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#521

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 19:29
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Wenn die tatsächlich dran glaubten, dann muß das intellektuelle Niveau der Vortragenden generell geringer gewesen sein, als das der Zuhörenden.
Die Übermacht der Vorgesetzten hat dabei einiges kaschiert, da es besser war, nicht zu widersprechen (was nichts genützt hätte).

Aber mein Eindruck war eher, daß die Referenten genauso formell handelten wie die führenden Genossen in den VEB.
Die wußten schon, daß "der Kaiser nackig war", fügten sich aber selbst und priesen die "neuen Kleider"......


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Hapedi, Kontrollstreife, bürger der ddr und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.11.2017 19:30 | nach oben springen

#522

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 19:31
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Zitat von andyman im Beitrag #517
Mit dem Empfang der Aluplakette mit Sollbruchstelle sollte jeder wissen wozu die gut ist oder?
Da tut sich mir doch gleich mal 'ne Frage auf. Auf der Vorderseite war ja die PKZ eingeprägt unter dem eingefräßten DDR. Doch auf der Rückseite befand sich Rh. Nun, das ist noch nicht die Frage. Das weiß ich das hier Rhesusfaktor gemeint sei. Und nun die Frage, hatte einer von Euch seine Blutgruppe dort auch eingetragen?


ebay.de/itm/160963173514

P.S. @Pitti53 ja natürlich habe ich das 'Machwerk' noch. Ich habe es mir ja auch schließlich während der ersten Stunden im GWA an der OHS ordentlich mittels 'Konspektieren' erschlossen. Leicht sinnfrei zwar aber ich konnte es mir gerade noch verkneifen dafür die Fibonaccifolge ohne Null, also den goldenen Schnitt zu benutzen.

Bei Konspektieren hebt man mittels Unterstreichung, dafür wurde das niegelnagelneue Taktiklineal genutzt, essentielle Textabschnitte hervor. Diese werden idealerweise dann noch mit Randglossen ergänzt. Heute habe ich weniger Hemmungen und mache das mal mit diesem Beitrag und damits nicht ganz so auffällt habe ich nun in jedem Absatz ein Wort zu unterstreichen, dann eins nicht, dann zwei und drei wieder nicht und so weiter mit 5 8 13 21 34 55 89 144 - gut solang ist der Beitrag nun auch nicht. Oder eins nicht, dann eins unterstrichen, zwei nicht, drei unterstrichen ... *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 24.11.2017 20:04 | nach oben springen

#523

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 19:48
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Also ich hatte sie nicht eingetragen (hatte keinen Graveur zur Hand...ha,ha,ha....). Aber jetzt ernsthaft, wer musste denn die Eintragung veranlassen?
Gab es dazu eine Vorschrift? Wie sollte eingetragen werden? Das Ding steckt bei mir immer noch im Wehrpass und erst durch deinen @94 Beitrag wurde mir das mit dem Rh-Wert bewusst. Gab oder gibt es so etwas auch bei der Bundeswehr?

Fragen über Fragen, die der @94 wieder provoziert hat!



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#524

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 19:50
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #518
...Es wurde uns auch so gesagt. Selbst wenn man weiß, daß man nicht lange zu leben hat, so hat man dem Gegner noch so viel wie möglich Verluste beibringen sollen. ...



Uns Muckern hat man gesagt:
"Eine Mot. Schützen- Gruppe hat ihre Aufgabe erfüllt, wenn sie ein gegnerisches MG vernichtet hat"

Rosige Aussichten, oder?
Aber das war sicher nur so ein dussliger Uffz. Spruch- irgendwo an der US gehört- Legende eben ...

Siggi
(PS: Rh- Faktor ist in meiner Hundemarke auch nicht eingeprägt.. könnte vielleicht die konkrete Stelle der Prägung (Schlitz 1,2,3 oder 4) schon die Verschlüsselung sein ?


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#525

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 20:20
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Zitat von der alte Grenzgänger
PS: Rh- Faktor ist in meiner Hundemarke auch nicht eingeprägt.. könnte vielleicht die konkrete Stelle der Prägung (Schlitz 1,2,3 oder 4) schon die Verschlüsselung sein ?

