#361

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2014 09:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Antaios im Beitrag #360
Hallo Passer!

Nun ICH finde Du mußt Dir keine solchen Vorwürfe machen, wenn Du niemanden in Leib und Leben geschädigt hat.
Und davon gehe ich einmal grundsätzlich aus.
Jedes System eines Dienstes, funktioniert nur in sehr engen Grenzen und ist für das Individuum oftmals kaum aus zu halten.
Aber in der Physik gibt es ein Gesetz. Jede Kraft erzeugt eine Gegenkraft.

Die DDR "Machthaber" mußten Ihre Macht (unter dem Schock von 1953) gegen erhebliche gegnerische Aktivitäten absichern.
Leider kamen da am Anfang die Methoden des Stalinismus sehr zum tragen. Und mit Mielke (nach Ernst Wollweber) auch noch einer an den Haupthebel, der charkterlich, sowie intellektuell nicht die erste Wahl war.
Jedenfalls nach meinen heutigen Infos. Da bin ich allerdings auch in der glücklichen Situation einen "Spätergeborenen".

"Leider" muß man als neuer Machtinhaber das alte System und hauptsächlich die tragenden Hauptsäulen gründlich vernichten, um uneingeschränkt (leider zu oft mit den gleichen Mitteln und Methoden) seine Herrschaftsberechtigung nachweisen zu können.
Dazu gehört es eben auch, die SED pauschal, das MfS grundsätzlich und ausgesuchte Teile der DDR Bevölkerung allgemein, in eine Position der Paria zu drängen.

An Graustufen und genauem hinterfragen der Fakten, ist man (hier und heute) grundsätzlich nicht öffentlich interessiert.
Und wenn man sich solcher HiWi`s wie Gauck, Knopp, Knabe und Co bedient, glaubt man sich dort auf der sicheren Seite.
Doch wie die Geschichte schon so oft bewiesen hat, irren sie sich da gewltig.
Sie haben die Uhren, aber die Wahrheit hat die Zeit!

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von Passer im Beitrag #352
........
Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden. Was das MfS betrifft, war ich nunmal ein Teil dieses Systems - vieles, da mag man mir glauben oder nicht - habe ich erst nach der Wende erfahren und bereue es noch heute diesem System gedient zu haben. Aber man muss eben auch alles in seiner Zeit sehen.
Passer




@ Antaios du schreibst richtig, dass du ein Spätgeborener bist, deshalb solltest du besser über geschichtliche Daten wie den 17.Juni 53 nichts schreiben, denn es ist einfach nicht wahr was du da schreibst. Aber du kannst es nicht besser wissen. Auch deine Einlassungung über unseren Staat und seine Sichheitsorgane da habe ich nur den dafür.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#362

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2014 20:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #361
Zitat von Antaios im Beitrag #360
Hallo Passer!

Nun ICH finde Du mußt Dir keine solchen Vorwürfe machen, wenn Du niemanden in Leib und Leben geschädigt hat.
Und davon gehe ich einmal grundsätzlich aus.
Jedes System eines Dienstes, funktioniert nur in sehr engen Grenzen und ist für das Individuum oftmals kaum aus zu halten.
Aber in der Physik gibt es ein Gesetz. Jede Kraft erzeugt eine Gegenkraft.

Die DDR "Machthaber" mußten Ihre Macht (unter dem Schock von 1953) gegen erhebliche gegnerische Aktivitäten absichern.
Leider kamen da am Anfang die Methoden des Stalinismus sehr zum tragen. Und mit Mielke (nach Ernst Wollweber) auch noch einer an den Haupthebel, der charkterlich, sowie intellektuell nicht die erste Wahl war.
Jedenfalls nach meinen heutigen Infos. Da bin ich allerdings auch in der glücklichen Situation einen "Spätergeborenen".

"Leider" muß man als neuer Machtinhaber das alte System und hauptsächlich die tragenden Hauptsäulen gründlich vernichten, um uneingeschränkt (leider zu oft mit den gleichen Mitteln und Methoden) seine Herrschaftsberechtigung nachweisen zu können.
Dazu gehört es eben auch, die SED pauschal, das MfS grundsätzlich und ausgesuchte Teile der DDR Bevölkerung allgemein, in eine Position der Paria zu drängen.

