#121

RE: Soll der 17. Juni wieder Feiertag werden?

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 17:59
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Die DDR sah sich als Rechtsnachfolger des deutschen Reiches? Das habe ich ja noch gar nicht gehört.Mit was würdest Du das belegen wollen?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#122

RE: Soll der 17. Juni wieder Feiertag werden?

in DDR Staat und Regime 19.06.2014 18:27
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #121
Die DDR sah sich als Rechtsnachfolger des deutschen Reiches? Das habe ich ja noch gar nicht gehört.Mit was würdest Du das belegen wollen?


Sowohl das Grundgesetz als auch die (erste) Verfassung der DDR gingen zunächst von dem Fortbestand eines einheitlichen deutschen Staates aus. Allerdings hab ich grad kapiert, das der Begriff Rechtsnachfolge falsch ist. Sowohl BRD als auch DDR sahen sich zunächst als "Identisch" mit dem deutschen Reich. Also rein rechtswissenschaftlich gesehen bestand das deutsche Reich nach 1945 weiter, da nur die Wehrmacht kapituliert hatte. Dies erkannten sowohl die DDR als auch die BRD an, woraus sie jeweils ihren Alleinvertretungsanspruch ableiteten. Ich sach doch, komplexes Thema


Intellektuelle spielen Telecaster
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#123

RE: Soll der 17. Juni wieder Feiertag werden?

in DDR Staat und Regime 20.06.2014 11:02
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Im vorigen Jahr erstellte eine Projektgruppe aus Schülern der Katharinenschule Eisleben eine Chronologie über die Abläufe der Unruhen in der Heimatregion.
Bemerkenswert waren die Gerüchte, die man streute, um alle Teilnehmer und Außenstehenden weiter aufzuwiegeln bzw. zu verunsichern, wobei die Fantasie keine Grenzen kannte.
Da sollten die Ostgrenzen plötzlich wieder offen sein und alle Vertriebenen könnten wieder zurück und Walter Ulbricht sei nach Dänemark abgehauen, hätte nur noch gefehlt, daß er dort etwas mit Egon Olsen geplant hätte....



Der Protest auf dem Lande beschränkte sich auf die Zerstörung von Ulbricht- und Marx- Bildern, die Forderung nach der Senkung des Abgabe- Solls der LPG, hier Bischofrode, dem Austritt von 12 Bauern aus der LPG Polleben und anderen kleinen Gemetzeln.
Das Volkspolizei- Kreisamt VPKA wurde von einem Teil der ca. 4000 Demonstranten in Eisleben im Erdgeschoß verwüstet und einige Polizisten wurden von der ca. 350köpfigen Meute niedergeschlagen.
Aus der Untersuchungshaftanstalt UHA wurden alle 67 Gefangenen befreit , von denen man 41 wieder einfangen konnte.
Auf welcher Ebene man in einer solchen Situation noch miteinander hätte verhandeln können, ist auch aus heutiger Sicht unklar.
Aus solchen Vorkommnissen nachträglich einen Feiertag konstruieren zu wollen, wäre ein Werk für Außerirdische.



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