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#41

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.01.2014 20:38
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SLauch Doch die A-Gruppe hat die Eule (Scheinwerfer auf dem B-Turm) angemacht, Richtung Zaun freundwärts alles abgeleuchtet, aber nichts "verdächtiges" sehen können. Eine gute dreiviertel Stunde später gab es dann eine Dauerauslösung in der Nähe von Tor 82 (Bereich Stange) also bestimmt gut 5 km Fußweg von Tor 79 entfernt. Zu diesem Zeitpunkt war die Alarmgruppe bereits am K6 auf Höhe Willershäuser Weg in "Stellung" gegangen. Die Reserve-Alarmgruppe wurde von Uffz B. zum PP 554 in der Stange geschickt, um dort ein recht übersichtliches Gebiet in Richtung Pferdsdorf (Grenzgebiet Osten) und Willershausen (Westen) zu beobachten.
Mein Posten und ich fuhren also mit dem Stoffhund (Trabant Kübel) und meinem Diensthund Atze so gegen 7:40 in Richtung Stange zum Tor 84. Auf dem Hinweg sahen wir bereits 2 Grenzaufklärer und einen Grenzerposten auf ihren MZ an besagtem Zaunsfeld am K2 neben Tor 82.
Sie hatten dort wohl bereits Fußspuren gesichert. Als ich mich dann am Tor 84 per GMN (Grenzmeldenetz-Säule) anmeldete wurde mir vom KC auf der Führungsstelle "zugebrüllt" ich solle am Draht bleiben und auf weitere Anweisungen warten.


In diesem Bereich gab es schon einmal einen GDB. Willie hatte mir dazu einmal eine Zeichnung geschickt.

An der Wegegablung B7 /Landstr. 250 war der VP Kontrollpunkt "Roter Kopf", Der BT- Kirschberg beindet sich auf der hellen Stelle 5 cm unterhalb dem Wort -Ifta-. Das Tor 82 - ca 7 cm unterhalb der Straßenbenennung "7" (Ortsumgehung Ifta), wo die gestrichelte Linie oberhalb der Fluchtstelle den K2 kreuzt. Die Linie - parallel zur B7 stellt auch tatsächlich den Verlauf des K2 dar.


hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.01.2014 20:54
von lutz1961 | 654 Beiträge | 1697 Punkte
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[quote]Das Bild ist der BT- Kirschberg, oberhalb Tor Willershäuser Weg und "Sitz" der A-Gruppe Gelände.
FüSt war ab 1986 die GK.
/quote]

Frage der 4x4 Links von Ifta ( Ost-West Blick) war dann keine FüSt mehr!? Siehe oben

Warum wurde sie dann gebaut, die alte FüSt wurde Jasagerinnen im Zuge der Kompanie Sicherung!?


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#43

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.01.2014 21:08
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Bis Ende 1985 war der BT-Str. Netra Füst der GK. Dann zo die Füst in die GK (DZ neben KC-DZ, war bis dahin Raum der A-Gruppe Objekt). Die A-Gruppe Objekt blieb nun in den normalen Unterkünften mit aufgezogenem Koppel am Bett.






Der B-Turm Kirschberg war bereits im Frühjahr 1985 (z.Z. meines Praktikums als OS auf der GK) nicht mehr Füst.


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#44

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 14:10
von lutz1961 | 654 Beiträge | 1697 Punkte
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Wurde der BT 4x4 der ja in den Abschnitt die FüSt war, nicht mehr benutzt! Wo war die A-Gruppe Untergebracht im Abschnitt?


