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#101

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 06:15
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Erst VGS mit 12 Std.-Schichten und dann Herauslösung unserer GK aus der Sicherung.
Als Verstärkung zum KFZ-Marsch nach Hildburghausen, im Fall Weinhold im Dezember 1975.
aber das war das einzige Mal in meiner DZ.

H.



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#102

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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War das nicht etwas leichtsinnig eine ganze Grenzkompanie abzulösen?kannte so zum Beispiel die Ersatztruppe die örtlichen Gegebenheiten?
Lutze


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#103

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 08:16
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In der Bat-Sicherung,könnte es eigentlich kein Problem gewesen sein, eine ganze GK aus der Grenzsicherung für 2 bis 3 Tage rauszunehmen. Wurde ja auch so gehandhabt, wenn die GK zum halbjährigen Schießen für 1 bis 2 Tage fuhr.
Wie es in ein Bat, aussah was Kompaniesicherung hatte, kann ich nicht sagen. Aber ich vermute mal, das die Nachbarkompanien die Sicherung mit übernommen haben.


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#104

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 08:20
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Zitat von vs1400 im Beitrag #97
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #94
Zitat von vs1400 im Beitrag #91
ich hab noch nie von derartigen vorgängen gelesen bzw. etwas erfahren.
wie wurde denn eine komplette gk und durch wen, ersetzt?

gruß vs


Herauslösen einer Kp aus dem Grenzdienst, sowas kam immer wieder mal vor.
Schon zu Zeiten der DGP. Manchmal kamen auch, wenn zu jener Zeit vorhandenen, Reserve-Kp. zum Einsatz.


zu meiner zeit, für mich, unvorstellbar, Thunderhorse, auch wurde derartiges in keinster weise bekannt.
ein feldlager gab es nicht, dafür wohl eher den gefechtsalarm und darauf folgendes beziehen der stellungen ( fuchswiesen - schierke).
geschossen wurde einmal pro jahr und dann, wimre, gab es zwei termine für je zwei züge. bei beiden ausnahmen wurde ein kurzer wechsel im grenzdienst gebraucht, um diese termine sicher zu stellen. die a........e hatten auch die a- gruppen, a- züge und der berg- zug.

gruß vs


War es nicht , jedes halbe Jahr.?


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.06.2018 17:59 | nach oben springen

#105

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 14:52
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Zitat von Lutze im Beitrag #102
War das nicht etwas leichtsinnig eine ganze Grenzkompanie abzulösen?kannte so zum Beispiel die Ersatztruppe die örtlichen Gegebenheiten?
Bezieht sich die Frage auf #99? Da hätte ich mal eine Ergänzungsfrage, welche 'fremde Einheiten zu Verstärkung' sollen das gewesen sein, etwa III.GB? Da war doch die Masse nicht bestätigt.
Na wie auch immer, auch Anfang Oktober 1989 wurden in einen Nacht-und-Nebelaktion, es waren 10%, vielleicht auch ein Viertel des Bestandes wieder an die Ostgrenze geschickt. Waren aber nach einem knappen Monat wieder da. Achso, @Benrdk5 weiß Du was von einem Vorkommnis (Bef. 02/84) im Frühjahr'88 bei der SIK Wartha (Stockhausen)? Es gab zumindest das Gerücht das da bis zur Vorgesetztenebene 'ausgetauscht' wurde.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#106

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 18:24
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Hallo @94 hab Dank für Deine Frage, die sicherlich viele Leute interessieren könnte, auch @Lutze . Ergänzend zu dem, was ich schon in #99 geschrieben hatte, hier noch ein paar Bemerkungen. Grundsätzlich war man Seitens der militärischen Führung da niemals leichtsinnig. Man hatte soviel vorgebeugt, dass schon Kommandeure wie der Kommandeur des Grenzkommandos die entsprechenden Entschlüsse eines Regimentskommandeurs bestätigen mussten. In der Bataillonssicherung war eine Herauslösung immer relativ einfach, da alle Kräfte ja sowieso in diesem Abschnitt irgend wann Dienst machen mussten. Man hat einfach nur die Schicht-Folge verkürzt, schon hatte man eine ganze GK frei. War es vorher: Früh, Spät, Nacht, ; Ruhe ; Früh, Spät und so weiter- so wurden dann nur eine einzige Schicht immer wiederkehrend gedient. Also entweder Früh, oder Spät, oder nur Nachtschichten.
Ich erinnere mich, dass besonders die Dauer-Nachtschichten etwas belastend waren- sonst kamen meine Jungs aber ganz gut damit klar, weil es natürlich keinerlei Ausbildung oder anderen Dienst gab.
In der Kompaniesicherung der letzten Zeit war es in meinem Bereich so, dass Züge der Nachbarkompanieen in die zu unterstützende GK befohlen wurden, und von dort die Sicherung des Grenzabschnittes übernahmen. Da wurden auch mal Grenzaufklärer oder Offiziere der Stäbe zur Einweisung entsandt.

