#21

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.08.2009 11:08
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von CaptnDelta
Zitat von dein1945
...nur mit der Steuer und Versichrung nahmen sie es nicht so genau.

Nimm's nicht persoenlich, hier isses auch nicht anders. Inzwischen wird langsam die 'Uninsured Motorist Insurance' (sowas wie "Versicherung gegen unversicherte Verkehrsteilnehmer") zur Pflichtversicherung in Californien.
-Th

Na da lesen wir uns schon wieder, in Deutschland gibt es schon lange einen Dachverband aus allen Versicheren, der diese Schäden reguliert, ist in Hamburg,

Schönen Tag


nach oben springen

#22

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.10.2009 17:00
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Zitat von dein1945
Mir wurde erklärt wegen nicht Benutzung der rechten Fahrbahn müßte ich, die besagten 10,00 DM zahlen, ich hab;s getan nur um schnell weiter zu kommen, ich fuhr zu dieser Zeit einen VW-Käfer, hinter uns wurde ein Mercedes mit Essener Kennzeichen gestopt, eine Frau am Steuer. Ich hatte sie schon längere Zeit immer hinter mir (LINKS), auch sie durfte zahlen allerdings 30,00 DM.
Aber es gab auch nette Erlebnisse, nach dem Endspiel der Fussball WM 1974, hatten wir lange ferngesehen und uns dann schlafen gelegt, konnten aber nicht einschlafen, am nächsten Morgen wollte ich mit meiner damaligen Verlobten nach OB fahren, wir haben da geheiratet. Durch das nicht einschlafen können sind wir schon gegen 2.00Uhr morgens aufgebrochen, unterwegst die Autobahn war leer überkam mich die totale Müdigkeit es muß gegen 4.00Uhr gewesen sein, ich auf den nächsten Parkplatz, Kofferraum auf zwei Decken geschnapt, die Liegesitze runter und ehe ich mich versehen hatte schlief ich fest ein. Ich wurde wieder wach als an das Seitenfenster geklopft wurde, dort stand ein älterer Vopo, ich die Scheibe runter, da meinte er es wird jetzt Zeit weiter zu fahren. Ich schaute auf die Uhr es war 7. Ich habe DANKE gesagt und habe mich schleunigst in Bewegung gesetzt. Nachher sagte meine Frau, du die stehen schon seit zwei Szunden hier und haben auch geschlafen, nur meine Frau nicht. Ich hatte doch etwas Bammel, was passiert in Marienborn, fünf Stunden für die Strecke, etwas viel. Am Kontrollpunkt wurde ich anscheinend schon erwartet, mürrisch nach dem Pass und Visum gefragt, aber dann kam ein befreiendes Lachen, na ausgeschlafen nach der langen Nacht. Ich konnte weiterfahren und wir waren sehr erleichtert. Als Anhang zeige ich die vielen Stempel im Pass.



Glück gehabt! Habe gerade folgenden Beitrag des SPIEGEL von 1982 entdeckt. Sehr interessant! Aus ihm ist ersichtlich, daß unterschiedliche Höhen des Bußgelds durchaus durch die DDR-Gesetze gedeckt waren.

Das "Schläfchen" allerdings, hätte teuer werden können...

In Antwort auf:
..So bleiben Autofahrer, die auf entlegenen Halteplätzen an den Transitstrecken ein Nickerchen halten, selten ungestraft. Ihm seien Fälle bekannt, berichtet Harald Lehmann von der Zentralen Melde- und Beratungsstelle des West-Berliner Innen-Senators, in denen Vopos für verbotene Tätigkeiten auf Transitparkplätzen - dazu zählt der Mittagsschlaf entlang der F 5 zwischen Lauenburg und Berlin - bis zu 150 Mark kassierten.

Die Ordnungsstrafen können für das gleiche Delikt sehr unterschiedlich ausfallen: Die Vopos sind nicht an einen präzisen Bußgeldkatalog gebunden. Interne Dienstanweisungen enthalten lediglich ungefähre Vorgaben für die Berechnung der Strafgelder.

