#1

Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 15:22
von Lutze | 8.033 Beiträge

gab es auch Linkshänder bei euch,
auf den Schießplatz von der linken mit dem Gewehr abdrücken,
gab es als Linkshänder Probleme
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 15:24
von Wolle76 (gelöscht)
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Linkshänder wurden bevorzugt eingestellt da der Klassenstandpunkt im Gegensatz zum RECHTShänder gefestigt war.


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#3

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 15:25
von Rainman2 | 5.757 Beiträge

Hallo Lutze,

gab es. Die Probleme beim Schießen waren eher gering. Man musste halt beim Durchladen mit der linken Hand über die Waffe greifen. Das war die einzige Behinderung. Ansonsten ging das.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 15:39
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #3
Hallo Lutze,

gab es. Die Probleme beim Schießen waren eher gering. Man musste halt beim Durchladen mit der linken Hand über die Waffe greifen. Das war die einzige Behinderung. Ansonsten ging das.

ciao Rainman

Sieste. Da waren die Linkshänder (so wie ich) bei der britischen Armee zu meiner Zeit im Vorteil, da der Ladehebel des SLR (die britische Ausführung des belgischen FN FAL, das deutsche G1) praktischeweise links an der Waffe war.

Aber wurdet ihr nicht im Links- und Rechtsschießen ausgebildet? Es kann doch sein, dass man im Ernstfall um eine rechte Ecke schießen muss, oder? Mit den heutigen "Mickey-Mouse" Gewehren der britischen Armee ist das auch nicht möglich, da sie nur von der rechten Schulter wegen der "Bullpup" Auslegung abgefeuert werden können. Eine Umstellung von rechts auf links wie beim französischen Famas ist nicht möglich.

MsG

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#5

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 15:42
von Fritze (gelöscht)
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Das FN macht jedenfalls mehr Krach ,als die Kaschie ! Da mein Schwiegervater eins besass ,durfte ich damit aufm Schiesstand schiessen.


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#6

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 15:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Ich bin ein"linker" hatte Problem beim schießen. In Prora auf Rügen auf dem Schießplatz hatte ich mit Feuerstoß eine Scheibe zu bekämpfen. Also durchgeladen (mit rechter Hand, da Spanngriff rechts) gezielt und abgedrückt . Bautz , bekam ich den Spanngriff beim zurückfahren voll gegen den linken Wangenknochen geknallt. Habe vor Schreck und Schmerz die Waffe fallen lassen. Große Messe vom Uffz.
Musste dann rechts anlegen, war nicht so passend, hatte schlechte Ergebnisse war ich aber nicht traurig wegen der vorbeugenden, eventuellen Wirkung ( Schusswaffen Gebrauch im grenzdienst)


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#7

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 16:57
von schulzi | 1.757 Beiträge

das einzige problem war nur das ich in der profilausbildung mit dem flammwerfer (lLPO50) älterster sowjetischer bauart rumrennen musste.die mpi brauchte in der zeit nicht.ansonsten kamm ich als linksschütze mit der kalaschnikow gut zurecht.


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#8

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 17:25
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Das ist ja erstaunlich, was ich hier lese.
Wieso wurde ich in der Ausbildung von links auf rechts gedrillt ??
Kam mit links gut klar, mein Ausbilder auf dem Schiessplatz meinte das geht gar nicht und es wird nur mit rechts geschossen.
Da hatte ich zum Anfang ganz schön Probleme und schlechte Trefferquote, logisch.
Es wurde aber mit der Zeit und Übung besser und die Schützenschnur sprang raus.
Zum Eichel schiessen kam ich dann aufgrund der Versetzung nicht mehr.


xxx
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#9

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 18:25
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #8
Das ist ja erstaunlich, was ich hier lese.
Wieso wurde ich in der Ausbildung von links auf rechts gedrillt ??
Kam mit links gut klar, mein Ausbilder auf dem Schiessplatz meinte das geht gar nicht und es wird nur mit rechts geschossen.
Da hatte ich zum Anfang ganz schön Probleme und schlechte Trefferquote, logisch.
Es wurde aber mit der Zeit und Übung besser und die Schützenschnur sprang raus.
Zum Eichel schiessen kam ich dann aufgrund der Versetzung nicht mehr.