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#45

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 16:11
von KK0889 | 11 Beiträge
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Hallo, ich habe zur fraglichen Zeit des Vorfalls in Ifta als OaZ gedient. Bei dem Grenzdurchbruch hatte ich allerdings Dienstfrei (Gott sei Dank), ich sah nur früh von Creuzburg aus wo ich mich bei einem Freund aufhielt die Lichtertrassen in Ri südliche Nachbarkompanie Ri GÜST, dass sie an waren. Das waren sie sonst nie. Uns war gleich klar, dass etwas Schwerwiegendes vorgefallen war. Nähere Erläuterungen zu dem Grenzdurchbruch habe ich bereits hslauch mittgeteilt, er wird hier noch einmal einige Korrekturen machen, insbesondere wie gefährlich dieser Durchbruch war und das es zum Glück sehr glimpflich ausging. Hier nur einige Korrekturen zu bestimmten Fragen die hier auftauchten.
Die 1. Auslösung muss nicht mit dem Grenzdurchbruch zu tun gehabt haben. Das kann auch eine Wildauslösung gewesen sein. Der Bereich war bekannt für seinen Wildreichtum, ebenso wie der Bereich Ri Heldrastein und "Gasse". Praktisch hatten wir im Durchschnitt jede 2. Nacht, manchmal auch nächtelang hintereinander Wildauslösungen. Ich fand von Maus, Ratte, über Marder und Dachs, Rehe, Wildschweine und Hirsch und Damhirsch alle Spuren bei uns als Auslöseursachen. Es war vermutlich nur ein unglücklich-glücklicher Zufall.
Rundumleuchten gab es zumindest rund um die Ortschaft Ifta noch, die auch an gingen bei einer Auslösung. Ob im ganzen Grenzabschnitt noch weiß ich auch nicht mehr. An Signalhörner kann ich mich allerdings auch nicht mehr erinnern. Wenn ja, dann funktionslos.
UvD815 hat recht. Die Kompanie hieß bereits seit der Umstrukturierung 1985 5.GK, und dies mindestens bis zu meiner Entlassung im August 1989. Auch die FÜST war in meiner ganzen Zeit zwischen August 1986 und August 1989 in der GK. Der BT 4x4 Strasse Netra wurden eigentlich kaum genutzt. Die Gefahr der Kontaktaufnahme durch Bundesbürger, die vermieden werden sollte und meldepflichtig war, war durch die gute Einsicht von "feindwärts" zu groß.
Bei Dauerauslösung Nachts flog spätestens seit Mitte 1988 x+20 Minuten immer die ganze Kompanie raus. Vielleicht wurde dies auch schon vorher eingeführt, mein Erinnerungsvermögen versagt hier etwas. Dies war ein enormer Stress für alle Beteiligten, da dies durch die häufigen Wildauslösungen bei uns im Abschnitt sehr oft vorkam. Urlaub und Dienstfrei zählte dann nicht. Der gesamte Dienstplan geriet durcheinander, vor allem wenn ÜPO's mit wenig Rückgrat zu unentschlossen handelten und das ganze unnötig hinauszögerten. Solange nix gemeldet wurde konnte keiner rein. Üblicherweise wurde noch ein ÜPO hinaus gesendet mit höherem Dienstgrad um die Situation zu bereinigen, oft ich . Der KC oder der StKC wurde zu Hause aus dem Nest geholt und musste in die Einheit kommen und die Führung übernehmen. Ein enormer Stress für ihre Familien.
Die A-Gruppe 1 war zumeist auf dem BT Kirschberg stationiert, durfte dort allerdings auch ruhen. Dieser Punkt war gewählt, da von dort aus eigentlich zu allen Punkten im Abschnitt die kürzeste Entfernung bestand, anders als von der GK aus, wo erst Tore geöffnet werden mussten um in den Abschnitt zu kommen. In der GK gab es auch eine A-Gruppe 2, die ebenfalls gleich rausflog bei einer Auslösung. Zumindest seit Mitte 1988, eher schon früher, ich weiß es nicht mehr genau.
Uffz Barz hatte sich mit Sicherheit bei dem Durchbruch richtig verhalten, vielleicht etwas zögerlich gehandelt. Sonst wäre er mit Sicherheit von der Kompanie abgezogen worden. Durch den unglücklich-glücklichen 1. Auslöser war er wahrscheinlich einfach etwas überfordert, wodurch die zweite Abriegelung für den echten Grenzübertritt kaum rechtzeitig stehen konnte. Ein erfahrenerer KGSI hätte wohl entschlossener bei der Heranziehung zusätzlicher Kräfte gehandelt, was dann hätte echt böse ausgehen können, wie euch hslauch noch mitteilen wird. Ich glaube mich zu erinnern, das der Übertritt über den K6 und GZ1 etwa gleichzeitig mit dem Eintreffen der Abriegelungskräfte zusammen fiel. Es also eine Sache von Sekunden war. Das Gelände ist an der Durchbruchstelle auch nicht besonders weit einsichtig. Eigentlich durfte zu dieser Zeit kein Uffz mehr Nachts auf dem Bock sitzen. Immer nur Fähnriche, Offiziere oder ausnahmweise 10ender. Warum hier eine Ausnahme gemacht wurde, weiß ich nicht mehr. Vielleicht weil schon Weihnachts- und Urlaubszeit war und wirklich niemand anders greifbar. Seit Anfang 1987 hatte sich der Grenzdienst sukzessive enorm verschärft - Ausdruck für die Unruhe die unsere politische Führung erfasst hatte und die zum bekannten Ende 1989 führte.
Beste Grüße



