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#21

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.03.2015 13:10
von Lutze | 9.507 Beiträge | 7606 Punkte
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #20
Nein, das ging nicht lange gut, sie war von ihren Eltern zwangsvergeben, sie musste einen Typen heiraten den sie nicht wollte und der sie dann schlug.
Als ihre Eltern Wind bekamen, bekam ich von ihrem Vater böse Drohungen per Brief, der Vater war wohl ein Familientyrann.

Ich traf sie Jahre später wieder als wir beide zufällig in der gleichen Strasse wohnten, da war sie bereits geschieden mit Anfang 20 und sie erzählte mir von ihrer Leidenszeit.

Zu den Fächern kann ich Dir leider nichts sagen.

sowas gab es auch in der DDR?
was hatte der Andere,was Du nicht hattest?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#22

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.03.2015 14:34
von LO-Wahnsinn | 3.990 Beiträge | 4261 Punkte
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Ja Lutze, das gab es wohl wie ich erfahren musste, die Eltern, speziell hier der Vater, waren wohl noch im Mittelalter stecken geblieben.
Was er hatte, keine Ahnung, soweit sie mir später erzählte, kannten sich die Eltern wohl und die wollten eben das ihre Kinder miteinander verheiratet werden.
Ich kannte den auch aus meiner Wohngegend und man lief sich auch ab und zu in der Freizeit übern Weg, über besondere Qualitäten kann ich aber nichts berichten, ich fand den eher langweilig und mit wenig Intelligenz ausgestattet und an der Mitgift wird es auch nicht gelegen haben.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.03.2015 16:33
von KARNAK | 1.814 Beiträge | 289 Punkte
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Zitat von KarowerDrachen im Beitrag #18


da bist du nicht richtig informiert. man musste nicht unbedingt ein verbrecher sein oder sonst was. es gab da viele, die z.b. waisen, welche die nicht ins elternhaus durften, weil die eltern scheisse waren, z.b. alkoholiker usw. da gab es so viele gründe.

Kam man dann nicht in ein Kinderheim und war das nicht etwas anderes als ein Jugendwerkhof?
Nach meinem Kenntnisstand wurden Jugendliche zwischen 14 und 18 in diese Jugendwerkhöfe eingewiesen die als schwer erziehbar galten oder nicht in die gesellschaftliche Norm passten. Wie fragwürdig das auch alles gewesen sein mag besteht der Fakt ,dass dort eigentlich keine Jugendlichen untergebracht wurden bei denen es NUR Probleme mit dem Elternhaus gab. Auf diese Feststellung bezieht sich meine Frage.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.03.2015 16:44 | nach oben springen

#24

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 00:24
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Zitat von KARNAK im Beitrag #23
[quote=KarowerDrachen|p454974]

Kam man dann nicht in ein Kinderheim und war das nicht etwas anderes als ein Jugendwerkhof?
Nach meinem Kenntnisstand wurden Jugendliche zwischen 14 und 18 in diese Jugendwerkhöfe eingewiesen die als schwer erziehbar galten oder nicht in die gesellschaftliche Norm passten. Wie fragwürdig das auch alles gewesen sein mag besteht der Fakt ,dass dort eigentlich keine Jugendlichen untergebracht wurden bei denen es NUR Probleme mit dem Elternhaus gab. Auf diese Feststellung bezieht sich meine Frage.


so wie ich es schon geschrieben habe. ich war in einem heim. danach wollte ich aber nicht nach hause. deswegen gab es nur den jugendwerkhof. wo sonst sollte ein jugendlicher, der in das bild passen musste einen beruf erlernen? auf der straße lebend ging das nicht.


Nehmt euch vor meinem Feuerstrahl in acht.


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#25

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 00:40
von vs1400 | 3.859 Beiträge | 7720 Punkte
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Zitat von KarowerDrachen im Beitrag #24


so wie ich es schon geschrieben habe. ich war in einem heim. danach wollte ich aber nicht nach hause. deswegen gab es nur den jugendwerkhof. wo sonst sollte ein jugendlicher, der in das bild passen musste einen beruf erlernen? auf der straße lebend ging das nicht.


demnach landeten alle heimkinder irgendwann, um eine lehre zu absolvieren, im jugendwerkhof?

sorry,
doch das ist und bleibt ne falschaussage.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#26

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 11:10
von KarowerDrachen | 14 Beiträge
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Zitat von vs1400 im Beitrag #25
Zitat von KarowerDrachen im Beitrag #24


so wie ich es schon geschrieben habe. ich war in einem heim. danach wollte ich aber nicht nach hause. deswegen gab es nur den jugendwerkhof. wo sonst sollte ein jugendlicher, der in das bild passen musste einen beruf erlernen? auf der straße lebend ging das nicht.


demnach landeten alle heimkinder irgendwann, um eine lehre zu absolvieren, im jugendwerkhof?

sorry,
doch das ist und bleibt ne falschaussage.

gruß vs




das habe ich nicht geschrieben. es geht hier um mich. es ist kein thema, dass dort auch schlimme jugendliche waren.


