#61

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 12:57
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #60

Der lebende Zeitzeuge ist der Albtraum des Historikers.


seaman




Nein !!!! Der lebende Zeitzeuge ist ein "Schatz" für jeden (seriösen und weitsichtigen !) Historiker.

Nicht immer so defensiv seaman. Mach mal schön weiter mit deiner "Zeitzeugenschaft".
Auch "der Laie" freut sich :-))))


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#62

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 13:19
von Barbara (gelöscht)
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ein hisschen Ot aber trotzdem thematisch passend.

ich halte gerade die fertig verlegte Dissertation einer türkischen Freundin in der Hand, die in Bochum zum Thema Progrome an Christen und Juden in den 50er Jahren in der Türkei geschrieben hat.

Ihre (durch die Arbeit wissenschaftlich bewiesene) These: die Progrome waren staatlich gewollt und gelenkt um den "jungen Nationalstaat Türkei" zu stützen und nicht, wie die offizielle staatliche Version war, der Ausbruch eines seit langem schwelenden "ethnischen Konfliktes".


In der Türkei war "Beweismaterial" schwierig beizuschaffen. So hat sie vor allem Zeitzeugen (griechische und türkische) interviewt und dabei oh Wunder - einmalige Fotos und Dokumente finden können.
Außerdem waren die Archive des deutschen AA und Konsulats, des britschen und US-amerikanischen Botschaften sehr ergiebig.

Trotz des schwierigen Themas ist dieses Buch sowohl im Ausland (Griechenland natürlich besonders) aber vor allem auch in der Türkei mit großem medialen Interesse aufgenommen worden und wird auch in Fachkreisen als ein Meilenstein angesehen, was die türkische Verarbeitung der eigenen Vergangenheit angeht. Auch hat die türkische Öffentlichkeit großen Anteil genommen.
Die parallelel zur Veröffentlichung laufende Fotoausstellung in Istanbul wurde von der türkischen Polizei - geschützt !

Türkische Zeitungen und Fernsehsender haben wohl tagelang berichtet, es gab mehrere Konferenzen und Fachtagungen zu dieser Thematik


Eine Arbeit, die vor allem auf den Berichten von Zeitzeugen beruht!
Und veilleicht einen Beitrag zur Versöhnung zwischen Griechen und Türken beiträgt.....





Also - weitermachen liebe Zeitzeugen :-)


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#63

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 16:29
von Bugsy | 454 Beiträge

Ich denke es gibt “Historiker“ und “Historiker“, die an der Aufarbeitung der Geschichte mitwirken. Was mir aber bei der BRD-DDR Geschichte und deren Aufarbeitung aufgefallen ist, ist dass sie viel zu einseitig ausfällt und nur die Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, die die generelle Richtung der Zeitgeschichte mir ihren Aussagen unterstützen. Noch dazu kommt, dass eine gewisse Geltungssucht bei solchen “Historikern“ wie der verbitterter Hubertus Knabe oder das ehemaligen Hitlerjugend Mitglied Arnulf Baring nicht zu verleugnen ist. Und das sind auch die Großmäuler, die das meiste Gehör finden. Andere, die bestrebt sind, ein eher neutrales Bild des Geschehens darzustellen, wie Ralph Hartmann, Olaf Baale, Klaus Huhn, Gerhard A. Richter oder Siegfried Wenzel werden als “verblendet“ kurzerhand abgetan, mit der fadenscheinigen Begründung, dass die “rosarote Brille“ zum Einsatz gekommen ist.

Das war und ist nicht der Fall. Mit ihrem geradezu phänomenalen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bewusstsein waren sich praktisch alle DDR-Bürger der Schwächen und Unzulänglichkeiten ihres Staates Gewahr. Sie brauchten keine arroganten Anweisungen von Wessis dafür. Sicher gab es Mängel, Stacheldraht und auch noch die Stasi, aber solche Elemente waren nicht täglich vordergründig, wie oft behauptet wird. Es ist aber ein Fehler zu glauben, dass sie das ganze Leben der DDR-Bürger morgens bis abends bestimmten. Sie waren nicht der ständigen Angst ausgesetzt, dass ihre Existenz von einem Tag zum anderen vernichtet werden konnte. Dass sie plötzlich und gänzlich ohne das eigene Zutun mittellos und ohne Bleibe dastehen – verursacht durch Umstände, auf die sie gar keinen Einfluss hatten. Es war auf jeden Fall viel im Alltag zu beanstanden, aber dafür lebten die DDR-Bürger in einer Gesellschaft, die ihnen Frieden und umfassende soziale Sicherheit bot. All das verschwand jäh nach der Besetzung und Kolonisierung durch die BRD.

