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#21

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 17:04
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Erinnere mich noch wie er Anfang 90 in der Fahndung auftauchte.


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#22

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 17:04
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Das Devisenbeschaffen hat nichts genützt. Die DDR-Verschuldung im Westen ist immer schneller gestiegen bis man teilweise keine neuen Kredite mehr bekam. Es war ein Fehler im Wirtschaftssystem. Seit Honecker hat die DDR viel mehr ausgegeben, als sie sich leisten konnte. EH hat nicht mit sich reden lassen, obwohl das Problem lange bekannt war.

Dass Schalck Angst am Ende um sein Leben hatte, halte ich für berechtigt. Der wusste nun wirklich "zu viel". Es sind ja reihenweise Koko-Leute "verstorben".



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#23

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 17:33
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Zitat von passport im Beitrag #19
@Kalubke,
Komisch, nur hatte Rainer Rupp alias "Topas" der HV A aus dem NATO-Hauptquartier gemeldet, dass der Frieden von der NATO gar nicht bedroht ist, weil es damals keine aktuellen Angriffsszenarien ausgearbeitet worden sind. Scheint irgendwie nicht bis zu Honecker durchgedrungen zu sein. Auch zu den Russen nicht, denn die hatten bekanntlich schon ihren Finger auf dem Knopf. Da fragt man sich im Nachhinein, wer da eigentlich der Teufel war bzw. derjenige, der die Büchse der Pandora als erster öffnen wollte.

Darüber gibt es schon einige Beiträge !!! Wenn Du die SuFu nutzen würdest merkst Du sehr schnell welchen Unsiin in Deinen Beitrag steht. Man sollte dabei auch die Militärstrategien von WP und Nato mit einbeziehen. Aber das hat eigentlich nichts mit dem eigentlichen Thema hier zu tun.


passport



Ja das stimmt, Topas hatte mit dem Thema Koko wenig zu tun, aber doch mehr mit der Friedenssicherung. Aber egal was damals so gelaufen ist in der DDR, hinter den Kulissen, ziemlich oft wurde das Argument, dass das für den Frieden notwendig ist, herausgeholt. Da sei mal die Frage gestattet, was im Gegensatz zu Topas z.B. die z.T. halbseidenen KoKo-Geschäfte mit Friedenssicherung zu tun hatten?

Gruß Kalubke



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#24

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 17:38
von damals wars (gelöscht)
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Für mich war immer erstaunlich, welche Zusammenarbeit für gemeinsame Ziele möglich war. Hat sich ja keiner was anmerken lassen.


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#25

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 17:42
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #22
Das Devisenbeschaffen hat nichts genützt. Die DDR-Verschuldung im Westen ist immer schneller gestiegen bis man teilweise keine neuen Kredite mehr bekam. Es war ein Fehler im Wirtschaftssystem. Seit Honecker hat die DDR viel mehr ausgegeben, als sie sich leisten konnte. EH hat nicht mit sich reden lassen, obwohl das Problem lange bekannt war.

Dass Schalck Angst am Ende um sein Leben hatte, halte ich für berechtigt. Der wusste nun wirklich "zu viel". Es sind ja reihenweise Koko-Leute "verstorben".


Die Weisheit, dass bei Geld die Freundschaft aufhört, scheint systemunabhängig zu sein. Auf der einen Seite hatte Schalck Angst, auf der anderen Seite hatte er aber trotz der Ankündigung, dass er sich offenbaren wolle (siehe Talk im Turm) nichts zur Aufklärung der bis heute unaufgeklärten Todesfälle im Bereich Koko getan.

Gruß Kalubke



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#26

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 17:45
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Dabei wird es wohl bleiben, @Kalubke . Sein Wissen hat er mit ins Grab genommen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 17:45 | nach oben springen

#27

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 18:00
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Zitat von Kalubke im Beitrag #18
Ja ja, die Friedenssicherung als "Persilschein" für alle möglichen größeren und kleineren Schweinereien, die da gemacht wurden. Das nenne ich sozialistische Doppelmoral als schöne Ergänzung zur bürgerlichen Doppelmoral.
... oder bürgerlichen Ethik mit den von Goethe beschriebenen Bedingungen. Schweinereien und Schweinchen Schlau, als ein solches sehe ich den Schalck, ergänzen sich auf ideale Weise. Das meine ich als anerkennende Äußerung, ein Lob gewissermaßen für den Schalck als Rückversicherer, der in beiden Systemen Vorkehrungen traf, eben auch für seine Altersvorsorge, falls sich das Blatt wenden sollte.
Zitat von Heckenhaus im Beitrag Sozialistische Doppelmoral und bürgerliche Ethik
Eines der besten Beispiele für Doppelmoral sozialistischem Muster war Schalck-Golodkowski schon, einer Riege von Wasser
predigenden DDR-Oberen angehören und nach der Wende im Nobelort Rottach-Egern seinen Lebensabend verbringen.

Vom gelernten Bäcker mit Anstand und Moral zu solch einer Karriere ? Niemals.
Jedenfalls erfüllte er den "Kampfauftrag" ohne Kampf mit buchhalterischer Vollkommenheit in Freizügigkeit bis zum bitteren Ende, dessen Ausgang nur für die Werktätigen,
indessen nicht für ihn schwer zu tragen war.

Er war glatt und von allem etwas, Parteisoldat, Kapitalist, Mittelsmann, Abtrünniger, sein Konstrukt von Unternehmen war vielfältig, facettenreich wie der Kapitalismus,
anmaßend, arrogant, aber effizient im Gegensatz zum sozialistischen System, dem er verpflichtet war. Er tat, was von ihm erwartet wurde, unabhängig von der
geheuchelten, reinen Lehre fühlte er sich wohl zwischen zwei Stühlen, den zwei Systemen. Auf eine Art war er Mittel zum Zweck, zum anderen Wünscherfüller des ZK.

Letztendlich fungierte und taugte er noch als Sündenbock für die eigentlich Schuldigen von Politbüro und SED, die über Jahrzehnte die Realität verleugneten
und Schönfärberei betrieben. Wollen wir es ihm verargen, dem einzigartigen Musterfall der Gesellschaftssysteme, der die DDR einstmals aus einer misslichen Lage befreite,
vor dem Untergang rettete mit dem Segen der Partei? Den Super-Gau der DDR hat er nachgewiesenermaßen nicht zu verantworten!
Zitat von Freienhagener im Beitrag Sozialistische Doppelmoral und bürgerliche Ethik
Er war ein nicht unbedeutender SED-Genosse - Damit bestätigst Du nur die Themenüberschrift.
Korrekt, mit uneinheitlichen Standpunkten und Betrachtungsweisen. Schau'n mer mal, ob für die Errettung des untergegangenen realen Sozialismus krümelkackerhaft
renitent vom Pseudooberschlau die Überschrift wieder einmal herhalten muss in Ermangelung von Begründungen!


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
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#28

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 18:01
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zu #22: Die Fälle sind im 1. KoKo Untersuchungsausschuss im abweichenden Bericht von Bündnis 90/Die Grünen beschrieben:

1. ungeklärte "Selbstmorde" im Jahr 1977 im Bereich DDR-Außenhandel
2. Karl-Heinz Noetzel, Geschäftsführer der Parteifirma Intema
3. Peter Bruns,Geschäftsführer der Firma Metama
4. Fritz John Bruhn, Nachfolger von Noetzel als Geschäftsführer von Intema
5. Uwe Harms, Geschäftsführer der Parteifirma Ihle
6. Manfred Pulitzer, von 1982 bis 1986 Generaldirektor der Firma Asimex
7. Klaus-Dieter Kranz, Inhaber der Firma Humedia
8. Herbert Rübler, österreichischer Kaufmann
9. Horst Bosse, westdeutscher Kaufmann

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 11.02.2018 18:04 | nach oben springen

#29

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 18:05
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
Was hat er denn Schlimmes getan ?

Eigentlich war er ja ein Guter,so verstehe ich jedenfalls deinen Beitrag.Dann hätte er ja nicht weglaufen brauchen.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#30

RE: Alexander Schalck-Golodkowski

in Leben in der DDR 11.02.2018 18:08
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Zitat von IM Kressin
Korrekt, mit uneinheitlichen Standpunkten und Betrachtungsweisen. Schau'n mer mal, ob für die Errettung des untergegangenen realen Sozialismus krümelkackerhaft renitent vom Pseudooberschlau die Überschrift wieder einmal herhalten muss in Ermangelung von Begründungen!

Na wenn ich nun schonma sooo nett darum gebeten werd ... siehe Betreff. Weil wie sagt uns Rentnerlehrlings so schön ... Korrekt!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#31

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 18:29
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Einfach armselig und ohne Niveau, eben Narrenfreiheit beim Genossen Major!


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#32

RE: Alexander Schalck-Golodkowski

in Leben in der DDR 11.02.2018 18:40
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Na aber eins mußte schon zugeben, der korrekter Name lautet Alexander Schalck-Golodkowski und so fand ich diesen auch im Januar 1990 vor, siehe #21. Ansonsten weiß ich nicht was dieses Beinchengehebe und versuchte Wadenzwickerei hier soll, na vielleicht kann man ja wieder auch mal sachlich?
Ahh, gern ... na dann. Wenn auch hier leicht oT.: Wen hatte denn im Januar 1990 der Westen so in der Fahndung an Prominenz?


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#33

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 20:08
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Zitat von 94 im Beitrag #21
Erinnere mich noch wie er Anfang 90 in der Fahndung auftauchte.


Beim AfNS wurden alle DE, also auch die, die im Westen operierten, aufgefordert Schalck-Golodkowski aufzuspüren.



