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#41

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 29.01.2018 20:12
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Köstlich Hackel, immer wenn ich deine Texte lese muss ich einen Junggesellen denken, dem sein im Schweiße seines ehrlichen Angesichtes erarbeitetes Lebenswerk später mal eventuell von einer Cousine vierten Grades geerbt wird. Ich lernte ja den Kerl mal...wars vor Jahren in Leipzig kennen und fand ihn voll in die Zeit passend. Ich gehe jetzt in die Heia, musst also nicht unbedingt was drauf texten....fahr besser erst mal ne Runde...meinetwegen bis Basel.

Rainer-Maria



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#42

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 29.01.2018 20:23
von Hackel39 | 3.578 Beiträge | 2671 Punkte
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #41
Köstlich Hackel, immer wenn ich deine Texte lese muss ich einen Junggesellen denken, dem sein im Schweiße seines ehrlichen Angesichtes erarbeitetes Lebenswerk später mal eventuell von einer Cousine vierten Grades geerbt wird. Ich lernte ja den Kerl mal...wars vor Jahren in Leipzig kennen und fand ihn voll in die Zeit passend. Ich gehe jetzt in die Heia, musst also nicht unbedingt was drauf texten....fahr besser erst mal ne Runde...meinetwegen bis Basel.

Rainer-Maria


Rainer, bist nicht auf dem neuesten Stand, die Nichte wird den Jackpott nicht kriegen, wird teilen müssen so wie wir DDRler uns einst unseren bescheidenen Wohlstand geteilt haben, der ein Bruchteil unserer heutigen materiellen Werte ausmachte und trotzdem zufriedene Eisenbahner aufs Gleis brachte.
Mag sein, daß diese fossilen Weisheiten viele hier lächerlich finden aber das Körnchen Wahrheit darin könnte eines Tages mehr hervorbringen als blühende Landschaften wenn in der Rapssaat ein paar revolutionäre Elemente keimen.
Da Du Dich neulich als Defensivrocker geoutet hast, hier Dein Gute Nacht Lied vom weisen Man, gepostet vom Grünschnabel im Karlsruher Vertragshotel.
https://m.youtube.com/watch?v=jBjv3M7aEYM


Rainer-Maria Rohloff und Diskus303 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 29.01.2018 20:36
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Neben vielen anderen Bewegungen, gab es in der DDR auch eine Siebenmeilenstiefel-Bewegung (wahrscheinlich mit dem Ziel der kurzfristigen Erfüllung der Pläne, schon wieder vergessen).
1992 bekam ich eine neue Tätigkeit in einem Dresdner Institut (Kunststoffentwicklung). Ab ca. 1997 erfolgte die Institutsleitung durch einen Westimport. Die obligatorischen wissenschaftliche Pläne erhielten ebenfalls zeitliche Vorgaben. Zu meiner Erheiterung wurden diese Zielvorgaben jetzt mit "Meilensteinen"
bezeichnet.
Ein Schmunzeln legte sich jetzt auf die Gesichter der östlichen Kollegen, der ähnliche Klang kam ihnen doch bekannt vor!



Ehli, Kontrollstreife und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.01.2018 20:37 | nach oben springen

#44

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2018 07:27
von eisenringtheo | 10.462 Beiträge | 4968 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #39
(...)
„Der Plan ist Gesetz, seine Erfüllung unsere Pflicht, die Übererfüllung eine Ehre“
(...)


Das Prinzip mit der Erfüllung und mit der Übererfüllung verstehe ich immer noch nicht so ganz: Wenn ich davon ausgehe, dass sich (zukünftige) Pläne an der aktuellen Leistung orientieren, dann bedeutet es doch, dass eine allfällige Übererfüllung allenfalls marginal sein darf, wenn man sich seine und die Arbeit von Kollegen in der Zukunft nicht erschweren will.
https://youtu.be/ny93JkqIOxA?t=9s


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#45

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2018 09:09
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Und das sagt WIKI dazu:

"Planübererfüllung bezeichnet eine Arbeit, die erfolgreicher erledigt wurde, als es vom zentralen Wirtschaftsplan (in der Regel einem Fünfjahresplan) innerhalb der jeweiligen Arbeitsnorm vorgesehen war. Dementsprechend wurden besonders fleißige Arbeiter vom SED-Staat ausgezeichnet, während sie unter Kollegen als Normbrecher galten, die eine Erhöhung der erwarteten Durchschnittsproduktion provozierten. In der DDR wurden vor allem Frida Hockauf und Adolf Hennecke aufgrund von Planübererfüllung zu Symbolen eines erfolgreichen Arbeiter-und-Bauern-Staats stilisiert.

In späteren Jahren der DDR wurde die Planübererfüllung nach dem offiziellen Motto „Planerfüllung und gezielte Überbietung der Planaufgaben“ bereits fest eingeplant, indem man die ursprüngliche Norm bei der Planverteidigung nicht auf das mögliche Maximum festlegte. Eine Planübererfüllung war nicht zuletzt wegen der dafür gewährten Jahresendprämie notwendig, die Arbeiter und Angestellte oft als festen Einkommensbestandteil betrachteten.

Heutzutage wird der Begriff allenfalls in ironischer Anspielung auf den Sprachgebrauch in der DDR verwendet."

Ja wir standen ständig unter Hochdruck!



zuletzt bearbeitet 30.01.2018 09:10 | nach oben springen

#46

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2018 13:44
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Wie war das doch gleich mit dem Adolf Hennecke?

Wimre hat er von Montag bis Donnerstag vorbereitet und dann am Freitag seine Schichtnorm mit 380 % erfüllt. Hätte er jeden Tag 100 % geschafft wäre die Wochenleistung höher gewesen aber nicht für die Propaganda geeignet.

Im soz. Wettbewerb hatten meist die die Nase vorn, welche am besten tricksen konnten.

In der Erntewoche wo aus Witterungsgründen wenig Leistung kam habe ich geringere Tagesleistungen gemeldet und mir Reseven geschaffen. In der Woche wo es gut lief habe ich dann die Reserven aufgelöst und als Leistung gemeldet. Wochensieg und Geldprämie waren dann sicher. Ich hab die Brüder mit ihren eigenen Methoden ausgetrickst. Die Gesamtleistung hat ja gestimmt und war real.

KS


zuletzt bearbeitet 30.01.2018 17:35 | nach oben springen

#47

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2018 21:38
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Zitat von Bugsy im Beitrag #16
War da auch nicht eine Frau ums Leben gekommen? Das meine ich so in Erinnerung zu haben. Die Einschlagstelle gleich über der Eingangstür konnte man immer noch in 1990 sehen, also dort, wo ausgebessert worden war.

Ich war zur Reseve in Forst auf dem Flugplatz. Da wurde auch über den Fall erzählt. Das Gebäude soll ein Internat oder Studentenwohnheim gewesen sein und zum Zeitpukt des Treffers nicht bewohnt.

KS


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#48

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2018 21:46
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Da soll es glaubhafte Fälle gegeben haben wo beim Bau von Hochhäusern auch schon mal ein Vollgeschoss mehr abgerechnet wurde als real erstellt war.

Das bei Erfolgsmeldungen nach oben immer etwas dazugemogelt wurde war ja allgemein bekannt. Bei Mißerfolgen wurde dann entsprechend kleingeredet.

An der Grenze habe ich mich immer gewundert, dass ich keine Provokation seitens des BGS erlebt habe. Uns wurde ja immer von mehr als 1000 Provokationen/Jahr erzählt. Vielleicht war ich auch zur falschen Zeit am falschen Ort.

KS


Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.01.2018 05:48 | nach oben springen

#49

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2018 23:24
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #48
(...)

An der Grenze habe ich mich immer gewundert, dass ich keine Provokation seitens des BGS erlebt habe. uns wurde ja immer von mehr als 1000 Provokationen/Jahr erzählt. Vielleicht war ich auch zur falschen Zeit am falschen Ort.

KS

Das waren wahrscheinlich kleinere Sachen. Und möglicherweise lag es auch im Ermessen der betreffenden Grenzer, ob sie eine Handlung als Provokation wahrnahmen.
Hier ist sogar eine ganz klare Grenz-Provokation einer Mutter mit Kind, die aber möglicherweise ungewollt vom rapportierenden Grenzaufklärer provoziert wurde


http://www.grenzkommando.de/die-grenzen-der-ddr-2.html


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 10:46
von der alte Grenzgänger | 1.773 Beiträge | 4258 Punkte
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Auch hier.. Danke für`s "hochholen" .. aber bitte beim Thema bleiben..
Danke

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#51

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 11:08
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #44
Zitat von Hackel39 im Beitrag #39
(...)
„Der Plan ist Gesetz, seine Erfüllung unsere Pflicht, die Übererfüllung eine Ehre“
(...)


Das Prinzip mit der Erfüllung und mit der Übererfüllung verstehe ich immer noch nicht so ganz: Wenn ich davon ausgehe, dass sich (zukünftige) Pläne an der aktuellen Leistung orientieren, dann bedeutet es doch, dass eine allfällige Übererfüllung allenfalls marginal sein darf, wenn man sich seine und die Arbeit von Kollegen in der Zukunft nicht erschweren will.
https://youtu.be/ny93JkqIOxA?t=9s
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #44
[quote="Hackel39"|p654730](...)
„Der Plan ist Gesetz, seine Erfüllung unsere Pflicht, die Übererfüllung eine Ehre“
(...)




