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#41

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 07.10.2017 23:34
von Ehli | 3.165 Beiträge | 17010 Punkte
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zu Beitrag:#39

Diese Soldaten,welche die Waffe angewendet haben,haben wir nie wieder gesehen.Die waren ganz schnell verschwunden.
Ich kenne nur einen Vorfall aus meiner Zeit.
Zu einen Grenzertreffen,habe ich einen wieder getroffen,er hat dann mal einiges er darüber erzählt,auch was dann nach 1990 ablief.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
zuletzt bearbeitet 07.10.2017 23:35 | nach oben springen

#42

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 09:48
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Ich meinte nicht die, sondern Diejenigen, welche einen Grenzdurchbruch "verpennten". Denen ist eben nichts passiert. Jedenfalls zu meiner Zeit.
Andere haben hier berichtet, daß man deswegen nicht unbedingt nach Schwedt kam, auch nicht wenn man nicht getroffen hat.
Es gab nur eine "peinliche" Untersuchung.

Meine Argumentation war deswegen: Diejenigen, die vor Angst wegen der imaginären Schwedt-Drohung geschossen und getroffen haben, hätten es nicht tun müssen.
Im Beitrag 39 habe ich das bereits formuliert.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 08.10.2017 09:54 | nach oben springen

#43

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 10:15
von Rostocker | 8.775 Beiträge | 5426 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #42
Ich meinte nicht die, sondern Diejenigen, welche einen Grenzdurchbruch "verpennten". Denen ist eben nichts passiert. Jedenfalls zu meiner Zeit.
Andere haben hier berichtet, daß man deswegen nicht unbedingt nach Schwedt kam, auch nicht wenn man nicht getroffen hat.
Es gab nur eine "peinliche" Untersuchung.

Meine Argumentation war deswegen: Diejenigen, die vor Angst wegen der imaginären Schwedt-Drohung geschossen und getroffen haben, hätten es nicht tun müssen.
Im Beitrag 39 habe ich das bereits formuliert.


Also ich möchte mal erwähnen--das zu meiner Zeit--das Wort Schwedt--garnicht erwähnt wurde. Einen Grenzdurchbruch fand in diesen einen Jahr in Bat.Abschnitt auch nicht statt.Aber nun mal ne andere Frage. Wer hat denn einen Grenzdurchbruch oder die Anwendung der Schußwaffe persönlich miterlebt? Klar hat es das gegeben--das will ja keiner bestreiten. Aber wie viel User hier im Forum waren denn daran beteildigt und wie viel sind nach Schwedt abgewandert ? Also ich kann mich nicht dran erinnern--das uns jemals mit Schwedt gedroht wurde.


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#44

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 10:33
von Freienhagener | 7.776 Beiträge | 17941 Punkte
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Nochmals meine Gedanken:
Das hat ja tatsächlich kaum Einer erlebt. Aber die ganze Zeit wurde über die Möglichkeit eines Grenzdurchbruchs nachgedacht. Und dabei spielte diese imaginäre Schwedt-Legende nicht nur in Freienhagen eine Rolle. Das wurde im Forum schon diskutiert.

Der Mannschaft wurde zwar nicht damit gedroht. Aber sie wurde im Ungewissen belassen und man ließ den Gerüchten freien Lauf.
Vielleicht, weil das disziplinierend wirkte?

Daß mancher nur aus Angst nach Schwedt zu kommen, gezielt geschossen hat, ist nicht von der Hand zu weisen.