Im Ordnungswidrigkeitsgesetz der DDR findet sich etwa die Bestimmung, beim Verpassen von Strafzetteln seien "die persönlichen Verhältnisse des Rechtsverletzers" zu berücksichtigen. Und das heißt: Mercedes-Fahrer sind im innerdeutschen Verkehr meist schlechter dran als Besitzer eines 2 CV.

Erst kürzlich empörte sich der ehemalige Rias-Nachrichtensprecher Heinz Petruo in Axel Springers "Berliner Morgenpost" über eine Vopo-Streife, die ihn auf der Fahrt von Berlin nach Hirschberg in der Nähe von Dessau gestoppt hatte. Weil der frühere Rias-Mitarbeiter mit seinem Rover zwölf Stundenkilometer schneller gefahren war, als die Volkspolizei erlaubt, mußte er 50 Mark blechen...



Quelle:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument...283&top=SPIEGEL


zuletzt bearbeitet 08.10.2009 17:03 | nach oben springen

#23

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 26.01.2010 11:57
von Oberkellner | 36 Beiträge

Meine Erfahrungen sind da auch ziemlich vielfältig,ich war über Jahre zwischen Berlin u. Westdeutschland bzw. Holland im Speisewagen unterwegs,am schwierigsten empfand ich dabei kurioserweise die Thematik BGS Beamte an den GÜST !

Es war immer so ein Problem,nicht falsch zu reagieren,wenn da Fragen kamen,häufig gab es auch Arroganz pur,so nach dem Motto-wollte ihr den Pass wirklich zurück-naja ein paar Mal war das ja lustig,aber irgendwann nervig !
Dabei gab es große regionale Unterschiede,die meisen Sorgen,gab es da Richtung München,in Ludwigstadt,kaum Streß dagegen bei den Leuten Richtung Hamburg !!
Ganz klar,gab das damals viele Gründe für Theater,ich werde demnächst ein paar Dinge aufschreiben aus dwer Zeit,erstmal wieder Grüße vom

Oberkellner !!


nach oben springen

#24

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.03.2010 23:01
von peterb (gelöscht)
avatar

Zitat von Oberkellner
Meine Erfahrungen sind da auch ziemlich vielfältig,ich war über Jahre zwischen Berlin u. Westdeutschland bzw. Holland im Speisewagen unterwegs,am schwierigsten empfand ich dabei kurioserweise die Thematik BGS Beamte an den GÜST !

Es war immer so ein Problem,nicht falsch zu reagieren,wenn da Fragen kamen,häufig gab es auch Arroganz pur,so nach dem Motto-wollte ihr den Pass wirklich zurück-naja ein paar Mal war das ja lustig,aber irgendwann nervig !
Dabei gab es große regionale Unterschiede,die meisen Sorgen,gab es da Richtung München,in Ludwigstadt,kaum Streß dagegen bei den Leuten Richtung Hamburg !!
Ganz klar,gab das damals viele Gründe für Theater,ich werde demnächst ein paar Dinge aufschreiben aus dwer Zeit,erstmal wieder Grüße vom


richtung münchen,da war die bayrische grenzpolizei zuständig.

Oberkellner !!


nach oben springen

#25

Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.03.2010 21:36
von thomas.s (gelöscht)
avatar

Hallo,
ich habe vor längerer Zeit angefangen, mich mit dem Thema Mauer/Grenze zu beschäftigen. Hier kommt mir das Forum gerade recht, da sich hier schon viele meiner offenen Fragen klären konnten. Einige Fragen sind bei mir noch offen, und ich hoffen, hier die Antworten zu finden. Vorweg jetzt schon vielen Dank!

Meine Frage betrifft das Thema Transit von und nach West-Berlin. Bei meinem letzten Besuch im Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen bin ich in einem Ausstellungsraum auf diese Foto gestoßen. Hier wird der Einsatz von Gammastrahlen bei der Grenzabfertigung gezeigt. Wie war das bei der Transitabfertigung zwischen West-Berlin und dem Bundesgebiet? Wurden diese Strahlen an jedem Grenzübergang benutzt? Wie war das bei Bussen; also wenn eine Busreise in den Transit fuhr? Bei der Gelegenheit stellt sich mir die Frage, wie die Abfertigung überhaupt erfolgte. Ich kann mich hier noch daran erinnern, dass man seinen Ausweis auf ein Laufband legte bzw. tat das ein Grepo. Was wurde dann gemacht? Wie erfolgte hier die Überprüfung? Mir ist z.B. bekannt, dass einigen Reisenden die Durchreise als Transit (!) durch die DDR versagt worden ist.