Und nun noch mal meine Frage: Warum habt ihr nicht das Schießen von der rechten und auch der linken Schulter geübt? Im Ernstfall kann es wirklich sein, dass man um eine rechte Ecke schießen muss, oder? Bei der britischen Armee wurden beide Varianten ausgiebig in die Ausbildung eingearbeitet, um womöglich tödliche Klemmer beim Vorrücken zum Feind zu vermeiden.

Zudem wurden die Kameraden, die nicht an der Schusslinie aktiv waren dazu angehalten, hinter den schießenden Kameraden hin und her zu laufen, um sie daran zu gewöhnen, Schussgeräusche zu hören und einzuschätzen. Noch schlimmer: Als die Kameraden aus einer Distanz von 300 Yards schossen, mussten wir uns zuweilen bei der 100-Yards Marke flach (und damit meine seeeehr flaach) auf dem Boden legen, während des Schießens, damit wir erfahren konnten, wie es ist, wenn man unter Feuer genommen wird. Eine äußert mulmige Angelegenheit kann ich euch sagen! Da war jeder bemüht, eine rettende Grube mit den Augenwimpern zu erstellen!

Kurz gesagt und mit dem gebotenen Respekt: Ich habe den Eindruck, dass die Ausbildung der NVA respektiv der GT, was Waffen und ihre Anwendung im Ernstfall anbelangt, irgendwie an die Wirklichkeit vorbeiging und weitgehend "theoretisch" war. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#10

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 18:34
von Hansteiner | 1.410 Beiträge

Ich bin Rechtshänder, aber trotzdem schieße ich Links! Warum weiss ich erlich gesagt auch nicht. Früher schon mit dem Luftgewehr, bei der GST im Betrieb in der Lehre, also dann auch mit der AK bei den GT.
Die Ausbilder waren zwar etwas verdutzt, aber sie haben mich gewähren lassen !
Beim Schießen selber gab es für mich keinerlei Nachteile !

Gruß H.



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#11

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 18:42
von Rainman2 | 5.757 Beiträge

Zitat von Bugsy im Beitrag #9
[quote=silberfuchs60|p266433]... Und nun noch mal meine Frage: Warum habt ihr nicht das Schießen von der rechten und auch der linken Schulter geübt? Im Ernstfall kann es wirklich sein, dass man um eine rechte Ecke schießen muss, oder? Bei der britischen Armee wurden beide Varianten ausgiebig in die Ausbildung eingearbeitet, um womöglich tödliche Klemmer beim Vorrücken zum Feind zu vermeiden.

Zudem wurden die Kameraden, die nicht an der Schusslinie aktiv waren dazu angehalten, hinter den schießenden Kameraden hin und her zu laufen, um sie daran zu gewöhnen, Schussgeräusche zu hören und einzuschätzen. Noch schlimmer: Als die Kameraden aus einer Distanz von 300 Yards schossen, mussten wir uns zuweilen bei der 100-Yards Marke flach (und damit meine seeeehr flaach) auf dem Boden legen, während des Schießens, damit wir erfahren konnten, wie es ist, wenn man unter Feuer genommen wird. Eine äußert mulmige Angelegenheit kann ich euch sagen! Da war jeder bemüht, eine rettende Grube mit den Augenwimpern zu erstellen!

Kurz gesagt und mit dem gebotenen Respekt: Ich habe den Eindruck, dass die Ausbildung der NVA respektiv der GT, was Waffen und ihre Anwendung im Ernstfall anbelangt, irgendwie an die Wirklichkeit vorbeiging und weitgehend "theoretisch" war. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

MsG

Hallo Bugsy,

dieser Eindruck ist richtig und ich bestätige ihn auch eindeutig. Es war an anderen Stellen, in anderen Threads schon die Rede davon, dass die Schießausbildung sehr gering und letztlich auch mangelhaft war.

Warum haben wir nicht das Schießen von der rechten Schulter auf die linke Schulter geübt?
Das wurde von den Ausbildern nicht abverlangt. Am Ende der Schießausbildung stand irgendwann ein Schießen, bei dem bestmögliche Ergebnisse erzielt werde sollten. Also hatte man im Interesse des sozialistischen Wettbewerbes und auch der eigenen Belobigungen mit seiner Schokoladenseite zu schießen (zumindest war das Ende 70er und in den 80er Jahren so). Und das bei nur einer Grundübung und einer Schulübung im Halbjahr mit zusammen ca. 30 Schuss.