Wohl kaum da die Dinger ja in Massen hergestellt wurden und ein verschlüsselte Angabe der Blutgruppe ja im E-Fall wenig Sinn macht. Auf olle Röhrl's Quattro stand seine A+ ja auch nicht irgendwie kodiert ... upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1..._Quattro_A2.jpg


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#526

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 20:23
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Mir hat mal ein Zugfürer im Ausbildungsregiment den Atemschlauch der Schutzmaske zugedrückt. Er wollter herausfinden ob das Flatterventil funktionierte. Da ich nicht nach Atem gerungen habe, wusste er was los war und sagte Selbstmörder zu mir. Ich habe nur geantwortet: Ob ich gleich oder erst innerhalb der nächsten 24 Stunden sterbe ist doch egal, tot ist tot. Lieber gleich weg, als noch stundenlang dahinvegetieren.

Das sehe ich dann aber doch etwas differenzierter. Die PSA ist ja nie als Überlebenshilfe bei einem Atomschlag gedacht gewesen. In den Arsenalen der NATO und der Warschauer Vertragsstaaten lagerten auch ausreichend chemische Waffen und bei deren Einsatz wäre eine funtionierende TSM schon sehr hilfreich gewesen.
Insofern hatte der Ausbilder nicht ganz Unrecht. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass es während der Ausbildung an der US VI auch eine "aktive" Schutzausbildung in einem verqualmten Raum gegeben hat und da sind einige der besonders cleveren ganz schön ins hüsteln gekommen. Du hättest also mit Deiner Einstellung wahrscheinlich nicht mal einen simplen Brand heil überstanden. Auch bei der Überwindung der Brandbahn fand ich die funktionierende Schnuffi doch eher vorteilhaft

Und mal ehrlich, als junger Mann, der einigermaßen fit war, war doch die Ausbildung, zumindest an der US VI locker zu bestehen. Ich fand nicht, dass das Abverlangte besonders schwer zu meistern war. Es gab auf der US VI natürlich auch US, die völlig untrainiert waren. Auf meiner Bude lag auch so einer, der schaffte am Anfang nicht einen Klimmzug. Wir haben mit ihm trainiert und am Ende schaffte er sogar die Norm. Für sein eigenes Ego war das sehr wichtig. Somit lagen in der Ausbildung eben auch Chancen, sich selbst zu beweisen.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


schulzi, Klauspeter und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#527

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 21:50
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@Klauspeter

Zitat von Klauspeter im Beitrag #519
Sag mal, an welchen Planspielen mit Atomschlag hast Du als Angehöriger der Grenztruppen der DDR teilgenommen ?
Ich meine die Spielchen während der Grundausbildung. Angefangen mit dem Misthaufen über das knüpfen des SPU bis zum Entgiften. Mein SPU war mir wahrscheinlich etwas zu klein und/oder ich zu ungelenk. Irgendetwas war beim Misthaufen nicht bedeckt. Wenn ich dann in etwas gebückter Haltung die untersten Knöpfe geschlossen habe, gingen nach dem Aufrichten die untersten Knöpfe wieder auf. Auf unsere Nachfrage ob ein Anzug aus Hose und Oberteil nicht praktischer wäre, haben wir nur blöde Antworten bekommen. Für diese Spielchen ist ja immer ein angenommener Atomschlag Anlass gewesen. Das beste am SPU war doch, dass die Knöpfe sich gut für die Atominos geeignet haben.
Später im Betrieb wurde ich mal zu einer ZV Übung genötigt, dass war vielleicht eine Lachnummer.

KS


Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#528

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 21:52
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RE: Erzählt mal wieder was • Absender: Klauspeter, Heute 18:21
quote Diesen Beitrag zitieren


@Kontrollstreife schrieb im Beitrag #515:
Bei den Planspielen nach einem Atomschlag war es nicht anders. Haben da wirklich welche geglaubt, das die PSA ein überleben gesichert hätte?