An Graustufen und genauem hinterfragen der Fakten, ist man (hier und heute) grundsätzlich nicht öffentlich interessiert.
Und wenn man sich solcher HiWi`s wie Gauck, Knopp, Knabe und Co bedient, glaubt man sich dort auf der sicheren Seite.
Doch wie die Geschichte schon so oft bewiesen hat, irren sie sich da gewltig.
Sie haben die Uhren, aber die Wahrheit hat die Zeit!

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von Passer im Beitrag #352
........
Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden. Was das MfS betrifft, war ich nunmal ein Teil dieses Systems - vieles, da mag man mir glauben oder nicht - habe ich erst nach der Wende erfahren und bereue es noch heute diesem System gedient zu haben. Aber man muss eben auch alles in seiner Zeit sehen.
Passer




@ Antaios du schreibst richtig, dass du ein Spätgeborener bist, deshalb solltest du besser über geschichtliche Daten wie den 17.Juni 53 nichts schreiben, denn es ist einfach nicht wahr was du da schreibst. Aber du kannst es nicht besser wissen. Auch deine Einlassungung über unseren Staat und seine Sichheitsorgane da habe ich nur den dafür.




@gert , Du schreibst auch über eine DDR die Du nach Deiner Flucht nur noch vom "hören" kennst, warum mit zweierlei Maß?


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#363

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2014 22:35
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Nochmal zurück zum Thema Ausweis: Wo wurden die vom MfS gedruckt? Zentral alle an einem gleichen Ort? Welche Druckmerkmale und Farben waren da noch eingebaut? Gab es noch Merkmale zwischen den Deckeln und andere Erkennungszeichen? Ich glaube einfach nicht, dass ein MfS so einen Simpel-Klappfix mit Kartoffeldruck-Stempeln pro Quartal als Hausausweis ohne "Zusatzebenen" benutzt hat. Da muss einfach noch mehr dahinter stecken, zumal die DDR eine sehr gute Druckindustrie hatte und das MfS alle Möglichkeiten aus Ost und West.


zuletzt bearbeitet 31.03.2014 22:36 | nach oben springen

#364

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2014 23:15
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #362
Zitat von Gert im Beitrag #361
Zitat von Antaios im Beitrag #360
Hallo Passer!

Nun ICH finde Du mußt Dir keine solchen Vorwürfe machen, wenn Du niemanden in Leib und Leben geschädigt hat.
Und davon gehe ich einmal grundsätzlich aus.
Jedes System eines Dienstes, funktioniert nur in sehr engen Grenzen und ist für das Individuum oftmals kaum aus zu halten.
Aber in der Physik gibt es ein Gesetz. Jede Kraft erzeugt eine Gegenkraft.

Die DDR "Machthaber" mußten Ihre Macht (unter dem Schock von 1953) gegen erhebliche gegnerische Aktivitäten absichern.
Leider kamen da am Anfang die Methoden des Stalinismus sehr zum tragen. Und mit Mielke (nach Ernst Wollweber) auch noch einer an den Haupthebel, der charkterlich, sowie intellektuell nicht die erste Wahl war.
Jedenfalls nach meinen heutigen Infos. Da bin ich allerdings auch in der glücklichen Situation einen "Spätergeborenen".

"Leider" muß man als neuer Machtinhaber das alte System und hauptsächlich die tragenden Hauptsäulen gründlich vernichten, um uneingeschränkt (leider zu oft mit den gleichen Mitteln und Methoden) seine Herrschaftsberechtigung nachweisen zu können.
Dazu gehört es eben auch, die SED pauschal, das MfS grundsätzlich und ausgesuchte Teile der DDR Bevölkerung allgemein, in eine Position der Paria zu drängen.

