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#201

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.06.2015 23:04
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Lutze


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#202

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.06.2015 23:14
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #200
Fahnenflucht ist auf jeden Fall erst mal eine Straftat entsprechend den geltenden Gesetzen des jeweiligen Staates. Wie diese dann später, i.d.R. nach Regierungswechsel mit gleichzeitigen bedeutenden gesellschaftlichen Änderungen bewertet werden, ist eine andere Sache. Rehabilitieren würde ich nur, wenn die Motive der Fahnenflucht aus der Weigerung heraus geschah, nicht an einem Krieg teilzunehmen, der nach geltendem Völkerrecht eine klare Aggression, geführt mit ebenfalls geächteten Methoden, darstellt. In diesem Sinne ist Fahnenflucht von NVA-Soldaten auch im Nachhinein eine ebensolche Straftat, als wenn sie ein Soldat der BW, der Royal Army, der US-Armee, der russischen Armee u.v.a. begehen würde. Eine Fahnenflucht juristisch nicht mehr zu verfolgen oder den Flüchtigen zu rehabilitieren, sind zwei verschiedene, unabhängige Dinge. Egal, wie der Eine oder Ander heute zum Gesellschaftssystem DDR steht. Von der Gelegenheit her hätte ich ebenso völlig sichere Möglichkeiten gehabt für einen solchen Schritt. Hätte ich ihn getan, wäre mir die Verwerflichkeit meines Schrittes klar bewust gewesen. Für die Wehrmacht liegen die Dinge klar anders. Das war ein klarer Angriffs- Eroberungs- und Vernichtungskrieg, der sich nicht erst im Laufe der Kriegshandlungen so ergab, sondern der von Anfang an als Solcher geplant war.


finde ich nicht sehr witzig, die Fahnenflucht in gute und böse zu teilen. Auch die Soldaten der Wehrmacht hatten keine Wahl, so wie ich 1963. Ich fragte damals, wenn ich nun die Eidesformel nicht mitspreche, so bin ich doch nicht gebunden. Ne, ne, war die Antwort du musst danach noch unterschreiben und die Unterschrift ist verbindlich. Übrigens ich fand die Zonen-Grenze ebenso verbrecherisch wie der Angriff der Wehrmacht auf andere Staaten- Die Zielrichtung unterschied die beiden Armeen, die Wehrmacht war auf äußere Gegner fixiert, die DDR Grenztruppen auf die eigene Bevölkerung gerichtet.


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#203

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.06.2015 23:26
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#204

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.06.2015 23:32
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #203
Feiner Unterschied @Gert Die GT waren KEINE Armee


Natürlich war sie Teil einer Armee. Als ich dort Dienst verrichtete, gehörte die 6.GBK zur Volksarmee als Teil der Teilstreitkraft Volksmarine


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#205

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.06.2015 23:35
von SiK90 (gelöscht)
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Fahnenflucht war und ist eine Straftat. Gleich, in welcher Waffengattung.


EK82I hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#206

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.06.2015 23:58
von LO-Wahnsinn | 3.605 Beiträge | 583 Punkte
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Ich denke es gab auch viele Fahnenfluchten, die keine politischen waren, sondern mit der Unfähigkeit zutun hatten sich zu unterwerfen, die dem Drill nicht stand hielten.
Diese Aussage bezieht sich nicht nur auf die NVA, sondern auf alle Armeen in der ganzen Welt.

Es ist natürlich einfach, nach dem Untergang eines Staates den Grund der Fahnenflucht ins politische Licht zu rücken, um so im neuen, dem alten gegnerisch gegenüber stehenden System, den Fleck von der Weste zu bekommen.
Daher lehne ich eine pauschale Rehabilitierung ab, da müssten die Einzelfälle geprüft werden, ob tatsächlich Anspruch auf Rehabilitierung besteht.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#207

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 00:13
von SiK90 (gelöscht)
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Subjektive Gründe des Einzelnen spielen eigentlich keine Rolle.
Vor dem Gesetz eines jeden Staates ist Desertion eine erhebliche Straftat. Warum das für Täter in der DDR anders sein sollte, erschließt sich mir nicht.