Mich dünkt es, dass die gegenwärtige geschichtliche Aufarbeitung der BRD-DDR Vergangenheit den Zweck dienen soll, den Wessis (und auch der restlichen Welt), echte und neutrale Vergleichsmöglichkeiten vorzuenthalten, damit sie gar nicht auf die Idee kommen, dass sie womöglich 1990 aufs falsche Pferd gesetzt haben.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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zuletzt bearbeitet 25.06.2013 16:41 | nach oben springen

#64

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 18:02
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Mal noch was Rikura was ich positiv fand, in dieser DDR. Der Tag fing sehr zeitig an. Auch für die Frauen in den Verwaltungen, Büros, überhaupt an ihren Arbeitsplätzen(man kann mich gerne verbessern, zumal der Rainer nicht nur in einem VEB auf dem Bau gearbeitet hat) So um 7.00Uhr gings los mit der Arbeitszeit und endete nach 8,75 Stunden relativ zeitig am Nachmittag, es blieb somit mehr Zeit, auch Freizeit für die Familie.

Wermutstropfen damals, Mancher musste nochmal los einkaufen was aber viele(vor allem Frauen) schon während der Arbeitszeit(auch Mittagspausen) erledigt haben.
Wermuttropfen auch für kleine Kinder "wenn Mutti früh auf Arbeit geht"...war einmal ein Kinderlied, dann musste schon um Fünfe das warme Federbett verlassen werden. Ich kenn das selber, unsere Mutter machte um Sechse los, die Oma kam(wohnte vier Seitenstraßen weit entfernt) und brachte uns in den Kindergarten. Schulweg hatte ich keinen, die Schule war gegenüber.

Wenn ich das Heute so sehe mit dem "gemütlichen" um Neune anfangen (Verwaltungen, Büros, sonstige Schreibjobs bis hin zum Callcenter) und dann bis Achtzehn Uhr, ne, das ist nix, schon garnichts für junge Familien, das ist ausgesprochener Mist...Arbeitszeitmist. Aber der Rainer arbeitet nur Nachts Rikura, normalerweise interessiert mich somit anderen "ihr Arbeits-Elend" nicht nur ich sehe es bei meinen eigenen Töchtern 37/23 siehe das vorweg beschriebene mit der angeblich doch so späten Arbeitszeit. Also Kinder kommen da nicht gut weg, sollte wie zu DDR-Zeiten das Familiengefüge Eltern-Großeltern nicht mehr vorhanden sein.

Du willst die DDR kennenlernen. Wir werden uns bemühen, Sie dir zu erklären.

Lebensläufer


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#65

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 18:25
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #63
Ich denke es gibt “Historiker“ und “Historiker“, die an der Aufarbeitung der Geschichte mitwirken. Was mir aber bei der BRD-DDR Geschichte und deren Aufarbeitung aufgefallen ist, ist dass sie viel zu einseitig ausfällt und nur die Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, die die generelle Richtung der Zeitgeschichte mir ihren Aussagen unterstützen. Noch dazu kommt, dass eine gewisse Geltungssucht bei solchen “Historikern“ wie der verbitterter Hubertus Knabe oder das ehemaligen Hitlerjugend Mitglied Arnulf Baring nicht zu verleugnen ist. Und das sind auch die Großmäuler, die das meiste Gehör finden. Andere, die bestrebt sind, ein eher neutrales Bild des Geschehens darzustellen, wie Ralph Hartmann, Olaf Baale, Klaus Huhn, Gerhard A. Richter oder Siegfried Wenzel werden als “verblendet“ kurzerhand abgetan, mit der fadenscheinigen Begründung, dass die “rosarote Brille“ zum Einsatz gekommen ist.

Das war und ist nicht der Fall. Mit ihrem geradezu phänomenalen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bewusstsein waren sich praktisch alle DDR-Bürger der Schwächen und Unzulänglichkeiten ihres Staates Gewahr. Sie brauchten keine arroganten Anweisungen von Wessis dafür. Sicher gab es Mängel, Stacheldraht und auch noch die Stasi, aber solche Elemente waren nicht täglich vordergründig, wie oft behauptet wird. Es ist aber ein Fehler zu glauben, dass sie das ganze Leben der DDR-Bürger morgens bis abends bestimmten. Sie waren nicht der ständigen Angst ausgesetzt, dass ihre Existenz von einem Tag zum anderen vernichtet werden konnte. Dass sie plötzlich und gänzlich ohne das eigene Zutun mittellos und ohne Bleibe dastehen – verursacht durch Umstände, auf die sie gar keinen Einfluss hatten. Es war auf jeden Fall viel im Alltag zu beanstanden, aber dafür lebten die DDR-Bürger in einer Gesellschaft, die ihnen Frieden und umfassende soziale Sicherheit bot. All das verschwand jäh nach der Besetzung und Kolonisierung durch die BRD.

Mich dünkt es, dass die gegenwärtige geschichtliche Aufarbeitung der BRD-DDR Vergangenheit den Zweck dienen soll, den Wessis (und auch der restlichen Welt), echte und neutrale Vergleichsmöglichkeiten vorzuenthalten, damit sie gar nicht auf die Idee kommen, dass sie womöglich 1990 aufs falsche Pferd gesetzt haben.