Sag mal, an welchen Planspielen mit Atomschlag hast Du als Angehöriger der Grenztruppen der DDR teilgenommen

Zu oben: Es hätte die Überlebenszeit - oder besser gesagt- Zeit der Handlungsfähigkeit- im Durchschnitt etwas erhöht. Eben nicht z.B. 24 h, dann eben 36 oder mehr Stunden. Militärs können sich bei solchen Überlegungen nicht die geringsten moralischen Bedenken leisten. Ob´s schmeckt oder nicht, aber es ist so und wer völlig sachlich ohne moralische Fesseln überlegt und sich in solche Situationen, wie Menschen unter Extremsituationen handeln können, hineindenkt, wird zu ähnlichen Schlüssen kommen. Und mal selbst überlegt. Schon der eigene Selbsterhaltungstrieb läßt die meisten Soldaten doch zur Plane greifen, wenn es passiert. Keiner weiß doch vorher, welche Auswirkungen die Waffe genau an seinem Ort hat.

Rot: Wes heißt hier Planspiele. Die meisten von uns ware doch zuerst in einer Ausbildungskompanie. Da wurde sowas schon geübt.



zuletzt bearbeitet 24.11.2017 21:53 | nach oben springen

#529

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 21:57
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@Dore Holm

Zitat von DoreHolm im Beitrag #518
Das ist für eine Armeeführung absolut nicht egal. Es wurde uns auch so gesagt. Selbst wenn man weiß, daß man nicht lange zu leben hat, so hat man dem Gegner noch so viel wie möglich Verluste beibringen sollen. Dem ging es übrigens auch nicht anders und so denken auch die NATO-Offiziere. Wenn da jemand gesagt hätte, ich überlebe die nächsten 24 h sowieso nicht und sich in´s Gebüsch verkrümelt hätte, der wäre vom Vorgesetzten gleich erschossen worden und nicht ers 24 h später. Und da hängt doch so mancher noch am Leben, denn die Hoffnung, daß man vielleicht doch als einer der ganz wenigen überleben könnte, ist dann immer noch da, zumindest bei vielen.
Das ist ja das Perfide an der Sache. Damit die hohen Generäle und Politiker noch schnell ihren Schutzraum erreichen können, sollte der einfache Soldat noch seinen Kampfsatz an Waffen verbrauchen. Die Generäle verschieben mit dem Zeigestock am Sandkasten ganze Regimenter und machen schon in Gedanken die Verlußtmeldung. Die kämpfende Truppe ist nur das Schmiermittel für den guten Lauf der Kriegsmaschine.

KS


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#530

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 22:02
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Frage an den Ausbilder:
Was passiert, wenn die Atombombe über uns ausgeklingt wird?
Antwort:
Legen sie sich ganz entspannt auf den Rücken,sie werden diesen Anblick nicht noch mal erleben.
alles klar?


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
Hapedi, Kontrollstreife, Rainer-Maria Rohloff und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#531

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 22:07
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@Freienhagener

Zitat von Freienhagener im Beitrag #521
Wenn die tatsächlich dran glaubten, dann muß das intellektuelle Niveau der Vortragenden generell geringer gewesen sein, als das der Zuhörenden.
Die Übermacht der Vorgesetzten hat dabei einiges kaschiert, da es besser war, nicht zu widersprechen (was nichts genützt hätte).

Aber mein Eindruck war eher, daß die Referenten genauso formell handelten wie die führenden Genossen in den VEB.
Die wußten schon, daß "der Kaiser nackig war", fügten sich aber selbst und priesen die "neuen Kleider"......
Da gab es bestimmt große Unterschiede beim intellektuellen Niveau, aber für dumm verkaufen wollten sie uns schon. Ich hab da auch immer mal provokante Fragen gestellt und da hat man schnell gemerkt wessen Geistes Kind der Vortragende war. Radioaktive Strahlung in entsprechend hohen Dosen wirkt bekanntlich tödlich. Rotlicht in hohen Dosen trübt die Sinne für die Realität und hinterlässt dauerhafte Schäden, bei manchem bis heute.

