 09.11.2016 20:25
von der alte Grenzgänger | 1.773 Beiträge | 4258 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #928
...
Der Ruß konnte auch anders rießeln, unser Essenkehrer ließ immer den Besen mit der Kugel von oben ungebremst in den Schornstein rauschen, irgendwie baute sich da wohl in der Esse Druck auf und wir wohnten Parterre, unser Kachelofen war der dichteste auch nicht mehr, prima


Das kenne ich exaktement 1 :1 ... ich weiss nicht mehr, ob Ferien waren oder es nach der Schule war- jedenfalls hatte ich den Auftrag, die undichten Rohrverbindungen in der Küche (vom Kohleherd!) in der üblichen Weise mit Lappen abzudichten..
irgendwas ist dazwischen gekommen- jedenfalls fand in unserer Küche so eine Art Kohlenstaubexplosion statt !

... alles, aber auch alles "toppschwarz" und schmierig ..

Meine Eltern haben vor lauter Begeisterung die Renovierung der Küche spontan vorgezogen.. an die unmittelbaren Folgen für mich nicht erinnern (sonst würde mir wohl auch heute noch der Arsch weh tun..)

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#930

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 00:04
von Ährenkranz (gelöscht)
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #928

Der Ruß konnte auch anders rieseln, unser Essenkehrer ließ immer den Besen mit der Kugel von oben ungebremst in den Schornstein rauschen, irgendwie baute sich da wohl in der Esse Druck auf und wir wohnten Parterre, unser Kachelofen war der dichteste auch nicht mehr, prima


War bei uns genau so - jedes Zimmer mußte danach sauber gemacht werden, und das elendige, fettige Rußzeugs war ein Plage...
So schnell wie der Schornsteigfeger auf dem Dach war, so schnell war er auch immer unten.
Wenn ich jetzt im Ort diesen beobachte, wird das schon ordentlicher gemacht, gibt ja noch welche, die keine Heizung haben.


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#931

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 00:05
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #917
Am einfachsten war den Kohlenhaufen draußen anzubrennen und dann die Asche in den Keller zu schaffen.
Nee, ist Qatsch, hab meine 150 Zentner auch in zwei Eimer gegabelt und dann rein ins Kellerfenster, will gar nicht dran denken.
Preiswerte Kohlen über Kohlenkarte?
Ich glaub die Karte berechtigte nur zum Bestellen, billiger waren sie deshalb auch nicht.
Weiß noch einer was der Zentner kostete?
Keine Ahnung mehr.


Es gab 3 Preise für Hausbrand-Kohle. Einen Kontigent auf Karte entsprechend der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen (ggf. unterschiedlich zwischen Einzelöfen und Etagenheizung). Darüber hinaus konnte man zusätzlich Kohle im Freiverkauf zum niedrigeren Sommer- oder höheren Winterpreis zukaufen. Neben Brikett konnte man auch Bruchkohle, Bäckerbrikett, Steinkohle oder Koks kaufen, wenn die Öfen dafür geeignet waren (z.B. Dauerbrandofen und Etagenheizung).


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#932

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 08:21
von Heckenhaus | 8.958 Beiträge | 19704 Punkte
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #927


Oder Ofen hob ab....meiner Mutter mal passiert da zweckentfremdet mit Tannenzweigen geheizt, dann Türe zu und dann machte es bumms, der Ruß rieselte herab weil des Ofen Obergeschoss sich öffnete.

Rainer-Maria

Das hatte mir mein Vater schon beigebracht, den alten Weihnachtsbaum nur in kleinen Mengen verheizen...


.
.

.
Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#933

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 13:37
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Das sind die ätherischen Öle in den Nadeln,die wie Schmidts Katze im Feuer abgehen.Im Januar werden bei uns im Dorf die alten Weihnachtsbäume traditionell mit Glühwein/Punschumtrunk verbrannt,da kann man dieses Schauspiel gut beobachten.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
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#934

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 14:03
von Thüringer1970 | 268 Beiträge | 171 Punkte
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Zitat von Hapedi im Beitrag #909
@Rainer-Maria Rohloff Rainer , du schreibst immer von einem Kohlenmann der Säcke in den Keller schleppte . Habe so etwas nie kennen gelernt .



