#101

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:23
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Was liebe @grenzgaengerin würde Deinen Großvater an meinem, durchaus polemisch gemeintem Gedankenkonstrukt, in Rotation versetzen?

Nebenbei bemerkt nicht alle SPD Mitglieder sahen die Vereinigung/Zusammenschluß der SPD und KPD 1945 und in den unmittelbaren Jahren danach als "Zwangsvereinigung".
Dieser politische Begriff "Zwangsvereinigung" tauchte doch erst mit der sich abzeichnenden Spaltung Deutschlands und der sich stramm an der KPdSU in ihrer Organisationsform, ich sage nur 'Partei neuen Typs', orientierenden SED auf ......

Kleiner Exkurs, die Spaltung der organisierten Arbeiterklasse Deutschlands in zwei Arbeiterparteien, deren Weg und Anspruch an die Erringung der politischen Macht in der Weimarer Republik nicht hätte unterschiedlicher sein können, gipfelte in den ausgehenden Zwanzigern, Anfang Dreißigern in der von Stalin inspirierten "Sozialfaschismus These" und dem Primat der gnadenlosen Bekämpfung selbigen durch die KPD statt die Kräfte zu bündeln um den wirklichen Feind zu bekämpfen .....
Ergebnis dieser Taktik ist hinlänglich bekannt ....

In der sich aus zwei Parteien "vereinigten" neuen Partei konnten das zu Beginn durchaus paritätisch vorhandene 'Gleichgewicht' zwischen Sozialdemokratie und orthodoxem Kommunismus mit der Zeit zugunsten letzterem verschoben werden.
Zumindest auf dem Territorium der DDR "gewannen" die Kommunisten den Kampf gegen die Sozialfaschisten indem sie sie in ihrer eigenen Partei eleminierten und kaltstellten ........
Soweit mein stark verkürzter Gedanke dazu
Nur ist dies ein ganz anderes Thema denke ich und gehört nicht unbedingt hier her.

Gruß
Nostalgiker
__________________________________________________

@Barbara, Deine Antwort zu "Freiheit" ist genau das was ich mit "schwammig, vernebelt und nicht fassbar" meinte ......
am besten jeder bastelt sich seinen eigenen Freiheitsbegriff


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#102

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:26
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #100
Zitat von Barbara im Beitrag #97
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
@
....

....
es gibt meiner Meinung keinen schwammigeren, vernebelnderen und in sich nicht fassbaren Begriff wie den der "Freiheit") und ....

Soweit erstmal das grundsätzliche zum Tage von mir ....

Gruß
Nostalgiker



Weil er ein Begriff ist, den man mit sich selbst klären muss, im "Positiven" - statt immer definieren "zu lassen"?
Im ersten Fall ist er "absolut" - im zweiten "Zeitgeist".




Kannst du das mit dem "absolut" mal erläutern? Ich finde da für mich sehr unbefriedigende Antworten. Wie soll das funktionieren?




mit "absolut" meine ich = er gilt prinzipiell immer, unabhängig von äußeren Umständen und ist durch nichts relativierbar.

Und gehört - zumindest für mich - zu den Begriffen, die nur individuell klärbar sind, und zwar in einem langen und mühsamen Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst.
Ein sehr einsamer Prozess...


Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:31
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #101
Was liebe @grenzgaengerin würde Deinen Großvater an meinem, durchaus polemisch gemeintem Gedankenkonstrukt, in Rotation versetzen?

Nebenbei bemerkt nicht alle SPD Mitglieder sahen die Vereinigung/Zusammenschluß der SPD und KPD 1945 und in den unmittelbaren Jahren danach als "Zwangsvereinigung".
Dieser politische Begriff "Zwangsvereinigung" tauchte doch erst mit der sich abzeichnenden Spaltung Deutschlands und der sich stramm an der KPdSU in ihrer Organisationsform, ich sage nur 'Partei neuen Typs', orientierenden SED auf ......

Kleiner Exkurs, die Spaltung der organisierten Arbeiterklasse Deutschlands in zwei Arbeiterparteien, deren Weg und Anspruch an die Erringung der politischen Macht in der Weimarer Republik nicht hätte unterschiedlicher sein können, gipfelte in den ausgehenden Zwanzigern, Anfang Dreißigern in der von Stalin inspirierten "Sozialfaschismus These" und dem Primat der gnadenlosen Bekämpfung selbigen durch die KPD statt die Kräfte zu bündeln um den wirklichen Feind zu bekämpfen .....
Ergebnis dieser Taktik ist hinlänglich bekannt ....

