#101

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 22:25
von Mike59 | 7.977 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #100
Lieber Mike,

was ich nicht kenne, das kann ich auch nicht wollen. Also steht der Button auf: Das will ich nicht.

Und wenn ich etwas will, dann muss ich etwas dafür tun. Das fängt bei den Grundbedürfnissen an, setzt sich fort über soziale Kontakte usw..

Natürlich stößt man auch an Grenzen. Dann stellt sich wieder die Frage: Will ich das noch oder Will ich das nicht mehr. Verfolge ich das Ziel weiter oder gibt es im Auswahlkatalog der mir zur Verfügung steht, einer Alternative.

LG von der grenzgaengerin



Wenn es an dem wäre

Zitat
was ich nicht kenne, das kann ich auch nicht wollen. Also steht der Button auf: Das will ich nicht.

würden wir in Stagnation leben. Der Button kann ruhig stehen wo er will - er hat keine Auswirkung auf das Leben. Auch wer sich der Außenwelt verweigert wird immer wieder von dieser eingeholt. Somit ist das nicht relevant - es ist eine Idee. Ich glaube nicht das sie funktioniert um ein gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen.


zuletzt bearbeitet 19.06.2013 08:57 | nach oben springen
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#102

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 22:34
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Hallo grenzgängerin in #98 und #100. Ich glaube, ich weiß, worauf Du hinaus willst. Das mit dem Auswählen, was die Freiheit so bietet und was real möglich ist. Unfreiheit muß man erst mal als eine solche erkennen bzw. empfinden. Es gibt eine Menge ehemalige DDR-Bürger, auch wenn sie es heute anders sehen oder sehen möchten, die sich damals absolut nicht unfrei gefühlt hatten. Erst wenn erstrebenswerte Alternativen aufgezeigt werden, wird diese relative Unfreiheit bewust. Umgekehrt ist es allerdings auch so, wenn diese erstrebenswerten Freiheiten zwar gewährt werden, wegen neu hinzugekommener Unfreiheiten aber nicht wahrgenommen werden können. Das ist dann doppelt frustrierend. In dieser Situation befinden sich heute zunehmend mehr Menschen, die meinten, die neu geweckten Bedürfnissen mit der neu errungenen Freiheit befriedigen zu können.
Die Bevölkerung in abgelegenen Regionen und mit zumeist eingeschränktem Wissenshorizont und einem Einkommen, welches für das normale Leben genügt, fühlen sich wahrscheinlich wohler und freier als mancher Jetsetter. Sie gehen ihrer Landwirtschaft nach, bieten ihre Erzeugnisse auf lokalen Märkten an, haben ihre Rituale, Feiern und Geselligkeiten und finden sich mit Tot und Krankheit in ihren Reihen als naturgegeben oder gottgewollt ab. Erst mit dem Kontakt zur "Zivilisation" und ihren Verlockungen kommt die Klarheit über ihr bescheidenes Leben.
Was meine eigenen Erfahrungen betrifft: Klar wollte ich auch reisen. Aber das war irgendwie diffus. So richtig gefehlt hat es mir eigentlich nicht, obwohl ich als Mineraliensammler Tauschkontakte nach Westeuropa hatte. Das Gefühl, gern woanders hin reisen zu wollen aber nicht zu können kam erst richtig, als ich ab 1987 eine westdeutsche Sammlerzeitschrift als Geschenkabbonement bekam und nun auch die Gegenden und Berichte über Fundorte in aller Welt sah und darüber las. Das war eben auch die Erkenntnis der relativen Unfreiheit, diese neuen Bedürfnisse auch befriedigen zu können in dem Wissen, daß sich auch Normalos unter den westeuropäischen Sammlern solche Sammeltouren leisten können. Aber wie ich oben schon schrieb: Neu gewonnene Freiheit und geweckte Bedürfnisse wegen neuer Unfreiheiten nicht realisieren zu können.



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zuletzt bearbeitet 18.06.2013 22:36 | nach oben springen
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#103

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 22:51
von ddr-bürger (gelöscht)
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Sorry,
das ist mir zu viel "Psycho bla bla" Freiheit hat einen Rahmen, egal wie es "gedreht oder gewendet" wird, Freiheit ist relativ und abhängig von der Gesellschaft. Wieviel Freiheit verträgt eine Gesellschaft? Wer ist in der Gesellschaft frei?

