Zeitzeugen - Historiker

  • Seite 3 von 5
30.04.2016 09:37 (zuletzt bearbeitet: 30.04.2016 09:39)
avatar  Hanum83
#31
avatar

Zitat von B208 im Beitrag #30
RE: Michael Gartenschläger in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze
Gestern 23:17

von Pitti53 • | 8.567 Beiträge • messageNachricht senden | profileProfil ansehen | Zitat vormerken
avatar

Zitat von Hanum83 im Beitrag #1002Viel neues wird man wohl auch nicht mehr rausarbeiten können vom MG, ich war ja 7 Jahre später am Schutzwall, da erzählte der Polit jedenfalls genüsslich schaurig immer von der Gartenschläger-Bande die einen Grenzsoldaten fangen möchte aus Rache, war wohl so gedacht wie bei den Hunden, "Pass gut auf Hasso!"



Wie viel Biere hatte euer Polit da schon intus? Die Story höre ich zum erstenmal
..........................................................................................................................................................................................................................

Das ist mal ein gelungenes Beispiel aus dem Leben !

Ein glaubwürdiger ehem.AGT berichtet aus seiner GT Zeit .

Ein ehem. hoher Politoffz. der GT und Admin in diesem Forum , nur der Pabst ist glaubwürdiger , kann dies nicht bestätigen und führt die Aussage auf den Alkoholkonsum des Politgenossen zurück .

Ein besseres Beispiel für dieses Thema ist kaum denkbar .

B208


Ich kann schon verstehen das ein Kollege die Argumente eines anderen Kollegen anzweifelt, mein zuständiger Polit war nicht jung von der O-Schule, der hatte schon etliche Jährchen auf dem Buckel, Kulturarbeit ging dem auch hinten rum, der kniete sich in seine ureigene Aufgabe, also seine Schäfchen fit machen für ordentliche Dienstdurchführeung.
Der hat auch gewusst das der gemeine Grenzsoldat gerne mal ein Schläfchen hält anstatt nach Grenzverletzern Ausschau zu halten, eventuell hat er da halt selbst die Geschichte mit der Bande kreiert und es war ihm egal ob sie den Tatsachen entspricht, Wirkung hat sie ja gezeigt.
Übrigens wurden uns damals viele Dinge und Geschichten erzählt die wohl eigentlich Nonsens waren aber doch den einfachen Grenzsoldaten die Notwendigkeit ihrer Aufgabe verdeutlichen sollten.
War halt einfach eine mehr.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

 Antworten

 Beitrag melden
30.04.2016 19:55
avatar  ( gelöscht )
#32
avatar
( gelöscht )

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #7
Objektivitätt hätte Deine Aussage erreicht @bürger der ddr , wenn Du erwähnt hättest, das es immer Historiker gab, die sich nach den Mächtigen gestreckt haben. Auch in der DDR.

Ich erinnere da nur an das Institut für Marxismus-Leninismus sowie das Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften. Wenn ich jetzt ganz böse wäre, würde ich sagen - zentralgeleitete Geschichtsschreibeung.

Moskwitschka


Mädel, warum wieder so einseitig, wir kennen doch heute die neuen Spiele....


 Antworten

 Beitrag melden
30.04.2016 20:48
#33
avatar

Das sich Kinder von Nomenkladurkadern gerne in der Protestpose gefallen kann doch sehr beispielhaft bei einer gewissen Vera beobachtet werden.
Jetzt steht sie, die Vera, kurz vor einem offiziellen Bekenntnis zur Ideologie der AfD ....

Das "Mädel", ebenfalls Nomenklaturkaderkind, versucht es zur Zeit noch damit 'nen Gegner der DDR zum Opfer und damit faktisch zum Helden zu stilisieren ....
Mal sehen wann sie vom 'A' zu 'P' kommt ......

Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


 Antworten

 Beitrag melden
30.04.2016 23:12 (zuletzt bearbeitet: 30.04.2016 23:13)
#34
avatar

Um zum Thema zurück zu kehren. Ich frage mich, warum z..B. ein Hubertus Knabe diese "herausragende" Stellung in der öffentlichen Wahrnehmung erlangen konnte.

Wo waren die DDR - Historiker in der Wendezeit, die sich öffentlich zum Umbruch in der DDR geäußert haben? Künstler, Oppositionelle, Intelektuelle - alle waren sie in der öffentlichen Wahrnehmung anwesend. Geschichtswissenschaftler? Man kann ihnen zugute halten, dass sie beobachtet haben. Aber hatten sie nichts in der Schublade, wenn sie 40 Jahre beobachtet haben, um damals Stellung zu beziehen?

Ich denke, das hat viel mit der Ausbildung von Geschichtswissenschaftlern in der DDR zu tun. Egal auf welcher Ebene. Ob als Hauptfach oder Nebenfach.

Und nun kommt etwas sehr persönliches. Als Lehrerstudenten mit Nebenfach Geschichte, wurde uns die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft ans Herz gelegt. Da konnte man gleich die Pateitagsdokumunte lesen. Oder anders gesagt - Quellenstudium betreiben.

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


 Antworten

 Beitrag melden
01.05.2016 09:22
#35
avatar

Herr Knabe hat sich erst in die Öffentlichkeit gedrängelt nachdem er aus der Gauck-Behörde wegen einiger Unregelmäßigkeiten geflogen ist und das war so um die Jahrtausendwende.
Davor war er als "Historiker" ein unbeschriebenes Blatt und wurde selbst in Fachkreisen nicht weiter wahrgenommen.
Erst als er sich massiv auf seinen Kreuzzug konzentrierte, bevorzugt durch die alten Länder reiste um mittels Vorträgen unbedarfte Mittelstandsfrauen mit Geschichten über SED Diktatur, welche nach Knabe die schlimmere der beiden Diktaturen sei, und über sein Lieblingsthema "Stasi" zu erschrecken kam er im Bewußtsein von Teilen der Bevölkerung an.
Seine Fachkollegen hatten damals und auch Heute für ihn in der Regel nur Hohn und Spott übrig.
Von politischen Kreisen wegen seiner Kreuzzugsqualitäten protegiert bekam er als Spielwiese den Komplex der UHA Hohenschönhausen übereignet damit er daraus das bekannte Knabenland machen konnte in dem sich die freiwillig dorthin befohlenden Schülermassen so richtig gruseln können.

Im Gegensatz zu Politikern äußern sich Historiker in der Regel nie zu aktuellen Ereignissen, da ist der Vorwurf wieso sich die DDR-Historiker zur Wendezeit nicht zum Umbruch geäußert haben einfach nur populistischer Quatsch.
Sehr viele Wissenschaftler, auch oder gerade auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften äußerten sich in dieser Zeit, brachten Bücher etc. heraus.
Nur wollte das damals keiner lesen und das betrifft auch die Schreiberin welche sich jetzt, 25 Jahre später, darüber mokiert ......

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, welche es übrigens noch Heute gibt, beschränkte sich nicht darauf Parteitagsdokumente zu veröffentlichen wie die Nebenfach-Studentin ihrer "Erinnerung" entnimmt .......


Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


 Antworten

 Beitrag melden
01.05.2016 10:13
#36
avatar

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #35

Im Gegensatz zu Politikern äußern sich Historiker in der Regel nie zu aktuellen Ereignissen, da ist der Vorwurf wieso sich die DDR-Historiker zur Wendezeit nicht zum Umbruch geäußert haben einfach nur populistischer Quatsch.



Ach ja Wo sind denn die Arbeiten von den Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlern (so nannte man doch damals, oder?) , die sie einfach hätten aus den Schubladen holen können, als sie von ihrer gesellschaftlichen Aufgabe entbunden waren, das einheitliche sozialistische Geschichtsbild zu vermitteln?

Gab es doch damals viele weiße Flecken, die in ihr Fachgebiet fielen - von der Stalinisierung der KPD und damit auch der SED, der 17. Juni 1953 um nur einige zu nennen. Oder war die Abhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion so groß, dass man sich meist auf das Argument zurück zog, dass vieles nicht zugänglich war, weil es in sowjetischen Archiven lag?

Oder war es eher die Angst, sich mit dem eigenen Mief zu beschäftigen?

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


 Antworten

 Beitrag melden
01.05.2016 10:21
avatar  ( gelöscht )
#37
avatar
( gelöscht )

Oder war es eher die Angst, sich mit dem eigenen Mief zu beschäftigen?

Ach ja , wie wäre es denn ,wenn Madame hier , ihre Täter-Opfer-Akte einstellen würden !


 Antworten

 Beitrag melden
01.05.2016 10:30
#38
avatar

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #36
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #35

Im Gegensatz zu Politikern äußern sich Historiker in der Regel nie zu aktuellen Ereignissen, da ist der Vorwurf wieso sich die DDR-Historiker zur Wendezeit nicht zum Umbruch geäußert haben einfach nur populistischer Quatsch.