Bei uns war es auch so, daß die mit Säcken die Kohlen in den Keller geschafft haben. Mein Vater hat mir immer eingebleut, immer schön die Säcke mitzählen, sonst gesch.... die uns.
Und danach durfte man das ganze Treppenhaus (8 Wohneinheiten) putzen und die ganzen Kellergänge. Was hab ich da immer "gebrochen" vor lauter Freude. Und weh es war nicht ordentlich geputzt, da kamen dann die Nachbarn.



zuletzt bearbeitet 10.11.2016 14:20 | nach oben springen

#935

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 14:10
von Harsberg | 4.135 Beiträge | 4655 Punkte
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Bei uns in Thüringen hat man uns die Kohlen lose vor das Kellerfenster gekippt, Überprüfung der Menge unmöglich


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#936

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 14:19
von damals wars (gelöscht)
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #931
Zitat von Hanum83 im Beitrag #917
Am einfachsten war den Kohlenhaufen draußen anzubrennen und dann die Asche in den Keller zu schaffen.
Nee, ist Qatsch, hab meine 150 Zentner auch in zwei Eimer gegabelt und dann rein ins Kellerfenster, will gar nicht dran denken.
Preiswerte Kohlen über Kohlenkarte?
Ich glaub die Karte berechtigte nur zum Bestellen, billiger waren sie deshalb auch nicht.
Weiß noch einer was der Zentner kostete?
Keine Ahnung mehr.


Es gab 3 Preise für Hausbrand-Kohle. Einen Kontigent auf Karte entsprechend der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen (ggf. unterschiedlich zwischen Einzelöfen und Etagenheizung). Darüber hinaus konnte man zusätzlich Kohle im Freiverkauf zum niedrigeren Sommer- oder höheren Winterpreis zukaufen. Neben Brikett konnte man auch Bruchkohle, Bäckerbrikett, Steinkohle oder Koks kaufen, wenn die Öfen dafür geeignet waren (z.B. Dauerbrandofen und Etagenheizung).


Nochmal für @hanum83 der Link: https://files.homepagemodules.de/b150225/...75p306881n2.jpg von Reiners Zeitzeugen


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#937

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 18:38
von Hanum83 | 8.678 Beiträge | 15542 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #936
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #931
Zitat von Hanum83 im Beitrag #917
Am einfachsten war den Kohlenhaufen draußen anzubrennen und dann die Asche in den Keller zu schaffen.
Nee, ist Qatsch, hab meine 150 Zentner auch in zwei Eimer gegabelt und dann rein ins Kellerfenster, will gar nicht dran denken.
Preiswerte Kohlen über Kohlenkarte?
Ich glaub die Karte berechtigte nur zum Bestellen, billiger waren sie deshalb auch nicht.
Weiß noch einer was der Zentner kostete?
Keine Ahnung mehr.


Es gab 3 Preise für Hausbrand-Kohle. Einen Kontigent auf Karte entsprechend der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen (ggf. unterschiedlich zwischen Einzelöfen und Etagenheizung). Darüber hinaus konnte man zusätzlich Kohle im Freiverkauf zum niedrigeren Sommer- oder höheren Winterpreis zukaufen. Neben Brikett konnte man auch Bruchkohle, Bäckerbrikett, Steinkohle oder Koks kaufen, wenn die Öfen dafür geeignet waren (z.B. Dauerbrandofen und Etagenheizung).


