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#121

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 03.04.2018 20:58
von mibau83 | 1.464 Beiträge | 3017 Punkte
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Zitat von berndk5 im Beitrag #111

Ganz ähnlich konnte man den Weg erreichen, wenn man gut gedient hatte (also ohne dicke Hunde in der Akte), egal ob als GWD`ler oder Uffz. und dann zum Studium ging. Da gab es die Möglichkeit Reserveoffizier zu werden. Erfolgreiches Studium, zwischdurch ein paar Lehrgänge (möglicherweise auch in den Semesterferien ???) und schon konnte man am Ende des Studiums ebenso zum Unterleutnant ernannt werden.

Die letzten Passagen habe ich nur aus sehr entfernter Erinnerung ausgegraben, Irtum kann ich leider nicht ganz ausschließen- wimre, ist es aber so gewesen.
Garantiert gibt es im Forum genug Leute, die vielleicht Näheres dazu wissen und einwerfen können. Bitte meldet Euch, dadurch lebt dieses Forum.


mal 2 beispiele aus diesen forum hier.

prignitzer, gedient als gwd'ler im gr-20. letzter dienstgrad, oberleutnant d.reserve.

ulei mendhausen, gedient als oaz im gr-9, letzter dienstgrad, hauptmann d.reserve.



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#122

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 01:52
von Rainman2 | 5.851 Beiträge | 811 Punkte
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Hallo @berndk5 !

Ich habe Deinen Beitrag #102 gelesen und Deine schlechten Erfahrungen mit Deinen Polits zur Kenntnis genommen.
Ich gestatte mir dennoch Einspruch gegen Deine hier aufgestellten, und nach meiner Auffassung zu weit greifenden Schlussfolgerungen.

Zitat von berndk5 im Beitrag #92
...
- Karriere: ein Polit wollte (und konnte) in der Regel nie KC werden. Polit-Off. im GB oder GR, eventuell mal Bataillonspolit. Deshalb meist wenig Elan zu militärischen Dingen in der GK. Bei milit. Problemen des KC (Grenzdurchbruch, schlechte Ausbildungsergebnisse der GK etc., ) war der Polit oft schnell mit der Parteileitung zu Gange, um den KC zu tadeln, rügen etc. . Der eigene Anteil am Ist-Zustand wurde dann immer gern auf die Militärs abgewälzt. Das zwangsweise Durchlaufen der Zugführer-Rolle war bei den Polit`s meist sehr kurz. ...


Ich bin ein Verfechter des Prinzips, dass hier Geschichte anhand der eigenen Geschichten lebendig gehalten werden sollte, also kurzer Abriss meiner Geschichte.
Im Jahr 1981, gegen Ende des zweiten Lehrjahres an der OHS, wurde ich mit 50/60 anderen aus einem Appell heraus in den Kinosaal befohlen. Dort erfuhren wir, dass wir als Partei-Politkader berufen wurden. Gut, damit war klar, dass wir bei den GT kaum eine Chance hatten, General zu werden. Das ließ sich verwinden. Gefragt wurden wir nicht - die Partei stellte uns an unseren Platz und erwartete, dass wir unsere Pflicht erfüllten. Das taten wir denn auch. Ich war am Ende des 3. Lehrjahres wie alle anderen im Praktikum, da wollte aber auch unbedingt der Appendix meines Blinddarms raus. Es blieben 9 Tage Truppenpraktikum. Da ich das "Glück" hatte, gleich nach der OHS zu einem 10-monatigen Heranbildungslehrgang zum Politoffizier an die MPHS zu gehen, war das meine einzige Truppenerfahrung bis zu meiner Einsetzung als Stellvertreter des KC für politische Arbeit. Während mein Kompaniechef und der StKC, beides bereits Hauptleute, den ganzen Tag nüscht anderes taten, als sich um die Belange der Grenzsicherung zu kümmern, war meine Zeit zu mehr als zwei Drittel mit "Politkram" angefüllt. In der restlichen Zeit sollte ich zu einem adäquaten Stellvertreter des KC in der Kompaniesicherung werden. Ich war 22 Jahre, hatte von nichts eine Ahnung und hatte einen Kompaniechef mit der Empathie einer Dampfwalze. Ich stehe zu folgendem Satz, selbst wenn der das hier lesen sollte: Der Typ war ein Arsch! Monatsplanung, ich kam rein mit den Terminen meiner Dienstbesprechung: "Was willst Du jetzt hier mit Deinem Scheiß?!" Ich habe mich in die Fragen der Grenzsicherung reingekniet - nebenbei: Ich gehörte zu den Besten meines Jahrgangs in "Taktik der Grenztruppen" - aber ich bekam kein Bein auf die Erde. 1984, nach unserem ersten Grenzdurchbruch in dem Jahr, mussten sich der Kompaniechef und ich als Polit der Grundorganisation der Kompanie stellen. Es wurde gegen uns ein Parteiverfahren eingeleitet wegen Nichterfüllung unserer Dienstpflichten. Das Verfahren gegen mich dauerte 10 Minuten, das gegen den Kompaniechef 90 Minuten. Er bekam von allen außer mir auf die Stulle geschmiert, dass er keine Umgangsformen und kein Benehmen hatte, Selbstherrlich agierte und Unterstellte schikanierte. Wir bekamen beide am Ende eine Rüge. Im Gegensatz zu Deiner hier geschilderten Wahrnehmung hatte ich die Wahrnehmung, dass ich als Polit für jedes militärische Vergehen in der Kompanie mit gerade stehen musste, weil ich verantwortlich für den Politisch-moralischen Zustand der Einheit war, und der bei Vergehen ja nicht stimmen konnte.