MsG






Für "historische Korrektheit" haben wir dich ja.

Ich traue dir nicht über den Weg und verzichte auf deine Zustimmung zu meinen Beiträgen !

Barbara


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#66

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 19:10
von Fritze (gelöscht)
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Och Mönsch Barbara ! Wie schlecht bist Du denn heute drauf ?
Ich bedanke mich auch schon mal für den geschriebenen Beitrag ,obwohl ich mit dem Inhalt nicht unbedingt konform gehe .Die Mühe zählt doch auch !


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#67

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 19:23
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #63
Ich denke es gibt “Historiker“ und “Historiker“, die an der Aufarbeitung der Geschichte mitwirken. Was mir aber bei der BRD-DDR Geschichte und deren Aufarbeitung aufgefallen ist, ist dass sie viel zu einseitig ausfällt und nur die Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, die die generelle Richtung der Zeitgeschichte mir ihren Aussagen unterstützen. Noch dazu kommt, dass eine gewisse Geltungssucht bei solchen “Historikern“ wie der verbitterter Hubertus Knabe oder das ehemaligen Hitlerjugend Mitglied Arnulf Baring nicht zu verleugnen ist. Und das sind auch die Großmäuler, die das meiste Gehör finden. Andere, die bestrebt sind, ein eher neutrales Bild des Geschehens darzustellen, wie Ralph Hartmann, Olaf Baale, Klaus Huhn, Gerhard A. Richter oder Siegfried Wenzel werden als “verblendet“ kurzerhand abgetan, mit der fadenscheinigen Begründung, dass die “rosarote Brille“ zum Einsatz gekommen ist.

Das war und ist nicht der Fall. Mit ihrem geradezu phänomenalen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bewusstsein waren sich praktisch alle DDR-Bürger der Schwächen und Unzulänglichkeiten ihres Staates Gewahr. Sie brauchten keine arroganten Anweisungen von Wessis dafür. Sicher gab es Mängel, Stacheldraht und auch noch die Stasi, aber solche Elemente waren nicht täglich vordergründig, wie oft behauptet wird. Es ist aber ein Fehler zu glauben, dass sie das ganze Leben der DDR-Bürger morgens bis abends bestimmten. Sie waren nicht der ständigen Angst ausgesetzt, dass ihre Existenz von einem Tag zum anderen vernichtet werden konnte. Dass sie plötzlich und gänzlich ohne das eigene Zutun mittellos und ohne Bleibe dastehen – verursacht durch Umstände, auf die sie gar keinen Einfluss hatten. Es war auf jeden Fall viel im Alltag zu beanstanden, aber dafür lebten die DDR-Bürger in einer Gesellschaft, die ihnen Frieden und umfassende soziale Sicherheit bot. All das verschwand jäh nach der Besetzung und Kolonisierung durch die BRD.

Mich dünkt es, dass die gegenwärtige geschichtliche Aufarbeitung der BRD-DDR Vergangenheit den Zweck dienen soll, den Wessis (und auch der restlichen Welt), echte und neutrale Vergleichsmöglichkeiten vorzuenthalten, damit sie gar nicht auf die Idee kommen, dass sie womöglich 1990 aufs falsche Pferd gesetzt haben.

MsG



Die Herren, man kann auch schreiben Genossen sind fast ausnahmslos Systemträger der ehemaligen DDR. Diese hier als "neutral" anzupreisen ist schon eher als dreist zu bezeichnen.
Ich bin interessiert an einer sachlichen Aufarbeitung der DDR Geschichte, was der Genosse bugsy hier verkauft ist nur Propaganda , sonst nichts.


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.06.2013 19:24 | nach oben springen

#68

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 19:45
von DonFerrando | 17 Beiträge

Zitat von Rikura im Beitrag #1
Ich hab schon einige wunderbare Berichte in einem anderen Thema gefunden, zum Thema "Schulbildung" in der DDR und wie weit Man(n) aufgeklärt wurde über die NS-Vergangenheit.
Trotzdem würde ich gerne noch einige konkrete Fragen dazu stellen.

Eine Frage die mich sehr beschäftigt ist: Wie sah der Alltag in der DDR aus -->Machte man sich Gedanken über die Vergangenheit (schließlich wollten bestimmt Kinder wissen warum es „2 Deutschlands“ gibt oder wurde es anders gesehen?)

In wie weit wurde in der Schule was zur Nazi Vergangenheit gesagt? (Es müsste ja schließlich einige Lehrer gegeben haben, welche selbst involviert waren im NS Regime und vielleicht sogar noch eine gute Meinung davon hatten`?!)

Inwiefern kamen ehemalige Nazi größen in der DDR "an die Macht"? Wurde in der DDR stark nach ehemaligen Verbrechern gesucht und publik gemacht?

