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#121

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 07:59
von Rainman2 | 5.830 Beiträge | 615 Punkte
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@Grenzläufer

Das ist prinzipiell richtig und die Aufforderung geht nach meiner Auffassung auch in die richtige Richtung: Gegen das Vergessen!

Es gibt aber auch einen zweiten wichtigen Strang dieser Aufklärung: Wie kamen Menschen, wie ich beispielsweise, dazu, diesem System zu folgen? Was trieb sie an, diese Dinge mitzumachen? Wie konnten sie, trotz mahnender Stimmen, und trotz des anerzogenen Humanismus, Unmenschlichkeit in dieser Form akzeptieren?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten. In Ihnen verschmelzen die Historie dieser Zeit, gemeinhin als Krieg, wenn auch nur kalter, bezeichnet, und die persönliche Erfahrung mit einem indoktrinierenden System. Und es wird noch schwerer, wenn man merkt, dass man seine eigene Person nicht heraushalten kann, dass man seine eigenen Fehler erkennen und benennen muss, wenn man über Schuld und Verantwortung spricht. Auch das habe ich hier im Forum gelernt.

Es ist aus meiner Sicht zu wenig, die Dinge nur zu zeigen. Wir haben jahrzehntelang junge Menschen in die Gedenkstätten der Konzentrationslager geschickt mit dem Auftrag: "Schaut Euch das an! Schaut Euch an, was Faschismus im Endeffekt bedeutet." Es hat, wie wir heute sehen, wohl nicht gereicht.

Der Begriff "Grenzverletzer" ist auch mehr als nur eine Gänsehaut wert. Ich hoffe, ich konnte in meinem darauf folgenden Satz den Konflikt, den ich hatte, verdeutlichen. Ich habe mir angewöhnt, als Zeitzeuge weiter in der "alten Diktion" zu sprechen, auch meine damaligen Gedanken in der damaligen Form auszudrücken. Da gibt es nichts zu relativieren, nichts zu beschönigen. Aber es gilt, Haltung zu beziehen, wo man seine Fehler gemacht hat. Es gilt, Geschichte reflektiert darzustellen, und nicht in unausgegorenen Meinungsbröckchen in Menge zu werfen.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Klauspeter, der 39., Fred.S., ABV, Rainer-Maria Rohloff, der alte Grenzgänger und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#122

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 08:24
von Kontrollstreife | 821 Beiträge | 5403 Punkte
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@Rainman 2

Zitat von Rainman2 im Beitrag #121
Es gibt aber auch einen zweiten wichtigen Strang dieser Aufklärung: Wie kamen Menschen, wie ich beispielsweise, dazu, diesem System zu folgen? Was trieb sie an, diese Dinge mitzumachen? Wie konnten sie, trotz mahnender Stimmen, und trotz des anerzogenen Humanismus, Unmenschlichkeit in dieser Form akzeptieren?
Da muss man sehen wie die Werbung für die NVA auch erfolgte. Ich benenne mal die GT nicht extra, da ich keine Werbung für die GT kennengelernt habe. Auch aus den Berichten vieler User wird ersichtlich, dass viele als Mot. Schütze für die NVA gemustert wurden und dann die Einberufung zur GT als Überraschung kam.

Ob in der Schule oder bei der Musterung wurden oft viele Suggestivfragen gestellt, die man eigentlich nur mit ja beantworten konnte. Nach einer Reihe von banalen Fragen kam dann die Frage, ob denn das Heimatland nicht gegen Feinde geschützt werden müsse? Wer hat da schon nein gesagt? So kam dann bei vielen ein ja nach dem anderen. Wer dann einmal in der Mühle an der OHS war, hat schnell erkannt, dass dieser Weg eine Einbahnstraße war. Ich kenne einige, die in dieser Einbahnstraße gewendet haben und richtig abgestürzt sind.