Nochmal für @hanum83 der Link: https://files.homepagemodules.de/b150225/...75p306881n2.jpg von Reiners Zeitzeugen


Diese Karte kenn ich nun auch, hab ja früher Kohlen bestellt.
Hatten einen privaten Kohlenhändler, da bist du mit der Karte hin und hast bestellt, mir ging es um den Preis weil es hieß auf der Karte gab es billigere Kohlen, mir war eher die kosteten immer gleich, gab nur Sommer- u. Winterpreis.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 10.11.2016 18:41 | nach oben springen

#938

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 18:56
von Mike59 | 9.562 Beiträge | 6393 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #937
Zitat von damals wars im Beitrag #936
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #931
Zitat von Hanum83 im Beitrag #917
Am einfachsten war den Kohlenhaufen draußen anzubrennen und dann die Asche in den Keller zu schaffen.
Nee, ist Qatsch, hab meine 150 Zentner auch in zwei Eimer gegabelt und dann rein ins Kellerfenster, will gar nicht dran denken.
Preiswerte Kohlen über Kohlenkarte?
Ich glaub die Karte berechtigte nur zum Bestellen, billiger waren sie deshalb auch nicht.
Weiß noch einer was der Zentner kostete?
Keine Ahnung mehr.


Es gab 3 Preise für Hausbrand-Kohle. Einen Kontigent auf Karte entsprechend der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen (ggf. unterschiedlich zwischen Einzelöfen und Etagenheizung). Darüber hinaus konnte man zusätzlich Kohle im Freiverkauf zum niedrigeren Sommer- oder höheren Winterpreis zukaufen. Neben Brikett konnte man auch Bruchkohle, Bäckerbrikett, Steinkohle oder Koks kaufen, wenn die Öfen dafür geeignet waren (z.B. Dauerbrandofen und Etagenheizung).


Nochmal für @hanum83 der Link: https://files.homepagemodules.de/b150225/...75p306881n2.jpg von Reiners Zeitzeugen


Diese Karte kenn ich nun auch, hab ja früher Kohlen bestellt.
Hatten einen privaten Kohlenhändler, da bist du mit der Karte hin und hast bestellt, mir ging es um den Preis weil es hieß auf der Karte gab es billigere Kohlen, mir war eher die kosteten immer gleich, gab nur Sommer- u. Winterpreis.


Also wenn ich das so richtig in Erinnerung habe gab es wohl für jeden Haushalt 20 Zentner im Preis zu 1,42 Mark je Zentner(50Kg). Wer mehr benötigte mußte s.g. HO Kohle nachkaufen, mit einem Preis von 3,42 Mark je Zentner. Alles Lose versteht sich und vor dem (wenn du Glück hattest) Kellerfenster abgekippt. Gesackt kostete das 30 Pfennig mehr und wurde dir in den Keller geschleppt. Scheiß Job aus meiner Sicht.



Hanum83 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.11.2016 18:56 | nach oben springen

#939

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 10.11.2016 19:14
von andyman | 2.898 Beiträge | 5203 Punkte
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Der Haushalt war auch nach Personenzahl gestaffelt wimre.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
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#940

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2016 14:51
von LO-Wahnsinn | 3.990 Beiträge | 4261 Punkte
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #912
Heute habe ich keinen Bock mehr, vielleicht morgen oder die nächsten Tage, sofern ich daran denke, schreibe ich mal meine Kohlegeschichten auf.

Nur soviel erstmal, einer aus der Verwandtschaft hatte einen Kohlehandel, privat.
Es gab bei ihm Kohle geschüttet, in Säcken oder mit einer Art Blechwanne auf dem Rücken (ähnlich Weinbau) reingetragen, was natürlich extra kostete, und es gab -bei den langen Briketts- die Möglichkeit, die langen Briketts im ganzen Zustand, auf einem Rückengestell gestapelt, in den Keller zu tragen und dort einzustapeln, natürlich kostete das auch extra.


Ich zitiere mich mal selber, damit alles zusammen ist.

Wir hatten auch Kohleheizung, ein grosses Kinderzimmer, ebenso das Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, waren auch ziemlich gross und vorallem hoch, könnten etwa 4 Meter gewesen sein.
Der Hammer war aber der Flur, der war ca. 15-20 Meter lang, ich weiss es nicht mehr so genau, aber 15 mindestens.
Das 3 Etagen Haus, ein Altbau, gehörte samt grossem Hof, einem Tischlermeister, der vorher in der Wohnung wohnte wo wir wohnte, hinten dran die "Fabrik", die ich allerdings nur noch als Wartburgwerkstatt kannte.