Zitat von berndk5 im Beitrag #92
...
-Dienstdurchführung: Da die Polits ja auch anteilig Schichten und Dienste leisten mussten, bestand auf Grund geringerem Interesse/Eifer zu milit. Fragen häufig ein Problem in der Dienstdurchführung. Den Ärger wegen "mangelnder Qualifizierung" hatte dann der KC auszubaden und natürlich auch zu verantworten. ...


Das ist ein Vorurteil aus Deiner Erfahrung. In der Verallgemeinerung weise ich das strikt von mir. Ich hatte ein hohes Interesse an militärischen Fragen, habe aufgrund dieser Tatsache sogar Pflichten als Polit vernachlässigt. Ich hätte genauso gut Polka tanzen können, ich bekam keinen Fuß auf die Erde. Ich begegnete immer wieder einer Arroganz der Kommandeurskader gegenüber der Politstrecke, die ich nicht begreifen wollte. Klar, wir hatten einen eigenen, unabhängigen Berichtsweg. Klar, wir hatten Zugriff auf die Parteiorganisation, die ja auch wieder einen eigenen, unabhängigen Berichtsweg hatte. In der Nachbetrachtung ist mir da einiges klarer. Aber der erste, der mich als den behandelte, der ich bin, war mein Kompaniechef in der Stabskompanie. Warum konnten das die anderen vorher nicht? Korpsdenken und Standesdünkel prägen sich in einer Armee schneller aus, als anderswo. Das liegt simpel und einfach an den letztlich anachronistischen, weil feudalen Strukturen. Man könnte stolz sein, eine bestimmte Stufe der Leiter erreicht zu haben, bekommt aber von anderer Seite Gegenwind und lernt, sich zu behaupten, indem man sich als Mitglied seiner Gruppe von anderen Gruppen abgrenzt, was dadurch erleichtert wird, dass man über vielen anderen steht.
- Ich kam über die Sonderreife an die OHS - "Pressluftabiturienten"
- Ich kam direkt von der OHS an die MPHS - "Wochenleutnants"
- Ich kam ohne Erfahrung als ZF in die GK - Zitat KC gegenüber Unterstellten: "Ich kann heut nicht so viel trinken, der Polit hat Dienst."
Nichts davon hatte mit meinen konkreten Leistungen, mit meiner konkreten Person zu tun.

Ich respektiere Deine Erfahrung. Aber Deine hier geäußerten Verallgemeinerungen weise ich auf das Entschiedenste zurück.
Ich glaub, wir beide sollten mal zusammen in Ruhe ein Bier trinken ... ;-)

Herzliche Grüße
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#123

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 07:47
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Leider konnte ich nur meine persönlichen Eindrücke schildern, habe wirre auch darauf hingewiesen, dass es da ganz sicher auch gute und engagierte Offiziere gegeben haben muss. Ich kannte ganz sicher auch den Einen oder anderen, es ist aber schade dass diese eher eine nAusnahme waren und ich leider nicht das Glück hatte so einen STPA zu haben.
Mehr antworte ich gern, wenn ich etwas mehr Zeit habe.
Deinem letzten Vorschlag stehe ich sehr aufgeschlossen gegenüber.........


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#124

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 09:02
von Winch | 237 Beiträge | 378 Punkte
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ich würde mich gerne beim Biertrinken anschliessen. Weil über meinen Polit konnte ich mich zum Glück in keiner Weise beschweren, eher im Gegenteil.


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#125

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 18:57
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War in meinen ersten Jahren ja auch mal Polit, erst ab 52 KC. Bevor es Politorgane gab, war ich als junger Bursche Gewerkschaftsvertrauensmann des Grenzkommandos in Drösede B. Aber dann kam 1949 der Befehl: Keine gewählten Funktionen in der Truppe. Und Bier trinke ich auch ganz gerne.