Zum letzten Teil Deiner Frage kann ich nur sagen, dass ich sehr verschwommen davon gehört habe. Das lag daran, dass die GÜSt-Kräfte sowieso einen Sonderstatus für sich beansprucht haben, andererseits auch nicht den Führungen der Bataillone unterstanden.
Das Vorkommnis an sich muss von den höheren Vorgesetzten schon als heikel bewertet worden sein, denn eine öffentliche Auswertung im Kreis der Offiziere ist mir nicht bekannt.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


Lutze, hslauch und Rostocker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.06.2018 20:33 | nach oben springen

#107

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Wenn ich das in etwa verstanden habe,wurde GK-Ablösen durch veränderte Schichtzeiten vollzogen, wer gehörte alles zu einer Grenzkompanie?da müsste zum Beispiel auch der Koch mit abgelöst worden sein
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berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 19:50
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Zitat von Lutze im Beitrag #107
Wenn ich das in etwa verstanden habe,wurde GK-Ablösen durch veränderte Schichtzeiten vollzogen, wer gehörte alles zu einer Grenzkompanie?da müsste zum Beispiel auch der Koch mit abgelöst worden sein
Lutze


Der Koch gehörte zwar zu GK--aber war ganz,ganz selten zu Grenzsicherung mit eingesetzt. Genauso wie der Spieß. Und selbst die Objektwache hatte einen eigenen Wachplan in ihrer 24 stündigen Wachzeit.Selbst die Gakl hatte ihre eigenen Dienstpläne, sie gehörten nicht zu den regelmäßigen Zügen, die ständig im Schichtsystem ausrückten. Aber sie gehörten mit zu GK:


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zuletzt bearbeitet 21.06.2018 20:13 | nach oben springen

#109

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Zitat von Rostocker im Beitrag #108
Zitat von Lutze im Beitrag #107
Wenn ich das in etwa verstanden habe,wurde GK-Ablösen durch veränderte Schichtzeiten vollzogen, wer gehörte alles zu einer Grenzkompanie?da müsste zum Beispiel auch der Koch mit abgelöst worden sein
Lutze


Der Koch gehörte zwar zu GK--aber war ganz,ganz selten zu Grenzsicherung mit eingesetzt. Genauso wie der Spieß. Und selbst die Objektwache hatte einen eigenen Wachplan in ihrer 24 stündigen Wachzeit.


Der Bereich RD auf einer GK ist etwas speziell. Die Soldaten im GWD welche z.B. in der Küche arbeiteten waren i.d.R. keine Köche. Die Dienst(Arbeits)zeiten waren zwar immer im Zusammenhang mit den Grenzdienstaufzügen zu sehen, waren aber nicht unbedingt damit identisch. Das hat sich mit der Umstellung von Bat.Si. auf Komp.Si. grundlegend geändert. Nach der Umstellung war die Küche zwangsläufig 24h besetzt, weil permanent Kräfte in den Dienst gingen bzw. zurückkehrten. Wimre gab es Einsatzköche (UaZ), ob diese vor ihrer Ausbildung an der US schon Köche waren, entzieht sich meiner Kenntnis.

Spieß, Fourier, Schirrmeister und Offz der Leitung welche nicht als DH eingeteilt waren, hatten "Tagesdienst".
Ansonsten war auf einer GK eigentlich immer jeder auf Abruf - ein Umstand welcher wohl auch dazu geführt hat das jeder versuchte so viel wie möglich zu schlafen wenn die Möglichkeit dazu bestand.



berndk5, 94, Rostocker, vs1400 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.06.2018 20:18 | nach oben springen