Übrigens die "außerordentlichen Gefährdungsmomente für die nationale und staatliche Sicherheit der DDR" bestanden weniger im Verhalten Schalck-Golodkowskis, sondern m. E. eher darin, dass er vor dem Volkskammer Untersuchungsausschuss aussagen sollte, und das MfS/AfNS das partout nicht wollte. Deswegen hatte er anscheinend auch die Angst um sein Leben und fühlte sich in der DDR nicht mehr sicher. RA Wolfgang Vogel, der Verbindungen zum SdM des MfS/AfNS hatte, warnte Schalck am 02.121989 Abends vor dem um Mitternacht in Kraft tretenden Haftbefehl, so dass er gerade noch so direkt aus seinem KoKo-Büro in der Wallstraße unbehelligt über die GüSt Invalidenstraße verschwinden konnte. Seine Frau fuhr am nächsten Tag noch einmal nach Ostberlin in die Manetstraße, um Sachen aus der Wohnung zu holen.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 11.02.2018 21:23 | nach oben springen

#34

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 20:19
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Der hat ja dann noch viele Jahre lang ein behütetes Leben in Bayern geführt.



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#35

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 20:29
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Das lag an den innigen Kontakten zu Josef März (GF der bayerischen Fleisch-Fa. MAROX, die sich am Ost-Schleuderpreisgeschäft dumm und dämlich verdient hatte), der auch der Mittelsmann zu F.J.S. war (weil CSU Schatzmeister) und beim Einfädeln des Milliardenkredites ebenfalls behilflich war. Vorher hat Strauß seinen Kreditkonkurrenten einen Schweizer Bankier politisch weggebissen, denn vor Strauß und der Kohl-Regierung sollte das von der HV A auf geheimdienstlichem Wege entwickelte Zuricher Modell (Geld gegen humanitäre Zugeständnisse) umgesetzt werden.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 11.02.2018 20:38 | nach oben springen

#36

RE: Alexander Schalck-Golodkowski

in Leben in der DDR 11.02.2018 20:51
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Da müßten noch mehr Personen involviert gewesen sein? Denn sowohl der erwähnte März als auch FJS haben ja bereits '88 das Zeitliche gesegnet.


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#37

RE: Alexander Schalck-Golodkowski

in Leben in der DDR 11.02.2018 21:03
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Der Josef März hatte noch einen Bruder Willi, der ebenfalls GF der Fa. MAROX war. Er war 1989 noch 100 pro am Leben, denn ASG bekam 1990 von ihm ein Darlehen in Höhe von 600.000 DM.

Interessant ist auch, wer der Vorläufer der KoKo war: der "Handelsring Libermann" bestehend aus Wirtschaftskriminellen der Schwarzhandelsszene im Nachkriegsberlin. Chef war Herschel (Hersz) Libermann. Seit 1948 war er befasst im dem illegalen Handel und der Beschaffung für die MfS-Vorläufer DVdI/LKD-Berlin/K5 (Kommissariat 5 (politische Polizei)), HV zum Schutz der VW sowie für die Residentur des MWD in Deutschland.

Stützpunkte waren:

Umschlaglager Berlin N 4 Schlegelstraße 9 (bis 1989 von der KoKo genutzt)
Lager NO 55, Saarbrücker Straße 30-32
Lager Berlin-Weißensee Pistoriusstraße
Lager Berlin-Lichtenberg Rittergutstraße 67-71 (Josef-Orlopp Straße)

Libermann war auch an geheimdienstlichen aktiven Maßnahmen im Westen beteiligt:
1949 Falschgeldverbreitung in der französischen Zone (Saarland)
1949 Gewinnung von Personen für Attentate auf Zielpersonen im OG


Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 11.02.2018 21:45 | nach oben springen

#38

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 21:05
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Zitat von furry im Beitrag #26
Dabei wird es wohl bleiben, @Kalubke . Sein Wissen hat er mit ins Grab genommen.


Ich wette, es gibt heute noch genügend Personen aus Wirtschaft und Politik die 3 mal am Tag darum beten, daß er sein Wissen wirklich mit ins Grab genommen hat.
Ich schrieb es schon mal in einem anderen Zusammenhang sinngem.
Sein Wissen war sein Kapital und sein Schweigen darüber seine Lebensversicherung.



DoreHolm und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 21:55
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Vermutlich hat er im Westen ggü. den Behörden ausgepackt. Er wurde ja auffallend gut behandelt.
Vielleicht war das ja auch schon lange vorher? Der Westen war über die DDR-Wirtschaftslage jedenfalls ganz gut informiert.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 21:56 | nach oben springen

#40

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 22:01
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Das Schalck beim BND und Co nach dem 3.12.1989 ausgepackt hat ist doch kein Geheimnis.

Angst vor dem MfS hatte ein Schalck vor dem 3.12. nicht. Das kann ich versichern. Schalck wohnte im sogenannten "Leiterwohngebiet" am Orankesee. In diesen umliegen Straßen wohnten viele leitende MA des MfS. Damals gab es eine reine Hetzjagd in den verschiedensten Medien auf Schalck. Auch mit entsprechenden Hinweisen zu seinen Wohnort. Leider hat die damalige Regierung unter Modrow viele Fehler begangen, aus welchen Gründen auch immer.



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