Nehmt euch vor meinem Feuerstrahl in acht.


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#27

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 15:06
von KARNAK | 1.814 Beiträge | 289 Punkte
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Zitat von KarowerDrachen im Beitrag #24


so wie ich es schon geschrieben habe. ich war in einem heim. danach wollte ich aber nicht nach hause. deswegen gab es nur den jugendwerkhof. wo sonst sollte ein jugendlicher, der in das bild passen musste einen beruf erlernen? auf der straße lebend ging das nicht.

Wenn das so ist, besser so war, dann sind aber alle heutigen Definitionen was ein Jugendwerkhof in der DDR war falsch.Genauso falsch wie das was ich als Jugendlicher in der DDR zu diesen Einrichtungen wusste, bei welchen "Aktivitäten" mir der Aufenthalt in einem Jugendwerkhof blühen könnte.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#28

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 15:09
von damals wars (gelöscht)
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Gehörte nicht beides zur Jugendhilfe?


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#29

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 15:14
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Wie und was beides?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#30

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.03.2015 15:14
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Zitat von KarowerDrachen im Beitrag #24
Zitat von KARNAK im Beitrag #23
[quote=KarowerDrachen|p454974]

Kam man dann nicht in ein Kinderheim und war das nicht etwas anderes als ein Jugendwerkhof?
Nach meinem Kenntnisstand wurden Jugendliche zwischen 14 und 18 in diese Jugendwerkhöfe eingewiesen die als schwer erziehbar galten oder nicht in die gesellschaftliche Norm passten. Wie fragwürdig das auch alles gewesen sein mag besteht der Fakt ,dass dort eigentlich keine Jugendlichen untergebracht wurden bei denen es NUR Probleme mit dem Elternhaus gab. Auf diese Feststellung bezieht sich meine Frage.


so wie ich es schon geschrieben habe. ich war in einem heim. danach wollte ich aber nicht nach hause. deswegen gab es nur den jugendwerkhof. wo sonst sollte ein jugendlicher, der in das bild passen musste einen beruf erlernen? auf der straße lebend ging das nicht.


Die entsprechenden Einrichtungen trugen wohl den Namen Jugendheime o.ä. Da wurden dann die Jugendlichen betreut.



LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.03.2015 17:04
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Zitat von KARNAK im Beitrag #17
...Ist alles o.k. aber in einen Jugendwerkhof kam man doch nicht weil man von niemanden gewollt wurde oder weil der Staat meinte, dass Elternhaus ist für die Erziehung ungeeignet. In einen Jugendwerkhof kam man doch weil man irgendetwas verzapft hatte was gegen Gesetze verstieß oder zumindest etwas getan hatte was dem Staat nicht in den Kram passte, es war faktisch eine Strafvollzug und oder Erziehungsheim für Minderjährige. Da wären ein paar Erläuterungen Deinerseits schon hilfreich für eine Diskussion.


Der Jugendwerkhof war nicht per se eine Art Strafvollzug für Jugendliche. Das traf so nur auf den geschlossenen Jugendwerkhof für eine jeweils sehr begrenzte Zeit oder eingeschränkt die Spezialkinderheime zu. Jugendwerkhöfe waren offene Einrichtungen. Dorthin kamen meist Jugendliche, die mit den Gesetzen zwar in Konflikt gerieten aber eben nicht so schwer oder bei den ersten Malen noch eine Chance bekommen sollten. Manche darunter waren schon extrem aber nicht alle. Es kam durchaus öfter vor, das sogar Eltern über die Jugendhilfe ihre Kinder in den Jugendwerkhof schickten (einweisen ließen). Weil es private Streitigkeiten gab, man miteinander nicht klar kam oder es den Eltern einfach zu viel wurde. Es gab und gibt eben solche und solche Eltern. Bei entsprechenden Begleitumständen (eine Frage der "Begründung" auch von elterlicher Seite) war es deshalb durchaus möglich, das dort Jugendliche landeten, die nie dorthin gehört hätten. Oder sonst auf der Straße gelandet wären. Weil es in Kinderheimen Probleme gab. Oft war es dann so, das der Jugendwerkhof lediglich ihre Heimat- und Schuladresse war, das tägliche Leben aber außerhalb ablief.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


vs1400, bendix und KarowerDrachen haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.03.2015 15:08
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Ok. Das wusste ich so nicht. Für mich war der Begriff Jugendwerkhof in der DDR immer irgendwie mit Knastähnlich verbunden. Und zumindest sind dann die heutigen Beschreibungen und Erklärungen was ein Jugendwerkhof war recht "unvollständig".


