X

#61

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 20:30
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Ich bestreite keineswegs die Berechtigung der Frage und will auch niemanden, erst recht nicht Thomas, persönlich angreifen.

Die Gegenfrage was das bringt, soll aber schon erlaubt sein.
Da gießen wir Leuten Wasser auf die Mühlen, die nur auf so eine Vorlage warten.

Es war so- da gibt es gar nichts zu beschönigen, beeinflussen konnten wir alle es jedoch nicht. Was soll man denn da noch `rumheulen.

MMn. ist es wichtiger aufzuzeigen, wie das System "GRENZSICHERUNG" funktioniert hat, wie und warum welche Vorschriften erlassen und dann in der Praxis umgesetzt , oder manchmal auch gedehtn oder ignoriert wurden.
Dies zeigt meiner Meinung nach das tatsächlich stattgefundene Leben.

Ob da in der Summe 1Milliarde oder 10 Milliarden verheizt wurden ist doch heute mMn. völlig wurscht- man kann "oh je", oder "oh je, oh je" rufen.
Ändert das irgend etwas ???

Schlußfolgerungen daraus zu ziehen, der Versuch zu erklären(nicht begründen !!!) warum das in dieser politischen Zeit soo und nicht anders war- das ist mMn. von höherem Wert.

Was haben die Atomraketen gekostet, die auf beiden Seiten Deutschlands aufgestellt wurden- von denen in der DDR haben wir ja erst nach der Wende erfahren.
Diese Fragen müssten dann in den selben "Topf" - allein eine sachliche Diskussion scheint mir da gar nicht möglich.

Niemand der diskutierenden Personen hatte und hätte eine Chance zur Einflussnahme gehabt.
Die möglicherweise unterschiedliche Beurteilung der Sache kann aber Diskutierende sehr schnell zu erbitternden Gegnern machen- bringt das irgend etwas?
Ich denke, man sollte manche Dinge die geschehen sind, einfach als Fakten zur Kenntnis nehmen.

Dazu muss man das nicht gut finden.

Es heute aber in Frage zu stellen, kann leicht als Heuchelei unterstellt werden oder im Stillen als Heuchelei gemutmaßt werden, wenn man davon ausgeht das ein normal denkender Mitteleuropäer die geschichtliche Entwicklung nach dem 8.Mai 1945 kennt und deren Auswirkungen auf beide Teile Deutschlands bis zu Wiedervereinigung zur Kenntnis genommen hat.

Da muss man kein Funktionär oder Geschichtsprofessor gewesen sein.

Ich unterstelle auch ganz ausdrücklich niemandem Heuchelei, wollte nur aufzeigen dass so etwas daraus entstehen kann.

Es wäre schön, wenn ich nicht noch neue Probleme aufgeworfen habe. -das war jedenfalls nicht meine Absicht.
Ich hoffe nur, dass @thomas 48 das auch so verstanden hat und nun nicht noch sauer auf mich ist.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.12.2017 20:31 | nach oben springen

#62

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 21:48
von Rothaut | 1.340 Beiträge | 5864 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rothaut
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@andy

Wie schon geschrieben....in den Fällen die mir bekannt sind..war bei einem versuchten Grenzdurchbruch das MfS schon in der GK/GB ( Selmsdorf ) anwesend..wenn der GV gebracht wurde...das betraf dann auch die Erstbefragung und Mitnahme.

Es gab aber auch in diesem Bereich...Abholung durch VP.

Wenn beides vorgekommen ist...wer hat dann die Entscheidung getroffen...wer jetzt zuständig ist...V2000?


nach oben springen

#63

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 21:59
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #62 :Klar V2000 oder die KD des MfS, ist doch logisch. GT hat doch auf Ebene K-GR mit in den KEL gesessen. So etwas wurde unproblematisch besprochen, und dann war es einfach so.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#64

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 22:07
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #50 von @Kalubke :
Ich habe leider den genauen Handlungsfilm dieser Lage nicht zur Verfügung.
Deshalb kann ich es hier nur so schildern, wie ich (heute glaube) mich damals entschlossen (zu) habe(n).

