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#101

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.01.2018 21:06
von Mike59 | 9.375 Beiträge | 5563 Punkte
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Der Herr hieß wohl Krase und starb 1988 an Krebs.



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#102

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.01.2018 22:32
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Es gibt mehrere Gründe, warum der Stopp der "Schnipsel-Rekonstruktion" mehr als bedauerlich ein. Spontan fällt mir dazu vor allem dieser ein: Die Akten des früheren MfS gehören in punkto DDR-Geschichte zu den wertvollsten und Aussagefähigsten Dokumenten die sich unsere Historiker wünschen können. Widerspiegeln sie doch, zumeist relativ ungeschminkt, unzählige vor der Öffentlichkeit " unter der Decke gehaltene" Ereignisse, ungelöste Probleme und Unzulänglichkeiten.
Diese Akten sollten der SED als "Frühwarnsystem" zum Machterhalt dienen. Daher wurden so viele Informationen wie möglich beschafft. Aber auf welche Art und Weise? Es liegt wohl in der Natur der Geheimdienste, dass Verrat, Lüge und Vertrauensmissbrauch zum täglichen Geschäft gehört. Die Eigenart der "hinterhältigen" Informationsbeschaffung seitens des MfS besteht in der Diskrepanz zwischen der oftmaligen Belanglosigkeit der erhaltenen Information und dem Aufwand der für die Erlangung der Information betrieben wurde. Den dabei angerichteten menschlichen Schaden, die Enttäuschung über den begangenen Verrat, spürt man bei den Betroffenen noch heute. Nicht zuletzt auch in diesem Forum. Da braucht man sich dann über diese oder jene heftige Reaktion nicht zu wundern!

Gruß an alle

Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


Marder, skobo, Pit 59, linamax, bürger der ddr, sentry, Harzwanderer und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.01.2018 22:36 | nach oben springen

#103

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.01.2018 23:39
von vs1400 | 3.727 Beiträge | 6859 Punkte
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Zitat von ABV im Beitrag #102
Es gibt mehrere Gründe, warum der Stopp der "Schnipsel-Rekonstruktion" mehr als bedauerlich ein. Spontan fällt mir dazu vor allem dieser ein: Die Akten des früheren MfS gehören in punkto DDR-Geschichte zu den wertvollsten und Aussagefähigsten Dokumenten die sich unsere Historiker wünschen können. Widerspiegeln sie doch, zumeist relativ ungeschminkt, unzählige vor der Öffentlichkeit " unter der Decke gehaltene" Ereignisse, ungelöste Probleme und Unzulänglichkeiten.
Diese Akten sollten der SED als "Frühwarnsystem" zum Machterhalt dienen. Daher wurden so viele Informationen wie möglich beschafft. Aber auf welche Art und Weise? Es liegt wohl in der Natur der Geheimdienste, dass Verrat, Lüge und Vertrauensmissbrauch zum täglichen Geschäft gehört. Die Eigenart der "hinterhältigen" Informationsbeschaffung seitens des MfS besteht in der Diskrepanz zwischen der oftmaligen Belanglosigkeit der erhaltenen Information und dem Aufwand der für die Erlangung der Information betrieben wurde. Den dabei angerichteten menschlichen Schaden, die Enttäuschung über den begangenen Verrat, spürt man bei den Betroffenen noch heute. Nicht zuletzt auch in diesem Forum. Da braucht man sich dann über diese oder jene heftige Reaktion nicht zu wundern!

Gruß an alle

Uwe



hmm, @ABV,
wie kommen denn heutige behörden zu ihren informationen?
sie stellen sich vor und bekommen dann widerspruchslos auskunft ...
...

gruß vs ... und sorry für's ot.


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


Alfred, Signalobermaat und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#104

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 09:46
von sentry | 1.498 Beiträge | 1530 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #95
Das handeln des MfS war nicht per se strafbar oder rechtswidrig, das ist doch wichtig. Für diesen Koloss von Gauckbehörde ist doch das Ergebniss eher armselig.
Selbst das puzzeln von Aktenbergen wird absehbar zu keinem anderen Ergebnis kommen, ist also überflüssig. Das Geld wäre im Bildungsbereich wesentlich besser aufgehoben!

