Beschaffenheit der "Mauer"

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12.09.2009 14:24von ( gelöscht )
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Beschaffenheit der "Mauer"

Hallo zusammen,

erstmal einen herzlichen Gruß an alle hier, ich bin nämlich neu und habe hier noch nicht so ganz den Überblick. Ich hoffe, ich schreibe hier grade in das richtige Brett.

Also, nun zu meiner Frage. Ich las mit Interesse den Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer und hatte dort spontan zwei Stellen gefunden, über die ich genauer Bescheid wissen will. Die erste besagt, dass die Beschaffenheit der Grenzlagen auch einen "(teilweise extra) übermannshoher Streckmetallzaun, nur schräg durchsehbar" enthielt. Warum nur schräg durchsehbar? Ich komme einfach nicht drauf, welcher strategischer Vorteil sich daraus ergibt.

Die zweite Stelle betrifft die Überwachung der Mauer von Westen her, mit dem Zweck, Agentenschleusungen von Ost nach West zu erkennen. Dort steht: "gab es dennoch versteckte Mauerdurchgänge, die auch genutzt wurden." Das ist schwer zu glauben! Leider steht auch dazu nicht mehr, aber gerade das würde mich sehr interessieren.

In diesem Zusammenhang habe ich gelesen, dass im sogenannten Tränenpalast bzw. Bahnhof Friedrichstrasse zugänge für MfS Mitarbeiter ebenerdig waren, für die Ein-und Ausreisenden aber mit Schikanen (treppauf, treppab usw) verbunden waren, und dass die ebenerdigen Gänge auch gerne für Schleusungen genutzt wurden. Wo kann ich mehr darüber erfahren?

So, das wars erstmal mit den Sachen die mich grade so beschäftigen. Ich würde mich wirklich sehr, sehr freuen, wenn ich ein paar Infos von euch kriegen könnte!

Viele Grüße,
-D-

12.09.2009 14:26von ( gelöscht )
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Auch ein Gruss von mir und willkommen hier im Forum.

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12.09.2009 15:31von Ari@D187
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Zitat von Interessierter
[...]Die erste besagt, dass die Beschaffenheit der Grenzlagen auch einen "(teilweise extra) übermannshoher Streckmetallzaun, nur schräg durchsehbar" enthielt. Warum nur schräg durchsehbar? Ich komme einfach nicht drauf, welcher strategischer Vorteil sich daraus ergibt.


Hallo -D-,

zu dem Streckmetallzaun gibt es einige Legenden. Eine besagt z.B. daß er teilweise wie ein Spiegel wirkte und hauptsächlich aus dem Westen bezogen wurde.

Hier mal ein Bild des Streckmetallzaunes an einem Knick. Bei Betrachtung im spitzen Winkel ist das Streckmetall undurchsichtig, bei Betrachtung im fast rechten Winkel ist er durchsichtig. Warum das so ist, sollte klar sein...



Gruß
Stefan

13.09.2009 13:52von EK 81/2
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Die Antwort von Stefan kann man so akzeptieren. Dazu sollte erwähnt werden dass das Zaunelement im Streckverfahren hergestellt wurde.
Durch die Streckung/ Verdrehungen im Zaun konntest du nicht durch ihn schießen da die Geschosse abgelenkt wurden.

13.09.2009 15:44von ( gelöscht )
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Aussdem fanden die Finger keinen Halt beim Versuch den Zaun zu übersteigen,die Öffnung
war zu eng und scharfkantig.

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13.09.2009 18:59von ( gelöscht )
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LICH WILLKOMMEN @Interessierter

@Zermatt, Deine Antwort ist selbst für mein schwaches Hirn glasklar zu verstehen.
Rechter Winkel, Spitzer Winkel ... müsste klar sein. Dem 5er Kandidat in Geometrie bringt das nicht so recht voran.
Bedeutet doch eigentlich nur, dass man nicht geradewegs durch den Zaun schauen konnte, oder?

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13.09.2009 19:03von Mike59
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Ja stimmt genau, die Struktur des Zaunes hat es nicht zugelassen. Nur in einem bestimmten Blickwinkel war klare Sicht. Siehe das Bild mit dem Knick im Zaun.

Mike59

13.09.2009 19:08von ( gelöscht )
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Danke an alle; Wolfgang: Ja, so wie es aussieht, scheint es wirklich nur zu bedeuten, dass man frontal nicht durchgucken kann. Und der einzige strategische Vorteil ist dann wohl, dass ein Flüchtender nicht durchschiessen kann. Ich dachte nur, da es so explizit bei Wikipedia erwähnt war, sich da noch irgendwas ganz wichtiges hinter verbirgt.

Gibt es denn evtl. auch Antworten auf meine anderen Fragen? Oder ist das hier eher Gang und Gäbe, dass ich die einzelnen Fragen in verschiedene Beiträge packe? Kann ich auch gerne tun, so ist es dann vll. auch übersichtlicher.