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2015 15:09 | nach oben springen

#33

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.03.2015 14:33
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es gab ja offene und geschlossene jugendwerkhöfe und es gab die absolut geschlossenen. so wie torgau z.b.

aber was ich fragen wollte, kann keiner helfen in sachen schulfächer eines verkäufers?


Nehmt euch vor meinem Feuerstrahl in acht.


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#34

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.03.2015 15:53
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Zitat von KarowerDrachen im Beitrag #33
es gab ja offene und geschlossene jugendwerkhöfe und es gab die absolut geschlossenen. so wie torgau z.b.

aber was ich fragen wollte, kann keiner helfen in sachen schulfächer eines verkäufers?

Du meinst also es gab drei Kategorien von Jugendwerkhöfen,offene, geschlossene und absolut geschlossene und alle nannten sich in der Konsequenz Jugendwerkhof? Wenn das wirklich so war, ich habe das noch nie so gehört, dann ist aber in der öffentlichen Geschichtserklärung zwingend eine Berichtigung erforderlich, sonst gibt es einfach zu viel Verwirrung.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#35

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.03.2015 16:10
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Es gab 474 staatliche Kinderheime.
Zusätzlich zu diesen Kinderheimen gab es Außerdem noch 32 Jugendwerkhöfe und 38 Spezialkinderheime. Letztere für schwererziehbare Kinder und Jugendliche.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

S51 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.03.2015 16:22
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Und was war den nun der konkrete Unterschied bei diesen Einrichtungen?


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#37

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.03.2015 17:26
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Hallo KarowerDrachen,
ich selbst habe diese Ausbildung auch hinter mir. Bei uns war es so das wir eine Woche Schule und eine Woche arbeiten in der jeweiligen Ausbildungsstätte (Geschäft, Kaufhalle) hatten und das immer im Wechsel ausgenommen die Ferien da war entweder eigener Urlaub oder eben arbeiten angesagt. Ich hatte das Glück, der einzige männliche Lehrling (so hieß das früher) in meiner Klasse zu sein. das brachte mir ungeahnte Vorteile, wenn Du verstehst was ich meine!! Die Ausbildungszeit betrug 2 Jahre und endete mit dem Facharbeiterabschluss als Verkäufer bei bestandener Prüfung.
Nun zu Deiner eigentlichen Frage folgende Fächer wurden unterrichtet:
- Staatsbürgerkunde, Betriebsökonomie/ Sozialistisches Recht, Technische Grundlagen, Sport, Werbelehre, Technologie, Wirtschaftsmathematik, Sprachkommunikation, Russisch und Warenkunde.

Zur berufspraktischen Ausbildung gehörten folgende Fächer:
- Kassierung, Handelsökonomie, Handelstechnik, Werbung, Warenannahme, Warenvorbereitung, Warenpräsentation und Kundenberatung

Ich hoffe ich konnte Deinen Wissensdurst stillen, für Rückfragen stehe ich Dir gerne zur Verfügung.


Gruß
EK87II


KarowerDrachen hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.03.2015 17:26 | nach oben springen

#38

RE: Der Drache aus Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.03.2015 11:29
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Zitat von KARNAK im Beitrag #36
Und was war den nun der konkrete Unterschied bei diesen Einrichtungen?


