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#201

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:05
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mit dem Versuch unseres Austausches weiter zu machen...

Bei all dem was Du schreibst @berndk5,
Als Ausgangsposition...grundsaetzlich muessen wir meiner Meinung eines festhalten,die Grenze war weder Kindergarten noch Spielplatz!
Hier trafen zwei Welten aufeinander in deren Spannungsfeld ein "kleiner Grenzsoldat"schnell seine persoenlichen Probleme bekommen konnte,indem er mehr oder minderer eine Endscheidung faellen musste....
Nur damit wir uns richtig verstehen,auch fuer all die anderen Leser hier im Forum,ich werte nix,versuche nur zu beschreiben,was waere wenn....

Fuer mich persoenlich habe ich das bereits geschrieben,4 Festnahmen auf dem Gebiet SPS und ich lasse heute noch keinen Zweifel daran,haette, waere wenn, auch nur Einer versucht sich meinen Anweisungen zu wiedersetzten,oder waere wer in irgendeiner Form bewaffnet gewesen(ja ein Jaeger wars und er war Offizier auf der Jagd besoffen)und auch noch herablassend und frech,der musste einfach auf den Boden der Tatsachen zurueckgefuehrt werden und lag da ne halbe Stunde in feuchter Thueringer Erde!
Das Alles geschah in einem Umfeld,wo mein ehemaliger Kommandeur doch mal hat rausgucken lassen,fuer den Fall der Faelle,das sich ein Missionsoffizier auf den Berg"verirrt"wird er diesen Berg nicht mehr verlassen!
Nun als 19 jaehriger kannste Dir allein darauf Deinen Reim machen.
Will nicht sagen ,das die klare Order war der "Mann"wird vernichtet,nein so dumm war die Fuehrung nun auch wieder nicht,es schwebte nur immer wie ein Teppich ueber die AGTs...
direkt hat meiner Meinung das vielleicht mal wer am Grillabend locker rausgelassen,so ganz nebenbei....
Nun muss man vielleicht auch bemerken,das kein Grenzer sich zu der Zeit eigentlich darueber bewusst war,das es eine direkte Strafverfolgung ueberhaupt geben koennte oder ist Dir lieber Berndk5 ein Fall bekannt, wo zu DDR Zeiten ein Grenzer strafrechtlich vefolgt wurde,also nach 1975 und der Akte von Helsinki?
Der AGT wurde in internationalen Recht keineswegs geschult,er hatte null Ahnung von den Dingen die da draussen in der Welt abliefen,er lebte in einer abgeschlossenen Welt,die fuer Ihn sorgte und fuer Ihn persoenlich so sicher war wie das Ahmen in der Kirche.....
Meiner Meinung nach hat auch kein Grenzer mindest ab Ender der ziebziger Jahre mehr fuer Honnecker und die anderen Politgroessen gekaempft oder gewacht,er war einfach nur noch ein verlaesslicher Partner seiner Kameraden,die den gleiche Job teilten.....die gleiche Sorgen hatten und natuerlich auch gesund nach Hause wollten.
Irgendwann kommt der Tag,da musste in dem Zusammenleben auf Zeit (18 Monate)Jemanden vertrauen und das war mit Sicherheit nicht der Polit,sondern der Kamerad,der Kumpel,der mit Dir in gleichem Schicksal verbundene....bei den Uffz.eben der der auchstudieren wollte....
All die Typen treffen nun auf den Berufssoldaten,den Zugfuehrer,denKC,den Polit,die das berufsmaessig machen.....
Da trennten sich Welten,auch wenn der eine oder andere KC eine hohe Achtung genoss,das will ich nicht in Frage stellen!