Der Kräfteeinsatz im Nachtaufzug am Schwerpunkttag WAHLEN wird rechts beginnend wie folgt gewesen sein:
1 GP von 300 m rechts Straße KT bis B-Stelle am rechten Vorderhang Töpferberg( nicht motorisiert);
1 GP von 300 m rechts oberhalb Straße Treffurt bis links 150 m vom Bahndamm Treffurt
1 GP von rechtes Werraufer am Wassersperwerk bis links Eingang Ritterholz
In der Tiefe waren von rechts beginnend eingesetzt:
1 GP vom GSZ-Tor -052 Straße KT bis Schlagbaum Lenkel, rechte Begrenzung Mitte Körtal - linke Begrenzung Bahndamm KT (alles freundwärts GSZ)
1 GP zeitweilig von 22-02Uhr zur Absicherung Ortsrand Treffurt von GSZ-Tor 054 Str. Treffurt bis Werra-Einfluss am GSZ

Klar wurden die Posten zwischen den Zäunen zuerst zur Abriegelung im Bereich Töpferberg eingesetzt. Auch die 2 GP der A-Gruppe besetzten dann Abriegelungspunkte am Kolonnenweg. Mit dem Einsatz des A-Zuges wurde dann weiter die Abriegelungskette verdichtet. Durch die vergangene Zeit, Alarmierung der Kräfte , Anmarsch zum Gsz-Tor 054 Str. Treffurt und Befehserteilung, kam sehr zeitnah die Festnahmemeldung. Trotzdem musste natürlich das volle Programm durchgezogen werden, bis die Spurenfrei-Meldung des K-6 durch Offizierskontrolle gegeben war.
Ich kann mich noch erinnenrn, dass der freundwärtsposten sich in der Nähe des Tores befand und dann direkt an das Tor Str. Treffurt befohlen wurde um den zügigen Einlass der Alarmfahrzeuge zu erleichtern.

Das Donnerpferd hat natürlich Recht, möglicherweise haben der eine GV, oder beide, die Drähte nicht nur angefasst, sondern mindestens 2 miteinander in Kontakt gebracht. Jedenfalls haben sie die Drähte wohl nochmals los gelassen, weshalb sich Auslösung löschen ließ. Bereits zum Zeitpunkt des Auslösesignals lief ich aus meinem Dienstzimmer(genau gegenüber der Waffenkammer) und Wand an Wand mit der Führungsstelle zum Kommandeur GSi. Als kurz darauf die Dauerauslösung des Feldes kam, war die A-Gruppe schon unterwegs zum Auto (befohlene Alarmzeit bis zur Abfahrt vom Hof waren 90 Sekunden). Der zeitliche Abstand zwischen der KZA und der DAL betrug mindestens 3, höchstens 5 Minuten. Warum, das hatte ich vergessen die beiden zu fragen.
Ich bitte alle Leser um Nachsicht, falls der eine oder andere Sachverhalt von mir mal nicht so ganz exakt beschrieben wird- auch können sich immer mal kleine Fehler einschleichen, weil es halt schon ein paar Tage her ist. Gemeinsam können wir diese Fehler aber erkennen und korrigieren oder erklären.
Zu den Finanzierungen kann ich überhaupt nichts sagen- ich weiß, das es wahnsinnig viel Geld gekostet hat, mehr aber nicht. Hatte bisher auch leider nie die Zeit und Lust, danach zu suchen.

Die von Dir benannte Betonröhre gibt es. Die ist heute das absolute Highlight in den Stories der Heimatforscher.

Ich habe diesen sogenannten "Schleusertunnel" auch in meinem öffentlichen Grenzvortrag im September 2016 natürlich nicht in Frage gestellt.
Dennoch erscheint es mir eher unwahrscheinlich, dass dieser permanent benutzt wurde.