#110

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 21:07
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Hallo zusammen, im Wesentlichen haben @Hahnsteiner , @Rostocker und @Mike59 schon Alles gesagt .
Siehe Hahnsteiner mit der Dienstzeitverlängerung bis zu 12 Stunden - da kam ja dann immer noch die Ablösezeit , Dienstvorbereitung und Dienstnachbereitung dazu. Selbst wenn es auf das Unvermeidliche beschränkt wurde, blieb nicht viel Zeit für Ruhe. Man brauchte aber nur 2 Einheiten um den jeweiligen Abschnitt 24 Std. zu sichern. Dazu wurden bei mir z.B. über den Zeitraum der Zu- und Abversetzung 2 zusammengefasste Züge gebildet, die Abwechselnd für 12 Std. zum GD eingesetzt wurden. Da waren ja nur die Leute drin, die nicht entlassen wurden. Die Neuzuversetzung bekam ja immer erst das Einweisungsprogramm, Erstaussprachen und den ganzen Kram, bis sie zu ersten Schicht gehen konnten.
Zu Rostocker und Mike59 kann ich noch ergänzen, dass die Grenzaufklärer in besonderen Sicherungsperioden mit verändertemm Dienstrythmus, bei mir ebenso diesen Veränderungen unterworfen waren.
Wenn die Personaldecke mal ganz besonders eng war, habe ich auch schon mal einen GAK als PF zusammen mit einem Soldaten als Beobachtungsposten mit Fototechnik an einem PGA (Provokationsgefährdeten Abschnitt) geplant und eingesetzt, um die befohlene Postendichte voll zu bekommen.
In der Nachtschicht musste dann halt mal der Bereich der Werra durch einen GAK als PF, eventuell sogar mit Nachtsichtgerät NSPU ausgerüstet, gesichert werden.
Zugegeben, die Grenzsicherungslage hätte es nicht erfordert, wie sollte man als KC den Personalengpass sonst begründen. Mehr als eine ALIBI-Begründung war es sowieso nicht, gerade die dienstälteren GAK wussten auch so, was Phase war.
In solchen Engpasszeiten wurde dann auch mal der Ladewart, oder der KMS-Fahrer (Fahrer des KC) mit in einer Schicht verheizt.
In der Struktur hatte die Küche in Treffurt 1 LdK (Leiter der Küche) als BU (Berufsunteroffizier), Planstelle Stabsfeldwebel. Weiterhin einen Militärkoch, Planstelle GWD (Soldat im Grundwehrdienst) . Weiterhin gab es 4 ZB-Planstellen (Zivilbeschäftigte) Koch/Köchin die in Treffurt auch mit 4 Frauen besetzt waren.
Wie schon beschrieben musste mit der Kompaniesicherung ja auch die Küche nahezu 24 Std. besetzt sein. Dazu wurden dann 1-2 Soldaten aus den Zügen der Kompanie als milit. Hilfskoch befohlen . Hier versuchte der KC geeignete und willige Soldaten auszuwählen, bei denen es vielleicht sowieso schon Einschränkungen für den Einsatz zum GD gab- das klappte aber nicht immer.
Zur Objektwache muss gesagt werden, dass diese grundsätzlich aus den Zügen der GK oder der KMS (Kompanietrupp materielle Sicherstellung) kam.
Da konnte schon mal der Waffenuffz. als UvD verdonnert werden, gerne auch der Schreiber wenn er schon Gefreiter war und vielleicht sogar als Waffenkammerzutrittsberechtigter bestätigt war. Es waren aber Ausnahmen, weil meistens der Spieß dann schon Terror machte.
Soweit einige Erinnerungen zum Fragenkomplex.


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#111

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Wimre haben wir mal mehrere Tage oder gar eine Woche solche 12 h Schichten geschrubbt. War VGS mit 1 GK auf zwei Abschnitten. Abgelöste wurde durch die andere GK.
War da immer von 18 bis 06 Uhr auf der Hessel und wusste kaum noch wie die Sonne aussieht. Mit Vor- und Nachbereitung kamen da so 15 Stunden zusammen.
Da war es schon nicht so einfach als Sicherungsposten (ständig am GMN) nicht einzupennen. Da half dann nur eine Freigabe zur Kontrollfahrt bis zum Grenzeck.