Zu dem GBAs des Mfs...ich habe letzterer Tage in einem ehemaligen Schulungsheim des Mfs sehr ruhig geschlafen,aber schon von aussen,bei Ansicht des Gebaeudes der Ort war neu fuer mich,sprang es mir doch ins Gehirn,das ist ein ehemaliger Stasiladen(fuer Dich Berndk5,war am Dassower See)unweit der Fuest,ein ehemaliges Ausbildungslager ganz nah im rueckwaertigem Raum der Grenze...
Da wurde die naechste Generation geschult und ich meine es haette vielleicht noch wenige Jahre gedauert,dann waeren die ehemaligen KCs nicht mehr vorhanden gewesen!
Prognostiziere mal,die Elite des Mfs bezueglich der Sicherung der Grenze der DDR,haette Euch KCs hinweggefegt!
Schleichend waeret Ihr aus dem Grenzregime verschwunden!
Das ist aber nur meine Meinung,andere moegen das anders sehen.

Tja was bleibt uebrig aus dem Fred der Zusammenarbeit des KCs.....

Der KC hatte sicher seine kleinen Freiraeume in der Gestaltung der Grenzsicherung,aber auch er konnte keinen Millimeter ueber den zugelassenen Spielraum springen,es sei denn er setzt seine Laufbahn aufs Spiel...
Nochmal,ich verurteile oder werte hier nix,aber verwehre mich dagegen,das hier im Forum Darstellungen Platz finden,nunja die moeglicher Weise darauf abziehlen so schlimm wars ja nicht!
Danke und Gruss EX BO

P.S. Auch wenns weh tut,haette ich bei meinen Gaengen Jemand erschossen,ich haette eine Medaillie bekommen,aber nie eine Anklage!
Nicht mal der Versuch waere gestartet worden,das sollte man immer vor Augen haben!


Kontrollstreife, berndk5 und wolle48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#202

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:08
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@Grenzläufer

Du wirst Dir doch nicht den Schuh anziehen und Dich zu den "üblichen Verdächtigen" rechnen?

Der aus Halle führt da vielleicht noch Listen über die Untaten der Verdächtigen?

KS


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#203

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:14
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kurz OT an: @EX BO

Holmer Wald bei Dassow....sowjetische Kommendatur, 1.GB Holm, MfS Ausbildungsobjekt ( dort wurde auch die Soldaten für die WSE (MfS) geschult/ausgebildet.)
gegenüber auf der anderen Straßenseite...Übungsplatz/gelände.

OT aus


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#204

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:20
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@Rothaut
....und das Haus heisst heute wie?falls Du helfen kannst ?
Gruss EX BO


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#205

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:50
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#206

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:55
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Thanks....
Volltreffer und lecker Soljanka und Wildgerichte
Gruessli EX BO


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#207

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:58
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Rot: Übungsgelände

So..jetzt aber...schnell wieder zum eigentlichen Thema.
SORRY....


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#208

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 21:59
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zum Beitrag #195: Hallo @Grenzläufer , was soll man auf Augenhöhe als ehrliche Haut zu Deinem Beitrag sagen, ja antworten. Antworten, wenn man ganz bewußt und überzeugt auf der anderen Seite gestanden hat. Wenn man selbst ein paar Jahre älter gewesen wäre und nicht in Thüringen, sondern genau an dieser Stelle gestanden hätte.
Ich könnte mich vor Dir auf die Knie werfen und um Vergebung bitten, weil ich heute auch vieles anders sehe, als ich es damals durchgesetzt hätte. Dieses "auf die Knie werfen" wäre aber unehrlich und unrealistisch- es ist nicht mein Stil.
Nichts und Niemand auf dieser Welt kann die Geschichte zurück drehen, es gibt Taten, die nicht ungeschehen gemacht werden können.

Bei allem zum Teil berechtigten Zorn und Hass, sollten einige ganz klitzekleine Einwände nicht grundsätzlich ignoriert werden.
Dass an dieser Grenze "der Tod lauert" war hinlänglich bekannt- nicht nur unter der vorgehaltenen Hand, nicht nur in der Westpresse, die es in der DDR nicht zu kaufen gab, auch im Westfernsehen wurde ständig über Opfer an der Grenze und besonders Todesschüsse berichtet.
Mit keiner Silbe möchte ich auch nur irgendetwas rechtfertigen, jedes einzelne Opfer war eines zuviel.

