Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

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03.11.2009 15:28 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2009 15:37)
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#31
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Hallo Tobi (ek40)
Also, wenn ich mich daran zurückerinnere wurde uns im Waffen- und Gerätekunde immer eingetrichtert, dass die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee ist. Eine Verteidigungsarmee hat kein Feindbild und es gibt demnach keinen Feind für die Bundeswehr. Wenn, dann wurde immer von einem Gegner gesprochen. Ich will aber nicht verheimlichen, dass es bei den Untergruppenführern, die z. T. auch Wehrpflichtige waren, das eine oder andere mal das Wort "Feind" ungewollt herausgerutscht ist. Wer allerdings mit "Gegner" gemeint war, lag natürlich allgemein auf der Hand. Es sind natürlich die Warschauer-Pakt-Staaten, allen voran die ruhmreiche Rote Armee, genauso wie bei Euch es die Staaten des Nordatlantik-Pakts waren. Vllt. lag es bei uns Sanis auch daran, dass wir ein reines SanBtl waren und ca. 70% der Grundi mit dem Erlernen der Ersten Hilfe zugange waren. 10% waren Schießausbildung (aber nur auf Gewehr G 3 und Pistole P 1. Schießen mit der Pistole: Wie sagte man so schön? 8 Schuß, 8 Fahrkarten und dann einfach die Pistole ins "Schwarze" werfen- Treffer) 20% soldatische Ausbildung wie robben, kriechen, "Sprung auf Marsch marsch" "Volle Deckung" usw. und Formalausbildung. Ich kann mich wirklich nicht dran erinnern, dass es dabei hauptsächlich nur um die NVA der DDR gegangen ist. Zugegeben, es gab in der Nienburger Kaserne noch Hauptfelds und Offiziere, die noch im Weltkrieg II gedient haben und die das eine oder andere mal gerne an der innderdeutschen Grenze "aufgeräumt" hätten; jedoch war das die verschwindent geringe Minderheit und diese Leute sind heute längst in den Ruhestand gegangen.


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03.11.2009 17:14 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2009 17:15)
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#32
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Hallo Tobi (ek40)
Ich kenne da noch ein Vorkommnis mit einem Angehörigen der Grenztruppen aus Oebisfelde, der mir heute noch in sehr angenehmer Erinnerung ist.
Es muß so im Sommer 1983, 1984 oder 1985 gewesen sein. (jedenfalls in der warmen Jahreszeit). Wir "karrten" wieder einmal einen D-Zug aus Hannover kommend durch den "großen Zaun", übergaben den Zug an die Kollegen/innen der DR und begaben uns zum Intershop. Anschließend gingen wir, mehr oder weniger die DDR-Organe grüßend, Richtung "Schleuse". Die Tür wurde mittels Türsummer geöffnet. Gleich nach dem Betreten der "Schleuse" schlossen wir die Tür wieder hinter uns. Rechts war ein Schalterfenster an dem wir unsere Personalausweise abgaben und den Schlüssel für unseren Aufenthaltsraum bekamen. Wir sagten, wie eigentlich immer, die Tageszeit an, der uns sonst immer mit einem mehr oder weniger (un)freundlichen Tagesgruß erwidert wurde. Da wir das schon wußten, nahmen wir selten Blickkontakt zu dem Uffz oder wie auch immer,auf. Diesmal war alles anders. Wir kamen rein in die Schleuse, sagten mürrisch "Guten Tag" oder auch "Tach" knallten unsere Ausweise vor das Schalterfenster und warteten auf den Schlüssel. Zu unserem Erstaunen schallte uns aus dem Schalterfenster ein freundliches und lautes "Guten Tag" heraus. Verblüfft sahen wir uns an und schauten dann durch das Schalterfenster, wer uns denn da so freundlich begrüßte. Da drin saß ein junger, strahlend lachender Grenzsoldat, gerade mal ca. 20 Jahre alt, schlank, gutaussehend, dunkelhaarig und lachte uns an (aus Freundlichkeit?) oder lachte er uns aus (weil wir so ein erstauntes Gescht machten?) vllt. sogar beides. Jedenfalls gab er uns mit einem freundlich "bitte" den Schlüssel. Wir waren echt platt. Die zweite Tür wurde von ihm per Türsummer freigegeben und wir gingen freundlich "tschüß" sagend Richtung Aufenthaltsraum. Kurz vor Einfahrt unseres Rück-Zuges mußten wir wieder durch diese Schleuse um den Schlüssel abzugeben und unsere Personalausweise zu empfangen. Ein Kollege sagte. "Den Jungen teste ich mal." Wir also rein in die Schleuse, Schlüssel hingelegt, Personalausweis in Empfang genommen. Der Kollege steckt sich eine Zigarette in den Mund und beugt sich nach vorn zur Öffnung des Schalterfensters und fragt: "Hast Du mal Feuer?" Der junge Soldat mußte wieder herzhaft lachen, griff aber zum Feuerzeug, welches links neben ihn auf dem Tisch lag und gab meinem Kollegen Feuer. Wir verabschiedenten uns freundlich und gingen durch die zweite Tür auf den Bahnsteig 1 West. Das war mal eine wunderschöne Erinnerung an einen Grenzsoldaten.
Ich gehe mal davon aus, daß dieser nette junge Mann ein Wehrpflichtiger war, dessen Heimgang schon fast unmittelbar bevorstand; denn nach dieser Begegnung haben ich ihn nicht mehr wiedergesehen. Sollte derjenige hier mit im Forum sein und sich evtl. wiedererkennen: Vielen Dank! Ein äußerst angenehme Begegnung auf einen sonst eher trüben, unfreundlichen Grenzbahnhof.


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03.11.2009 17:23 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2009 17:24)
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#33
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Zitat von SanGefr
...Anschließend gingen wir, mehr oder weniger die DDR-Organe grüßend, Richtung "Schleuse". Die Tür wurde mittels Türsummer geöffnet. Gleich nach dem Betreten der "Schleuse" schlossen wir die Tür wieder hinter uns. Rechts war ein Schalterfenster an dem wir unsere Personalausweise abgaben und den Schlüssel für unseren Aufenthaltsraum bekamen. ...


Musstet ihr immer diesen Aufenthaltsraum oder andere Möglichkeiten nutzen, oder konntet ihr auch mal "in die Stadt" gehen?
Viele Grüße
Micha


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03.11.2009 17:39 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2009 17:40)
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#34
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Hallo Micha!
Nein, in die Stadt konnten und durften wir nicht. Es war verboten. Außerdem konnten wir das Bahnhofsgebäude nicht verlassen, da am Ausgang ein Posten der Trapo saß, der uns nicht durchgelassen hätte. Wir haben es auch gar nicht erst versucht. Wir durften aber zum Essen in der Mitropa-Gaststätte uns unter die Reisenden und ganz selten auch unter Bahnhofsmitarbeitern mischen. Wurde nicht gerne von den Organen gesehen, aber wenn kein anderer Platz mehr frei war.....? Nette Bedienung, die uns auch ab und zu mal ein Bier oder ein Doppelkorn brachten, welches wir sofort mit einem zug austrinken mußten, da es ja für uns eigentlich verboten war. Mehr zum Thema Mitropa vllt. mal an anderer Stelle.


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03.11.2009 17:57
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#35
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Hallo Jürgen,

bei uns auf dem Bf Helmstedt konnten die Lokführer der DR immer in die Stadt gehen und haben es auch zuhauf genutzt. Einige haben sogar ab und zu was eingekauft. Allerdings war es beinahe unmöglich, mal mit ihnen zu sprechen. Selbst bei dienstlichen Gesprächen hatten sie sich sehr zurückgehalten.
Viele Grüße
Micha


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03.11.2009 18:08
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#36
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Hallo Micha
Stimmt. Wir haben auch Züge nach Helmstedt gekarrt und dort an die DR übergeben. Oft bin ich mit "Tute" Hergesell gefahren. Mit den DR-Zugbegleitern hatten wir außer Übergabe/Übernahme auch keinen Kontakt. Wir gingen noch nicht mal in deren Aufenthaltsraum, der unserem ja gleich 2 m gegenüber lag. Die kamen, gingen in ihren Raum, Tür hinter sich zugemacht - Ende und Aus! Keinerlei privaten Kontakt. Es sollen doch Reichsbahner mit Wohnsitz in Berlin (West) gewesen sein, die die Züge von Berlin nach Helmstedt begleiteten.


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03.11.2009 18:26
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#37
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Zitat von Luchs
Also ich muss sagen, dass sich hier einige sehr interessante Berichte befinden. Mann was hatten wir es gut bei der BW. Natürlich gab es den einen oder anderen Vorgesetzten, der doch recht schroff mit uns umging, aber alles in allem wurden wir sehr menschenwürdig behandelt.

Nun habe ich aber mal eine Frage zu der Behandlung der Soldaten der NVA und GT:

Nach der Öffnung der Grenzen, war ich sehr häufig in der Noch-DDR. Ich hörte derzeit, auch heute noch manchmal, dass die soldatische Erziehung - wie auch hier im Forum beschrieben - sehr viel strenger war, als bei der BW. Man sagte das recht stolz und fühlte sich - sinngemäß - als "der bessere Soldat".

Wir, bei der Bundeswehr waren auch keine Weicheier. Was jedoch der wichtigste Punkt war, wir hatten zu unseren Vorgesetzten, ein überwiegend gutes Verhältnis. Bei Zug- oder Kompaniefeierlichkeiten wurde gemeinsam einer über den Durst getrunken. Am Ende meiner Dienstzeit gab es in der Kompanie nur 3 Vorgesetzte (KC, Spieß, Refü), die nicht geduzt wurden.

Mal abgesehen davon, was ich von der Behandlung halte, aber wie definiert man "einen besseren Soldaten", wenn man häufig schikaniert oder angebrüllt wird oder so gut wie keinen Ausgang bekommt.
Viele Grüße
Micha



Hallo Luchs,

wer behauptet das er der "bessere Soldat" war,hat dann wahrscheinlich den Sinn des Soldatseins bis heute nicht verstanden. Es gab einige die meinten das sie die "Härteren sind,bzw.wir eine "Härtere Armee" hätten.Zumindest zwischen NVA und Bundeswehr sahen das viele so.Und laut Ausbildung war das sicher auch nicht so abwegig,deswegen waren sie aber keinesfalls "bessere Soldaten".Es wird halt über die härtere Ausbildung geprahlt und darüber definiert sich bei einigen dann der "bessere Soldat".Unser KC sagte immer,"Wenn wir am Wochenende losmaschieren,liegt der "Klassenfeind" noch im Bett und wenn die wach werden und aufstehen,stehen wir am Rhein"!Das sagt so alles.Und auch bei uns wurde meistens vom "Gegner" gesprochen,wenn ein Feindbild aufgebaut wurde.Aber wer der Gegner sein sollte,wurde uns immer unmißverständlich klar gemacht.Und das stieß vielen Soldaten immer mächtig auf,kannste glauben.
Zum Thema Bier.Ging mit den Sackis gar nicht!Das waren alles Genossen und schon bei diesem Wort bekomme ich heute noch Ausschlag.Denn wir wurden ja von denen mit Genosse Soldat/Gefreiter angesprochen.Aber die meisten waren keine Genossen und nicht in der Partei!Ich habe meinen Polit (Leutnant) öfters in den Wahnsinn getrieben,weil ich ihn immer mit "Herr und dann seinen Namen angesprochen habe.Das hat den so geärgert das er mir immer Extra A-Gruppen besorgte.Er wollte eben immer mit Genosse Leutnant angesprochen werden.Es gab ein paar Uffze am Zaun mit denen man Quatsch machen konnte.Auch ein Unterleutnant war ok.Der diente 3 Jahre damit er studieren durfte.Mit dem habe ich mich dann ungeplant einmal "berollt".Eigentlich waren wir für diesen Tag die Militärstreife für den Ausgang im Dorf.
Wir gaben die Knarren dem Kneiper und tranken selber mit.Das werd ich auch nie vergessen.Es kam nie raus.
Wenn ich wieder etwas Zeit habe,werde ich noch einige Erlebnisse zum besten geben.2 x versuchter Grenzdurchbruch (Gnujagd genannt)und die Ankunft als Knollen am Zaun.Das scharfe schießen in der Kompanie wird auch nicht fehlen.

ek40


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03.11.2009 18:40
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#38
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Hallo Leute
Ich habe da eine Frage an ex GT/NVA/BW Soldaten.
Was ist mit euren Zivilzeug passiert nachdem ihr eure Uniformen gehabt hat?

Chris65


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03.11.2009 18:45
#39
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ab, ins Paket und nach Hause geschickt
mannomann

Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...


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03.11.2009 18:46
#40
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Zitat von Chris 65
Hallo Leute
Ich habe da eine Frage an ex GT/NVA/BW Soldaten.
Was ist mit euren Zivilzeug passiert nachdem ihr eure Uniformen gehabt hat?

Chris65



.............wurde nach Hause geschickt. Zumindest bei NVA/GT.

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


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03.11.2009 19:01
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#41
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Zitat von SanGefr
Hallo Tobi (ek40)
Ich kenne da noch ein Vorkommnis mit einem Angehörigen der Grenztruppen aus Oebisfelde, der mir heute noch in sehr angenehmer Erinnerung ist.
Es muß so im Sommer 1983, 1984 oder 1985 gewesen sein. (jedenfalls in der warmen Jahreszeit). Wir "karrten" wieder einmal einen D-Zug aus Hannover kommend durch den "großen Zaun", übergaben den Zug an die Kollegen/innen der DR und begaben uns zum Intershop. Anschließend gingen wir, mehr oder weniger die DDR-Organe grüßend, Richtung "Schleuse". Die Tür wurde mittels Türsummer geöffnet. Gleich nach dem Betreten der "Schleuse" schlossen wir die Tür wieder hinter uns. Rechts war ein Schalterfenster an dem wir unsere Personalausweise abgaben und den Schlüssel für unseren Aufenthaltsraum bekamen. Wir sagten, wie eigentlich immer, die Tageszeit an, der uns sonst immer mit einem mehr oder weniger (un)freundlichen Tagesgruß erwidert wurde. Da wir das schon wußten, nahmen wir selten Blickkontakt zu dem Uffz oder wie auch immer,auf. Diesmal war alles anders. Wir kamen rein in die Schleuse, sagten mürrisch "Guten Tag" oder auch "Tach" knallten unsere Ausweise vor das Schalterfenster und warteten auf den Schlüssel. Zu unserem Erstaunen schallte uns aus dem Schalterfenster ein freundliches und lautes "Guten Tag" heraus. Verblüfft sahen wir uns an und schauten dann durch das Schalterfenster, wer uns denn da so freundlich begrüßte. Da drin saß ein junger, strahlend lachender Grenzsoldat, gerade mal ca. 20 Jahre alt, schlank, gutaussehend, dunkelhaarig und lachte uns an (aus Freundlichkeit?) oder lachte er uns aus (weil wir so ein erstauntes Gescht machten?) vllt. sogar beides. Jedenfalls gab er uns mit einem freundlich "bitte" den Schlüssel. Wir waren echt platt. Die zweite Tür wurde von ihm per Türsummer freigegeben und wir gingen freundlich "tschüß" sagend Richtung Aufenthaltsraum. Kurz vor Einfahrt unseres Rück-Zuges mußten wir wieder durch diese Schleuse um den Schlüssel abzugeben und unsere Personalausweise zu empfangen. Ein Kollege sagte. "Den Jungen teste ich mal." Wir also rein in die Schleuse, Schlüssel hingelegt, Personalausweis in Empfang genommen. Der Kollege steckt sich eine Zigarette in den Mund und beugt sich nach vorn zur Öffnung des Schalterfensters und fragt: "Hast Du mal Feuer?" Der junge Soldat mußte wieder herzhaft lachen, griff aber zum Feuerzeug, welches links neben ihn auf dem Tisch lag und gab meinem Kollegen Feuer. Wir verabschiedenten uns freundlich und gingen durch die zweite Tür auf den Bahnsteig 1 West. Das war mal eine wunderschöne Erinnerung an einen Grenzsoldaten.
Ich gehe mal davon aus, daß dieser nette junge Mann ein Wehrpflichtiger war, dessen Heimgang schon fast unmittelbar bevorstand; denn nach dieser Begegnung haben ich ihn nicht mehr wiedergesehen. Sollte derjenige hier mit im Forum sein und sich evtl. wiedererkennen: Vielen Dank! Ein äußerst angenehme Begegnung auf einen sonst eher trüben, unfreundlichen Grenzbahnhof.



Also SanGefr,

ich glaube nicht das dort damals ein normaler Grenzer vor dir saß.In der Regel waren das alles Leute vom Ostzoll oder der Stasi.Eventuell auch noch Grenzoffiziere,aber kein Soldat aus dem Grundwehrdienst.Das nervt mich auch immer in manchen Filmen und sogenannten Komödien.Ich weiß nicht wo die Filmemacher recherchieren.Ich habe niemals einen Grenzer auf einer GÜST (Grenzübergangsstelle) gesehen.(Daneben am Zaun-ja)Die war für uns so tabu wie für jeden anderen ehem.DDR-Bürger.Auch das immer diese sächsische Mundart angeschlagen wird.Nichts gegen den sächs.Dialekt.Den hör ich auch mal gern.Aber es ist schlicht falsch und gelogen,wenn dargestellt wird,als ob der ganze Osten sächselt(e).

ek40


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03.11.2009 19:04
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Hallo mannomann und Stabsfähnrich

Danke für Info.
Gruß Chris65


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03.11.2009 19:11
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@SanGefr: Nicht alle an der GÜSt waren verkniffene Typen, wie diese gerne in Filmbeiträgen dargestellt werden. Der von Dir beschriebene junge Uffz.............wenn diese Begebenheit vor dem 16.02.1990 war, ist mit Bestimmtheit von der HA VI gewesen.
@EK40: die Sachen hatten sogar eine eigene Nationalhymnde: Wir sind überall. Um das Klischee zu vervollkommenden: Stasi Mitarbeiter tranken ausschließlich Meldekorn

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


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03.11.2009 19:13
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Hallo EK40,

bin voll deiner Meinung. Aus diesem Grund sehe ich mir solche Filme auch gar nicht an.


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03.11.2009 19:23
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Also bei mir war es so: Als ich am kurz vor Weihnachten 1977 entlassen wurde, mußte ich alles wieder abgeben. Fehlende Sachen mußten ersetzt werden. Mir fehlte ein Turnhemd und ein schwarzes Barett. Das wurde von dem Entlassungsgeld (800,- DM) abgezogen. Ich hatte dann ca. 775,- DM auf dem Scheck, also 25,- DM Verlust. Nach einem Jahr bekam ich Post von der StOV Bückeburg und mußte eine Teil-Einkleidung zur privaten Lagerung abholen. Dieser Einkleidung wollte ich mich mit Begründung wie: kein Platz dafür, keine Zeit für die Pflege usw. entziehen. Hat aber nix genützt. Ich mußte mir Bw-Parka, Strümpfe, Unterwäsche, Stahlhelm, Stiefel, Taschentücher, Feldhemd, Handschuhe, Essgeschirr, Koppel, Seesack und noch einige wenige Dinge zwecks privater Lagerung von der StOV Bückeburg abholen. Nach 1 1/2 Jahren ein erneuter Brief von der Bundeswehr. Alle Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände zwecks Vollständigkeitsüberprüfung bei der StOV Bückeburg vorzeigen und evtl. abgeben. Ich also wieder hin und alles vorgezeigt. Es wurde mir alles abgenommen außer Stiefel, Handschuhe, Unterwäsche und Taschentücher. Stiefel, und Taschentücher habe ich heute noch. Die warme olivgrüne Unterwäsche und die Handschuhe habe ich privat genutzt (obwohl verboten) und aufgebraucht. Die Stiefel (Knobelbecher) und Taschentücher will heute eh keiner mehr sehen. Ich habe heute noch alles Schriftliche von der Bundeswehr, Musterungsbescheid, Wehrpass, Erkennungsmarke, nach meiner Entlassung erhaltene Einberufungsbescheide für den Ernstfall, Schriftverkehr mit dem KWEA wegen der neuen Teil-Einkleidung, Bekleidungsliste (welche Bekleidung und Ausrüstung ich von der StOV Bückeburg abgeholt und wieder zurückgebracht habe)


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