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#81

RE: Ausreiseantrag aus der DDR

in DDR Staat und Regime 11.11.2017 20:14
von Hapedi | 2.652 Beiträge | 5105 Punkte
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Zitat von Waschbär im Beitrag #80
Gut @ Hepedi du sollst Recht behalten.
Mir ist aber auch berichtet worden von ehemaligen Ausreisewilligen, die heute noch stolze Bürger der BRD sind, dass sie weiße Bettelaken befestigt an einem Besenstiel, um sich für die Freiheit zu ergeben, aus dem Fenster gehalten bzw. befestigt haben.
Möchtest du jetzt mit deiner Aussage auch behaupten, in deinem Bett kein Laken zu haben?
Wegen den verplempern?



Wenn man das Laken im Bett läßt ist es ja kein verplempern .
Ich kannte auch niemanden , der es gemacht hat .
Aber in Kassel in dem großen Konzern in dem ich tätig war , hat uns unser Vertauensmann zur Zeit des Golfkrieges angespornt ein weißes Bettlaken ais dem Fenster zu hängen , er machte das auch .
Alle Lacher auf seiner Seit und er machte den Vorschlag nie wieder

hapedi


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#82

RE: Ausreiseantrag aus der DDR

in DDR Staat und Regime 11.11.2017 20:22
von Waschbär | 40 Beiträge | 140 Punkte
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So ein Lacher wie eben von dir beschrieben war es wohl allen Anschein nicht.
Seine Wohnung wurde geräumt, aber nicht von ihm.
Als er nach Jahren seine Stadt wieder besucht hat war die Wohnung immer noch leer, inzwischen soll sie abgerissen worden sein.
Doch das soll auch keine Seltenheit sein.


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#83

RE: Ausreiseantrag aus der DDR

in DDR Staat und Regime 11.11.2017 20:32
von Hapedi | 2.652 Beiträge | 5105 Punkte
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als ich das Erste mal nach 4 Jahren wieder dort war war das Haus wieder bewohnt .
Habe meine Bleibe damals auch nicht selber räumen müssen , können . Gar keine Zeit dafür bekommen .
Vor paar Jahren mußte das Haus weggerissen werden weil REWE da neu einen Supermarkt gebaut hat

hapedi


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#84

RE: Ausreiseantrag aus der DDR

in DDR Staat und Regime 11.11.2017 21:50
von Hackel39 | 3.395 Beiträge | 1478 Punkte
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Wie langwierig und kompliziert ein Ausreisebegehren verlaufen kann ist im Buch eines Bekannten von früher dokumentiert, den ich nach der Schulzeit aus den Augen verloren hatte und hier wieder fand.
https://www.thalia.de/shop/home/artikeld...ID44261870.html
Es ist eine fesselnde Geschichte, die lückenlos mit mir vertrauten Orten und mir teilweise bekannten Personen sowie einer nahezu lückenlosen Aktendokumentation begleitet wird.
Jener Alex (mit richtigen Namen Axel) war ein Klassenkamerad meiner Schwester und eher unauffällig unterwegs umso überraschter war ich über diese Publikation.
Solche Ausreisebegehren waren wohl oft ein jahrelanges Gezerre mit Behörden, staatlichen Leitern und vermeintlichen Helfern, die sich später als Spitzel offenbarten und hier mit viel Spott versehen wurden, wobei das Gespür des Protagonisten für eine Einordnung der jeweiligen Weggefährten recht gut entwickelt gewesen sein muß.
Alles was er schrieb ist wie gesagt mit Akten unterlegt, die vom Autoren auch interpretiert wurden.
Die Frequenz mit der beispielsweise Arbeitsverhältnisse wechselten und die Schwierigkeiten überhaupt noch irgendwo unterzukommen war für uns linientreuen Genossen von damals kaum vorstellbar wenngleich es doch vorkam, immer mal Zugvögeln dieser Art zu begegnen.
Mit denen kam man aber kaum ins Gespräch, jener Alex war mir eher als Heimlichtuer in Erinnerung, der alles andere als geradlinig war, was aber wohl mit seinem überlebenswichtigem Mißtrauen zusammen hing.
Irgendwie erinnert seine Geschichte auch an Sven Regeners Roman, „Herr Lehmann“, einem Lebenskünstler im anderen Teil Deutschlands, der ähnlich chaotisch drauf war und seine Gedanken zur Weltlage trotzdem durchdacht und ernst zu nehmen waren.
Auch diese Perspektive kam in dieser Autobiografie zur Sprache.
Persönlich kann ich vieles allerdings nicht nachvollziehen, z. B. das herkunftsbedingte Mobbing ( Vater selbstständiger ortsansässiger Dachdecker mit Oberklasse– Ostauto) und auch seine Bewertung mir ebenfalls bekannter gemeinsamer POS– Lehrer aber vielleicht denkt man Jahrzehnte später noch mal neu darüber nach.
Auf jedem Fall spricht man mit gemeinsamen Bekannten darüber und gewinnt Jahrzehnte danach neue Einblicke in die Biografien, die damals wie heute exotisch erscheinen.


zuletzt bearbeitet 11.11.2017 21:51 | nach oben springen



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