Ach ja Wo sind denn die Arbeiten von den Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlern (so nannte man doch damals, oder?) , die sie einfach hätten aus den Schubladen holen können, als sie von ihrer gesellschaftlichen Aufgabe entbunden waren, das einheitliche sozialistische Geschichtsbild zu vermitteln?

Du hast ein bemerkenswertes realitätsfremdes Weltbild, welches sich bei dir nicht nur in dieser lächerlichen Behauptung darstellt.
Keine Ahnung aber davon besonders viel


Gab es doch damals viele weiße Flecken, die in ihr Fachgebiet fielen - von der Stalinisierung der KPD und damit auch der SED, der 17. Juni 1953 um nur einige zu nennen. Oder war die Abhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion so groß, dass man sich meist auf das Argument zurück zog, dass vieles nicht zugänglich war, weil es in sowjetischen Archiven lag?

Lass es einfach über Forschungsgegenstände zu orakeln wenn du diesbezüglich unwissend bist.

Oder war es eher die Angst, sich mit dem eigenen Mief zu beschäftigen?

Moskwitschka



Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


 Antworten

 Beitrag melden
02.05.2016 19:23
avatar  Sonne
#39
avatar

Zitat von gitarre52 im Beitrag #23
hallo,
zum thema alkohol kann ich aus pers. erfahrung folgendes berichten.:
während der ausbildung in halberstadt 1971, konnte man nach einer gewissen erfahrungs-und beobachtungszeit, regelmäßig an alkohol kommen.
sei es durch "unerl. entfernen", handel mit benachbarten russen, oder sogar mit beziehung zur kantinenfrau, das wurde alles regelmäßig genutzt,
an der grenze, war es jedoch bei uns soldatendienstgraden nicht die regel.vielleicht lag es wirklich an der anspannung. dafür wurde im ausgang jedoch umso mehr gesoffen,-zumindest wenn man keine partnerschaftl. verpflichtungen hatte.
mfg klaus


Wo war den dein Ausgang ?

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend

 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2016 02:37
avatar  ( gelöscht )
#40
avatar
( gelöscht )

@Sonne , wenn du das Profil von Gitarre52 aufrufst , siehst du den Eintrag 04.72-04.73 Rothesütte .

B208


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2016 05:59
avatar  Alfred
#41
avatar

Zitat von B208 im Beitrag #1
I

Historiker haben aus meiner Sicht einen grossen Vorteil gegenüber Zeitzeugen , sie handeln, denken und recherchieren in der Regel emotionslos .




B208



Nur hat dies noch längst nichts mit der Qualität der Aussagen zu schaffen.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2016 09:40
avatar  ( gelöscht )
#42
avatar
( gelöscht )

Gestern Abend habe ich auch zwei kleine Bier getrunken, von einer hiesigen Brauerei mit geringem Ausstoß, einem Familienbetrieb, sowas unterstütze ich gerne !

Wie sah es aus, mit dem Alkohol in der DDR ? Immer wieder liest man, es wurde gesoffen, was das Zeug hält ! Oder ist das nur Propaganda ? Ich kenne aus dem Polizeiruf die eindrückliche Folge "Der Teufel hat den Schnaps gemacht" und dann gab es noch eine Folge mit Ulrich Mühe als Alkoholiker. Von Jürgen Frohriep weiß man, dass er dem Alkohol stark erlegen war, auch Peter Fuchs soll Einiges getrunken haben. Oder war das nur ein "Prominenten"-Phänomen?

In einem Kurz-nach-Wende-Polizeiruf kommt der neue Ermittler (Michael Kind) früh morgens in das Zimmer, wo Hübner (Frohriep) schläft und zeigt ihm eine Flasche (West-)Whisky. Hübner erfreut : "Au ja, genau richtig." Dann machen sie sich über die Flasche her. Ich meine, wer früh morgens nach oder kurz vor dem Aufstehen harten Alkohol trinkt, der ist nicht mehr zu retten... Drei Jahre später war Frohriep tot. Vielleicht hat er auch den Wendeschmerz ersoffen.

Was ist dran, am Gerücht, es wurde so viel getrunken?


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2016 09:49
#43
avatar

Zitat von Josef im Beitrag #42
Gestern Abend habe ich auch zwei kleine Bier getrunken, von einer hiesigen Brauerei mit geringem Ausstoß, einem Familienbetrieb, sowas unterstütze ich gerne !