Angefügte Bilder:
img_7047.jpg

PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#26

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.03.2010 21:42
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Willkommen im Forum thomas,s.

Ich glaube zum Thema Gammakanone oder Gammastrahlen hatten wir im Forum schon ein paar Beiträge. Versuch es doch mal über die Funktion Suche.

Mike59


nach oben springen

#27

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 04.08.2010 13:27
von Penguin51 (gelöscht)
avatar

Bei einem toedlichen Unfall auf der Berlin Transitstrecke, wie - und von wem - wurde den Toten den allierten in West Berlin uebergeben? Ich denke an einen Fall von Dezember 1975.


nach oben springen

#28

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 15:21
von PKE | 149 Beiträge

Sicher etwas verspätet. Mein Sachbuch "Guten Tag, Passkontrolle der DDR" gibt im Einzelnen viele Antworten auf einige Fragen (auch "Gamma-Strahlen".


CAT, 94 und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#29

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 18:06
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Mein Schwager hatte sich nichts bei gedacht ,als er einen Kontrollierenden in der Güst Marienborn , die Frage stellte ,Wie geht's denn ihrer Frau
Damit hatte er die Arsc.. karte gezogen , Immer wenn er auf Transit Berlin West - Bundesrepublik . war durfte er sich für längere Zeit in der Güst aufhalten .
Als die Schwiegereltern noch lebten , dann waren die Geburtstagsfeiern im Kreise der Rentner, die in den Westen fahren durften, mit Erlebnisberichten von den Kontrollen im Zug an der Kontrollstelle Marienborn , ausgefüllt . Da kannten die Rentner schon die Eigenarten der kontrollierenden Damen oder Herren, Besonders hatten sie eine Rothaarige kontrollierende Dame immer wieder im Gespräch , diese war angeblich, einen Bestie ,wenn sie kontrollierte .
Auch gab es oftmals Diskussionsstoff , wenn sie sich abgesprochen hatten , an dem bestimmten Tag zusammen in den Westen zu fahren .
Jedoch klappte es nicht immer , weil sie bei der Antragstellung zu unterschiedlichen Tagen Im VPKA ihren Antrag stellten . Aber unter Rentnern spricht sich ja alles rum , so sagte man , leg 5o Mark in den Reisepass rein und dann bekommst den gewünschten Tag eingetragen . ratata


nach oben springen

#30

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 20:05
von CAT | 351 Beiträge

Es war schon immer etwas teuerer, einen Mercedes zu fahren

Zitat von Gast im Beitrag #22

Zitat von dein1945
Mir wurde erklärt wegen nicht Benutzung der rechten Fahrbahn müßte ich, die besagten 10,00 DM zahlen, ich hab;s getan nur um schnell weiter zu kommen, ich fuhr zu dieser Zeit einen VW-Käfer, hinter uns wurde ein Mercedes mit Essener Kennzeichen gestopt, eine Frau am Steuer. Ich hatte sie schon längere Zeit immer hinter mir (LINKS), auch sie durfte zahlen allerdings 30,00 DM.
Aber es gab auch nette Erlebnisse, nach dem Endspiel der Fussball WM 1974, hatten wir lange ferngesehen und uns dann schlafen gelegt, konnten aber nicht einschlafen, am nächsten Morgen wollte ich mit meiner damaligen Verlobten nach OB fahren, wir haben da geheiratet. Durch das nicht einschlafen können sind wir schon gegen 2.00Uhr morgens aufgebrochen, unterwegst die Autobahn war leer überkam mich die totale Müdigkeit es muß gegen 4.00Uhr gewesen sein, ich auf den nächsten Parkplatz, Kofferraum auf zwei Decken geschnapt, die Liegesitze runter und ehe ich mich versehen hatte schlief ich fest ein. Ich wurde wieder wach als an das Seitenfenster geklopft wurde, dort stand ein älterer Vopo, ich die Scheibe runter, da meinte er es wird jetzt Zeit weiter zu fahren. Ich schaute auf die Uhr es war 7. Ich habe DANKE gesagt und habe mich schleunigst in Bewegung gesetzt. Nachher sagte meine Frau, du die stehen schon seit zwei Szunden hier und haben auch geschlafen, nur meine Frau nicht. Ich hatte doch etwas Bammel, was passiert in Marienborn, fünf Stunden für die Strecke, etwas viel. Am Kontrollpunkt wurde ich anscheinend schon erwartet, mürrisch nach dem Pass und Visum gefragt, aber dann kam ein befreiendes Lachen, na ausgeschlafen nach der langen Nacht. Ich konnte weiterfahren und wir waren sehr erleichtert. Als Anhang zeige ich die vielen Stempel im Pass.