Berichteten Zeitungen über das Thema Nationalsozialismus und deren ganzen Ausmaß?

Wurde mit den Eltern darüber geredet oder herrschte ein großes "Verdrängen"?

Alles Fragen die mir einfach kein Schulbuch beantworten will und wenn dann nur sehr einseitig. Mich würden eure Erinnerungen interessieren

**Nachtrag:
Hat die Ns Vergangenheit überhaupt eine Rolle gespielt für die Generation "nach dem Krieg"? Oder ging sie einfach ihrem Alltag nach. Wie waren dadurch die Familien Verhältnisse geprägt? Eine Generation vom Krieg geprägt die andere aufgewachsen in einem neuen System der DDR.


Der Unterrichtsstoff in der Schule über die Zeit des Nationalsozialismus begann bereits in Klasse 3! und 4 im Heimatkundeunterricht (heute Sachkunde). Hier ging es zB um die Verfolgung von Kommunisten wie Ernst Thälmann, dessen Name ja die Pionierorgansiation trug. Auch von KZ wurde bereits berichtet. Antifaschismus gehörte in der DDR zur Staatsdoktrin und wurde gesellschaftlich öffentlich zelebriert. Viele Straßen wurden nach Antifaschisten benannt. Fast das ganze Politbüro bestand aus alten Kämpfern welche von den Nazis verfolgt wurden.

Heutzutage ist eine Diskussion entbrannt, ob dieser Antifaschismus nur nach außen zur Schau gestellt wurde, eine tatsächliche öffentliche und gesellschaftliche Aufarbeitung nicht stattfand, welche die Grundlage für die große Fremdenfeindlichkeit und Neonazismus nach der Wende bildete. Ich teile jedoch diese Ansicht nicht.



Rikura, thomas 48 und Lebensläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 20:03
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #65
[Für "historische Korrektheit" haben wir dich ja.
Ich traue dir nicht über den Weg und verzichte auf deine Zustimmung zu meinen Beiträgen !
Barbara

Ach, liebe Barbara, was für ein Kreuz du zu tragen hast. Ich kann mir vorstellen, dass es wirklich lästig ist, immer den Drang zu haben, andere davon überzeugen zu müssen, wie "intellektuell" du bist. Vor allen Dingen dann, wenn es sich um "primitive Ossis“ und "ignorante Ausländer“ handelt.

Es mag sein, dass ich hier falsch liege, aber du erinnerst mich recht stark an einen gewissen "Herrn Fleischer“, der kurz nach der Kolonisierung im Cottbusser Rathaus auftauchte, um: "endlich mal diesen faulen Ossis das richtige Arbeiten beizubringen". Mit Trennungsgeld und "Buschzulage“ hat er locker zweimal so viel monatlich eingesteckt als die KollegInnen. Und das mit null Ahnung aber mit fest vorgefasster Meinung über das Leben in der DDR. Ein wenig von dieser Einstellung entdecke ich bei dir, aber ich kann mich natürlich irren. Und meine Meinung damals und heute zu solchen Leuten? Um es einmal auf "Schwiizerdüutsch“ auszudrücken: "Uuf sottige Lüut isch öppis g'schisse!“

Ich bin in der Tat bemüht, die "historische Korrektheit“ in Englisch sprechenden Ländern zu korrigieren, bzw. einen ergänzenden Beitrag zu leisten, um das Bild der DDR zu vervollständigen bzw. von der Einseitigkeit zu befreien, damit andere die Möglichkeit haben, ihre eigenen Systemvergleiche anzustellen. Wenn dir aber meine persönliche Meinung zur DDR nicht gefällt, so ignoriere sie doch. Ganz einfach, oder?

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#70

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 20:15
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #67
Die Herren, man kann auch schreiben Genossen sind fast ausnahmslos Systemträger der ehemaligen DDR. Diese hier als "neutral" anzupreisen ist schon eher als dreist zu bezeichnen.
Ich bin interessiert an einer sachlichen Aufarbeitung der DDR Geschichte, was der Genosse bugsy hier verkauft ist nur Propaganda , sonst nichts.

Aber die Versionen des Geschehens von solchen “Nichtgenossen“ wie Kohl, Schäuble, und wie sie auch alle heißen, hältst du für “neutral“? Deine Verbitterung braucht einen neuen Überzug, Schnaddel. Es schimmert schon durch.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#71

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 20:47
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Bugsy im Beitrag #63
(...)
Mich dünkt es, dass die gegenwärtige geschichtliche Aufarbeitung der BRD-DDR Vergangenheit den Zweck dienen soll, den Wessis (und auch der restlichen Welt), echte und neutrale Vergleichsmöglichkeiten vorzuenthalten, damit sie gar nicht auf die Idee kommen, dass sie womöglich 1990 aufs falsche Pferd gesetzt haben.