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#126

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 19:33
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Zitat von der 39. im Beitrag #125
War in meinen ersten Jahren ja auch mal Polit, erst ab 52 KC. Bevor es Politorgane gab, war ich als junger Bursche Gewerkschaftsvertrauensmann des Grenzkommandos in Drösede B. Aber dann kam 1949 der Befehl: Keine gewählten Funktionen in der Truppe. Und Bier trinke ich auch ganz gerne.


Heißt das, dass es beim DDR Militär ab 1949 nicht mehr erwünscht war, dass Interessenvertreter der Soldaten von den Soldaten gewählt werden konnten? Als ich in den 80ern in der NVA diente, war so etwas auch überhaupt kein Thema und nur vom Wohlwollen oder Nichtwohlwollen der Vorgesetzten abhängig. Wir hatten einen Fähnrich als Zugführer, der vom Komiss die Schnauze gestrichen voll hatte und uns entsprechend menschlich behandelt hatte. Das Bedrückende war, dass seine Vorgesetzen sich brutal an ihm rächten und ihn als Soldat nach Hause schickten. Für einen Endvierziger eine bittere Lebensbilanz. Sein Nachfolger war das ganze Gegenteil und er hatte großen Anteil dran, dass ich auch als Soldat nach Hause ging. Nur für mich war das in meinen jungen Jahren nicht ganz so tragisch.

Nach der Wende erfuhr ich, dass es z.B. bei der Bundeswehr üblich war, dass es Interessenvertreter der Soldaten gab, so dass diese sich auch gegen vorschriftswidrige Übergriffe der Vorgesetzten wehren konnten. Das war damals in der NVA viel schwieriger und ging in Einzelfällen nur über Eingaben, die direkt an die Partei- und Staatsführung gerichtet waren. Dies ist mir im Nachhinein ziemlich übel aufgestoßen, wegen der damaligen politischen Argumentation, dass die NVA die Armee des Volkes sein wollte und anscheinend trotzdem Abscheu gegen primitivste demokratische Grundrechte ihrerer eigenen Soldaten hatte.

Gruß Kalubke



berndk5, bürger der ddr, IM Kressin und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.04.2018 19:46 | nach oben springen
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#127

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 20:01
von damals wars (gelöscht)
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Unser Polit war die Mutter der Kompanie. Allen menschlichen Scheiß, den der KC Major Ü einrührte, musste er auslöffeln, und das neben seiner Arbeit als Polit und Stelli.
er hatte aber auch die menschliche Kompetenz!
Dazu gehörte unter anderem die "Eindämmung" der EK Bewegung, die der KC gut für sich auszunutzen verstand.


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#128

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 20:28
von Jürgen 75/2 (gelöscht)
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#127
Wenn Du von EK “ Bewegung “ sprichst muss es bei Euch ganz schön arg gewesen sein .
Unser KC und der Polit haben das Thema nie
beachtet . Der Hptfw und der stellv .KC konnten damit gut umgehen .Wobei der Hptfw
und zwei Zugführer selbst Bandmass- Träger
waren .Das haben die nie verheimlicht .

Gruß Jürgen 75/2


Ehli, berndk5, IM Kressin und Commander haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#129

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 22:04
von berndk5 | 1.509 Beiträge | 11840 Punkte
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Hallo an Alle zusammen, ist leider schon spät, ehe ich mich richtig melden kann. Möchte hier unbedingt einige Antworten geben, bitte versteht es nicht als Massenabfertigung- klar hätte jede Einzelantwort in der Summe vielleicht mehr Punkte ...? Alles Quatsch.

Durch Eure Beiträge lebt ein Thema, dadurch lebt das Forum überhaupt- deshalb danke ich jedem Einzelnen sehr.
Im Forum gibt es Regeln, fast Alle halten sich daran- da macht es einfach Spass, den Anderen teilhaben zu lassen an den eigenen Erlebnissen. Auch an den eigenen Fehlern. Es gibt dabei auch Fehler, die mir erst hier im Forum durch Eure Reaktion, durch Hinweise und unvermeidbar auch Kritik offenbar wurden.

Deshalb, hauptsächlich deshalb, möchte ich dem Einzelnen auch auf Fragen und Sichtweisen antworten- weil er es mir wirklich wert ist. Niemals sollten meine Beiträge als Belehrung "es besser zu wissen" oder abwertend gegenüber den Mitgliedern oder Lesern empfunden werden- bin überzeugt, dass da auch alles ok. ist.
Also, da bin ich doch @mibau83 für seinen #121 sehr dankbar, weil er einfach nur aus seinem Erleben Beispiele nennt, die Inhalte aus anderen Beiträgen so einfach belegen, dass da nix erfunden war. Sicherlich gäbe es tausende anderer Beispiele auch.