Zu meiner Zeit gab es wie gesagt einen unbemerkten Grenzdurchbruch und dem Postenpaar, das "gepennt" hatte, ist nichts passiert.
Das hat uns gewundert und beruhigt.
Eine offizielle Auswertung gab es nicht. Nur Erzählungen hinter vorgehaltener Hand.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Rostocker und Fred.S. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2017 10:35 | nach oben springen

#45

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 10:35
von Hanum83 | 8.659 Beiträge | 15451 Punkte
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Also das Wort Schwedt direkt hat kein Vorgesetzter in den Mund genommen bezüglich Durchbruch.
Das du aber dort nicht bei "Wünsch dir was" bist, war einem schon irgendwie klar und du hast gewusst das Grenzdurchbrüche zu verhindern sind, dazu warst du ja nun mal da und wenn du es nicht verhindern konntest hast du faktisch irgendwie versagt und unterschwellig schwante dir da halt irgendeine negative Konsequenz.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


Freienhagener, Rostocker und Fred.S. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2017 10:42 | nach oben springen

#46

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 10:38
von Freienhagener | 7.776 Beiträge | 17941 Punkte
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.............die es nicht gab, wenn man sich nicht total blöd angestellt hatte.
Das registrierte man mit Verwunderung. Sicher war sich der "gewöhnliche" GWDler dabei aber in der aktiven Zeit und darüber hinaus nicht.


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zuletzt bearbeitet 08.10.2017 10:38 | nach oben springen

#47

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 17:46
von Ehli | 3.165 Beiträge | 17010 Punkte
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Es kam auch immer auf den Postenführer an.
Es gab ganz geile und 1000% überzeugte .Der gab die Befehle zum handeln.
Gott sei Dank,war ich nur "Dackellenker",ergo, wäre bei einen Grenzdurchbruch,erst der Hund zum Einsatz gekommen.
Heute könnt ihr streiten,ich hätte nicht,niemals die Waffe angewand.
Ich rede von heute,habt ihr damals alle so gedacht??seid mal ehrlich.
Ehli


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
thomas 48, Hapedi und Krepp haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#48

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 18:51
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Ehli in #41 mit diesem:

"Diese Soldaten,welche die Waffe angewendet haben,haben wir nie wieder gesehen.Die waren ganz schnell verschwunden.
Ich kenne nur einen Vorfall aus meiner Zeit."
textauszug ende

Und, wohin isser damals verschwunden? Eventuell nach Süd oder Nord, gar Gbrigade Küste? Hatte dir der Kerl das auf dem Treffen dann eventuell erzählt?

Rainer-Maria



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#49

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 19:21
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Nee,mit Grenze war nichts mehr.
Er hat den Rest seiner Zeit bei den Mot.schützen verbracht.


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#50

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 20:32
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Weil Ihr hier so schön nett schreibt,erlaube ich mir mal ein paar Gedanken ein zu bringen.
Wer hat uns Wehrpflichtigen dazu erzogen,die Schußwaffe gegen Menschen ein zu setzen?
Wer hat uns täglich eingehämmert,das die Grenzverletzer Feinde unserer Republik sind?
Ja,wer wohl?
Alle Uffz.+Offz. die in der Ausbildung tätig waren,haben doch täglich das gepredigt.
Heute wollen viele davon nichts wissen.Ich frage mich mal,warum hat man sich dann für 3Jahre und mehr freiwillig gemeldet zum Grenzdienst?
Bitte jetzt keine Ausrede,habe nicht gewußt,das dort geschossen wird.
Der Dumme war der kleine Soldat,der später vor Gericht stand.Was hat er aber gemacht?Er hat nur das ausgeführt,was ihr in eingehämmert habt.
Nun bin ich endlich mal was los geworden.
Ehli


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#51

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 20:52
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Hallo Leute, seit wann gab es eigentlich dieses Militärgefängnis in Schwedt , wurde es erst nach der Einführung der Wehrpflicht eingerichtet ? Ich wußte bis zu meiner Entlassung 11/62 überhaupt nicht, daß es so etwas in der DDR gab.
Das es einen Militärstaatsanwalt in Berlin gab, war mir seit 1958 bekannt. Dieses war der Ankläger gegen meine damals 17 jährigen Schwester die in die BRD geflüchtet war und 1 Jahr später aus gesundheitlichen Gründen von meinem Vater zurück geholt wurde. Dieser Militärstaatsanwalt hat bei Gericht 6-8 Jahre gefordert, wurde dann zu 3,5 Jahren verurteilt ( vorher Zivilangestellte bei der NVA in Prenzlau ). Zum Absitzen ihrer Strafe wurde Sie dann weit weg vom Elternhaus gebracht in die Nähe von Gera, wie der Ort genau hieß, weiß ich nicht genau, Hohen Leuben ? so ähnlich. Meine Eltern wohnten im Kreis Prenzlau, Uckermark. Aber Militärgefängnis war damals für mich ein Fremdwort.