Die Höchstleistungen hatte noch wir hier schon mal thematisiert Aktivist der ersten Stunde aber manchmal verlegte man eben die sozialistische Planwirtschaft ins Labor und kam dann zu bahnbrechenden Ergebnissen.
Es war wohl auch eine Art Genzerfahrung, was alles geht wenn man sich perfekt präpariert und so hat man solche Leuchttürme eben gebraucht, um den Sozialismus nicht als Irrfahrt begreifen zu müssen, die Steigerungen in der Planerfüllung waren damals so alltäglich, daß man vieles einfach nur nachplapperte ohne groß zu hinterfragen, notfalls auch auf Sächsisch.
Oft führte allein die Lage der Feiertage oder ein warmer Winter schon zu exorbitanten Steigerungen, solche Faktoren wurden aber von den Auftragsstatistikern ignoriert.
Wir im Bahnbetrieb hatten von überfüllten Plänen aber durchaus Vorteile, jemand der selbstverständlich auch den Zug mit vier Stunden Verspätung noch ans Ziel bringt ohne auf Vorbahnhöfen abzuhauen konnte mit der gleichen Selbstverständlichkeit auch vier Stunden vor Feierabend abhauen, wenn nichts mehr zu fahren war wohingegen die Nulltoleranzbahner dann noch im Schuppen die Loks warm hielten und Handlampenbatterien tauschen mußten bis wirklich Feierabend war.


zuletzt bearbeitet 31.01.2018 11:09 | nach oben springen

#52

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 12:42
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Da fällt mir gerade etwas ein:
In unserer Firma gab es einen Teil sehr guter Facharbeiter deren gefertigte Teile nicht
zur Quallitäskontrolle mussten......sogenannte Selbstkontrolleure mit eigenen Gütestempel.
Dafür gab es am Jahresende eine Auszeichnung mit einem Bargeldbetrag........seit Jahren automatisch
wenn die Gütevoraussetzungen erfüllt wurden.
Ab 1986 änderte sich das, ab da musste ein Antrag gestellt werden........wäre ja o.k., aber
auf der Rückseite waren unzählige sogenannte Sowietische Neurermethoden genannt.
Dort sollte man ankreuzen welche Vorbild war und nach welcher man zu den guten Arbeitsergebnissen gekommen ist.

Ich habe alles durchgestrichen und folgende Bemerkung dazu geschrieben:
Sollte sich zufällig eine dieser Methoden mit meiner Arbeitsweise decken ist sie wohl von mir abgekupfert worden,
denn ich arbeite auf dies Weise schon ehe diese Namen bekannt gegeben wurden.


Der Erfolg war, da ich mich störrisch zeigte (wie mir versichert wurde), .....ich musste auf das Geld (150 M/Jahr) verzichten.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 16:32
von furry | 4.750 Beiträge | 6601 Punkte
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Frage an Radio Eriwan: "Ich habe gehört, dass in der DDR eine Fabrik ein Transparent entfernen musste, auf dem die Worte standen: 'Wir arbeiten lieber für zehn Russen, als für einen Amerikaner.' Wie ist das zu erklären?"
Antwort: "Wir sind dieser rätselhaften Sache nachgegangen. Die Erklärung ist sehr einfach. Es handelte sich um eine Sargfabrik."


Frage an Radio Eriwan: "Ist es war, dass man die Partei kritisieren darf?"
Antwort: "Im Prinzip ja, aber es lebt sich in den eigenen vier Wänden angenehmer."


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 31.01.2018 16:33 | nach oben springen

#54

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 19:45
von Hanum83 | 8.670 Beiträge | 15494 Punkte
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Die unverbrüchliche Freundschaft zur Sowjetunion, jedenfalls so lange bis sie dann verbrüchelt ist.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


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#55

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 19:58
von linamax | 2.643 Beiträge | 3124 Punkte
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Nein ,durch die unverbrüchliche Freundschaft zur Sowjetunion wurde man verblödet .


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#56

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 20:05
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Offiziell wurda da ja auch immer von großen Bruder gesprochen. Die Regierungschefs haben sich ja zur Begrüßung immer regelrecht abgeleckt.

Für mich waren es keine Brüder, denn meine Geschwister und ich haben alle die selbe Mutter und denselben Vater.

Für mich waren es auch keine Freunde, denn Freunde suche ich mir selber aus.