Kinderheime = offene Einrichtungen für Waisen, Kinder aus zerrütteten Familien mit diversen Problemen. Das klassische Kinderheim. Verbleib möglich bis zur Volljährigkeit. Durchaus je nach Personal mehr oder weniger strenger Tagesablauf aber Disziplinierung war nicht Ziel. Wer wollte, konnte praktisch gehen obwohl es theoretisch die Pflicht gab, zumindest Unterkunft dort zu haben. Hatte aber dann das Problem, nach zweimaligem Entweichen womöglich in ein Spezialkinderheim eingewiesen zu werden. Einweisung durch das Jugendamt, oft aber auf Betreiben der Eltern, Schule, Arzt... Es gibt Kinderheime, deren ehemalige Insassen nur lobende Worte über ihren Aufenthalt dort finden aber andere Stimmen gibt es auch.
Spezial(Kinder)-heime = Analog oben aber geschlossene Einrichtungen für Kinder bis zum Alter von 6 bis 14 bis maximal 20 Jahren, von denen eine Gefahr für sich oder andere ausging, die Taten begangen haben welche bei Erwachsenen Straftaten oder vielfache Ordnungswidrigkeiten wären. Auch Einrichtungen, in welche Kinder aus Kinderheimen eingewiesen wurden, weil sie zu oft aus Kinderheimen abgehauen waren. Einweisung auch von Jugendlichen aus Jugendwerkhöfen nach diversen Delikten dort oder Disziplinproblemen. Einweisung durch das Jugendamt. Initiierung durch die Leitung von Kinderheimen, Jugendwerkhöfen, Eltern (meistens wohl sogar), Polizei, Schule. Üblicherweise strenger Tagesablauf. Bestrafungen von Fehlverhalten waren üblich. Alles im Objekt, Schule, Freizeit... keine Möglichkeit, das Objekt zu verlassen außer im Urlaub bei den Eltern/Betreuern. Man muss eingestehen, dass dort auch Kinder gelandet sind, die mit Vorsatz auch von den Eltern so eingeschätzt wurden weil diese zur Erziehung nicht imstande waren und ihren Nachwuchs schlecht gemacht haben. Nicht jeder Vorwurf traf auch wirklich zu.
Jugendwerkhof = offene Einrichtung analog dem Kinderheim aber erst ab 14 Jahren bis zum Ende des 18. Lebensjahres. Einweisung durch das Jugendamt nach Initiierung durch Kinderheim weil dort ein Verbleiben wegen persönlicher Probleme nicht möglich war und der Nachwuchs eben über 14 Jahre wurde. Auch, wenn jemand nach dem Kinderheim nicht zurück in die Familie fand (wobei diese oft ihren Nachwuchs ablehnte...) aber nun zu alt für das Kinderheim (man musste für ein Kinderheim bei Einweisung jünger als 14 Jahre sein) war. Einweisung aber auch nach zahlreichen Delikten der verschiedensten Art (ich hatte bei der KIII "Kunden", die sind nach dem ca. 20. Einbruch "eingezogen") angeregt durch Staatsanwaltschaft aber in vielen Fällen eben auch durch die Eltern selbst. Wobei hier das Selbe gilt wie bei den Spezialkinderheimen. Beileibe nicht jeder Vorwurf hat auch wirklich gestimmt. In so manchem Fall landeten hier auch Jugendliche mit schlicht unangepassten Meinungen, die diese zu konsequent oder provokativ äußerten. In den meisten Fällen war der Jugendwerkhof auch gleichzeitig Schule, Freizeit und Unterkunft aber das musste nicht sein. Gerade bei Jugendlichen, denen schlicht nur die Bleibe fehlte, war es nur die Unterkunft. Schule, Lehre waren außerhalb. Es war keine geschlossene Einrichtung. Urlaub, Ausgang, alles war möglich.
Geschlossener Jugendwerkhof = Es gab nur einen. Das war Torgau. Wer nach Auffassung der Leiter von Jugendwerkhöfen oder Spezialkinderheimen von dort mehrfache Fluchtversuche unternommen hatte oder die "Heimordnung vorsätzlich wiederholt und schwerwiegend verletzt" hatte, der konnte im Alter von 14 bis 18 (Ausnahmefall auch bis 20 Jahren) dort eingewiesen werden. Aber nur maximal für die Dauer von 6 Monaten. Das war am Ehesten mit einem Bootcamp vergleichbar. Allerdings kann ich die Behauptung, dort hätten sich Jugendliche wieder gefunden, die keine Straftaten begangen hätten, so nicht bestätigen. Mir sind einige Personen bekannt, die mehrfache schwere Körperverletzung, Totschlag, Mord, vielfache Eigentumsdelikte, Sexualdelikte und schwere Sachbeschädigung vorweisen können. Und doch gab es auch jene Fälle, wo als Einweisungsgrund "politisch feindliche Grundeinstellung" oder einfach nur extrem unangepasstes Verhalten "genügt" haben.
Allen gemeinsam war, das sie keine Einrichtungen der Justiz waren sondern der Volksbildung der DDR. Wer dort war, der hat aus dieser Zeit daher keinen Eintrag im Strafregister. Egal, was passiert ist, die Akte ist sauber.
Aus dieser Tatsache allerdings resultieren ganz wesentlich heutige Entschädigungsansprüche. Denn es handelt sich nach heutiger Sicht um freiheitsbeschränkende Maßnahmen zu deren Anordnung jene des Jugendamtes nicht genügten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.03.2015 13:18 | nach oben springen


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