#161

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 22:47
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #160
kein schlechter Ansatz ,Dein Glaube !



uuups,ich glaube die DDR gibt es nicht mehr,oder hab ich was verpasst?


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#162

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 22:51
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #151
beim MDR lief am Montag eine Reportage zum obigen Thema,da wurde unteranderem auch aufgeführt wieviele Firmen (Glaub es waren fast 4000) aus Mitteldeutschland nach dem Westen gezogen/geflohen sind (unter andern WELLA) und dadurch die industrielle Basis noch mehr zerstört wurde.Für die Westgebiete war das natürlich ein Segen,das sie ein bißchen neue Industrie für ihren Aufschwung bekamen(sonst wäre das Wirtschaftswunder nicht so doll ausgefallen.)


Den Bericht habe ich auch gesehen. Das ist faktisch auch richtig, dass diese Firmen in den Westen übersiedelt sind. Du hast nur eine ganz wichtige Information aus diesem Bericht unterdrückt. Die kommunistischen Enteigner gingen schon als die Totengräber der Leichtindustrie durch die Länder, als diese natürlich privatwirtschaftlich organisierten Betriebe vor ihnen die Flucht ergriffen. Oftmals nur die Inhaber oder leitenden Angestellten mit ein paar Patenten und Papieren unterm Arm haben sie im Westen bei 0 angefangen, weil sie im Osten von den Ideologen kaputt gemacht worden wären. Ich kenne hier in Düsseldorf einen ganz großen, "Teekanne", ursprünglich in Dresden beheimatet. Die wären ja bescheurt gewesen dort zu bleiben, nach allem was da angekündigt wurde. Auch die ganzen Strumpffabriken aus Sachsen sind hier wieder groß rausgekommen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 19.06.2013 22:53 | nach oben springen

#163

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 23:05
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #159
[rot]Rot:[/rot] Im Potsdamer Abkommen war genau festgelegt, wer wieviel Reparationen erhält und welche Zonen diese zu leisten haben. Da die UdSSR die mit Abstand größten Zerstörungen aufzuweisen hatte, wurde ihr auch der Löwenanteil zugestanden. Da diese nicht aus der relativ kleinen Ostzone kommen konnte, wurden auch die Westzonen dazu verpflichtet. Die Reparationshöhe war insgesamt für ganz Deutschland geltend festgelegt. Es waren die Alliierten, die schon sehr sehr bald im Widerspruch zu den vertraglichen Vereinbarungen die Leistungen aus ihren Zonen an die SU einstellten. Das war ein sehr kleiner Bruchteil dessen, was die Westzonen hätten leisten müssen. Dazu gibt es wohl genug seriöse Berechnungen, auch in wieweit die daraus durch die Ostzone/DDR dadurch wesentlich erhöhten Leistungen an die SU im Grunde genommen Schulden der Westzonen/alte BRD an die DDR sind. Diese Sachverhalte passen sicher einigen nicht in´s Argumentationskonzept, aber sie sind nun mal so.



rot mark.
das soll wohl ein Witz sein ? Ich glaube argumentativ schafft die DDR es noch, als Siegermacht des 2.Weltkrieges dazustehen.

[/quote]

Mein lieber Gert. Dann google doch mal ein bischen zu diesem Thema. Du wirst solche Berechnungen von seriösen Historikern hören bzw. lesen.



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#164

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 00:54
von Petra | 81 Beiträge

Ich habe im Keller einen "Spiegel"-Artikel von vor 10 Jahren gefunden. Der "Spiegel", gewiss nicht verdächtig Sympathien für Kommunisten zu hegen, kam nicht umhin die Sache auch von anderer Seite zu sehen.

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen und (falls vorhanden) Vorschau-Grafiken der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
Spiegelartikel 2003 17.06.1953.jpg

zuletzt bearbeitet 20.06.2013 01:23 | nach oben springen

#165

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 18:10
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #156
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #154
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #146
@Gert ganz so einfach ist es nicht und es ist heiß Heute, sehr heiß ......

Ich vermute mal Dore wollte nicht demolierte sondern demontierte schreiben ......
Klar waren die von Dir aufgezählten Städte platt, wenn es nicht so heiß wäre würde ich Dir auch noch den prozentualen Zerstörungsgrad der Städte in Ost, West, Nord und Süd liefern .......
Nur was nicht oder marginal zerstört war, waren die Produktionsanlagen im Westen wie im Osten .....
Nur hatte der Osten, in Wirklichkeit die Mitte das "Pech" das seine ihn versorgende Montanindustrie im Osten (Schlesien, Pommern) lag und dieser Osten war der Mitte abhanden gekommen und die Mitte wurde zum Osten ......
Fast alles, auch was Niet- und Nagelfest war, wurde auf Teufel komm raus ganz weit in den Osten verfrachtet, erst als Kriegsbeute, später als Reparationen um zum großen Teil nutzlos in den weiten der Steppe zu verrotten .....

Noch heute kannst Du bei der in den (End)Vierzigern gebauten Polarkreisbahn (auch Stalin Bahn) deutsche Schienen bewundern .....

Welche Werke wurden denn im Ruhrgebiet und im Main/Rhein Gebiet zwecks Reparationszahlungen an die Alliierten demontiert?
Mir ist kein Werk bekannt.

Gruß
Nostalgiker



Naja, ganz so ist es ja auch nicht gewesen.........: http://de.wikipedia.org/wiki/Demontage_(Reparation) "Entsprechend dem Potsdamer Abkommen kam es zu Demontagelieferungen aus dem Ruhrgebiet an die sowjetische Zone."
Die Amis haben es nur nicht so in die Länge gezogen wie die Russen.


Rot: Im Potsdamer Abkommen war genau festgelegt, wer wieviel Reparationen erhält und welche Zonen diese zu leisten haben. Da die UdSSR die mit Abstand größten Zerstörungen aufzuweisen hatte, wurde ihr auch der Löwenanteil zugestanden. Da diese nicht aus der relativ kleinen Ostzone kommen konnte, wurden auch die Westzonen dazu verpflichtet. Die Reparationshöhe war insgesamt für ganz Deutschland geltend festgelegt. Es waren die Alliierten, die schon sehr sehr bald im Widerspruch zu den vertraglichen Vereinbarungen die Leistungen aus ihren Zonen an die SU einstellten. Das war ein sehr kleiner Bruchteil dessen, was die Westzonen hätten leisten müssen. Dazu gibt es wohl genug seriöse Berechnungen, auch in wieweit die daraus durch die Ostzone/DDR dadurch wesentlich erhöhten Leistungen an die SU im Grunde genommen Schulden der Westzonen/alte BRD an die DDR sind. Diese Sachverhalte passen sicher einigen nicht in´s Argumentationskonzept, aber sie sind nun mal so.



Zu Rot: "Demontagen von Industrieanlagen, d.h. Abbau und Abtransport in ein anderes Land, waren Teil der Reparationsleistungen Deutschlands an die Alliierten. In NRW, das zur Britischen Besatzungszone gehörte, sollten hauptsächlich die Rohstahlproduktion und die Produktion im Werkzeugmaschinenbau stark eingeschränkt werden. Es kam aber nicht zu einer systematischen Demontage, da die Sowjetunion ihrem Versprechen, Nahrungsmittel in die westlichen Besatzungszonen zu liefern, nicht nachkam und deshalb die britische Militärregierung zunächst bestrebt war, die Produktion zu erhöhen, um durch Exportgewinne Nahrungsmittel kaufen zu können. "
http://www.nrw2000.de/nrw/demontage.htm


Intellektuelle spielen Telecaster
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#166

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 10:45
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ein sehr interessanter Bericht einer Zeitzeugin der mit einem kleinen Gedicht von Brecht endet:

"Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär
des Schriftstellerverbandes
In der Stalinallee
Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war,
dass das Volk
Das Vertrauen der Regierung
verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte
Arbeit
Zurückerobern könne.
Wäre es da nicht einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und Wählte ein anderes ?"

Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt
Der 17. Juni 1953 aus der Sicht einer Kommunistin

von Waltraud Aust

http://www.trend.infopartisan.net/trd0613/t050613.html

LG von der grenzgaengerin

EDIT Auszug aus dem Bericht

"Viele Arbeiter standen diesen Maßnahmen skeptisch gegenüber Und als FDJ'ler und Parteimitglied hatte man Schwierigkeiten, diese Beschlüsse und Entscheidungen zu erläutern. Um Kampagnen oder wichtige Beschlüsse zu erläutern, wurden FDJ' ler und Parteileute oft zeitweise vom normalen Arbeitsplatz freigestellt. Eine solche Freistellung sahen die Kollegen am Arbeitsplatz verständlicherweise nicht gerne, denn sie mussten ja meine Arbeit mitmachen. Ich war damals im TRO (Transformatorenwerk Karl Liebknecht) tätig und musste zum Agitieren in die Lehrwerkstatt, aber auch in andere Abteilungen. Einige Auseinandersetzungen, die die Unzufriedenheit der Arbeiter, auch mehrerer Parteigenossen hervorriefen, habe ich noch genau im Gedächtnis: Die Hälfte der Kantine im TRO war für die Angestellten reserviert gewesen, die andere Hälfte für die Arbeiter aus der Produktion. Die Tische der Angestellten hatten weiße Tischdecken, die der Arbeiter waren wegen der oft beschmutzten Hände und Kleidung kahl. Arbeiter hatten sich darüber beschwert. Die Beschwerde hatte Erfolg. Alle Tische erhielten weiße Decken mit einer Glasplatte darüber. So war das Schmutzproblem gelöst und es gab auch keine Unterschiede mehr, jeder konnte sich hinsetzen, wo er wollte. Im Zuge des Fünfjahresplanes forderte Walter Ulbricht plötzlich die „Schaffung besonderer Speiseräume" für die Intelligenz. Viele FDGB-Mitglieder und auch SED-Leute verstanden nun gar nichts mehr, denn da sollten nicht nur die besonderen Kantinen für die Intelligenz geschaffen werden, sondern ein ganzer Katalog von Privilegien für die Intelligenz wurde bekanntgegeben. Gegen die Zurverfügungstellung von kostenloser wissenschaftlicher Literatur, Entwicklungs- und Forschungs statten, Laboratorien usw. war sicherlich nichts zu sagen, aber sehr wohl gegen die materiellen Privilegien, die nun die Intelligenz erhalten sollte: gesonderte Gehaltsverträge; bessere, gesonderte Wohnungen, Prämienfonds, Ferienorte, Konsumläden wurden benannt, wo die Intelligenz mit Sonderausweisen Lebensmittel kaufen konnte und vieles mehr. Es war nur allzu verständlich, dass Parteigenossen und Gewerkschafter das nicht verstanden. Gegen diesen „Unverstand" kam die Weisung: „In allen Betriebsabteilungen unserer volkseigenen und ihnen gleichgestellten Betriebe, in allen Staats-, Wirtschafts- und Verwaltungsorganen müssen offen die Fragen des Verhältnisses der Arbeiterklasse zur Intelligenz besprochen und ein offener Kampf gegen das falsche Verhalten von Genossen oder Gewerkschaftsmitgliedern geführt werden." Was war wirklich falsch?

Falsch war, dass in einem VEB-Betrieb das gesamte Konstruktionsbüro von der Prämienzahlung, die der Betrieb erhalten hatte, ausgeschlossen wurde mit der Begründung, das Konstruktionsbüro ist keine Produktionsstätte. Falsch war, dass Ingenieure und Wissenschaftler wegen ihrer meist bürgerlichen Vergangenheit als „Reaktionäre" abgestempelt wurden. Und ganz daneben ging es, als im TRO zwei Ingenieure auf die Straße gesetzt wurden, weil sie zwar 'tüchtige Fachleute', aber ideologisch zurückgeblieben waren".


zuletzt bearbeitet 22.06.2013 10:47 | nach oben springen

#167

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 11:19
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe Ggaengerin mit:

"Falsch war, dass in einem VEB-Betrieb das gesamte Konstruktionsbüro von der Prämienzahlung, die der Betrieb erhalten hatte, ausgeschlossen wurde mit der Begründung, das Konstruktionsbüro ist keine Produktionsstätte. Falsch war, dass Ingenieure und Wissenschaftler wegen ihrer meist bürgerlichen Vergangenheit als „Reaktionäre" abgestempelt wurden."