Rothaut, lutz1961, jecki09, hslauch, GZB1, Batrachos, 94 und Waldmeister haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#46

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 16:41
von lutz1961 | 654 Beiträge | 1697 Punkte
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Danke für deine Information - Mir bleibt nur wieder diese Frage:

Zitat
Eigentlich durfte zu dieser Zeit kein Uffz mehr Nachts auf dem Bock sitzen. Immer nur Fähnriche, Offiziere oder ausnahmsweise 10ender.



Die 7.GK wurde auch Nachts von UaZ geführt; eine Anweisung das Nachts nur Fähnriche, Offiziere usw. gab es Nicht!

Gab es in 1988/89 Verstärkte Angriffe auf die Grenze im Abschnitt Ifta?

Zitat
Die A-Gruppe 1 war zumeist auf dem BT Kirschberg stationiert

kann ich die GPS Daten bekommen?

Mit Euer Information zur FüSt muss die Google Datei umgeschrieben werden, den dort wird es Falsch Angezeigt!


Ufw # Grenztruppen
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#47

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 17:03
von KK0889 | 11 Beiträge
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Hallo lutz1961,
da hast Du wahrscheinlich Recht, dass es so eine Anweisung offiziell nie gab. Es wurde nur so gehandhabt, dass Uffz (3Ender) nur noch ausnahmsweise, wenn es nicht anders ging, Nachts auf die Führungstelle gelassen wurden. Zumindest war dies auf unserer Kompanie so. 1986 und 1987 war der Uffz auf der Führungstelle auch bei uns ganz normal. Allerdings ließ man nicht alle zu.
Eigentlich kann man nicht von verstärkten Angriffen auf unseren Abschnitt sprechen im Zeitraum 1988/89. Statistisch gesehen gibt es zu den vorigen Zeiträumen wohl keinen Unterschied. Wir lagen nur in der so genannten "Hauptangriffslinie" Ri Eisenach als nördlicher Nachbar der GÜST Gerstungen (Autobahn, Eisenbahn).
Wegen der GPS Daten für den BT am Kirschberg - frag mal hslauch. Der wohnt dort noch in der Nähe. Meine Gebietserinnerungen haben etwas gelitten. Auf die Schnelle kann ich ihn nicht mehr exakt verorten.



hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 17:08 | nach oben springen

#48

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 19:25
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
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Zitat von lutz1961 im Beitrag #44
Wurde der BT 4x4 der ja in den Abschnitt die FüSt war, nicht mehr benutzt! Wo war die A-Gruppe Untergebracht im Abschnitt?



(wie bereits zu lesen war:)

Bis Ende 1985 war die Füst auf dem B-Turm (POP 515) - Straße Netra. Danach war die Füst in der GK. Die Füst war gleich neben dem KC-Zimmer. Diesen Raum hatte bis dahin die II. A-Gruppe. Die A-Gruppe (Objekt) nutzte zum Schlafen die eigenen Betten. Das Koppel hing immer gleich am Bett und der UvD musste wissen wer die 4 Leute der II. A-Gruppe waren, um diese wecken zu können.

Zu meiner Zeit gab es sehr selten Grenzalarm für die ganze GK.

