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#21

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 11:30
von Freienhagener | 8.457 Beiträge | 21263 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #15
Die DDR war ein freies Land.
Repressalien allein wegen des persönlichen Musikgeschmackes an sich gab es schlichtweg nicht, sofern damit kein Zugehörigkeitsbekenntnis verbunden war.
Erst dann fingen oft die Schwierigkeiten an.
Nur weil man Uriah Heep, Boston oder Staus Quo hörte war man kein Gammler, deren Hits liefen sowohl bei unseren FDJ– Kegelnachmittagen auf der betriebseigenen Bahn oder beim gemütlichen Beisammensein nach irgendwelchen staatlich und gesellschaftlich verordneten Pflichtveranstaltungen.
Zugang zu den Hits der verbotenen Welt erlangte man mit etwas Anstrengung über Phonotheken, die es in jeder Stadt wohl gab (meine war in Eisleben am Markt), wo auch mal eine Beatles– LP leihweise zu haben war.
Auffällig war auch die Tarnung, die verantwortliche Stellen versuchten um diese Musik nicht allzu populär zu machen.
So konnte man Lizenzplatten gelegentlich kaufen, die aber von der Aufmachung her keine Hits von Sweet, T– Rex & Co. vermuten ließen, weil man sie statt Saturday Night (Bay City Rollers) mit Sjubotta Wetscher in kyrillischer Schrift (Събота вечер) versehen hatte.
Aber auch Radiomitschnitte wurden erschwert, wenn z. B. Stimme der DDR „ Auf den Flügeln bunter Noten“ brachte und die Hits der Rubettes z. B. mit den Namen der Komponisten/ Produzenten (?) Bickerton, Williams getarnt wurden, die kannte man erst, wenn man alles angehört hatte.
Das war wie der Abbraum im heimischen Braunkohletagebau, der erst mal phonetisch abgetragen werden mußte, um an die wahren Schätze zu kommen.
Mein einziger Gewinn aus der Wende war der Zugang zu allen weiteren Werken dieser genialen Phase der Musikgeschichte, die ich andernfalls wohl niemals so umfassend hätte erschließen können.
Aus den 100 € Begrüßungsgeld wurden 5–6 Stunden aus MC meiner Lieblingbands dieser Zeit – ein guter Deal.




Einen Kommentar zum ersten Satz erspare ich mir.

Ansonsten beschreibst Du hier richtig ungefähr das letzte DDR-Jahrzehnt.
Vorher sah es bekanntlich anders aus. Da wollte man auf Weisung eines einzelnen Herrn mit all dem "Schluß machen".
Tonbandaufnahmen konnte man aber problemlos von Westsendern erstellen. Der NDR z.B. stellte in speziellen Sendungen neue LPs vor. Dabei wurden auch längere Titel gespielt (vielleicht für die Tonbandleute in der DDR?)

Was (später) die Platten betrifft: Da gab es doch einen Schwarzmarkt, auf dem der Fan wesentlich mehr bekam als beim dürftigen Lizenzangebot. Allerdings waren die Scheiben dort teurer. Aber das wurde akzeptiert.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 22.02.2019 11:54 | nach oben springen

#22

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 12:59
von GKUS64 | 2.962 Beiträge | 7966 Punkte
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Anfang der 1960 er Jahre wurde den Bands , die z.B. in Tanzlokalen spielten (Discos gab es da noch nicht!), auferlegt das Verhältnis 40:60 einzuhalten, d.h. 40% Westmusik, 60% Ostmusik. Man hielt sich natürlich nicht immer daran, ab und zu wurde das aber kontrolliert. In DD gab es damals die beliebte Band von Uve Schikora,
er wurde kontrolliert und durfte daraufhin nicht mehr in DD, sondern nur im Umland spielen. Wir fuhren dann z.B. nach Weixdorf unweit von DD. Die Band begleitete bis in die 1970 er Jahre auch Frank Schöbel. 1976 blieb Schikora nach einem Konzert im Westen.
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&...Zx5xsZmrREw1oOD

Thema Lizenzplatte (schrieb ich schon mal): es muss ca. 1983 gewesen sein, ich laufe die Leipziger Straße in Berlin entlang und sehe an einem Schallplattenladen eine Schlange stehen. Ich stellte mich natürlich an ohne zu wissen was angeboten wurde. Als ich dran war bekam ich dann eine LP von Udo Lindenberg, da kannte ich den kaum. Die Platte kostete 16,05 Ostmark. Leider besitze ich die Platte nicht mehr habe sie mal bei einer Party liegen lassen oder verborgt, ärgert mich heute sehr.