Damals87, DoreHolm und Uleu haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#208

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 08:31
von Uleu | 543 Beiträge | 56 Punkte
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Sehe ich genauso. Ist überall in der Welt so. Nur in Deutschland versucht man persönliche Defizite mit politischer Motivation zu entschuldigen.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#209

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 08:53
von eisenringtheo | 9.650 Beiträge | 1190 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #204
Zitat von Pitti53 im Beitrag #203
Feiner Unterschied @Gert Die GT waren KEINE Armee


Natürlich war sie Teil einer Armee. Als ich dort Dienst verrichtete, gehörte die 6.GBK zur Volksarmee als Teil der Teilstreitkraft Volksmarine

Pitti53 bezieht sich wohl auf den Umstand, dass die GT im 1973 aus der NVA ausgegliedert wurden und somit nicht mehr Armee galt. Dies wegen der damals beginnenden Abrüstungsverhandlungen in Wien
https://de.wikipedia.org/wiki/Mutual_and...orce_Reductions
Theo


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#210

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 09:12
von DoreHolm | 8.023 Beiträge | 1006 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #201
Und was ist mit den Fahnenflüchtigen,
die einfach nicht wollten,auf Grenzverletzer zu schießen?
Lutze


Lutze, eigentlich solltest Du es aus zahlreichen Forenbeiträgen her wissen. Es wurde keiner gezwungen, an die Grenze zu gehen. Jeder, so wie ich es kenne, wurde im individuellen Gespräch gefragt, ob er im Falle des Falles auch von der Waffe gebrauch machen würde. Wer NEIN gesagt hat, ist in der Ausbisldungseinheit geblieben und hatte dort als Vize oder EK nicht das schlechteste Leben. Ohne Repressalien, weder während des GWD noch danach. Wenn es Andere anders erlebt haben, sind das m.E. ganz große Ausnahmen.
Diese Wahl hatten die deutschen Männer im Dritten Reich nicht.
Ich glaube auch nicht, daß Gert wie in #202 dargestellt, keine Wahl hatte, statt in einer Grenzeinheit in einer anderen Einheit seinen GWD zu verrichten. Ohne Gefahr, deshalb eingesperrt zu werden, wie es deutschen Männern im Dritten Reich bei Verweigerung gegangen wäre.



LO-Wahnsinn und RudiEK89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.06.2015 09:17 | nach oben springen

#211

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 09:24
von RudiEK89 | 2.029 Beiträge | 321 Punkte
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Frank,
das kann ich so bestätigen.
Ich erlebte es im Herbst 1986 als ein GWD den Einsatz der Schusswaffe gegen Menschen im persönlichen Gespräch ablehnte.
Dieser verrichtete seinen Dienst dann im Stab.
Also wurde niemand gezwungen am "Kanten" seinen Dienst zu verrichten.

Anndreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#212

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 10:15
von Gert | 13.197 Beiträge | 2312 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #210
Zitat von Lutze im Beitrag #201
Und was ist mit den Fahnenflüchtigen,
die einfach nicht wollten,auf Grenzverletzer zu schießen?
Lutze


Lutze, eigentlich solltest Du es aus zahlreichen Forenbeiträgen her wissen. Es wurde keiner gezwungen, an die Grenze zu gehen. Jeder, so wie ich es kenne, wurde im individuellen Gespräch gefragt, ob er im Falle des Falles auch von der Waffe gebrauch machen würde. Wer NEIN gesagt hat, ist in der Ausbisldungseinheit geblieben und hatte dort als Vize oder EK nicht das schlechteste Leben. Ohne Repressalien, weder während des GWD noch danach. Wenn es Andere anders erlebt haben, sind das m.E. ganz große Ausnahmen.
Diese Wahl hatten die deutschen Männer im Dritten Reich nicht.
Ich glaube auch nicht, daß Gert wie in #202 dargestellt, keine Wahl hatte, statt in einer Grenzeinheit in einer anderen Einheit seinen GWD zu verrichten. Ohne Gefahr, deshalb eingesperrt zu werden, wie es deutschen Männern im Dritten Reich bei Verweigerung gegangen wäre.