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13.09.2009 19:12von ( gelöscht )
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Zitat von Wolfgang B.
LICH WILLKOMMEN @Interessierter

@Zermatt, Deine Antwort ist selbst für mein schwaches Hirn glasklar zu verstehen.
Rechter Winkel, Spitzer Winkel ... müsste klar sein. Dem 5er Kandidat in Geometrie bringt das nicht so recht voran.
Bedeutet doch eigentlich nur, dass man nicht geradewegs durch den Zaun schauen konnte, oder?



Da bin ich beruhigt-also je spitzer der Winkel des Betrachters,desto weniger kann
man durchglotzen

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13.09.2009 19:21von ( gelöscht )
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Hallo @Interessierter,

leider kann ich zur Beantwortung Deiner anderer Fragen nichts beisteuern.
Üblicherweise bleibt hier im Forum aber kaum eine Frage unbeantwortet , na ja, vielleicht hilft der hier ...

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13.09.2009 19:27von Mike59
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Zitat von Interessierter
Danke an alle; Wolfgang: Ja, so wie es aussieht, scheint es wirklich nur zu bedeuten, dass man frontal nicht durchgucken kann. Und der einzige strategische Vorteil ist dann wohl, dass ein Flüchtender nicht durchschiessen kann. Ich dachte nur, da es so explizit bei Wikipedia erwähnt war, sich da noch irgendwas ganz wichtiges hinter verbirgt.

Gibt es denn evtl. auch Antworten auf meine anderen Fragen? Oder ist das hier eher Gang und Gäbe, dass ich die einzelnen Fragen in verschiedene Beiträge packe? Kann ich auch gerne tun, so ist es dann vll. auch übersichtlicher.


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Mensch mach mir doch nicht noch ein schlechtes Gewissen
Ich kann deine Frage nicht umfassen beantworten, weil ich mit den Berliner Verhältnissen einfach nicht Kompetent bin. Es gab auch in der Berliner Mauer Durchlässe die von DDR Seite her genutzt wurden. Es wird immer vergessen das die Mauer auf DDR Territorium stand und nicht die Grenzlinie war, genau wie an der Grenze zur BRD, da war der Zaun auch nicht die Grenzlinie. Also gab es auch ein "Vorgelagertes Hoheitsgebiet", in welcher Art auch immer.
Was die Wikipedia da erwähnen kann ich nicht nachvollziehen. Keine Ahnung was die da mit andeuten wollen.

Ich kann dir aber sagen, das der Zaun in seiner Struktur extrem zäh war und wenn man damit umzugehen wußte war er sehr schnell zu knacken. Ich war in der Zeit der SM 70 u.a. Mienenbergetrupp Führer. In dem Lehrgang zu diesem Minen Bergetrupp, wurde einem unter anderen beigebracht wie eine scharfe SM 70 gesichert werden kann usw. Da lernte man auch mit einem einfachem Beil den Zaun zu öffnen. Zwei, drei Schläge und man war durch.

Ich hoffe ich habe meinen Beitrag geleistet Bei den anderen Teilen deiner Fragen kann ich dir nicht helfen.

Mike59

13.09.2009 19:41von Ari@D187
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Zitat von Zermatt

Zitat von Wolfgang B.
[rot]LICH WILLKOMMEN @Interessierter

@Zermatt, Deine Antwort ist selbst für mein schwaches Hirn glasklar zu verstehen.
Rechter Winkel, Spitzer Winkel ... müsste klar sein. Dem 5er Kandidat in Geometrie bringt das nicht so recht voran.
Bedeutet doch eigentlich nur, dass man nicht geradewegs durch den Zaun schauen konnte, oder?



Da bin ich beruhigt-also je spitzer der Winkel des Betrachters,desto weniger kann
man durchglotzen



Das stimmt so.

Gruß
Stefan

13.09.2009 19:53von ( gelöscht )
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Hallo Stefan,

Hab's kapiert Aber wie war das jetzt noch mit dem Knick im rechten Winkel ...?

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13.09.2009 19:53von Ari@D187
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Zitat von Interessierter
Die zweite Stelle betrifft die Überwachung der Mauer von Westen her, mit dem Zweck, Agentenschleusungen von Ost nach West zu erkennen. Dort steht: "gab es dennoch versteckte Mauerdurchgänge, die auch genutzt wurden." Das ist schwer zu glauben! Leider steht auch dazu nicht mehr, aber gerade das würde mich sehr interessieren.

In diesem Zusammenhang habe ich gelesen, dass im sogenannten Tränenpalast bzw. Bahnhof Friedrichstrasse zugänge für MfS Mitarbeiter ebenerdig waren, für die Ein-und Ausreisenden aber mit Schikanen (treppauf, treppab usw) verbunden waren, und dass die ebenerdigen Gänge auch gerne für Schleusungen genutzt wurden. Wo kann ich mehr darüber erfahren?


Zum Thema Schleusungen wird es in Kürze eine Veröffentlichung von einem sachkundigen Autoren geben. Sobald diese Verfügbar ist, werde ich hier darauf hinweisen.
Hier mal eine ehem. Schleuse an der Grenze bei Wendehausen:



Stefan

13.09.2009 19:58von ( gelöscht )
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Hallo nochmal,Stefan

Interessantes Foto!
Weißt Du auch WER oder WAS da "geschleust" wurde?

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