An Graustufen und genauem hinterfragen der Fakten, ist man (hier und heute) grundsätzlich nicht öffentlich interessiert.
Und wenn man sich solcher HiWi`s wie Gauck, Knopp, Knabe und Co bedient, glaubt man sich dort auf der sicheren Seite.
Doch wie die Geschichte schon so oft bewiesen hat, irren sie sich da gewltig.
Sie haben die Uhren, aber die Wahrheit hat die Zeit!

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von Passer im Beitrag #352
........
Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden. Was das MfS betrifft, war ich nunmal ein Teil dieses Systems - vieles, da mag man mir glauben oder nicht - habe ich erst nach der Wende erfahren und bereue es noch heute diesem System gedient zu haben. Aber man muss eben auch alles in seiner Zeit sehen.
Passer




@ Antaios du schreibst richtig, dass du ein Spätgeborener bist, deshalb solltest du besser über geschichtliche Daten wie den 17.Juni 53 nichts schreiben, denn es ist einfach nicht wahr was du da schreibst. Aber du kannst es nicht besser wissen. Auch deine Einlassungung über unseren Staat und seine Sichheitsorgane da habe ich nur den dafür.




@gert , Du schreibst auch über eine DDR die Du nach Deiner Flucht nur noch vom "hören" kennst, warum mit zweierlei Maß?



@Bürger der DDR diese markierte Feststellung stimmt nur für die Jahre 1965 - 1972. Danach, und davor sowieso, war ich bis zur Wende regelmäßig in Thüringen wo ich natürlich mit Verwandten und Freunden Gespräche führte, mich über das Leben in der DDR life überzeugen konnte . Im Gegensatz dazu ist meine Aussage über die 50er Jahre des Forumskollegen @Antaios berechtigt, weil er noch gar nicht zu dieser Zeit lebte. Das ist doch wohl ein kleiner Unterschied.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
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Mahatma Gandhi
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#365

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.04.2014 00:11
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #341



Zum Thema 'Dienstgürtel' ...
Mir stellt sich da die Frage, wieso man im Personalausweis ein solches Dokument mitführte, auf dem deutlich lesbar 'Ministerium für Staatssicherheit | HA Kader und Schulung | Abteilung Schulung' prangt

Doch nicht etwa um genau die erlebte Reaktion zu provozieren, odär?


Also ich könnte mir vorstellen das damals so gegen 23 Uhr einige Abends-Abschnittsgefärtinnen durchaus dem Charme eines harten Nahkämpfers gegen die Feinde des Sozialismus, wenn er ihnen das Schwarz auf Grün unter die Nase hielt, erlegener waren


zuletzt bearbeitet 01.04.2014 00:14 | nach oben springen

#366

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.04.2014 00:25
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Gert!

Ich nehme mal dieses Post um zu antworten. Leider wieder mal durch die Arbeit zu sehr unchristlicher Zeit.
Nun mein Großvater und meine Eltern habe mich recht früh mit der selbst erlebten Geschichte konfrontiert.
Ab Mitte der Sechziger habe ich auch schon selbst erinnerbare Erfahrungen.
Die Fünfziger/Sechziger waren leider gerade im Grenzgebiet eine oftmals unangenehme Sache (Ungeziefer, Ochsenkopf ...) und sind heute in der Nachwendegeneration oftmals unbekannt.

Aber der 17.Juni hatte zwei Seiten. Nachdem durch die DDR Oberen (wie öfters in der DDR Geschichte) die Realitäten verkannt wurden, hatte man in dem westlichen Teil Deutschlands die Propagandamaschine auf Hochtouren anlaufen lassen (RFE, Radio Liberty, DLF und RIAS usw.) und leider auch durch Agentprovokateure die Situation noch angeheizt.
Diese zweite Seite findet in den "neudeutschen" Geschichtsbüchern leider nicht statt. Sie gehört aber genauso dazu, wie die allenthalben in Dokus laufenden Geschichten über die DDR Bürger unter Repressionen.