Cambrino


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#52

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 20:57
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Hier die Antwort:
Einrichtung des militärischen Strafvollzuges
Nach der Aufstellung der NVA am 1. März 1956 und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht am 24. Januar 1962 wurden eine Militärjustiz sowie der zugehörige Vollzug eingerichtet. Aus diesem Grund wurde zur Entlastung des bereits 1954 eingerichtetem Strafvollzugskommando Berndshof im Kreis Ueckermünde 1968 das Gefängnis in Schwedt für die Zwecke der NVA übernommen, aber weiter vom Ministerium des Innern geführt. In Schwedt war die maximale Strafdauer auf zwei Jahre ausgelegt. Freiheitsstrafen ab zwei Jahren wurden in anderen zivilen Vollzugsanstalten des Ministeriums des Innern vollzogen. Um in Schwedt inhaftiert werden zu können, musste die Freiheitsstrafe gerichtlich angeordnet werden.
Quelle:Wiki


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Marcus Tullius Cicero
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zuletzt bearbeitet 08.10.2017 20:57 | nach oben springen

#53

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:05
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Zitat von der 39. im Beitrag #1
Tod oder Leben
Die Frage nach Tod und Leben ist immer, zu jeder Zeit, eine der dominierenden Fragen des menschliches Lebens. Leben ist so voll unendlicher Vielfalt, hingegen der Tod einmalig und unwiderruflich. Deswegen spielt der Tod auch in unserer Gedanken- und Gefühlswelt eine sehr große Rolle. Auch in unserem Forum tauchen diesbezügliche Beiträge und Fragen berechtigterweise immer wieder auf.
Es berührt uns ungemein, wenn zum Beispiel auf den am Fallschirm hängenden Piloten geschossen wird, wenn die IS-Leute die Bewohner ganzer Dörfer töten, wenn es um Grenztote geht an welcher Grenze auch immer, ob der Westzöllner bei Aachen Schmuggler erschießt oder wenn an der innerdeutschen Grenze die Schusswaffe eingesetzt wurde oder Menschen in den Minensperren zwischen Griechenland und der Türkei ums Leben kommen.
Doch wir differenzieren auch, der Tod eines Familienmitglieds oder eines guten Freundes berührt uns stärker, als wenn etwa hunderte von Menschen in Afrika oder wo sonst auf der Welt Hungers sterben. Und wir differenzieren auch sehr stark, nach der Art, was den Tod eines Einzelnen verursacht hat.
Der natürliche Tod ist da am Klarsten und Deutlichsten in seinen Ursachen zu erkennen. Schon beim Thema Todesstrafe oder nicht, oder wenn es um Krieg oder kriegsähnliche Handlung geht, ist unsere Position schon zwiespältig Der Tod eines Menschen hat verschiedene Gesichter. Tucholsky schrieb einmal 1931 in Bezug auf den ersten Weltkrieg:
„Da gab es 4 Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon, er ebenso streng verboten war. Sagte ich Mord? Natürlich Mord, Soldaten sind Mörder“
Wenn man von Völkermord spricht, ist alles schon wieder nicht mehr so nahe. Mich hat immer beeindruckt, wie die Indianer ausgerottet, Ketzer verbrannt, die Vietnamesen aus der Luft vergiftet wurden, wie eine unvorstellbare Menge Menschen durch eine einzige Atombombe getötet wurde.
Ist der Henker ein Mörder, oder etwa der Soldat?
Jeder Getötete hat eine Mutter und einen Vater und wahrscheinlich auch Ehepartner und Kinder. Wie erträgt der Tötende diese Gedanken? Der Soldat, der den Marschflugkörper auf die Reise schickt und zwangsläufig den Tod von Menschen mitschickt, denkt er wohl darüber nach, z. Beispiel über die trauernden Mütter?
Ich bin mir im Klaren, das ist ein schweres, wenn nicht sogar das schwerste Thema, der Tod ist unwiderruflich für jeden von uns. Wie stehen wir dazu?
Es verbietet sich von selbst, dass die manchmal üblichen Sprüche und Witze oder auch Anfeindungen völlig unangebracht sind und ich bitte die Administratoren darum, das Thema sofort zu beenden, wenn es nicht mit dem notwendigen Ernst behandelt wird.
Der 39.