Das sehe ich nicht so.Wenn in einem Rechtsstaat Verstöße gegen die Rechtsordnung vermutet werden, ist es legitim bzw. sogar die Pflicht des Rechtsstaates zu ermitteln...selbst wenn es am Ende zu keinen, oder wie hier, zu wenigen Verurteilungen kommt.
Es ist auch normal, gerade wenn es um Staatsunrecht geht, dass man jede Menge Beweise für begangene Verbrechen findet, diese aber nicht zwangsläufig zur Verurteilung tatsächlicher Täter führen. Letzteres ist nämlich ungleich schwerer, denn es wirkt zunächst die Unschuldsvermutung. Echte Beweise gegen einzelen Personen sind oft schwer zu finden.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht der sonst so diskussionskillende "Nazivergleich" statthaft... und vielleicht auch das primitive "Die-Anderen-Machen-Das-Doch-Auch-Argument".

Ich denke keiner hier wird bestreiten, dass in Nazi-Deutschland unzählige Verbrechen begangen wurden. Dennoch wurde nur eine relativ geringe Anzahl, überwiegend politischer, Verantwortlicher verurteilt. Tatsächliche Täter sind oftmals wegen fehlender Beweislage davongekommen.
Viele sind aber auch davon gekommen, weil insbesondere die westdeutsche Justiz oft nur halbherzig ermittelt hat bzw. gar nicht.
Mit diesem Angriffspunkt muss die deutsche Justiz heute umgehen können. Einerseits will keiner, dass sie bezüglich der (Nicht-)Ermittlung gegen Systemunrecht die Fehler der 50er Jahre wiederholt, andererseits wirft man ihr "Siegerjustiz" vor, weil sie damals Nazis hat davonkommen lassen, heute DDR-Eliten aber mit aller Härte und wegen geringfügigerer Delikte verfolgt und einlocht.

Aber tut sie das überhaupt?
Ich denke die Zahlen, ob nun der BStU oder aus Beitrag #93, sprechen eher für eine anständige Arbeit der deutschen Justiz:
Wo Ermittlungen angezeigt sind, wird ermittelt - das erwartet man von einer rechsstaatlichen Justiz, das ist ihr Auftrag. Gerichtsverfahren laufen nach rechtsstaatlichen Normen, der "politische Angeklagte" wird nicht schlechter gestellt als jeder andere Angeklagte auch.
Aber wenn das Beweismaterial nicht ausreicht, selbst wenn das Verbrechen an sich feststeht, wird der "politische Angeklagte" eben auch wieder in die Freiheit entlassen.
Das Emittlungen/Verurteilungen-Verhältnis sollte in einem Rechtsstaat keine Rolle spielen...und das Geld für eine funktionierende Justiz, einschließlich der Ressourcen für Ermittlungen ist eben nicht im Bildungsbereich besser aufgehoben...jedenfalls nicht in einem Land, wo schon mal mutmaßliche Verbrecher in die Freiheit entlassen werden, weil man es nicht innerhalb 6 Monaten geschafft hat, ein Verfahren zu eröffnen.


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#105

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 12:13
von Hackel39 | 3.454 Beiträge | 1871 Punkte
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Zitat von ABV im Beitrag #102
Es gibt mehrere Gründe, warum der Stopp der "Schnipsel-Rekonstruktion" mehr als bedauerlich ein. Spontan fällt mir dazu vor allem dieser ein: Die Akten des früheren MfS gehören in punkto DDR-Geschichte zu den wertvollsten und Aussagefähigsten Dokumenten die sich unsere Historiker wünschen können. Widerspiegeln sie doch, zumeist relativ ungeschminkt, unzählige vor der Öffentlichkeit " unter der Decke gehaltene" Ereignisse, ungelöste Probleme und Unzulänglichkeiten.
Diese Akten sollten der SED als "Frühwarnsystem" zum Machterhalt dienen. Daher wurden so viele Informationen wie möglich beschafft. Aber auf welche Art und Weise? Es liegt wohl in der Natur der Geheimdienste, dass Verrat, Lüge und Vertrauensmissbrauch zum täglichen Geschäft gehört. Die Eigenart der "hinterhältigen" Informationsbeschaffung seitens des MfS besteht in der Diskrepanz zwischen der oftmaligen Belanglosigkeit der erhaltenen Information und dem Aufwand der für die Erlangung der Information betrieben wurde.Den dabei angerichteten menschlichen Schaden, die Enttäuschung über den begangenen Verrat, spürt man bei den Betroffenen noch heute. Nicht zuletzt auch in diesem Forum. Da braucht man sich dann über diese oder jene heftige Reaktion nicht zu wundern!