Gerade diejenigen, die sich mehr Mühen der persönlichen Recherche im Umfeld machen als nur die Knopps und Co zu betrachten, sind der Realität näher als die "Geschichtsbücherleser".
Schon alleine deshalb würde ich Deine Erfahrungen nie in Zweifel ziehen wollen. Aber jeder saß/stand an einem anderen Standort und erlebte seine Umgebung.
Aber vielleicht kannst Du mir ja per PN schreiben, wo ich da so falsch lag. Hier geht es ja (noch) um die Ausweise usw.

Bitte verstehe es jetzt nicht wieder als Affront gegen Deine Person. Aber der Satz: " Einlassungung über unseren Staat und seine Sichheitsorgane" hört sich genauso an, wie der Parteisekretär und Kaderleiter der mir zu DDR Zeiten nahe legte: Suchen sie sich besser eine andere Arbeit, in diesem Betrieb werden sie garantiert nichts mehr.
Plums ... das war ein unübersehbares Kainsmal zu DDR Zeiten.
So sieht es eben zu allen Zeiten aus, wenn man einen geschärfteren Blick hat und nicht mit dem Strom schwimmen kann!

Aber noch was. Wurden 213ner und/oder 105er nicht bei der Wiedereinreise restriktiver behandelt?
Oder habe ich das mit Deiner Ausreise/Flucht nicht richtig im Gedächtnis?

(http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafgesetzbuch68.htm)

Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von Gert im Beitrag #364


@ Antaios du schreibst richtig, dass du ein Spätgeborener bist, deshalb solltest du besser über geschichtliche Daten wie den 17.Juni 53 nichts schreiben, denn es ist einfach nicht wahr was du da schreibst. Aber du kannst es nicht besser wissen. Auch deine Einlassungung über unseren Staat und seine Sichheitsorgane da habe ich nur den dafür.

@Bürger der DDR diese markierte Feststellung stimmt nur für die Jahre 1965 - 1972. Danach, und davor sowieso, war ich bis zur Wende regelmäßig in Thüringen wo ich natürlich mit Verwandten und Freunden Gespräche führte, mich über das Leben in der DDR life überzeugen konnte . Im Gegensatz dazu ist meine Aussage über die 50er Jahre des Forumskollegen @Antaios berechtigt, weil er noch gar nicht zu dieser Zeit lebte. Das ist doch wohl ein kleiner Unterschied.


zuletzt bearbeitet 01.04.2014 21:44 | nach oben springen

#367

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.04.2014 12:14
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #363
Nochmal zurück zum Thema Ausweis: Wo wurden die vom MfS gedruckt? Zentral alle an einem gleichen Ort? Welche Druckmerkmale und Farben waren da noch eingebaut? Gab es noch Merkmale zwischen den Deckeln und andere Erkennungszeichen? Ich glaube einfach nicht, dass ein MfS so einen Simpel-Klappfix mit Kartoffeldruck-Stempeln pro Quartal als Hausausweis ohne "Zusatzebenen" benutzt hat. Da muss einfach noch mehr dahinter stecken, zumal die DDR eine sehr gute Druckindustrie hatte und das MfS alle Möglichkeiten aus Ost und West.


Warum muss?
Es wurde Nutzen gegen Aufwand abgewogen und das getan, was sinnvoll war. Die Sicherheitsmerkmale mussten einfach und (gerade beim Betreten und Verlassen der Dienststellen zum Dienstbeginn und Dienstende) schnell und zuverlässig prüfbar sein. Markante, zuverlässige, dennoch unauffällige und schwer nachzumachende Merkmale reichten dafür aus. Dass es keine 100%ige Sicherheit gibt, wussten wir auch schon. Und dass ein Profi keinen geklauten oder gefundenen Ausweis nutzt, um in ein Objekt zu kommen, darüber brauchen wir hier wohl auch nicht diskutieren. Ausweismißbrauch ist nicht nur zum Betreten und Verlassen von Objekten bedeutsam, problematisch ist doch auch der missbräuchliche, provokative Einsatz des Ausweises.

