#81

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:04
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von icke46 im Beitrag #51
Also - auf den hier abgebildeten Dienstausweisen kann ich keinen Dienstgrad erkennen -
dass müsste dann schon ein Ausweis mit der Unterschrift von Mielke sein, dann könnte
man minimal von dem Dientsgrad General ausgehen.

Gruss

icke




Wenn ich mich richtige erinnere, standen Dienstrad und einige andere Daten im hinteren Teil des Ausweises.

Da war es bei der NVA einfacher. da gab es wie bereits geschrieben einen neuen Dienstausweis.

So ist es,der Name stand auf der zweiten Seite und war beim vorzeigen nicht zu sehen.
Und ich war nur ein kleines Licht.Dienstgrade hatten wohl bei der Firma nicht DIE absolute Bedeutung wie bei anderen militärischen Organen.
Und das mit den Verkehrskontrollen hat man uns so erklärt,es sollten nicht unnötig Personalien von Mitarbeitern "öffentlich" werden.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#82

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:13
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #62
Zitat von KARNAK im Beitrag #39
Also ich kenne das mit den Verkehrskontrollen so.Wurdest Du bei einem Verstoß im Straßenverkehr durch die VP erwischt,solltest Du Dich als Mfs-Mitarbeiter ausweisen,der Verstoß sollte dann durch das Mfs geahndet werden.Aber keiner hat das getan,die Strafe war dann meistens drakonischer und das entsprechende"Kadergespräch""nervender",also hat man sich lieber von der VP abstrafen lassen.NATÜRLICH wir das heute keiner mehr glauben.


Wie soll sich das mit der geforderten Konspiration decken? Auf diese Weise wären doch im Laufe der Zeit nicht wenige MA bekannt, und am allerschlimmsten auch noch von einem anderem Organ schriftlich erfasst und archiviert worden. Mir so völlig unbekannt und für mich, aufgrund meiner vorangegangen Einlassung, auch absolut unvorstellbar.


Das meine ich ja damit.Man sollte seine Personalien nicht herausgeben,eben aus diesem Grund und sich bei seinem Vorgesetzten selbst "stellen".Ich kannte einen,der hatte ein"Alkoholproblem"bei einer Kontrolle und hat das getan.Der Vorgesetzte hat dann den Führerscheinentzug und den Zeitraum festgelegt und die"Pappe"für den Zeitraum in seinen Panzerschrank eingeschlossen.Kann es auch nicht ändern,so habe ich es erlebt und in Erinnerung.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#83

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:18
von Lutze | 8.039 Beiträge

hatten beim MfS viele ein Alkoholproblem?,wenn man bei dieser Truppe dabei
gewesen ist,kann man doch nicht einfach sagen,ich kündige,wenn einen
was nicht passt
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#84

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:36
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #83
hatten beim MfS viele ein Alkoholproblem?,wenn man bei dieser Truppe dabei
gewesen ist,kann man doch nicht einfach sagen,ich kündige,wenn einen
was nicht passt
Lutze

Ich habe es geahnt.Soweit wie ich das beurteilen kann,nicht mehr wie wo anders.Und bei dem war es eben so,er hatte etwas getrunken und ist Auto gefahren,war kein Alkoholiker,weil er mit seinen Schandtaten nicht anders leben konnte.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#85

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:42
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

@KARNAK
Konnte man überhaupt freiwillig bei der "Firma" aufhören? Ich glaube eher nicht.
Dann trennte man sich doch eher bei schweren Disziplinarvergehen von dem Mitarbeiter?


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#86

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:43
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Wenn sich ein Legendierter ausweisen muss, wäre es das beste den "gefakten" Dienstausweisung zu zeigen, um die Konspiration zu wahren. Allerdings müsste die Legende einer Überprüfung standhalten. Das stelle ich mir schwierig vor.:Denn real existierende Personen haben neben dem Dienstausweis, einen Personalausweis, eine Personenkennzahl, eine Betriebs- und Postadresse usw. Man stelle sich nur vor, die VP will noch einen Sachverhalt klären, geht zur angegebenen Adresse und dort ist unter dem legendierten Namen kein Wohungsmieter oder im legendierten Betrieb ist der Kollege nicht im Mitarbeiterverzeichnis..
Theo


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#87

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 12:46
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #39

Also ich kenne das mit den Verkehrskontrollen so.Wurdest Du bei einem Verstoß im Straßenverkehr durch die VP erwischt,solltest Du Dich als Mfs-Mitarbeiter ausweisen,der Verstoß sollte dann durch das Mfs geahndet werden.Aber keiner hat das getan,die Strafe war dann meistens drakonischer und das entsprechende"Kadergespräch""nervender",also hat man sich lieber von der VP abstrafen lassen.NATÜRLICH wir das heute keiner mehr glauben.