Ein ehrlich geltend wollender Mensch muss jedoch zugeben, dass die Todesgefahr an dieser Grenze bekannt war.
Sich selbst, wissentlich dieser Bedingungen, in eine solche Gefahr zu begeben muss schon gewichtige Gründe oder bodenlose Naivität als Ursache haben.
Wie kann man davon ausgehen, es zu schaffen , davon ausgehen, nicht getroffen zu werden.
Dem Grenzsoldat in seiner Situation muss klar sein, dass der Grenzverletzer um die Anwendung der SW weiß........ .

Ich maße mir hier keine keine alleinige Richtigkeit meiner Gedanken an. Verwerflich sind für mich nicht die handelnden Grenzsoldaten, sondern die Regierung, die diese Zustände zumindest nach 1975 wider besseren Wissens, vorsätzlich geschaffen und gehalten hat.
Eine "Partei- und Staatsführung" die ihre eigenen Grenzoffiziere über das tatsächliche internationale Recht im Unklaren gelassen hat.

Zu den menschlichen Entgleisungen möchte ich mich nicht äußern, Perverslinge hat es schon immer und überall gegeben.
Ich selbst habe an der Leiche des jungen GV F.M. gestanden, da war nix klassenfeindliches, oder verräterisches- da war einfach nur ein sinnlos verloschenes junges Leben.

Niemals, auch damals als Offizier der GT nicht, habe ich mich jemals anders oder gar abfällig dazu geäußert.

Es ist mein erklärter Standpunkt, dass ich diese Geschehnisse nicht rückwirkend verhindern kann. Aber ich kann durch meine Beiträge Zusammenhänge aufzeigen, wie dieses System funktioniert hat und warum einige Dinge so waren wie man sie aus der Geschichte kennt. Der ehrliche Wille zur Aufarbeitung darf aber nicht durch den Leser beim Berichtenden voraussetzen, sich kommentarlos jeder Sichtweise anzuschließen.

Mir ist durchaus bewußt, dass man sehr schnell in die Ecke der "unbelehrbaren" und "schießwütigen" gestellt wird oder werden kann, wenn man nur leise Zweifel äußert oder andere Argumente einbringt- selbst wenn Argumente manchmal auch aus dem geschichtlichen Allgemeinwissen kommen.

Damit muss und kann ich leben. Es gibt genügend Leute die mich wirklich kennen.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
mannomann14, Rothaut, Kontrollstreife, Grenzläufer, der 39., thomas 48, EX BO und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#209

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 22:00
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lecker...
aber ja mein lieber @berndk5,das machst Du fuer uns,weiter gehts mit Austausch
Gruss EX BO

P.S. ich schaff das heute nicht mehr...die Zeit geht viel zu schnell vorbei,der Diesel ruft
Morgen VIELLEICHT MEHR
Gruss EX BO


zuletzt bearbeitet 23.04.2018 22:06 | nach oben springen
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#210

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 22:17
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in wimre#192 hatte @damals wars Bezug nehmend auf den Einsatz der Kontrollgruppen in den Grenzabschnitten und Grenzkompanien nach erfolgten Grenzdurchbrüchen gefragt:

Zitat von damals wars im Beitrag #192
Und wie war das bei einem verhinderten Grenzdurchbruch?

So schlecht finde ich die Frage gar nicht.
Weil: Es ist mir ab Mitte der 80èr Jahre deutlich aufgefallen, dass man nicht in jedem Fall, aber zunehmend öfter auch so genannte Erfolge mit der Absicht unter die "Lupe nahm" Erfahrungen über erfolgreiches Handeln zu sammeln und wenn möglich zu verallgemeinern. Teilweise gab es Bestrebungen besondere Einzelfälle zu Lehrbeispielen zu machen. Dabei ging es wimre fast nie um den direkt handelnden Grenzposten, sondern immer um die vorherige, vorausschauende Beurteilung der Lage, den daraus resultierenden Kräfte-Einsatz nach Ort und Zeit und ganz besonders die Organisation des Zusammenwirkens der eingesetzten Kräfte durch den K-GSi seit Entwicklung der Lage bis zu Festnahme.
Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere User im Forum der auch als UAZ als K-GSi eingesetzt war oder andere Leute sich an so etwas erinnern können.
Nur in wenigen Ausnahmen wurden solche "löblichen Auswertungen" auch mal vor GWD`lern vorgenommen.