KS


Hapedi, Freienhagener und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#532

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 24.11.2017 22:16
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@Andy

Zitat von andy im Beitrag #526
Das sehe ich dann aber doch etwas differenzierter. Die PSA ist ja nie als Überlebenshilfe bei einem Atomschlag gedacht gewesen. In den Arsenalen der NATO und der Warschauer Vertragsstaaten lagerten auch ausreichend chemische Waffen und bei deren Einsatz wäre eine funtionierende TSM schon sehr hilfreich gewesen.
Insofern hatte der Ausbilder nicht ganz Unrecht. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass es während der Ausbildung an der US VI auch eine "aktive" Schutzausbildung in einem verqualmten Raum gegeben hat und da sind einige der besonders cleveren ganz schön ins hüsteln gekommen. Du hättest also mit Deiner Einstellung wahrscheinlich nicht mal einen simplen Brand heil überstanden. Auch bei der Überwindung der Brandbahn fand ich die funktionierende Schnuffi doch eher vorteilhaft

Und mal ehrlich, als junger Mann, der einigermaßen fit war, war doch die Ausbildung, zumindest an der US VI locker zu bestehen. Ich fand nicht, dass das Abverlangte besonders schwer zu meistern war. Es gab auf der US VI natürlich auch US, die völlig untrainiert waren. Auf meiner Bude lag auch so einer, der schaffte am Anfang nicht einen Klimmzug. Wir haben mit ihm trainiert und am Ende schaffte er sogar die Norm. Für sein eigenes Ego war das sehr wichtig. Somit lagen in der Ausbildung eben auch Chancen, sich selbst zu beweisen.

Ich war noch 18 und habe 75 kg gewogen und Topfit. War nie ein Sprinter aber sehr ausdauernd. Wir haben auch den Tränengastest gemacht um die Dichtheit der TSM zu prüfen. Auch bei der sogenannten Napalmübung habe ich die Ausrüstung schon als Selbstschutz ordentlich angelegt. Aber beim Häschen hüpf bergauf im Gelände habe ich mir die Schinderei nicht angetan. Wimre sollte die PSA aber vor ABC Waffen schützen.

KS


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#533

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 25.11.2017 00:39
von andyman | 2.896 Beiträge | 5193 Punkte
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #523
Also ich hatte sie nicht eingetragen (hatte keinen Graveur zur Hand...ha,ha,ha....). Aber jetzt ernsthaft, wer musste denn die Eintragung veranlassen?
Gab es dazu eine Vorschrift? Wie sollte eingetragen werden? Das Ding steckt bei mir immer noch im Wehrpass und erst durch deinen @94 Beitrag wurde mir das mit dem Rh-Wert bewusst. Gab oder gibt es so etwas auch bei der Bundeswehr?

Fragen über Fragen, die der @94 wieder provoziert hat!

Gute Frage,aber ernsthaft,wer soll bei einem gefallenen Kameraden die Blutgruppe und den Rhesusfaktor ermitteln und auf der Plakette nachtragen.Das ist bei militärischen Auseinandersetzungen eher nicht der Fall,wobei es schon Sinn gemacht hätte diese Faktoren dort im Vorfeld zu vermerken für den Ernstfall.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#534

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 25.11.2017 18:50
von Klauspeter | 1.283 Beiträge | 1880 Punkte
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #527
@Klauspeter
Zitat von Klauspeter im Beitrag #519
Sag mal, an welchen Planspielen mit Atomschlag hast Du als Angehöriger der Grenztruppen der DDR teilgenommen ?
Ich meine die Spielchen während der Grundausbildung. Angefangen mit dem Misthaufen über das knüpfen des SPU bis zum Entgiften. Mein SPU war mir wahrscheinlich etwas zu klein und/oder ich zu ungelenk. Irgendetwas war beim Misthaufen nicht bedeckt. Wenn ich dann in etwas gebückter Haltung die untersten Knöpfe geschlossen habe, gingen nach dem Aufrichten die untersten Knöpfe wieder auf. Auf unsere Nachfrage ob ein Anzug aus Hose und Oberteil nicht praktischer wäre, haben wir nur blöde Antworten bekommen. Für diese Spielchen ist ja immer ein angenommener Atomschlag Anlass gewesen. Das beste am SPU war doch, dass die Knöpfe sich gut für die Atominos geeignet haben.
Später im Betrieb wurde ich mal zu einer ZV Übung genötigt, dass war vielleicht eine Lachnummer.

KS
Die Logik eines modernen Krieges ist erschreckend, aber sinnvoll.
Die Truppen, die sich im Zentrum eines Raketen-Kernwaffenschlages aufhielten, wären verbrannt, mit und ohne angelegte Schutzausrüstung. Nichts wäre
von ihnen übrig geblieben.