MfG

GKUS64



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#23

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 13:22
von der alte Grenzgänger | 2.005 Beiträge | 5687 Punkte
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #22
...und sehe an einem Schallplattenladen eine Schlange stehen. Ich stellte mich natürlich an ohne zu wissen was angeboten wurde. ..
GKUS64




... aber das war doch der Normalzustand ..
(warum hast Du die Platte "billiger" bekommen - waren immer 16,10 M ... - zumindest bei AMIGA- )

Siggi (im KS- Modus)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#24

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 13:27
von HHausen88 | 52 Beiträge | 136 Punkte
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Hallo,

sehr schön beschrieben von einem der es wissen muss ist diese Musikgeschichte in den zwei Büchern von Stefan Gerlach

Als der Beat ....

Ansonsten erinnere ich mich noch an den "DT64 Mittschnittservice", in dem auch komplette Seiten einer LP ohne Unterbrechung am Stück gespielt wurden.

Viele Grüße
Tino



Bastler100 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 13:30 | nach oben springen

#25

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 13:35
von linamax | 2.703 Beiträge | 3537 Punkte
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Zu 22 In Weixdorf waren wir auch wenn er mit seiner Band spielte . Früher hatte er im Großen Garten in der Wirtschaft gespielt . Auch im Kulturhaus in Klotsche .


GKUS64, Bastler100 und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 13:46
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Gegen Ende meiner Schulzeit gab es mal eine Idee meiner Englischlehrerin wonach jeder der wollte eine Schallplatte englischsprachiger Bands und Solisten mitbringen möge um sie dann gemeinsam abzuspielen.
Ich hatte den Cliff Richard dabei, andere hatten die Stones, zusammengestellte Hits u.a. im Gepäck um dann zusammen herauszufinden, worum es in den Texten ging.
Erst in der überwiegend hysterischen und reißerischen öffentlich rechtlichen Nachwendeaufarbeitung kam mir der Gedanke, daß die Lehrerin nur ausspionieren wollte, wer möglicherweise Westverwandschaft haben könnte.
Was wären wir nur naiv damals.
Und frei !


bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 13:48 | nach oben springen

#27

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 13:50
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[quote="der alte Grenzgänger"|p703262
(warum hast Du die Platte "billiger" bekommen - waren immer 16,10 M ... - zumindest bei AMIGA- )

Siggi (im KS- Modus)[/quote]

Die Berliner hatten wahrscheinlich Mitleid vor einem aus dem Tal der Ahnungslosen!



der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 13:51 | nach oben springen

#28

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 14:02
von mibau83 | 1.607 Beiträge | 3796 Punkte
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Zitat von Theo85/2 im Beitrag #18

Die sind bei uns in der Linde "gross" geworden.Unter anderem.


ihr habt ja auch fast noch zu unseren kreis gehört frank.
nun ist die linde auch schon etliche jahre dicht!



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#29

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 14:11
von DoreHolm | 9.945 Beiträge | 12241 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #26
Gegen Ende meiner Schulzeit gab es mal eine Idee meiner Englischlehrerin wonach jeder der wollte eine Schallplatte englischsprachiger Bands und Solisten mitbringen möge um sie dann gemeinsam abzuspielen.
Ich hatte den Cliff Richard dabei, andere hatten die Stones, zusammengestellte Hits u.a. im Gepäck um dann zusammen herauszufinden, worum es in den Texten ging.
Erst in der überwiegend hysterischen und reißerischen öffentlich rechtlichen Nachwendeaufarbeitung kam mir der Gedanke, daß die Lehrerin nur ausspionieren wollte, wer möglicherweise Westverwandschaft haben könnte.
Was wären wir nur naiv damals.
Und frei !