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#211

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

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zu #194 : In Deinem Beitrag fragst Du @Jürgen 75/2 ,

Zitat von Jürgen 75/2 im Beitrag #194
Das handelnde Postenpaar wurde in den Regimentsstab versetzt .
Warum ???
die Antwort kenne ich nicht- sie kann vielfältig sein. Aus meiner Sicht einige Anregungen dazu, mehr kann das nicht sein.

Man hat (wie ich es erlebt habe) auch versucht die Grenzposten zu schützen. So kann das "gute Handeln" des GP im "Gängerkollektiv" der GK ganz anders bewertet worden sein, es kann zwischen PF und Po unmittelbar vor, oder bei der Festnahme Differenzen gegeben haben. So können auch die betreffenden Grenzer selbst bei der Befragung gesagt haben, dass sie Angst bekommen haben und so etwas nie wieder tun wollen.

Ebenso können aber bei der Untersuchung auch Verdachtsmomente gegen den GP aufgetreten sein, so dass man sie lieber nicht mehr an der Linie lassen wollte.
Kurz: Dass wenn und könnte sind so zahlreich, dass es hier wohl nur zu Spekulation führt, wenn man die näheren Umstände und tatsächlichen Ursachen nicht kennt.

Mir ist ein Offizier namentlich bekannt, der an der Festnahme von 2 BGS-Angehörigen beteiligt war und ab diesem Zeitpunkt "totales Grenzverbot" erhielt. Er wurde kurzfristig als Oberleutnant auf einen SUPER-Posten im Regimentsstab versetzt, wurde auch schneller befördert als andere Offz.. Hat auch GK`n im Rahmen von Kontrolleinsätzen besucht, durfte aber in den Grenzabschnitt. Er war dann OKa/GR-1 (Offizier Kader) .


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#212

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 23.04.2018 23:17
von Jürgen 75/2 (gelöscht)
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#211
Das mit den Spekulationen muss ich Dir Recht geben .Der Postenführer war mit mir im GAR
Halberstadt auf einer Bude und wir haben heute noch Kontakt ,aber er hat seit damals
nie wieder darüber gesprochen .Wir waren
19 Jahre alt .Da sind Gedanken durch den
Kopf gegangen welche sich Außenstehende
nicht vorstellen können .Jeder wollte wie schon beschrieben seine Dienstzeit schadlos
überstehen .Ich bin zum Glück nie in solche Situation gekommen .
( Das musste auch mal raus )

Gruß Jürgen 75/2


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#213

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 06:40
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Ich denke an einen Soldaten, der nach einer Gott sei Dank nicht erfolgreichen Schusswaffenanwendung ziehmlich allein gelassen wurde,
ein sinnvolles Gespräch war unter den räumlichen Bedinngungen in der GK nicht möglich, mir tat er unendlich Leid, weil er mit seinem
Gedanken allein blieb. Was da zurückblieb, wer weiß.


der 39. und Rudi66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#214

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 06:46
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Zitat von berndk5 im Beitrag #208
zum Beitrag #195: Hallo @Grenzläufer , was soll man auf Augenhöhe als ehrliche Haut zu Deinem Beitrag sagen, ja antworten. Antworten, wenn man ganz bewußt und überzeugt auf der anderen Seite gestanden hat. Wenn man selbst ein paar Jahre älter gewesen wäre und nicht in Thüringen, sondern genau an dieser Stelle gestanden hätte.
Ich könnte mich vor Dir auf die Knie werfen und um Vergebung bitten, weil ich heute auch vieles anders sehe, als ich es damals durchgesetzt hätte. Dieses "auf die Knie werfen" wäre aber unehrlich und unrealistisch- es ist nicht mein Stil.
Nichts und Niemand auf dieser Welt kann die Geschichte zurück drehen, es gibt Taten, die nicht ungeschehen gemacht werden können.
(...)