Der BT "Straße Netra" (POP 515) war ein guter Ort zur Beobachtung der Anlaufpunktes des GZD bzw. BGS und von Zivilisten, genauso wie die Beobachtungshütte am K6 POP 514/1 (Bilder).

Weitehin konnte die Ortverbindungsstraße von Lüderbach nach Rittmannshausen teilweise gut eingesehen werden. Und der Blick auf den US-Stützpunkt "Sohlberg" war auch ganz gut.


Der BT "Kirschberg" (POP 532) war zumindestens seitdem die Füst in der GK war, der dauerhafte Standort der A-Gruppe Gelände. WIMRE war vorher die A-Gruppe Gelände in der Füst im BT-Straße Netra "unterhalb" - bin mir aber nicht ganz sicher.

Sicher jedoch ist, das der BT Kirschberg seit meiner Zeit, 1985, nicht mehr als Füst genutzt wurde.


hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#49

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 19:39
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
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Zitat von lutz1961 im Beitrag #46
Danke für deine Information - Mir bleibt nur wieder diese Frage:

Zitat
Eigentlich durfte zu dieser Zeit kein Uffz mehr Nachts auf dem Bock sitzen. Immer nur Fähnriche, Offiziere oder ausnahmsweise 10ender.


Meine beiden GF-Uffz (UaZ) und natürlich auch mein StZF (BU) waren 1986 alle KGSi.

Zitat
Die A-Gruppe 1 war zumeist auf dem BT Kirschberg stationiert

kann ich die GPS Daten bekommen?

Mit Euer Information zur FüSt muss die Google Datei umgeschrieben werden, den dort wird es Falsch Angezeigt!




Wenn du Ifta über Google Maps suchst, kannst du den BT- Kirschberg - der ja noch steht - sogar mit kleinem Schatten sehen. Er steht links neben den neugebauten Stallanlagen.


hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 19:39 | nach oben springen

#50

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 21:18
von lutz1961 | 654 Beiträge | 1697 Punkte
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BT-9 # 4 Personen Agruppe auf dem Turm - war bestimmt schön Warm im Sommer!

Oder übersehe ich etwas in eurer Beschreibung zum Abschnitt?


Ufw # Grenztruppen
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hslauch und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.01.2014 22:41
von hslauch | 161 Beiträge | 687 Punkte
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Erstmal einen guten Abend an Euch alle

KK0889 hat es in seinem Bericht #45 ja schon angekündigt, dass ich noch ein paar erhellende Erinnerungen zum Thema Grenzdurchbruch vom 21.12.1988 im Grenzabschnitt Ifta beisteuern werde.

Ich hatte ja in einem meiner vorherigen Beiträge bereits angekündigt, dass ich versuchen werde, mit den gaaaanz wenigen Altkameraden, zu denen ich heute noch Kontakt habe, Verbindung aufzunehmen, um sie nach ihren verbliebenen Erinnerungen diesbezüglich zu befragen.

KK0889 ist einer meiner Altkameraden (wenn ich sie mal so nennen darf) und war von August 1988 bis Juni 1989 als OaZ mein Zugführer im 2.Zug
Übrigens war Jecki09 vorher mein ZF im 1.Zug

Ich hatte aber auch die Möglichkeit, mit einem Unteroffizier meines Diensthalbjahres (EK 90-2) Kontakt aufzunehmen.
Leider wollte er nicht unserem Forum beitreten um seine Erinnerungen an den 21.12.1988 selber hier als Beitrag einzustellen.

Ich nenne ihn mal Unteroffizier D. (jecki09 und kk0889 werden ihn noch kennen)
Er war als etwas beleibter und untersetzter UaZ von März 1988 (aus Perleberg kommend) bis Januar 1989 im 4.Zug der GK Ifta als Gruppenführer und von da an bis zum Schluss (für uns) im Mai 1990 als GF im 3.Zug.
Soweit noch nichts weltbewegendes....
Doch als wir so per Email anfingen, über den Grenzdurchbruch zu plaudern sagte er mir, dass er sich doch noch recht gut an den frühen Morgen des 21.12.1988 erinnern könne, weil er als Alarmgruppenführer auf dem Alarmgruppenturm BT Kirschberg gesessen hat.
Ich staunte natürlich nicht schlecht und schilderte ihm meine Erinnerungen an den Grenzdurchbruch.