KS


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zuletzt bearbeitet 21.06.2018 21:32 | nach oben springen

#112

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Zitat von berndk5 im Beitrag #110


Weiterhin einen Militärkoch, Planstelle GWD (Soldat im Grundwehrdienst) . Weiterhin gab es 4 ZB-Planstellen (Zivilbeschäftigte) Koch/Köchin die in Treffurt auch mit 4 Frauen besetzt waren.
Wie schon beschrieben musste mit der Kompaniesicherung ja auch die Küche nahezu 24 Std. besetzt sein. Dazu wurden dann 1-2 Soldaten aus den Zügen der Kompanie als milit. Hilfskoch befohlen . Hier versuchte der KC geeignete und willige Soldaten auszuwählen, bei denen es vielleicht sowieso schon Einschränkungen für den Einsatz zum GD gab- das klappte aber nicht immer.
Zur Objektwache muss gesagt werden, dass diese grundsätzlich aus den Zügen der GK oder der KMS (Kompanietrupp materielle Sicherstellung) kam.
Da konnte schon mal der Waffenuffz. als UvD verdonnert werden, gerne auch der Schreiber wenn er schon Gefreiter war und vielleicht sogar als Waffenkammerzutrittsberechtigter bestätigt war. Es waren aber Ausnahmen, weil meistens der Spieß dann schon Terror machte.
Soweit einige Erinnerungen zum Fragenkomplex.


Befohlen: das mag stimmen - Gelandet sind dort die Problemfälle welche nicht im GD erwünscht waren - Ich möchte nicht wissen was so mancher Berufssoldat serviert bekam.
Ansonsten gab es eigentlich ein festes "Küchenkollektiv" .



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#113

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Das Witzige an dieser Planstelle 'Militärkoch' war, das ein Grundwehrdiener zumindest theoretisch Vorgesetzter der zuvielen, ähm zivilen Küchenfrauen war. Wiegesagt, zumindest theoretisch. In der Praxis habens dann dem Büblein ganz schnell klargemacht wie der Hase läuft. Und achso, ganz so easy war die Abschiebung eines 'Hochbegabten' zur Küche nicht, so gabs zumindest noch die Hürde Hygienepass (oder wie immer das Teil hieß) beim Bataillonsarzt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#114

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Zitat von 94 im Beitrag #113
Das Witzige an dieser Planstelle 'Militärkoch' war, das ein Grundwehrdiener zumindest theoretisch Vorgesetzter der zuvielen, ähm zivilen Küchenfrauen war. Wiegesagt, zumindest theoretisch. In der Praxis habens dann dem Büblein ganz schnell klargemacht wie der Hase läuft. Und achso, ganz so easy war die Abschiebung eines 'Hochbegabten' zur Küche nicht, so gabs zumindest noch die Hürde Hygienepass (oder wie immer das Teil hieß) beim Bataillonsarzt.


Hygienepass - guter Einwurf - frag doch mal den Tortenbauer, der war ja als gelernter Lebensmitteltechniker prädestiniert für den Job.



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#115

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 22:14
von berndk5 | 1.338 Beiträge | 10206 Punkte
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zu #112 möchte ich dann doch noch etwas sagen,
damit durch den gut gemeinten Beitrag von @Mike59 nicht noch Frust gedeutet wird und bezüglich der Essensversorgung der Berufssoldaten Mutmaßungen "ins Kraut schießen" .
Behauptet wird ja immer ganz schnell mal vieles, leider schreiben zu wenige Leute, die es tatsächlich erlebt haben.

Also `ne GK war nun mal kein Diskutierklub, irgendwie musste schon klar gesagt sein, wer was tut. Zur (beabsichtigten) Auswahl durch den KC hatte ich ja schon was gesagt. Klar hat man versucht Leute die man nicht, oder nur eingeschränkt im GD einsetzen durfte oder wollte (nicht Alles war vom MfS vorgegeben) auch in der Küche unterzubringen- ich sagte ja, dass das nicht immer geklappt hat.

Der zweifelnde Leser möge sich vorstellen, dass der KC einem Soldat mit NULL Ahnung und NULL Bock auf KÜCHE per Befehl zu diesem Job verhilft.

Wie bescheuert muss der KC sein ??? Wer soll denn diesen "unwilligen" Soldaten kontrollieren, der Stress ist doch vorprogrammiert. Das Küchenkollektiv meutert, weil die Abläufe nicht mehr klappen (Geschirr nicht abgewaschen, Kartoffeln nicht , nicht vollzählig oder nicht sauber geschält)-da gibt es doch tausend Möglichkeiten, ohne dass man Böswilligkeit nachweisen könnte.