MsG


Nachdem die offizielle BRD die Einheit jahrelang herbeigeredet hatte, gab es gar keine Alternative, dem Wunsche der grossen Mehrheit der DDR Bürger nachzukommen und eine schnelle Wiedervereinigung anzustreben. Das Ergebnis der Volkskammerwahl 1990 zeigt eindrücklich, dass kaum jemand den Sozialismus und/oder eine eigenständige Republik, sondern stattdessen die Mehrheit lieber die sprichwörtliche Katze im Sack haben wollte.

http://blog.educastur.es/antonio/2006/12...ger-von-hameln/
Theo


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.06.2013 20:49 | nach oben springen

#72

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 21:06
von Boelleronkel (gelöscht)
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Einige weitere Auskuenfte....Rikura

Was die braune Bruehe und die Symbole oder Grusserweisungen betrifft.
Hat ein Schueler,ein Lehrling,ein Erwachsener in der Oeffentlichkeit den Hitlergruss vollzogen und das wurde "gemeldet",dann war der Meiner Meinung nach faellig.
Schueler bekamen einen Tadel ins Heft gefertigt,die Eltern zur Diskussion in die Schule bestellt.
In Kulturhaeusern,Jugendklubs,gabs erst einmal Hausverbot und Du darfst Dir sicher sein,hinter der verschlossenen Tuer eine Polizeireviers,gabs auch schon mal richtig was auf die Fresse.
Hakenkreuze mit Kreide an die Wand gemalt,ja das gab es,aus meiner Erinnerung selten,das sorgte fuer "Aufsehen" und da kam auch immer"Wer"(also Polizei,Zivile etc.)
Eine Nazi Demo,wie man es heute kennt,nicht machbar!
(Unabhaengig von irgendwelchen geheimdienstlichen Aktivitaeten),dies ist ja nuj nicht das normale Leben.
Es gibt eine Doku im Net....Guggst Du bei dem Titel..."Neonazi und Stasiinformant"(interessant,da von Zeitzeugen und Beteiligten "berichtet")



Ja ich weiss,in z.B.Berlin wurden auch juedische Grabsteine umgeworfen,die Umweltbibliothek gestuermt,Hetzparolen geschmiert etc...aber das stellt mir nicht mein alltaegliches Leben dar,ich jedenfalls habe es so in Erinnerung.
Alles was mit Nazitum und deren Symbole zu tun hatte,wer diese Gesinnung dann noch offen zur "Schau"stellte,konnte schon ernste Probleme bekommen.

Natuerlich ist mir bekannt,das Witze ueber Juden etc erzaehlt wurden und dies auch von Genossen,die ich kannte,allein das konnte aber schon gewaltig schief gehn,wenns ins falsche Ohr kam.
Allerdings war Antisemitismus zwar nicht "Tagesgeschaeft" aber es gab das auch in der DDR.(Ich berichte nur von meiner kleinen Umwelt)
Warst Du bei der Armee und standest unter der Macht des Armeestaatsanwaltes,also nach erfolgter Vereidigung,warst Du sehr gut beraten,von diesem Gessinnungsgut die Finger zu lassen.

Sodann erst einmal

Gruss BO


Bugsy, thomas 48 und Lebensläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.06.2013 21:10 | nach oben springen

#73

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 25.06.2013 23:13
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Rikura im Beitrag #56
Zitat von DoreHolm im Beitrag #45
Zitat von Rikura im Beitrag #37

Zitat


Und was hat sie gesagt, die Lehrerin ?



zu was? Zu dem Thema, über welches ich mich gerade Informiere?


Na, zu Deinem dezenten Hinweis, daß auch Schulbücher lügen können. So hatte ich das zumindest verstanden, daß Du das damit ausdrücken willst.




Erstmal nochmals danke für weitere gute Beiträge von anderen Usern hier.

Sie überging meine Aussage schade eigentlich. Sie hat angefangen über andere Dinge zu reden.


Zitat
Hallo Rikura,

ich möchte dich auch sehr herzlich im Forum begrüßen.

Ich finde es sehr interessant von dir zu erfahren, wie der Geschichtsunterricht bzgl. der deutschen Geschichte in deiner Schule gestaltet wird.
Darf ich dich fragen, welches Geschichtsbuch ihr verwendet und welche Schulform du besuchst?

Ich finde es ziemlich klasse, dass du deine Lehrerin wegen des Forums angesprochen hast. Vielleicht ist das eine Idee für ein Projekt in deinem Geschichtsunterricht - die Geschichte von DDR und BRD anhand von Zeitzeugenberichten aus dem Forum?


Wie kommst du zu diesem Satz bzw. was verstehst du darunter:

Geschichte wird von Siegern geschrieben....

Herzlicher Gruß
Barbara



Liebe Barbara,

danke. Ich gehe auf ein Biotechnologisches Gymnasium und wir verwenden "Geschichte und Geschehen" vom Klett verlag ISBN: 978-3-12-416900-6
Das wäre eine wirklich interessante Idee. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich das auch vorgeschlagen für meine Klasse. Leider bin ich jetzt"offiziell" nicht mehr auf der Schule, weil ich dieses Jahr das Abitur gemacht habe.