KS


thomas 48 und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 22:19
von Freienhagener | 7.776 Beiträge | 17941 Punkte
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Der Russe zum DDR-Deutschen: "Komm, wir teilen briederlich".
Der Deutsche antwortet: "Machen wir lieber Halbe-Halbe".


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


linamax, Kontrollstreife und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.01.2018 22:41 | nach oben springen

#58

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2018 23:12
von eisenringtheo | 10.462 Beiträge | 4968 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #51
(...)
Oft führte allein die Lage der Feiertage oder ein warmer Winter schon zu exorbitanten Steigerungen, solche Faktoren wurden aber von den Auftragsstatistikern ignoriert.
Wir im Bahnbetrieb hatten von überfüllten Plänen aber durchaus Vorteile, jemand der selbstverständlich auch den Zug mit vier Stunden Verspätung noch ans Ziel bringt ohne auf Vorbahnhöfen abzuhauen konnte mit der gleichen Selbstverständlichkeit auch vier Stunden vor Feierabend abhauen, wenn nichts mehr zu fahren war wohingegen die Nulltoleranzbahner dann noch im Schuppen die Loks warm hielten und Handlampenbatterien tauschen mußten bis wirklich Feierabend war.



Bei der Bahn stelle ich mir die Übererfüllung eher schwierig vor.

Mogeln geht auch nicht.


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#59

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 01.02.2018 18:24
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Das energische Durchgreifen des Kontrolleurs beim widerrechtlichen Halteverzicht vor dem permissiven Fahren hat die Personalsituation wohl noch zusätzlich verschärft, zugleich aber zur Qualitätssicherung beigetragen, da war man schon konsequent.
Der Kollege war sicher bei meinem Lokleiter Oswald W. in der Lehre, der betete uns immer vor:
Auf der Strecke eile, eile, auf dem Bahnhof Du verweile.
Schlimmer traf es uns Lehrlinge, die einen mehrzeiligen Grundsatz zur Sicherheit aus der Fahrdienstvorschrift auswendig lernen mußten, wonach wir alle Betriebshandlungen mit der eisenbahntypischen Raschheit aber ohne Übserstürzung zu verrichten hatten und alle zu seiner Handhabung erlassenen Vorschriften zu beachten waren.
Im Alltag selbst war zum Dienstbeginn die tagesaktuelle Arbeitsschutzanweisung schriftlich zu quittieren ( z. B. „Willst Du die Gleise überschreiten, so siehe erst nach beiden Seiten“).
Haarspalterei und Mißverständnisse waren oft Anlaß zu hanebüchenen Diskussionen im Dienstunterricht.
So war unser IfT (Instrukteur für Triebfahrzeuge) der Meinung, daß permissives Fahren ( Schritt bis max. 40 km/. h und auf Sicht) bei extrem unwichtigen Wetter verboten ist, was auch vollkommen korrekt ist, er bestand aber bei der Definiition, was extrem unsichtig bedeutet auf die Formulierung, daß der Triebfahrzeugführer nicht annehmen (wie die fahrschulseiitige Formuulierung lautete) sondern wissen muß, daß der Bremsweg auch bei Schrittgeschwindigkeit nicht mehr ausreichen würde.
Das hat vielleicht genervt und die Alten haben schon absichtlich annehmen gesagt und hatten dann ihren Spaß beim Unterricht, wir Anwärter und Anfänger hatten eben zwei Definitionen, eine für den Kontrolleur der Reichsbahndirektion und eine für Rudi.


zuletzt bearbeitet 01.02.2018 18:25 | nach oben springen

#60

RE: Sprachphrasen und Worthülsen in den Medien der DDR

in Leben in der DDR 01.02.2018 19:03
von eisenringtheo | 10.462 Beiträge | 4968 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #59
(...)
(...)
So war unser IfT (Instrukteur für Triebfahrzeuge) der Meinung, daß permissives Fahren ( Schritt bis max. 40 km/. h und auf Sicht) bei extrem unsichtigen Wetter verboten ist, was auch vollkommen korrekt ist, er bestand aber bei der Definiition, was extrem unsichtig bedeutet auf die Formulierung, daß der Triebfahrzeugführer nicht annehmen (wie die fahrschulseiitige Formuulierung lautete) sondern wissen muß, daß der Bremsweg auch bei Schrittgeschwindigkeit nicht mehr ausreichen würde.
(...)




Eine bei unsichtigem Wetter wohl sehr nützliche Hilfe sind die rot-weiss-roten Markierungen vor Hauptsignalen auf offener Strecke bei den ÖBB, welche die DR in anderer Form schon verwendet hat.
https://www.youtube.com/watch?v=k1HW8H46uS4
Theo


zuletzt bearbeitet 01.02.2018 19:04 | nach oben springen



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