Er hat mich daraufhin in einigen SEHR WESENTLICHEN PUNKTEN korrigiert, die ich euch nun nicht vorenthalten möchte.
(PS: Ich habe von ihm die Genehmigung erhalten, die jetzt folgenden Informationen von ihm hier im Forum weiterzugeben)

Soviel gleich vorab. Es war kein Grenzdurchbruch von zwei ehemaligen Angehörigen der GT sondern eine lupenreine Fahnenflucht von zwei schwer bewaffneten aktiven Grenzsoldaten.Das steht jetzt wohl fest.
Soweit er später von unserem KC und einem netten Mitarbeiter des MfS (auf mehrfache Nachfrage von ihm) wohl erfahren hat, soll es sich um zwei "auffällig gewordene" Grenzsoldaten aus dem Grenzregiment 1 in Mühlhausen gehandelt haben, die für die Instandhaltung des Grenzmeldenetzes in verschiedenen Grenzkompanien zuständig gewesen sein sollen und sich dadurch auch im Abschnitt Ifta bestens ausgekannt haben sollen.
Es soll sich bei den "beiden Experten" um einen ehemaligen StFw (ehemaliger stellvertretender Nachrichten-Zugführer und einen Nachrichten Uffz gehandelt haben)

Uffz D bekam so gegen 3:45 Uhr die Nachricht von Uffz B (KGSi) die Aufforderung, mit seiner Alarmgruppe sofort den Bereich links neben Tor 79 (für kk0889 und jecki09 nochTor 89) mit der Eule abzuleuchten, da das GSZ-Feld direkt neben dem Tor zweimal hintereinander kurz ausgelöst hatte. Nachdem nach ca. 5 Minuten Uffz D den KGSi über Draht vom B-Turm aus informierte, dass er nichts verdächtiges erkennen könne, bekam er den Befehl mit seiner A-Gruppe sofort vom Turm abzusitzen und das besagte Feld vom K2 aus in Augenschein zu nehmen.
Die A-Gruppe fuhr also sofort zum Tor - Uffz D kontrollierte mit seinem Posten ca. 20 m des K2 während der LO-Fahrer mit seinem Postenführer (Postenpaar 2) in der Zeit der K2-Kontrolle das "offene" Tor 79 absicherte.
Nach weiteren ca. 20 . 25 min war die Kontrolle des K2 mit dem Ergebnis "Grenzverletzer Hase" abgeschlossen.

Zur Info für alle KGSi: zeitgleich bekam der reguläre Posten am K6 Willershäuser Weg den Befehl vom KGSi sofort zum Postenpunkt 538 am K6 zu gehen um diesen zu sichern (kürzester Weg vom GSZ zum GZ-1 in diesem Bereich)

Die A-Gruppe bekam dann den Befehl sich wieder auf den A-Gruppen-Turm zu begeben.
Uffz D hatte gerade wieder seinen Platz im Bett (er hatte seine Ruhepause und Postenpaar 2 hatte Beobachtungsdienst) eine Etage unterhalb der Beobachtungskanzel eingenommen als vom KGSI so gegen 4:30 Uhr Kompanie-Grenzalarm ausgelöst wurde.
Das war dann die besagte Dauerauslösung im Bereich Tor 82
Die A-Gruppe raste also sofort (der LO-Fahrer war übrigens damals aushilfsweise einer der besten LO-Fahrer der Kompanie - der Gefreite Veit K aus dem 1.Zug - als Info an jecki09 und kk0889) zum Postenpunkt 551 (Stangenweg -am K6 also GZ-1) und eigentlich der "kürzeste Fluchtweg"
im "breitesten bzw. tiefsten Grenzabschnitt - in der Länge vom Grenzsignalzaun bis zum ersten Grenzzaun für alle nicht so kundigen..)
Der im Bereich Stange eingestzte Grenzposten am K6 sprintete zum Postenpunkt 554 (Ende eines dicht bewachsenen Waldstückes und erster POP mit freier Sicht vom "Hinterland" zur Grenze) und die Reserve-A-Gruppe besetzte einen ebenfalls grenztaktisch wichtigen Postenpunkt 545 am K6 mit relativ guter Sicht nach links und rechts und zum GZ-1.
Während mittlerweile sich auch alle verfügbaren Kräfte der Nachbarkompanie Neuenhof und der Reservekompanie Schnellmannshausen in Richtung GA Ifta in Bewegung setzten, sicherte die A-Gruppe mit Uffz D wie gesagt den Bereich POP 551, der für alle ortsunkundigen etwas höher lag, als der spätere (durch Offiziere des Grenbatallions / Grenzregiments / MfS festgestellte angebliche Grenzdurchbruchspunkt POP 547/1 ) aber nur ungefähr 30- 40 m von der angeblichen Grenzdurchbruchstelle entfernt lag.