KS


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#123

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 09:40
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RE: Geschichtswert des Forums • Absender: Rainman2, Heute 07:59
Der Begriff "Grenzverletzer" ist auch mehr als nur eine Gänsehaut wert. Ich hoffe, ich konnte in meinem darauf folgenden Satz den Konflikt, den ich hatte, verdeutlichen. Ich habe mir angewöhnt,
als Zeitzeuge weiter in der "alten Diktion" zu sprechen, auch meine damaligen Gedanken in der damaligen Form auszudrücken. Da gibt es nichts zu relativieren, nichts zu beschönigen. Aber es gilt, Haltung zu beziehen, wo man seine Fehler gemacht hat. Es gilt, Geschichte reflektiert darzustellen, und nicht in unausgegorenen Meinungsbröckchen in Menge zu werfen.

Das Problem einiger User liegt m.E. darin, nicht unterscheiden zu können (oder zu wollen), ob ein Erzähler lediglich zum besseren heutigen Verständnis die damaligen Ausdrucks- und Denkweisen darlegt, die ihn damals so und so handeln ließen oder ob er ausnahmslos all diese Handlungen und Denkweisen auch heute noch als gut und richtig vertritt. Es dürfte hier in dieser Runde keinen einzigen User geben, ob als GWD oder Uffz. an der Grenze, Offizier, MfS-Angehöriger oder aus sonstwelchen Machtorganen oder Funktionen, der seine damalige Sicht auf die Dinge nahezu unverändert durch die Jahrzehnte bis in´s Heute behalten hat. Stehen sie aber auch heute noch zu bestimmten Werten, die die damalige Ideologie prägten, sind es dann Hardliner, Betonköpfe, Ewiggestrige und was weiß ich noch. Warum fällt mir da gerade ein allseits bekannter, in der letzten Zeit wenig aktiver älterer User ein, bekennender Kommunisten- und Russenhasser ein, der nach fast 30 Jahren noch nicht begriffen hat, daß Russland kein kommunistisches Land mehr ist sondern dort der Kapitalismus ähnlich wie im Westen, Nordamerika und anderswo herrscht. Ich habe mir schon lange angewöhnt, solche, die nicht begreifen wollen daß nicht jeder System/Ideologie-Mitträger sich um 180° wendete, einfach zu ignorieren und mich auf keine Diskussion mit denen einzulassen. Die wollen´s sowieso nicht begreifen. Bei einigen Usern habe ich auch den Eindruck, daß sie ein bischen ihre Fahne in den Wind gehangen haben und heute schon immer Gegner des Systems gewesen sein wollen. Na klar, sie konnten es damals nur nicht so richtig zeigen. Pioniere, FDJ-Mitgliedschaft, Jugendweihe, Aktivist, Maidemo, Brigade der DSF u.a. dienten ja nur der Deckung.



Klauspeter, thomas 48, der 39., Fred.S. und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2017 10:00 | nach oben springen

#124

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 16:23
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Ich habe diese offiziellen Begriffe privat nie verwendet, insbesondere den diskriminierenden "Grenzverletzer" nicht.
Die Realität war anders herum. Die Flüchtenden wurden ja meist von den Grenzanlagen verletzt. Schon der Draht stachelte nicht nur.

"Grenzüberwinder" wäre korrekt gewesen. Aber das wäre ideologisch nicht gewollt gewesen, selbstverständlich.

@DoreHolm , Scharzweißdenken entspricht sicherlich auch nicht der Realität.
Ich meine diese damals praktizierte propagandistische Verleumdung, daß DDR-Kritiker "Lakaien des Imperialismus" sein müssen, daß es nur entweder oder gibt. Dieses strikte "Sag mir wo Du stehst", das keinen Platz für einen individuellen Standpunkt hat.

Tatsächlich ist es doch so, daß man heute wie früher anecken oder kritische Distanz wahren kann. Zumindest Letzteres ist weit verbreitet.
Schon beim Thema SED-Mitgliedschaft habe ich mich sinngemäß geäußert, daß ein "Anti-DDRismus" heute gar nicht mehr geheuchelt werden muß. Im Gegenteil: DDR-Nostalgie wird ohne Zurückhaltung betrieben.

Wer kennt diesen Böhnke-Sketch, wo der sich bei einer BRD-Firma bewirbt und dem Personalchef erklärt, daß er aktiv gegen das DDR-Regime gekämpft hat?
Der Personalchef antwortet, daß die Firma rebellische Mitarbeiter nicht gebrauchen könne.