Anders ist die Situation der Truppen außerhalb des Zentrums. Ihre Aufgabe wäre gewesen, das Gelände des KW-Schlages nach einiger Zeit
zu überwinden, um sich dem anrückenden Gegner entgegen zu stellen , oder um ihn zu verrfolgen.
Rollende Fahrzeuge wirbeln Restkernstrahlung auf, die im Gegensatz zur Sofortkernstrahlung noch über einen sehr sehr langen Zeitraum
seine tödliche Wirtkung behält.
Das wäre für Panzertruppen kein Problem gewesen, weil sie im Inneren des Panzers einen Überdruck erzeugen können, der die Träger der
Restkernstrahlung nicht nach innen lässt.
Solche Möglichkeiten hatten die Mot.-Schützen kaum. Ihre Schutzausrüstung - richtig angelegt - hätte durchaus etwas Schutz geboten und
ihnen geholfen, die gestellte Aufgabe zu erfüllen.

Nach erfüllter Aufgabe hätte der Hfw. der Kompanie die bereits erwähnten Dosimeter eingesammelt, an ein Meßgerät angeschlossen und dann die Meldung
abgegeben, ob die Kompanie noch 1, 2, 3 oder mehr Tage einsatzbereit ist, bevor die aufgenommene Radioaktivität ihre Wirkung vollzogen hat...

Das hat alles eine gewisse Logik, ist aber in höchstem Maße unmenschlich.

Auch heute gibt es noch Unmengen von Kernwaffen.
Fallen sie erst einmal, ist fast alles zu spät. Ein solcher Krieg muss in Friedenszeiten
verhindert werden, wenn wir das, worüber ich geschrieben habe, nicht erleben möchten ...



94 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#535

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 25.11.2017 20:49
von Kontrollstreife | 2.240 Beiträge | 15272 Punkte
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@Klauspeter

Zitat von Klauspeter im Beitrag #534
Solche Möglichkeiten hatten die Mot.-Schützen kaum. Ihre Schutzausrüstung - richtig angelegt - hätte durchaus etwas Schutz geboten und
ihnen geholfen, die gestellte Aufgabe zu erfüllen.

Nach erfüllter Aufgabe hätte der Hfw. der Kompanie die bereits erwähnten Dosimeter eingesammelt, an ein Meßgerät angeschlossen und dann die Meldung
abgegeben, ob die Kompanie noch 1, 2, 3 oder mehr Tage einsatzbereit ist, bevor die aufgenommene Radioaktivität ihre Wirkung vollzogen hat...

Du willst doch niemanden weiß machen das man nach 2 oder 3 Tagen mit angelegter Schutzausrüstung noch einsatzbereit gewesen wäre. Selbst nach dem Verzehr der eisernen Ration und dem teilweisen Ablegen der Schutzausrüstung zum sch.... und pinkeln, hätte man kaum noch handeln können. Im Sommer wegen Überhitzung, im Winter wegen Unterkühlung aus Bewegungsmangel. Ich hätte mich da von Niemanden mehr antreiben lassen.

KS


Grenzläufer, bürger der ddr und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#536

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 25.11.2017 22:46
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #518
RE: Erzählt mal wieder was • Absender: Kontrollstreife, Heute 17:32
quote Diesen Beitrag zitieren


Der Politunterricht war doch Platt wie eine Flunder. Wenn ich an die Schulungshefte denke, dann frage ich mich immer noch was die Autoren so für Drogen genommen haben.
Bei den Planspielen nach einem Atomschlag war es nicht anders. Haben da wirklich welche geglaubt, das die PSA ein überleben gesichert hätte? Mir hat mal ein Zugfürer im Ausbildungsregiment den Atemschlauch der Schutzmaske zugedrückt. Er wollter herausfinden ob das Flatterventil funktionierte. Da ich nicht nach Atem gerungen habe, wusste er was los war und sagte Selbstmörder zu mir. Ich habe nur geantwortet:
Ob ich gleich oder erst innerhalb der nächsten 24 Stunden sterbe ist doch egal, tot ist tot. Lieber gleich weg, als noch stundenlang dahinvegetieren.
KS

Das ist für eine Armeeführung absolut nicht egal. Es wurde uns auch so gesagt. Selbst wenn man weiß, daß man nicht lange zu leben hat, so hat man dem Gegner noch so viel wie möglich Verluste beibringen sollen. Dem ging es übrigens auch nicht anders und so denken auch die NATO-Offiziere. Wenn da jemand gesagt hätte, ich überlebe die nächsten 24 h sowieso nicht und sich in´s Gebüsch verkrümelt hätte, der wäre vom Vorgesetzten gleich erschossen worden und nicht ers 24 h später. Und da hängt doch so mancher noch am Leben, denn die Hoffnung, daß man vielleicht doch als einer der ganz wenigen überleben könnte, ist dann immer noch da, zumindest bei vielen.



Hallo KS, 100%ig deiner Meinung. Wir Wehrdienstleistenden der Bundeswehr hätten uns sicher auch nicht weiter antreiben lassen, lieber gleich weg als stundenlang dahin vegetieren. Hatten unsere Vorgesetzten bei der Bundeswehr im Wehrdienst ABC-Alarm ausgerufen "Gefreiter, was machen sie, wenn es zu einem Atomschlag kommt." kam nichts selten als Antwort: "Gar nichts mehr". Ja nach so einem Atomschlag hätte ich mich auch nur noch an einen Baum gesetzt, wahrscheinlich geheult, die Welt nicht mehr verstanden und die letzte sleek can 0, 25l Coca-Cola getrunken. Kontrollstreife.... hättest dich neben mir an den Baum gesetzt, hätte ich meine Cola mit dir geteilt...ganz sicher.
Aber interessant, welche emotionslose Antwort vom user @DoreHolm zu diesem Thema abgegeben wurde. Diesen Satz >>Selbst wenn man weiß, daß man nicht lange zu leben hat, so hat man dem Gegner noch so viel wie möglich Verluste beibringen sollen.<< habe ich mehrmals gelesen, es ist mir eiskalt den Rücken runter gelaufen. Hoffentlich hat dieser Hass auf den Feind einen nicht innerlich komplett zerfressen.

Wir haben bei der Bundeswehr darüber diskutiert, was wäre wenn. Was wäre, wenn wir anderen Deutschen gegenüber stehen. Wir jungen Männer aus Hessen, Soldaten aus
der DDR, die genauso wie wir deutsch sprechen. Irgendeiner sagte mal, man wird sicher mit denen irgendwie ins Gespräch kommen.
Ein Vorgesetzter meinte, "Obergefreiter, sicher werden sie nicht zur Diskussion kommen. Denen wurde der Hass eingeimpft."

Damals dachte ich mir, so ein Blödsinn. Jetzt wird mir einiges klarer. Der Hass wurde tatsächlich eingeimpft. An dem user @Kontrollstreife und vielen anderen ist er glückerweise vorbeigegangen, aber einige haben diesen Hass scheinbar inhaliert, der schon im Kinderalter und später in der Schule eingetrichtert wurde:

dazu Handreichung zur sozialistischen Wehrerziehung, Berlin Ost 1974

Die Erziehung zum Haß steht demzufolge nicht im Widerspruch zu den edlen Zielen des Sozialismus. Haß ist die notwendige Konsequenz aus dem Befreiungskampf der Arbeiterbewegung und aus der Tatsache, daß die Errungenschaften der sozialistischen Staatengemeinschaft heute noch durch den Imperialismus aktiv bedroht werden. Dadurch wird zugleich das Freund-Verhältnis deutlicher, nicht als Geste, sondern als objektiv notwendige Forderung des Klassenkampfes und des Sieges über den Feind. Nicht subjektive Auffassungen und Vorstellungen, sondern konkrete gesellschaftliche Bedingungen bestimmen das Freund- und Feind- Verhältnis. Die Trennungslinie zwischen Freund und Feind ist in erster Linie eine Klassenlinie.