Es soll wohl laut "später festgestellter Spurenlage" so abgelaufen sein, dass die zwei GV (wohlbemerkt in Felddienstuniform gekleidet und mit je einer Kalaschnikov und je einer Makarov bewaffnet) durch das "Vorbeifahren" der A-Gruppe auf dem Kolonnenweg "erstmal gestört" wurden und dann erst einmal vom Kollonenweg freundwärts wieder zurück gewichen sind.
Dort sollen sie wohl ca. 5 Minuten abgewartet haben um sich dann zwischen der Reserve-A-Gruppe am POP 545 und der A-Gruppe am POP 551 "vorbei zuschleichen" und Ruck Zuck über den GZ-1 zu flüchten.
Als Hilfsmittel hatten sie wohl unter anderem eine "Wattearbeitsjacke, Stricke oder Seile und selbst gebastelte Steighilfen dabei.
Und nicht zu vergessen - ihre Bewaffnung.

Es war also rückblickend betrachtet ziemlich eng für meine Kameraden......
Uffz D sagte mir noch, das es wohl gewaltiges Glück war, dass der LO mit besagtem LO-Fahrer so "zügig" an den beiden vorbeigerast war und die beiden "Idioten" (Entschuldigung) die A-Gruppe Gott Sei Dank noch VOR DEM K6 BEMERKT haben........

Wir beide waren uns einig - alle Beteiligten hatten unwahrscheinliches Glück dass es am Morgen des 21.12.1988 keine Toten oder Schwerverletzten gegeben hat....



lutz1961, Lutze, hardi24a, Rothaut, GZB1, jecki09, KK0889, 94, DoreHolm und Waldmeister haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 22:57 | nach oben springen

#52

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 09:05
von berlin3321 | 3.441 Beiträge | 3765 Punkte
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Eine sehr interessante Schilderung.

Danke.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...


hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 09:55
von histoLektDE | 19 Beiträge
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Hallo Ihr Lieben,
mich würde interessieren, ob hierzu etwas aktenkundig irgendwo verfügbar gibt. Berichte vom MfS, der zuständigen GK oder vom BGS. Würde das eventuell gerne mal als Quelle für eine Geschichtsstunde aufbereiten.


hslauch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 10:58
von 80er | 775 Beiträge | 1060 Punkte
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Zitat von histoLektDE im Beitrag #53
Hallo Ihr Lieben,
mich würde interessieren, ob hierzu etwas aktenkundig irgendwo verfügbar gibt. Berichte vom MfS, der zuständigen GK oder vom BGS. Würde das eventuell gerne mal als Quelle für eine Geschichtsstunde aufbereiten.

Ja, sicher! Guckst du hier:
Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988 (2)

PS: zum "300sten" schenke ich mir die hier:



histoLektDE und hslauch haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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Spannend deine Schilderung , aber wart ihr ein nervöser Haufen im Jahr 1988. Während meiner Dienstzeit 1969-9170 habe ich 2 Fahnenfluchten und einen Grenzdurchbruch Ost -West , einen freiwilligen Übertritt West -Ost , 2 Festnahmen im Grenzgebiet erlebt , dazu kommen dann noch bis Herbst 69 die Ständigen Kontrollen der Fahrzeug der Russen , die immer durchs Grenzgebiet fuhren . Dazu hatte ich zig mal Pech , wenn es hieß es sind wieder Rotarmisten in unseren Bereich ,die flüchten , gesehen wurden . Gesehen von der Polizei am KP 2 Km vor der Grenze . Pech für mich ,denn dann hieß es, mit einer zusammengestellten Gruppe bestimmte Waldabschnitte zu durchsuchen. Wenn uns aber schon in dem Bereich wo wir eintrafen , ein SPW der Roten Armee vor den Augen vorbei fährt , dann ging uns allen die Muffe . Aber unser werter Spieß .erst die große Fresse , dann aber als wir in Schützenkette die Gebiete absuchten , war er schön 10 m hinter uns , versteckte sich hinter jeden Baum.
Aber eins muss ich sagen , unserer KC hatte sich und die ganze Kompanie unter Kontrolle , denn als das ganze Theater nach den Durchbrüchen bekannt wurde ,dann stand die ganze Kompanie Stundenlag auf dem Kasernenhof , zwecks pers. Schrankkontrollen durch die angereisten Mitarbeiter vom Regiment . Mfg ratata

Leider finde ich hier bei Google keine Angaben , über die Fahnenfluchten ,bzw Grenzdurchbruch


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zuletzt bearbeitet 16.01.2014 12:07 | nach oben springen

#56

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 14:18
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Zitat von histoLektDE im Beitrag #53
Hallo Ihr Lieben,
mich würde interessieren, ob hierzu etwas aktenkundig irgendwo verfügbar gibt. Berichte vom MfS, der zuständigen GK oder vom BGS. Würde das eventuell gerne mal als Quelle für eine Geschichtsstunde aufbereiten.


Vielleicht Äußert sich TH dazu, nun darf er sich Äußern dazu.


Ufw # Grenztruppen
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#57

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 17:51
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Zitat
....sicherte die A-Gruppe mit Uffz D wie gesagt den Bereich POP 551, der für alle ortsunkundigen etwas höher lag, als der spätere (durch Offiziere des Grenbatallions / Grenzregiments / MfS festgestellte angebliche Grenzdurchbruchspunkt POP 547/1 ) aber nur ungefähr 30- 40 m von der angeblichen Grenzdurchbruchstelle entfernt lag...



Trotzdem oder zum Glück (das hätte ein Feuergefecht mit Toten auf beiden Seiten gegeben, denn die Fahnenflüchtigen hatten nichts zu verlieren) wurden die bewaffneten Fahnenflüchtigen nicht gesehen??

In FD-Uniform mit 311er Wartburg im Hinterland unterwegs??? Waffenausgabe und Dienstauftrag zur GMN-Wartung???


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zuletzt bearbeitet 16.01.2014 17:56 | nach oben springen

#58

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 20:25
von hslauch | 161 Beiträge | 687 Punkte
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@GZB1
Ja du hast durchaus Recht.
2 "nette Herren" im 311-er, die Makarov auf dem schmalen Armaturenbrett, die Krawallnikov zwischen Forder- und Rücksitz auf´m Boden ?
Leider keine Ahnung, wie es im Regiment möglich war, dass die beiden "einfach so" an die Knispeln kommen und dann von Mühlhausen nach Creuzburg bis zum alten Bahnhof fahren.
Es war zwar damals nicht unbedingt ungewöhnlich, dass ein StFw und Uffz in der Felddienst im eigenen Auto vielleicht nach Hause oder zum Abendbrot nach Creuzburg fahren (ich selbst bin mit der ETZ meines Altkameraden Nachrichten-Uffz S. aus Schnellmannshausen stammend damals auch mal in Felddienst nach Eisenach gefahren),
aber die zwei waren "von der ersten Sekunde Ihrer Flucht für mich einfach nur dreist oder wahnsinnig - keine Ahnung.
Die Mitarbeiter des MfS, die Ansprechpartner der Grenzkompanie Ifta, Batallion Regiment etc.(Politnik, StKC, KC usw.), eben alle die was wußten ?? oder was hätten wissen können, haben versucht, die Angelegenheit tot zu schweigen und hielten sich seeeehr bedeckt bei Nachfragen (auch von mir).
Und die, die so zu sagen "draußen" die "Sache" live erlebt haben,wollten, konnten oder DURFTEN über die Sache nicht sprechen -leider.
Denn meiner Meinung nach hätte nur eine sachliche und VOLLUMFÄNGLICHE AUFKLÄRUNG von entsprechender Stelle und vor "versammelter Mannschaft" Klarheit schaffen können - denn WEG waren die beiden so oder so ..................