Im Tagesgeschehen wurden die Ausweise ja nicht nur als "Hausausweise" genutzt, sie dienten bei Notwendigkeit auch der Legitimierung gegenüber Bürgern und Behörden und zum Betreten von Objekten anderer Dienststellen des MfS und der anderen bewaffneten Organe.
Nur die eigenen Wachen kannten aber alle Echtheitsmerkmale. Wozu also Merkmale einbauen, die außer den eigenen Leuten sowieso keiner prüfen kann.

Da die Ausweise in der Hülle waren, das Papier bei einer Routinekontrolle durch eine Objektwache also überhaupt nicht zugänglich, spielten bei der Kontrolle durch eigene Leute Sicherungen im(!) Papier keine Rolle. Erst wenn es Anhaltspunkte auf Manipulation oder eben nur Unsicherheiten gab, wurde genauer geprüft und entsprechend der Eskalationsroutinen vorgegangen.

Die größte Unsicherheit beim Geheimnisschutz liegt sowieso immer im Menschen. Gut geschulte, aufmerksame und motivierte Wachen und Mitarbeiter, der richtige Umgang mit Arbeitsunterlagen und Dokumenten sowie eine konsequente und adäquate Ahndung sind beste Voraussetzung für eine hohe Sicherheit.

Die Merkmale hatte ich ja schon vor längerer Zeit hier Dienstausweise des MfS (4) beschrieben.
Dazu ergänzend: Die Tapete im Hintergrund des Fotos war ein wichtiges Prüfmerkmal. Es gab mal eine große Aktion, in deren Zug die Tapete wechselte und die alte Tapete von heute auf morgen ungültig wurde. Da wurden auch die Ausweise getauscht. Ob das nur die BV betraf oder auch das Ministerium ist nicht erinnerlich. Das war, glaube ich, auch der Vorgang, auf den mich ein User vor ein paar Tagen aufmerksam gemacht hatte.

edit Nachtrag: Welche Druckerei die Ausweise machte, weiß ich nicht. In Leipzig gab es eine mit Tradition und die Alt- Eigentümer haben ja ihr Stammhaus nun auch wieder . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.04.2014 22:09 | nach oben springen

#368

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.04.2014 16:16
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #341
Zum Thema 'Dienstgürtel' ...
Mir stellt sich da die Frage, wieso man im Personalausweis ein solches Dokument mitführte, auf dem deutlich lesbar 'Ministerium für Staatssicherheit | HA Kader und Schulung | Abteilung Schulung' prangt

Doch nicht etwa um genau die erlebte Reaktion zu provozieren, odär?
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #365
Also ich könnte mir vorstellen das damals so gegen 23 Uhr einige Abends-Abschnittsgefärtinnen durchaus dem Charme eines harten Nahkämpfers gegen die Feinde des Sozialismus, wenn er ihnen das Schwarz auf Grün unter die Nase hielt, erlegener waren
Na aber erst bei zweiten Date, ähm Stelldichein (immer diese fremdengliche Begriffe) gabs dann die Option auf einen Ritt auf den Sofa (etwas oT ... Amor & Die Kids). Bei der ersten Annäherung durften nur die Personendaten aufgenommen werden (also Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort) für einen POLAS ... ähm Quatsch, war ja bei die Firma sogar einfacher. Da wurde nur die PKZ benötigt und die Kartei (also in der Verflossenen sagte man noch altertümelnd Kartei), hmm *grübel*
*bissel_findmaschinen_quäl* ... also F16 oder VSH. Also Frage an die Weinroten, gegen welche Datenbank ließ man die 'Auserwählte' laufen? Und nächste Frage, konnte man noch arg wählerisch sein bei dem was da so übrigblieb? (siehe Das Dunkle Haus der Spionage #99)

Okee, iss oT, aber egal ...
Na zumindest an der (groben) Syntax hat sich seit REDABAS, ähm dBase (immer diese eingeostdeutschten Begriffe) kaum was geändert ...