Wenn die Truppe dann nach hartem Dienst abends um halb zehn oder morgens nach der Nachtschicht noch gefrustet aus dem Speisesaal kommt, ist das Dilemma perfekt.
Also ein wenig musste das schon passen.
Da musste man auch als KC mal in den sauren Apfel beißen und einen Soldaten nehmen, der vielleicht zwar überall einsetzbar war, aber Bock auf Küche hatte- weil er vor der Fahne in einer Restaurant-Küche gearbeitet hatte. Gab es einfach mal, ist einfach mal auch vorgekommen.

Ein anderes Ding.
Klar kann man von gebratenen Tauben für die BS, die Offiziere schlechthin, oder gar den KC reden. Wer da wirklich hetzen wollte, würde sicherlich das eine oder andere offene Ohr finden. Realität war das aber nicht.

Tatsache war aber gerade in der Kompaniesicherung, dass da so manches Ding in der Kombüse gebrutzelt wurde, Extrawürste die nicht einmal ein Uffz. zu sehen bekam.
Wer halt den Koch gut kannte......, oder anderweitig Einfluss hatte. Ich habe genug gesehen, ob gebratene Steaks oder mal Bratkartoffeln mit vielen Eiern, oder trotz strengem Verbot, `ne riesige Pilzpfanne. Die Pilze waren auch nicht aus dem Konsum, die Postentaschen mit Rückständen standen ja noch in der Nähe.

Natürlich hatten die BS auch das Recht, sich mal ein Spiegelei etc. zu bestellen- das ging aber nur, wenn der Küchenleiter so etwas für diesen Tag angeboten hatte. Das hatte auch etwas mit Arbeits- u. Lebensbedingungen zu tun- schließlich sollten die Leute ja länger als 18 Monate dienen.

Ich selbst habe meistens mein Essen auch am Schalter geholt, genau wie die Soldaten. Wenn manchmal nicht gerade das kleinste Stück Fleisch auf meinem Teller landete und der Militärkoch oder die zivile Köchin mir dabei "Guten Appetit" wünschte, hatte ich damit kein Problem.
Manchmal wurde auch im BS-Speiseraum bedient, aber nicht immer war es möglich.
Sicherlich kann man ein Problem daraus machen- das hebt mich aber nicht an.

Der Tages-Essens-Satz betrug in Treffurt wimre 5,75 Mark , das war gleich vom Soldat bis zum Major. Die Offiziere und viele BS waren Selbstverpfleger, das heißt, sie hatten Anspruch darauf, dass ihnen das nicht verbrauchte Essengeld am nächsten Zahltag ausgezahlt wurde. Das war auch bei den Soldaten so, allerdings nur , wenn sie in Urlaub waren. Da gab es dann dieses Geld für jeden Urlaubstag- bitte erinnert Euch ! ???

Die Teilnahme am Komplekte-Tag war für Alle einheitlich vorgeschrieben, an diesem Tag gab es keine Rückerstattung, auch wenn man nicht an der "Speisung" teilgenommen hatte.

Nachsatz: Neeee, @94 Du bist im Irrtum . Der Militärkoch oder Hilfskoch hatten nix, also gar nix zu melden. Die unterstanden direkt dem Küchenleiter, dem unterstanden genauso die Zivilbeschäftigten. Dann kam in der Hirarchie der Spieß (Hauptfeldwebel) . Ist aber wurscht.........


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


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#116

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Hmm, zumindest hat es ein 'hochbegabter' Hilfskoch welchen ich erfolgreich in der Küche 'delegieren' konnte mir seinerzeit geglaubt das er nun auch Vorgesetzter, zumindest bei Abwesenheit des LdK, war. Gab 'ne Menge Spazzz ... *mundzu*
Na wie auch immer, in einer Sache war der Hilfskoch, zumindest in Vitze, schon zweiter Mann. Hatte doch unser LdK die Bücherkiste und quasi als sein Stellvertreter dann auch besagter Hilfskoch. Und wenn man mit diesem nun gut konnte, gabs nicht nur Schnitzel mit Ei (eigentlich das Normessen einer Linieneinheit zum zweiten Frühstück?) sondern auch die Bückdichware des staatlichen Buchhandels der DDR. Aber irgendwie sinn'mer nun arg weit vom Thema?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#117