Wenn gar niemand dazu etwas sagt, könnte ein junger und unbedarfter Leser vielleicht denken: Na wer weiß, ob das alles so war........

zu #122 konnte ich nur `ne schnelle, kurze AW bisher schreiben. Ich weiß, dass @Rainman2 über den Inhalt meines Beitrages sehr sauer und berechtigt teilweise persönlich angegriffen war- absolut nachvollziehbar. Wir haben uns schon ein wenig ausgetauscht und ich bin sehr froh darüber, dass er Realist ist und trotz seiner Betroffenheit mir diese Dinge nicht persönlich nachträgt. Was sollte ich auch tun, verbiegen kann ich mich nicht- klar dass er selbst ja auch nicht gemeint war. Das weiß er ja selber.
Ich hatte an anderer Stelle auf ihn persönlich bezogen vor wenigen Tagen mal etwas beschrieben, wo ich als positives Beispiel nach meiner Beurteilung "Rainman" genannt hatte. Ich sage das jetzt nur aus dem Grund, damit sichtbar wird, dass ich ihn selbst (nur aus seinem Auftreten im Forum) sowieso anders, also als "positiven Polit" eingeschätzt hatte. Wir wollen das sowieso auf gemeinsamen Wunsch, und mit zustimmenden Signalen anderer User noch im "persönlichen Gespräch" ausdiskutieren.

Auch hier erlaubt mir den Hinweis (keine Rechtfertigung) , es ist einfach nur das erlebte Leben, was ich beschreibe- niemals ergibt sich daraus ein Anspruch auf alleinige Wahrheit oder Gültigkeit. Es waren immer Menschen um die, und mit denen es ging- oder auch nicht.
Menschen waren und sind verschieden, mit vielen guten aber auch schlechten Seiten, der Schreiberling dieses Beitrags hier ist da voll mit drin !

Um so mehr freue ich mich, dass @Winch in seinem Beitrag schreibt, dass er einen guten Polit hatte. Das unterstreicht für mich nur, dass mein persönliches Erleben zwar Momentaufnahmen sind- aber nicht allgemeingültig. Auch so ein kleiner Beitrag ist da für mich sehr wohltuend, weil er damit völlig unspektakulär sagt, dass es auch andere, positivere Beispiele gab, als von mir geschildert.

Na ja und unser Urgestein @der 39. möchte ich unter keinen Umständen bei unserer "klärenden" Diskussionsrunde vermissen. Desahalb wünsche ich mir für Dich allerbeste Gesundheit. Du bekommst auch gleich noch `nen Job. So würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Du die hier kurzfristig aufgekommenen "Diskussionspläne" zusammenfassend konkretisieren könntest.

Mein Problem: Ich bin zwar gerne bereit einen "großen Packen" an Arbeitslast zu übernehmen, Du würdest mir aber einen sehr großen Dienst erweisen, sozusagen als "Senior" die Schirmherrschaft und Anfangsphase des Projekts zu übernehmen. Gerne per PN mehr.

Bitte Leute versteht es, da ich erst wenige Tage im II.DHJ (im Forum) bin, möchte ich hier kein "eigenes Ding" abziehen. Das geziemt sich nicht.

Soviel bis hierher, geht gleich weiter. Für unbeteiligte Leser: Bitte diesen Beitrag im Zusammenhang mit den Vorherigen sehen und verstehen, DANKE !


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#130

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 22:17
von Pitti53 | 9.991 Beiträge | 7123 Punkte
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Wer hat eigentlich das Thema geändert?


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#131

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 22:22
von maxhelmut | 716 Beiträge | 495 Punkte
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hast doch selber schon Beiträge geschrieben @Pitti53

spät aber nicht zu spät

ab #86

maxhelmut


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#132

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 22:22
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Eine offizielle Interessenvertretung der Sodaten gab es nicht oder nicht in dieser Art. Es gab eine Parteiorganisation und eine FDJ-Organisation in denen Parteimitglieder oder FDJ-Mitglieder ihre Probleme zur Sprache bringen konnten. Aber es war nicht ganz einfach. Offiziell gab es in Versammlungen ja zunächst ein aktuellpolitisches Hauptthema, erst in der Diskussion dazu konnte man mal ein konkretes Problem anbringen. Man konnte auch noch eine Eingabe schreiben, ich erinnere mich, dass ich zweimal zu solchen Eingaben der Soldaten eine Stellungnahme schreiben musste und der Polit parallel dazu auch.
Eine große Eingabewelle gab es mal, aber von Seiten der Offiziere. Damals war Stoph in China gewesen und brachte mit, dass die Offiziere die Sorgen und Nöte der Soldaten nur nachempfinden können, wenn sie selbst eine gewisse Zeit Dienst als Soldat leisten. Wurde dann schnell wieder abgeschafft, nachdem einige Hfw die Offizierssoldaten vorzugsweise zum Revier- und Toilettenreinigen einsetzten.
Aber eine offizielle Interessenvertretung der Soldaten hat es wohl zu keiner Zeit gegeben.