1
 
SELECT * FROM negativ-feindliches_Element WHERE _pkz_ LIKE '%heisse_Sahneschnitte%'
 


Nicht ganz ernstgemeint, nur da einen Treffer und ... die nächste Dame, der selbe Herr.
Das Codeschnippsel übrigens is mein Beitrag zum If (DateToStr(now) = '01.04.2014') Then joke(auf_kosten_der_mempfis);

So, und jetzt bei dem Thema mal im Ernst, ab welcher Phase der Annäherung war eine potentielle Bettgenossin (oder vllcht auch Bettgenosse?) 'meldepflichtig'?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 01.04.2014 16:20 | nach oben springen

#369

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.04.2014 21:53
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Werner!

Ganz schwach habe ich da aus einem Gespräch eine nette Sache im Gedächtnis. Anfang der achtziger Jahre war es ....
Da war ein DDR Bürger (ich glaube "Journalist") in einem BRD "Institut" kurzfristig (ein)sitzend. Und ein paar nette MfS Angehörige gingen dort hinein (das "Institut" war ja steng bewacht), brachten ihm einen Diplomatenpass.
Dann verließen sie das "Institut" und keiner merkte etwas davon.

Hmmm, woher hatten sie die dazu nötigen Dokumente .... tsetse ... und schon war sein Aufenthalt schnellstens Makulatur ...

So viel zum Thema Dokumente in Profihand.

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von werner im Beitrag #367
.....Die Sicherheitsmerkmale mussten einfach und (gerade beim Betreten und Verlassen der Dienststellen zum Dienstbeginn und Dienstende) schnell und zuverlässig prüfbar sein. Markante, zuverlässige, dennoch unauffällige und schwer nachzumachende Merkmale reichten dafür aus. Dass es keine 100%ige Sicherheit gibt, wussten wir auch schon. Und dass ein Profi keinen geklauten oder gefundenen Ausweis nutzt, um in ein Objekt zu kommen, darüber brauchen wir hier wohl auch nicht diskutieren. Ausweismißbrauch ist nicht nur zum Betreten und Verlassen von Objekten bedeutsam, problematisch ist doch auch der missbräuchliche, provokative Einsatz des Ausweises. ....


zuletzt bearbeitet 01.04.2014 21:54 | nach oben springen

#370

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.04.2014 21:58
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo 94!

Nun ich tippe mal darauf, daß bei der Dame spätestens beim Fund eines aktuellen BND Ausweises im Strumpfhalter, dringende Eile geboten war ....

Manchmal gibt es doch Fragen ...

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von 94 im Beitrag #368
[quote=94|p343077].......So, und jetzt bei dem Thema mal im Ernst, ab welcher Phase der Annäherung war eine potentielle Bettgenossin (oder vllcht auch Bettgenosse?) 'meldepflichtig'?


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#371

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 11:18
von elster427 | 789 Beiträge

Hallo @94 er, manchmal wünschte ich mir, du könntest mir was von dem abgeben was du so einnimmst!
Geh doch einfach mal davon aus,das auch wir ein fast normales Leben führten ,in welchem mman Mädels kennenlernte und
mit ihnen zusammen war ohne irgendeine Überprüfung der Personalien.
Das erste war abzuklären ob es da irgendwelche Westverwandschaft gab. Wenn ja Finger weg!
Wen es dann ernster wurde, hat man sie dann zur Überprüfung eingereicht.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#372

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 11:22
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

hallo elster, da hätte ich aber auch Fragen, nur die passen nicht zu dem Thema
thomas


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#373

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 11:26
von elster427 | 789 Beiträge

hallo Thomas, dann mach mal ein neues Thema mit deinen Fragen auf !
mfg jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#374

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 13:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #371
Wen es dann ernster wurde, hat man sie dann zur Überprüfung eingereicht.