Die entscheidende Fragestellung lautet: Welcher Klasse, welcher Politik dient die Armee? Wir können feststellen, daß die Bundeswehr der BRD eine Armee im Dienste des Monopolkapitals ist, daß Antikommunismus und Revanchismus Wesensmerkmale der politischen Wirklichkeit des Bonner Staates und seiner Armee sind, daß die
Bundesregierung unverrückbar an der NATO festhält.Erklärtes Ziel ist es, besonders den Soldaten der DDR ein Kriegs- und Feindbild zu vermitteln, das in seiner Motivation keineswegs auf die Verteidigung der "sozialistischen Errungenschaften" beschränkt bleibt, sondern von "unauslöschlichem revolutionärem Haß" geprägt wird.
Die Erziehung zum Haß steht nach Auffassung der DDR nicht im Widerspruch zu den Zielen des Sozialismus. Haß wird als notwendige Konsequenz aus dem Befreiungskampf der Arbeiterbewegung verstanden. Nicht subjektive Meinungen und Vorstellungen, sondern konkrete gesellschaftliche Bedingungen bestimmen das Freund-Feind-Verhältnis. (...)

Erst im richtigen gesellschaftlichen Zusammenhang kann das Feindbild eine solche klassenmäßige Ausprägung erfahren, daß die Soldaten der NVA verstehen, daß sie
in der Bundeswehr einem Feind gegenüberstehen, der stark und gefährlich, aggressiv und moralisch skrupellos und barbarisch ist.
Ein solches Feindbild erhebt die Sittlichkeit des militärischen Dienstes in der sozialistischen Gesellschaft um so höher und fördert die Erkenntnis der sittlichen Pflicht, dem sozialistischen Vaterland und der so zialistischen Staatengemeinschaft (...)


https://archive.org/stream/HandreichungW...iehung_djvu.txt


Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:

>>Erst im richtigen gesellschaftlichen Zusammenhang kann das Feindbild eine solche klassenmäßige Ausprägung erfahren, daß die Soldaten der NVA verstehen, daß sie
in der Bundeswehr einem Feind gegenüberstehen, der stark und gefährlich, aggressiv und moralisch skrupellos und barbarisch ist.
<<

Ja wir die Wehrpflichtigen der Bundeswehr waren "gefährlich, aggressiv und moralisch skrupellos und barbarisch", heute kann ich es ja zugeben.
Wir waren so barbarisch, dass wir fast jeden Abend nach Dienstschluss die Kaserne in Zivil verlassen haben und ins Schwimmbad, Cafe, Kino, zum Tennis spielen
oder in die Disco gegangen sind.
Wie waren so aggressiv, dass wir die meisten Wochenenden so früh wie möglich am Freitag in die Zivilklamotten geschlüpft und im alten Golf nachhause gerast sind
um jede Minute mit der Freundin Restfreitag, Samstag und Sonntag zu verbringen....ein ganz klares Zeichen, wir waren Opfer des Monopolkapitalismus
Einer von uns -ich war es leider nicht- war sogar so verroht, dass er seine Freundin im Kofferraum des Privat PKW zum Wochenenddienst mit in die Kaserne schleuste.
Wir waren so skrupelos, dass es tatsächlich Wehrdienstleistende gab, die es beim Manöver in Shilo/Canada gewagt hatten, das Quecksilberfieberthermometer auf 37,5 Grad hochzuschlagen, was stubenkrank bedeutete. Tagsüber haben diese barbarischen Soldaten geschlafen und nach Feierabend sind sie in die nächstliegende canadische Stadt Brandon -natürlich in Zivilklamotten- gefahren um dann Discos und die Brandon Strip Clubs (sehr empfehlenswert) zu besuchen.

Wir hätten keine Chance gegen die Soldaten der NVA gehabt, das war uns immer klar. Aber wir haben gelebt und waren auch nur junge Wehrpflichtige und keine Krieger.


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zuletzt bearbeitet 25.11.2017 23:11 | nach oben springen

#537

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 25.11.2017 22:52
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@ Grenzläufer
ich glaube nicht, dass die überwiegende Mehrheit der Soldaten der GT und der NVA ein so gefestigtes Feindbild hatte wie einige User hier im Forum. Da kann man auch ganz andere Meinungen lesen als die in dem Zitat.

KS


Grenzläufer, bürger der ddr, Zappel-EK-79-2 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#538

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 26.11.2017 00:04
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #534

Nach erfüllter Aufgabe hätte der Hfw. der Kompanie die bereits erwähnten Dosimeter eingesammelt, an ein Meßgerät angeschlossen und dann die Meldung
abgegeben, ob die Kompanie noch 1, 2, 3 oder mehr Tage einsatzbereit ist, bevor die aufgenommene Radioaktivität ihre Wirkung vollzogen hat...