Gruß an alle

Uwe



Was bei dieser Aktenaufarbeitung auch zutage tritt ist, daß viele Opfer auch heute ein solches wären aus Gründen mangelnder Anpassungsfähigkeit im Sinne der einfachen Vertragserfüllung (z. B. Arbeitsvertrag) oder der Unterordnung in eine Technologie die nur funktioniert wenn gewisse Kommandostrukturen (die es nicht nur beim Militär sondern auch bei Eisenbahn oder Feuerwehr gibt) eingehalten werden.
Sich solchen Zwängen zu stellen und Aufträge auszuführen auch wenn man sie aus der eigenen betriebswirtschaftlichen Froschperspektive nicht verstehen kann waren auch im Arbeiter- und Bauernstaat ein Problem das ungerechtfertigterweise nachträglich oft mit der Stasi in Bezug gesetzt wurde.
Diese Erkenntnis verstärkt sich wenn man die einmalige Chance bekommt, die aktenbasiert aufbereitete Autobiografie solcher Opfer erfahren zu können und ein solches Opfer selbst kennt (wenn auch nur oberflächlich) und sich mit ehemaligen Mitstreitern von damals über diese Person zu unterhalten kann um deren Sicht der Dinge festzustellen.
Am Beispiel "Letzter Ausweg Staatsfeind" https://www.amazon.co.uk/Letzter-Ausweg-...r/dp/3740706651 konnte diese Biografie akribisch analysiert werden und man zu dem Schluß kommen, daß vieles nur Einbildung, Geltungssucht und Orientierungslosigkeit war, was jemanden zum Opfer gemacht hat.
Eben weil die "Ausbeute" dieser energiearmen Schnipsel so gering war und man möglicherweise gar keinen Unrechtsstaat zusammengepuzzelt bekommt stiehlt man sich nun wohl davon weil die wirklichen Opfer längst bekannt und entschädigt worden sind.
Der Protagonist dieser Autobiografie hat nach langer Orientierungslosigkeit nun seinen Weg gemacht und war zuletzt mit der kriminalistischen Aufarbeitung des "Eigendorf- Attentats" beschäftigt https://www.amazon.de/dp/B01E3K9TKO/ref=...ing=UTF8&btkr=1, wobei er hier wirklich Talent bewiesen hat.
Diese Geschichte ist echt spannend geschrieben und ich werde mich dem im entsprechenden Thread nach Ende der Lektüre widmen.
Für all jene, die einmal eine solche opferspezifische Autobiografie, dessen Geschehen synchron von Original- Spitzeldokumenten begleitet wird erschließen wollen bietet sich der "Letzte Ausweg Staatsfeind" wirklich an.


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#106

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 12:59
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #68
Unterlagenvernichtung:
Alle registrierten Materialien, IM Vorgänge und Operativvorgänge wurden in die vorgesetzten Dienststellen ausgelagert und nicht in den KD vernichtet.


In dieser Verallgemeinerung stimmt das wohl nicht.

Zitat von andy im Beitrag #82
Au Mann, ideale Software und dann scheitert das Ganze an einem geeigneten Scanner?? Schwer nachvollziehbar.

Wenn Deine Kollegen nicht so geknüllt hätten, wäre es einfacher ... das ist schon ein technologisches Problem.

Zitat von andy im Beitrag #82
Wimre gab es bereits im Spätsommer 89 die Weisung, sämtliche Unterlagen der Abt. M (Postkontrolle) und der Abt. 26 (Telefon usw.) aus den Akten zu entfernen und zu vernichten.

Weil Deiner obersten Heeresleitung klar war, dass die Arbeit der Abt. M und 26 (Postkontrolle, Telefonüberwachung) klar gegen die Verfassung der DDR verstieß. Das entsprechende interne MfS-Schreiben ist irgendwo im Internet, vielleicht sogar bei bstu.de, weiß grad nicht.

Zitat von andy im Beitrag #82
Und ich finde das bis heute nicht verwerflich.

