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#141

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 18:17
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Zitat von turtle im Beitrag #127
Doch mit Schwarzgetauschten billiger.

Was heißt denn hier "schwarz getauscht" ?
Die DDR hat doch selbst dieses Geld in den Westen gebracht und bei den Banken zum
"Schwindelkurs" umgetauscht, wenn im Osten das Westgeld knapp wurde.

Haben die denn wirklich angenommen, dass man mit den Scheinen die Bankfilialen tapeziert ?
Es hätte denen doch klar sein müssen, dass das Geld irgendwann und irgendwie in die DDR zurückfließt.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#142

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 18:27
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[quote=94 Und gerade bei Jüngeren fehlt da noch dieses vielbeschworene Bauchgefühl wo Hilfe aufhört und Anstiftung zur Steuerhinterziehung anfängt.[/quote]

Sehe ich auch so. Manche denken mit Übereifer schneller Kariere zu machen. In meinem Fall mit zwei Hemden und einer Hose hatte das wenig mit schmuggeln zu tun. Etwas unbedacht mehr nicht. Hätte ich das wirklich schmuggeln wollen ,hätte ich das anders aus der zollfreien Zone gebracht .Dem erfahrenen Zöllner war das klar. Eine andere Geschichte bin mit meiner 1. Frau über Warschau nach Athen geflogen und hatte da an Zigaretten was erlaubt war für zwei Personen im Koffer. In Hamburg kam mein Koffer ewig nicht in Sicht. Das Band war schon leer ,da kam er .
Kaum hatte ich den Koffer in der Hand ,waren auch schon die Zöllner da. Haben sie etwas zu verzollen? Nein habe ich nicht. Mitkommen und öffnen. Etwas triumphierend entnahm er die Stangen Zigaretten. Moment mal wir kommen aus Griechenland und nicht aus Polen, sind in Warschau nur umgestiegen. Der Koffer wurde in Athen aufgegeben. Nun schaute ich ihn mit einem Grinsen an. Na dann gute Weiterreise ,alles in Ordnung. Polen war damals noch nicht in der EU zum besseren Verständnis. Sicherlich wurde mein Koffer vorher durchleuchtet ,und kam als letzter auf das Laufband. Ich denke dennoch hätte man genauer hingeschaut hätte man erkennen müssen wo der Koffer aufgegeben wurde.


zuletzt bearbeitet 20.04.2015 18:32 | nach oben springen

#143

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 19:58
von zoll (gelöscht)
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Hallo turtle, wenn der Zollbeamte so gefragt hat "Haben sie etwas zu verzollen?" hat er schon einen entscheidenden Fehler gemacht. So wird auch in jeder TV-Schmonzette gefragt. Woher sollst Du als Reisender wissen, was einer Verzollung unterliegt. Das Rasierwasser oder die getragenen Unterhosen? Nein, die korrekte Frage muss lauten "Haben Sie etwas anzumelden?" Mit dieser Frage ist alles abgedeckt. Jetzt kannst Du wahrheitsgemäß antworten, was Du außer den persönlichen Sachen sonst noch im Koffer, Handgepäck oder am Körper mitführst. Nun erst entscheidet der Beamte ob er weiter suchen muss oder ob er verzichtet.

Die Sendung " Achtung Kontrolle" im TV bringt oft interessante und wahrheitgemäße Berichte über Zollkontrollen. Kann man sich ansehen und einiges draus lernen. Wird aber manchmal auch als Schikane angesehen, kommt aber auf die Sichtweise an. Keine Krawallsendung, obwohl vom Privatfernsehen produziert.