Beim Rückbau des GZ-I haben wir an einigen "besonders geeigneten" Stellen nur absolut zufällig einen anderen Trick entdeckt, der so eine unangenehme Kriecherei im Dreck erspart hatte.
Die Streckmetallplatten waren an den überlappenden Stößen sowohl zwischen der unteren und mittleren Platte (und der darüber), als auch bei überstehenden Platten zwischen 2 Betonpfosten normalerweise mit kurzen Bolzen von ca. 5 - 7 cm Länge , 2 großen Unterlegscheiben und einer Mutter verschraubt. An mindestens 2 Stellen im damaligen Grenzabschnitt habe ich einen kompletten Bereich zwischen2 Betonpfosten entdeckt, wo diese Verschraubung durch FAKE-Schrauben bestand etwas gefettet war und sich sehr leicht lösen ließ, wodurch ein Durchgang entstand. Diese Stellen waren grundsätzlich von der Grenzlinie nicht einsehbar.

Ich bin mir sehr sicher, dass diese Art und Weise bestimmt von der V 2000 überall im GR-1 eingesetzt war.
Auch beim MfS gab es das Neuerer-Wesen.
Ich habe ein Orginal-Exemplar aufgehoben, als ich mit dem Abbau beauftragt war. Es war für mich als ehemaliger KC so verblüffend und zugleich genial, dass ich es ausgebrochen und aufgehoben habe.
Wie viel davon beim Abriss nicht festgestellt wurde kann man noch nicht einmal erahnen.

Zum anderen Fragenteil: JA, und nochmals JA !der Bereich von Waldrand Karnberg (also oberhalb von den Mainzer Köpfen) bis zur Straße Treffurt war des öfteren von jeglichem Posteneinsatz zu räumen. Dazu mussten bis zur befohlenen Zeit die Kontrollen der 2-m und 6-m Kontrollstreifen im GB abgemeldet sein. Der Erhalt des Befehls zur Freimachung des Bereichs erfolgte ausschließlich an den KC und war nach Möglichkeit bei der Befehlserteilung zum GD zu verschleiern, damit Niemand etwas mitbekommen sollte. Aber die meisten Leute in der FüSt waren ja helle Köpfchen- den Mund wollte sich auch niemand verbrennen. Deshalb wurde, wenn überhaupt, nur hinter vorgehaltener Hand über so etwas gesprochen. Bei mir gab es noch einen weiteren, bevorzugten Abschnitt etwas weiter links von der Werra.
Wer da wie was gemacht hat habe ich offiziell nie erfahren. Das eine oder andere ist aber in Büchern dazu geschrieben worden. Sicherlich haben an der Grenze Schleusungen stattgefunden, aber wie oft kann das schon passiert sein ? -und in wie vielen Grenzabschnitten?? Ich bin überzeugt, dass überwiegend Treffen mit westlichen IM zu Informationsaustauschen oder Kuriertreffen stattgefunden haben. Das sagt mir aber nur die einfache Logik, und einige wenige Bezugspunkte habe ich den Informationen der bei mir tätigen GBA des MfS entnommen.
Trotzdem ist es hauptsächlich Vermutung und Spekulation.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Rothaut, Kalubke und Kontrollstreife haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#65

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 22:10
von Lutze | 9.447 Beiträge | 7318 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Lutze
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Sind eventuell auch Fotos oder Skizzen in deinen mitgenommenen Unterlagen?
zum Beispiel Spuren oder Hinterlassenschaften von Grenzverletzern im Grenzgebiet?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


nach oben springen

#66

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 22:32
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #51: @Hanum83 , Hallo.
Es war sogar noch viel kürzer. Da ist unter Garantie noch etwas in Papierform vorhanden.

Man bedenke die Entwicklung nach der Wahl 1989, Stichwort Ausreise- u. Übersiedelungsanträge, BRD-Botschaftsflüchtlinge, Versuche Ungarn, CSSR- das hat ja alles keine Namen mehr.

Fakt ist jedenfalls, dass beide direkt nach dem Prozess oder sehr kurz danach (noch im Sommer 1989) aus der Haft entlassen wurden und die Sicherheitskommission TREFFURT vor der Frage stand, was mit den beiden geschehen sollte.

Die Diskussion streifte auch das Problem ZWANGSAUSSIEDLUNG, aber nur gefühlt Sekunden.
Die Meinung war einhellig, dass dies der schlechteste Weg wäre und beide dann eher gänzlich abrutschen würden.