Du sollst dich nicht auf die Knie werfen, ich war glücklicherweise kein Opfer dieser Grenze und du bist mir keine Rechenschaft schuldig.
Meine Verlinkungen und Bemerkungen waren auf diese Frage >>Und wie war das bei einem verhinderten Grenzdurchbruch?<< bezogen. Dort war ein junger Mensch, der lediglich in den anderen Teil Deutschlands wollte. Er kommt, wenn er Glück hat "nur" in den Knast im SED-Staat. Hatte er etwas weniger Glück, trägt er seine Verletzungen, die ihm zugefügt worden sind, wie Bernd Sievert auch noch sein ganzes Leben mit sich rum. 46 Schuss wurden auf ihn abgegeben, >>er blieb durch zwei Treffer versehrt und kann sich seit damals nicht mehr richtig bewegen<<. Welch ein Schicksal. Ich hätte mir mein Leben lang Vorwürfe gemacht, wenn meine Schüsse ihn zum Kruppel gemacht hätten.
Ja und wer richtig "Pech" hatte, blieb tot am Zaun liegen. Wie du richtig schreibst..... >>sinnlos verloschenes junges Leben<<.....sinnlos ausgelöschtes Leben, willkürlich ausgelöschtes Leben.
Gedankengänge.... wer war dieser Mensch, hatte er mit seinen jungen Jahren eine Freundin hinterlassen. Was werden die Eltern und Angehörige denken, was wird ihnen erzählt?
Bei einem verhinderten Grenzdurchbruch gab es immer Sieger, die haben dafür Orden bekommen und immer es gab mindestens immer ein Opfer.
Das Opfer trug das Erlebte das ganze Leben mit sich rum und wurde, wenn er den versuchten Grenzübertritt nicht mit seinem Leben bezahlte, auch noch von einer Willkürjustiz für sein Verhalten bestraft.


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#215

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 07:21
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #200
Zitat von damals wars im Beitrag #198
Bisher war das ein sachlicher, fachlicher Pfad. Könnten sich die übliche Verdächtigen bitte in ihrem politischem Pfad entäußern, Bernd ist, wie unter #193 zu lesen, durchaus in der Lage den Sinn einer Frage zu erfassen und zu beantworten, die Spielwiese müsste Euch doch reichen!


Berndk5 schreibt auch sehr sachlich, ich sehe bei ihm eine gesunde Selbstreflektion.

Die ist bei dir nicht zu erkennen @damals wars
Du bist mit deinen starren ideologischen Ansichten immer noch fest in der 1980iger Jahren verankert. Wenn ich auf erschossene Flüchtlinge aufmerksam mache, ist das keine Spielwiese.




Aber, der falsche Pfad. Niemand war darauf erpicht, die Schußwaffen anzuwenden, und Bernd Ausführungen beweisen das für ein verständigen auch. Das wahllose einwerfen von Opfern der Grenze ist ein Ausdruck dafür, das man nichts verstanden hat. Mach bitte einen eigenen Pfad auf.


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#216

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

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zu Deinem Beitrag #214 möchte ich kurz Stellung nehmen @Grenzläufer .

Ich bin mir relativ sicher, dass Du so ein "um Gnade winseln" nie erwarten würdest. -es war meine Absicht, Dir mit der letztmöglichen Schärfe an Ehrlichkeit aufzuzeigen, wie ich heute denke.

Ich bin mir absolut dessen bewußt, was ich in dieser Zeit getan und zu verantworten habe , was ich ...billigend in Kauf genommen habe ..... und sicherlich die wichtigste Erkenntnis- wie ich heute dazu stehe.

Es war meine Absicht, zugleich mit relativ einfachen Worten zum Ausdruck zu bringen wie es zu einer solchen Situation (die ja leider kein einmaliger Einzelfall war) kommen konnte.

Man darf auf beiden Seiten des "Grabens" nicht vergessen, dass sich Menschen (naturbedingt) immer weiter entwickeln. Deshalb konnte diese Grenze überwunden werden, deshalb hat sich dieser Staat dem ich rückhaltlos gedient habe, als nicht überlebensfähig erwiesen.