Glück gehabt! Habe gerade folgenden Beitrag des SPIEGEL von 1982 entdeckt. Sehr interessant! Aus ihm ist ersichtlich, daß unterschiedliche Höhen des Bußgelds durchaus durch die DDR-Gesetze gedeckt waren.

Das "Schläfchen" allerdings, hätte teuer werden können...

Zitat
..So bleiben Autofahrer, die auf entlegenen Halteplätzen an den Transitstrecken ein Nickerchen halten, selten ungestraft. Ihm seien Fälle bekannt, berichtet Harald Lehmann von der Zentralen Melde- und Beratungsstelle des West-Berliner Innen-Senators, in denen Vopos für verbotene Tätigkeiten auf Transitparkplätzen - dazu zählt der Mittagsschlaf entlang der F 5 zwischen Lauenburg und Berlin - bis zu 150 Mark kassierten.

Die Ordnungsstrafen können für das gleiche Delikt sehr unterschiedlich ausfallen: Die Vopos sind nicht an einen präzisen Bußgeldkatalog gebunden. Interne Dienstanweisungen enthalten lediglich ungefähre Vorgaben für die Berechnung der Strafgelder.

Im Ordnungswidrigkeitsgesetz der DDR findet sich etwa die Bestimmung, beim Verpassen von Strafzetteln seien "die persönlichen Verhältnisse des Rechtsverletzers" zu berücksichtigen. Und das heißt: Mercedes-Fahrer sind im innerdeutschen Verkehr meist schlechter dran als Besitzer eines 2 CV.

Erst kürzlich empörte sich der ehemalige Rias-Nachrichtensprecher Heinz Petruo in Axel Springers "Berliner Morgenpost" über eine Vopo-Streife, die ihn auf der Fahrt von Berlin nach Hirschberg in der Nähe von Dessau gestoppt hatte. Weil der frühere Rias-Mitarbeiter mit seinem Rover zwölf Stundenkilometer schneller gefahren war, als die Volkspolizei erlaubt, mußte er 50 Mark blechen...



Quelle:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument...283&top=SPIEGEL



nach oben springen

#31

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 21:08
von Major Tom | 851 Beiträge

Ich bin damals fast woechentlich Berlin-Westdeutschland gefahren, wir waren damals sehr viel auf Montage. Einmal habe ich Nachts auf der Raststaette Michendorf im vorbeilaufen in einem Gebuesch eine gluehende Zigarettenkippe gesehen, so als wenn da gerade jemand dran ziehen wuerde. Meinen Chef darauf angesprochen meinte der nur ''Du spinnst'' Gefahren sind wir immer mit einem Kleintransporter, hinten immer ein heilloses Chaos mit all den Maschinen, Mischer, Moertelkuebe usw. Da wurde auf der Baustellen nur reingeworfen was reingeht und erst in der Firma in Berlin aufgeraeumt, man wollte ja schliesslich nach Hause. Wir hatten uns oft ausgemalt wenn wir in Dreilinden ankamen dass es diesmal wieder einer geschafft haette hinten im Werkzeug zu fliehen, es hat ja nichtmal jemand der Grenzer durch die Fensterscheiben geschaut, die Transitkontrollen waren immer vollkommen relaxt. Fuer mich als recht junger Bengel waren diese Fahrten schon recht aufregend, gerade die erste Fahrt da ich ja kurz vorher erst aus der DDR freigekauft wurde und ich nicht wusste wie die bei der Einreise reagieren wuerden. Aber es war so als wenn die mich garnicht kennen wuerden... Nur einmal mussten wir frueh am Morgen in Drewitz eine ganze Weile warten als mein Chef auf die Frage ''hamse Kinder bei?'' antwortete: ''jo Meister, die ganze Rueckbank voll!!''


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
nach oben springen

#32

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 21:14
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Major , was denkste wohl was da gequalmt hat , oder wer da gelegen hat , Wenn wir längere zeit auf der A2 mal Pause machten , dann hieß es fahren sie bitte weiter .
Wer mußte schon mal auf den Rastplätzen der transitstrecken in den Wald . waren da nicht immer schöne ausgebaute Beobachtungshöhlen ratata


PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#33

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 21:35
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #32
@Major , was denkste wohl was da gequalmt hat , oder wer da gelegen hat , Wenn wir längere zeit auf der A2 mal Pause machten , dann hieß es fahren sie bitte weiter .
Wer mußte schon mal auf den Rastplätzen der transitstrecken in den Wald . waren da nicht immer schöne ausgebaute Beobachtungshöhlen ratata



Mir war schon klar dass ich da jemanden im Gebuesch gesehen hatte, einen richtigen Reim konnte ich mir erst spaeter draus machen. Lustig fand ich immer welchen Aufwand die da betrieben hatten um ihre Mausefallen zu verstecken. Die haben da Loecher in Boeschungen reingegraben nur damit da ein Polizeiauto reinpasst...

Mir faellt da noch eine Begebenheit ein: Ich hatte mich damals mit einem Westberliner Freund mit zwei Maedels aus Ostberlin in Prag verabredet. Die beiden Maedels fuehren mit ihrem Auto nach Prag, wir ueber Hof. Auf der Rueckfahrt besprachen wir mit den Maedels dass wir uns auf einer DDR-Raststaette treffen um ihnen ein paar Zeitschriften mitzugeben welche wir in Hof kauften. Auf der Raststaette warteten wir dann mehrere Stunden aber die Maedels kamen einfach nicht. So fuhren wir dann nach Berlin weiter und in Drewitz kam dann auch prompt die Frage: Wo kommen Sie denn her?? Am folgenden Tag telefonierte ich mit einer der beiden Maedels und die sagte mir dass sie stundenlang am Grenzuebergang CZ-DDR ohne Grund festgehalten wurden. Ich vermute mal damit sollte wohl verhindert werden dass wir uns in der DDR-Raststaette treffen??


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
nach oben springen

#34

RE: Transitverkehr - Erlebnisse von Beschäftigten und Nutzern im Transit Berlin(West)-Bundesgebiet

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 22:14
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Mit der Bahn konnte man auch von Berlin nach Prag fahren, (Expresszug Vindobona Berlin-Dresden-Prag-Wien). In diesem Zug, für den man eine Reservierung brauchte, saßen Ostler und Westler einträchtig nebeneinander. Da konnte man problemlos den z.B. "Spiegel" auspacken, lesen und anschließend auch "vergessen" oder weitergeben. Außerdem gab es einen sehr schönen tschechischen Speisewagen.


nach oben springen

#35

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 22:37
von passport | 2.632 Beiträge

[quote=ratata|p323791]Mein Schwager hatte sich nichts bei gedacht ,als er einen Kontrollierenden in der Güst Marienborn , die Frage stellte ,Wie geht's denn ihrer Frau
Damit hatte er die Arsc.. karte gezogen , Immer wenn er auf Transit Berlin West - Bundesrepublik . war durfte er sich für längere Zeit in der Güst aufhalten .
Als die Schwiegereltern noch lebten , dann waren die Geburtstagsfeiern im Kreise der Rentner, die in den Westen fahren durften, mit Erlebnisberichten von den Kontrollen im Zug an der Kontrollstelle Marienborn , ausgefüllt . Da kannten die Rentner schon die Eigenarten der kontrollierenden Damen oder Herren, Besonders hatten sie eine Rothaarige kontrollierende Dame immer wieder im Gespräch , diese war angeblich, einen Bestie ,wenn sie kontrollierte .
Auch gab es oftmals Diskussionsstoff , wenn sie sich abgesprochen hatten , an dem bestimmten Tag zusammen in den Westen zu fahren .
Jedoch klappte es nicht immer , weil sie bei der Antragstellung zu unterschiedlichen Tagen Im VPKA ihren Antrag stellten . Aber unter Rentnern spricht sich ja alles rum , so sagte man , leg 5o Mark in den Reisepass rein und dann bekommst den gewünschten Tag eingetragen . ratata [/quot