In der sich aus zwei Parteien "vereinigten" neuen Partei konnten das zu Beginn durchaus paritätisch vorhandene 'Gleichgewicht' zwischen Sozialdemokratie und orthodoxem Kommunismus mit der Zeit zugunsten letzterem verschoben werden.
Zumindest auf dem Territorium der DDR "gewannen" die Kommunisten den Kampf gegen die Sozialfaschisten indem sie sie in ihrer eigenen Partei eleminierten und kaltstellten ........
Soweit mein stark verkürzter Gedanke dazu
Nur ist dies ein ganz anderes Thema denke ich und gehört nicht unbedingt hier her.

Gruß
Nostalgiker
__________________________________________________

@Barbara, Deine Antwort zu "Freiheit" ist genau das was ich mit "schwammig, vernebelt und nicht fassbar" meinte ......
am besten jeder bastelt sich seinen eigenen Freiheitsbegriff



Nein !


Was ich sagen möchte ist, keiner von uns kommt darum herum sich existenziell mit einem solchen Begriff auseinander zu setzen, wenn er denn ein ernsthafter Mensch ist.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das z.B. getan hast.

Es existiert keine Ethik außerhalb unserer selbst.


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#104

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:37
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Barbara, lass uns bitte darüber in diesem anderen Thread diskutieren.
Diese Thematik ist interessant aber passt jetzt nicht so ganz hier her .....

Es geht hier doch grundsätzlich um die Dinge welche zum 17.Juni führten, dem Umgang danach mit den Ereignissen in der DDR, die Instrumentalisierung des Tages in der Bundesrepublik und die heutige Sicht auf die damaligen Ereignisse.

Das Demonstranten auch ein Schild mit dem Wort "Freiheit" herumtrugen, nun ja .......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
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Text: Kurt Demmler

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#105

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:37
von Rostocker | 7.720 Beiträge

Ich möchte mal hier ganz primitiv die Frage stellen,aber ich lasse mal ganz bewusst das Volk aussen vor.Wollten eigendlich westdeutsche Poliiker oder westliche Politiker zu damaligen Zeit überhaupt die Wiedervereinigung Deutschlands mit sowjetischen Einfluß wirklich?


thomas 48 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#106

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:40
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #102
Zitat von Mike59 im Beitrag #100
Zitat von Barbara im Beitrag #97
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
@
....

....
es gibt meiner Meinung keinen schwammigeren, vernebelnderen und in sich nicht fassbaren Begriff wie den der "Freiheit") und ....

Soweit erstmal das grundsätzliche zum Tage von mir ....

Gruß
Nostalgiker



Weil er ein Begriff ist, den man mit sich selbst klären muss, im "Positiven" - statt immer definieren "zu lassen"?
Im ersten Fall ist er "absolut" - im zweiten "Zeitgeist".




Kannst du das mit dem "absolut" mal erläutern? Ich finde da für mich sehr unbefriedigende Antworten. Wie soll das funktionieren?




mit "absolut" meine ich = er gilt prinzipiell immer, unabhängig von äußeren Umständen und ist durch nichts relativierbar.

Und gehört - zumindest für mich - zu den Begriffen, die nur individuell klärbar sind, und zwar in einem langen und mühsamen Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst.
Ein sehr einsamer Prozess...


Gut bzw. weniger gut. So hätte ich es wohl nicht beschreiben können, jedenfalls nicht ad hoc. Aber es deckt sich wohl mit meinem empfinden. Mit der Freiheit ist es wohl wie mit der Wahrheit. Es gibt verschiedene Wahrheiten aber nur ein Wahrhaftigkeit.


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#107

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:41
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #105
Ich möchte mal hier ganz primitiv die Frage stellen,aber ich lasse mal ganz bewusst das Volk aussen vor.Wollten eigendlich westdeutsche Poliiker oder westliche Politiker zu damaligen Zeit überhaupt die Wiedervereinigung Deutschlands mit sowjetischen Einfluß wirklich?

Bestimmt nicht Rostocker. Aber das lag ja sowiso nicht in unserer Hand. Schade. Gewünscht hätte ich mir das mann uns wie die Östereicher 1955 in die Einheit entläst. Dann wären wir zwar Neutral aber für die Einheit wäre es mir das Wert gewesen.



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.06.2013 11:20 | nach oben springen

#108

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:44
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #101
Was liebe @grenzgaengerin würde Deinen Großvater an meinem, durchaus polemisch gemeintem Gedankenkonstrukt, in Rotation versetzen?


Du schreibst es selbst, lieber Nostalgiker - die Polemik. (unter anderem)

Die sollten wir anderen überlassen, wenn wir uns ernsthaft über die Ursachen des 17. Juni austauschen wollen. Wir haben es lange genug den anderen überlassen uns "aufzuklären". Und die, die es gekonnt hätten, haben geschwiegen.

LG von der grenzgaengerin


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#109

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 10:52
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe Gert mit:

"Rainer ich war fast noch zu jung um zu verstehen, was an diesem Tag passierte aber du hast offenbar gar keine Ahnung über die Lebensumstände, die Not, die Unterdrückung durch Ulbricht und Konsorten."

Na gut Gert, gebe etwas Frieden, war noch im Bauch meiner Mutter, mein Vater arbeitete zu dem Zeitpunkt bereits drei Jahre als Schichtarbeiter, legte somit wohl das Fundament für den kleinen bescheidenen Wohlstand seiner (DDR) Familie was der Sohnemann dann erweiterte, weiterführte.

Sehe ich heute so Demos in der Welt wo ein bestimmter Teil der Masse für was Bestimmtes wirklich Positives demonstriert dann dauert es gar nicht lange tauchen am anderen Ende vom Platz (dieses Szenario sich bitte sinngemäß formuliert vorstellen) die Chaoten auf, genau die mit der Fackel in der Hand oder dem Ziegelstein, dazu wenns geht noch vermummt und dann gehts los.

Das Ende vom Lied..."Ade du gute Absicht friedlich für ne bestimmte Sache demonstrieren zu wollen". Und genau so Gert und meine herzallerliebste Barbara, genau so war das an diesem 17.Juni 1953. Das nehme ich mal gut an.

Lebensläufer


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#110

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 11:02
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Um mal die Ausweitung der Kampfzone ein wenig einzudämmen komme ich auf die Reflexion der Ereignisse vor sechzig Jahren im Umfeld des des heutigen Tages, 17.Juni, zurück.

In meiner bevorzugten Sonntags Tageszeitung standen gestern einige ,fand ich jedenfalls, sehr gute und informative Artikel .....

Ebenfalls einer von Klaus Schroeder, seines Zeichens Prof., Politwissenschaftler und Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat.
Auch wenn ich nicht mit allen Aussagen, Wertungen und Sichten von ihm auf die Ereignisse um den 17.Juni mitgehe, wären meine Anmerkungen und Widersprüche marginal und beträfen vorrangig einige verwendete politische Kampfbegriffe und Wortwahlen welche er hätte besser anders formulieren können.
Im Grundprinzip stimme ich mit den im folgenden nachzulesenden Artikel formulierten Thesen und Erkenntnissen überein.

Hier geht es zum Artikel: "Es geht jetzt darum, wir oder sie"

Einzige Anmerkung meinerseits dazu.
Etwas sauer stieß mir im Artikel die Formulierung; "Eines der übelsten Machwerke war "Die Kommandeuse" von Stefan Hermlin" auf.
Zumindest inspirierte mich dieser Satz dazu mir den Band "Erzählende Prosa" von Stefan Hermlin zu greifen, erschienen 1990 im Aufbau, um diese kleine Erzählung nochmal zu lesen.

Interessant dazu ist die Anmerkung der Herausgeber welche ich hier übernehmen möchte:

'Die Kommandeuse'. Geschrieben 1953 in Berlin, Erstdruck 1954. Als Vorlage dienten Gerichtsakten. Namen wurden verändert. Die Erzählung stieß in West und Ost auf heftigen Widerspruch. ein berühmter Schriftsteller der Bundesrepublik teilte dem Autor mit, "das Schlimmste an dieser schlimmen Erzählung" liege in dem Umstand, das sie "gut geschrieben" sei.
Der Widerspruch im Westen äußerte sich vor allem im Zorn über die Verfälschung eines Freiheitskampfes. Der im Osten protestierte gegen den Versuch, das Psychogramm einer Faschistin zu entwerfen, womit der Konterrevolution Vorschub geleistet wurde. Die Kritiker in West und Ost ahnten nicht, wie sehr ihre Positionen einander glichen.
*

Gruß
Nostalgiker

* Stephan Hermlin, Erzählende Prosa, Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1990, 1.Auflage, S. 562


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
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der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
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Text: Kurt Demmler

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#111

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 11:05
von turtle | 6.961 Beiträge

Fakt ist was in Berlin mit Streiks begann ,entwickelte sich schnell zum Flächenbrand in der gesamten DDR. Die allgemeine Unzufriedenheit mit den Verhältnissen in der DDR war hauptsächlich daran Schuld das es so schnell übergriff. Klar hatte RIAS Berlin mit seinen bewusst gezielten Informationen einen Anteil daran. Mag sein das sich in Berlin einige aus dem Westteil der Stadt bewusst an Übergriffen beteiligt haben oder bewusst provoziert hatten. Jedoch woanders war das so nicht zutreffend . Es wurde gern so dargestellt als war alles von außen gesteuert.
Damals als Kind begriff ich natürlich nicht was los war. Hatte aber Angst als ich die vielen Menschen nach dem Eingreifen der roten Armee panisch durch die Leipziger Innenstadt rennen sah. Davor begriff ich noch weniger warum man das Stalin Denkmal bespuckte ,beschimpfte und umstürzen wollte. Ich sah auch wie Menschen geschlagen wurden .Schlagt in Tot das rote Schwein ! Die Brutalität schreckte ab und ließ mich vom Arm meiner Mutter reißen und in einen Hinterhof laufen. Ich hatte große Angst und weinte. Ich hörte die Schreie der Menschen. das Geräusch von Panzerketten und hier und da Schüsse. An eine friedliche Demonstration erinnere ich mich jedenfalls nicht. Und ja ich sah Gewalt von Demonstranten ausgehen als sie die sogenannten "roten Schweine" jagten und verprügelten. Auch heute noch erinnere ich an diesen Tag In der Leipziger Innenstadt. Heute denke ich ohne das Eingreifen der Sowjets hätte das das Ende der DDR bedeuten können. Das danach einige Schauprozesse Willkür und einige Strafen Unrecht und total überzogen waren ist Tatsache. Im Fall Hagedorn war das allerdings Lynchjustiz und die Verurteilung der Täter in Ordnung. Aber hier war die Todesstrafe für zwei 18 jährige zu hoch. 1989 griffen die Sowjets nicht ein ,das Ergebnis ist bekannt. Dabei denke ich immer noch hätten die alten Betonköpfe die Zeichen der Zeit erkannt und beizeiten was geändert wäre es nicht zum Untergang der DDR gekommen. Selbst Anfangs der Demos ging es um eine bessere DDR. Sie ist Geschichte die DDR der 17.Juni 1953 und die Öffnung der Grenzen 1989 werden immer ein historisches Datum bleiben und an die DDR erinnern.


Küchenbulle 79, Feliks D., Lebensläufer, DoreHolm, Lutze, stutz, utkieker und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.06.2013 11:44 | nach oben springen

#112

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 11:14
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Turtle, auch ich kann mich schemenhaft an diesen Tag erinnern.
Allerdings war ich noch zu klein und meine Eltern, also zumindest meine Mutter, war den ganzen Tag mit mir zu Hause.
Ich war nur stinksauer das ich nicht runter auf die Strasse durfte als gegen Mittag ???? sich die Panzerkolonnen der Roten Armee in unserer Strasse formierten ......
Das war spannend für so einen Kirps wie mich und ich habe es auch nicht verstanden warum mich meine Mutter vom Fenster wegzerrte und wir in ein hofwärtiges Zimmer auswichen .....

Eine große Kaserne war in unserer Wohnnähe, deshalb der Panzeraufmarsch auf unserer Strasse.

Über die Ereignisse des Tages würde in der Folgezeit in der Familie nicht bewußt gesprochen, über die Ursachen welche dazu führten durchaus.

Gruß
Nostalgiker


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#113

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 13:59
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
@Gert, DoreHolm hat schon nicht unrecht.
Allein die schiere Existenz des zweiten deutschen Staates war für die Machthaber des Anderen; Wirtschaft und ihre Politiker, Alarm und Ansporn diesen mittels für sie vertretbarer Zugeständnisse an die arbeitende Masse im eigenen Land zu "besiegen".
Warum gab es in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien um nur einige zu nennen kein 'Wirtschaftswunder a la sozialer Marktwirtschaft mit dem Ziel "Wohlstand für Alle"?
Das "Wirtschaftswunder" ist nicht das Ergebnis der sich frei entfaltenden Kräfte des freien und sozialen Marktes, nein das war und ist wohldurchdachtes Kalkül mit dem Ziel eine möglichst breite, materiell abgesicherte Mittelschicht im Staate zu schaffen welche nicht auf "dumme Ideen" kommt, wie Sozialismus zum Beispiel ...... und auf der anderen Seite dem 'Teil'volk oder den Brüdern und Schwestern, ab 13.8.61 sicher hinter Mauer und Stachedraht ausgesperrt, den Mund wässrig zu machen mit der gelebten These "materieller Wohlstand macht frei" .......

Inzwischen wird diese Art von wirtschaftlich/politischer Taktik nicht mehr benötigt, eine Zweiteilung der Gesellschaft reicht, die Reichen und Besitzenden da oben und unten der Rest, wovon sehr viele am Rande ihrer materiellen und sozialen Existenz leben, die sogenannte Mittelschicht löst sich langsam aber sicher in Wohlgefallen auf, denn sie wird nicht mehr wirklich benötigt und stört nur bei der Kapitalverwertung ....

Etwas überspitzt kann man auch sagen das der 17. Juni vor sechzig Jahren mit eine Ursache für den sich gegenwärtig vollziehenden Sozialabbau in Deutschland war.
Ein Teil der Bevölkerung in der DDR wollte damals, durchaus beeinflußt vom freiheitlichem Demokratiegequatsche der "anderen Seite" ebenfalls am "Wunder" partizipieren und die Freiheit (was immer man darunter verstehe, es gibt meiner Meinung keinen schwammigeren, vernebelnderen und in sich nicht fassbaren Begriff wie den der "Freiheit") und die vollen Fleischtöpfe haben ......
Nun hat jeder seine Freiheit und alle balgen sich um die höher gehenkten Fleischtöpfe wobei der Eine oder Andere auf der Strecke bleibt .....

Soweit erstmal das grundsätzliche zum Tage von mir ....

Gruß
Nostalgiker


@Nostalgiker für mich haben die Begriffe Demokratie und Freiheit einen absoluten Wert, was man, wie ich aus deiner Diktion lesen kann, von dir nicht behaupten kann. Ich habe aber gar keine Lust, dies hier zu interpretieren. Ganz einfach weil mir der Arbeitsaufwand zu hoch ist, um mir hinterher wieder da s Geheul der "sozial Entrechteten und Verbogenen" im Forum anzuhören. Da weiss ich besseres mit meiner Zeit anzufangen. Keine politische Richtung hat diese Begriffe so bis zur Unkenntlichkeit entstellt, wie der Kommunismus. Allein die Sprache dieser Proleten ist so etwas von verhurt, wie ich gestern in den Originalfilmen auf MDR aus dem Jahr 1953 und anderen Dokus über diese Zeit hören konnte, dass man das Kotzen kriegt vor solch primitiven menschlichen Wesen. Das gilt bis hin zu den sogenannten Richtern und Staatsanwälten, es war einfach unglaublich, wie sie sich verbal aufführten.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#114

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 15:06
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Tscha @Gert, das ist eben die Sprache der Avangarde des Proletariats ......., dreckig, kahl und hundsgemein ........., ne ich glaube diese Charakterisierung traf auf etwas anderes zu .....

Spass beiseite.
Natürlich hat sich die Sprache der Propaganda in den letzten 60 Jahren gewaltig geändert und das was damals, auch wie, geäußert wurde ruft heute teilweise befremden hervor bis zur peinlichen Berührtheit .....
Nur deshalb, wie Du, gleich darüber zu wettern das die Sprache dieser 'Proleten' soetwas von verhurt sei, entschuldige Gert, da spricht aber übelster Gossenjargon aus Dir welcher nicht mehr auf der Ebene Prolentenhaft angesiedelt ist sondern weit darunter.
Du möchtest doch nicht von mir als ein noch primitiveres Wesen angesehen werden wie die von Dir beschimpften Proleten oder liege ich da falsch?

Also die Bitte; befleißige Dich im Dialog einer etwas gesitteter Wortwahl und schon ginge es sachlich und enspannt um das Thema hier und nicht um Dein; in heimlicher Vorfreude?; prognostiziertes aufheulen der von Dir im Forum ausgemachten 'sozial Entrechteten und Verbogenen'[interessant; wie habe ich mir einen "sozial Verbogenen" vorzustellen], damit mal wieder das Hauptaugenmerk auf persönliche Animositäten gerichtet wird ......
Ist das Dein Ansinnen?

Du hast insofern recht das für mich die heutige einseitig bürgerliche Interpretation der Begriffe "Demokratie" und "Freiheit" keinen absoluten (Wahrheits)Wert besitzen.
Immerhin entzog ich mich nicht terriotorial, aus welchen Gründen auch immer, dem Machtbereich einer herrschenden Schicht(Partei) welche der Meinung war ihr sei historisch bedingt das alleinige Wahrheits- und Meinungsmonopol zugefallen und das nur weil sie die Welt materialistisch/dialektisch betrachtete und daraus Schlussfolgerte das mit der Interpretation der Begriffe nun Schluß sei, jetzt ist es an der Zeit dies alles radikal zu ändern und im Sinne der umfassenden, universellen Wahrheit neu zu definieren .....

Da Politik die größte Hure ist, das war schon immer so, gebraucht und entstellt die heutige Politik die Begriffe "Demokratie" und "Freiheit" weiterhin in ihrem Sinne und zu ihrem Nutzen bis hin zur Unkenntlichkeit .......
So und jetzt bist du dran Gert mir das Gegenteil zu beweisen; könnte ich jetzt gemeinerweise sagen ................, mach ich aber nicht.
Einfach weil es a) von mir unfair wäre Dich auf ein Terrain zu locken in welchem Du Dich nicht so gut auskennst b) weil solche Diskussion bei unterschiedlichsten Ausgangspunkten und Wissenständen sich sehr schnell festfahren würde und das bringt keinem Beteiligtem etwas.

Wie bereits erwähnt, etwas weniger Dampfhammer und Schaum, lieber mal nachfragen statt propagandistischen Müll offerieren und schon klappt das mit dem Dialog.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
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außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Udo, Küchenbulle 79 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.06.2013 15:06 | nach oben springen

#115

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 15:07
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #113
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
@Gert, DoreHolm hat schon nicht unrecht.
Allein die schiere Existenz des zweiten deutschen Staates war für die Machthaber des Anderen; Wirtschaft und ihre Politiker, Alarm und Ansporn diesen mittels für sie vertretbarer Zugeständnisse an die arbeitende Masse im eigenen Land zu "besiegen".
Warum gab es in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien um nur einige zu nennen kein 'Wirtschaftswunder a la sozialer Marktwirtschaft mit dem Ziel "Wohlstand für Alle"?
Das "Wirtschaftswunder" ist nicht das Ergebnis der sich frei entfaltenden Kräfte des freien und sozialen Marktes, nein das war und ist wohldurchdachtes Kalkül mit dem Ziel eine möglichst breite, materiell abgesicherte Mittelschicht im Staate zu schaffen welche nicht auf "dumme Ideen" kommt, wie Sozialismus zum Beispiel ...... und auf der anderen Seite dem 'Teil'volk oder den Brüdern und Schwestern, ab 13.8.61 sicher hinter Mauer und Stachedraht ausgesperrt, den Mund wässrig zu machen mit der gelebten These "materieller Wohlstand macht frei" .......

Inzwischen wird diese Art von wirtschaftlich/politischer Taktik nicht mehr benötigt, eine Zweiteilung der Gesellschaft reicht, die Reichen und Besitzenden da oben und unten der Rest, wovon sehr viele am Rande ihrer materiellen und sozialen Existenz leben, die sogenannte Mittelschicht löst sich langsam aber sicher in Wohlgefallen auf, denn sie wird nicht mehr wirklich benötigt und stört nur bei der Kapitalverwertung ....

Etwas überspitzt kann man auch sagen das der 17. Juni vor sechzig Jahren mit eine Ursache für den sich gegenwärtig vollziehenden Sozialabbau in Deutschland war.
Ein Teil der Bevölkerung in der DDR wollte damals, durchaus beeinflußt vom freiheitlichem Demokratiegequatsche der "anderen Seite" ebenfalls am "Wunder" partizipieren und die Freiheit (was immer man darunter verstehe, es gibt meiner Meinung keinen schwammigeren, vernebelnderen und in sich nicht fassbaren Begriff wie den der "Freiheit") und die vollen Fleischtöpfe haben ......
Nun hat jeder seine Freiheit und alle balgen sich um die höher gehenkten Fleischtöpfe wobei der Eine oder Andere auf der Strecke bleibt .....

Soweit erstmal das grundsätzliche zum Tage von mir ....

Gruß
Nostalgiker


@Nostalgiker für mich haben die Begriffe Demokratie und Freiheit einen absoluten Wert, was man, wie ich aus deiner Diktion lesen kann, von dir nicht behaupten kann. Ich habe aber gar keine Lust, dies hier zu interpretieren. Ganz einfach weil mir der Arbeitsaufwand zu hoch ist, um mir hinterher wieder da s Geheul der "sozial Entrechteten und Verbogenen" im Forum anzuhören. Da weiss ich besseres mit meiner Zeit anzufangen. Keine politische Richtung hat diese Begriffe so bis zur Unkenntlichkeit entstellt, wie der Kommunismus. Allein die Sprache dieser Proleten ist so etwas von verhurt, wie ich gestern in den Originalfilmen auf MDR aus dem Jahr 1953 und anderen Dokus über diese Zeit hören konnte, dass man das Kotzen kriegt vor solch primitiven menschlichen Wesen. Das gilt bis hin zu den sogenannten Richtern und Staatsanwälten, es war einfach unglaublich, wie sie sich verbal aufführten.





Gert, es gibt nicht eine "politische Richtung", die diesen Begriff nicht missbraucht (hat) - weltweit.

Darum ist er ja auch einer solchen Beliebigkeit ausgesetzt.


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 15:18
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

@Gert

um mir wieder das Geheul der sozial Entrechteten und verbogenen anzuhören

Da gibt es nur eine Antwort drauf.

Allein die Sprache dieser Proleten ist so etwas von verhurt!


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#117

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 15:22
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #115
Zitat von Gert im Beitrag #113
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #94
@Gert, DoreHolm hat schon nicht unrecht.
Allein die schiere Existenz des zweiten deutschen Staates war für die Machthaber des Anderen; Wirtschaft und ihre Politiker, Alarm und Ansporn diesen mittels für sie vertretbarer Zugeständnisse an die arbeitende Masse im eigenen Land zu "besiegen".
Warum gab es in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien um nur einige zu nennen kein 'Wirtschaftswunder a la sozialer Marktwirtschaft mit dem Ziel "Wohlstand für Alle"?
Das "Wirtschaftswunder" ist nicht das Ergebnis der sich frei entfaltenden Kräfte des freien und sozialen Marktes, nein das war und ist wohldurchdachtes Kalkül mit dem Ziel eine möglichst breite, materiell abgesicherte Mittelschicht im Staate zu schaffen welche nicht auf "dumme Ideen" kommt, wie Sozialismus zum Beispiel ...... und auf der anderen Seite dem 'Teil'volk oder den Brüdern und Schwestern, ab 13.8.61 sicher hinter Mauer und Stachedraht ausgesperrt, den Mund wässrig zu machen mit der gelebten These "materieller Wohlstand macht frei" .......

Inzwischen wird diese Art von wirtschaftlich/politischer Taktik nicht mehr benötigt, eine Zweiteilung der Gesellschaft reicht, die Reichen und Besitzenden da oben und unten der Rest, wovon sehr viele am Rande ihrer materiellen und sozialen Existenz leben, die sogenannte Mittelschicht löst sich langsam aber sicher in Wohlgefallen auf, denn sie wird nicht mehr wirklich benötigt und stört nur bei der Kapitalverwertung ....

Etwas überspitzt kann man auch sagen das der 17. Juni vor sechzig Jahren mit eine Ursache für den sich gegenwärtig vollziehenden Sozialabbau in Deutschland war.
Ein Teil der Bevölkerung in der DDR wollte damals, durchaus beeinflußt vom freiheitlichem Demokratiegequatsche der "anderen Seite" ebenfalls am "Wunder" partizipieren und die Freiheit (was immer man darunter verstehe, es gibt meiner Meinung keinen schwammigeren, vernebelnderen und in sich nicht fassbaren Begriff wie den der "Freiheit") und die vollen Fleischtöpfe haben ......
Nun hat jeder seine Freiheit und alle balgen sich um die höher gehenkten Fleischtöpfe wobei der Eine oder Andere auf der Strecke bleibt .....

Soweit erstmal das grundsätzliche zum Tage von mir ....

Gruß
Nostalgiker


@Nostalgiker für mich haben die Begriffe Demokratie und Freiheit einen absoluten Wert, was man, wie ich aus deiner Diktion lesen kann, von dir nicht behaupten kann. Ich habe aber gar keine Lust, dies hier zu interpretieren. Ganz einfach weil mir der Arbeitsaufwand zu hoch ist, um mir hinterher wieder da s Geheul der "sozial Entrechteten und Verbogenen" im Forum anzuhören. Da weiss ich besseres mit meiner Zeit anzufangen. Keine politische Richtung hat diese Begriffe so bis zur Unkenntlichkeit entstellt, wie der Kommunismus. Allein die Sprache dieser Proleten ist so etwas von verhurt, wie ich gestern in den Originalfilmen auf MDR aus dem Jahr 1953 und anderen Dokus über diese Zeit hören konnte, dass man das Kotzen kriegt vor solch primitiven menschlichen Wesen. Das gilt bis hin zu den sogenannten Richtern und Staatsanwälten, es war einfach unglaublich, wie sie sich verbal aufführten.





Gert, es gibt nicht eine "politische Richtung", die diesen Begriff nicht missbraucht (hat) - weltweit.

Darum ist er ja auch einer solchen Beliebigkeit ausgesetzt.













Nachtrag:

es gab eine "politische Richtung", die hat den Begriff "frei" über ihre schlimmsten Höllen geschrieben und die Deutschen und die Welt haben "zugesehen"....

Das Wort ist auch eine "Brandmal".


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#118

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 15:40
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #114
Tscha @Gert, das ist eben die Sprache der Avangarde des Proletariats ......., dreckig, kahl und hundsgemein ........., ne ich glaube diese Charakterisierung traf auf etwas anderes zu .....

Spass beiseite.
Natürlich hat sich die Sprache der Propaganda in den letzten 60 Jahren gewaltig geändert und das was damals, auch wie, geäußert wurde ruft heute teilweise befremden hervor bis zur peinlichen Berührtheit .....
Nur deshalb, wie Du, gleich darüber zu wettern das die Sprache dieser 'Proleten' soetwas von verhurt sei, entschuldige Gert, da spricht aber übelster Gossenjargon aus Dir welcher nicht mehr auf der Ebene Prolentenhaft angesiedelt ist sondern weit darunter.
Du möchtest doch nicht von mir als ein noch primitiveres Wesen angesehen werden wie die von Dir beschimpften Proleten oder liege ich da falsch?