Da steckt Wahrheit drin: Es lohnt sich immer weniger, regimekritisch gewesen zu sein.
Wer es nicht war hat keine Veranlassung mehr, was zu erfinden.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Grenzläufer, DoreHolm, Huf3, Fred.S., Hapedi, Kontrollstreife, 1941ziger, Rainman2, Tobeck und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2017 16:46 | nach oben springen

#125

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 18:34
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Ich finde die Aufregung um den Begriff "Grenzverletzer" total sinnfrei. Der Begriff "Grenzverletzer" ist ohne Wertung, er ist einfach eine Feststellung nach damaligen Recht.
Wichtig sind doch die Gründe für die "Grenzverletzung", es hat auch Fälle gegeben wo sich durch den illegalen Grenzübertritt (ich vermeide das böse Wort) Straftäter ihrer Verfolgung entziehen wöllten (kam erst eine Doku über Kriminalfälle in der DDR) und es gab auch Menschen die einfach nicht im "besseren Deutschland" leben wollten.
Wichtig ist die moralische Wertung der Grenzübertritte (nach Motiv etc.). Für mich war die Grenze mit dem Grenzregime ein großer Fehler, doch man darf nicht in eine "Schwarz-Weiß" malerei verfallen.


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


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#126

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 18:54
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Wer bei den GT war, hat es vermutlich seitdem fest im Blut. Wir haben "Flüchtlinge" dazu gesagt.



IM Kressin und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#127

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 18:57
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Es geht um eine Terminologie, es wurde eine Grenze verletzt und das egal ob berechtigt oder unberechtigt und ohne jede moralische Wertung!
Heute verletzen "Flüchtlinge" wieder Grenzen und das traut sich auch keiner beim Namen zu nennnen!


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


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#128

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 18:58
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Zu meiner Zeit hieß es immer Grenzverletzer .
Die Vergatterung sagte ja .
" Grenzverletzer sind festzu nehmen bzw. .....

hapedi


Mein Profil ist nach besten Wissen und Gewissen erstellt . Ehrlich


andyman, Ehli und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#129

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:01
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Eine Grenze wurde vielleicht überschritten aber nicht "verletzt". Das hat die SED dazu gedichtet, weil sie Normales möglichst illegal klingen lassen wollte.
Wenn man den Begriff aus alter Gewohnheit weiter verwendet, verstehe ich das. Wenn man ihn aber inhaltlich noch heute verteidigt, würde ich mal langsam aufwachen.



Hapedi, Freienhagener, IM Kressin, Grenzläufer und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2017 19:04 | nach oben springen

#130

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:15
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Grenzen gibt es schon seit der Steinzeit. Ob nun ausgebaute Sperranlagen oder Geländemarkierungen. Grenzen wurden in erster Linie definiert um Eindringlinge nicht in das "eigene Revier" zu lassen.
Jemanden zu zwingen innerhalb eines bestimmten Territoriums zu bleiben ist wie das Betreiben einer Haftanstalt. Das die Grenzen innerhalb der EU heute so durchlässig sind (leider nicht nur für EU Bürger) ist gut für uns, birgt aber auch die Gefahr der illegalen Einwanderung und des Terrorismus.
Diese Freizügigkeit ist aber keine Errungenschaft des Kapitalismus, sondern ist Dank der Annäherung der EU Staaten entstanden. Die USA, Kanada oder Australien kann man ja auch nicht so einfach betreten.

KS


Hapedi, Ehli, IM Kressin, Grenzläufer und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#131

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:19
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #130
Grenzen gibt es schon seit der Steinzeit. Ob nun ausgebaute Sperranlagen oder Geländemarkierungen. Grenzen wurden in erster Linie definiert um Eindringlinge nicht in das "eigene Revier" zu lassen.
Jemanden zu zwingen innerhalb eines bestimmten Territoriums zu bleiben ist wie das Betreiben einer Haftanstalt. Das die Grenzen innerhalb der EU heute so durchlässig sind (leider nicht nur für EU Bürger) ist gut für uns, birgt aber auch die Gefahr der illegalen Einwanderung und des Terrorismus.
Diese Freizügigkeit ist aber keine Errungenschaft des Kapitalismus, sondern ist Dank der Annäherung der EU Staaten entstanden. Die USA, Kanada oder Australien kann man ja auch nicht so einfach betreten.

KS


Richtig, ähnlich sehe ich das auch, nur die Überschreitung der Grenze (aus welchem Grund auch immer) ist eine Verletzung der Grenze.
Nicht der Begriff der Verletzung ist der Fehler, die Grenze war der Fehler!


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


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#132

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:26
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Ganz sicher war das Wort "Verletzung" bewußt gewählt, um die Grenze und nicht den Flüchtling als Opfer erscheinen zu lassen und den Flüchtling als Täter.
Das ist sehr wohl eine Wertung - eine hochpolitisch-ideologische.

Das Gesetz dahinter ist das Eine - das Andere der Versuch das Denken und damit die Wertung der Grenzer im Sinne des Grenzegimes zu beeinflussen.

Solche Suggestivwörter kreieren auch Andere, z. B. Wirtschaftspolitiker den Begriff Minuswachstum.
Was Anderes, aber dasselbe Prinzip.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Kontrollstreife, Hapedi, IM Kressin, Tobeck und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2017 19:29 | nach oben springen

#133

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:32
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Jungs, ihr kennt meine Schwäche der Korrektur und Ergänzung (ohne Hintergedanken) ....


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 29.11.2017 19:33 | nach oben springen

#134

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:33
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Moin,
man könnte glauben, das einige echt ein schlechtes Gewissen haben, weil sie bei der GT gedient haben.
Wer weiß was diese gemacht haben.

schlutup



zuletzt bearbeitet 29.11.2017 19:34 | nach oben springen

#135

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:34
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@Freienhagener

Zitat von Freienhagener im Beitrag #132
Ganz sicher war das Wort "Verletzung" bewußt gewählt, um die Grenze und nicht den Flüchtling als Opfer erscheinen zu lassen.
Das ist sehr wohl eine Wertung - eine hochpolitisch-ideologische.
Hallo, dass sehe ich genauso. Das Wort Grenzverletzer stellte die Person auf dieselbe Stufe wie Straftäter. Straftäter mußten per se verfolgt, verurteilt und bestraft werden. Der Grenzsoldet wurde zum Hüter der Gesetzlichkeit gemacht der den Staat und seine Einwohner schützt.

KS


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#136

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:35
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Natürlich war der Grenzverletzer ein Straftäter, laut Gesetz der DDR



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:39
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Du hast Gedankengänge....

Nach der Logik müßte man mit reinem Gewissen das DDR-Grenzregime in den höchsten Tönen loben.

Zum DDR-Gesetz wieder mal:

"Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist,
sondern es muß Gesetz sein, weil es recht ist"

Charles-Louis de Secondat


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zuletzt bearbeitet 29.11.2017 19:39 | nach oben springen

#138

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 19:59
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Turtle, ihr erinnert euch meinte mal auf einem Treffen zu mir sinngemäß " Also in meiner MfS-Akte stand da "Sperrbrecher". Man brach somit wieder sinngemäß die Grenzsperre, die eben die Pioniere der GT errichteten.

Rainer-Maria

Und einen guten Abend allen ins Forum



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#139

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 20:31
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Ob eventuell das DDR Regime mit verschiedenen Bezeichnungen die Statistiken verändert hat wäre denkbar .
Mein Kumpel , wohnhaft in Koblenz hatte sich von Einem ende der 60er Jahre im Interzonenzug oben in der Toilette einschrauben lassen . Der Lump ist ausgestiegen und hat Anzeige bei der Trapo losgelassen und somit wurde mein Kumpel in Leipzig wieder da oben rausgeholt .
Das war keine versuchte Republikflucht wie man annehmen könnte . Nein , er wurde zu 1 1/2 Jahren wegen beschädigung der Grenzanlagen verurteilt .
Aber eindeutig wollte er so in den freien Teil Deutschlands gelangen

hapedi


Mein Profil ist nach besten Wissen und Gewissen erstellt . Ehrlich


Schlutup, IM Kressin und Tobeck haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2017 20:36 | nach oben springen

#140

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 20:39
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Moin,
da wurde der Interzonenzug als Grenzanlage angesehen. Interessant.



Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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