Frühsport und Achtertest

  • Seite 1 von 3
19.01.2010 19:28
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Hallo allerseits,
also mich Sportskanone (selten besser als Sportnote 3) haben sie schon in der Schule (Wehrlager 9. und 11. Klasse) immer mit dem Achtertest (kennt noch jemand die Disziplinen ?) heißgemacht. Im Wehrlager Sturmbahn und Eskaladierwand bis zum Erbrechen, die Knie der GST-Klamotten durchgerobbt bis auf die blutige Haut. Scheibe-Alsbach - dieses Nest hat´s bei mir für immer verschi...en.
Und dann in der Grundausbildung: einmal 3000m-Lauf (gegen die Raucher mit 12:20 locker gewonnen), höchstens 15 mal Frühsport zur Raucherecke (lachhaft), eine Eskaladierwand gab es im GR 38 gar nicht. Achtertest - nie wieder gehört. Ich hatte erst Bammel bis zum Abwinken; zum "Glück" war auf meiner Bude ein noch kräftigerer Traktorist aus der Nähe von Zeitz, so dass ich nicht gleich der alleinige Looser war. Und dann alles nur Pillepalle. Sinnlos heißgemacht.

Wie sagte der "nette Onkel" bei der Einberufungsüberprüfung: Nehmen Sie noch etwas ab, bei Ihrem Ehrendienst wird das dann nichts mehr. Wußte der damals schon, welche Dienststellung ich bekommen würde ???

Mit 95 Kilo zur Truppe und mit 105 Kilo wieder heim. Mensch, war ich damals ein hagerer Kerl. Bestenabzeichen nur mit Quali II, Schützenschnur (ein paar Wochen vor Schluss zum ersten Mal Mühe gegeben - als Vorsichtsmaßnahme nicht früher !!!) und Abzeichen für Gutes Wissen, wenn ich mich recht erinnere.

Wie ging es anderen ? Sicher gab es Vorteile, wie ich gleich im im GR zu sein statt in einem GAR wie Schloss Schleifenstein - wie sah es dort aus ?

Gruß
Wartburgfahrer


 Antworten

 Beitrag melden
28.03.2010 08:44
#2
avatar

Also ich kann dem Beitrag nicht so richtig was entnehmen, außer einem Fremdwort Frühsport,
das gab es bei uns in der GK definitiv nicht!

Gruß RF


 Antworten

 Beitrag melden
28.03.2010 09:10
avatar  ( gelöscht )
#3
avatar
( gelöscht )

Moin,

in "meiner" GK gab es 1977 Bestrebungen, den Frühsport einzuführen, ein paarmal habe ich den auch mit meinem Zug durchgeführt: Im Laufschritt die Straße hoch und in die nächste Senke. Außer Sichtweite gabs dann was zu Rauchen und Ohne-Tritt-Marsch gings dann zurück zur Kompanie. Diesen Quatsch haben wir sehr schnell wieder aufgegeben ;)

Viele GRüße!


 Antworten

 Beitrag melden
28.03.2010 09:41
#4
avatar

der Achtertest gehörte zur Leistungsüberprüfung. Was ist der Achtertest? Ich möchte gleich selber die Frage beantworten:
Zur Überprüfung des physischen Leistungsvermögen und der Leistungsentwicklung im Verlaufe der Dienstzeit wurde wie folgt mindestens einmal im Halbjahr dieser Test durchgeführt:
1. 100 m Lauf 14,6 sek.
2. Liegestütz 20 x
3. Klettern 19,0 sek.
4. Dreierhopp 6,0 m
5. Klimmziehen 6 x
6. 3000m Lauf 13:20 min.
7. Handgrantenwurf 32 m
8. 400 m Sturmbahn 2:40 min
Dies waren die Mindestanforderungen. Die Übungen wurden auf der Grundlage der DV 010/0/002 durchgeführt.
Auch in den Grenzkompanien wurde dieser Test durchgeführt. Allerdings nicht in diesem Umfang. Im Rahmen des sozialistischen Wettbewerbes, war jedoch diese Normerfüllung mit ein Maßstab.
Was selten wenn fast gar nicht in den Grenzkompanien durchgeführt wurde war der Härtetest. Dieser bestand aus folgenden Elementen:
1. Erwärmungsübung 10:00 min.
2. Krafttraining 5:00 min.
3. Krafttraining im Frontalbetrieb 30:00 min.
4. 1000 m Lauf 5:00 min.
5. Herstellen der Marschbereitschaft 10:00 min.
6. 15 km Eilmarsch Mindestnorm 140:00 min.
(davon vom Kilometer 4-10 mit auf-
gesetzter Schutzmaske)
7. Vorbereitung zum Überwinden der
Sturmbahn 5:00 min.
8. Überwinden der Sturmbahn Norm 1
Mindestnorm 5:00 min.
--
In den GK`s gab es auch Frühsport. Nur wurde dieser kaum, wenn überhaupt nicht durchgeführt. Dies war dem Dienstbetrieb geschuldet. Leistungsüberprüfungen erfolgten meistens im Rahmen der Schießausbildung. Neben der eigendlichen Schießausbildung, erfolgte die Normabnahme der Übungen: 4N1, 4N2 und 4N4 (Schutzmaske, Schutzmaske und Schutzumhang, Schutzmaske und Schutzanzug). Soweit die örtlichen Gegebenheiten des TÜP es hergaben, wurde mindestens ein 3000 m Lauf sowie die Liegestütze und der Handgranatenweitwurf durchgeführt.
In einem GR (Grenzregiment) war es mit dem Frühsport der grenzsichernden Einheiten so, dass diese kaum oder nur relativ wenig diese morgendliche Betätigung ausübten. Bei den übrigen Einheiten (Sicherstellung) hingegen wurde Frühsport durchgeführt. Zumindest in meiner Einheit. Im Wechsel mit den BC, dem ersten Feuerzugführer und meiner Wenigkeit (Hfw) erfolgte zu unregelmäßigen Zeiten eine Überprüfung des Frühsport. Teilweise wurde der Frühsport durch einen der drei genannten angeführt.
Frühsport erfolgte nicht wenn die Einheit zu Wach- und Sicherungsaufgaben Dienst absolvierte.
Im Feldlager, war die Durchführung des Frühsport - Teil der Gesamtbewertung der Einheit.


 Antworten

 Beitrag melden
28.03.2010 10:13
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

frühsport in der grundausbildung in eisenach war schon fett,
besonderst wenn unser zugführer, schmidtchenschleifer, "seinen"
3.zug frühs persönlich übernommen hat.
5.45 uhr war wecken, 3 minuten später in sportkleidung vor der tür
(noch nicht gepinkelt, zähne noch nicht geputzt) so gings los.
im normalfall dauerte unser frühsport straffe 30 minuten,
mit schmidtchenschleifer 45 minuten (nur einmal in der woche duschen!!!).


 Antworten

 Beitrag melden
28.03.2010 11:50
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Zwischen Ausbildung und Grenzdienst mußte man strikt trennen:

Ausbildung in Nordhausen: 6.00 Uhr Wecken, 6.03 Uhr in Sportzeug kurz/lang vor der Tür. dann meistens 3000 m
manchmal auch nur 1000 m, die aber in FDU und Stiefeln, das brüllte der UvD vorher über den Gang.

In der Grenzkompanie hatte es sich dann damit, ab und zu wurde bei anstehenden Kontrollen mal Schaulaufen
gemacht. wenn das geklappt hatte, war wieder für 1 Vierteljahr Ruhe. Wir hatten keinen KC, der einen
regelmäßigen Frühsprort nach der Spätschicht durchsetzen konnte (oder wollte).

Übrigens: @ Wartburgfahrer: Deine 12:20 für 3000 m sind doch eine TOP-Zeit. So, wie du deine sportlichen
Fähigkeiten selbst einschätzt, kann das fast nicht stimmen .