Und ? Hat sie ? Gab es Folgeerscheinungen unangenehmer Art ? M.E. war sie lediglich offener als manche Lehrkraft. Nicht immer gleich die pööse Stasi hinter Allem vermuten. Unsere Englischlehrerin von der VHS hatte einen Gartenlaube. Da trafen wir uns ab und zu in der wärmeren Jahreszeit, versuchten uns auf englisch zu unterhalten und sangen englische Lieder aus einem Liederbuch. Waren allerdings keine Beatgruppen dabei, aber das ist wohl nicht sehr wesentlich. Zur Erkennung, damit wir den Garten auch finden, flatterte weithin sichtbar der Union Jack an einem langen Mast.
Mit dem Ausspionieren, ob zu Hause Westfernsehen geguckt wird, wurde ja auch über Kindergärten und Unterstufen erzählt. Ob es immer so war, bezweiflich etwas. Wenn, dann waren das Einzelfälle und m.E. spätestens in den 60er nicht mehr relevant, was solche Wichtigtuer und sich besonders überzeugt gebende Leute so herausfanden. So jedenfalls meine Erfahrungen. Als mich unser Politnik fragte, was ich machen würde, wenn ich nach Hause komme und meine Eltern gucken Westfernsehen und ich ihm glatte geantwortet hatte, daß ich dann mitgucke, hat er zwar dumm geguckt, aber es kam nichts nach. Und das war noch 67. Mein Vater hat mal klar geäußert, als es diese Kampagne gab, etwa Ende 50er, Ochsenkopf u. s.w., daß ihm keiner auf´s Dach klettert und die Antenne runterholt und er entscheidet, was seine Kinder sehen können und was nicht. Und das als Genosse und Betriebsleiter. 1963-65 war ich im Lehrlingswohnheim Leuna. Radio Luxembourg klang aus allen Heulen und kein Heimleiter ist eingeschritten. Im Klubhaus waren sog. "Twist-Abende" angesagt. Wer konnte am längsten und am besten/eindrucksvollsten twisten ? Jeder zweite Schlager ein Twist und das waren ja damals nahezu ausnahmlos Westschlager.



Krepp, Ebro und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 14:23 | nach oben springen

#30

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 15:20
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #29
...

Und ? Hat sie ? Gab es Folgeerscheinungen unangenehmer Art ? M.E. war sie lediglich offener als manche Lehrkraft. ...

Mit dem Ausspionieren, ob zu Hause Westfernsehen geguckt wird, wurde ja auch über Kindergärten und Unterstufen erzählt. Ob es immer so war, bezweiflich etwas. Wenn, dann waren das Einzelfälle und m.E. spätestens in den 60er nicht mehr relevant, was solche Wichtigtuer und sich besonders überzeugt gebende Leute so herausfanden. ...


Das erstere mit der Offenheit unterstütze ich mal an einem schönen Beispiel- wir hatten an der Penne (ca. 71 / 73) einen total coolen Biolehrer, der war auch Gitarrist in einer Merseburger Band (Dianas)- der hat schon mal im Unterricht die Klampfe genommen und einen ebenso coolen Dylan- Song vorgetragen.
Eine Mitschülerin war total verknallt in ihn- das volle Programm bis zum Suizidversuch ..
Unser Klassenlehrer war das ganze Gegenteil- zum lachen in den Keller gegangen und sonst immer auf Linie, Linie, nochmals Linie ...

Bei einem Klassentreffen in den 90ern hat der anwesende Biolehrer über den (trotz Einladung) nicht erschienenen Klassenlehrer gesagt, dass das wohl besser für ihn wäre... also Freunde waren das wahrscheinlich auch nicht.

Nach der Wende war er ziemlich in der Öffentlichkeit (Staatssekretär im Bildungsministerium Sachsen- Anhalt- zum gurgeln: Wolf- Dieter L.)- aber dem habe ich einen solchen Posten gegönnt ...

Das mit der berühmten Frage nach der Fernsehuhr mit Punkten oder Strichen kann ich für meine Person bestätigen (war etwa 1965)- mit meinem gleichzeitig befragten Kumpel "Moppi" haben wir aber "mit Punkten" geantwortet- wir waren irgendwie von anderen vorbereitet.

Es wussten eben schon die Kinder, was sie wo und wann zu sagen oder nicht zu sagen hatten ... ist doch ein schöner Erziehungserfolg des sozialistischen Bildungssystems

Siggi
(der sich aber fragt, ob das alles hier unserer "Joker" nützt ..)

Edith hat eine Zeitangabe ergänzt...


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
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zuletzt bearbeitet 22.02.2019 15:36 | nach oben springen

#31

RE: Master Arbeit (Umfrage)

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Zu 29 Werter DoreHolm Ich staune in was für einer freien DDR auf gewachsen bist . Mit diesen Ochsenkopf Antennen, da mußten wir als Schüler immer bei den Leuten klingeln und sie drauf hinweisen das ihre Antenne falsch ein gestellt ist . Mein Vater hat immer im Deutschlandfunk die Nachrichten gehört . Wenn es geklingelt hat wurde sofort ein DDR - Sender ein gestellt . Und wir Kinder mußten den Mund halten, daß unser Vater West - Sender hörte .


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#32

RE: Master Arbeit (Umfrage)

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@der alte Grenzgänger , da muss ich Dir zustimmen, was die Pauker betraf. Auch unter denen gab es sone und solche. Nachdem ich die Penne hinter mir hatte, hat mich mein Vater, er war damals im Elternbeirat, aufgeklärt, dass der Direktor meiner Penne ihm den Hinweis gegeben hat, er solle mich mal etwas an die Kandarre nehmen, denn es gab eine Anfrage zu meiner Person vom MfS. Wäre diese Geschichte über den Stellvertreter gelaufen, sie wäre anders ausgegangen.
Ergo, auch die Pauker waren nicht alle aus dem gleichen Holz geschnitzt.

Nachtrag: Zu einer anderen Geschichte habe ich vor einiger Zeit hier berichtet: Westfernsehen (2)


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
EX DM und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 16:40 | nach oben springen

#33

RE: Master Arbeit (Umfrage)

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von DoreHolm | 9.945 Beiträge | 12241 Punkte
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Zitat von linamax im Beitrag #31
Zu 29 Werter DoreHolm Ich staune in was für einer freien DDR auf gewachsen bist . Mit diesen Ochsenkopf Antennen, da mußten wir als Schüler immer bei den Leuten klingeln und sie drauf hinweisen das ihre Antenne falsch ein gestellt ist . Mein Vater hat immer im Deutschlandfunk die Nachrichten gehört . Wenn es geklingelt hat wurde sofort ein DDR - Sender ein gestellt . Und wir Kinder mußten den Mund halten, daß unser Vater West - Sender hörte .


So unterschiedlich sind eben die eigenen Erfahrungen. Appel auf dem Schulhof durch den Direktor (LDPD), mehr nicht. Das war um 62/62 rum. Du kannst es anzweifeln, steht Dir frei. Ich könnte genauso fragen, in was für einer duckmäuserischen Familie Du denn gelebt hast. Was auch sein kann, wahrscheinlich auch war, das ist der Wohnort und welche Leute in den Parteiorganen und Bürgermeisterämtern da das Sagen hatten. Das merke ich schon aus den Erzählungen meiner Frau und das war 10 Jahre später, wenn sie berichtete, daß einer aus dem Dorf an den Fenstern horchte und ihr BPO-Sekretär besonders linientreu gewesen wäre. Sie konnte mir aber nicht sagen, daß die Horcherei Folgen gehabt hätte. Das sind die gleichen Leute, die bis 45 die Ausgehorchten an die Gestapo verraten hatte und das waren dann tatsächlich lebensgefährliche Folgen. Aus Erfurt kenne ich das nicht und ich hatte einen recht großen Bekanntenkreis und in meiner Firma gleich gar nicht. Erst recht nicht zu meiner Amtszeit als BPO-Sekretär.



BRB hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 18:16
von andyman | 3.103 Beiträge | 6321 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #33

So unterschiedlich sind eben die eigenen Erfahrungen. Appel auf dem Schulhof durch den Direktor (LDPD), mehr nicht. Das war um 62/62 rum. Du kannst es anzweifeln, steht Dir frei. Ich könnte genauso fragen, in was für einer duckmäuserischen Familie Du denn gelebt hast. Was auch sein kann, wahrscheinlich auch war, das ist der Wohnort und welche Leute in den Parteiorganen und Bürgermeisterämtern da das Sagen hatten. Das merke ich schon aus den Erzählungen meiner Frau und das war 10 Jahre später, wenn sie berichtete, daß einer aus dem Dorf an den Fenstern horchte und ihr BPO-Sekretär besonders linientreu gewesen wäre. Sie konnte mir aber nicht sagen, daß die Horcherei Folgen gehabt hätte. Das sind die gleichen Leute, die bis 45 die Ausgehorchten an die Gestapo verraten hatte und das waren dann tatsächlich lebensgefährliche Folgen. Aus Erfurt kenne ich das nicht und ich hatte einen recht großen Bekanntenkreis und in meiner Firma gleich gar nicht. Erst recht nicht zu meiner Amtszeit als BPO-Sekretär.

Dann hat es die Aktion Ochsenkopf im September 61 in Erfurt nicht gegeben? http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43366009.html
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


Hanum83 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 21:38
von DoreHolm | 9.945 Beiträge | 12241 Punkte
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Zitat von andyman im Beitrag #34
Zitat von DoreHolm im Beitrag #33

So unterschiedlich sind eben die eigenen Erfahrungen. Appel auf dem Schulhof durch den Direktor (LDPD), mehr nicht. Das war um 62/62 rum. Du kannst es anzweifeln, steht Dir frei. Ich könnte genauso fragen, in was für einer duckmäuserischen Familie Du denn gelebt hast. Was auch sein kann, wahrscheinlich auch war, das ist der Wohnort und welche Leute in den Parteiorganen und Bürgermeisterämtern da das Sagen hatten. Das merke ich schon aus den Erzählungen meiner Frau und das war 10 Jahre später, wenn sie berichtete, daß einer aus dem Dorf an den Fenstern horchte und ihr BPO-Sekretär besonders linientreu gewesen wäre. Sie konnte mir aber nicht sagen, daß die Horcherei Folgen gehabt hätte. Das sind die gleichen Leute, die bis 45 die Ausgehorchten an die Gestapo verraten hatte und das waren dann tatsächlich lebensgefährliche Folgen. Aus Erfurt kenne ich das nicht und ich hatte einen recht großen Bekanntenkreis und in meiner Firma gleich gar nicht. Erst recht nicht zu meiner Amtszeit als BPO-Sekretär.

Dann hat es die Aktion Ochsenkopf im September 61 in Erfurt nicht gegeben? http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43366009.html
Lgandyman


Doch, die hat es auch in EF gegeben. Ist mir ein Begriff. Das es in der Schule ein Thema war, was im Gedächtnis hängen blieb, kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich schrieb das schon mal woanders bzw. weiter oben, als mein alter Herr sagte, daß ihm keiner auf´s Dach steigt und die Antenne richtet. Hat m.W. auch niemand versucht. Das wird örtlich sehr unterschiedlich gehandhabt worden sein, je nachdem, wie liberal die Einstellung der führenden Leute in einer Gemeinde/Stadt war. Das wird schon um 60/61 gewesen sein. Kennzeichen D, Deutsches aus Ost und West, Shilo-Ranch, Rauchende Colts, Bonanza, Blauer Bock u.v.a., das alles haben wir zu Hause geschaut und es hat mich westlich versaut.



berndk5, bürger der ddr und BRB haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2019 21:39 | nach oben springen

#36

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 22:28
von Gert | 15.158 Beiträge | 12091 Punkte
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Zitat von andyman im Beitrag #34
Zitat von DoreHolm im Beitrag #33

So unterschiedlich sind eben die eigenen Erfahrungen. Appel auf dem Schulhof durch den Direktor (LDPD), mehr nicht. Das war um 62/62 rum. Du kannst es anzweifeln, steht Dir frei. Ich könnte genauso fragen, in was für einer duckmäuserischen Familie Du denn gelebt hast. Was auch sein kann, wahrscheinlich auch war, das ist der Wohnort und welche Leute in den Parteiorganen und Bürgermeisterämtern da das Sagen hatten. Das merke ich schon aus den Erzählungen meiner Frau und das war 10 Jahre später, wenn sie berichtete, daß einer aus dem Dorf an den Fenstern horchte und ihr BPO-Sekretär besonders linientreu gewesen wäre. Sie konnte mir aber nicht sagen, daß die Horcherei Folgen gehabt hätte. Das sind die gleichen Leute, die bis 45 die Ausgehorchten an die Gestapo verraten hatte und das waren dann tatsächlich lebensgefährliche Folgen. Aus Erfurt kenne ich das nicht und ich hatte einen recht großen Bekanntenkreis und in meiner Firma gleich gar nicht. Erst recht nicht zu meiner Amtszeit als BPO-Sekretär.

Dann hat es die Aktion Ochsenkopf im September 61 in Erfurt nicht gegeben? http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43366009.html
Lgandyman



klar hat es das gegeben, ich kann es zeitlich nicht genau benennen, es muß so Ende 50er , Anfang 60er Jahre gewesen sein. Es gab kein Gesetz dass den Empfang westlicher TV und Radiostationen verbot aber psychologische Kriegsführung gegen das eigene Volk war eines der beliebten "Folter-Instrumente" der SED. Entsprechender Druck wurde auf allen erdenklichen Ebenen aufgebaut. Dabei war ein Hassbegriff " Ochsenkopf ", ein Sender im Süden von Thüringen. Ich glaube allerdings, unser Signal kam vom Sender Torfhaus im Harz, nahe dem Brocken gelegen.. Der strahlte weit nach Thüringen hinein. Der Empfang war sehr gut, unproblematisch in EF



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#37

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2019 22:43
von Ebro | 1.742 Beiträge | 5889 Punkte
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Ich erinnere mich, Mitte und Ende der 70er Jahre konnte man in unserer Gewerkschaftsbibliothek Lizenzplatten ausleihen, auch mal vorbestellen, wenn sie gerade vergriffen war.
Genesis Deep Purple, ELO waren darunter..........!



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#38

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2019 00:07
von Sperrbrecher | 3.478 Beiträge | 11448 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #36
Dabei war ein Hassbegriff " Ochsenkopf ", ein Sender im Süden von Thüringen.

Der Ochsenkopf zwischen Warmensteinach, Fichtelberg und Bischofsgrün im oberfränkischen Landkreis Bayreuth ist der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges und das ist in Bayern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Ochsenkopf


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
andyman und Theo85/2 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2019 00:11 | nach oben springen

#39

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2019 10:21
von Sperrbrecher | 3.478 Beiträge | 11448 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #15
Die DDR war ein freies Land.
Repressalien allein wegen des persönlichen Musikgeschmackes an sich gab es schlichtweg nicht, sofern damit kein Zugehörigkeitsbekenntnis verbunden war.

Da hast Du wohl in einer anderen DDR gelebt als ich?

In meiner Kaderakte war (Ende der 50er Jahre) z.B.festgehalten, dass ich ein großes Radio besitze und ein fleißiger Hörer bin.
Es war schon anrüchig, einen bestimmten Musikgeschmack zu vertreten, wies der doch eindeutig auf die Nutzung von Feindsendern
hin. Auch in der Presse vergaß man bei Berichten über Gerichtsverfahren nie darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte in seinem
Umfeld als RIAS-Hörer bekannt war, was sicherlich nicht unbedingt zu einer milderen Verurteilung führte.

Auf den damals üblichen gelben Quittungsbelegen der Rundfunkgebühren, die vom Postboten jeden Monat kassiert wurden, stand
quer in roter Schrift immer ein entsprechender Sruch drauf, der die Bürger vom Hören westlicher Sender abhalten sollte:
"Der RIAS lügt, die Wahrheit siegt!" oder "Wer RIAS hört, den Frieden stört!"
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=61410 und https://www.ma-shops.de/berger/item.php?id=27721

Nach Einführung des Fernsehen wurde akribisch darauf geachtet, dass die Antennen nicht in Richtung Ochsenkopf ausgerichtet waren
und übereifrige FDJ-Gruppen fühlten sich mancherorts sogar dazu ermächtigt, solche Antennenanlagen eigenhändig zu demontieren.

Glücklicherweise sind die entsprechenden Presseveröffentlichungen in den Archiven der Zeitungsverlage oder in den Bibliotheken alle
noch abruf- und einsehbar und anderslautende Behauptungen leicht widerlegbar.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
Büdinger, 1941ziger, bürger der ddr und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2019 10:40 | nach oben springen

#40

RE: Master Arbeit (Umfrage)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2019 11:16
von Freienhagener | 8.457 Beiträge | 21263 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #35

So unterschiedlich sind eben die eigenen Erfahrungen. Appel auf dem Schulhof durch den Direktor (LDPD), mehr nicht. Das war um 62/62 rum. ..........................................

Wahrscheinlich sind eher unterschiedliche Zeiten ausschlaggebend.
Bekanntlich wechselten sich politisches und damit kulturelles "Tauwetter" und (wenn es der Führung zu viel wurde) ein Gegensteuern immer wieder ab.

Die erste Lockerung gab es nach Stalins Tod.

Bekannt ist die "Eiszeit" nach dem "11. Plenum" 1965 (mit Ulbrichts berüchtigtem "Yeah"-Satz).

Mitte der 70er gab es wiederum ein Durchgreifen mit Band-Verboten.

Das war also ein Hin und Her mit mehr und weniger Freiraum.

Erst in den 80ern war eine (relative) kulturelle Lockerung nicht mehr aufzuhalten.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


furry und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2019 22:14 | nach oben springen


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