@ratata

Das ist mal wieder einer der üblichen Stories die ja zu Hunderten im Internet rumschwirren. Es gab festgelegte Abfertigungszeiten im Transit Berlin-West. Es wurde strikt von denen an der Güst PKE-Verantwortlichen darauf geachtet, kontrolliert und überwacht das diese Zeitnormen eingehalten wurden. Aussenstehende können sich diesen Aufwand überhaupt nicht vorstellen. Wenn eine Person oder Personengruppe zur Klärung eines Sachverhaltes aus dem Reisestrom herausgelöst wurde musste das schriftlich protokolliert werden. Man brauchte dafür hieb-und stichfeste Gründe wie zB. Klärung Nichtidentität oder Probleme mit den vorgelegten Reisedokumenten. Selbstverständlich auch bei persönlichen Angriffen oder Beleidigungen gegen die dort eingesetzten Kontrollkräfte bzw. gegen den Staat.


passport


Pitti53, elster427 und PKE haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.01.2014 23:03 | nach oben springen

#36

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 19.01.2014 23:36
von polsam | 575 Beiträge

Da kann ich auch mit ein paar Episoden beitragen.
Ab Mitte der 70er Jahre mussten wir als Schutzpolizei zu festgelegten Zeiten eine sogenannte Hinterlandstreife (oder so ähnlich) fahren.
Das heist, auf der Transitstreckie in unserem Kreis war die VK-Gruppe Transit präsent und zu den festgelegten Zeiten (meist später Nachmittag bis zum Einbruch der Dunkelheit) sind wir als Schutzpolizei in einem "Korridor" von ca. 2-3Kilometer links und rechts neben der Autobahn aber auch unmittelbar an der Autobahn Streife gefahren und haben festgelegte Haltepunkte einnehmen müssen. Meist erfolgte das mit Funkstreifenwagen (grün-weiß) aber auch mit Funkkrädern.
Es gab aber auch eine Zeit, als uns nur ein Zivilfahrzeug zur Verfügung stand. ( wird in einem der nächsten Beiträge zum Besten gegeben))
Dort war dann von Wichtigkeit, die Personenbewegung zu erfassen sowie Fahrzeuge festzustellen, die sich auffällig verhielten. Auffällig war z.B. wenn ein bezirksfremdes Fahrzeug für längere Zeit in der nähe von Parkplätzen der BAB hielt und keine Personen dort waren.
Dann gab es die Transit-Meldezettel, die ausgefüllt wurden und weitergeleitet wurden.
Dann gab es auch noch die so genannten Komplexeinsätze Transit. Da wurde man an einem bestimmten Punkt im Sichtbereich der BAB (meist Nähe von Parkplätze) abgesetzt und musste sich einen "Beobachtungspunkt" suchen von dem man viel sehen konnte, aber nicht gesehen wurde.
Da es zur damaligen Zeit noch keine Toiletten an der BAB gab, war es nicht so einfach so ein "unbelastetes" Fleckchen zu finden.
Wenn du dich dann "eingerichtet hattest war von Wichtigkeit festzustellen, haben DDR-Bürger mit BRD-Bürger Kontakt aufgenommen, wurden irgendwelche Presseerzeugnisse abgelegt, gab es irgendwelche Signale (hupen, pfeifen) die abgegeben wurden.
Fürs Erste mal Schluss. Stellt Fragen. Soweit es die Erinnerung dann noch her gibt wird darauf geantwortet.

polsam


seaman, eisenringtheo, ABV, Batrachos, elster427, Damals87 und CASI haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#37