Kurz gesagt, auf Beschluß der SiKo hat der BM den Antrag auf Rückführung mit Auflagen gestellt, der sowohl vom Gericht(Festlegung der Wohnsitznahme) als auch vom RdK, Abt. Inneres genehmigt wurde.

Es hat natürlich doch einige böse Rückfragen vom Regimentskommandeur gegeben, aber der hatte sehr schnell andere Sorgen.

Alle beteiligten Mitglieder der SiKo leben (noch immer) in Treffurt, außer der GBA des MfS, OLtn. S. .Von ihm hab ich nie wieder etwas gehört.

Es ist auch Tatsache und Kuriosum, dass der Sohn Mario Z. sich mit einem von ihm ausgegebenen Schnaps (wimre im November 1989) öffentlich in der voll besetzten Bahnhofskneipe lautstark bei mir für seine faire Behandlung bei der Aktion am Wahlsonntag bedankt hat. Auch das ist keine Ente. Es gibt genug Zeitzeugen.
Es war eben nicht immer alles nur schwarz und weiß. Manche Dinge konnte man dehnen, bei anderen hatte man null Millimeter Spielraum.
Ich war garantiert keine besondere Nummer, erst recht kein Nörgler oder Widerständler- eher das Gegenteil= 200% .

Wenn Du aber vernünftige Leute und keine Betonköpfe in der SiKo hattest, konnte so etwas auch mal klappen. Hat später keinen mehr interessiert, brauchte es auch nicht.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Rothaut, Kalubke, Hanum83, Ratze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#67

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 22:36
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #57 : Hallo Thomas, da antworte ich Dir lieber in einer PN , wenn es um Klarnamen geht.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
zuletzt bearbeitet 03.12.2017 22:37 | nach oben springen

#68

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 22:41
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #58: Da hast Du absolut Recht !!! Das MfS hat dem Vorschlag zugestimmt, oder nicht. Festgenommene Personen konnten so zumindest an der grünen Grenze ja immer noch ohne Aufsehen bei den VPKÄ`s abgeholt/übernommen werden, falls es nachträglich erforderlich schien.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#69

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 22:50
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #60 :
Es war in diesem und auch anderen Fällen so.
Wenn allerdings die Offiziere des GB oder GR vor der Zuführung der/des GV in der GK waren, hattest Du als KC keine Chance mehr.
Du mustest den Meldeweg einhalten, aber diese Leute durften ihren Kommandeur direkt anrufen und Ihre Entschlußmeldung zur Befragung wurde immer genehmigt/bestätigt, wenn keine grundsätzlichen Dinge dem entgegen standen.

War natürlich schon der MA der V2000 vom GB da, oder gar Leute der V2000 vom Regiment, dann haben die natürlich nicht zugeschaut, sondern das selbst in die Hand genommen.
Da durfte man dann ganz kameradschaftlich wegtreten. Hat auch nie einer gemeckert- war eben so.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#70

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 23:01
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #65 : Ja , aber nur wenige Fotos. Skizzen höchstens 1 oder 2 .
Lass mir ein bischen Luft, ich muss jetzt erst mal die anderen Sachen liefern, um glaubwürdig zu bleiben. Bin da auch dran, aber kann leider nicht zaubern.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#71

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 23:24
von Rothaut | 1.340 Beiträge | 5864 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rothaut
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@berndk5

Da haste jetzt aber was an der "Backe"....und wir sind erst bei einem Bsp. Festnahme/ Handlung der zuständigen Organe.
....aber..der Ablauf nach einer Festnahme sollte jetzt ungefähr klar sein. ( zumindestens für mich )

Wie wurde.. in diesem Fall...das ganze später ausgewertet?
Als KC alles richtig gemacht?