Wenn es dann ernster wurde ... schon klar! Nur was ist 1. 'ernster' und wie gings 2. dann nun weiter? Nichts anders fragte ich. Es soll ja auch schon Treffer beim ersten Schuß gegeben haben und dann hat ein hoffnungsvoller junger Tschekist einen Kegel mit Westverwandschaft gezeugt. Deswegen jetzt mal ganz konkret die Frage vereinfacht, wie lief eine solche 'Einreichung zur Überprüfung' ab? Vor der ersten intimen Begegnung? Was bekam eine 'Auserwählte' von einer solchen Maßnahme mit? Und was erwartete einen MfSler, wenn er diese 'Maßnahme' vergaß?
Und @elster wenn für jeden Nebengedanken der Frager einen frischen Thread eröffnet, na dann ist das Gemaule hier beizeiten über die Themenflut dann angesagt. Deswegen, wenn DU mehr als hat man sie dann zur Überprüfung eingereicht beitragen kannst, dann eröffne DU doch diesen Thread, hä?!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 02.04.2014 13:06 | nach oben springen

#375

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 13:57
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #374
[quote=elster427|p344018]
...Deswegen jetzt mal ganz konkret die Frage vereinfacht, wie lief eine solche 'Einreichung zur Überprüfung' ab? Vor der ersten intimen Begegnung? Was bekam eine 'Auserwählte' von einer solchen Maßnahme mit? Und was erwartete einen MfSler, wenn er diese 'Maßnahme' vergaß?
Und @elster wenn für jeden Nebengedanken der Frager einen frischen Thread eröffnet, na dann ist das Gemaule hier beizeiten über die Themenflut dann angesagt. Deswegen, wenn DU mehr als hat man sie dann zur Überprüfung eingereicht beitragen kannst, dann eröffne DU doch diesen Thread, hä?!



Das verlief vollkommen unaufgeregt und absolut geräuschlos.
Ich habe meine Frau zur Bestätigung "eingereicht" als klar war, dass wir zusammen bleiben und die Hochzeit geplant wurde. Ich habe das meinem Chef gesagt und der hat es an KuSch weitergegeben - mehr war nicht zu tun.
Ich wusste, dass meine Frau Verwandtschaft in der BRD hatte und rechnete mit Schwierigkeiten.
6 Wochen später hatte ich die kadermäßige Bestätigung meiner Frau, übermittelt von meinem Chef.

Jahre später habe ich meine Schwiegereltern mal in der Abt. XII überprüft. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie für KuSch erfasst wäre und war einigermaßen erstaunt, dass keine Erfassung vor lag. Eine Überprüfung in der VSH-Kartei der zuständigen KD ergab dann einen Ermittlungsbericht, der zeitlich zur Bestätigung meiner Frau passte. Der Bericht hat mich nicht vom Sessel gehauen, nur allgemeines Zeug. Ob bei KuSch noch andere Unterlagen vorhanden waren, weiss ich nicht - wenn ich mich nicht irre, haben wir doch jemand aktiven von KuSch hier im Forum. Vielleicht kann er dazu was sagen.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
elster427 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#376

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 13:58
von elster427 | 789 Beiträge

Also 94 er, ich persönlich habe eine Überprüfung erst dann machen lassen, wenn ich mir bei meinem beschis... Dienst sicher war, daß das Verhältniss länger halten könnte. Jeder war erstmal für sich selbst zuständig wie und was er wegen einer Überprüfung tat.
Hat sich dann doch bei der Überprüfung ein Schwung von Westverwandten herausgestellt , kam dann die Frage sie oder die Firma!
mfg jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#377

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 14:07
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

lieber andy und andere, könnt ihr mal so tippen, das das andere auch verstehen


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#378

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 14:11
von elster427 | 789 Beiträge

Tja Thomas, man ist so ein richtiger Fachidiot und denkt alle verstehen was man schreibt. KuSch-Kader und Schulung , KD - Kreisdienststelle des MfS ,
mfg jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#379

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 15:11
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

danke, das ist ja eine Krankheit im Forum, viele lesen mit, nur die wenigsten fragen was.
Keiner will sich blamieren und die Experten denken natürlich, alle kapieren es


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#380

RE: Dienstausweise des MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2014 15:20
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #379
danke, das ist ja eine Krankheit im Forum, viele lesen mit, nur die wenigsten fragen was.
Keiner will sich blamieren und die Experten denken natürlich, alle kapieren es

ich frage viel,da ich kein Experte bin,
und viele Fragen habe ich noch
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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