Anders als Ihr, Bugsy, wurden die Soldaten in der NVA und den Grenztruppen nicht für konkrete Gefechtssituationen an der Waffe ausgebildet. Einige Spezialeinheiten lasse ich da mal außeracht. Das Schießen war lediglich ein Scheibenschießen im offenen Gelände. Das trat einmal zutage, als Laotische Offiziere an der Offiziershochschule in Plauen ausgebildet wurden. Sie fragten, das Konzept des Scheibenschießens vor Augen, was dass solle, denn die Amis kämen nicht über das offene Gelände, sondern durch den Busch. Und so wollten sie auch ausgebildet werden.

Ein Überschießen der eigenen Soldaten als Bestandteil der Ausbildung war nahezu undenkbar, bei den Sicherheitsbestimmungen, die wir hatten. Ich selbst war einmal während eines Schießens in der Feuerlinie in einem dafür gebauten Bunker. Das war das einzige Mal, dass ich das Heranpfeifen von Kugeln und ihr Einschlagen in das Ziel hörte.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.06.2013 18:42 | nach oben springen

#12

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 18:44
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #10
Ich bin Rechtshänder, aber trotzdem schieße ich Links! Warum weiss ich erlich gesagt auch nicht. Früher schon mit dem Luftgewehr, bei der GST im Betrieb in der Lehre, also dann auch mit der AK bei den GT.
Die Ausbilder waren zwar etwas verdutzt, aber sie haben mich gewähren lassen !
Beim Schießen selber gab es für mich keinerlei Nachteile !

Gruß H.

Wie bei mir. Bin Rechtshänder,habe aber trotzdem mit links geschossen. Das lag an meinem linken Auge. Hatte aber keine Probleme mit dem G 3 schießen. Nur mit der Pistole gab es Schwierigkeiten.



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#13

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 18:47
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #10
Ich bin Rechtshänder, aber trotzdem schieße ich Links! Warum weiss ich erlich gesagt auch nicht. Früher schon mit dem Luftgewehr, bei der GST im Betrieb in der Lehre, also dann auch mit der AK bei den GT.
Die Ausbilder waren zwar etwas verdutzt, aber sie haben mich gewähren lassen !
Beim Schießen selber gab es für mich keinerlei Nachteile !

Gruß H.

Ist bei mir genauso. Das liegt daran, daß mein Zielauge das Linke ist. Habe/hatte damit auch null Probleme.
Kannst Du einfach testen. Durch eine runde Öffnung mit beiden Augen gleichzeitig ein Ziel anpeilen. Dann das linke Auge schliessen, das Ziel sollte nicht mehr im Kreis/der Öffnung liegen. Dann nur das rechte Auge schliessen und es sollte alles passen.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#14

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 23.06.2013 22:17
von Boelleronkel (gelöscht)
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Nabend Bugsy....

Rainman hat das Thema ganz gut beschrieben.
Ein Ueberschiessen der eigenen Leute...aus meiner Zeit undenkbar,die Sicherheitsvorschriften waren sehr eng.
Wenn arge verletzungen der Sicherheitsvorschriften vorkamen und das war selten,dann "durfte die Einheit"ins Regiment zurueckfahren!
Du kannst davon ausgehen,das der KC oder Verantwortliche massive Probleme bekam.
Fuer Grenzer gabs ein Postengefechtsschiessen,2 Mann aus der Bewegung,dies wurde aber nach meiner Erinnerung Ende der 70iger eingestellt und die Sache war wohl zu gefaehrlich.
Das Schiessen aus dem Hueftanschlag etc. war nicht angesagt,eher verpoehnt...Wir sind doch nicht im "Wilden Westen"!
Aus meiner Sicht war die Schiessausbildung(was GT betrifft)nur noch auf den "grossen Knall"ausgelegt,die Ziele beim Gefechtsschiessen eines Zuges aus einen Grabensysthem wurden mehr,Hubschrauber-Ziele kamen hinzu und die Ziele kamen gestaffelt immer naeher an das zu verteidigende Grabensysthem heran.
Das Geschehen dauerte etwa um die 25 Minuten,je nach Ausfuehrung.
Einen sogenannten Attellerieueberfall mit Gas-Alarm war immer eingebaut,daran knuepfte das Schiesstraining unter Schutzmaske fuer eine gewisse Zeit an.
Den Abschluss bildeten meisst 2/3 Mann-Scheiben in Entfernung von 25m,die dann mit Immitationshandgranaten zu bekaempfen waren.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Waffen(AK bereits entladen und gesichert)
Alles zusammen,hatte das fuer mich wenig mit der Situation im Grenzeralltag zu tun,sondern der moeglichen Eingliederung der AGTs fuer den "grossen Bums"