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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.......manchmal darf man ja die Gedanken (und Zeilen) auch einfach nur mal schweifen lassen.............. , ohne dass man gleich was kaputt macht.
Das mit der Bückdichware des staatlichen Buchhandels hatte bei mir der Kfz.Techniker in seiner Regie. Hab da sogar mal eine Bee Gees Platte von Amiga ergattern können. War aber die einzige Ausnahme, weil er ziemlich fair verkauft hat. Fand ich auch ok so.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK


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#118

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 23:35
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Zitat von berndk5 im Beitrag #99
Hallo zusammen,
also das Herauslösen von Kompanien in der Bataillonssicherung, egal ob zur Aufgabenerfüllung auf den Truppenübungsplatz, bei Gefechtsalarm-Training, oder nach besonderen Vorkommnissen war völlig normal und ist mir bekannt. Auch die Herauslösung von Zügen im Rahmen der Kompaniesicherung.
Aber selbst in der Kompaniesicherung Ende der 80èr Jahre konnte man bei Bedarf ganze GK`n aus dem Dienstsystem herauslösen. Die anderen bekamen kurze Wechsel verpasst(bezüglich der Schichten), Ausbildung und der andere Kram wurde gestrichen, ebenso Dienstfrei und Ausgang.
Das ging natürlich mit eigenen Einheiten innerhalb eines Bataillons nur zeitlich knapp begrenzt (wimre so 2-3 Tage), musste es länger sein, kamen fremde Einheiten zu Verstärkung.
Den Beitrag von @Ehli in #98 kann ich aus eigenem Erleben für die Zeit der Polenkriese auch bestätigen.


du definierst, @berndk5,

Zitat von berndk5 im Beitrag #106
Hallo @94 hab Dank für Deine Frage, die sicherlich viele Leute interessieren könnte, auch @Lutze . Ergänzend zu dem, was ich schon in #99 geschrieben hatte, hier noch ein paar Bemerkungen. Grundsätzlich war man Seitens der militärischen Führung da niemals leichtsinnig. Man hatte soviel vorgebeugt, dass schon Kommandeure wie der Kommandeur des Grenzkommandos die entsprechenden Entschlüsse eines Regimentskommandeurs bestätigen mussten. In der Bataillonssicherung war eine Herauslösung immer relativ einfach, da alle Kräfte ja sowieso in diesem Abschnitt irgend wann Dienst machen mussten. Man hat einfach nur die Schicht-Folge verkürzt, schon hatte man eine ganze GK frei. War es vorher: Früh, Spät, Nacht, ; Ruhe ; Früh, Spät und so weiter- so wurden dann nur eine einzige Schicht immer wiederkehrend gedient. Also entweder Früh, oder Spät, oder nur Nachtschichten.
Ich erinnere mich, dass besonders die Dauer-Nachtschichten etwas belastend waren- sonst kamen meine Jungs aber ganz gut damit klar, weil es natürlich keinerlei Ausbildung oder anderen Dienst gab.
In der Kompaniesicherung der letzten Zeit war es in meinem Bereich so, dass Züge der Nachbarkompanieen in die zu unterstützende GK befohlen wurden, und von dort die Sicherung des Grenzabschnittes übernahmen. Da wurden auch mal Grenzaufklärer oder Offiziere der Stäbe zur Einweisung entsandt.

Zum letzten Teil Deiner Frage kann ich nur sagen, dass ich sehr verschwommen davon gehört habe. Das lag daran, dass die GÜSt-Kräfte sowieso einen Sonderstatus für sich beansprucht haben, andererseits auch nicht den Führungen der Bataillone unterstanden.
Das Vorkommnis an sich muss von den höheren Vorgesetzten schon als heikel bewertet worden sein, denn eine öffentliche Auswertung im Kreis der Offiziere ist mir nicht bekannt.


... deine aussage lediglich auf die letzte zeit.
doch was war den vorher, so ein oder zwei jahre?
eine gk aus dem dienst herauslösen ... und durch berufskader ersetzen, dass war doch wohl eher eine hypothetische lösung.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.06.2018 23:38
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Zitat von Rostocker im Beitrag #104


War es nicht , jedes halbe Jahr.?


nicht zu meiner zeit.

gruß vs


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#120

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.06.2018 02:25
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Zitat von berndk5 im Beitrag #115


[...]

Ein anderes Ding.
Klar kann man von gebratenen Tauben für die BS, die Offiziere schlechthin, oder gar den KC reden. Wer da wirklich hetzen wollte, würde sicherlich das eine oder andere offene Ohr finden. Realität war das aber nicht.