Ich weiß nicht, wie bei Euch die Belehrungen abliefen.

Dass das von Dir geschilderte wenig Sinn macht, ist wohl klar. Wenn das bei Euch so belehrt wurde, nehme ich das mal zur Kenntnis.

Wenn man privat, also mit Privatfahrzeug, unterwegs war, hatte man sich als Bürger auszuweisen - keinen DA und auch keinen Hinweis auf Zugehörigkeit zum MfS. Mal abgesehen davon, meinen DA habe ich privat lieber nicht dabei gehabt, sondern z.H. unter Verschluss gehalten.

Anders bei Dienstfahrten mit einem als Dienstfahrzeug registrierten Fahrzeug. Auch da macht der Hinweis auf Zugehörikeit keinen Sinn. Da kam die Meldung dann nach Ermessen der Genossen ohnehin über den Dienstweg in der Firma an. Die Verstöße wurden aber analog der geltenden Vorschriften geahndet, dazu kam aber - je nach Verstoß - noch eine Disziplinarstrafe.

Bei Dienstfahrten mit nicht gekennzeichneten KfZ hatte man sich wie eine Privatperson zu verhalten, wenn der dienstliche Auftrag nicht gefährdet war. Hier galt immer abzuwägen zwischen Einhaltung der Konspiration gegen Gefährdung des dienstlichen Auftrages.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#88

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 13:00
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #85
@KARNAK
Konnte man überhaupt freiwillig bei der "Firma" aufhören? Ich glaube eher nicht.
Dann trennte man sich doch eher bei schweren Disziplinarvergehen von dem Mitarbeiter?


Mann / Frau konnte.


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#89

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 13:01
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #82
Zitat von Feliks D. im Beitrag #62
Zitat von KARNAK im Beitrag #39
Also ich kenne das mit den Verkehrskontrollen so.Wurdest Du bei einem Verstoß im Straßenverkehr durch die VP erwischt,solltest Du Dich als Mfs-Mitarbeiter ausweisen,der Verstoß sollte dann durch das Mfs geahndet werden.Aber keiner hat das getan,die Strafe war dann meistens drakonischer und das entsprechende"Kadergespräch""nervender",also hat man sich lieber von der VP abstrafen lassen.NATÜRLICH wir das heute keiner mehr glauben.


Wie soll sich das mit der geforderten Konspiration decken? Auf diese Weise wären doch im Laufe der Zeit nicht wenige MA bekannt, und am allerschlimmsten auch noch von einem anderem Organ schriftlich erfasst und archiviert worden. Mir so völlig unbekannt und für mich, aufgrund meiner vorangegangen Einlassung, auch absolut unvorstellbar.


Das meine ich ja damit.Man sollte seine Personalien nicht herausgeben,eben aus diesem Grund und sich bei seinem Vorgesetzten selbst "stellen".Ich kannte einen,der hatte ein"Alkoholproblem"bei einer Kontrolle und hat das getan.Der Vorgesetzte hat dann den Führerscheinentzug und den Zeitraum festgelegt und die"Pappe"für den Zeitraum in seinen Panzerschrank eingeschlossen.Kann es auch nicht ändern,so habe ich es erlebt und in Erinnerung.


Das hatte aber nichts mit dienstlichen Bestimmungen zu tun, wenn der Einzug der Fahrerlaubnis über den gesetzlichen Vorschriften lag, sondern war Willkür gegenüber dem Mitarbeiter.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#90

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 13:04
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #85
@KARNAK
Konnte man überhaupt freiwillig bei der "Firma" aufhören? Ich glaube eher nicht.
Dann trennte man sich doch eher bei schweren Disziplinarvergehen von dem Mitarbeiter?

Es war nicht ganz einfach,aber man konnte schon.Auch da kenne ich einen Fall.Wenn man der Firma den Eindruck vermittelte,man wird ein Sicherheitsrisiko,wenn man"gezwungen"wird dabei zubleiben konnte es schon diesen Weg geben.Die Firma hat sich dann aber schon um Dich "gekümmert",damit Du nicht in"Versuchung"kommst ins soziale und ideologische Abseits zu geraten.Der Posten Sicherheitsinspektor in einem Betrieb war da sehr beliebt.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#91

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 13:08
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #89
Zitat von KARNAK im Beitrag #82
Zitat von Feliks D. im Beitrag #62
Zitat von KARNAK im Beitrag #39
Also ich kenne das mit den Verkehrskontrollen so.Wurdest Du bei einem Verstoß im Straßenverkehr durch die VP erwischt,solltest Du Dich als Mfs-Mitarbeiter ausweisen,der Verstoß sollte dann durch das Mfs geahndet werden.Aber keiner hat das getan,die Strafe war dann meistens drakonischer und das entsprechende"Kadergespräch""nervender",also hat man sich lieber von der VP abstrafen lassen.NATÜRLICH wir das heute keiner mehr glauben.


Wie soll sich das mit der geforderten Konspiration decken? Auf diese Weise wären doch im Laufe der Zeit nicht wenige MA bekannt, und am allerschlimmsten auch noch von einem anderem Organ schriftlich erfasst und archiviert worden. Mir so völlig unbekannt und für mich, aufgrund meiner vorangegangen Einlassung, auch absolut unvorstellbar.


Das meine ich ja damit.Man sollte seine Personalien nicht herausgeben,eben aus diesem Grund und sich bei seinem Vorgesetzten selbst "stellen".Ich kannte einen,der hatte ein"Alkoholproblem"bei einer Kontrolle und hat das getan.Der Vorgesetzte hat dann den Führerscheinentzug und den Zeitraum festgelegt und die"Pappe"für den Zeitraum in seinen Panzerschrank eingeschlossen.Kann es auch nicht ändern,so habe ich es erlebt und in Erinnerung.


Das hatte aber nichts mit dienstlichen Bestimmungen zu tun, wenn der Einzug der Fahrerlaubnis über den gesetzlichen Vorschriften lag, sondern war Willkür gegenüber dem Mitarbeiter.

Da hast Du natürlich recht.Aber nun sind wir mal ehrlich,wir sind ja unter uns,mit Willkür ist so mancher schon mal recht großzügig umgegangen,wenn er die Macht dazu hatte,auch untereinander.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#92

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 13:13
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #86
Wenn sich ein Legendierter ausweisen muss, wäre es das beste den "gefakten" Dienstausweisung zu zeigen, um die Konspiration zu wahren. Allerdings müsste die Legende einer Überprüfung standhalten. Das stelle ich mir schwierig vor.:Denn real existierende Personen haben neben dem Dienstausweis, einen Personalausweis, eine Personenkennzahl, eine Betriebs- und Postadresse usw. Man stelle sich nur vor, die VP will noch einen Sachverhalt klären, geht zur angegebenen Adresse und dort ist unter dem legendierten Namen kein Wohungsmieter oder im legendierten Betrieb ist der Kollege nicht im Mitarbeiterverzeichnis..
Theo



Wenn es eine entsprechende Legende gab, war die schon "WASSERDICHT".


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#93

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 13:33
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #92
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #86
Wenn sich ein Legendierter ausweisen muss, wäre es das beste den "gefakten" Dienstausweisung zu zeigen, um die Konspiration zu wahren. Allerdings müsste die Legende einer Überprüfung standhalten. Das stelle ich mir schwierig vor.:Denn real existierende Personen haben neben dem Dienstausweis, einen Personalausweis, eine Personenkennzahl, eine Betriebs- und Postadresse usw. Man stelle sich nur vor, die VP will noch einen Sachverhalt klären, geht zur angegebenen Adresse und dort ist unter dem legendierten Namen kein Wohungsmieter oder im legendierten Betrieb ist der Kollege nicht im Mitarbeiterverzeichnis..
Theo



Wenn es eine entsprechende Legende gab, war die schon "WASSERDICHT".


Wenn nicht bei Euch, wo denn dann? Die Legenden im MDI waren vor 1989 auch immer nachvollziehbar.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#94

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.06.2013 16:52
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #85
Konnte man überhaupt freiwillig bei der "Firma" aufhören?
Zitat von Alfred im Beitrag #88
Mann / Frau konnte.

... à la mode du Werner Stiller? Und um bei Thema zu bleiben, der hat seinen Klappfix behalten/mitgenommen. Doch um vom Thema (weiter) abzukommen, Alkoholismus war im MfS in den WSEs am verbreitetsten. Die Jungs vom OTS dagegen waren kaum von dieser Volkskrankheit betroffen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#95

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.06.2013 00:41
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #74
War das "Normal" ?,die Frage kam heute schon einmal was zum schmunzeln fürs WE
Anscheinend wurden die Privilegien doch genutzt
Harra


harra 318 , der DA des mfs ob mit möller oder mielke -unterschrift ( siehste mal feliks wie oft ich mir den richtig angeschaut habe ) stellte sicher kein
privileg dar und durfte meines wissens auch nicht in der öffentlichkeit gezeigt werden !!
für mich war er jedenfals nur die eintrittskarte ins objekt der HA-PS in der liebermannstrasse!
außer an beschriebenem tag , habe ich ihn meines wissens nie in der öffentlichkeit gezeigt !!!
der 'kollege grenzer' des damaligen beschriebenen vorfalls hatte richtig gehandelt und im 'kleinem schockzustand' versucht mir zu erklären , wo sein 'hauptarbeitgeber' sitzt !
ihm war wahrscheinlich auch bewußt mit wem er es jeden tag dort auf dem weg zur arbeit zu tun hatte !
sicher wurde kein toni im nachhinein geholt , da keine anderen verkehrsteilnehmer oder gegenstände die nicht dem mfs gehörten beschädigt wurden ! bericht reichte !!
bei einem VU mit anderen verkehrsteilnehmern begann das ganz normale prozedere wie überall auch !
bei verkehrsunfällen in unserer gegenwart , hieß das per funk : 'mit besonderer beteiligung'
dabei zählten angehörige : mfs , nva , grenze , polizei , diplomatisches korps , außländische bürger sowie alle kräfte der vier 'besatzungsmächte' !!!

das privileg @ harra so einen ausweis zu besitzen zur damaligen zeit , hieß eher verzicht zu üben !!!



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#96

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.06.2013 05:14
von furry | 3.580 Beiträge

Wie wurde verfahren, wenn MfS-Mitarbeiter auf dem Weg zu einem Einsatz waren und der PKW nicht mehr wollte? Waren immer Funkgeräte an Bord oder wie hat man sich bemerkbar gemacht, z.B. gegenüber anderen MfS-Angehörigen, die auch in der Gegend unterwegs waren?
Auf den ADAC zu warten hätte ja Jahre gedauert.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#97

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.06.2013 06:50
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #96
Wie wurde verfahren, wenn MfS-Mitarbeiter auf dem Weg zu einem Einsatz waren und der PKW nicht mehr wollte? Waren immer Funkgeräte an Bord oder wie hat man sich bemerkbar gemacht, z.B. gegenüber anderen MfS-Angehörigen, die auch in der Gegend unterwegs waren?
Auf den ADAC zu warten hätte ja Jahre gedauert.



Funkgeräte waren nur im Fahrzeug, wenn es notwendig war.

Hier war gab es entsprechende Unterschiede. So dürften Beobachtungskräfte oder Kräfte des Personenschutzes mit ihren Fahrzeugen anders ausgestattet gewesen sein, als "normale" Dienstfahrzeuge.

Bei Pannen musste man sich was einfallen lassen.


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.06.2013 06:54 | nach oben springen

#98

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.06.2013 06:54
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Bei Pannen musste man sich was einfallen lassen.@Alfred

Alfred,waren die Mitarbeiter berechtigt ein anderes Privates KFZ zu Beschlagnahmen,oder sich zumindest zum Einsatzort Fahren zu lassen ?


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#99

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.06.2013 08:56
von werner | 1.591 Beiträge

In meinem Bereich gab es keine Situationen, die uns in eine solche Lage hätten bringen können. Mir fällt so spontan außer AGM/S auch keine Bedingung der Lage ein, in der der zeitliche Faktor so dramatisch gewesen wäre - was aber nichts heißen muss.

Grundsätzlich scheint es mir aber denkbar, dass Mitarbeiter bestimmter Abteilungen bei Gefahr im Verzug auch zivile Fahrzeuge in Anspruch genommen haben könnten. Eine konkrete Rechtsgrundlage/ Vorschrift ist mir nicht bekannt. Allerdings war selbst das Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei für solche Fälle so eng gefasst (§11) - wenn man das überträgt - es war nicht so ohne weiteres möglich, ohne sich selbst Probleme an den Hals zu holen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Pit 59 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.06.2013 08:10 | nach oben springen

#100

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.06.2013 09:01
von werner | 1.591 Beiträge

Ergänzung zur Klarstellung: Die Fachbereiche waren i.d.R. nur mit den Befugnissen des eigenen Bereiches vertraut. Insofern liegt in meiner Antwort keine Allgemeingültigkeit.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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