Noch ein Wort zu meiner Schießhaltung, die schon einmal von einem Nutzer kritisiert wurde. Als die Aufnahme entstand war ich noch blutjung, beim Übungsschießen war vorgegeben FREISTEHEN - EINHÄNDIG - ENTFERNUNG 25 Mtr. Es ergab sich also die Frage, wohin mit der linken Hand. Ich habe mich für die Anoraktasche entschieden. Nebenbei erwähnt, ich habe eine Urkunde als 2.bester Schütze im ZKom und hätte mich schon wehren können, wenn ......... (weil das mal ein Nutzer angezweifelt hat)

zoll


zuletzt bearbeitet 20.04.2015 20:05 | nach oben springen

#144

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 20:11
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Zitat von zoll im Beitrag #143
Nein, die korrekte Frage muss lauten "Haben Sie etwas anzumelden?"
Mit dieser Frage ist alles abgedeckt. Jetzt kannst Du wahrheitsgemäß antworten, was Du
außer den persönlichen Sachen sonst noch im Koffer, Handgepäck oder am Körper mitführst.
Nun erst entscheidet der Beamte ob er weiter suchen muss oder ob er verzichtet.

...und wie habe mich zu verhalten, wenn die Zollkontrollstelle gar nicht besetzt und weit und
breit kein Zollbeamter zu sehen ist ?

Vorigen Monat, als ich aus Südostasien nach Deutschland zurück kam, war am Frankfurter
Flughafen der Zolldurchgang überhaupt nicht mit Personal besetzt.
Ich hätte Einiges anzumelden gehabt.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 20.04.2015 20:13 | nach oben springen

#145

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 21:57
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Wahrscheinlich hat er so gefragt ,"Haben Sie etwas anzumelden?"


zuletzt bearbeitet 20.04.2015 21:59 | nach oben springen

#146

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 22:15
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Wenn Du z.B. am Flughafen durch das grüne Tor gehst, auch wenn da keiner steht, erklärst Du damit amtlich gesehen, nichts verzollen zu müssen. (Das kann Ärger geben, wenn es nicht stimmte)
Du musst selber durchs rote Tor gehen, wenn Du was zu verzollen hast - selbst wenn da auch keiner steht.



zuletzt bearbeitet 20.04.2015 22:16 | nach oben springen

#147

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 20.04.2015 22:38
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #146
Du musst selber durchs rote Tor gehen, wenn Du was zu verzollen hast - selbst wenn da auch keiner steht.

Ich gehe grundsätzlich durch das rote Tor, weil ich immer etwas anzumelden habe.
Ob da etwas zu verzollen ist, weiß ich nicht immer, aber der Zöllner sagt es mir dann.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 20.04.2015 22:39 | nach oben springen

#148

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 03:52
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Eigentlich wollte ich was zu den Ein-/Ausreiseverfahren aus Sicht eines damaligen Westberliners schreiben. Aber das ist hier wohl nicht mehr das Thema.

Also dann mehr was zur MfS-Sache. Daß die PKE-Mitarbeiter Mitarbeiter des MfS waren, sickerte schon durch. Wer in welcher Funktion sonst noch MfS-Mitarbeiter war, wußten nicht einmal DDR-Bürger. Die DDR beschäftigte auch in Westberlin informelle Mitarbeiter. Werals Westberliner relativ häufig in Ostberlin unterwegs war und sich dazu zeitig bei den zuständigen Büros in Westberlin anmelden mußte, bekam schon mit, daß er in Ostberlin von bis zu drei IM's verfolgt wurde. Selbst harmlose Kontaktaufnahmen zu DDR-Bürgern wurden protokolliert. Da wir damals Mitte der 80er noch ziemlich jung, konaktfreudig und neugierig aufeinander waren (also zw,. 18 und 25), der DDR es schon ziemlich schlecht ging, wurden wir natürlich besonders beäugt. Mancher IM hatte sich rechtzeitig verabschiedet, weil er selbst keine Lust hatte, die Stimmung zu vermiesen. So richtig überzeugt konnte selbst im besser gestellten Ostberlin kaum noch jemand sein, zumindest nicht unter den jüngeren Leuten.

Je mehr der Staat DDR wirtschaftliche Probleme bekam, desto mehr verschärften sich die Grenzkontrollen. Irgendwann verzichtete man ganz auf die Einreisen. Für sowas hatte man dann doch keine Lust mehr, um dafür noch 25 DM zu löhnen, die man eh nicht los wurde und auch keine Lust hatte, sie bei der Staatsbank einzuzahlen. Selbst das Verschenken machte keinen Sinn mehr, denn Ostmark hatten die Leute schon genügend, aber kaufen konnten sie davon nicht wirklich was. Diese restriktive Abgrenzungsspolitik dürfte das Ende noch beschleunigt haben. Da nahm man die IM's kaum noch wichtig. Ernstzunehmende Ideologische Unterstützung seitens der SU war auch nicht mehr zu erwarten. Die Sowjetführung hatten andere Probleme und orientierten sich um. Mit Rücksicht auf das Viermächteabkommen und einer relativen Gesichtswahrung des Ostblocks mußte man noch ein paar Jahre gedulden.

Meine Erinnerung ist:
Je schwieriger die wirtschaftliche Lage wurde, desto unbeholfener reagierte die DDR-Führung, was auch die Einreiseprozeduren betraf. Die formale Eigenständigkeit der DDR stand auf dem Spiel. Die IM's traten zwar stärker in Erscheinung, aber wurden kaum noch ernstgenommen.



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#149

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 04:08
von seaman | 3.488 Beiträge | 23 Punkte
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Zitat von Dogbert im Beitrag #148
Eigentlich wollte ich was zu den Ein-/Ausreiseverfahren aus Sicht eines damaligen Westberliners schreiben. Aber das ist hier wohl nicht mehr das Thema.

Also dann mehr was zur MfS-Sache. Daß die PKE-Mitarbeiter Mitarbeiter des MfS waren, sickerte schon durch. Wer in welcher Funktion sonst noch MfS-Mitarbeiter war, wußten nicht einmal DDR-Bürger. Die DDR beschäftigte auch in Westberlin informelle "inoffizielle"Mitarbeiter. Werals Westberliner relativ häufig in Ostberlin unterwegs war und sich dazu zeitig bei den zuständigen Büros in Westberlin anmelden mußte, bekam schon mit, daß er in Ostberlin von bis zu drei IM's verfolgt wurde. Selbst harmlose Kontaktaufnahmen zu DDR-Bürgern wurden protokolliert. Da wir damals Mitte der 80er noch ziemlich jung, konaktfreudig und neugierig aufeinander waren (also zw,. 18 und 25), der DDR es schon ziemlich schlecht ging, wurden wir natürlich besonders beäugt. Mancher IM hatte sich rechtzeitig verabschiedet, weil er selbst keine Lust hatte, die Stimmung zu vermiesen. So richtig überzeugt konnte selbst im besser gestellten Ostberlin kaum noch jemand sein, zumindest nicht unter den jüngeren Leuten.

Je mehr der Staat DDR wirtschaftliche Probleme bekam, desto mehr verschärften sich die Grenzkontrollen. Irgendwann verzichtete man ganz auf die Einreisen. Für sowas hatte man dann doch keine Lust mehr, um dafür noch 25 DM zu löhnen, die man eh nicht los wurde und auch keine Lust hatte, sie bei der Staatsbank einzuzahlen. Selbst das Verschenken machte keinen Sinn mehr, denn Ostmark hatten die Leute schon genügend, aber kaufen konnten sie davon nicht wirklich was. Diese restriktive Abgrenzungsspolitik dürfte das Ende noch beschleunigt haben. Da nahm man die IM's kaum noch wichtig. Ernstzunehmende Ideologische Unterstützung seitens der SU war auch nicht mehr zu erwarten. Die Sowjetführung hatten andere Probleme und orientierten sich um. Mit Rücksicht auf das Viermächteabkommen und einer relativen Gesichtswahrung des Ostblocks mußte man noch ein paar Jahre gedulden.

Meine Erinnerung ist:
Je schwieriger die wirtschaftliche Lage wurde, desto unbeholfener reagierte die DDR-Führung, was auch die Einreiseprozeduren betraf. Die formale Eigenständigkeit der DDR stand auf dem Spiel. Die IM's traten zwar stärker in Erscheinung, aber wurden kaum noch ernstgenommen.