Tatsache war aber gerade in der Kompaniesicherung, dass da so manches Ding in der Kombüse gebrutzelt wurde, Extrawürste die nicht einmal ein Uffz. zu sehen bekam.
Wer halt den Koch gut kannte......, oder anderweitig Einfluss hatte. Ich habe genug gesehen, ob gebratene Steaks oder mal Bratkartoffeln mit vielen Eiern, oder trotz strengem Verbot, `ne riesige Pilzpfanne. Die Pilze waren auch nicht aus dem Konsum, die Postentaschen mit Rückständen standen ja noch in der Nähe.

Natürlich hatten die BS auch das Recht, sich mal ein Spiegelei etc. zu bestellen- das ging aber nur, wenn der Küchenleiter so etwas für diesen Tag angeboten hatte. Das hatte auch etwas mit Arbeits- u. Lebensbedingungen zu tun- schließlich sollten die Leute ja länger als 18 Monate dienen.

Ich selbst habe meistens mein Essen auch am Schalter geholt, genau wie die Soldaten. Wenn manchmal nicht gerade das kleinste Stück Fleisch auf meinem Teller landete und der Militärkoch oder die zivile Köchin mir dabei "Guten Appetit" wünschte, hatte ich damit kein Problem.
Manchmal wurde auch im BS-Speiseraum bedient, aber nicht immer war es möglich.
Sicherlich kann man ein Problem daraus machen- das hebt mich aber nicht an.

Der Tages-Essens-Satz betrug in Treffurt wimre 5,75 Mark , das war gleich vom Soldat bis zum Major. Die Offiziere und viele BS waren Selbstverpfleger, das heißt, sie hatten Anspruch darauf, dass ihnen das nicht verbrauchte Essengeld am nächsten Zahltag ausgezahlt wurde. Das war auch bei den Soldaten so, allerdings nur , wenn sie in Urlaub waren. Da gab es dann dieses Geld für jeden Urlaubstag- bitte erinnert Euch ! ???

Die Teilnahme am Komplekte-Tag war für Alle einheitlich vorgeschrieben, an diesem Tag gab es keine Rückerstattung, auch wenn man nicht an der "Speisung" teilgenommen hatte.

Nachsatz: Neeee, @94 Du bist im Irrtum . Der Militärkoch oder Hilfskoch hatten nix, also gar nix zu melden. Die unterstanden direkt dem Küchenleiter, dem unterstanden genauso die Zivilbeschäftigten. Dann kam in der Hirarchie der Spieß (Hauptfeldwebel) . Ist aber wurscht.........


Also bei der NVA, in meinem Fall 8. MSD Schwerin war das alles räumlich getrennt. Soldaten und Uffze zwar das gleiche Essen aber unterschiedliche Speiseräume. Die Buffis hatten besseres Essen und waren auch unter sich. Der Clou war der Regimentskommandeur (OSL). Der hatte wie ein Aristokrat ein eigenes Speisezimmer mit extra Bedienung. Bin als Küchendienst mal in Ungnade gefallen, weil wir mit den Töpfen voll Essenresten aus der Schwarzküche auf einem Handwagen laut scheppernd an seinem Fenster in Richtung Abfallcontainer vorbeigezogen sind. Da sprang der uns plötzlich laut schimpfend in den Weg und hat uns rund gemacht, weil er sich in seinem Mittagsidyll gestört fühlte. Unser Glück war, dass wir nicht bei den Muckern, sondern bei den Panzerjägern waren, Der Dienstweg dorthin war so lang, dass er dass dann doch aufgegeben hat, uns wegen dieser "ungeheuerlichen Verfehlungen" nachträglich über unsere Vorgesetzten noch Sackgang zu verpassen.

Komplektetage kenn ich auch noch, aber dass unverbrauchtes Essengeld ausbezahlt wurde gabs da nicht. Die Konseren, vor allem das Kommissbrot aus der Dose haben wir uns im letzen Halbjahr für den nächsten Tramperurlaub nach Bulgarien als wertvollen Proviant aufgehoben und nach Hause geschickt.

Die uns Muschkoten vorenthaltenen Steaks haben wir uns samt Großküchenpfanne beim Küchendienst organisiert und dann am WE hinter dem Unterkunftsgebäude eine Art Grillparty veranstaltet.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 22.06.2018 03:07 | nach oben springen


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