Ein jedes Deiner Worte, insbesondere zu den Gedankengängen könnte man in Stein meißeln- so grausam wahr sind sie .
Dennoch kann es nicht ungeschehen gemacht werden, es kann nur den Umdenkungsprozess beschleunigend beeinflussen- aber ob es das wenigstens immer tut ?

Obwohl es von den Ursachen absolut unvergleichbar ist, gleicht sich das Ergebnis mit dem von sinnlosen Opfern von illegalen Autorennen oder anderen Gewaltstraftaten. Hier wird noch mehr über Täter und Begehungsweise der Tat, als über die Opfer und deren Hinterbliebenen gesprochen und nachgedacht.

Man kann diesen Zustand anprangern, die Hoffnung auf Änderung ist leider gering. Ich bin Dir sehr dankbar für Deine so faire Streitkultur- nur so kann man die Meinung des anderen überhaupt verstehen. Ebenso wird nur so die Chance gegeben, Denkweisen offen darzulegen die in der DDR-Zeit üblich waren und vertreten wurden.
Erst so wird ermöglicht, auf sachliche Basis eigene Fehler zu erkennen- obwohl das sich selbst dann auch eingestehen und sich dazu auch zu bekennen ist ein viel härterer und längerer Prozess.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#217

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

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zu #213 von @damals wars möchte ich noch kurz etwas einwerfen.

Theoretisch haben ja grundsätzlich schon fast alle Kritiker Recht, auch Du mit der These vom allein gelassenen Grenzschützen egal ob getroffen, oder nicht getroffen wurde.

Bitte schätzt mich nicht gleich als herzlos ein, wenn ich darum bitte, "die Kirche im Dorf zu lassen" .

Jeder realistisch denkende Zeitgenosse sollte wissen und/oder nachlesen wann und wie die so genannte "Notfall-Seelsorge" entwickelt wurde. Dies gilt analog für die Tätigkeit vom "Weissen Ring" .

Wimre hatten die nach der Schlacht im Teutoburger Wald auch keine Betreuung der Täter und Opfer.

Natürlich müsste man auch kritisieren, dass es so viele Verkehrsunfalltote gab, weil die Autokonzerne in den 50èr bis weit in die 70èr Jahre einfach keine Airbags in die Autos eingebaut hatten.

Was ich sagen will ist ganz einfach.

Es lässt sich mit dem heutigen Wissen und Kenntnissen sehr leicht über Vorgänge, Täter/Opfer der Vergangenheit werten und urteilen- die Leute damals lebten aber in der jeweiligen, ganz konkreten Zeit. Sie hatten unser heutiges Wissen nicht.

Diese Erkenntnis zu beherzigen kann dazu beitragen, die Streitkultur im Forum auf sachlicher Basis zu halten und verhindern, dass durch vorschnelle und unüberlegte Statements andere User provoziert oder brüskiert werden.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#218

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 08:03
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Es fällt manchen Zeitgenossen schwer, sich in eine andere Zeit hineinzuversetzen. Es ist einfach dumm, einen Umstand an den Haaren herbeizuziehen, ohne zu bedenken, das zu jeder Erscheinung, zu jedem Vorkommnis, zu jedem Geschehen eine Vielzahl von Faktoren hingeführt haben, die uns zum Teil heute noch oder schon unbekannt sind. Persönlich bemühe ich mich immer(fast), auch die Situation oder die Umstände zu erkennen, die zu einer Erscheinung, besser zu einem Geschehen geführt haben. Aber ich muss auch zugeben, dass das nicht immer ganz leicht ist, neigen wir doch alle dazu, manchmal aus der Hüfte zu schießen.