War uns Ulbericht nicht ein gelernter Tischler, also einer aus der Arbeiterklasse? Der "Wasserkopf" siehe die Intelligenz und Prämienzahlungen, das fehlte gerade noch in deren problembehafteten Denken, einmal ganz einfach und unkompliziert die Theorie und Praxis zu vereinen. Daran hakts übrigens heute genauso bei manchem "Sesselfurzer", da unterscheidet sich das System des Kapital überhaupt nicht von dem der Planwirtschaft im Sozialismus.

Ihr fragt nach Beispielen? Ja, wenn ich mal Zeit habe, heute nicht.

Lebensläufer


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#168

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 11:43
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #167


da unterscheidet sich das System des Kapital überhaupt nicht von dem der Planwirtschaft im Sozialismus.

Lebensläufer


Da liegt der Hase im Pfeffer. Sollte sich nicht der Sozialismus positiv vom Kapitalismus abheben? Im übrigen sehe ich die Rückkehr zum Kapital nicht als Fortschritt.

Aber ich denke das ist nicht das Thema diesen threads.

Ich finde diesen Zeitzeugenbericht von Waltraud Aust nicht zuletzt so interessant, weil er gespickt ist mit Details aus dem Alltag dieser Zeit und persönlichen Wahrnehmungen der Zeitzeugin.

LG von der grenzgaengerin


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#169

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 19:16
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zum 61. Jahrestag hole ich einfach mal einen alten thread aus der Versenkung.

So schnell wird ein Tag verdrängt - durch Fußball, Russland, Irak ..... Keiner denkt mehr daran. Wie wird das wohl in wenigen Jahren sein, wenn es dann auch keine Zeitzeugen mehr geben wird

LG von der Moskwitschka


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#170

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 19:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #169
Zum 61. Jahrestag hole ich einfach mal einen alten thread aus der Versenkung.

So schnell wird ein Tag verdrängt - durch Fußball, Russland, Irak ..... Keiner denkt mehr daran. Wie wird das wohl in wenigen Jahren sein, wenn es dann auch keine Zeitzeugen mehr geben wird

LG von der Moskwitschka
Ich hatte daran gedacht.
Wirst gleich aus ner bestimmten Ecke ne Schelte bekommen,ob das nun das "Sommerloch" ist,oder so,jedes Jahr das selbe....heißt es dann.......

ek40


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#171

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 19:26
von Gelöschtes Mitglied
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Den Tag kann ich nicht vergessen, er ist gleichzeitig der Geburtstag meiner Oma. Sie hatte mir ziemlich eindrucksvoll ihre Wahrnehmungen zu diesem 17.6.53 geschildert. Sohn unterm Tisch weil Panzer rollten, der Mann nicht da weil er am Bahnhof festgehalten wurde und somit nicht in die Stadt durfte. Dazu die Geschehnisse vor dem Fenster....muss ein nachhaltig in Erinnerung gebliebener Geburtstag gewesen sein. Dieser 17. im Jahr 1953 war auch zu jedem ihrer Geburtstagsfeiern ein Thema. Das konnte sie nie vergessen.


zuletzt bearbeitet 17.06.2014 19:27 | nach oben springen

#172

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 19:29
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Mein Vater hat damals die Stahlwerker aus Hennigsdorf selbst gesehen, die als Demonstrationszug in die Innenstadt marschiert sind. Quer durch West-Berlin.

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1156935


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#173

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 19:34
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Danke für die Erinnerung an diesen Tag...Ich habe gestern und heute mehrfach überlegt, ob ich hier ein paar Zeilen dazu schreibe.
Es wird so viele Zeitzeugen dazu nicht mehr geben...
Die Gedanken daran gingen mir den ganzen Tag durch den Kopf.
Ich war damals noch ungeboren, im Bauch meiner Mutter.
Meine Eltern erzählten mir später, wie an diesem Tag die sowjetischen Panzer in meiner Heimatstadt über das Pflaster dröhnten, in die Luft schossen. Und die Menschen in die Hauseingänge flüchteten.
Neben dem Gerichtsgebäude ist heute eine Gedenktafel für die erschossenen "Anführer".