Deine Gedanken erinnern mich an Günter Kunert

Kurzer Ausriss aus die "Botschaft"


"Der im Stahltapezierten Felsenzimmer die Raketen richtet
auf die Brust seines Kameraden drüben, auf dessen Mutter und Stadt und Feld und Land
muss wissen daß auf der anderen Seite die gleichen Ziele anvisiert werden;
Sicherheit findet sich im Nirgendwo.
Nicht getroffen vom alles verheerenden Schuß werden einzig die Generationen, die vorher ins Nichts sich begaben."

Auszug aus Günter Kunert, Notizen in Kreide, Botschaft (1975)

Ich fürchte diese Gedanken werden heute wieder aktuell, aktueller als wir es vor Jahren noch dachten und wovor Kunert emotional warnte


-------------------------------
Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --


zuletzt bearbeitet 08.10.2017 21:34 | nach oben springen

#54

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:20
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Hallo Ehli, ja darüber habe ich hier im Forum auch schon gelesen, doch zur damaligen Zeit ( 56-62 ) für mich unbekannt. Danach müßten doch Grenzer, die nicht geschossen oder vorbei geschossen hätten, erst vor dem Militärgericht angeklagt und auch verurteilt werden, um nach Schwedt zu kommen. Ist doch richtig so, oder ? .

Cambrino


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#55

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:44
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Was soll ein Grenzer in Schwedt,der noch ein Gewissen hat?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#56

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:46
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Es richtig.
Jeder gelungener Grenzdurchbruch wurde untersucht.
Es wurde genau untersucht,ob man vorbei geschossen hat oder warum nicht geschossen wurde.
Dazu gab es im Regiment "Fachkräfte" die alles genau untersuchten und wie gesagt,es waren immer zwei.
Wenn der Postenführer gesagt hat,Feuer frei,ob dann der Posten gesagt hat,ich nicht.
Null Ahnung,habe es nicht erlebt.
Ehli


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#57

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:49
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Zitat von Lutze im Beitrag #55
Was soll ein Grenzer in Schwedt,der noch ein Gewissen hat?
Lutze

Rede doch mal Klartext was deine Frage betrifft?


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
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#58

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:56
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So lange ist es bei mir ja noch nicht her das ich alles vergessen hätte, erst 34 Jahre, ich glaube mich zu entsinnen das wir schon angehalten waren nach Warnschuss gezielt zu schießen.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


Ehli und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#59

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 21:57
von Lutze | 9.502 Beiträge | 7585 Punkte
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Schreibst doch selber,null Ahnung,genau wie ich,
auch wenn die sogenannten Fachkräfte herausgefunden haben,einer hat daneben geschossen,
da ist mir die Spanne von Geldprämie und Schwedt doch bischen zu groß
Lutze


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wer nicht kämpft hat schon verloren


exgakl hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 08.10.2017 22:01
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Zitat von Lutze im Beitrag #55
Was soll ein Grenzer in Schwedt,der noch ein Gewissen hat?
Lutze


.. ich verstehe diesen Satz nicht?!!!


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