Freienhagener, Ehli, IM Kressin, berndk5 und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#133

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 22:51
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zu Deinem Beitrag #126 muss ich mir @Kalubke doch etwas mehr Zeit nehmen. Deine Formulierungen sind leider so sehr wahr, dass Du mit Deinem Beitrag wohl weniger als einer von Tausenden bist, der es so erlebt hat und so beurteilt.
Schon deshalb muss ich darauf antworten, ohne auch nur ein einziges Deiner Worte bestreiten zu wollen.
Deshalb bitte ich auch alle Leser darum, meine Beitrag keinesfalls als Leugnung oder Verharmlosung zu sehen. Mein Beitrag soll versuchen zu erklären, warum es so war, wie es war. -nicht aus höherer Psychologie oder irgendwelchen Politstatuten, sondern aus dem Leben heraus.
Die nachfolgende Antwort entspricht grundsätzlich meiner persönlichen Meinung auf der Grundlage erhaltener Ausbildung und Befugnisse, sowie dem damit verbundenen , eigenen Erleben aus einer sehr langen Dienstzeit.
meine persönliche Erläuterung.

Die NVA +GT wurden als Armee des Volkes aufgebaut und entwickelt. Ihre Angehörigen kamen aus allen Schichten des Volkes und gingen danach auch (fast immer) dahin zurück. Da gibt es kein wenn und aber, Leser die es nicht akzeptieren, sollen sich doch einfach nur ausloggen. Kurzbeispiele für diese These sind: Verankerung der Armee im Volk(mit allen positiven+negativen Beispielen). Niemals hat ein Soldat die Waffe gegen das Volk erhoben und angewendet (Herbst 1989). Der Grenzverletzer auf den die SW ggf.m angewendet wurde, war nicht das Volk (einfache Prozentrechnung bemühen, außerdem anderes Thema). Die Auflösung der NVA und GT auf der Grundlage des Willens des VOLKES (Volkskammerbeschluss zum Einigungsvertrag).
Wo gab es so etwas in der Geschichte jemals zuvor.

Demokratie in der Armee- oh großer Gott (oder Lenin ?), wie soll man das bewerkstelligen ? Der letzte Krieg WK II war ja noch nicht lange her.
Welche Erfahrungen gab es , was wollte man, was nicht- weil es zum Bummerang werden konnte. Bitte aus diesem Ansatz die Entwicklung sehen und erkennen.
So kam man meiner Meinung nach auf die Idee, dass mit der führenden Rolle der SED und ihrer "Kampfreserve" der FDJ genügend demokratische Mitwirkung gegeben sein könnte (war). Schließlich waren ja in der Partei(SED) alle gleich, egal ob Soldat oder General (auch wenn einige etwas "GLEICHER" waren/SARKASMUS des Schreibers) . So wurden mögliche "Soldatenräte" etc. geblockt und ein direkter Einfluß auf Befehlsstrukturen ausgehebelt.
Über den Einfluß der Hirarchie auf die Besetzung der SED und FDJ- Strukturen in der Truppe braucht man hier wohl nicht eingehen.
So war vermeintliche Demokratie (immer nach dem Verständnis der Herrschenden) gewährleistet.

Klar war es in der Sache meist eine Farce, ich hatte aber an anderer Stelle schon geschrieben- wie diese Demokratie der FDJ, einen EK vor dem Nachdienen zu bewahren, ohne das der Regimenter etwas anderes als "gute Miene zum bösen Spiel" machen konnte.

In der Wendezeit, im Zuge vergeblicher Militärreformen wurde dann noch mal die Gewerkschaftskarte gezogen, ehe das aber so richtig durchgedrungen war, war der Spuk auch schon vorbei. Aus meiner Sicht ein viel zu später Versuch, das bevorstehende Ende aufzuhalten.

Also @Kalubke , das mit der Abscheu gegen ....demokratische Grundrechte.... sehe ich bei weitem nicht so.
Zugestehen muss man aber, dass die Umsetzung berechtigter Ansprüche der "Demokratie" dem Einzelnen nicht gerade leicht gemacht wurde.

Sorry, das war doch aber normal und überall so ? - oder ? Stichwort Ausreiseantrag, Besuchsreisen BRD etc.- alles möglich !!! Aber eben nicht so einfach und: Manchmal doch unmöglich.

Sorry, aus heutiger Sicht leichter zu schreiben, als damals Einfluß zu nehmen..............


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#134

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 04.04.2018 22:53
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zu #130 ich war`s nicht , keine Ahnung......


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#135

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 05.04.2018 00:05
von berndk5 | 1.509 Beiträge | 11840 Punkte
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so, nun will und kann ich endlich auf Deinen Beitrag #128 eingehen @Jürgen 75/2 . Ich denke, mein Beitrag könnte für viele Leser von Interesse sein.