Entsprechend den grossen Zimmern, waren nicht nur schöne grosse breit getäfelte Furnierholztüren innen, sondern auch entsprechend grosse Kachelöfen die entsprechend Kohle schluckten.
Als mein Vater noch bei uns wohnte, bekamen wir wimre 120 Zentner pro Jahr, der Keller war gross genug, wir reichten mit einmal Bunkern.
Später, als mein Vater raus war, war es dann weniger, auch weil wir sparen musste, der Hauptverdiener war weg, glaub 60 Zentner dann.

Da die Hofeinfahrt breit war konnte der S4000 Rückwärts auf den Hof, natürlich begeisterte mich das als Junge wie der Lkw da rein kam, ist wohl damals was hängen geblieben.
Die Ladung wurde vor der zentralen Eingangstür zu den Kellern abgekippt und dann ging es los, mit den Eimern rein schleppen.
Als Bub natürlich mit kleinem Eimer, später die grossen Eimer und im Keller wurden die ganzen Kohlen (Rekord) an der Wand aufgestapelt, dass machte meine Schwester, die Zerbrochenen kamen in die Ecke auf einen Haufen.
Später, als wir nur noch die Eierkohlen hatten, kamen alle auf den Haufen.

Mir hat das immer riesen Spass gemacht, auch wenn es Plagerei war, denn eins wartete dann immer, der Badeofen.
Bei uns war einmal die Woche Freitags Badetag, die Kohlen kamen aber Mittwoch oder Donnerstag, so kam ein Badetag dazu, ich liebe Badewanne.
Vorallem als Bub, ewig in der Wanne, mit sämtlichen Spielzeug und Indianern gespielt.
Ich mochte den Geruch des Badeofens, dieser Kesselgeruch wenn das Wasser warm wird und das leichte blubbern wenn es fast schon kocht.
Dazu die wollige Wärme im Bad, im Bad war es sonst immer kalt und warmes Wasser hatten wir nur in der Küche.
Natürlich war ich dann immer schwarz von vorn bis hinten, oben und unten, gehörte halt dazu und war für mich als Strassen- und Naturkind auch kein Problem.

Stressig wars bei meiner Oma im Haus.
Sie hatte ein altes Altstadthaus, noch mit Lehmwänden und der Keller ging auf einer sehr schmalen, Art Wendeltreppe, weit hinunter, diente im Krieg auch als Luftschutzkeller.
Im Winter ging ich 2 mal die Woche zu meiner Oma um Kohlen aus diesem Verlies nach oben in die 2. Etage zu schleppen.
Als Lohn gabs dann immer leckeres Essen von Oma und einmal im Monat 10 Mark Taschengeld.

Trotz dem ganzen Dreck, der Ruß, die Asche und der vielen Arbeit fürs Heizen, ich mochte die Kachelöfen sehr, es war wirklich satt warm, gemütliche warme Wärme und wenn man im Winter aus der Kälte kam oder aus dem Regen und nass war, man konnte sich so herrlich den Rücken wärmen.

Mit dem Schornsteinfeger war bei uns auch so ein ewiges Problem.
Ich weiss nicht mehr in welchem Raum es war, aber glaube Bad und Küche.
Hatte man vergessen nasse Lappen auf die Ritzen zu legen, war alles schwarz.
Der Ofen in meinem Zimmer hatte auch sehr gelitten, hab da auch so manches verbrannt was nicht rein gehörte oder einfach zu viele Kohlen das die Tür vorn glühte.

Und weil es zum Ofen passt, als ich mit meinen Kumpels unsere Diskoanlage zusammen baute, mussten auch Scheinwerfer angefertigt werden.
Klar, man hätte sie auch kaufen können, 1000 OstMark das Stück von den westlichen Diskostrahlern, doch dazu reichte das Geld nicht.
So haben wir rund 40 Ofenbleche gekauft und haben diese zu Viereckigen Scheinwerfergehäusen geformt, im Umkreis gabs da erstmal keine Ofenbleche mehr.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
Lutze, vs1400, Rainer-Maria Rohloff, bürger der ddr, IM Kressin und Commander haben sich für diesen Beitrag bedankt
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