 Antworten

 Beitrag melden
04.04.2010 21:30
#7
avatar

In ESA zur Grundausbildung war Frühsport alltäglich,später in der GK nur noch für Soldaten.Der EK drehte sich noch einmal im Bett herum und ließ den Tag langsam angehen.
Selbst für Soldaten gab es nicht immer Frühsport, es kam auf dem Diensthabenden an,wie Dienstgeil er war!
MFG Roland87


 Antworten

 Beitrag melden
04.04.2010 22:24
avatar  EK89/1
#8
avatar

Hatte ich glaube schon mal geschrieben:
1/4 Jahr in Potsdam, jeden Morgen Frühsport, meist 3000m.
Auf der GK versucht man dan, wen die Neuen kamen Frühsport zu machen
aber das war meist nach 3Tagen Geschichte, weil keiner zum Frühsport da war.
Das hatten uns die Alten gleich am ersten Tag bei der Einweisung verklickert.


 Antworten

 Beitrag melden
04.04.2010 23:08
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Ausbildung in Halberstadt(1/4 Jahr)jeden Morgen 3000 Meter...Bei Schnee/Glatteis derselbe Irrsinn in der Halle.Auch den Achtertest habe ich wohl mitgemacht,kann mich dunkel daran erinnern.Alles äusserst gruselig...
In der GK hatte man diese schwachmatischen Frühsporteinfälle eher selten und falls , 50-Meter-Lauf zur Busbude und 'Smoketime'.
Rotten


 Antworten

 Beitrag melden
04.04.2010 23:55
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Frühsport gab es nicht weil alle zu faul waren


 Antworten

 Beitrag melden
05.04.2010 00:10
avatar  Greso
#11
avatar

Also 1965-1967 zu meiner Zeit an der Grenze gab es keinen Frühsport.Im Ausbildungslager (Mönchshai)
ja. Greso


 Antworten

 Beitrag melden
05.04.2010 00:21
#12
avatar

Ja wie war es denn,in der Ausbildung-man war noch Aal-Glatt und hörte aufs Wort.Dann kam nach einen halben Jahr die Versetzung in die Grenzkompanie,das war wie Neuland unterm Pflug.Man ging ins 2 Diensthalbjahr über und irgendwie war man Stolz es soweit geschafft zu haben und man sagte sich-ein Jahr noch.Ok zurück zum Thema.Die frischgebackenen EK,s sagten uns,wenn morgens einer Trillert zum Frühsport -einfach liegenbleiben und wehe es steht jemand auf-lach.Es war immer die Zeit,wenn die Neuen kamen.Das die Offiziere und die Uffz. ihre Führungsposition darstellen wollten.Aber nach 3 Tagen kehrte Ruhe ein und wir taten unseren Dienst.


 Antworten

 Beitrag melden
05.04.2010 06:59
#13
avatar

Hallo zusammen!

Also Scheibe-Alsbach ist ja bekannt und das dort die Vormilitärische Ausbildung bis zum Erbrechen durchgeführt wurde, ja auch, dass wissen alle judendlichen aus der ehemaligen DDR!

Zur Grundausbildung bei den Grenztruppen wurde noch jeden Tag (in Sportzeug-kurz, ausgibig Frühsport gemacht, aber in der GK habe ich das nie erlebt, die kleine Sturmbahn wurde höchstens mal am Sonntag zum Zeitvertreib genutzt oder zur Bestrafung eines Diliquenten!


 Antworten

 Beitrag melden
20.04.2010 23:28
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Hallo also ich kann das bestätigen in ESA wurde fast jeden Früh 3000m gelaufen nicht um sonst
hies es Knochenmühle


 Antworten

 Beitrag melden
21.04.2010 00:02
avatar  ABV
#15
avatar
ABV

Beim Thema Frühsport kann ich mich noch an einen absoluten Sportmedizinischen Unsinn erinnern. Wir hatten ein paar Soldaten welchen ein ärztliches Attest " zu hohen Blutdruck" bescheinigte. Aus diesem Grunde durften sie den anderen, rauchend!!, beim Frühsport zusehen. Sport wäre angeblich schädlich, wenn man es mit dem Blutdruck hat. Von Rauchen hatte der Arzt nichts gesagt

Gruß an alle
Uwe


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!