Dein Optimismus ehrt dich,die Wirkung moderner Kernwaffen mit hundertfach stärkerer Wirkung als in Hiroshima läßt aber keinen Zweifel daran das im Kernbereich der Wirkung niemand mehr ein Dosimeter wiederfinden würde.In Hiroshima gab es mehrere Hunderttausend Tote und das war vor mehr als 70 Jahren.
Die Katastrophe von Tschernobyl lehrt uns,selbst Systeme die nicht als Waffe konstruiert wurden haben bei einem GAU eine verheerende Wirkung vor Ort und für eine lange Zeit riesige Gebiete unbewohnbar gemacht.
Insofern können alle Menschen froh sein das bisher niemand den letzten Knopf gedrückt hat für ein Inferno.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#539

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 26.11.2017 00:08
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RE: Erzählt mal wieder was • Absender: Kontrollstreife, Gestern 20:49
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@Klauspeter

Zitat von Klauspeter im Beitrag #534Solche Möglichkeiten hatten die Mot.-Schützen kaum. Ihre Schutzausrüstung - richtig angelegt - hätte durchaus etwas Schutz geboten und
ihnen geholfen, die gestellte Aufgabe zu erfüllen.

Nach erfüllter Aufgabe hätte der Hfw. der Kompanie die bereits erwähnten Dosimeter eingesammelt, an ein Meßgerät angeschlossen und dann die Meldung
abgegeben, ob die Kompanie noch 1, 2, 3 oder mehr Tage einsatzbereit ist, bevor die aufgenommene Radioaktivität ihre Wirkung vollzogen hat...

Du willst doch niemanden weiß machen das man nach 2 oder 3 Tagen mit angelegter Schutzausrüstung noch einsatzbereit gewesen wäre. Selbst nach dem Verzehr der eisernen Ration und dem teilweisen Ablegen der Schutzausrüstung zum sch.... und pinkeln, hätte man kaum noch handeln können. Im Sommer wegen Überhitzung, im Winter wegen Unterkühlung aus Bewegungsmangel. Ich hätte mich da von Niemanden mehr antreiben lassen.
KS


Rot: Du hättest dann keine 5 Minuten mehr gelebt, weil Dich dein Vorgesetzter erschossen hätte. Und wenn es Dir gelungen wäre, ihm zuvorzukommen, hätte es ein Anderer getan.



zuletzt bearbeitet 26.11.2017 00:09 | nach oben springen

#540

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 26.11.2017 00:25
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RE: Erzählt mal wieder was • Absender: Grenzläufer, Gestern 22:46
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #518 RE: Erzählt mal wieder was • Absender: Kontrollstreife, Heute 17:32
quote Diesen Beitrag zitieren

Aber interessant, welche emotionslose Antwort vom user @DoreHolm zu diesem Thema abgegeben wurde. Diesen Satz >>Selbst wenn man weiß, daß man nicht lange zu leben hat, so hat man dem Gegner noch so viel wie möglich Verluste beibringen sollen.<< habe ich mehrmals gelesen, es ist mir eiskalt den Rücken runter gelaufen. Hoffentlich hat dieser Hass auf den Feind einen nicht innerlich komplett zerfressen.

Kann es sein, daß Du damit ausdrücken willst, daß ich emotionslos bin ? Ich habe lediglich die Denkweise von Militärs versucht wiederzugeben, die in Dimensionen rechnen, wenn es um Sieg oder Niederlage, Tod von Tausenden oder deren Überleben geht. Da kann Mitgefühl den Tod von Tausenden der eigenen Leute bedeuten. Lies mal die Thesen von Max Weber zu seinen Definitionen von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Diese oben genannte Denkweise ist quasi die extremste Form der Verantwortungsethik, die sich ein Mensch vorstellen kann, weil es solche Situationen eben geben kann, in denen so entschieden werden muß. Sicher kannst du Dich nicht in die inneren Qualen von militärischen Entscheidungsträgern hineinversetzen, die solche Entscheidungen fällen müssen. Wenn ein ganzes Regiment in ein Gefecht geschickt wird, bei dem vorher schon gewiss ist, daß die Wenigsten überleben werden, aber dadurch das Überleben von größeren Einheiten ermöglichst wird.



Klauspeter und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.11.2017 00:26 | nach oben springen



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