Das sind auch keine Märchen, sondern erlebte Erfahrungen und tatsächliche Begebenheiten. Inzwischen konnte ich erfreulicherweise einige ehemalige AGT im Forum erkennen, die das Glück/oder Pech (je nach Sichtweise) hatten, in Treffurt unter meiner "Gewalt" zu dienen.

Die Frage, die sich der geneigte(oder nicht) Leser stellen muss, was würde ich als KC, als Kommandeur so einer Truppe machen ?
Ignorieren, Abstreiten, oder sogar bekämpfen ? - Alles Quatsch.

Mein Ziel war es immer, aus jeder Situation zu versuchen, das bestmögliche im Interesse der erhaltenen Aufgabe zu machen. Verbote und Gwalt konnten da keine dauerhafte Lösung sein- als wie und was.
Man musste vesuchen zu verstehen was DAS war, worum es ging! Das war nicht die Unterjochung niederer Diensthalbjahre ( so was waren negative Auswüchse) , sondern über ALLEM stand die FREUDE es bald geschafft zu haben, ENDLICH nach HAUSE zu dürfen, (ganz klein) die Pflicht ehrenvoll erfüllt zu haben.
Frage: Was war daran falsch ? , -außer, das vielleicht das passende Zitat der letzten Honecker-Rede oder der Bezug zu den Beschlüssen des letzten Parteitages fehlte.
Aus diesem Grund habe ich mir eine eigene Position zur EK-Bewegung in meiner Kompanie gebildet, die ich im Gleichklang mit meiner eigenen "Erstarkung" bis zum Major, dann auch offen gegenüber dem Batailloner vertreten konnte- und die auch dort akzeptiert wurde. Es gab in Treffurt keine EK-Vorkommnisse, obwohl eine EK-Bewegung vorhanden war.
Ich bitte insbesondere alle ehemaligen GWD`ler darum,, meine Aussagen bitte mit dem notwendigen Abstand und meiner "verklärten Sicht" als "Tagedieb" oder "Buckel" zu bewerten. Trotzdem sind gewisse Tatsachen und der Fakt eines "friedlichen Miteinander" in meiner GK nicht abzustreiten.
Wie kam es dazu ?
Als ich vom STKC-11.GK (Großensee) zum KC-5.GK(Schnellmannshausen) aufstieg und versetzt wurde, kam ich auf eine "verseuchte Kompanie" . Seit mindestens 6 Monaten war kein regulärer KC mehr da, die Führung wurde durch Abkommandierung von Offz. aus dem im Objekt bnefindlkichen Bataillonsstab notdürftig gewährleistet. Kontrollen wurden gar nicht entsandt, oder hatten befohlene Scheuklappen- man hatte ja keinen Dummen. (Bis ich so blöd war, ja zu sagen) .
Da habe ich das Problem und die scheinbare Ohnmacht des "Befehlshabers" kennen gelernt.
Mangels Dienstwohnung am Standort, durfte ich viel Zeit auf der GK verbringen. Konnte deshalb das Problem durch zwanglose Gespräche überhaupt erst für mich aufbereiten und eigene Überlegungen anstellen.
Mit ersten Maßnahmen/Aktionen hatte ich dann auch in Schnelli schon Erfolg (wir sind nicht mehr aufgefallen !), richtig erfolgreich war es dann erst in Treffurt.
So habe ich mich in jedem neuen Halbjahr über die "Ober-EK`s" zu einer zwanglosen "Boiler"-Runde einladen lassen, den Kaffee hab ich natürlich bezahlt.
In diesen zwanglosen Runden(die auch später ca. alle 2-3 Monate mal waren) konnten die Jungs mir ihre Wünsche und Sorgen vortragen. Auch über andere Vorgesetzte. Dabei habe ich niemals jemanden in die Pfanne gehauen- solche Probleme waren eh die Ausnahme.
Meist ging es um das ganz normale (und möglichst bessere) Leben im Dienst. Meine Maxime war immer: Nehmen und Geben !
Zuckerbrot und Peitsche war eher nicht so mein Ding.
Ich habe immer versiucht den Jungs klar zu machen, dass der Vize, oder ZwiPi oder wer auch immer, auch eine Knarre mit 60 Mumpeln im Dienst dabei hat, und das man sich gegenseitig auf einander verlassen können muss ! Niemals darf eine "Striezerei" der EK`S auf Todeshass münden- das haben sie wohl begriffen.
Auch sollten sie ihre Rituale so gestalten, dass sie gemeinsam daran Freude haben konnten und niemand mit Angst oder Horror daran zurück denken muss.
Alkohol: Klar gab es dieses Problem. Auch hier habe ich die EK`s mit ins Boot genommen. Es gab tödliche Unfälle, nicht von Soldaten meiner GK, nicht wegen Alkohol. Aber ich habe sie trotzdem gefragt, was ich als KC denn ihren Eltern oder Ehefrauen sagen soll, wenn der LO-Fahrer bei Grenzalarm im Suff gegen einen Baum donnert und Leute sterben. Man kann Alkoholgenuss zwar verbieten, aber nicht verhindern.
In meinem Verantwortungsbereich gab es keinen einzigen Unfall unter Einwirkung von Alkohol- illegaln Alkoholgenuss aber auf jeden Fall- auch wenn das fast nie aufgefallen ist oder offiziell gemeldet werden musste.
Nur allein durch Befehle und Belehrungen war so etwas nicht möglich.
Wenn die EK`s aber mal nach so einer Boilert-Runde mit dem KC auf die Bude kamen und Neuigkeiten verkünden konntgen, hatte jeder seinen Vorteil.