Das darfst Du natürlich so sehen - und ich darf das anders sehen. Schauen wir uns das Thema mal ganz entspannt an:

Motivation, die Akten zu rekonstruieren:
Da gibt es mehrere Motivationen. Einmal ist es eher ungewöhnlich, dass zeithistorische Forschung so einen Fundus hat. Den sollte man schon nutzen. Ein anderer Grund ist eher persönlicher Natur: Ich würde schon gern meine Akte sehen, leider liegt sie in einem Sack der für mich zuständigen KD. Und beim Scannen kam man leider nur bis zur KD Eisleben. (Ja, ich hatte eine eher umfangreiche Akte, das müssen wir nicht neu diskutieren.)

Motivation, die Akten zu vernichten, nicht zugänglich zu machen:
Der Signalobermaat hat schon auf die Vielfältigkeit verwiesen - und so sind die Motivationen von Dir sowie Deinen Kollegen auch ganz unterschiedliche, das wird oft übersehen. Das fängt bei möglichen "nassen Sachen" an, kein Geheimdienst der Welt will da Luft dran lassen. Das geht weiter über den Rufnamen "Merkur", die XXII, AGM/S: Deren Interesse, dass der Name "Terror/Antiterror" bezüglich "Terror" mal genauer beguckt wird, hält sich auch in engen Grenzen. Das geht weiter über die VI, auch das wurde angedeutet: Weg mit den Kairo-Daten! Dann wäre noch die VIII, deren erhobenen Beweise "legalisiert" werden mussten - allein die Wortwahl sagt ja alles. Dann wären noch die geheimen Mitarbeiter, die finden das auch nicht sooo toll. Und ganz zum Schluss ist dann noch der Peinlichkeitsfaktor für den kleinen KD-Mitarbeiter: Jeder kennt ja inzwischen Akten voller banaler Dinge, gewürzt mit Schreibfehlern und mangelnder Allgemeinbildung.

Also sehr viele ganz verschiedene Motivationen beider Seiten - leider oft mit Klassenkampgedöhns überbrüllt.

Wegen der verschiedenen Motivationen werden wir uns da wohl nie einig - müssen wir aber auch nicht. Dabei finde ich ganz interessant, dass wegen der ganz verschiedenen Motivationen der ehemaligen MfS-Mitarbeiter ich durchaus mit Kollegen Deiner Feldpostnummer zu Einzelfragen einig bin - aber je nach damaligem Verwendungsprofil zu ganz unterschiedlichen Einzelpunkten. Deckungsgleich ist das nie.


zuletzt bearbeitet 05.01.2018 13:00 | nach oben springen

#107

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 13:30
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@Mart ,

Das geht weiter über die VI, auch das wurde angedeutet: Weg mit den Kairo-Daten !

Es gab und gibt keine "Kairo-Daten" Es gab einen Maßnahmeplan "Kairo". Den habe ich hier bereits eingestellt. Einfach mal die SuFu benutzen.

passport


zuletzt bearbeitet 05.01.2018 13:53 | nach oben springen

#108

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 13:55
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Zitat von passport im Beitrag #107
Es gab und gibt keine "Kairo-Daten"

Baoh - was bist Du heute wieder pingelig.

Du hast es mir damals in M'born genau erklärt. Und Du weißt genau, was ich da als Fahndungskartei meine, viel genauer als ich.

Manno - ich hab doch keinen von eurer Feldpostnummer verhauen. Ich habe nur verschiedene Motivationen der Aktenvernichtung versucht darzustellen.

Am Rande: Ich wünsche Dir ein gesundes neues Jahr - mit Betonung auf gesund!


zuletzt bearbeitet 05.01.2018 13:56 | nach oben springen

#109

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 13:59
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Danke,

die Datei hieß "DREFA" Übersetzt hieß das "Drewitzer-Fahndung". Diese Güst diente als Vorreiter für neue Ideen und deren Umsetzung.
Dort wurden z.B. erstmalig 1968? die Transportbänder erprobt. Auch die erste computergestützte Grenzabfertigung im Oktober 1989 wurde in Drewitz getestet.


passport


zuletzt bearbeitet 05.01.2018 14:01 | nach oben springen

#110

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 17:49
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Ich finde, die Diskussion zur MfS Problematik ist im wesenlichen schon etwas sachlicher geworden.Find ich gut.Es geht doch auch gar nicht darum schlechtes gut zu machen,sondern einfach darzulegen, wie es tatsächlich war und warum es so und nicht anders sein konnte bzw. sein durfte.
Ich verstehe schon, daß für Außenstehende vieles nicht vorstellbar,bzw. nachvollziebar ist, vor allem für die, die nie in einem militärisch geführten Organ tätig waren.Ich versuche mal meine Meinung zu einigen Beiträgen darzulegen ,aber nicht alle auf einmal.
Da gibt es nun mal 1. eine Verpflichtung, und 2. Dienstliche Bestimmungen, die einzuhalten sind ob einem das paßt oder nicht. und wenn nicht, dann mit entsprechenden Konsequenzen.Das wird auch in den Diensten der BRD nicht anders abgelaufen sein.
Marder #94#
Die Frage ob jemand für seine MfS Tätigkeit verurteilt wurde, kann nur formal juristisch mit ja beantwortet werden.,aber aus rechtsstaatlicher Sicht spielt das schon eine Rolle und mit meiner Meinung zu dem Thema wende ich mich auch an Sentry, weil das zuammenspielt.
Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe, so könnte man den größten Teil der Urteile beziffern.
Es ist doch nun wirklich kein Geheimnis mit welchen nachrichtendienstlichen Mitteln, die von keiner Verfassung oder GG gedeckt sind Informationen auch im gesamten westlichen Ausland erarbeitet werden.
Da denke ich nocht nicht einmal an den weltumfassenden NSA Bereich.
Warum also wurden nur MfS MA angeklagt?.Weil von Staatswegen Anklage erhoben wurde.
Es kann doch aber nicht rechtsstaatlich sein,denn Sentry schreibt,wenn in einem Rechtstaat Verstöße gegen dieRechtsordnung vermutet werden, ist es die Pflicht des Rechtsstaates zu ermitteln usw.Die Rechtsordnung hat die BRD, die das gleiche Handeln unter Strafe stellt Großes Fragezeichen,warum noch kein GD MA verurteilt wurde, einschließlich US GD, die auch in deutschen Postsäcken geschnüffelt haben.Sentry hat recht, ohne Anklage kein EV und ohne EV kein Urteil
Die Frage ist einfach zu beantworten.Jura Studium, es gibt kein Recht an sich, Recht ist immer an die jeweilige Rechts -oder Klassenordnung gebunden.
Jeder Staat schafft sich sein Recht welches Ausdruck seines politischen Willens ist.Wie in der DDR, ist auch in der BRD vieles was recht wäre, politisch nicht gewollt.(Nur ein vom Thema abwegiges Beispiel,Rentenrecht,selbst Sozialrichter sagen unter vier Augen verfassungsrechtlich habt ihr recht, ihr werdet es aber nicht bekommen, weil es politisch nicht gewollt ist.Richter sind auch nur nach außen unabhängig,sie sind Beamte und erhalten Geld vom Staat,also wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing.Kein Richter stellt sich gegen den politischen Willen des Staates, es sei denn, er will ganz unten bleiben.)
Wer die Möglichkeit hat mit einem Juristen im Staatsdienst,seiner Vertrauens zu sprechen,erfährt, was so hinter den Kulissen, passiert.Also die Rechtsstaatlichkeit ist Augenwischerei fürs einfache Volk.Also wer reich und schön ist, hat in diesem Staat weitaus bessere Karten als ein armer Hund und wenn es nur darum geht, sich einen beseren Anwalt leisten zu können und nicht auf einen Pflichtverteidiger angerwiesen ist.Denn das sind meistens die, die ,die noch jung und unerfahren sind bzw.deren Kanzlei nicht so gut frequentiert ist und froh sind, wenn ihnen das Gericht einen Fall überträgt.
Marder, Geheimdienstarbeit ist immer irgentwie Drecksarbeit,denn manchmal wird aus Dreck auch Gold und sehr oft aus viel Dreck und mit viel Geduld.
Egal in welchem GD.Wenn es Gold wurde ist es auch ehrenvoll, weil man etwas zur Sicherheit seines Staates getan hat, der dazu die jeweiligen Rechtsnormen erlassen hat.Das muß ein anderer Staat und dessen Bürger nicht so sehen, zum Teil auch die eigenen Bürger nicht, wenn sie dazu eine andere Auffassung haben.
Was ich nicht verstehe, ist, daß es nach 1989 so viel aufhebens wegen Post und Fermmeldeverstöße gab.Eigendlich wußte doch jeder, daß es getan wurde, hier wie drüben.Und jeder dachte er wird kontrolliert, abgehört und bespitzelt,wenn es in der Leitung knackte,waren sich schon alle sicher, nur das .es damit wirklich nichts zu tun hatte.
Und 13000 IM führende MA konnten auch nicht mit noch so vielen IM 16Millionen DDR Bürger bespitzeln.
In unserer KD waren wir 15 IM führende MA einschließlich Leitung und der Bereich Sicherheitsüberprüfung, die keine op. Personenbearbeitung durchführten, sondern Quellen hatten, die überwiegend über Möglichkeiten verfügten die Zuverlässigkeit von Personen für die unterschiedlichsten Anforderungen( Geheimnisträger, Reisekader,Waffenträger usw.usw. einzuschätzen.)Wobei auch hier als Nebenprodukt oft op. int. Ausgangshinweise erarbeitet wurden.Die Trefffrequenz mit den einzelnen IM war aufgabenbezogen und auch sehr unterschiedlich.Manche traf man wöchendlich, manche alle paar Wochen oder nach Bedarf.Selbst zu einer im OV bearbeiteten Person gab es nicht immer wöchendlich Neues.Manche Treffs waren sehr aufwendig, dh. weit weg und die Konspiration spielte überall eine große Rolle.Leichtfertigkeit konnte sowohl das Material, als auch die Person des IM in Gefahr bringen.
Fortsetzung folgt, sonst wird es zu unübersichtlich