Viele hier haben schon öfters angemerkt, dass Zeitzeugen sehr Subjektiv die Geschichte sehen. Und dieser Meinung bin ich auch. Klar können Zeitzeugen nicht die Wahrheit sagen, weil sie einer Lüge glauben aber Zeitzeugen Aussagen zu vergleichen mit Publikationen oder aus der Sicht von Historikern wird dann erst richtig interessant, wenn sich ihre Ansichten wiedersprechen. Da beginnt dann Forschung.

Geschichte wird von Siegern geschrieben

1. Geschichte ist aus meiner Sicht immer Subjektiv. Wer weiß schon ob die "Urquellen" was falschen aufgeschrieben haben?
2. Unsere Geschicht ist durchzogen von Krieg, Revolutionen usw. Welcher diese Gewinnt hat auch das recht die Geschichte niederzuschreiben. Ob sie so genau stimmt wie er sie berichtet oder nicht bleibt manchmal auch unentdeckt.
3. Da wir manches in der Geschichte nicht miterlebt haben, werden wir vielleicht auch nicht herausbekommen "Wie das denn wirklich war"

--> Das führt einen zur Forschung der Geschichte. Vergleich mit vielen Quellen. Und besonders Quellen von den "Verlierern"




Grün: Rikura, ungemein hilfreich erscheint es, wenn man völlig unemotional davon ausgeht, wie Menschen handeln, insbesondere wenn ihre ureigensten privaten Interessen betroffen sind und/oder wenn sie sich in ideologische Sackgassen hineinmanövriert haben. Am besten, man betrachtet sich ganz selbstkritisch selbst und sagt nicht "das würde ich NIE tun". Ich weiß, es fällt schwer, sich selbst auch einzugestehen, im Extremfall für die jetzige Situation völlig unvorstellbare Handlungsweisen zuzubilligen, die man selbst im Normalfall empört ablehnen würde.
Ich bin kein Psychologe, aber wenn ich mich in die Handlungsweise anderer Menschen versuche hineinzuversetzen, kommt mir diese völlig unemotionale Denkweise entgegen. Mich hatte z.B. damals etwas überrascht, daß ein Selbstmordattentat wie in New York "9/11" so völlig undenkbare gewesen ist. Da saßen hunderte oder mehr Psychologen und Terrorspezialisten in den Verteidigungsorganen und niemand war in der Lage, sich in die Köpfe der Attentäter hineinzuversetzen, welche Möglichkeiten gibt es, um der westlichen Welt richtig spektakulär die Grenzen ihrer Macht aufzuzeigen. Bei diesen Gedankenspielen kann man nicht davon ausgehen, daß Menschen "zu sowas nicht in der Lage sind".



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#74

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 13:53
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #69
Zitat von Barbara im Beitrag #65
[Für "historische Korrektheit" haben wir dich ja.
Ich traue dir nicht über den Weg und verzichte auf deine Zustimmung zu meinen Beiträgen !
Barbara

Ach, liebe Barbara, was für ein Kreuz du zu tragen hast. Ich kann mir vorstellen, dass es wirklich lästig ist, immer den Drang zu haben, andere davon überzeugen zu müssen, wie "intellektuell" du bist. Vor allen Dingen dann, wenn es sich um "primitive Ossis“ und "ignorante Ausländer“ handelt.

Es mag sein, dass ich hier falsch liege, aber du erinnerst mich recht stark an einen gewissen "Herrn Fleischer“, der kurz nach der Kolonisierung im Cottbusser Rathaus auftauchte, um: "endlich mal diesen faulen Ossis das richtige Arbeiten beizubringen". Mit Trennungsgeld und "Buschzulage“ hat er locker zweimal so viel monatlich eingesteckt als die KollegInnen. Und das mit null Ahnung aber mit fest vorgefasster Meinung über das Leben in der DDR. Ein wenig von dieser Einstellung entdecke ich bei dir, aber ich kann mich natürlich irren. Und meine Meinung damals und heute zu solchen Leuten? Um es einmal auf "Schwiizerdüutsch“ auszudrücken: "Uuf sottige Lüut isch öppis g'schisse!“

Ich bin in der Tat bemüht, die "historische Korrektheit“ in Englisch sprechenden Ländern zu korrigieren, bzw. einen ergänzenden Beitrag zu leisten, um das Bild der DDR zu vervollständigen bzw. von der Einseitigkeit zu befreien, damit andere die Möglichkeit haben, ihre eigenen Systemvergleiche anzustellen. Wenn dir aber meine persönliche Meinung zur DDR nicht gefällt, so ignoriere sie doch. Ganz einfach, oder?

MsG







Ich sage dir jetzt mal was ich von dir denke:

Du bist ein Lügner.