Man konnte ja Urlauber in die Nachtschicht planen, so dass der Urlaubsantrirtt "nach Dienst" eben mal früh um 5 Uhr oder 6 Uhr war statt 15 Uhr.
Es gab da sehr viele Möglichkeiten eines vernünftigen "Miteinander", ohne das man sich verbiegen musste.
Das Heizungsgeklopfe im 11èr Takt hatten wir inTreffurt (wimre) auch nur 1 Mal- ich schwöre, dass sich drei EK`s anschließend nach der Beendigung des "planmäßigen" Atom-Alarms für die ganze GK bei mir entschuldigt haben. Es war mein 31.Geburtstag, die Boiler-Runde hatte irgendwie vorher nicht geklappt. Blödes Timing, würde man heute sagen.

Danach gab es keine Probleme mehr.
Sehr lange Jahre war Treffurt die einzige GK im Regiment, wo es am letzten Abend eine offizielle Feier mit Alkohol (außerhalb Objekt) im Patenbetrieb (heute Dannemann-Cigarrenfabrik, damals VEB ZIFAT ) gab - da konnte natürlich auch eine spätere Kontrolle vom Stab nicht beweisen, dass im Objekt Alkohol getrunken wurde.

Also Leute, schöne STORY, bitte mit dem notwendigen Zeitabstand und der eigenen ........ bewerten.
Kritiken und Fragen wie immer ausdrücklich erwünscht........


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#136

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 05.04.2018 10:32
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Nur ein paar Gedanken von mir....

Auch ich habe den Polit der PIK I als recht angenehmen Menschen in Erinnerung. Wenn ich an diese Zeit zurück denke, da fallen mir der Küchenchef (Stabsfeld), der Hauptfeld (Oberfeld) als menschlich sehr sympatisch ein.
Der Küchenchef sah in seiner Tätigkeit wohl das fachliche Gebiet an erster Stelle und hat auch mit den eingeteilten (oder auch als Straftätigkeit eingesetzten) Küchendiensten einen guten Umgang gepflegt.
Der Hauptfeld war wohl auch ein wenig der "Prügelknabe" der Zugführer und der anderen Offiziere und hat sich vermutlich aus diesen Gründen eine humane Umgangsweise mit den Soldaten bewahrt.
Ich nenne bewußt keine Namen, doch @berndk5 wird wissen wen ich meine.

Zu dem Thema Volksarmee und Volksverbundenheit, das sehe ich einfach anders. Klar gingen die Offiziere bzw. Weisungsberechtigten aus dem Volk hervor, nur das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Viele Berufssoldaten in den USA kommen auch aus dem Volk, weil sie in der Armee die einzige Chance zum sozialen Aufstieg sehen melden sich viele aus der Unterschicht.
In der NVA meldeten sich viele zum Offiziersstudium aus den Gründen Technikbegeisterung, sichere Laufbahn, sicherer Studienplatz und auch aus Überzeugung. Viele Berufsoffiziere wußten das sie nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ausgesorgt hatten. Hoher Rentenanspruch und vermitteltes Pöstchen in einer Behörde bzw. als Sicherheitsbeauftragter usw.
Auch gab es nach dem ausscheiden noch ein sehr hohes "Überbrückungsgeld", also so "Volksnah" war man nach der Rückkehr wohl nicht....

Doch der Hauptgrund, das ich die GT nicht als Teil einer "Volksarmee" erlebt habe, das war die Einstellung der Soldaten. Ich kann mich an keinen erinnern, der aus Volksverbundenheit gerne und freiwillig seinen Grundwehrdienst geleistet hat.
Auch der Umgang mit den Wehrdienstleistenden war wohl recht wenig "Volksverbunden". Klar jede Armee braucht für seine Existenz und Schlagkraft ein Regelwerk und eine eindeutige Befehlsstruktur. Doch in meiner Erinnerungen ging da wohl so einiges über diese notwendige Reglementierung hinaus....

Bei einigen Offizieren gab es ausgelebten Größenwahn und einen Ton der hätte sofort zu Dreharbeiten zu einem Film Thema Wehrmacht gereicht.

Nee, das Thema Volksarmee ist für mich gehakt......


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


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#137

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 05.04.2018 10:56
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #130
Wer hat eigentlich das Thema geändert?

Die ursprüngliche Themenüberschrift wurde hier

Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK (5)

erstmalig vom Foristen @Jürgen 75/2 geändert.

Da mein Beitrag in Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK (6) (#'116) nun überhaupt nicht mehr zu dieser (neuen) Überschrift passte, habe ich diese wieder in die ursprüngliche abgeändert, zumal der Themeneröffner nicht Urheber der Änderung gewesen ist und sich mir der Sinn und Zweck der (dauerhaften) Umbenennung nicht erschlossen hat.

Sollte ich diesbezgl. etwas übersehen/überlesen haben, bitte ich um Richtigstellung.

PS: Die generelle Frage bleibt, ob es "jedermann" überhaupt erlaubt sein darf, eine Themenüberschrift zu ändern,
oder dies nur den Administratoren vorbehalten sein soll.



IM Kressin, bürger der ddr, berndk5, der 39., Büdinger und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2018 11:00 | nach oben springen
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#138

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.04.2018 11:02
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Zitat von 80er im Beitrag #137


Da mein Beitrag in Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK (6) (#'116 )nun überhaupt nicht mehr zu dieser (neuen) Überschrift passte, habe ich diese wieder in die ursprüngliche abgeändert, zumal der Beitragseröffner nicht Urheber der Änderung gewesen ist und sich mir der Sinn und Zweck der (dauerhaften) Umbenennung nicht erschlossen hat.
Den von Dir gewollten Zustand habe ich nun aktuell hergestellt!


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
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#139

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.04.2018 11:10
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #138

Den von Dir gewollten Zustand habe ich nun aktuell hergestellt!


Entscheidend sollte doch sein, welchen Titel @berndk5 als Themeneröffner möchte.



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#140

RE: Dienstgrad , Dienstrang , Dienststellung , in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 05.04.2018 11:13
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zu #136 Hallo @bürger der ddr , ebenso natürlich alle anderen Leser hier.
Nicht ein einziges Wort von Dir will ich in Abrede stellen - und das ist für mich noch nicht einmal ein Widerspruch zu meinem Beitrag (auf den es sich bezog !) .
Deine #136 ist mir wirklich sehr wichtig, weil er das tatsächliche Empfinden sehr vieler Menschen , meistens GWD`ler aus der Zeit ausdrückt.
Das ist eben das Problem mit den unterschiedlichen Sichtweisen, manchmal auf ein und dasselbe Bild. Ich habe damit aber kein Problem, weil unterschiedliche Wahrnehmungen einfach völlig normal sind.
Natürlich war die finanzielle Absicherung der Berufssoldaten (mit Allem eingeschlossen, ohne es einzeln aufzuführen) besser als bei den Wehrpflichtigen- das ist wohl in jeder Armee so, egal in welchem System. Der Leser stelle sich die Frage und Antwort, wie es funktionieren sollte wenn das nicht so wäre. Besonders in meiner Schulzeit, ich erinnere mich dass in der 10.Klasse der Wunsch entstand Pilot, also BO zu werden- wurde ich damit zum Alleinstellungsmerkmal. Wimre, habe ich deshalb keine Freunde verloren, aber alle haben klar gesagt, dass sie dass total blöd finden . Warum wohl ?? Wie sollte den der Bedarf in den Streitkräften gedeckt werden ? Warum sollte ein erwachsener Mann einen Lebensweg als Berufsoffizier einschlagen, wenn die elementaren Fragen Sold, Wohnung Familie, Absicherung im Alter nicht gesichert wären, er sich aber im Zivilleben als Klempner, Mauerer oder Kfz.Meister `ne goldene Nase verdienen könnte ??? Es ist ein Vergleich der vielleicht etwas hinkt- nicht jeder Zivilist hat diese Jobs ausgeübt, ebenso gab es ja auch bei den BS Unterschiede wie bei allen anderen Menschen mit Stärken und Schwächen.
Was ich mit Volksarmee und der Verbundenheit meinte, war so wie ich es geschrieben hatte. Da war auch für den GWD`ler hinterher kein Job weg, es gab auch die Unterstützung von Kommunen und den Betrieben. Ganz sicher sehr unterschiedlich ausgeprägt, oft für den Betroffenen auch gar nicht spürbar- aber es gab auch genug andere Beispiele. Wir müssen hier keinen Kümmel spalten und ich akzeptiere da auch grundsätzlich andere Meinungen, wenn sie so sachlich vorgetragen werden.
Die soziale Gerechtigkeit als Stichwort dieser Sache kann ebenso auf jeden Betrieb, jede Stadt oder Gemeinde oder LPG angewendet werden. Im übertragenen Sinne trifft auch heute noch genauso zu.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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