Wie sah es aus, mit dem Alkohol in der DDR ? Immer wieder liest man, es wurde gesoffen, was das Zeug hält ! Oder ist das nur Propaganda ? Ich kenne aus dem Polizeiruf die eindrückliche Folge "Der Teufel hat den Schnaps gemacht" und dann gab es noch eine Folge mit Ulrich Mühe als Alkoholiker. Von Jürgen Frohriep weiß man, dass er dem Alkohol stark erlegen war, auch Peter Fuchs soll Einiges getrunken haben. Oder war das nur ein "Prominenten"-Phänomen?

In einem Kurz-nach-Wende-Polizeiruf kommt der neue Ermittler (Michael Kind) früh morgens in das Zimmer, wo Hübner (Frohriep) schläft und zeigt ihm eine Flasche (West-)Whisky. Hübner erfreut : "Au ja, genau richtig." Dann machen sie sich über die Flasche her. Ich meine, wer früh morgens nach oder kurz vor dem Aufstehen harten Alkohol trinkt, der ist nicht mehr zu retten... Drei Jahre später war Frohriep tot. Vielleicht hat er auch den Wendeschmerz ersoffen.

Was ist dran, am Gerücht, es wurde so viel getrunken?


Ein Wort, das wir als Kinder bereits kannten war Schachtfusel.
Bergleute, z. B. im Mansfelder Revier bekamen ein Alkoholdeputat von bis zu 4 l monatlich, das zu großen Teilen auch konsumiert wurde, ob veredelt mit Obst oder pur war egal aber das hat mit dazu beigetragen, daß die DDR Vizeweltmeister im Alkoholkonsum hinter den Tschechen/ Slowaken war. Deren Bergleute bekamen vermutlich noch mehr.
Hier ein Original- Filmbeitrag aus DDR- Zeiten, in dem das auch öffentlich kommuniziert wurde:
https://youtu.be/py90A4vKPFc?t=495


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2016 09:50
#44
avatar

Hallo @Josef ,

hier mal ein Link zum Thema, das das eine oder andere Mal schon beackert wurde. Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2016 09:57 (zuletzt bearbeitet: 03.05.2016 09:58)
avatar  ( gelöscht )
#45
avatar
( gelöscht )

Zitat von Hackel39 im Beitrag #43
Zitat von Josef im Beitrag #42
Gestern Abend habe ich auch zwei kleine Bier getrunken, von einer hiesigen Brauerei mit geringem Ausstoß, einem Familienbetrieb, sowas unterstütze ich gerne !

Wie sah es aus, mit dem Alkohol in der DDR ? Immer wieder liest man, es wurde gesoffen, was das Zeug hält ! Oder ist das nur Propaganda ? Ich kenne aus dem Polizeiruf die eindrückliche Folge "Der Teufel hat den Schnaps gemacht" und dann gab es noch eine Folge mit Ulrich Mühe als Alkoholiker. Von Jürgen Frohriep weiß man, dass er dem Alkohol stark erlegen war, auch Peter Fuchs soll Einiges getrunken haben. Oder war das nur ein "Prominenten"-Phänomen?

In einem Kurz-nach-Wende-Polizeiruf kommt der neue Ermittler (Michael Kind) früh morgens in das Zimmer, wo Hübner (Frohriep) schläft und zeigt ihm eine Flasche (West-)Whisky. Hübner erfreut : "Au ja, genau richtig." Dann machen sie sich über die Flasche her. Ich meine, wer früh morgens nach oder kurz vor dem Aufstehen harten Alkohol trinkt, der ist nicht mehr zu retten... Drei Jahre später war Frohriep tot. Vielleicht hat er auch den Wendeschmerz ersoffen.

Was ist dran, am Gerücht, es wurde so viel getrunken?


Ein Wort, das wir als Kinder bereits kannten war Schachtfusel.
Bergleute, z. B. im Mansfelder Revier bekamen ein Alkoholdeputat von bis zu 4 l monatlich, das zu großen Teilen auch konsumiert wurde, ob veredelt mit Obst oder pur war egal aber das hat mit dazu beigetragen, daß die DDR Vizeweltmeister im Alkoholkonsum hinter den Tschechen/ Slowaken war. Deren Bergleute bekamen vermutlich noch mehr.
Hier ein Original- Filmbeitrag aus DDR- Zeiten, in dem das auch öffentlich kommuniziert wurde:
https://youtu.be/py90A4vKPFc?t=495



4 Liter Schnaps/Monat finde ich schon ne Menge !

Ich war vor ein paar Jahren mit einer Kupferminen-Ingenieurin aus Australien zusammen. Sie sagte mir, die Arbeiter in der Mine verdienen etwas mehr als sie, allerdings hätten sie eine geringere Lebenserwartung von 45-60 Jahren wegen der Gifte (nicht Alk)...


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!