Du bist weder ein Ire, noch warst du in der britischen Armee. Deine merkwürdig zusammengeschusterte „ Biografie“ ist kein bisschen plausibel. Die Art und Weise deines Auftretens hier war von Anfang an auf Polemisieren angelegt, ich habe mir deinen Antrittsbeitrag nochmal durchgelesen.

Deine Wortbeiträge sind immer bemüht „zu zündeln“, die bist weder an Geschichtsaufbereitung noch an ehrlicher Auseinandersetzung interessiert.
Auch die „englischsprachige Welt“ braucht deine halbseidene Auffassung von historischer Analysen nicht.

Zu Irland hast du nicht den geringsten Bezug. Iren sind Patrioten und bzgl. ihres Landes sehr emotional. Ich kenne ein paar Iren. Außer „Nordirland“ hast du nichts "Irisches" zu bieten. Meine letzten Fragen an dich „wo du dich beheimatet fühlst“, hast du nicht beantwortet. .
Deine Haltung zum brit. Militär bzw. überhaupt zum Militär beantwortest du wischiwaschi mit „Tradition“. Du bist ein „vaterlandsloser Geselle“ !

Jeder hier im Forum, der nicht deiner Meinung ist wird abgekanzelt und zwar sehr aggressiv und sehr herablassend, alles ehem. DDR-Bürger, die dir doch so eigentlich am Herzen liegen. Das letzte Mal war es Grenzgängerin, der du - ganz nebenbei - intellektuell nicht das Wasser reichen kannst. Ich ärgere mich, dass ich auf deinen despektierlichen Beitrag gegen sie nicht sofort reagiert habe, das hole ich hiermit nach.

Du bist der“ Sozialistischste Sozialist“, du kennst die DDR besser als jeder DDR-Bürger und natürlich auch die Dummheit und Ungebildetheit der ehem. BRD-Bürger. Du weißt überhaupt alles „am Besten“. Sprichst am besten Deutsch, am besten Dialekte, du bist einfach der Größte!

Es war ein Fehler, in deinem Beitrag an Rikura, zu behaupten die Alt-Bundis wären dumm und ungebildet bzl. der Nazi-Vergangenheit. Wenn ich eins nicht bin, dann ist es ungebildet.
Nachdem ich dich diesbezüglich zurecht gewiesen habe („du hast eine Knall“), hast du dich dich für meine weiteren Beiträge bedankt - wie anbiedernd. Wolltest du mich damit „ruhig stimmen“? Ich bin überhaupt nicht korrumpierbar. Ein „Ausländer“ hätte sich entschuldigt und das wäre auch angemessen gewesen. Bzw. ein Ausländer würde gar nicht so auftreten wie du!
Du hast kein einziges „interkulturelles Problem“, weder in Sprache noch in Inhalt. Und warum? Weil du ein Deutscher bist, der hier ein ekliges Spielchen spielt.
Denn:
Ein Ausländer, egal welcher Nation und welcher politischen Weltanschauung, der sich in einem Deutschen Forum zur Geschichtsaufarbeitung anmeldet - ist respektvoll !
Ist vorsichtig, fragt, ergreift vielleicht Partei, aber erzählt einem Deutschen ganz sicher nicht, wie der „seine Geschichte“ zu betrachten hat.
Dein Engagement für die DDR, bzw. für ihre Bürger ist oberflächlich, holzschnittartig und klingt wie abgeschrieben.
Dein Anliegen ist es, für Unruhe sorgen, kleine Brandsätze legen, und wer weiß, was deine eigentliche Motivation ist.

Warum das so ist, wirst du wahrscheinlich nicht beantworten. Außerdem wirst du meinen Vorwurf natürlich zurückweisen. Ich habe schon eine ungefähre Vorstellung davon, wie du das tuen wirst.

Kleiner Tipp:
Wenn du mich beleidigen willst, musst du dein Niveau ein kleines bisschen anheben im Vergleich "zu oben" - um überhaupt an mich ran zu kommen.

Cool wäre allerdings du würdest deine Maskerade fallen lassen !

Trappatoni User Bugsy !


---------------------------------------------------

Liebe Admins, ich nehme jede Rüge und Konsequenzen für oben in Kauf: Das musste raus, sonst hätte ich nicht mehr in den Spiegel sehen können.


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.06.2013 13:54 | nach oben springen

#75

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 14:58
von ddr-bürger (gelöscht)
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@ barbara

nur eins, Deine Gedanken "Ausländer wären im Forum respektvoll und vorsichtig" kann ich nicht bestätigen, denken wir nur an den Gast aus Japan......

Wo war da Dein Mißtrauen?

Aber das wäre ein Thema für einen anderen Thread, es wäre schade diesen mit solchen Thesen zu "zerstören".

Ich würde bitten das zu verschieben, das sollte "Rikura" hier nicht belasten.