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.01.2014 16:56
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von passport im Beitrag #35
[quote=ratata|p323791]Mein Schwager hatte sich nichts bei gedacht ,als er einen Kontrollierenden in der Güst Marienborn , die Frage stellte ,Wie geht's denn ihrer Frau
Damit hatte er die Arsc.. karte gezogen , Immer wenn er auf Transit Berlin West - Bundesrepublik . war durfte er sich für längere Zeit in der Güst aufhalten .
Als die Schwiegereltern noch lebten , dann waren die Geburtstagsfeiern im Kreise der Rentner, die in den Westen fahren durften, mit Erlebnisberichten von den Kontrollen im Zug an der Kontrollstelle Marienborn , ausgefüllt . Da kannten die Rentner schon die Eigenarten der kontrollierenden Damen oder Herren, Besonders hatten sie eine Rothaarige kontrollierende Dame immer wieder im Gespräch , diese war angeblich, einen Bestie ,wenn sie kontrollierte .
Auch gab es oftmals Diskussionsstoff , wenn sie sich abgesprochen hatten , an dem bestimmten Tag zusammen in den Westen zu fahren .
Jedoch klappte es nicht immer , weil sie bei der Antragstellung zu unterschiedlichen Tagen Im VPKA ihren Antrag stellten . Aber unter Rentnern spricht sich ja alles rum , so sagte man , leg 5o Mark in den Reisepass rein und dann bekommst den gewünschten Tag eingetragen . ratata [/quot


@ratata

Das ist mal wieder einer der üblichen Stories die ja zu Hunderten im Internet rumschwirren. Es gab festgelegte Abfertigungszeiten im Transit Berlin-West. Es wurde strikt von denen an der Güst PKE-Verantwortlichen darauf geachtet, kontrolliert und überwacht das diese Zeitnormen eingehalten wurden. Aussenstehende können sich diesen Aufwand überhaupt nicht vorstellen. Wenn eine Person oder Personengruppe zur Klärung eines Sachverhaltes aus dem Reisestrom herausgelöst wurde musste das schriftlich protokolliert werden. Man brauchte dafür hieb-und stichfeste Gründe wie zB. Klärung Nichtidentität oder Probleme mit den vorgelegten Reisedokumenten. Selbstverständlich auch bei persönlichen Angriffen oder Beleidigungen gegen die dort eingesetzten Kontrollkräfte bzw. gegen den Staat.


passport

@Passport

Leider ist es keine Story , irgend etwas hier aus dem Internet als ware Begebenheit für meine Verwanden preis zu geben , ist mir zu billig.
Ich kann dir noch Geschehnisse aus meinem Familienkreis erzählen , was sie an der Güst Marienborn erlebten , das war in den Jahren , da ,gab es dich bestimmt noch nicht dort . Ich habe eben mal nun einen großen Bekanntenkreis , die uns viel besuchten ,
In den Jahren bis 84 fuhr mein anderer Schwager einen BMW , immer wenn er auf Ausreise in die BRD war , musste er die hintere Sitzbank des Autos ausbauen , Beim ersten mal , dauerte es enorm lange , denn wer hat schon eine kompl. Werkstattausrüstung im Auto . Der Kontrollierende sah nur mal vorbei , bis er sie ausgebaut hatte . So war es bei uns Tradition , jedes mal wenn sie wieder hier waren , schraubten wir schon mal im vor aus die hintere Sitzbank des Autos locker und immer wurde er kontrolliert ,
ratata


zuletzt bearbeitet 20.01.2014 17:06 | nach oben springen

#38

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.01.2014 17:00
von passport | 2.632 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #29
Mein Schwager hatte sich nichts bei gedacht ,als er einen Kontrollierenden in der Güst Marienborn , die Frage stellte ,Wie geht's denn ihrer Frau
Damit hatte er die Arsc.. karte gezogen , Immer wenn er auf Transit Berlin West - Bundesrepublik . war durfte er sich für längere Zeit in der Güst aufhalten .
Als die Schwiegereltern noch lebten , dann waren die Geburtstagsfeiern im Kreise der Rentner, die in den Westen fahren durften, mit Erlebnisberichten von den Kontrollen im Zug an der Kontrollstelle Marienborn , ausgefüllt . Da kannten die Rentner schon die Eigenarten der kontrollierenden Damen oder Herren, Besonders hatten sie eine Rothaarige kontrollierende Dame immer wieder im Gespräch , diese war angeblich, einen Bestie ,wenn sie kontrollierte .
Auch gab es oftmals Diskussionsstoff , wenn sie sich abgesprochen hatten , an dem bestimmten Tag zusammen in den Westen zu fahren .
Jedoch klappte es nicht immer , weil sie bei der Antragstellung zu unterschiedlichen Tagen Im VPKA ihren Antrag stellten . Aber unter Rentnern spricht sich ja alles rum , so sagte man , leg 5o Mark in den Reisepass rein und dann bekommst den gewünschten Tag eingetragen . ratata






Sh. Antrag Spalte "Beabsichtigte Dauer der Reise" und "Wieviel Tage! Da haben Dir @ratata die Rentner aber die Tasche vollgehauen
Die Anzahl der Reisetage sowie den Abfahrtstag konnte der Privatreisende selber bestimmen ! Die Storie mit den 50,- Mark gehört nach meiner privaten Meinung ebenfalls in das Reich der Märchen

passport


nach oben springen

#39

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.01.2014 17:17
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von passport im Beitrag #38
Zitat von ratata im Beitrag #29
Mein Schwager hatte sich nichts bei gedacht ,als er einen Kontrollierenden in der Güst Marienborn , die Frage stellte ,Wie geht's denn ihrer Frau
Damit hatte er die Arsc.. karte gezogen , Immer wenn er auf Transit Berlin West - Bundesrepublik . war durfte er sich für längere Zeit in der Güst aufhalten .
Als die Schwiegereltern noch lebten , dann waren die Geburtstagsfeiern im Kreise der Rentner, die in den Westen fahren durften, mit Erlebnisberichten von den Kontrollen im Zug an der Kontrollstelle Marienborn , ausgefüllt . Da kannten die Rentner schon die Eigenarten der kontrollierenden Damen oder Herren, Besonders hatten sie eine Rothaarige kontrollierende Dame immer wieder im Gespräch , diese war angeblich, einen Bestie ,wenn sie kontrollierte .
Auch gab es oftmals Diskussionsstoff , wenn sie sich abgesprochen hatten , an dem bestimmten Tag zusammen in den Westen zu fahren .
Jedoch klappte es nicht immer , weil sie bei der Antragstellung zu unterschiedlichen Tagen Im VPKA ihren Antrag stellten . Aber unter Rentnern spricht sich ja alles rum , so sagte man , leg 5o Mark in den Reisepass rein und dann bekommst den gewünschten Tag eingetragen . ratata






Sh. Antrag Spalte "Beabsichtigte Dauer der Reise" und "Wieviel Tage! Da haben Dir @ratata die Rentner aber die Tasche vollgehauen
Die Anzahl der Reisetage sowie den Abfahrtstag konnte der Privatreisende selber bestimmen ! Die Storie mit den 50,- Mark gehört nach meiner privaten Meinung ebenfalls in das Reich der Märchen

passport



Danke , brauchst mir nicht zu beweisen , was bei euch Vorschriften oder Gesetze der DDR waren. Die Wirklichkeit sah anders aus .

Aus dem Reich der Märchen kann ich Dir auch eins erzählen , im letzten Bericht des IM ,meiner verst, Frau ,schrieb der nette Herr ,wir hätten ein Mädchen ,Mein Sohn hatte aber langes mittelblondes Haar ,
MfG ratata


zuletzt bearbeitet 20.01.2014 17:34 | nach oben springen

#40

RE: Transit von und nach West-Berlin

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.01.2014 17:40
von passport | 2.632 Beiträge

@ratata


Danke , brauchst mir nicht zu beweisen , was bei euch Vorschriften oder Gesetze der DDR waren. Die Wirklichkeit sah anders aus .
MfG ratata


Welche Wirklichkeit ? Jeder Verstoß durch MA oder Angehörigen der Schutz - und Sicherheitsorgane wurde entsprechend der Schwere des Vergehens bestraft. Das es Verstösse und Straftaten durch einige wenige des o.g. Personenkreis gab ist ja kein Geheimnis. Die übergroße Mehrheit der Behördenangestellten versah ihren Dienst entsprechend der Gesetze und Dienstvorschriften.


passport


Alfred und PKE haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
25 Mitglieder und 62 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Erinnerung
Besucherzähler
Heute waren 1369 Gäste und 94 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557751 Beiträge.

Heute waren 94 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen