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#1

Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 18:18
von Alfred | 7.463 Beiträge | 1937 Punkte
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Hallo,

ich möchte hier auf ein interessantes Buch hinweisen.

Mit ausführlicher Leseprobe:

https://foschepoth.wordpress.com/2017/09...oettingen-2017/



Pitti53 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.10.2017 18:19 | nach oben springen

#2

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 20:49
von damals wars | 14.440 Beiträge | 6554 Punkte
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Ich habe noch das Buch "Das Schandurteil von Karlsruhe"


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
https://www.youtube.com/watch?v=4tlhDA1_w2U
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#3

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 22:05
von Hanum83 | 7.604 Beiträge | 10793 Punkte
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Schandurteil, naja, wieviele Tote haben die Kommunisten international auf dem Zettel?
Ich weiß was gleich argumentativ kommt, aber dieser Zettel ist historisch nicht wegzureden.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.10.2017 22:09 | nach oben springen

#4

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 23:50
von passport | 2.923 Beiträge | 984 Punkte
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@Hanum83 , Thema verfehlt, setzen , 6


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#5

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 23:55
von Hanum83 | 7.604 Beiträge | 10793 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #4
@Hanum83 , Thema verfehlt, setzen , 6


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Wenn du meinst.



zuletzt bearbeitet 18.10.2017 06:46 | nach oben springen

#6

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 01:33
von Grenzläufer | 2.695 Beiträge | 5689 Punkte
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Das KPD-Verbot war eigentlich überhaupt nicht notwendig. Die KPD, ein Anhängsel der SED, war schon 1953 politisch am Ende.
Bei der Bundestagswahl 1949 erhielt sie 5,7 %, 1953 waren es nur noch 2,2 % . Hatte man 1947 noch über 300.000 Mitglieder so waren es 1956 gerade noch 70.000.
Schuld an dem Niedergang war aber nicht der "böse" Westen sondern die SED-Hardliner aus Ostberlin.
Es ist allgemein bekannt, dass die KPD von Ostberlin gelenkt wurde und da in der SED-Diktatur der Kampf gegen Abweichler zu den Grundregeln gehörte, wurden auch im Westen führende KPD-Spitzenfunktionäre Opfer der stalinistischen Repressionen.



>>Kurt Müller (* 13. Dezember 1903 in Berlin-Wedding; † 21. August 1990 in Konstanz-Dingelsdorf) war ein deutscher Politiker der KPD.
1948 wurde Müller gemeinsam mit Walter Fisch zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. (...) Bei der Bundestagswahl 1949 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt. (...)
Im März 1950 lockte ihn Max Reimann durch ein Telefonat nach Ost-Berlin. Dort wurde er nach einem Gespräch mit Walter Ulbricht noch im ZK-Gebäude verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen verbracht, wo ihn der stellvertretende Minister für Staatssicherheit Erich Mielke intensiv verhörte. Nach umfangreichen Vorarbeiten kam es jedoch aus politischen Gründen in der DDR nicht zu einem großen Schauprozess nach dem Vorbild der Prozesse gegen László Rajk in Ungarn, Trajtscho Kostow in Bulgarien und dem Slánský-Prozess in der Tschechoslowakei. Müller, der darin die Rolle eines der Hauptangeklagten spielen sollte, wurde von einem sowjetischen Militärtribunal nach beinahe dreijähriger Untersuchungshaft am 28. Februar 1953 wegen „Terrors, Spionage, Sabotage, Gruppenbildung und terroristischer Tätigkeit“ zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er kam in ein Lager des Gulag in die Sowjetunion. Neben Müller wurden u.a. auch der frühere Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag Leo Bauer, der Hamburger Landesvorsitzende Willi Prinz und Müllers Nachfolger als stellvertretender Parteivorsitzender Fritz Sperling aufgrund der stalinistischen Säuberungen in Ost-Berlin inhaftiert (..)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_M%C3%...Politiker,_1903)

>>Fritz Sperling (* 11. Oktober 1911 in Algringen; † 21. April 1958) war ein deutscher Politiker (KPD) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er wurde ein [/b]Opfer innerparteilicher Säuberungen in der DDR. (...)
Kurz nach der deutschen Kriegsniederlage, im Juli 1945, kehrte Sperling nach Deutschland zurück und wurde KPD-Landesvorsitzender in Bayern. Der 15. KPD-Parteitag im April 1946 delegierte Sperling neben elf weiteren Spitzenfunktionären (u. a. Kurt Müller, Walter Fisch, Max Reimann und Albert Buchmann) in den Parteivorstand der SED. Er – wie auch die anderen elf – mussten auf Anordnung der westlichen Besatzungsmächte jedoch wieder ausscheiden, da die SED im Westen nicht zugelassen war.[1] 1947 heiratete er Lydia Hug, die er im Schweizer Exil kennengelernt hatte. Mit der Bildung des KPD-Parteivorstandes im April 1948 wurde er eines der fünf Sekretariatsmitglieder. Als solcher begrüßte er anfangs die aus Moskau gesteuerten parteiinternen Säuberungen im Zuge der Noel-Field-Affäre. Nach der Verhaftung Kurt Müllers wurde er 1950 dessen Nachfolger als stellvertretender KPD-Vorsitzender. Infolge während der Haft in Internierungslagern erlittener Gesundheitsschäden sollte Sperling im Regierungskrankenhaus der DDR auf Einladung der SED behandelt werden. In Berlin wurde er Anfang Februar 1951 im Auftrag der SED seines Postens im Parteivorstand enthoben, am 26. Februar verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Grund für seine Verhaftung war seine Haltung im Schweizer Exil. Ein ordentlicher Haftbefehl erfolgte erst am 17. April 1953. In Hohenschönhausen wurde Sperling sowohl vom KGB als auch vom MfS Tag und Nacht verhört und unter Einsatz von Foltermethoden zu einem falschen Geständnis gezwungen. (...) <<
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Sperling_(Politiker)

>>Der Fall Fritz Sperling
Ein Westdeutscher in Ostberliner Gefängnissen <<
http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103proh.htm


>>Willi Prinz (* 10. August 1909 in Köln-Kalk; † 28. Dezember 1973 in Garmisch-Partenkirchen), eigentlich Wilhelm Peter Prinz, war ein deutscher Politiker. Er war von 1949 bis 1951 erster Vorsitzender der Hamburger KPD. (...)
Im Januar 1951 hatte Erich Mielke seine Verhaftung angeordnet. Seit dem 10. Februar 1951 war Prinz in Gefängnissen der DDR inhaftiert. Er sollte „Verbrechen“ gegen den Frieden, die Sowjetunion, die DDR und deren Führung gestehen. Ihm wurde vorgeworfen, dass er Harry Naujoks und Walter Müller nicht aus der Partei ausgeschlossen habe. Unter Androhung von lebenslanger Haft, Schlafentzug und Verbot jeglichen Kontaktes mit seiner Frau sollte Prinz ein „Geständnis“ ablegen. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Prinz


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zuletzt bearbeitet 18.10.2017 01:35 | nach oben springen

#7

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 07:29
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Da haben ja SPD (O) und KPD was gemeinsam, war mir bisher gar nicht so bewußt!