passport, Ebro, der alte Grenzgänger, DoreHolm und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#111

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 18:04
von Harzwanderer | 3.879 Beiträge | 3561 Punkte
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Ich finde es gut, dass die Stasi-Akten auch als Schnipsel aufgehoben wurden und wieder zusammengesetzt werden. Die Täter hatten versucht, ihre Spuren zu verwischen, obwohl sie wussten, dass sie damit nur das alte System und sich schützen, während es bereits eine friedliche Revolution gegeben hatte.
Eines Tages wird man auch besser scannen können und dann sind die restlichen 20.000 Säcke dran. Da freue ich mich schon drauf. Es könnte allerdings auch sein, dass im Westen dann noch einige mehr auffliegen. Von mir aus gerne.



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#112

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 18:20
von passport | 3.086 Beiträge | 1724 Punkte
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@Harzwanderer ,

wir als MfS-MA sind keine Täter. Denn im Umkehrfall müssten die MA vom BND, BfVS und MAD ebenfalls Täter sein. Wir und der Rest der Welt haben entsprechend den Befehlen und Weisungen der Dienstvorgesetzten gehandelt. Zeige mir einen Staat auf wo kein Unrecht geschieht. Die BRD sitzt selber in einen Glashaus und da sollte man Steinwürfe vermeiden !

passport


vs1400 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 18:21
von Ebro | 1.442 Beiträge | 3320 Punkte
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@Harzwanderer ,war zu erwarten, DU hast nichts verstanden....!



zuletzt bearbeitet 05.01.2018 18:22 | nach oben springen

#114

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:03
von der alte Grenzgänger | 1.679 Beiträge | 3671 Punkte
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #110
...
Die Frage ist einfach zu beantworten.Jura Studium, es gibt kein Recht an sich, Recht ist immer an die jeweilige Rechts -oder Klassenordnung gebunden.
Jeder Staat schafft sich sein Recht welches Ausdruck seines politischen Willens ist.Wie in der DDR, ist auch in der BRD vieles was recht wäre, politisch nicht gewollt....

Richter sind auch nur nach außen unabhängig,sie sind Beamte und erhalten Geld vom Staat,also wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing.Kein Richter stellt sich gegen den politischen Willen des Staates, es sei denn, er will ganz unten bleiben.)
Wer die Möglichkeit hat mit einem Juristen im Staatsdienst,seiner Vertrauens zu sprechen,erfährt, was so hinter den Kulissen, passiert.Also die Rechtsstaatlichkeit ist Augenwischerei fürs einfache Volk.Also wer reich und schön ist, hat in diesem Staat weitaus bessere Karten als ein armer Hund und wenn es nur darum geht, sich einen beseren Anwalt leisten zu können und nicht auf einen Pflichtverteidiger angerwiesen ist.Denn das sind meistens die, die ,die noch jung und unerfahren sind bzw.deren Kanzlei nicht so gut frequentiert ist und froh sind, wenn ihnen das Gericht einen Fall überträgt.
...


Danke für diese knackigen Kernsätze.. alles gesagt damit..
..warum nur glauben so viele noch an den "Rechtsstaat"- eigentlich unverständlich..

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#115

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:17
von Freienhagener | 7.533 Beiträge | 16554 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #112
Wir und der Rest der Welt haben entsprechend den Befehlen und Weisungen der Dienstvorgesetzten gehandelt.



Wer sich früher mit diesem untauglichen Argument sich herauszureden versuchte, weiß jeder.

Das bedeutet nicht, daß Befehlsempfänger Unmenschen sein müssen.
Auf die Befehle kommt es an. Und die sind weltweit ganz verschieden.

Je nach Regime ist es u. U. angebracht, einen Befehl zu verweigern.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Harzwanderer, vs1400, Kontrollstreife und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:28
von Signalobermaat | 486 Beiträge | 882 Punkte
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Einige Beiträge liegen mir noch auf der Seele, die ich nicht unkommentiert lassen möchte.Aber mal vorweg,was erbost denn so viele an den GD, es ist eine politisch gewollte Institution eines jeden Staates und das sicher schon seit Jesus Zeiten, egal wie es sich damals nannte,ob im staatlichen oder privaten Auftrag, es wurde spioniert, bespitzelt wo es notwenig war.Vieles sicher auch zum Guten in jeweiligen Sinne und leider auch zum Schlechten, je nachdem, wie man es sieht.
Wenn alle es so schlecht befinden. kann man sie doch überall abschaffen, was spricht dagegen.Wenn es gegen die eigene Person geht regt man sich auf.Was wollt ihr eigentlich.Viel Glück beim abschaffen
Das mußte mal gesagt werden.
Nun noch mal zu ABV und Mart
ABV. unklar, warum du die Informationsbeschaffung nur des MfS einmal als hinterhältig u.belanglos mit viel Aufwand einerseits mit spürbarer Enttäuschung über begangenen Verrat usw. deklarierst.
Wiederholung:Die Informationsbeschaffung vollzieht sich überall so.Natürlich, teils hinterhältig,teils auch für außenstehende belanglos und Enttäuschend für die Betroffenen,, wenn es herauskommt.Das war so und so wird es bleiben.
Sollten sich die BRD Dienststellen auf gleiche Weise öffnen,wirst du gleiches erleben.Also GD Arbeit ist keine Erfindung des MfS.Wenn wir GD dulden, dann auch die Mittel und Methoden der Informationsbeschaffung.
Ob eine Information belanglos ist, kann nicht immer von Anfang an bestimmt werden. Manchmal sind es belanglose Details, die ein Puzzle vervollständigen, vielleicht noch Jahre später.
Mart, zur Vernichtung.
Der obersten Heeresleitung der BRD ist auch klar, daß ihre post und techn. Aktivitäten dem GG entgegenstehen und trotzdem wirds gemacht und je nach Situation schnell vernichtet,bevor es herauskommt bzw. zum Nachteil verwendet werden kann. Siehe NSU Akten vom BfV,schnell geschrettert, nur so ausversehen.
Nun ich hatte auf meiner KD keine kleinen MA, die mit Schreibfehlern gewürzte Berichte abgeliefert haben.Ich kenne auch hochgebildete Leute mit Schreibfehlern.
Auf unserer KD hatten alle einen Hoch bzw. Fachschulabschluß und verfügten über einen normalen Bildungsstand, mit zumindestens allgemeinbildenden Rechtschreibkenntnissen.Kann ja sein daß du ein Ausnahmetalent bist und nie Schreibfehler machst.Also mangelnde Allgemeinbildung Fehlanzeige.Kann ja auf die Fünfziger Jahre, der Anfangszeit des MfS zutreffen, aber da hat sich im Verlauf der Jahre sehr viel getan.
Falls du deine Akte noch zu Gesicht bekommst, kannst du ja mal die gewürzten Berichte reinstellen.
Bei den IM Berichten wird es das eine oder andere schon gegeben haben, aber wenn sie von op. Wert waren, hat sie die Sekretärin bestimmt in ein normales deutsch übersetzt.
Aktenvernichtung.
Auch auf unserer KD gab es verschiedentlich die Meinung, nichts zu vernichten, damit wir unsere Arbeit nachweisen können.
Wem hätte es genutzt,wem sollte man etwas nachweisen.1989 fehlte dazu dem aufgeputschten Volk völlig das Verständnis.Wem sollte man denn die Informationen vorlegen.Dem op. Bearbeiteten,der kann es doch heut in der BStU lesen.
Ich habe in der Zeit Oktober-Dezember in einigen kleineren Arbeitskollektiven über unsere Arbeit gesprochen, stieß da eigentlichauf Verständnis,weil sie erstmal einen Einblick in die Aufgabenstellung und ihrer Bedeutung bekamen.Natürlich auch Diskussionen, über politische Entscheidungen, die wir mittragen mußten, ohne sie zu verinnerlichen.Und auch , wo wir uns bemühtenz ungunsten von Bürgern abzubauen.
Bei öffendlicher Veranstaltungen, habe ich das Gegenteil erlebt, die wollten nichts hören nur brüllen.
In den Berichten waren hochbrisante und total peinlich Begebenheiten, die auch nur ganz eng begrenten MA, die damit zu tun hatten bekannt wurden und das auch nirgendwo kundtun dürften.
Wenn jedem bekannt geworden wäre, was dort lagert.Es gab eh schon zuviel Tote in der Wendezeit.Historischer Wert, ja zum Nachweis der staatlich organisierten Störtätigkeit gegen die DDR in den gesellsch. Bereichen,der Volkswirtschaft, der gezielten Abwerbung von DDR Spezialisten,Hoch und Fachschulkadern als auch im Spionagebereich,usw. Sicher auch zu vielen Fehlern, irgendwann wurden die sowieso sichtbar.Und was bringt es uns heut und in 100 Jahren.
Aber das wurde auch nicht vernichtet, das ist archiviert.Unter Verschluß.Ebenso wie viele Akten von BRD Politikern, einschließlich Kohl.
Das zu veröffentlichen, wäre bestimmt interesanter als irgend ein IM Vorgang.
Die Realisierung der Vernichtung hat jede DE für sich organisiert und ich bin heut froh, daß wir bis auf die abgabepflichtigen Akten alles wegbekommen haben.auch ohne zentrale Reißwölfe, denn die hatten wir auch nicht.
Andererseits habe ich mich schon oft geärgert, daß alles dem Feuer übergeben würde.Ich hätte heut liebend gern manchem "hochangesehenen Widerstandkämpfer" seine Akte mit seinen Schweinereien öffendlich gemacht. Ich glaube viele haben aufgeatmet, als nichts mehr da war.
Wenn ich so an die Rolle der Medien zurück denke .Jeder konnte von sich geben was er wollte, je schlimmer um so besser, nichts bewiesenes aber immer brisant.Bis heute keine Richtigstellung. Da bleiben über Jahre hinweg Lügen im Raum und werden weitergegeben.Gegendarstellungen wurden nicht veröffendlicht usw.Da gab es richtig böse Dinge.und Zielscheibe immer MfS,ob zutreffend oder nicht.



passport, DoreHolm, damals wars, Ebro, Rothaut und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#117

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:44
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Mit dem MfS habe ich keinerlei Mitleid. Ihr habt verloren und das ist gut so. Niemand wird dafür gelyncht und das ist auch in Ordnung. Aber diese Wehleidigkeit und Selbstgerechtigkeit sind nicht in Ordnung.



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#118

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:52
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Thema verfehlt!


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
Heinrich Heine: Fatal ist mir das Lumpenpack, das, um die Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau, mit allen seinen Geschwüren.
https://www.youtube.com/watch?v=_fh8j2mULzc
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#119

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:56
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RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion • Absender: Harzwanderer, vor 7 Minuten
quote Diesen Beitrag zitieren

Mit dem MfS habe ich keinerlei Mitleid. Ihr habt verloren und das ist gut so. Niemand wird dafür gelyncht und das ist auch in Ordnung. Aber diese Wehleidigkeit und Selbstgerechtigkeit sind nicht in Ordnung.


Alles klar, wie zu erwarten. Nicht fähig und nicht bereit zu einer objektiven und unvoreingenommenen Sicht. Hatte noch was geschrieben, aber wieder gelöscht, da sinnlos.
Nur so viel. Die MA des MfS wollen kein Mitleid, sondern nur eine sachliche Betrachtung ihrer Tätigkeit auch im Vergleich zu anderen GD der Welt.



Ebro, Signalobermaat, bürger der ddr, passport und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.01.2018 19:58 | nach oben springen

#120

RE: Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.01.2018 19:57
von Harzwanderer | 3.879 Beiträge | 3561 Punkte
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Etwas mehr Selbstkritik und Distanz würde Euch gut zu Gesicht stehen.



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