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#219

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 09:22
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Hallo @Ratze , leider hatte ich in der Absicht alle Fragen zügig zu beantworten, Deine Frage übersehen. Lass Dich nicht provozieren, denn diese Frage passt genauso hierher wie alles andere auch.
Ich melde mich dazu gleich noch einmal ausführlich, weil es garantiert viele andere Leser auch interessiert.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#220

RE: Die Organisation des Zusammenwirkens durch den KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 24.04.2018 10:09
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Jetzt endlich zu #197 : Die berechtigte Frage von @Ratze nach einem erfolgten VGDBr. aus einer privaten Familienfeier mit Passierscheineinreise der/des GV lautete:

Zitat von Ratze im Beitrag #197
Was ist mit dem MfS Mann oder dem ABV, die waren doch durch die Passierscheinerteilung "mit verantwortlich".
Bekamen jetzt außer dem KC auch diese beiden Ärger oder war nur GT Schuld?
Meine Antwort, das muss ich unterstreichen, resultiert nicht aus WISSEN - dazu kenne ich den Vorgang nicht, sondern aus der Erfahrung ähnlich gelagerter Fälle.
Trotz aller "betonkopfmäßiger Verbohrtheit" einiger Funktionäre, politischer und militärischer Entscheidungsträger wird man dafür keinem "den Kopf abgerissen haben" .
Natürlich ist das auch immer alles ein Ermessensspielraum- ärgerlich ist es für die Beteiligten (ich meine jetzt nicht die GV) allemal.

Es waren auch in der DDR nur Menschen, gegen Irrtümer und Fehler war man nicht gefeit.

Es war auch in Treffurt gängige Praxis (und ein "Privileg" auf das ich stolz war, aber es nie mißbraucht habe), dass Antragsteller für Passierscheine zu Sonderfällen- also keine direkten Verwandten, oder wie hier "nur" Arbeitskollegen zum Polterabend direkt um Hilfe gebeten haben.

Ich habe "Volksverbundenheit" immer auch so verstanden, dass es zu den geltenden Vorschriften in begründeten Ausnahmefällen auch diese Ausnahmen geben muss. Da konnte man nicht in jeden Bürger hineinschauen, auch vom Antragsteller konnte man nicht voraussetzen, dass er für jeden Gast einstehen kann.

Wenn diese Entscheidung für die Passierscheine überlegt und abgewogen wurde durch den KC und ABV, dann war das so.

Kameradschaftliche Gegenfrage: Wie soll ich als Grenzoffizier oder ABV das ablehnen, wenn der Antragsteller mir z.B. als anständige Person bekannt ist ? Der muss kein Polizeihelfer oder SED-Mitglied gewesen sein.
Wie will ich das ablehnen, wenn ich das Verhältnis der Grenzbevölkerung zum Grenzsicherungssystem positiv halten oder entwickeln will?
Welche Konsequenzen hätte meine Ablehnung ? Vertrauen zu mir, oder dem Grenzsystem ? Eine Beschwerde/Eingabe/Bitte an höherer Stelle mit dem Ergebnis einer Genehmigung ???

Diese Fragen waren immer abzuwägen, wenn man mit dem Herzen und dem Kopf dabei war.
Da war man nicht vor Fehlern geschützt.

Zu Deiner Frage: -, der MfS-Mann hat aus meiner Sicht eher nie etwas abbekommen, der hat planmäßig Passierscheinanträge nur als Stapel gesehen, wenn der ABV sie mir zu Unterschrift reichte.

Gab es Ärger, wie in diesem Fall- ermittelte er höchstens die "Leichtfertigkeit" und "Eigenmächtigkeit" der Unterzeichner, die dann politisch sorglos gehandelt haben, und er meldete das als Ergebnis seiner Überprüfung.
Es kann schon ernsthafte Ermahnungen zu höherer Sorgfalt an ABV und KC gegeben haben, dass Disziplinar- oder Parteistrafen verhängt wurde schätze ich als eher unwahrscheinlich ein. (wie bereits betont, ich kenne die konkreten Sachverhalte nicht und kann nur eine begründete Meinung darlegen) .

Beim KC ist es nicht ganz so einfach.
Man könnte ihm den Vorwurf gemacht haben, so eine Veranstaltung am Rand des GSZ nicht ernst genug in seine Lagebeurteilung als einen möglichen Gefährdungspunkt für die GSi einbezogen zu haben.
Das ist ja hinterher immer ganz leicht gesagt.
Da aber wohl kein GDBr passiert ist, sollte auch da der Ärger auf mittlerem Feuer geblieben sein.


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