1963 gab es entweder Dienst verrichten ohne wenn und aber , natürlich auch in anderen NVA Einheiten möglich, oder Gefängnis bei Verweigerung des Wehrdienstes. Und das 18 Jahre nach der verheerenden Katastrophe des WK II. Ich habe als Kind noch die Sprüche gehört, jeder Deutsche der ein Gwehr in die Hand nimmt, dem soll sie ( die Hand ) abfaulen.


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#213

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 10:34
von RudiEK89 | 2.029 Beiträge | 321 Punkte
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OK. Gert,
zwanzig Jahre nach deiner Dienstzeit war es halt anders. Da konnte man sich entscheiden, was man tun möchte.
Das Erlebte der einzelnen User einzuordnen, erfordert immer das Jahr der Dienstverrichtung zu berücksichtigen.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
Gert und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#214

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 10:53
von Rostocker | 8.004 Beiträge | 953 Punkte
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Verstehe die ganze Aufregung nicht--selbst heute wird man noch für Fahnenflucht bestraft--ich glaube bis zu 5 Jahren Haft. Letztens las ich im Internet, das ein Bundeswehrsoldat stiften gegangen ist.Man vermutete das er sich den Kurden beim Kampf gegen den IS anschließen wollte, aber es zählt als Fahnenflucht. Natürlich,wenn er in den Krieg der Politdemokraten gezogen wäre--würde er ein Held sein.
Ach ja--ich schrieb das schon mal vor etwas längerer Zeit--Mein jüngster Schwager, hatte auch keinen Bock mehr auf den Verein Bundeswehr,ist er nicht mehr hin gegangen--Ergebnis--er wurde verfolgt,die Feldjäger standen auf der Matte. Heute vermute ich mal--er gilt nun als vorbestraft.
Aber wie hier schon jemand mal schrieb--Fahnenflucht wird in jeder Armee der Welt bestraft.


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.06.2015 10:55 | nach oben springen

#215

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 10:58
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.618 Beiträge | 540 Punkte
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moin, nicht zu vergessen der Dienst als Bau- Spatensoldat, eine sehr gute Möglichkeit den Dienst an der Waffe ab zu lehnen und trotzdem nicht mit dem Wehrdienstgesetz der DDR in Konflikt zu kommen. Ich meine aus religiösen Gründen.

So weit ich weiß gab es das nur in der DDR.

gruß h.


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#216

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 11:03
von Rostocker | 8.004 Beiträge | 953 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #212
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Lutze, eigentlich solltest Du es aus zahlreichen Forenbeiträgen her wissen. Es wurde keiner gezwungen, an die Grenze zu gehen. Jeder, so wie ich es kenne, wurde im individuellen Gespräch gefragt, ob er im Falle des Falles auch von der Waffe gebrauch machen würde. Wer NEIN gesagt hat, ist in der Ausbisldungseinheit geblieben und hatte dort als Vize oder EK nicht das schlechteste Leben. Ohne Repressalien, weder während des GWD noch danach. Wenn es Andere anders erlebt haben, sind das m.E. ganz große Ausnahmen.
Diese Wahl hatten die deutschen Männer im Dritten Reich nicht.
Ich glaube auch nicht, daß Gert wie in #202 dargestellt, keine Wahl hatte, statt in einer Grenzeinheit in einer anderen Einheit seinen GWD zu verrichten. Ohne Gefahr, deshalb eingesperrt zu werden, wie es deutschen Männern im Dritten Reich bei Verweigerung gegangen wäre.


1963 gab es entweder Dienst verrichten ohne wenn und aber , natürlich auch in anderen NVA Einheiten möglich, oder Gefängnis bei Verweigerung des Wehrdienstes. Und das 18 Jahre nach der verheerenden Katastrophe des WK II. Ich habe als Kind noch die Sprüche gehört, jeder Deutsche der ein Gwehr in die Hand nimmt, dem soll sie ( die Hand ) abfaulen.


Siehste Gert--Und heute ziehen sie Dank Demokratie und Sonnenschein --wieder in den Krieg hinein.


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#217

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 11:04
von Gert | 13.197 Beiträge | 2312 Punkte
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #215
moin, nicht zu vergessen der Dienst als Bau- Spatensoldat, eine sehr gute Möglichkeit den Dienst an der Waffe ab zu lehnen und trotzdem nicht mit dem Wehrdienstgesetz der DDR in Konflikt zu kommen. Ich meine aus religiösen Gründen.

So weit ich weiß gab es das nur in der DDR.

gruß h.


wie kommst du denn darauf ? In der Bundesrepublik musstest du noch nicht mal eine Uniform anziehen, wenn du den Wehrdienst verweigert hast. Mein Ältester hat das getan und arbeitete als Ersatzdienstleistender im Krankenhaus. Dieses Wehrersatzdienstmöglichkeit gab es von Anfang an also ca. 1956


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#218

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 11:14
von Lutze | 8.264 Beiträge | 746 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #210
Zitat von Lutze im Beitrag #201
Und was ist mit den Fahnenflüchtigen,
die einfach nicht wollten,auf Grenzverletzer zu schießen?
Lutze


Lutze, eigentlich solltest Du es aus zahlreichen Forenbeiträgen her wissen. Es wurde keiner gezwungen, an die Grenze zu gehen. Jeder, so wie ich es kenne, wurde im individuellen Gespräch gefragt, ob er im Falle des Falles auch von der Waffe gebrauch machen würde. Wer NEIN gesagt hat, ist in der Ausbisldungseinheit geblieben und hatte dort als Vize oder EK nicht das schlechteste Leben. Ohne Repressalien, weder während des GWD noch danach. Wenn es Andere anders erlebt haben, sind das m.E. ganz große Ausnahmen.
Diese Wahl hatten die deutschen Männer im Dritten Reich nicht.
Ich glaube auch nicht, daß Gert wie in #202 dargestellt, keine Wahl hatte, statt in einer Grenzeinheit in einer anderen Einheit seinen GWD zu verrichten. Ohne Gefahr, deshalb eingesperrt zu werden, wie es deutschen Männern im Dritten Reich bei Verweigerung gegangen wäre.

Natürlich sind mir diese Beiträge bekannt,in Gesprächen kann viel dahergeredet
werden,in der Realität,wie sah es da wirklich aus? wie oft kann man hier im Forum lesen,
ein Glück,ich brauchte von der Waffe kein Gebrauch machen? was ist mit den
Grenzern,die doch geschossen haben? bischen Sonderurlaub,eine Geldprämie?
und danach? wurden diese ärztlicherseits betreut? wohl kaum,ich möchte nicht
wissen,wieviele Grenzer sich noch heute mit solchen Geschehnissen sich rumplagen,
oder Andere sagen,ich schieße dann nicht oder daneben? wie schnell hat in solchen
Fällen das Wort Schwedt die Runde gemacht? oder das Thema "Flucht über die vereiste Elbe"
noch mal durchlesen,dort ist solche Situation-Fahnenflucht ja oder nein - sehr gut
aufgeführt
Lutze


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#219

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.06.2015 11:15
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.618 Beiträge | 540 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #217
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #215
moin, nicht zu vergessen der Dienst als Bau- Spatensoldat, eine sehr gute Möglichkeit den Dienst an der Waffe ab zu lehnen und trotzdem nicht mit dem Wehrdienstgesetz der DDR in Konflikt zu kommen. Ich meine aus religiösen Gründen.

So weit ich weiß gab es das nur in der DDR.

gruß h.


wie kommst du denn darauf ? In der Bundesrepublik musstest du noch nicht mal eine Uniform anziehen, wenn du den Wehrdienst verweigert hast. Mein Ältester hat das getan und arbeitete als Ersatzdienstleistender im Krankenhaus. Dieses Wehrersatzdienstmöglichkeit gab es von Anfang an also ca. 1956


@Gert, ich meinte in keinem anderen soz. Land, Du warst dann trotzdem angehöriger der NVA oder GT, was in der BRD nicht der Fall war da blieb man Zivilist.

Gruß Bernd


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#220

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

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Zitat von Gert im Beitrag #212
(...). Ich habe als Kind noch die Sprüche gehört, jeder Deutsche der ein Gewehr in die Hand nimmt, dem soll sie ( die Hand ) abfaulen.

Das wurde im Wahlkampf zur ersten Bundestagswahl gesagt.... von Franz Josef Strauss
http://www.rbb-online.de/zurperson/inter...ranz_josef.html
Theo


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