Mit dem ganzen Sprüchen von "innerer Freiheit" und "persönlicher Freiheit", das ist doch nur "verasrch....e". Hier passt ein Spruch aus diesem Forum "Schwerter zu Pflugscharen, nur pflügen die für jene die ihre Schwerter behalten haben".

So ist s auch mit dem Thema "Machtverzicht = Freiheit".


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#104

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 23:13
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #103
Sorry,
das ist mir zu viel "Psycho bla bla" Freiheit hat einen Rahmen, egal wie es "gedreht oder gewendet" wird, Freiheit ist relativ und abhängig von der Gesellschaft. Wieviel Freiheit verträgt eine Gesellschaft? Wer ist in der Gesellschaft frei?

Mit dem ganzen Sprüchen von "innerer Freiheit" und "persönlicher Freiheit", das ist doch nur "verasrch....e". Hier passt ein Spruch aus diesem Forum "Schwerter zu Pflugscharen, nur pflügen die für jene die ihre Schwerter behalten haben".

So ist s auch mit dem Thema "Machtverzicht = Freiheit".


Warum fällt mir bei diesem Satz die Einstein´sche Relativitätstheorie ein ? Die gleichzeitig relative und absolute Lichtgeschwindigkeit. So ist das auch mit der Freiheit. Relativ ist realistisch, absolut ist anarchistisch, meine ich.



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#105

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 23:19
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

@ddr-bürger

Der Beitrag von dore ist gar nicht so Psycho.Der liest sich doch flott und drückt alles aus und ist auch zu verstehen.
Ich gebe dir Recht das mancher Beitrag etwas langatmig und wissenschaftlich daherkommt,aber jeder drückt sich anders aus.
Aber mit allem anderen von dir geschriebenen,ja da ist was dran.Freiheit wird immer über die persönlichen Besitzverhältnisse definiert.
Gerade in der heutigen Zeit.


zuletzt bearbeitet 18.06.2013 23:21 | nach oben springen
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#106

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 23:24
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #103


Sorry, das ist mir zu viel "Psycho bla bla"




Lieber ddr- bürger,

unterschätz die Psychologie nicht. Sie ist das wichtigste Instrument, um bei den Menschen Bedürfnisse zu wecken. Angefangen bei dem materiellen bis hin zum Sicherheitsbedürfnis.

Die wichtigsten Berater von Politik und Wirtschaft sind Marktforschungsinstitute. Und da wimmelt es nur von Psychologen und Sozialwissenschaftlern.

LG von der grenzgaengerin


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#107

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 23:28
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #106
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #103


Sorry, das ist mir zu viel "Psycho bla bla"




Lieber ddr- bürger,

unterschätz die Psychologie nicht. Sie ist das wichtigste Instrument, um bei den Menschen Bedürfnisse zu wecken. Angefangen bei dem materiellen bis hin zum Sicherheitsbedürfnis.

Die wichtigsten Berater von Politik und Wirtschaft sind Marktforschungsinstitute. Und da wimmelt es nur von Psychologen und Sozialwissenschaftlern.

LG von der grenzgaengerin



Siehe den bregenklütrigen Exilöstereicher und sein hinkendes Sprachrohr anno 1933-1945!


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#108

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 18.06.2013 23:37
von ddr-bürger (gelöscht)
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@ grenzgängerin

richtig, nur wieder die Frage wem nutzt es? Menschen lassen sich manipulieren, alles klar...

Nur werde ich das Gefühl nicht lios, das hier mit dem Thema auch eine Manipulation erfolgt.


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#109

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 01:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #102

Die Bevölkerung in abgelegenen Regionen und mit zumeist eingeschränktem Wissenshorizont und einem Einkommen, welches für das normale Leben genügt, fühlen sich wahrscheinlich wohler und freier als mancher Jetsetter. Sie gehen ihrer Landwirtschaft nach, bieten ihre Erzeugnisse auf lokalen Märkten an, haben ihre Rituale, Feiern und Geselligkeiten und finden sich mit Tot und Krankheit in ihren Reihen als naturgegeben oder gottgewollt ab. Erst mit dem Kontakt zur "Zivilisation" und ihren Verlockungen kommt die Klarheit über ihr bescheidenes Leben.



Du hast mich sehr gut verstanden, DoreHolm.

Ein bescheidenes Leben kann man auch hier und heute trotz aller Verlockungen führen, egal, ob man zu materiellem "Reichtum" gelangt ist oder auf Grund des Einkommens Grenzen aufgezeigt werden. Bescheidenheit ist eine Einstellung oder ein Wert, der wie viele andere in den letzten Jahren immer weniger geschätzt wird. Zumindest ist das meine Wahrnehmung.

Und auch das ist meine Wahrnehmung. Mit dem fortschreitenden Verfall der Grundwerte wie Respekt, Ehrlichkeit usw. , verfällt auch der Wert der Arbeit oder der Lebensleistung. Und woran liegt das? An der Unbescheidenheit weniger, die nur ein Ziel haben: Macht und Gewinn.

Jetzt habe ich mich an der Bescheidenheit festgebissen. Vielleicht nehme ich mir im Verlaufe des Tages ein wenig mehr Zeit für das Thema.

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #108


richtig, nur wieder die Frage wem nutzt es? Menschen lassen sich manipulieren, alles klar...

Nur werde ich das Gefühl nicht lios, das hier mit dem Thema auch eine Manipulation erfolgt.


Lieber ddr - bürger,

ich verstehe nicht ganz was Du meinst. Bist Du der Meinung, wenn man sich über sehr persönliche Gedanken austauscht, die manchmal unausgereift sind oder aus Zeitgründen abgebrochen werden, schon Manipulation sind? Das macht doch gerade den Reiz eines Forums aus, dass das Stichwort eines anderen zum Nachdenken, Erinnern oder auch Widerspruch anregt.

LG von der grenzgaengerin


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#110

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 07:57
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe Ggaengerin mit :

"Und auch das ist meine Wahrnehmung. Mit dem fortschreitenden Verfall der Grundwerte wie Respekt, Ehrlichkeit usw. , verfällt auch der Wert der Arbeit oder der Lebensleistung. Und woran liegt das? An der Unbescheidenheit weniger, die nur ein Ziel haben: Macht und Gewinn."

Könnte man dies auch anders formulieren wie: " Der Wert der Arbeit verfällt in dem Maße, wie das Einkommen sinkt, was ich als Lohnarbeiter zum Schaffen der Wert erziele." Wenn also mein Einkommen nur noch zum Essen(Grundbedürfnise zum Erhalt der Arbeitskraft) und dem bezahlen der Miete reicht.

Lebensläufer


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#111

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 08:08
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #109

Ein bescheidenes Leben kann man auch hier und heute trotz aller Verlockungen führen, egal, ob man zu materiellem "Reichtum" gelangt ist oder auf Grund des Einkommens Grenzen aufgezeigt werden. Bescheidenheit ist eine Einstellung oder ein Wert, der wie viele andere in den letzten Jahren immer weniger geschätzt wird. Zumindest ist das meine Wahrnehmung.

Und auch das ist meine Wahrnehmung. Mit dem fortschreitenden Verfall der Grundwerte wie Respekt, Ehrlichkeit usw. , verfällt auch der Wert der Arbeit oder der Lebensleistung. Und woran liegt das? An der Unbescheidenheit weniger, die nur ein Ziel haben: Macht und Gewinn.

Jetzt habe ich mich an der Bescheidenheit festgebissen. Vielleicht nehme ich mir im Verlaufe des Tages ein wenig mehr Zeit für das Thema.



Ganz schnell und ins Unreine gedacht könnte die Themenüberschrift dann in "Macht Verzicht Freiheit?" geändert werden?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#112

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 09:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #110
Siehe Ggaengerin mit :

"Und auch das ist meine Wahrnehmung. Mit dem fortschreitenden Verfall der Grundwerte wie Respekt, Ehrlichkeit usw. , verfällt auch der Wert der Arbeit oder der Lebensleistung. Und woran liegt das? An der Unbescheidenheit weniger, die nur ein Ziel haben: Macht und Gewinn."

Könnte man dies auch anders formulieren wie: " Der Wert der Arbeit verfällt in dem Maße, wie das Einkommen sinkt, was ich als Lohnarbeiter zum Schaffen der Wert erziele." Wenn also mein Einkommen nur noch zum Essen(Grundbedürfnise zum Erhalt der Arbeitskraft) und dem bezahlen der Miete reicht.

Lebensläufer


Weiß ich nicht, lieber Lebensläufer. Wenn man es mit den Augen eines Ökonomen oder Betriebswirtschaftlers betrachtet - möglich.

Was ich meine ist der Wert der Arbeitskraft - die Wertschätzung des Menschen, der seine Arbeitskraft anbietet. Ich komme aus dem Personalbereich. Und wenn ich da die Entwicklung der Begrifflichkeiten betrachte, so verschwindet der Mensch immer mehr in einer anonyme Masse.

Hier ein Beispiel. Vor 20 Jahren hieß mein Arbeitsbereich noch "Personalwirtschaft". Dann sprach man nur noch von "human resources" - Arbeitsreseven. Und heute verschwindet der Mensch im "Human Capital".

http://de.wikipedia.org/wiki/Humankapital

"Die „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres” hat den Begriff Humankapital zum Unwort des Jahres 2004 gewählt. Das Wort degradiere nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt „zu nur noch ökonomisch interessanten Größen“, lautete die Begründung des sechsköpfigen Gremiums. Bereits 1998 habe die Jury Humankapital als Umschreibung für die Aufzucht von Kindern gerügt. Anlass war die Aufnahme des Begriffs in eine offizielle Erklärung der EU, die damit die „Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie das Wissen, das in Personen verkörpert ist“, definiert."

LG von der grenzgaengerin

PS Furry, die Umbennung oder das Nachdenken darüber sollten wir der thread - Eröffnerin überlassen.


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#113

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 11:18
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #112
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #110
Siehe Ggaengerin mit :

"Und auch das ist meine Wahrnehmung. Mit dem fortschreitenden Verfall der Grundwerte wie Respekt, Ehrlichkeit usw. , verfällt auch der Wert der Arbeit oder der Lebensleistung. Und woran liegt das? An der Unbescheidenheit weniger, die nur ein Ziel haben: Macht und Gewinn."

Könnte man dies auch anders formulieren wie: " Der Wert der Arbeit verfällt in dem Maße, wie das Einkommen sinkt, was ich als Lohnarbeiter zum Schaffen der Wert erziele." Wenn also mein Einkommen nur noch zum Essen(Grundbedürfnise zum Erhalt der Arbeitskraft) und dem bezahlen der Miete reicht.

Lebensläufer


Weiß ich nicht, lieber Lebensläufer. Wenn man es mit den Augen eines Ökonomen oder Betriebswirtschaftlers betrachtet - möglich.

Was ich meine ist der Wert der Arbeitskraft - die Wertschätzung des Menschen, der seine Arbeitskraft anbietet. Ich komme aus dem Personalbereich. Und wenn ich da die Entwicklung der Begrifflichkeiten betrachte, so verschwindet der Mensch immer mehr in einer anonyme Masse.
..oder anders ausgedrückt @grenzgaengerin, jeder einfache Mensch wird zu einer Nummer.

Hier ein Beispiel. Vor 20 Jahren hieß mein Arbeitsbereich noch "Personalwirtschaft". Dann sprach man nur noch von "human resources" - Arbeitsreseven. Und heute verschwindet der Mensch im "Human Capital".

http://de.wikipedia.org/wiki/Humankapital

"Die „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres” hat den Begriff Humankapital zum Unwort des Jahres 2004 gewählt. Das Wort degradiere nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt „zu nur noch ökonomisch interessanten Größen“, lautete die Begründung des sechsköpfigen Gremiums. Bereits 1998 habe die Jury Humankapital als Umschreibung für die Aufzucht von Kindern gerügt. Anlass war die Aufnahme des Begriffs in eine offizielle Erklärung der EU, die damit die „Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie das Wissen, das in Personen verkörpert ist“, definiert."

LG von der grenzgaengerin

PS Furry, die Umbennung oder das Nachdenken darüber sollten wir der thread - Eröffnerin überlassen.






xxx
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#114

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 12:38
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #113


..oder anders ausgedrückt @grenzgaengerin, jeder einfache Mensch wird zu einer Nummer.




Ich denke nicht jeder einfache Mensch, sonder JEDER Mensch. Selbst der amerikanische Präsident hat eine Nummer - die 1.

Und da komme ich zum Ausgang meiner Beiträge wieder zurück: Will ich das? Oder will ich das nicht? Oder anders mache ich das Nummernspiel mit oder nicht?

Ich war bis 2008 in einem großen Unternehmen des öffentliches Dienstes als Software- Beraterin tätig. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn ich zwischen Baden - Württemberg, dem Sitz meines Arbeitgebers und Berlin pendeln musste. 2007 erhielt ich den Auftrag eines Landkreisamtes, das EDV - System so zu konfigurieren, damit man auf Knopfdruck die besten Bewerber aus tausenden Bewerbungen auf einen die angebotenen Ausbildungsplätze des Landkreisamtes filtert. Begründet hat man den Auftrag, dass man so schnell wie möglich auf die besten Schulabgänger zugreifen möchte. Technisch kein Problem.

Bei der Umsetzung sind mir dann Zweifel gekommen. Die Bewerbungen wurden nicht mehr von den Personalsachbearbeiterinnen erfasst, sondern von Datenerfasserinnen. Der persönliche Eindruck von einer Bewerbung blieb auf der Strecke. Auch soziale Kompetenzen, die in z.B. Beurteilungen hervorgehoben wurden. Es zählten nur noch die Noten auf dem Abschlußzeugnis, die entsprechend der art des Schulabschlusses und des Ausbildungsberufe zusätzlich auf Kundenwunsch gewichtet wurden.

Bei der Präsentation der Ergebnisse dieses Projektes, die von allen Beteiligten hohe Anerkennung erhielten und meinem Arbeitgeber Folgeaufträge von anderen öffntlichen Verwaltungen einbrachte, habe ich für mich beschlossen, das "Spiel" machst Du nicht mehr mit.

Ich habe dann wieder den Weg zu den Menschen gesucht und in einem sozialen Unternehmen einen Job angenommen. Ich habe zwar weniger als die Hälfte as vorher verdient, aber die Menschen mit den ich es zu tun hatte, waren in dem Sinne keinen Nummern mehr. Auch wenn sie eine Kundennummer der Arbeitsagentur hatten.

Viele haben mich damals für bekloppt erklärt, doch ich habe mir einfach die Freiheit der Entscheidung genommen: Will ich das - Oder will ich das nicht?

LG von der grenzgaengerin


Küchenbulle 79, RudiEK89, werner, Lebensläufer und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#115

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 12:44
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #114
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #113


..oder anders ausgedrückt @grenzgaengerin, jeder einfache Mensch wird zu einer Nummer.




Ich denke nicht jeder einfache Mensch, sonder JEDER Mensch. Selbst der amerikanische Präsident hat eine Nummer - die 1.

Und da komme ich zum Ausgang meiner Beiträge wieder zurück: Will ich das? Oder will ich das nicht? Oder anders mache ich das Nummernspiel mit oder nicht?

Ich war bis 2008 in einem großen Unternehmen des öffentliches Dienstes als Software- Beraterin tätig. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn ich zwischen Baden - Württemberg, dem Sitz meines Arbeitgebers und Berlin pendeln musste. 2007 erhielt ich den Auftrag eines Landkreisamtes, das EDV - System so zu konfigurieren, damit man auf Knopfdruck die besten Bewerber aus tausenden Bewerbungen auf einen die angebotenen Ausbildungsplätze des Landkreisamtes filtert. Begründet hat man den Auftrag, dass man so schnell wie möglich auf die besten Schulabgänger zugreifen möchte. Technisch kein Problem.

Bei der Umsetzung sind mir dann Zweifel gekommen. Die Bewerbungen wurden nicht mehr von den Personalsachbearbeiterinnen erfasst, sondern von Datenerfasserinnen. Der persönliche Eindruck von einer Bewerbung blieb auf der Strecke. Auch soziale Kompetenzen, die in z.B. Beurteilungen hervorgehoben wurden. Es zählten nur noch die Noten auf dem Abschlußzeugnis, die entsprechend der art des Schulabschlusses und des Ausbildungsberufe zusätzlich auf Kundenwunsch gewichtet wurden.

Bei der Präsentation der Ergebnisse dieses Projektes, die von allen Beteiligten hohe Anerkennung erhielten und meinem Arbeitgeber Folgeaufträge von anderen öffntlichen Verwaltungen einbrachte, habe ich für mich beschlossen, das "Spiel" machst Du nicht mehr mit.

Ich habe dann wieder den Weg zu den Menschen gesucht und in einem sozialen Unternehmen einen Job angenommen. Ich habe zwar weniger als die Hälfte as vorher verdient, aber die Menschen mit den ich es zu tun hatte, waren in dem Sinne keinen Nummern mehr. Auch wenn sie eine Kundennummer der Arbeitsagentur hatten.

Viele haben mich damals für bekloppt erklärt, doch ich habe mir einfach die Freiheit der Entscheidung genommen: Will ich das - Oder will ich das nicht?