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
https://www.youtube.com/watch?v=4tlhDA1_w2U
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#8

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 07:38
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #6
Das KPD-Verbot war eigentlich überhaupt nicht notwendig. Die KPD, ein Anhängsel der SED, war schon 1953 politisch am Ende.
Bei der Bundestagswahl 1949 erhielt sie 5,7 %, 1953 waren es nur noch 2,2 % . Hatte man 1947 noch über 300.000 Mitglieder so waren es 1956 gerade noch 70.000.
Schuld an dem Niedergang war aber nicht der "böse" Westen sondern die SED-Hardliner aus Ostberlin.
Es ist allgemein bekannt, dass die KPD von Ostberlin gelenkt wurde und da in der SED-Diktatur der Kampf gegen Abweichler zu den Grundregeln gehörte, wurden auch im Westen führende KPD-Spitzenfunktionäre Opfer der stalinistischen Repressionen.





>>Kurt Müller (* 13. Dezember 1903 in Berlin-Wedding; † 21. August 1990 in Konstanz-Dingelsdorf) war ein deutscher Politiker der KPD.
1948 wurde Müller gemeinsam mit Walter Fisch zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. (...) Bei der Bundestagswahl 1949 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt. (...)
Im März 1950 lockte ihn Max Reimann durch ein Telefonat nach Ost-Berlin. Dort wurde er nach einem Gespräch mit Walter Ulbricht noch im ZK-Gebäude verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen verbracht, wo ihn der stellvertretende Minister für Staatssicherheit Erich Mielke intensiv verhörte. Nach umfangreichen Vorarbeiten kam es jedoch aus politischen Gründen in der DDR nicht zu einem großen Schauprozess nach dem Vorbild der Prozesse gegen László Rajk in Ungarn, Trajtscho Kostow in Bulgarien und dem Slánský-Prozess in der Tschechoslowakei. Müller, der darin die Rolle eines der Hauptangeklagten spielen sollte, wurde von einem sowjetischen Militärtribunal nach beinahe dreijähriger Untersuchungshaft am 28. Februar 1953 wegen „Terrors, Spionage, Sabotage, Gruppenbildung und terroristischer Tätigkeit“ zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er kam in ein Lager des Gulag in die Sowjetunion. Neben Müller wurden u.a. auch der frühere Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag Leo Bauer, der Hamburger Landesvorsitzende Willi Prinz und Müllers Nachfolger als stellvertretender Parteivorsitzender Fritz Sperling aufgrund der stalinistischen Säuberungen in Ost-Berlin inhaftiert (..)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_M%C3%...Politiker,_1903)

>>Fritz Sperling (* 11. Oktober 1911 in Algringen; † 21. April 1958) war ein deutscher Politiker (KPD) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er wurde ein [/b]Opfer innerparteilicher Säuberungen in der DDR. (...)
Kurz nach der deutschen Kriegsniederlage, im Juli 1945, kehrte Sperling nach Deutschland zurück und wurde KPD-Landesvorsitzender in Bayern. Der 15. KPD-Parteitag im April 1946 delegierte Sperling neben elf weiteren Spitzenfunktionären (u. a. Kurt Müller, Walter Fisch, Max Reimann und Albert Buchmann) in den Parteivorstand der SED. Er – wie auch die anderen elf – mussten auf Anordnung der westlichen Besatzungsmächte jedoch wieder ausscheiden, da die SED im Westen nicht zugelassen war.[1] 1947 heiratete er Lydia Hug, die er im Schweizer Exil kennengelernt hatte. Mit der Bildung des KPD-Parteivorstandes im April 1948 wurde er eines der fünf Sekretariatsmitglieder. Als solcher begrüßte er anfangs die aus Moskau gesteuerten parteiinternen Säuberungen im Zuge der Noel-Field-Affäre. Nach der Verhaftung Kurt Müllers wurde er 1950 dessen Nachfolger als stellvertretender KPD-Vorsitzender. Infolge während der Haft in Internierungslagern erlittener Gesundheitsschäden sollte Sperling im Regierungskrankenhaus der DDR auf Einladung der SED behandelt werden. In Berlin wurde er Anfang Februar 1951 im Auftrag der SED seines Postens im Parteivorstand enthoben, am 26. Februar verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Grund für seine Verhaftung war seine Haltung im Schweizer Exil. Ein ordentlicher Haftbefehl erfolgte erst am 17. April 1953. In Hohenschönhausen wurde Sperling sowohl vom KGB als auch vom MfS Tag und Nacht verhört und unter Einsatz von Foltermethoden zu einem falschen Geständnis gezwungen. (...) <<
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Sperling_(Politiker)

>>Der Fall Fritz Sperling
Ein Westdeutscher in Ostberliner Gefängnissen <<
http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103proh.htm


>>Willi Prinz (* 10. August 1909 in Köln-Kalk; † 28. Dezember 1973 in Garmisch-Partenkirchen), eigentlich Wilhelm Peter Prinz, war ein deutscher Politiker. Er war von 1949 bis 1951 erster Vorsitzender der Hamburger KPD. (...)
Im Januar 1951 hatte Erich Mielke seine Verhaftung angeordnet. Seit dem 10. Februar 1951 war Prinz in Gefängnissen der DDR inhaftiert. Er sollte „Verbrechen“ gegen den Frieden, die Sowjetunion, die DDR und deren Führung gestehen. Ihm wurde vorgeworfen, dass er Harry Naujoks und Walter Müller nicht aus der Partei ausgeschlossen habe. Unter Androhung von lebenslanger Haft, Schlafentzug und Verbot jeglichen Kontaktes mit seiner Frau sollte Prinz ein „Geständnis“ ablegen. (...)<<
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Und wie wird das Buch von Dir eingeschätzt ?



zuletzt bearbeitet 18.10.2017 07:39 | nach oben springen

#9

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 08:39
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Zitat von damals wars im Beitrag #7
Da haben ja SPD (O) und KPD was gemeinsam, war mir bisher gar nicht so bewußt!
SPD-Mitglieder, die sich der Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED widersetzten, wurden inhaftiert.

Zitat
„Es ist doch ganz klar. Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

Sie kannten auch die Lager noch, in die man sie sperrte. Kurz nachdem die letzten Nazi-Opfer die Konzentrationslager verlassen hatten, eröffneten
die Sowjets sie wieder:

Im August 1945 richteten sie insgesamt zehn „Speziallager“ ein, übernahmen mehrere Konzentrationslager, darunter
Sachsenhausen, das künftig die Bezeichnung Speziallager 7 führte, und Buchenwald in Thüringen, jetzt als Speziallager 2.

Um das Plansoll zu erfüllen, wurden Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren, die angeblich als „Werwölfe“ die Sowjets bedrohten, ebenfalls eingekerkert.
Besonders hart traf es die Sozialdemokraten. Hunderte SPD-Mitglieder verschwanden über Nacht, nicht wenige für immer.

Überwacht wurden sie durch von den Sowjets eingesetzte Schwerkriminelle. Nach Schließung der Lager 1950 wurden die Gefangenen nicht freigelassen,
die „rote Hilde“ Benjamin, später berüchtigte DDR-Justizministerin, verurteilte ohne Öffentlichkeit im Minutentakt.

Beim Strafmaß führte die SED von Beginn an die Regie. Es sei

Zitat
„unter allen Umständen hoch zu verurteilen“,

hieß die Weisung,

Zitat
„mindestens zehn Jahre Zuchthaus“

Die unbefangenen Richter der DDR-Justiz nahmen sich die die Freiheit und gingen deutlich darüber hinaus, bis
zu 25 Jahren lauteten die Urteile, eingeschlossen darin 32 Todesurteile.

Anfang der 60er wurden die ersten 20 Gefangenen, ebenso viele Kinder aus der Haft entlassen, zum bescheidenen Gegenwert von drei Eisenbahnwaggons Kalidünger.

In Ost-Berlin war man auf den Geschmack gekommen. Ein überaus erfolgreiches DDR-Exportmodell wurde entwickelt, politische Gefangene gegen West-Cash.

Von 1964 bis 1989 wurden dann politische Häftlinge zu einer regelmäßigen DDR- Handelsware, 33755 Inhaftierte wurden in die Freiheit gekauft.

Die Preise stiegen rasant von 40.000 DM auf letztendlich 100.000 DM, insgesamt 3,5 Milliarden D-Mark gelangten durch enge Zusammenarbeit zwischen
Staatssicherheitsdienst und Justiz in die ständig klamme DDR-Staatskasse.


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!


Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

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Hast Du das Buch gelesen ? Ansonsten gilt auch hier Thema verfehlt !


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damals wars und PKE haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

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Zitat von Alfred im Beitrag #8

Und wie wird das Buch von Dir eingeschätzt ?

Die Politik hatte damals zweifelsohne Einfluss auf das Urteil genommen und somit war die von unserem Grundgesetz geforderte Unabhängigkeit der Justiz nicht gegeben. Hier gebe ich dem Autor recht. Nach den Maßstäben der heutigen Zeit wäre das Verbot der KPD 1956 aus juristisch-formalen Gründen ganz sicher gescheitert.

Ein andere Frage ist die Verfassungsmäßigkeit der KPD zur damaligen Zeit, sie war es ganz sicher nicht und so ist das Verbot dieser Partei und die Urteilsbegründung
nachvollziehbar.

Art. 21 GG
(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.

An ihrer demokratiefeindlichen Haltung der KPD bestand kein Zweifel. In der Urteilsbegründung ging das Gericht auf die Zielsetzung der KPD ein, beurteilte das
politische Erscheinungsbild und die Betätigung der marxistisch-leninistischen geprägten Partei.

>>(...) Die für die KPD aus dem Marxismus-Leninismus folgende Politik deutete das Gericht so:
In eine Formel zusammengefaßt würde also die aus der Lehre des Marxismus-Leninismus zu erschließende gesellschaftliche Entwicklung sein: Errichtung einer sozialistisch-kommunistischen Gesellschaftsordnung auf dem Wege über die proletarische Revolution und die Diktatur des Proletariats.
Diese Ziele seien unvereinbar mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Sie verhalte sich als „marxistisch-leninistische Kampfpartei“ und lehne somit „also Prinzipien und Institutionen ab, deren Geltung und Bestehen Voraussetzung für das Funktionieren einer freiheitlichen demokratischen Ordnung ist.“ Sie benutze jene Institutionen und berufe sich auf diese sowie auf das Grundgesetz nur als Hilfsmittel zur Herbeiführung einer revolutionären Situation. (...)<<<
https://de.wikipedia.org/wiki/KPD-Verbot#Das_Urteil

Damit lag das Gericht vollkommen richtig.


Ich bin ein Befürworter der wehrhaften Demokratie und begrüße das Verbot der Sozialistischen Reichspartei Deutschlands -SRP- im Jahre 1952 und hätte auch ein Verbot der NPD im letzten Jahr gewünscht.

Bei der KPD sehe ich es etwas anders, sie, die KPD, obwohl verfassungswidrig, hätte man besser politisch und nicht juristisch bekämpft.
Im späteren Geschichtsverlauf unserer Bundesrepublik wurden kommunistische Parteien zugelassen und die konnten nie politisch eine große Bedeutung erringen.
KPD/ML, VSP, DKP, AKDP, KBW, KB, RSB, GIM, ISL, KB, MLPD...... so viele kommunistische Parteien wie in der alten Bundesrepublik hatte es nie im sozialistischen Staat der Arbeiter und Bauern gegeben.
Aber das ist auch der Unterschied zwischen der freiheitlichen Demokratie und einer realsozialistischen Parteiendiktatur.


IM Kressin und Marienborn89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 21:06
von DoreHolm | 8.177 Beiträge | 1930 Punkte
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Ich gehe davon aus, daß die Ziele der KPen von Frankreich, Italien u.a. in der damaligen Zeit nicht viel anders waren als die der KPD. Dort ging es auch ohne Verbot und selbst eine zeitweise Regierungsbeteiligung hat nichts am marktwirtschaftlichen, kapitalistischen Charakter geändert. M.E. war es auch einer gewissen, künstlich geschürten Hysterie geschuldet, daß es zu einer Vorwiegenden Ablehnung einer komm. Partei in der Bevölkerung kam. Ähnlich der McCarthy-Äre in den USA.



der 39. und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 22:08
von der 39. | 826 Beiträge | 2080 Punkte
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Zu #9
Bitte, wenn zitieren, dann auch die Quelle angeben, ansonsten ist es kein Zitat.



Pitti53 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

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von Marienborn89 | 2.519 Beiträge | 6768 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #12
Ich gehe davon aus, daß die Ziele der KPen von Frankreich, Italien u.a. in der damaligen Zeit nicht viel anders waren als die der KPD. Dort ging es auch ohne Verbot und selbst eine zeitweise Regierungsbeteiligung hat nichts am marktwirtschaftlichen, kapitalistischen Charakter geändert. M.E. war es auch einer gewissen, künstlich geschürten Hysterie geschuldet, daß es zu einer Vorwiegenden Ablehnung einer komm. Partei in der Bevölkerung kam. Ähnlich der McCarthy-Äre in den USA.



Für die USA trifft das defintiv zu. Wer zur falschen Zeit am falschen Ort war kam auf eine Schwarze Liste und/oder wurde von einem Kongressausschuss verhört. Die KP USA hatte - wenn überhaupt - nur ein wenig Einfluss auf die Gewerkschaften in den 30er Jahren, spielte ansonsten niemals eine Ernst zunehmende Rolle in der US-Poltik.

Für viele Europäer hatte der Kommunismus angesichts des mitten durch Europa verlaufenden Eisernen Vorhangs und der Konflikte in China, Korea, Berlin etc. einen realen aggressiven Charakter.


This world is only free for the individuals who don't challenge the status quo. The ones who threaten the powers that be understand how shackled we are.
But we will fight, and we will win

Lauren Southern
zuletzt bearbeitet 19.10.2017 08:45 | nach oben springen

#15

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

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Zitat von DoreHolm im Beitrag #12
Ich gehe davon aus, daß die Ziele der KPen von Frankreich, Italien u.a. in der damaligen Zeit nicht viel anders waren als die der KPD. Dort ging es auch ohne Verbot und selbst eine zeitweise Regierungsbeteiligung hat nichts am marktwirtschaftlichen, kapitalistischen Charakter geändert. M.E. war es auch einer gewissen, künstlich geschürten Hysterie geschuldet, daß es zu einer Vorwiegenden Ablehnung einer komm. Partei in der Bevölkerung kam. Ähnlich der McCarthy-Äre in den USA.




Hysterie? Sicherlich nicht, die Menschen wollten keine totalitären Parteien im Bundestag und die KPD war eine totalitäre Partei stalinistischer Prägung.
Die PCF, Kommunistische Partei Frankreichs, war erst in den 1980iger Jahren an einer Regierung in der Fünften Republik beteiligt, nachdem man sich auch 1976 vom Sowjetkommunismus distanzierte.




>>>Mindestens 242 führende Funktionäre der Kommunistischen Partei Deutschlands wurden Opfer des Stalinismus. DKP und SED tun sich schwer mit ihrer Rehabilitierung.
Auf dem 9. Parteitag der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), im Januar 1989, erhoben sich die Delegierten zum Gedenken an die deutschen Genossen, die "unter Stalin gequält und ermordet" wurden.
Ex-DKP-Chef Kurt Bachmann, der von den Nazis ins KZ gesperrt worden war, beklagte "schwere Verletzungen der sozialistischen Gesetzlichkeit durch Stalin und sein Umfeld". Er meinte damit die Blutsäuberungen in der Sowjet-Union der dreißiger Jahre - die größte Kommunistenverfolgung aller Zeiten. Bachmann ehrte "das Andenken all derer, die umgekommen sind oder gelitten haben".
Umgekommen sind - außer rund einer Million sowjetischer Kommunisten und Millionen sowjetischer Bürger - mindestens 242 führende Funktionäre der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), wahrscheinlich mehr, gelitten haben ganz sicher viel mehr. Vermutlich Tausende deutscher Kommunisten, die vor dem Nazi-Terror in der Sowjet-Union Zuflucht gesucht hatten, wurden verhaftet, davon etliche hundert ermordet. (....)<<<
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494446.html


Manche haben das nicht wissen wollen, aber jeder, der sich informierte, wusste von den stalinistischen "Säuberungsaktionen".

>>Leopold Bauer (* 18. Dezember 1912 in Skalat, Ostgalizien, Österreich-Ungarn, heute Ukraine; † 18. September 1972 in Bonn; Pseudonym Rudolf Katz) war ein deutscher Politiker (KPD, SED, SPD) (....)
In der ersten Wahlperiode des Hessischen Landtags vom 1. Dezember 1946 bis zum 30. Juni 1949 gehörte er dem Landtag als Vorsitzender der KPD-Landtagsfraktion an.
1949 berief die SED Leo Bauer nach Ost-Berlin und er wurde Chefredakteur des Deutschlandsenders und trat in die SED ein. Dort fiel er bereits ein Jahr später einer politischen Säuberung zum Opfer. Am 23. August 1950 wurde er verhaftet und am 1. September 1950 gemeinsam mit Mitherausgeber Paul Merker und vielen anderen wegen ihrer Kontakte zu Noel Field aus der Partei ausgeschlossen. Im anschließenden Schauprozess wurde er am 28. Mai 1952 durch ein sowjetisches Militärgericht als „US-Spion“ zum Tode verurteilt. Im Gegensatz zu vielen anderen Opfern der Noel-Field-Kampagne wurde Leo Bauer nicht hingerichtet, sondern 1953 zu 25 Jahren Lagerhaft in Sibirien begnadigt. 1990 wurde Leo Bauer in Bezug auf den Parteiausschluss von der PDS rehabilitiert (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Bauer

>>Paul Merker (* 1. Februar 1894 in Oberlößnitz, heute Radebeul; † 13. Mai 1969 in Eichwalde) war ein Politiker und Funktionär der KPD und der SED. Im März 1955 wurde er vom Obersten Gericht der DDR zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er sich als einziges Mitglied des Politbüros und des ZK der SED für die Gründung eines jüdischen Nationalstaates und Entschädigungszahlungen an Überlebende des Holocaust ausgesprochen hatte.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Merker

>>Erich Jungmann (* 31. Juli 1907 in Reichenberg; † 29. März 1986 in Ost-Berlin) war ein deutscher Politiker (KPD, SED).
Im März 1951 wurde er im Zuge der Parteisäuberungen aus dem KPD-Parteivorstand entfernt, in die DDR abberufen und von allen Parteiämtern entbunden.
Am 4. April 1953 wurde Jungmann nach Gera entlassen, nachdem man ihn zuvor veranlasst hatte, belastende Aussagen gegen andere Genossen zu machen, z. B. über Adolf Buchholz.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Jungmann


>>Hermann Christian Nuding (* 3. Juli 1902 in Oberurbach; † 31. Dezember 1966 in Stuttgart) war ein deutscher Politiker der KPD und SED-Funktionär.
Im Juli 1950 sei Nuding dann dem Vorwurf des "Opportunismus" ausgesetzt gewesen. Gemeinsam mit Hugo Ehrlich, Walter Fisch, Erich Jungmann, Jupp Schleifstein und Rudi Singer wurde Nuding als Mitglied des Sekretariats abgelöst und seiner übrigen Funktionen entbunden. 1951 legte er aus, wie er angab, gesundheitlichen Gründen, nach anderer Ansicht auf eine Weisung des Politbüros der SED hin auch sein Bundestagsmandat nieder.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Nuding

>>Franz Dahlem (* 14. Januar 1892 in Rohrbach, Lothringen; † 17. Dezember 1981 in Berlin) war ein führender KPD- und SED-Funktionär, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees und Kaderchef der SED. (...) 1953 wurde im Zusammenhang mit dem Slánský-Prozess in Prag eine Untersuchung durch die Zentrale Parteikontrollkommission wegen seiner Kontakte zu Noel H. Field durchgeführt, in deren Ergebnis er als „Zionist“ aus dem ZK der SED ausgeschlossen, von allen Partei- und Staatsfunktionen entbunden und verhaftet wurde. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Dahlem

>>Werner Daniel Heinrich Hirsch (* 7. Dezember 1899 in Deutsch-Wilmersdorf; † 10. Juni 1941 in Moskau) war ein deutscher Journalist, Chefredakteur der Roten Fahne in Wien und Berlin sowie „Sekretär“ und enger Weggefährte von Ernst Thälmann (...)
. Durch die Entlassung aus der NS-Haft war Hirsch pauschal verdächtig, bei den Gestapo-Verhören zum Verräter geworden zu sein. Ihm wurde deshalb von der KP-Zentrale befohlen, zur Klärung dieser Vorwürfe nach Moskau zu reisen. Wie viele der Komintern-Funktionäre war Hirsch Bewohner des Hotel Lux. Dort wurde er nach vorherigem Hausarrest mit absurden Anschuldigungen am 4. November 1936 verhaftet. Am 10. November 1937 wurde er zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. Es gibt einen Bericht von Karlo Štajner, dass Hirsch 1938 in einem Moskauer Gefängnis in den Hungerstreik trat. Im Juni 1941 starb er an den Haftfolgen in einem Moskauer Gefängnis, in der Sterbeurkunde wurde Herzversagen eingetragen. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hirsch

>>Erich Wollenberg (* 15. August 1892 in Königsberg; † 6. November 1973 in München) (Pseudonyme: Walter, Eugen Hardt, Martin Hart) war bis 1933 ein führender Funktionär der KPD (...)
In Moskau arbeitete er an der Herausgabe von Lenins Werken in deutscher Sprache mit. Dort geriet er in das Blickfeld des NKWD, auch weil er Kontakt zum Trotzkisten Karl Gröhl hatte. Der Geheimdienst konstruierte um Wollenberg und Max Hoelz den Vorwurf einer „konterrevolutionären, trotzkistisch-terroristischen Verschwörung“ („Wollenberg-Hoelz-Verschwörung“). Wollenberg wurde am 4. April 1933 von der IKK (Internationalen Kontroll- Kommission) der Komintern aus der KPD ausgeschlossen. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Wollenberg


>>Felix Wolf (eigentlich Werner Waldemar Richard Rakow; * 30. August 1893 in Adsel-Koiküll, Gouvernement Livland, heute: Koikküla, Kreis Valga; † 14. September 1936 in Moskau)[1] war ein deutsch-russischer Kommunist
1917 gründete Wolf unter Gefangenen eine politische Gruppe und schloss sich noch im gleichen Jahr den Bolschewiki an. Er war an Kämpfen der Roten Armee beteiligt, und 1919 Mitbegründer der KPD.
Von Mai 1919 bis November arbeitete Wolf als KPD-Bezirkssekretär in Hamburg. (...)
Am 27. Juli 1936 wurde er im Zuge des Großen Terrors wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation ("Wollenberg-Hoelz-Verschwörung") verhaftet. Am 14. September 1936[1] verurteilte ihn das Militärkollegium des Obersten Sowjets in einer 15-minütigen Sitzung zum Tode, das Urteil wurde gleichentags vollstreckt.(...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Wolf


>>Zenzl Mühsam auch Creszentia Mühsam, geboren als Kreszentia Elfinger (* 27. Juli 1884 in Haslach, heute Au in der Hallertau; † 10. März 1962 in Ost-Berlin), war beteiligt an den Kämpfen um die Münchner Räterepublik an der Seite ihres Mannes Erich Mühsam. (...)
Am 23. April 1936 wurde sie wegen „konterrevolutionärer trotzkistischer Tätigkeit“ erstmals verhaftet und in der Moskauer Lubjanka inhaftiert. Es folgten Änderungen der Anklagepunkte, Freilassung unter Aufenthaltsverbot für Moskau und Leningrad und eine erneute Verhaftung im November 1938 mit einer Verurteilung am 11. September 1939 wegen „Zugehörigkeit zu einer konterrevolutionären Organisation und wegen konterrevolutionärer Agitation“ zu acht Jahren Arbeitslager. Diese Strafe verbüßte sie im Lager Potma in der Mordwinischen Republik. Im November 1946 entließ man sie und setzte sie völlig mittellos in einen Zug nach Nowosibirsk. 1949 wurde sie erneut inhaftiert und „auf ewig“ nach Nowosibirsk verbannt.
Erst 1954 kam sie frei und durfte in die DDR ausreisen. Bis dahin hatte sie fast 20 Jahre in sowjetischen Straflagern verbracht. 1959 wurde sie anlässlich ihres 75. Geburtstages mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Zenzl_M%C3%BChsam

>>Carola Neher (* 2. November 1900 in München; † 26. Juni 1942 in Sol-Ilezk, Sowjetunion) war eine deutsche Schauspielerin, die um 1930 in Berlin reüssierte. Aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflüchtet, kam sie in Lagerhaft in der stalinistischen Sowjetunion ums Leben. (...)
1933 unterzeichnete die der KPD nahestehende Neher zusammen mit anderen Künstlern einen Aufruf gegen Hitler. Deshalb hielt sie es im Frühjahr desselben Jahres für angebracht, Deutschland zu verlassen. (...)
Am 25. Juli 1936 wurde Carola Neher mit ihrem Mann im Zuge des Großen Terrors verhaftet. Becker wurde 1937 als „Trotzkist“ hingerichtet, Neher zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Nach fünf Jahren Haft starb sie im Lager Sol-Ilezk bei Orenburg an Typhus. (....)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Carola_Neher

>>Erich Wollenberg (* 15. August 1892 in Königsberg; † 6. November 1973 in München) (Pseudonyme: Walter, Eugen Hardt, Martin Hart) war bis 1933 ein führender Funktionär der KPD (...)
Der Geheimdienst konstruierte um Wollenberg und Max Hoelz den Vorwurf einer „konterrevolutionären, trotzkistisch-terroristischen Verschwörung“ („Wollenberg-Hoelz-Verschwörung“). Wollenberg wurde am 4. April 1933 von der IKK (Internationalen Kontroll- Kommission) der Komintern aus der KPD ausgeschlossen. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Wollenberg


Erdmann, Joseph
https://www.bundesstiftung-aufarbeitung....24.html?ID=4252


>>Fritz David (eigentl. Ilja-David Israilevic Krugljanski) (* 25. Oktober 1897 in Nowosibkow bei Wilna; † 24. August 1936) war ein Funktionär der Komintern und der KPD. Im Zuge des großen Terrors wurde er 1936 verhaftet, im Schauprozess gegen frühere führende Politiker der Sowjetunion zu einem Geständnis gezwungen, verurteilt und hingerichtet.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_David

>>Max Albert Hugo Eberlein (* 4. Mai 1887 in Saalfeld/Saale; † 16. Oktober 1941 in Moskau[1][2]) war ein deutscher kommunistischer Politiker.
(...)
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kurz inhaftiert, konnte Eberlein nach Frankreich ins Exil gehen, wo er sich für das Zustandekommen einer Volksfront zwischen Kommunisten, Sozialdemokraten und bürgerlichen Kräften einsetzte. Nachdem er 1935 in Straßburg verhaftet und zeitweise inhaftiert worden war, reiste er 1936 nach einem Zwischenstopp in der Schweiz in die Sowjetunion aus. Eberlein geriet hier trotz Fürsprache seines Freundes Wilhelm Pieck in den Großen Terror und wurde im Juli 1937 inhaftiert. Am 5. Mai 1939 wurde er in einer geschlossenen Sitzung des Militärkollegiums des Obersten Gerichts der UdSSR zu 15 Jahren Lagerhaft verurteilt – Anklagepunkte: angebliche Beteiligung an einer terroristischen Organisation innerhalb des Komintern-Apparats, im Rahmen des „Antikomintern-Blocks“. Am 1. Juni 1939 wurde er nach Workuta transportiert. (Anderen Quellen zufolge wurde er 1939/1941 im Lager UnschLag bei Suchoswobodnoje inhaftiert.) 1941 wurde er in ein Lager 100 km nördlich von Syktywkar in der ASSR der Komi verlegt. Von hier aus wurde er zurück nach Moskau transportiert und erneut angeklagt. Am 30. Juli 1941 wurde er zum Tod durch Erschießen verurteilt und am 16. Oktober 1941 erschossen (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Eberlein

>>Heinz Neumann, auch Heinz-Werner Neumann (* 6. Juli 1902 in Berlin; † 26. November 1937 in der Sowjetunion) war ein deutscher Politiker (KPD) und Journalist. Er war KPD-Vertreter bei der Komintern, Chefredakteur der Parteizeitung Die Rote Fahne und Mitglied des Reichstages (...)
1928 ging Neumann nach Deutschland zurück und war seit der Ausschaltung der „Versöhnler“ im Rahmen der Wittorf-Affäre neben Ernst Thälmann und Hermann Remmele der wichtigste Politiker der KPD. (...)
Hier geriet er in den Großen Terror, wurde am 27. April 1937 vom NKWD verhaftet, am 26. November 1937 vom Militärkollegium des Obersten Gerichtes der Sowjetunion zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Neumann_(Politiker)

>>Hermann Remmele (* 15. November 1880 in Ziegelhausen bei Heidelberg; † 7. März 1939 in Moskau) war ein deutscher sozialistischer Politiker (SPD, USPD, KPD).
(...) Er war dann von 1920 bis 1933 Mitglied des Zentralkomitees der KPD und 1924 kurzzeitig ihr Vorsitzender. Von 1923 bis 1926 war er außerdem Redakteur des Parteiorgans Die Rote Fahne. Reichstagsabgeordneter war er von 1920 bis 1933. Ab 1930 war er Vorsitzender des Kampfbundes gegen den Faschismus. Remmele war ab 1926 Mitglied des Exekutivkomitees der Komintern (EKKI). Von 16 Mitgliedern des Polbüros, des obersten KPD-Organs, des Jahres 1924 waren 1929 nur noch Remmele und Ernst Thälmann im Amt. (...)
Im Jahr 1937 wurden er, seine Frau Anna (1888–1947)[4] und sein Sohn Helmut Remmele (1910–1938)[5], ehemals Mitglied des ZK des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands, im Rahmen stalinscher Säuberungen verhaftet. Am 7. März 1939 wurde Remmele zum Tode verurteilt und am selben Tag auf dem Donskoi-Friedhof erschossen. Ein sowjetisches Gericht rehabilitierte ihn 1988. (...)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Remmele

------------------------------------------------------------------------------


Was ich nicht verstehe, woher kommt diese Gläubigkeit an die KPD?
Die stalinistische KPD bekämpfte bereits die erste deutsche parlamentarische Demokratie, die Weimarer Republik.

Spätestens wenn man Berichte und Literatur von Leonhard gelesen hatte, sollte jedem klar sein, dass der Stalinismus ein Irrweg war.....ein blutiger Irrweg.


>>Wolfgang Leonhard (* 16. April 1921 in Wien als Wladimir Leonhard; † 17. August 2014 in Daun[1]) war ein deutscher Historiker. Er galt als einer der führenden Kenner der Sowjetunion, der DDR und des Kommunismus. Leonhard war Mitglied der Gruppe Ulbricht und wurde bekannt durch seinen Bestseller Die Revolution entläßt ihre Kinder.
(...)
1950 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über. Mit Josef Schappe, dem bayerischen KP-Abweichler Georg Fischer (1906–1980) und anderen gründete er die Unabhängige Arbeiterpartei Deutschlands, eine antistalinistisch-blockfreie, titoistische[4] sozialistische Partei. Die Gruppe bestand mit finanzieller Unterstützung durch die jugoslawische KP bis Ende 1952 und wurde von der KPD als „titoistische Schappe-Leonhard-Clique“ diffamiert.[5] Leonhard lebte in dieser Zeit in ständiger Furcht vor Entführung durch östliche Geheimdienste. (....)<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Leonhard

.


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zuletzt bearbeitet 19.10.2017 09:07 | nach oben springen

#16

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 19.10.2017 09:43
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Meine Vater wurde Ende der 50er im Rahmen seiner Gewerkschaftstätigkeit ab und zu in den Westen geschickt, um mit den dortigen Gewerkschaftern Kontakte zu pflegen. Einige seiner dortigen Gesprächspartner waren Mitglied der KPD, zeitweise auch wegen ihrer politischen Tätigkeit inhaftiert. In dieser Zeit unterstützten meine Eltern seine Familie mit Lebensnotwendigem. Hier griff das Ausfuhrverbot für bestimmte Waren aus der DDR nicht, denn meine Eltern hatten eine zweckgebundene Ausnahmegenehmigung. Nach Gründung der DKP wurde er deren Mitglied. Später wurde unser Bekannter als Betriebsratsvorsitzender in den Konzernvorstand eines großen Kasseler Unternehmens gewählt. Aus diesen zuerst gewerkschaftlichen Kontakten erwuchs bis zu seinem Tod eine enge Freunschaft. Sein Sohn ist übrigens ganz und gar nicht in seine politischen Fußstapfen getreten.
Aber was ich eigentlich sagen will: Bei einem Besuch hier ging es sehr schnell in den Gesprächen in die Politik. Es zeigte sich, daß zwischen ihnen und uns doch einige Meinungsdifferenzen herrschten. Unser Bekannter hatte da doch einige illusionistische Vorstellungen über den Weg zum Sozialismus. Er verstand nicht, daß wir doch einige leicht bürgerliche Ansichten vertraten, also nicht kämpferisch genug, wie er meinte. Er kannte eben nicht die Mühen der Ebene im real existierenden Sozialismus. Wie eben heute Linke, die sich wegen Wahlergebnissen aus der bisherigen Oppositionsrolle plötzlich in realer Verantwortung auf kommunaler oder Landesebene sahen. Am Anfang unserer Bekanntschaft war ich noch Kind und verstand Vieles nicht. Später diskutierte ich mit. Manche seiner Ansichten fand ich antiquiert, wie nur mal als Nebensache geschildert seine Einstellung zur Mode. Ich wünschte mir eine Jeans. Er lehnte es ab, mir eine zu schicken und zwar mit der Begründung, daß sei eine Verherrlichung des US-Kapitalismus. Allerdings war auch mein Vater nicht unbedingt dafür, hätte aber selbst nichts dagegen unternommen. Seine Begründung: Jeans ist eine Arbeitskleidung und die zieht man eben nicht als Normalkleidung auf der Straße an. Unser Bekannter war da auf dem ideologischen Standpunkt, der in der DDR in den 50er bis Anfang der 60er vorherrschte, stehengeblieben.



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#17

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 20.10.2017 19:19
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #9
...
Im August 1945 richteten sie insgesamt zehn „Speziallager“ ein, übernahmen mehrere Konzentrationslager, darunter
Sachsenhausen, das künftig die Bezeichnung Speziallager 7 führte, und Buchenwald in Thüringen, jetzt als Speziallager 2.
...
Diese Lager es gab schon vor August, so war bis 8/45 zum Beispiel das Spezlag №7 in Werneuchen. Ab 9/48 nach Schließung Mühlberg war dann in Oranienburg Spezlag №1. Also mal von diesen sachlichen Kleinigkeiten abgesehen und das es wie schon erwähnt hier off Topic ist waren solche Lager keine Spezialität nur der Sowjets, allerdings nicht vergleichbar im Umfang bei den andern Besatzern. (Über die angeblichen Millionen in den Rheinwiesenlagern fabulieren ja heute noch die Reichsdeppen, na egal) Aber diese ach so sauber bürgerliche Demokratie übertrafs mit ihren Methoden. Und da hier ja gerade das unkommentierte Kopieren ganzer Textpassagen aus der Wikipedia modern wird, möchte ich da nicht nachstehen:

Auszug aus Verhörzentrum Wincklerbad

Das Gefängnis unterstand dem Geheimdienst, der britischen Rheinarmee und der britischen Militärregierung gemeinsam. Vorwiegend solche Personen wurden hier interniert und verhört, die als höchste Sicherheitsgefahr angesehen wurden. Neben hohen und höchsten Funktionären der NSDAP, Diplomaten, Offizieren der Abwehr und aller Wehrmachtteile saßen auch „kleine Fische“ ein, Grenzgänger, die der Spionage für die Sowjetunion bezichtigt wurden. Insgesamt wurden im Internierungslager Bad Nenndorf 372 Männer und 44 Frauen inhaftiert und verhört, oft unter Folter. Opfer waren zunächst meist ehemalige Angehörige der SS, der SA, der Gestapo oder der Abwehr sowie Funktionäre der NSDAP oder der Hitlerjugend. Die Briten befürchteten Aufstände gegen die Besatzungsherrschaft sowie Terroranschläge des Werwolfs. Sie versuchten mit brutalen Befragungsmethoden Informationen über bevorstehende und geplante Aktionen zu bekommen.[1][2] In mindestens einem Fall sollen sie auch Folterwerkzeuge der Gestapo (wie Daumen- und Schienbeinschrauben) benutzt haben, die sie sich aus dem Hamburger KZ Neuengamme beschafft hatten.[3]

[1] http://www.focus.de/politik/ausland/tid-....html?drucken=1
[2] http://www.buendnis-toleranz.de/themen/a...in-bad-nenndorf
[3] http://www.focus.de/politik/ausland/tid-...aid_914935.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#18

RE: Verfassungswidrig ! Das KPD Verbot im Kalten Bürgerkrieg

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Zitat von DoreHolm im Beitrag #16
.... Unser Bekannter war da auf dem ideologischen Standpunkt, der in der DDR in den 50er bis Anfang der 60er vorherrschte, stehengeblieben.



Danke für die zeitgeschichtlich interessante Beschreibung. @DoreHolm
Die DKP wurde 1968 gegründet und galt aufgrund politischer Gemeinsamkeiten und Personen als Nachfolgeorganisation der 1956 vom Bundesverfassngsgericht verbotenen KPD. Sie pflegte engste Beziehungen zur SED. Kurt Bachmann , ehemaliges KPD-Mitglied und Sekretär im KPD-Parteivorstand unter Reimann bis 1956 wurde der Vorsitzende. Max Reimann, Vorsitzender der westdeutschen KPD bis 1956 wurde Ehrenvorsitzender der DKP. Herbert Mies, ehemaliges KPD-Mitglied, wurde stellvertretender Vorsitzender und dann von 1973 bis 1990 Vorsitzender der DKP.

Im Grunde genommen eine Anknüpfung an die KPD und man hatte mit dem Jahr 1968 keinen besseren Zeitpunkt einer Neu-Gründung erwischen können.
An der TU Berlin fand der Internationale Vietnamkongress statt, der sozialistische Deutsche Studentenbund und die Brüsseler Konferenz riefen zum Widerstand gegen den westlichen Imperialismus und den Vietnamkrieg auf. In den Folgejahren wurden in der alten Bundesrepublik unzählige linksalternative kulturelle Einrichtungen gegründet.

Die DKP schaffte es nicht, sich zum Sprachrohr dieser linken Bewegung zu machen und das trotz massiver Geldflüsse aus Ostberlin.

>>konkret (Zeitschrift)
Die monatlich erscheinende Zeitschrift für Politik und Kultur vertritt weit links stehende Positionen; während sie selbst sich als „einzige linke Publikumszeitschrift Deutschlands“ versteht
In den ersten Jahren ihres Bestehens hatte Konkret insbesondere auf die gesellschaftskritische Studentenschaft großen Einfluss. In der Hochphase der Studentenrevolte (vgl. 68er-Bewegung) erschien die Zeitschrift vierzehntäglich, von 1972 bis zum Konkurs im November 1973 sogar wöchentlich.
Anfänglich war die in konkret umbenannte Zeitschrift eine Studentenzeitschrift, die an den Universitäten auch ihre Hauptverbreitung fand. Konkret wurde aus der DDR finanziell unterstützt und bekam bis 1964 bis zu 40.000 DM pro Ausgabe. Klaus Rainer Röhl, Ulrike Meinhof und andere Redakteure reisten dafür häufig in die DDR. Manchmal empfingen sie ihre Weisungen auch im Westen durch Abgesandte der DDR. Röhl gab später an, die Redakteure seien durch Instrukteure der seit 1956 in der Bundesrepublik illegalen KPD angeleitet worden. Deutlich wurde dies zum Beispiel daran, dass moskaukritische Sozialisten wie Kurt Hiller aus dem Blatt hinausgedrängt wurden.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Konkret_(Z...Studentenkurier

Die DKP holte bei Bundestagswahlen seit 1972 nie mehr als 0,3% an Wählerstimmen (2017 waren es übrigens 11.713 Wähler also unter 0,05%)

Woran hat das gelegen?
Du beschreibst so schön die Geschichte mit der Jeanshose. Es zeugt doch im Grunde genommen nur von einem starren dogmatischen Denken.
Ich trage Jeans weil sie bequem sind und nicht weil ich die USA liebe, ich trinke französischen Rotwein weil ich ihn gegenüber deutschen Rotwein bevorzuge und ich liebe Bornsenf weil er mir besser als der Düsseldorfer Senf schmeckt.

Genau dieser Dogmatismus -mit der Jeans im kleinen- war damals das Problem vieler Genossen in der DKP. Warum fixierte man sich komplett auf den Sowjetkommunismus?
Anstatt Lobgesänge nach Moskau und Ostberlin zu senden hätte man sich besser einer breiten Diskussion öffnen sollen und müssen.
Gab es Elemente im Titoismus, Maoismus, Trotzkismus, die den Sozialismus als Übergangsgesellschaft zum Kommunismus besser repräsentierten oder darstellten
als die Vorstellungen aus Moskau?
Warum knüpfte man nicht ein breites Band zwischen allen Sozialisten und öffnete sich anderen Sichtweisen?
Genau daran haperte es. Teilweise wurde der andersdenkende Kommunist noch als ein größerer Feind als der "Imperialist"dargestellt....siehe die wüsten Beschimpfungen gegen Leonhard oder Josef Schappe.

Im Titoismus wurde die Errichtung privater Klein- und Familienbetriebe ermöglicht und das trug zur Erhöhung des Lebensstandard der Bevölkerung bei.
Wie hätte das wohl der Bekannte aus Kassel gesehen wenn man ihn dazu befragt hätte?
Oder wenn man ihn auf die unzähligen kommunistischen Opfer der stalinistischen Säuberungen angesprochen hätte und einer dazu fehlenden Gedenkstätte in
Berlin-Friedrichfelde?

Aber wahrscheinlich hätte man auf diese Fragen in der damaligen Zeit genau die gleichen Antworten bekommen wie bei der Befragung eines SED-Funktionärs mit einem festen Klassenstandpunkt.

Wie sagte doch Honecker bei einem gemeinsamen Besuch mit den DKP Vorsitzenden Herbert Mies in Moskau im Jahre 1987 so treffend
„SED und DKP sprechen mit einer Stimme, Herbert gehört doch faktisch zu unserem Politbüro.“


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