Also die Bitte; befleißige Dich im Dialog einer etwas gesitteter Wortwahl und schon ginge es sachlich und enspannt um das Thema hier und nicht um Dein; in heimlicher Vorfreude?; prognostiziertes aufheulen der von Dir im Forum ausgemachten 'sozial Entrechteten und Verbogenen'[interessant; wie habe ich mir einen "sozial Verbogenen" vorzustellen], damit mal wieder das Hauptaugenmerk auf persönliche Animositäten gerichtet wird ......
Ist das Dein Ansinnen?

Du hast insofern recht das für mich die heutige einseitig bürgerliche Interpretation der Begriffe "Demokratie" und "Freiheit" keinen absoluten (Wahrheits)Wert besitzen.
Immerhin entzog ich mich nicht terriotorial, aus welchen Gründen auch immer, dem Machtbereich einer herrschenden Schicht(Partei) welche der Meinung war ihr sei historisch bedingt das alleinige Wahrheits- und Meinungsmonopol zugefallen und das nur weil sie die Welt materialistisch/dialektisch betrachtete und daraus Schlussfolgerte das mit der Interpretation der Begriffe nun Schluß sei, jetzt ist es an der Zeit dies alles radikal zu ändern und im Sinne der umfassenden, universellen Wahrheit neu zu definieren .....

Da Politik die größte Hure ist, das war schon immer so, gebraucht und entstellt die heutige Politik die Begriffe "Demokratie" und "Freiheit" weiterhin in ihrem Sinne und zu ihrem Nutzen bis hin zur Unkenntlichkeit .......
So und jetzt bist du dran Gert mir das Gegenteil zu beweisen; könnte ich jetzt gemeinerweise sagen ................, mach ich aber nicht.
Einfach weil es a) von mir unfair wäre Dich auf ein Terrain zu locken in welchem Du Dich nicht so gut auskennst b) weil solche Diskussion bei unterschiedlichsten Ausgangspunkten und Wissenständen sich sehr schnell festfahren würde und das bringt keinem Beteiligtem etwas.

Wie bereits erwähnt, etwas weniger Dampfhammer und Schaum, lieber mal nachfragen statt propagandistischen Müll offerieren und schon klappt das mit dem Dialog.

Gruß
Nostalgiker




@Nostalgiker , es ist richtig, dass die Wortwahl die ich in meinem Post wählte, nicht meinem normalen Wortschatz entspricht. Ich habe sie aber gewählt, weil es die Sprache dieses Gesindels ist, das 1953 die Macht in dem Teil D's hatte, der von den Sowjets besetzt war. Diese sogenannten Politiker sind durch einen Zufall der Geschichte hochgespült an die Macht, denn durch freie Wahlen, hätten sie diese niemals bekommen. Dort haben sie sich entsprechend aufgeführt, auch in einer Sprache, die ähnlich meiner Wortwahl ist, nämlich obszön, agressiv und für viele Menschen demütigend. Ich habe davon nichts zurückzunehmen, es tut mir auch nicht leid. Damit ist das aus meiner Sicht erläutert. Ich weiss es , ich erinnere mich, ich war dabei und habe auch viel erläuterndes und erklärendes Wissen darüber von meinen Eltern bekommen.






.
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Mahatma Gandhi
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#119

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 17:29
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Auch nach 60 Jahren gibt es immer noch offene Fragen. Zum Beispiel, welche Bedeutung der Tod Stalins am 5. März 1953 für die Erhebung gespielt hat.

Die ganze Propaganda der DDR war letztlich ein einziger Personenkult um Stalin. Nach dessen Tod enstand quasi ein propagandistisches Loch, welches die DDR Regierung von Stalins Gnaden nicht füllen konnten.

Alle die diesen Kult als Quatsch betrachteten, bekamen sozusagen Aufwind.
Theo


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#120

RE: 17. Juni 1953

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 17:45
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

der damalige Erste Sekretär des ZK der SED, der Genosse Walter Ulbricht, hätte es ja auch, angelehnt , so formulieren können:

"Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer dummer Arbeiter hat ein Komplott geschmiedet, um die DDR zu beseitigen und zugleich mit mir das ZK der SED auszurotten. Der Kreis, den diese Ursupatoren darstellen, ist ein denkbar kleiner. Er hat mit der Deutschen Demokratischen Republik und vor allem mit dem Sowjetunion nichts zu tun. Es ist ein ganz kleiner Klüngel verbrecherischer Elemente, die jetzt unbarmherzig ausgerottet werden..."

Hat er aber, Gott sei Dank, nicht. Und vor allem wurde nicht so gehandelt.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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