Klar, auf einen Tagesbesucher aus Westberlin Altersklasse 18 -25 Jahre,kontaktfreudig und und neugierig aufeinander,kamen bis zu 3 IM.
Dann noch die anderen Altersklassen einbezogen.....
Schnell kommt man auf flächendeckend und über 100 000 IM.....inoffizielle,nicht informelle Mitarbeiter!!

seaman


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#150

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 05:11
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Tja, das kam bei einer bestimmten Konstellation vor, wenn der Einreisende eine "Gefahr" bedeutete, weil er intensiven Kontakt (auch familiär bedingt) zu Bürgern der DDR unterhielt. Das betraf ja nicht nur mich, sondern auch die DDR-Kontakte.



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#151

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 09:50
von Georg | 1.146 Beiträge | 2 Punkte
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Zitat von seaman im Beitrag #149
Zitat von Dogbert im Beitrag #148
Eigentlich wollte ich was zu den Ein-/Ausreiseverfahren aus Sicht eines damaligen Westberliners schreiben. Aber das ist hier wohl nicht mehr das Thema.

Also dann mehr was zur MfS-Sache. Daß die PKE-Mitarbeiter Mitarbeiter des MfS waren, sickerte schon durch. Wer in welcher Funktion sonst noch MfS-Mitarbeiter war, wußten nicht einmal DDR-Bürger. Die DDR beschäftigte auch in Westberlin informelle "inoffizielle"Mitarbeiter. Werals Westberliner relativ häufig in Ostberlin unterwegs war und sich dazu zeitig bei den zuständigen Büros in Westberlin anmelden mußte, bekam schon mit, daß er in Ostberlin von bis zu drei IM's verfolgt wurde. Selbst harmlose Kontaktaufnahmen zu DDR-Bürgern wurden protokolliert. Da wir damals Mitte der 80er noch ziemlich jung, konaktfreudig und neugierig aufeinander waren (also zw,. 18 und 25), der DDR es schon ziemlich schlecht ging, wurden wir natürlich besonders beäugt. Mancher IM hatte sich rechtzeitig verabschiedet, weil er selbst keine Lust hatte, die Stimmung zu vermiesen. So richtig überzeugt konnte selbst im besser gestellten Ostberlin kaum noch jemand sein, zumindest nicht unter den jüngeren Leuten.

Je mehr der Staat DDR wirtschaftliche Probleme bekam, desto mehr verschärften sich die Grenzkontrollen. Irgendwann verzichtete man ganz auf die Einreisen. Für sowas hatte man dann doch keine Lust mehr, um dafür noch 25 DM zu löhnen, die man eh nicht los wurde und auch keine Lust hatte, sie bei der Staatsbank einzuzahlen. Selbst das Verschenken machte keinen Sinn mehr, denn Ostmark hatten die Leute schon genügend, aber kaufen konnten sie davon nicht wirklich was. Diese restriktive Abgrenzungsspolitik dürfte das Ende noch beschleunigt haben. Da nahm man die IM's kaum noch wichtig. Ernstzunehmende Ideologische Unterstützung seitens der SU war auch nicht mehr zu erwarten. Die Sowjetführung hatten andere Probleme und orientierten sich um. Mit Rücksicht auf das Viermächteabkommen und einer relativen Gesichtswahrung des Ostblocks mußte man noch ein paar Jahre gedulden.

Meine Erinnerung ist:
Je schwieriger die wirtschaftliche Lage wurde, desto unbeholfener reagierte die DDR-Führung, was auch die Einreiseprozeduren betraf. Die formale Eigenständigkeit der DDR stand auf dem Spiel. Die IM's traten zwar stärker in Erscheinung, aber wurden kaum noch ernstgenommen.



Klar, auf einen Tagesbesucher aus Westberlin Altersklasse 18 -25 Jahre,kontaktfreudig und und neugierig aufeinander,kamen bis zu 3 IM.
Dann noch die anderen Altersklassen einbezogen.....
Schnell kommt man auf flächendeckend und über 100 000 IM.....inoffizielle,nicht informelle Mitarbeiter!!

seaman





3 IM auf einen Tagesbesucher aus Westberlin ? Wieviele IM kamen auf eine Blondine ? Ich meine die ohne Buckel und Brille im Alter von 17 - 25 Jahre, ledig......


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#152

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 09:57
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Zitat von Dogbert im Beitrag #150
Tja, das kam bei einer bestimmten Konstellation vor, wenn der Einreisende eine "Gefahr" bedeutete, weil er intensiven Kontakt (auch familiär bedingt) zu Bürgern der DDR unterhielt. Das betraf ja nicht nur mich, sondern auch die DDR-Kontakte.

Das ist wohl der Zweck von besuchsweisen Einreisen. Viel, viel Arbeit für die IM!!!
Theo


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#153

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 10:59
von Gert | 14.058 Beiträge | 6676 Punkte
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #152
Zitat von Dogbert im Beitrag #150
Tja, das kam bei einer bestimmten Konstellation vor, wenn der Einreisende eine "Gefahr" bedeutete, weil er intensiven Kontakt (auch familiär bedingt) zu Bürgern der DDR unterhielt. Das betraf ja nicht nur mich, sondern auch die DDR-Kontakte.

Das ist wohl der Zweck von besuchsweisen Einreisen. Viel, viel Arbeit für die IM!!!
Theo


wer bezweckte das ?


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#154

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 12:38
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Hallo,
musste man bei Transitreisen eigentlich auch Eintritt ( Zwangsumtausch) bezahlen??
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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#155

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 13:15
von passport | 2.906 Beiträge | 902 Punkte
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Zitat von Marder im Beitrag #154
Hallo,
musste man bei Transitreisen eigentlich auch Eintritt ( Zwangsumtausch) bezahlen??
Mit freundlichen Grüßen Marder




Oje @Marder , haben wir doch schon mehr als einmal hier beschrieben . Die Bundesregierung bezahlte ab dem Inkraftteten des Transitabkommens eine Pauschale an die DDR. Die wurde alle 5 Jahre neu verhandelt.
In den ersten 5 Jahren waren das 235,- Mio DM und in den letzten Jahren 860,- Mio DM.



passport



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#156

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 13:17
von Marder | 1.617 Beiträge | 1033 Punkte
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Wusste ich nicht!!
Bin ja auch nie eingereist nach 1976.
Also wurde pauschal Eintritt bezahlt!!!
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
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#157

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 13:17
von Dogbert | 143 Beiträge
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Zitat von Marder im Beitrag #154
Hallo,
musste man bei Transitreisen eigentlich auch Eintritt ( Zwangsumtausch) bezahlen??
Mit freundlichen Grüßen Marder


Beim Transitverkehr wurde kein Umtausch erhoben.


Oder sagen wir es man korrekt:
Vor dem Grundlagenvertrag, der auch das Thema Reiseerleichterungen beinhaltete, erhob die DDR eine Transitvisumsgebühr von 5 DM. Danach zahlte die Bundesregierung jährlich eine Transitpauschale an die DDR.

Muß mich korrigieren:
Das wurde bereits im Tahmen eines Transitabkommens geändert. Der Grundlagenvertrag kam später.



zuletzt bearbeitet 03.08.2015 13:20 | nach oben springen

#158

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 13:19
von Marder | 1.617 Beiträge | 1033 Punkte
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Genau genommen war die DDR dann eines der ersten Länder mit einer Maut!!
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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#159

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 13:34
von passport | 2.906 Beiträge | 902 Punkte
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Zitat von Dogbert im Beitrag #148
Eigentlich wollte ich was zu den Ein-/Ausreiseverfahren aus Sicht eines damaligen Westberliners schreiben. Aber das ist hier wohl nicht mehr das Thema.

Also dann mehr was zur MfS-Sache. Daß die PKE-Mitarbeiter Mitarbeiter des MfS waren, sickerte schon durch. Wer in welcher Funktion sonst noch MfS-Mitarbeiter war, wußten nicht einmal DDR-Bürger. Die DDR beschäftigte auch in Westberlin informelle Mitarbeiter. Werals Westberliner relativ häufig in Ostberlin unterwegs war und sich dazu zeitig bei den zuständigen Büros in Westberlin anmelden mußte, bekam schon mit, daß er in Ostberlin von bis zu drei IM's verfolgt wurde. Selbst harmlose Kontaktaufnahmen zu DDR-Bürgern wurden protokolliert. Da wir damals Mitte der 80er noch ziemlich jung, konaktfreudig und neugierig aufeinander waren (also zw,. 18 und 25), der DDR es schon ziemlich schlecht ging, wurden wir natürlich besonders beäugt. Mancher IM hatte sich rechtzeitig verabschiedet, weil er selbst keine Lust hatte, die Stimmung zu vermiesen. So richtig überzeugt konnte selbst im besser gestellten Ostberlin kaum noch jemand sein, zumindest nicht unter den jüngeren Leuten.

Je mehr der Staat DDR wirtschaftliche Probleme bekam, desto mehr verschärften sich die Grenzkontrollen. Irgendwann verzichtete man ganz auf die Einreisen. Für sowas hatte man dann doch keine Lust mehr, um dafür noch 25 DM zu löhnen, die man eh nicht los wurde und auch keine Lust hatte, sie bei der Staatsbank einzuzahlen. Selbst das Verschenken machte keinen Sinn mehr, denn Ostmark hatten die Leute schon genügend, aber kaufen konnten sie davon nicht wirklich was. Diese restriktive Abgrenzungsspolitik dürfte das Ende noch beschleunigt haben. Da nahm man die IM's kaum noch wichtig. Ernstzunehmende Ideologische Unterstützung seitens der SU war auch nicht mehr zu erwarten. Die Sowjetführung hatten andere Probleme und orientierten sich um. Mit Rücksicht auf das Viermächteabkommen und einer relativen Gesichtswahrung des Ostblocks mußte man noch ein paar Jahre gedulden.

Meine Erinnerung ist:
Je schwieriger die wirtschaftliche Lage wurde, desto unbeholfener reagierte die DDR-Führung, was auch die Einreiseprozeduren betraf. Die formale Eigenständigkeit der DDR stand auf dem Spiel. Die IM's traten zwar stärker in Erscheinung, aber wurden kaum noch ernstgenommen.




@Dogbert


ich weiß zwar nicht was Du gesehen hast, aber bestimmt keine IM,s. Die Bezeichnung -IM- ist erst 1990 bekannt geworden. Selbst die IM wussten nicht das sie im MfS - Sprachgebrauch als IM bezeichnet wurden. Und hinter jeden Besucher 3 IM mitlaufen zu lassen ist absoluter Blödsinn. Dann müsstest Du ein Fahndungsobjekt mit den entsprechenden Maßnahmen gewesen sein. Das war alles ein bisschen komplizierter wie sich das der normale Durchschnittsbürger denkt. Mir ist auch nicht bekannt das die Abfertigungsprozesse Ausreise / Einreise DDR in den 80ziger grundlegend verändert worden. Da wurde nichts verschäft oder mehr kontrolliert.



passport



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#160

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 03.08.2015 14:24
von eisenringtheo | 10.182 Beiträge | 3700 Punkte
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Zitat von Marder im Beitrag #158
Genau genommen war die DDR dann eines der ersten Länder mit einer Maut!!
Mit freundlichen Grüßen Marder

Ja die Pauschale umfasste nicht nur die Visagebühr, sondern auch die Strassenbenutzungsgebühr, die schon 1951 eingeführt und mehrmals erhöht wurde. Das Abkommen umfasste WIMRE beim Privatverkehr nur den Transit BRD-WB für Reisende mit Fahrzeugen, die in der BRD/WB zugelassen waren. Beim Transit BRD/WB nach anderen Ländern wurden wohl Gebühren erhoben. Für Autos mit Zulassungen in anderen Staaten (CH, A, I usw.) waren auch zwischen der BRD und WB Gebühren zu entrichten.
Wollte man für den Tagesbesuch in Ostberlin das eigene Auto mitnehmen, musste man ab 1977 10DM für die Strassenbenutzung zahlen
https://books.google.ch/books?id=c7oUYNB...n%20DDR&f=false
Theo


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