In Folge dieser Ereignisse wurden später die "Kampfgruppen der Arbeiterklasse" gegründet, um als SED zukünftig eine eigene "Eingreiftruppe" für solche Situationen zu haben - diese Truppe war mir all die Jahre suspekt, ich habe mich immer gesträubt, beizutreten, obwohl ich mal in der SED war...

Gruss Hartmut



Zitat von Moskwitschka im Beitrag #169
Zum 61. Jahrestag hole ich einfach mal einen alten thread aus der Versenkung.

So schnell wird ein Tag verdrängt - durch Fußball, Russland, Irak ..... Keiner denkt mehr daran. Wie wird das wohl in wenigen Jahren sein, wenn es dann auch keine Zeitzeugen mehr geben wird

LG von der Moskwitschka


u3644_Jobnomade.html
Harzwanderer, Grenzverletzerin, Schuddelkind und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.06.2014 19:35 | nach oben springen

#174

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 19:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #5
den 17.Juni wieder als Feiertag einführen,ich bin dafür,
hat irgendeine Partei das in ihren Programm?
Lutze

Hallo,Lutze!
Leider gibt es eine Partei,die möchte das. Sie hat sonst keine Probleme und es ist die FDP und unser lieber Hr. Zastrow,dafür will sie denBuß-und Bettag
abschaffen.Glaube aber damit hat sie sich das eigene Grab geschaufelt.
Gruß Rei[


zuletzt bearbeitet 17.06.2014 19:46 | nach oben springen

#175

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 20:04
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #174
Zitat von Lutze im Beitrag #5
den 17.Juni wieder als Feiertag einführen,ich bin dafür,
hat irgendeine Partei das in ihren Programm?
Lutze

Hallo,Lutze!
Leider gibt es eine Partei,die möchte das. Sie hat sonst keine Probleme und es ist die FDP und unser lieber Hr. Zastrow,dafür will sie denBuß-und Bettag
abschaffen.Glaube aber damit hat sie sich das eigene Grab geschaufelt.
Gruß Rei[

Hallo,
dann scheint der Herr auch nicht zu wissen, dass es diesen Feiertag nur noch in Sachsen gibt



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#176

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 20:28
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Danke @Moskwitschka ...fürs rauskramen. Traurig, wieder eine Anekdote des heutigen Arbeitstages.

Kollegin: Welchen haben wir denn heute?
Ich: den 17.
Kollegin: Ach, das war ja mal ein Feiertag hier
Ich: weißt du auch warum?
Kollegin: nein, fällt mir partout nicht ein


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

zuletzt bearbeitet 17.06.2014 20:30 | nach oben springen

#177

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 20:45
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Ich kann mich noch gut erinnern als ich als Jungpionier von einem Schulkameraden erzählt bekam, das am 17. Juni 1953, die von mir bis dahin hoch verehrten Sowjetsoldaten mit ihren Panzern einen Aufstand in der DDR niederschlugen und dabei Menschen starben.
Ich wollte es nicht glauben.
Von da an war der erste Lack vom schönen Sozialismus a la DDR bei mir mal ab.


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#178

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 21:02
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@schnatterinchen , Du scheinst wirklich in die Baumschule gegangen zu sein.
Das Thema Panzer und Niederschlagung des faschistischen Putsches, wie er in der DDR offiziell genannt wurde, mit Hilfe der sowjetischen Freunde war ganz offizieller Schulstoff, Fach Geschichte wenn ich mich nicht irre.

Wenn es nach Deiner "Erinnerung" nur als hochgeheime Information zu DDR Zeiten gehandelt wurde ist das Dein Problem aber versuch doch nicht Deine Wissens Defizite dem Staat anzulasten.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#179

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 21:10
von Lutze | 8.039 Beiträge

a-ha,es war ein faschistischer Putsch,
aus heutiger Sicht immer noch?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#180

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2014 21:13
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Lutze, lies Dir bitte mal meinen Beitrag genau durch, vielleicht findest Du dann darin die Antwort auf Deine Frage.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Feliks D. und Krepp haben sich für diesen Beitrag bedankt
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