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#76

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 15:00
von schnatterinchen (gelöscht)
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Der Antifaschismus in der DDR diente meiner Meinung nach auch zur Legitimation und als Druckmittel des Staates und seiner Führung.
Ehemalige Nazis gab es in der DDR offiziell nicht, die waren nach DDR Lesart alle im Westen.
Die Bezeichnung antifaschistischer Schutzwall für die Sperranlagen nach WB und zur BRDeutschland sagte unausgesprochen aus , daß hinter diesem Bollwerk die Faschisten lauern.
Obwohl das faschistische Deutschland 1945 kapitulierte und die Siegermächte streng darauf achteten, daß kein neues Nazireich entstand.
Wie konnte sich da ein DDR Bürger gegen diese Absperrmaßnahmen aussprechen.Brachte er sich doch dadurch in die Nähe der Faschisten.


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#77

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 15:28
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #76
Der Antifaschismus in der DDR diente meiner Meinung nach auch zur Legitimation und als Druckmittel des Staates und seiner Führung.
Ehemalige Nazis gab es in der DDR offiziell nicht, die waren nach DDR Lesart alle im Westen.
Die Bezeichnung antifaschistischer Schutzwall für die Sperranlagen nach WB und zur BRDeutschland sagte unausgesprochen aus , daß hinter diesem Bollwerk die Faschisten lauern.
Obwohl das faschistische Deutschland 1945 kapitulierte und die Siegermächte streng darauf achteten, daß kein neues Nazireich entstand.
Wie konnte sich da ein DDR Bürger gegen diese Absperrmaßnahmen aussprechen.Brachte er sich doch dadurch in die Nähe der Faschisten.

Na ganz soo plump war die Propaganda nun dann doch nicht, so wurde der Schutzwall später dann auch 'antiimperialistisch' genannt. Was mich eher wundert, wieso hat sich noch keiner an dem Begriff 'Wall' hochgezogen, enstammt dieser doch astreinem Nazideutsch, so wie Westwall, Atlantikwall ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Antifaschis...zwall#Sonstiges

zu dem andern Thema, gute Idee @ddr-bürger, ich verspoilere mal meine Gedanken dazu ...

Und wenn ich nicht wüßte, das es sich bei Barbara und Larissa um zwei verschiedene Personen handeln würde, also nur so vom Lesen der Beiträge (ohne Hintergrundwissen) her würde ich zu einem ähnlichen Schluß Bugsy betreffend kommen. Also nur mal so als Beispiel. Und wenn ich dann lese ...

Zitat
Dein Engagement für die DDR, bzw. für ihre Bürger ist oberflächlich, holzschnittartig und klingt wie abgeschrieben.
Dein Anliegen ist es, für Unruhe sorgen, kleine Brandsätze legen, und wer weiß, was deine eigentliche Motivation ist.

Aha, was ist eigentlich Deine Motivation hier und wieso setzt Du in Deinem Profile die "Deutsche" in Quotes? Und guckste nicht sowieso viel zu oft in den Spiegel? Oder zieh dir mal die Lyrics vom Ärzte-Song Mysteryland (ich verlinke den Sch... hier nicht zum zweitenmal, auch ich bin lernfähig) rein.

So könnte man(n) Fragen, wenn man(n) jetzt an Dir sein Mütchen kühlen wollte. Und Du glaubst nicht was es für ungeradlinige Biografien gibt, kannste glooben. Da gibt es Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann sich so ein Lieschen Müller ... . Und nun komm mal wieder bissel runter, nicht das Du an indelegtueller Hochvernasung noch vereinsamest.
Wobei, es wird sich ja schon bedankt, also keine Gefahr ... Einfach mal DANKE sagen


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 26.06.2013 15:31 | nach oben springen

#78

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 15:45
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Also ich habe zu den Fahnenappellen nichts anderes gehört.


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#79

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 16:14
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

im Nachhinein muss ich schon sagen, dass zum Schlimmsten der DDR für mich die Banalität der SED-Führung und der Stasi gehört.

http://www.ddr-im-blick.de/

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


zuletzt bearbeitet 26.06.2013 16:14 | nach oben springen

#80

RE: DDR und die Vergangenheit

in Leben in der DDR 26.06.2013 22:07
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #51
@Bugsy

Mir war neu das Hans Filbinger Richter am Volksgerichtshof war (nazi-Richter). Warum hat er nach Kriegsende in NOrwegen Urteile gefällt ?, warum wurde Wolfgang Lüth am 14.05.1945 auf dem Gelände der Marineschule Flensburg Mürwick durch Verkettung unglücklicher umstände von der eigenen Wache erschossen ?

Wieso konnten um die Zeit Deutsche Soldaten noch unter Deutschem Kommando, unter Deutschem Eid stehen ?

Wolfgang Lüth bekam das allerletzte Staatsbegräbnis des Krieges.




Filbinger war nicht am Volksgerichtshof sondern war Marinerichter.


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