LG von der grenzgaengerin






Das nenne ich Charakterstärke!!!!!!!!!!!!


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#116

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 12:50
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Auch mir wären heute einige "kräftige" männliche Bewerber mit Abschluss 2 oder 3 lieber, wie manch einer mit Abschluss 1.
Und außerdem finde ich, kommt es doch auf das persönliche Gespräch mit der Person an. Passt er zu uns (allgemein) oder nicht.
Das sieht der Computer halt nicht.

VG. Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
werner und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#117

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 12:59
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

@Rudi

Genauso ist es.Papiere sagen über den Menschen wenig aus.Und was dort geschrieben ist ,muss lange nicht stimmen.Heut schon gar nicht.
Der erste Eindruck und die durchlaufene Probezeit sollten mehr Aussagen,als ein Blatt Papier.


RudiEK89 und Lebensläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#118

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 19.06.2013 16:28
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #115


Das nenne ich Charakterstärke!!!!!!!!!!!!




Eher nicht, lieber Küchenbulle. Für mich persönlich war es einfach nur konsequent.

Und Dir liebe Barbara zu Deinem heutigen Ehrentag ein "Gedicht" eines Zeitgenossen.

Ich jage meinen Traum, hoff ich erwische meine Beute
Fühl mich als wär ich ‘ne Waage zwischen Leid und Freude
Das Leben will mein Herz, das Schicksal meine Treue
Zeit heilt nicht alle Wunden, aber gibt dir ein paar neue
Auf der Suche nach Sinn, was verschieden ist verbinden
Und manchmal muss man etwas erst verlieren, um’s zu finden
Wie man Erfahrung sammelt, kann kein Lehrer uns erklären
Wir rennen und wir fallen, machen Fehler, um zu lernen
So’s der Lauf der Dinge, auch wenn die Dinge nicht so laufen
Der Antrieb hat oft die gleiche Stimme wie der Glauben
Wir sehen nicht, was wir brauchen, denn wir hören nur, was wir wollen
Sehen nicht, was wir können, denn wir hören nur, was wir sollen
Sehen nicht, was wir haben, denn wir sehen nur, was uns fehlt
Doch wir zögern und bewegen uns fast zu spät
Das Leben bietet mehr, es gibt Regeln die’s erschweren
Doch ich will dieses Leben lieben lernen

Ich werde keinen einzigen Tag bereuen
Es sind nicht genug
Auf einmal wird alles neu, neu, neu
Mit jedem Atemzug (Leben Lieben Lernen)
Das Leben erwacht im Morgengrauen
Jetzt seh ich es klar
Und dann zieht es vorbei, ohne sich noch mal umzuschauen

Es muss ja nicht immer Hölderlin sein.

Alles Liebe zum Geburtstag von Zwilling zu Zwilling wünscht Dir

die grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 19.06.2013 16:32 | nach oben springen
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#119

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 22.06.2013 12:41
von Barbara (gelöscht)
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Liebe Grenzgängerin,

ganz lieben Dank an dich für deine Geburtstagsgrüße und insbesondere für das wunderschöne Gedicht! Von wem ist es denn?

Natürlich muss es nicht immer Hölderlin sein, aber es muss immer auch Hölderlin sein :-)

(Den Film habe ich übrigens in meinem partiell desorganisierten Kopf - verpasst. Habe ich mich geärgert.... )


Liebe sommerliche Grüße!
Barbara


-------------------------------------


Auf die anderen Beiträgen oben - über die ich mich sehr freue ! - werde ich auf jeden Fall noch eingehen. Der erste Blick sagt mir, dass ich dafür Zeit brauche, ich möchte sie nicht einfach "überlesen".

Es lebe das Denken und das Leben!


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#120

RE: Machtverzicht - Gewaltverzicht ->>>> Freiheit

in Themen vom Tage 22.06.2013 12:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #119
Liebe Grenzgängerin,

ganz lieben Dank an dich für deine Geburtstagsgrüße und insbesondere für das wunderschöne Gedicht! Von wem ist es denn?





Liebe Barbara,

es ist von Uchenna van Capelleveen, einem deutschen Rapper. Besser bekannt oder auch nicht unter Megaloh.

http://de.wikipedia.org/wiki/Megaloh

http://www.amazon.de/Leben-lieben-lernen/dp/B00BK3FNWQ

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 22.06.2013 12:54 | nach oben springen
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