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#59

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 20:35
von GZB1 | 3.451 Beiträge | 626 Punkte
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Zitat
"...Die Mitarbeiter des MfS, die Ansprechpartner der Grenzkompanie Ifta, Batallion Regiment etc.(Politnik, StKC, KC usw.), eben alle die was wußten ?? oder was hätten wissen können, haben versucht, die Angelegenheit tot zu schweigen und hielten sich seeeehr bedeckt bei Nachfragen (auch von mir)..."



Wohl mit dem Wissen, dass dies bei Kenntnis in der Truppe Schule mit tödlichen Folgen machen könnte.
Außerdem scheinen wohl einige "Sicherungen" versagt zu haben.

Deshalb die Mär über unbewaffnete Ex-Grenzer.


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zuletzt bearbeitet 16.01.2014 20:59 | nach oben springen

#60

RE: Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.01.2014 21:35
von KK0889 | 11 Beiträge
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Sehr gut hslauch,

nun weiß ich nach so vielen Jahren endlich auch näher Bescheid, was damals wirklich ablief. Kleiner Zusatz von mir, der vielleicht einige Fragen löst, die hier gestellt wurden - ich habe seinerzeit von unserem StKC gehört, dass die beiden GV vom Wachdienst in Mühlhausen abgängig waren. Das würde die Bewaffnung erklären. Ob diese Aussage belastbar ist kann ich allerdings nicht garantieren. So glaub ich mich zu erinnern. Wie die "Mühlhausener" allerdings ihren Wachdienst organisierten - keine Ahnung.
@ratata: Ja wir waren 1988/89 ein recht nervöser Haufen. Dies ging aber nicht von uns aus sondern von unserer politischen Führung. Das äußerte sich in den Einsatzbefehlen zum Grenzdienst, die wesentlich verschärft wurden. Es war mächtige Unruhe. Nicht umsonst plante man eine erneute Umstrukturierung der Grenztruppen von der Kompanie- zur Bataillonsgrenzsicherung. Ich interpretier dies heute so, dass sich politisch in der Bevölkerung bereits die "Wende" anbahnte, wovon wir in unseren abgeschotteten Einheiten nicht viel mitbekamen. Ich jedenfalls nicht. Erst, als es mit Ungarn im Sommer 1989 los ging. Da winkte zum Glück bereits mein Abschied.
Bei uns im Abschnitt, wenn man die unmittelbaren Nachbarn mit einbezieht, war auch mehr los als die zwei Grenzdurchbrüche in meiner Dienstzeit. So desertierte Ende 1988 oder Anfang 1989 der KC unserer rechten Nachbarkompanie. Wir hatten auch mindestens zwei Grenzübertritte von West nach Ost. Einen eiskalten Fahnenflüchtigen Uffz aus der NVA, der im Hinterland von Treffurt bereits ein Kleinschrebergartenpärchen erschoss, wo er sich versteckte. Er versuchte sich später unter die Suchkräfte von VP und GT zu mischen und wurde dabei gefasst. Mindestens einen fahnenflüchtigen Russen, wo wir mit Stahlhelm raus mussten, der dann aber bereits im Hinterland abgefangen wurden. Ich kann mich an zahlreiche Meldungen von Fahnenflüchtigen mit Option "Republikflucht" erinnern, da jeder KGSI diese Informationen erhielt. Einmal war sogar einer dabei, mit dem ich zusammen meine Ausbildung an der OH in Suhl absolvierte. Ich bin mir nicht sicher, ob mir so auf die schnelle tatsächlich alle Ereignisse in Meiner Zeit einfielen, es ist lange her.



hslauch, jecki09 und lutz1961 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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