Das Linkshaender auf rechts"getrimmt"wurden,war wohl eher der Versuch,die Ergebnisse zu verbessern,probieren geht ueber studieren.
Da gabs mal ne Augenbinde,die schwarze Piratenkappe,irgendwie wurde versucht herrauszufinden worans lag.
Was sollte ein KC machen,wenn die Noten einfach nicht stimmen.
Nachschiessen,weiterueben,so lang die Zeit dies erlaubt.

Nun darfst Du dabei eben auch nicht die vormilitaerische Ausbildung vergessen,die es in der DDR gab.
Also GST,Schiessport,Luftgewehr,KK(Kleinkalieber)....da war ein KC schon mal "dumm"dran wenn seine "Zoeglinge daran nicht oder wenig teilgenommen hatten und oder bereits wussten was Kimme und Korn ist.


Also was das Schiesstraining der GT anbelangt,aus meiner Sicht schlecht fuer "Ihren Grenzdienst"geeignet.Aber das ist nur meine Meinung.
Gruss BO


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 24.06.2013 05:07
von S51 | 3.733 Beiträge

Das lag jedoch sicher auch daran, das mit den Waffen damals auch unter dem Kostenaspekt und der Berücksichtigung des laufenden Dienstbetriebes eine so ausgiebige wie praxisorientierte Schießausbildung nicht möglich war. Sowie überdies jenseits aller praktischen Vorstellungen war.
Die Einheit aus dem Grenzdienst für den einen, maximal zwei Schießtage herauszulösen war schon ein Problem. Denn irgendjemand hat in der Zeit ja Grenzdienst schieben müssen.
Die Schießausbildung orientierte sich mehr an theoretischen Vorgaben aus dem militärischen als dem polizeilichen Bereich. Das war gefühlt wie zu Kaisers Zeiten, bloß mit modernen Waffen.
Alles was mit den realen Umständen auf einem Gefechtsfeld zu tun hatte, war eben auch wieder potentiell gefährlich weil unübersichtlich und blieb aussen vor.
Dazu kam, das normalerweise die Schützen- (und die weitaus mehr) und die Waffenstreuung oft nur den gezielten Schuß auf eine Scheibe an sich aber eben nicht auf einzelne Körperteile zuließen. Wo es die Klappscheibe traf, war halt relativ egal. Die fiel auch um, wenn sie nur der Querschläger irgendwo am Rand erwischte genauso wie beim Treffer im Zentrum.
Beim Pistolenschießen blieb die Ringscheibe halt netterweise stehen bis das Schießen beendet war. Ob mit oder ohne Treffer.
Eigentlich war das einzige praktische Problem für einen Linkshänder der Auswurf der leeren Patronenhülsen. Sowohl bei Pistole wie MPi oder LMG erfolgte der nach rechts oben. Während beim Rechtshänder allenfalls der Schütze rechts neben dir mit den heißen Hülsen zu tun bekam weil er zu nahe war, hatte der Linkshänder durchaus mal mit den Hülsen aus seiner eigenen Waffe zu tun. Schon das Scheppern am Stahlhelmrand kann ganz schön stören aber schlimmer ist eine heiße Hülse im Kragen...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#16

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 24.06.2013 08:29
von utkieker | 2.916 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #3
Hallo Lutze,

gab es. Die Probleme beim Schießen waren eher gering. Man musste halt beim Durchladen mit der linken Hand über die Waffe greifen. Das war die einzige Behinderung. Ansonsten ging das.

ciao Rainman

Nun Rainman,

Ich bin zwar kein Linkshänder aber Linksschütze! Ich konnte also rechts durchladen und war eher mit dem Finger am Abzug als jeder Rechtsschütze - wir waren die Schnellsten
Ich war zwar zu Beginn meiner "Millitärkarierre" RPG- Schütze wurde aber als Linksschütze wieder zum normalen MPi- Schützen.
Die RPG- Panzerfaust ließ sich doch zweckmäßiger von einem Rechtsschützen bedienen (Visiereinrichtung)

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#17

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 24.06.2013 08:49
von Hansteiner | 1.410 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #16
Zitat von Rainman2 im Beitrag #3
Hallo Lutze,

gab es. Die Probleme beim Schießen waren eher gering. Man musste halt beim Durchladen mit der linken Hand über die Waffe greifen. Das war die einzige Behinderung. Ansonsten ging das.

ciao Rainman

Nun Rainman,

Ich bin zwar kein Linkshänder aber Linksschütze! Ich konnte also rechts durchladen und war eher mit dem Finger am Abzug als jeder Rechtsschütze - wir waren die Schnellsten
Ich war zwar zu Beginn meiner "Millitärkarierre" RPG- Schütze wurde aber als Linksschütze wieder zum normalen MPi- Schützen.
Die RPG- Panzerfaust ließ sich doch zweckmäßiger von einem Rechtsschützen bedienen (Visiereinrichtung)

Gruß Hartmut!


Deine Aussagen kann ich nur bestätigen! Im Prinzip wars doch den KC egal, Links/Rechts, Hauptsache am Ende stimmte das Ergebnis !!!
Auch die anwesenden Offz. des Bat.-St. haben keine Einwände gehabt.

Gruß H.



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#18

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 24.06.2013 09:01
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #16
Zitat von Rainman2 im Beitrag #3
Hallo Lutze,

gab es. Die Probleme beim Schießen waren eher gering. Man musste halt beim Durchladen mit der linken Hand über die Waffe greifen. Das war die einzige Behinderung. Ansonsten ging das.

ciao Rainman

Nun Rainman,

Ich bin zwar kein Linkshänder aber Linksschütze! Ich konnte also rechts durchladen und war eher mit dem Finger am Abzug als jeder Rechtsschütze - wir waren die Schnellsten
Ich war zwar zu Beginn meiner "Millitärkarierre" RPG- Schütze wurde aber als Linksschütze wieder zum normalen MPi- Schützen.
Die RPG- Panzerfaust ließ sich doch zweckmäßiger von einem Rechtsschützen bedienen (Visiereinrichtung)

Gruß Hartmut!



Da stimme ich mit Hartmut voll überein.Bin auch Linksschütze und habe die Handgranate auch mit links geworfen.Man brauchte als Linksschütze nicht über die Waffe greifen um durchzuladen.Bei der RPG wäre das ein Problem,da hätte man nach links über die RPG drüber weg schauen müssen um durchs Visier zu schauen.Als Linksschütze gab es oder könnte es bei der MPi ein leichtes Problem geben und zwar wenn man beim Schießen den Zeigefinger am Abzug hat und den Daumen nach oben hat.Wenn dann der Durchladebügel jedes Mal zurück schnappt,könnte es etwas weh tun.


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#19

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 24.06.2013 10:35
von EK82I | 869 Beiträge

Mit links war das kein Problem,mit rechts wärs eines geworden,bei den Handgranaten wär es die Selbstvernichtung gewesen.Ob das in der Ausbildung ein Problem war,nach der langen Zeit keine Ahnung mehr.Ich denke mal,"befehlsmässig" das anzuordnen,hätte eher zu Katastrophen führen können.Für mich wäre mit rechtsseitig nichts zu machen gewesen.


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#20

RE: Linkshänder bei den Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 25.06.2013 21:24
von jecki09 | 422 Beiträge

Ich bin Linkshänder, der "umgepolt" wurde, d.h. ich musste mit rechts schreiben lernen. Meine Eltern sagten immer: Alles kannst du mit Links machen, nur schreiben mit Rechts. Eine schöne Handschrift habe ich jedoch nie gehabt.

Probleme hatte ich bei der Armee, insbesondere beim Schießen nicht. Ich konnte auch mit rechts schießen.

Geholfen hatte mir - für meine Beidhändigkeit - die Berufsausbildung als Werkzeugmacher. Alle Maschinen sind für Rechtshänder ausgelegt. Daher musste ich, ob ich wollte oder nicht, lernen wie ein Rechtshänder zu arbeiten.
Meine Feinmotorik ist dennoch mit Links besser und sollte ich einen Ball mit rechts werfen, geht lieber weit, weit weg .


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