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#72

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 00:02
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #71 :
Logo, das Ding war doch absolut rund.
Besser hätte es für uns nicht klappen können. Durch das eindeutige Geständnis in der Erstbefragung hatte man auch im Nachgang jede Menge Arbeit gespart.
Gab sehr viel Lob, und nicht nur das. Es war ein Paradebeispiel, weil der Einsatz der Kräfte und Mittel auch wirklich maximal war. Der KC war befehlsgemäß in der Kaserne, hat sofort die Führung persönlich übernommen- na ja das ganze Blah, Blah.
Da konnten sich die "höcheren" auch auf die Schulter klopfen.
Ich kenne das auch anders herum, vom Grenzdurchbruch im September an der Straße Treffurt über das GSZ-Tor 054.
Das wir das nächste Beispiel. Mal zur Abwechslung dann ein Durchbruch. War zwar selten, kam aber vor.
Als PN auf Wunsch(zu Deiner Frage) gerne mehr.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.12.2017 00:04 | nach oben springen

#73

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 03:29
von Mart | 909 Beiträge | 676 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mart
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von berndk5 im Beitrag #20
... da wir bei uns in der Bezirksstadt Erfurt einen so genannten STASI-Knast in der Andreas-Straße hatten.

@berndk5
Da Du mich im Paulinerkirchen-Thread persönlich auf diesen Thread hier hingewiesen hast: Ich habe noch nicht alles durchgelesen, werde mich aber wohl tatsächlich per PN bei Dir melden, nur noch nicht heute. Alles weitere dann dort.

Zu der obigen Formulierung (als kritischer Geist darf ich vielleicht):
Sofern es ein sachlicher Bericht sein soll, sollte es natürlich "Untersuchungshaftanstalt (UHA) der Bezirksverwaltung Erfurt des MfS" heißen. Sofern es ein emotionaler persönlicher Bericht (auch das geht natürlich) sein soll, müsstest Du das trotzdem auflösen - indem Du im Nebensatz späteren Generationen erklärst, warum Du "STASI-Knast" schreibst. Also weil das heutiger Sprachgebrauch ist. Oder weil ihr auf der GK damals wirklich so sagtet. Oder weil die Bevölkerung damals so sagte.

Bitte nicht böse sein.


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#74

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 03:43
von Mart | 909 Beiträge | 676 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mart
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von berndk5 im Beitrag #54
Hi Pit 59 , ich meinte, dass es aus heutiger Sicht schade um die viele Kohle war.

@berndk5

Ich nochmal.
Wenn ich Dir für diesen Thread etwas empfehlen dürfte: Ignoriere moralische Einwürfe aus heutiger Sicht völlig. Gehe nicht darauf ein. Und bewerte bitte auch selbst nur sparsam aus heutiger Sicht.

Begründung: Sonst endet dieser sehr interessant begonnene Thread ganz schnell im Gemetzel.


furry, Wahlhausener, berndk5, Rothaut und Harzwald haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#75

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 03:50
von Mart | 909 Beiträge | 676 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mart
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Rothaut im Beitrag #58
Ich habe jetzt nochmal nachgefragt...was das Abholen der Personen durch VP betrifft.
Es kann sein...das es wohl auch daran gelegen hat WER versucht hat "abzuhauen"
z.B. ehemalige oder Angehörige der bewaffneten Organe riefen das MfS auf den Plan...auch was das abholen betrifft.
nach gemeldeter Festnahme steckten wohl auch GT ( Regimentsebene ), VP und MfS ( KD ) die Köpfe zusammen und es wurde entschieden..wer sich der Person/Personen annimmt.

Radio Eriwan: Ja, aber ...

Heute ist das so (und kommt aus uralter Zeit): Bei Straftaten ermittelt der Staatsanwalt. Dazu bedient er sich eines Hilfsorgans - der Polizei. (Die Polizei ermittelt auch schon mal allein vor sich hin - aber das ist hier nicht der Punkt.)

In der DDR war das gar nicht so viel anders. Der erste Unterschied war, dass es zwei "Ermittlungsorgane" gab, denen sich der Staatsanwalt bedienen konnte: Volkspolizei und MfS. Die eher staatstragenden Fälle und die Fälle, die die Bevölkerung verunsichern konnten, landeten beim MfS.

Dabei gab es -wenn man so will- eine gewisse Pervertierung: In der DDR entschied das nur theoretisch der Staatsanwalt. Praktisch schnipste das MfS mit dem Finger - und schon hatten sie den Ermittlungsfall zu sich gezogen.


Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#76

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 04:05
von Mart | 909 Beiträge | 676 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mart
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von andy im Beitrag #60
Ich habe das während meiner Dienstzeit in der Verw. 2000 etwas anders erlebt. Allerdings kann ich nur von den Gepflogenheiten im GK-Mitte berichten. Hier war es so geregelt, dass nach einer Festnahme wegen versuchten GD grundsätzlich der diensthabende MA der Verw. 2000 vom OpD zu informieren war.
...
An eine Erstbefragung durch den KC oder andere Offiziere der GT ann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.

Wenn ich mich recht an die zuständige "Heeresdienstvorschrift" erinnere (ich beziehe mich ausschließlich darauf!), dann war der gestellte Grenzverletzer vom Postenpaar möglichst aus der Sicht des "Gegners" zu verbringen - also Mulde, Buchgruppe, so etwas. Vor der körperlichen Erstdurchsuchung war er nach Waffen und nach "Mittätern" zu befragen. Dann folgte die die körperliche Durchsuchung, gelehrt wurde "im Liegen" und "im Stehen". Danach hatte der Postenführer den "Grenzverletzer" nach Details zu befragen. Dieses hätte irgendwann dokumentiert werden müssen - vor Ort ging schlecht und wurde auch nicht gelehrt.

Ich würde nun tatsächlich vermuten, dass es einen Unterschied zwischen GKM und der grünen Grenze gab: Ihr ward ja in Nullkommanix vor Ort. - In den Kreisen an der grünen Grenze waren nicht nur die Wege länger - sondern auch die Dichte der DVP-Dienststellen im Vergleich zur Abt.1 (V2000).

Aber das ist (meine) Spekulation, gerüstet durch die Erinnerung der "reinen Lehre" einer Dienstvorschrift.


GZB1 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#77

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 11:48
von berndk5 | 1.405 Beiträge | 10918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

zu #73
Hallo @Mart, große Entschuldigung !!! Eine Verunglimpfung war nicht gewollt, ist dennoch passiert als ich den üblichen Jargon benutzt habe.
Ich gelobe Besserung !! Kannte das Objekt "Andreasstraße auch nur aus den Medien, hatte mich sonst nie tangiert.
Also nochmals für besonder die ehemaligen MA- es war nicht meine Arbeit nun auch noch über Euch herzuziehen.
Deinem Beitrag zu #76 ist nix hinzuzufügen, es war im Wesentlichen so. Details könnten auch mal geringfügig anders gewesen sein.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
zuletzt bearbeitet 04.12.2017 11:52 | nach oben springen

#78

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 12:50
von Kalubke | 3.124 Beiträge | 3179 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Kalubke
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von berndk5 im Beitrag #64

[...]

Beim Rückbau des GZ-I haben wir an einigen "besonders geeigneten" Stellen nur absolut zufällig einen anderen Trick entdeckt, der so eine unangenehme Kriecherei im Dreck erspart hatte.
Die Streckmetallplatten waren an den überlappenden Stößen sowohl zwischen der unteren und mittleren Platte (und der darüber), als auch bei überstehenden Platten zwischen 2 Betonpfosten normalerweise mit kurzen Bolzen von ca. 5 - 7 cm Länge , 2 großen Unterlegscheiben und einer Mutter verschraubt. An mindestens 2 Stellen im damaligen Grenzabschnitt habe ich einen kompletten Bereich zwischen2 Betonpfosten entdeckt, wo diese Verschraubung durch FAKE-Schrauben bestand etwas gefettet war und sich sehr leicht lösen ließ, wodurch ein Durchgang entstand. Diese Stellen waren grundsätzlich von der Grenzlinie nicht einsehbar.

[...].



Die als Durchschlupf dienende Streckmetallmatte war also nicht mit dem Betonpfosten, sondern nur mit den angrenzenden Matten verschraubt. Die Muttern der Verschraubung mussten sicherlich entgegen der sonst üblichen Praxis auf der freundwärtigen Seite sein, oder? Wie haben die das eigentlich von der freundwärtigen Seite aus wieder zugeschraubt bekommen? Musste da keiner feindwärts des Zaunes stehen und den Bolzen gegenhalten bzw. kontern, damit er nicht herunter fällt bzw. sich nicht mitdreht? Oder war der Bolzenschaft etwa eckig, so dass er sich in der Streckmetallöffnung fixieren ließ?

Gruß Kalubke

p.s. Könntest Du dankenswertereweise mal ein Foto von dieser FAKE Schraube einstellen, damit man eine bessere Vorstellung von diesem besonderen Verscharaubungsmechanismus bekommt? Warum lag eigentlich der gesamte Treffurter Stadtwald im hier ungewöhnlicherweise ca. 2,5 km breiten Schutzstreifen? Der Signalzaun, der m. E. das Walsbachtal hinauf ging und die Schutzstreifengrenze lagen hier ca. 2 km weit auseinander. Gab es im Treffurter Stadtwald evt. ein konspitatives Treffobjekt des MfS für ihre geschleusten IM (Bungalow, Forst- oder Jagdhütte oder evt. ein übrig gebliebenes Gebäude des abgerissenen Ortes Klein Töpfer)?



zuletzt bearbeitet 04.12.2017 15:25 | nach oben springen

#79

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 14:53
von Arthur | 56 Beiträge | 191 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Arthur
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@berndk5
Mal eine Frage am Rande dieses interessanten Themas.
Du schriebst oben, daß der Raum des K-GSi gleich neben Deinem Dienstraum und gegenüber der Waffenkammer war. Ich weiß, daß dies so bei etwa der Hälfte aller Grenzkompanien im Süden so war. Also die Grenzsicherung von der Kompanie aus geführt wurde. Im Norden meines Wissens eher nicht.
Was waren eigentlich die Beweggründe hier die Führungsstelle in Räumlichkeiten der Kompanie einzubauen und bei anderen Abschnitten diese dann im Gelände zu belassen? War es die Nähe Eures Objektes zum Grenzsteifen und damit dann Kosteneinsparung?

Arthur


berndk5 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#80

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 04.12.2017 15:32
von andy | 1.579 Beiträge | 2268 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds andy
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

War natürlich schon der MA der V2000 vom GB da, oder gar Leute der V2000 vom Regiment, dann haben die natürlich nicht zugeschaut, sondern das selbst in die Hand genommen.

Vielleicht zum besseren Verständnis mal was zur Struktur der Verwaltung 2000. Die für das GR 1 zuständige UA Abwehr der HA I im GK Süd hatte 12 Planstellen. Zieht man davon die Sekretärin, den Kraftfahrer und den (meistens bei der Abwehr angesiedelten) Funker ab, bleiben 9 Planstellen für operative MA. Davon gehen dann nochmal Leiter und Stellvertreter (Major bzw. OSL) weg, so dass für die eigentliche Truppe abwehrmäßig 7 IM-führende MA (Ltn. bis Major) übrigblieben.
Kam es im GD zu einem Vorkommnis wurden der Diensthabende der Verwaltung 2000 (MA der Abwehr oder Aufklärung) sowie der Leiter/Stellvertreter der UA Abwehr informiert und letztere entschieden, ob sie den für das GB/GK zuständigen Abwehroffizier ggf. aus dem Bett holten.
Insofern gab es keinen Unterschied zwischen den MA'n der Verw. 2000 aus dem GB oder dem Regiment. Bei besonders schweren Vorkommnissen (FF) war der Leiter/Stellvertreter der Abwehr in der Regel auch selbst vor Ort, im Regelfall aber eher im Regimentsstab beim Kdr./Stabchef.

Die Leiter/Stellvertreter der Abwehr waren ab den späten 80'er Jahre in der Regel Absolventen der JHS des MfS oder der MAFE und als Uniformträger waren sie äußerlich nur schwer von den Truppenoffizieren zu unterscheiden.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


berndk5, Rothaut, vs1400, IM Kressin und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.12.2017 15:36 | nach oben springen



Besucher
15 Mitglieder und 50 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Spreewaldgurke
Besucherzähler
Heute waren 1636 Gäste und 110 Mitglieder, gestern 2473 Gäste und 149 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 15607 Themen und 659292 Beiträge.

Heute waren 110 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen