#181

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 14:20
von Gelöschtes Mitglied
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@thomas 48, bei mir in der kleinen Bibliothek stehen immer noch
- das Lehrbuch für Kriminalisten
- Kriminalistik, Allgemeiner Teil,
- das Lehrbuch über die Personenbeschreibung und
- die Untersuchung einzelner Verbrechensarten u.a. Fachliteratur.
Teilweise versehen mit dem Vermerk - Nur für den Dienstgebrauch -. Herausgegeben vom Verlag des Ministeriums des Innern, Berlin

Vierkrug


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#182

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 14:27
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #181
@thomas 48, bei mir in der kleinen Bibliothek stehen immer noch
- das Lehrbuch für Kriminalisten
- Kriminalistik, Allgemeiner Teil,
- das Lehrbuch über die Personenbeschreibung und
- die Untersuchung einzelner Verbrechensarten u.a. Fachliteratur.
Teilweise versehen mit dem Vermerk - Nur für den Dienstgebrauch -. Herausgegeben vom Verlag des Ministeriums des Innern, Berlin

Vierkrug


Dann verwahre die Bücher gut, hast ja in den Beiträgen gelesen, dass vieles Gutes aus der DDR wieder kommt und das Fahrrad nicht zweimal erfunden werden muss!!
Nein im Ernst, es waren keine "Dummen" die diese Bücher geschrieben haben.

VG. Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#183

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 14:31
von Gelöschtes Mitglied
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@RudiEK89 - so wie der Einsatz von "Fit" bei der Spurensuche - beim Blutspurennnachweis !

Vierkrug


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#184

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 14:34
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Abtreibung war in der Familie erlaubt!
Bei Gerod steht Seite 55
,,die Frau Elfriede Härtel hat die typischen Abtreibungsinstrumente, ein Irrigator für Scheidenspülungen, verschiedene Ro hreinsätze und dünne Sonden,,
Meine Fragen, wo gab das zu kaufen, welche Betriebe haben das hergestellt und wie kann eine einfache, arme Frau so etwas kaufen?


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#185

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 14:37
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #183
@RudiEK89 - so wie der Einsatz von "Fit" bei der Spurensuche - beim Blutspurennnachweis !

Vierkrug


Wie hat das denn funktioniert ?


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#186

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 14:57
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #183
@RudiEK89 - so wie der Einsatz von "Fit" bei der Spurensuche - beim Blutspurennnachweis !

Vierkrug

Ich weiß, dass Blutspuren nach Auftragen einer Substanz aus einer Sprühflasche geleuchtet haben. Da es "Fit" war weiß ich nicht, weil ich kein Kriminaltechniker war.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#187

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 15:04
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #186
Zitat von Vierkrug im Beitrag #183
@RudiEK89 - so wie der Einsatz von "Fit" bei der Spurensuche - beim Blutspurennnachweis !

Vierkrug

Ich weiß, dass Blutspuren nach Auftragen einer Substanz aus einer Sprühflasche geleuchtet haben. Da es "Fit" war weiß ich nicht, weil ich kein Kriminaltechniker war.


Das steht hier auch: http://www.shortnews.de/id/318895/ddr-sp...spurensicherung

Gruss

icke



RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#188

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 15:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #185
Zitat von Vierkrug im Beitrag #183
@RudiEK89 - so wie der Einsatz von "Fit" bei der Spurensuche - beim Blutspurennnachweis !

Vierkrug


Wie hat das denn funktioniert ?


In der Kriminalistik wird Luminol zur Spurensuche verwendet, da sich selbst geringste Mengen von Blut hiermit nachweisen lassen.

Zur Spurenuntersuchung werden zwei Lösungen hergestellt. Die eine Lösung Luminol in Natronlauge und die andere, eine verdünnte Wasserstoffperoxidlösung. Diese beiden Lösungsansätze, werden kurz vor der Anwendung zusammengegeben und dann auf die zu untersuchenden Flächen gesprüht. Befinden sich darauf Blutspuren, so katalysiert der Blutfarbstoff Hämoglobin und es kommt also zu einer bläulichen Chemolumineszenz.

Durch Zugabe von weiteren Substanzen kann die Empfindlichkeit variiert werden. Das übernahm das Geschirrspülmittel Fit, dass die die Fluoreszenz intensivierte. Ursache hierfür sind Detergenzien im Spülmittel, die die Plasmamembranen der Erythrozyten durchlässiger machen, wodurch das Luminol schneller mit dem Fe2+ in Kontakt kommt.

Hoffe, dass es noch halbwegs verständlich rüberkommt.

Vierkrug


Küchenbulle 79, RudiEK89, furry und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.06.2013 15:30 | nach oben springen

#189

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 16:44
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #132
Man sollte aber auch die zusätzlichen Ausgaben bei den ganzen "Zahlen" vergessen. Zum Beispiel eine Haftpflicht für Führer eines nichtversicherten Kraftfahrzeuges, wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Des Weiteren eine Diensthaftpflicht und nicht zuletzt bedenken, dass meine Kinder auf Grund des Beamtenstatus privat versichert sind.
Die Beiträge der Versicherungen kann man schon mal abziehen..

Gruß Andreas



Menno menno Rudi
Oooch jo,die teuren "Versicherungen"....und ich schreib das jetzt nur....weil Du selbst damit angefangen hast......

Erstens meine ich,dass Du Beihilfetarife hast,insgesamt gesehen nennt sich das so meine Meinung (Restkostenversicherung) und diese zeichnet sich durch extrem guenstige Versicherungspraemien aus....
Also wirklich,die "Nummer"haettste nicht bringen muessen....

Mein kleiner bescheidener Beitrag zum Thema...

Sodann Rudi

Gruss BO

P.S. Auf dem Dache waehrend einer Reparatur oder Neugestaltung sollte nie eine lose Latte rumliejen


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#190

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 16:56
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #189
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #132
Man sollte aber auch die zusätzlichen Ausgaben bei den ganzen "Zahlen" vergessen. Zum Beispiel eine Haftpflicht für Führer eines nichtversicherten Kraftfahrzeuges, wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Des Weiteren eine Diensthaftpflicht und nicht zuletzt bedenken, dass meine Kinder auf Grund des Beamtenstatus privat versichert sind.
Die Beiträge der Versicherungen kann man schon mal abziehen..

Gruß Andreas



Menno menno Rudi
Oooch jo,die teuren "Versicherungen"....und ich schreib das jetzt nur....weil Du selbst damit angefangen hast......

Erstens meine ich,dass Du Beihilfetarife hast,insgesamt gesehen nennt sich das so meine Meinung (Restkostenversicherung) und diese zeichnet sich durch extrem guenstige Versicherungspraemien aus....
Also wirklich,die "Nummer"haettste nicht bringen muessen....

Mein kleiner bescheidener Beitrag zum Thema...

Sodann Rudi

Gruss BO

P.S. Auf dem Dache waehrend einer Reparatur oder Neugestaltung sollte nie eine lose Latte rumliejen

Bezüglich der Beihilfe gebe ich dir Recht aber trotzdem sind die privaten Beiträge für drei Kinder nicht zu verachten. Und ich denke das weißt du selbst, dass man da beim Kinderarzt und in der Apotheke erst recht, in Vorkasse gehen muss, um das Medikament zu bekommen.
Wollte doch nicht barmen, nur mal die Kosten aufzeigen.
Und das mit der "losen" Latte auf dem Dach, werde ich mir auf jeden Fall merken. Danke

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#191

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 17:26
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von werner im Beitrag #41
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #37
. . .


Es gab ein kleineres Nachspiel...

Gruss BO


Wie sah das Nachspiel aus?

Ich stelle mir gerade vor, heute schmeißt jemand so ein Ding in eine Polizeiwache. Den Countdown brauchste sicher nicht bei 10 beginnen, bis Du mit der Fresse im Dreck und der Pistole im Genick liegst. Mit grobem Unfug wirste da nicht davonkommen.



Halloechen Werner....

musste erstmal telefonieren,der "Jung"war nicht so leicht zu erreichen.
Also die Sache war wie folgt.
Erstens war er wirklich bei der Tochter...die natuerlich nicht Mar/Matina hiess,aber wunderschoen war,,,egal
Zweitens,hat er ja eine ordentliche Bachpfeiffe bekommen...obwohl er die absolute Wahrheit gesagt hatte...als der Vopo fragte wo er denn her kommt.(Dieser Besuch war allerdings vor der Disco)
Dann zu Haus hat er weiter dem Allohol zugesprochen und dann kam Ihm die "Schnapsidee"mit der Holzhandgranate vom Sport.
Es war gegen Mitternacht,das VPKA stockdunkel und die glaeserne Wachbutze im Eingangsbereich war beleuchtet....
Kameras hatten Sie nicht und er musste klingeln,dann wurde nicht die grosse Tuer aufgemacht sondern eine "kleine Tuer in der Tuer" diese verbarg sich noch hinter einem Eisengitter aus alten Zeiten.
Matze,der natuerlich auch nicht Matze heisst,hat seine Sporthandgranate dem Wachhabenden gegeben,
(Nicht durch die kleine Luke/Tuer geschmissen)sondern"durchgereicht"....
sozusagen und der "Vopo"hat das Ding in Empfang genommen....dann allerdings wohl mit etwas Schrecken.

Dafuer bekam der "Taeter" eine Geldstrafe von rund 1000 DDR Mark,tat wohl schon weh...und Arbeitsstunden musste er verrichten...wieviel weiss er nicht mehr....
Fuer die Backpfeiffe...die er zu Unrecht bekam,gabs keine Entschaedigung und er verzichtete auf eine Anzeige....
Sein Alkoholspiegel lag gegen Mitternacht,also zur Zeit des "Vorfalls"bei 2,3....also ein "Steher" war er schon!


Gruessli BO

P.S. nimms mir nicht uebel Werner,aber ich meine...im Falle eines Falles und "Dir"wirft Jemand so ein Ding entgegen,glaube ich eher,es ist erst einmal volle Deckung angesagt....


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.06.2013 23:59 | nach oben springen

#192

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 17:37
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #171
Zitat von Udo im Beitrag #170
Neueinstellungen mussten vom Kreiswehrersatzamt eine Negativbescheinigung vorlegen und wurden trotzdem nochmals geprüft.


Darauf kann dir sicherlich der ABV antworten.
Mir stieß kurz nach der Wende auf, dass man bei Neueistellungen später feststellte das auch Straftäter eingestellt wurden. Das wäre bei einer Bewerbung in der DDR nie passiert. Deshalb wurden ja die Bewerber durch das MfS "durchleuchtet". Man achtete wahrscheinlich Anfang der 90iger Jahre mehr darauf, dass die Bewerber nichts mit dem MfS zu tun hatten.


Neueinstellungen brauchten bei der Polizei, wohlgemerkt ich kann da nur für Brandenburg sprechen, keine Negativ-Bescheinigung vorlegen. Überprüft wurden sie anschließend, im Zuge der Verbeamtung, trotzdem. Ab etwa 1994, wurden in Brandenburg eine Menge Lebensälterer eingestellt. Die Leute kamen aus verschiedenen Berufen und waren in der Regel dreißig Jahre und älter. Diese Polizisten durchliefen eine verkürzte Ausbildung. Diese Neueinstellungen sollten wohl die durch die Stasi-Überprüfungen entstandenden Lücken im Personal schließen. Ich kann jedoch nicht bestätigen, dass bei uns Straftäter eingestellt wurden! Es sei denn, es handelte sich um Straftaten, die aus heutiger Sicht keine Straftaten mehr darstellen. Zum Beispiel wenn jemand wegen " versuchtem illegalem Grenzübertritt" in der DDR im Gefängnis saß. Das wäre wohl auch etwas merkwürdig, wenn man solchen Leuten den Zugang zum Polizeidienst verwehrt hätte. Theoretisch ist das auf jeden Fall denkbar, dass ein ehemaliger "Grenzverletzer" in den Brandenburger Polizeidienst eingetreten ist. Praktisch ist mir jedoch kein einziger Fall bekannt.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#193

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 18:18
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #192
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #171
Zitat von Udo im Beitrag #170
Neueinstellungen mussten vom Kreiswehrersatzamt eine Negativbescheinigung vorlegen und wurden trotzdem nochmals geprüft.


Darauf kann dir sicherlich der ABV antworten.
Mir stieß kurz nach der Wende auf, dass man bei Neueistellungen später feststellte das auch Straftäter eingestellt wurden. Das wäre bei einer Bewerbung in der DDR nie passiert. Deshalb wurden ja die Bewerber durch das MfS "durchleuchtet". Man achtete wahrscheinlich Anfang der 90iger Jahre mehr darauf, dass die Bewerber nichts mit dem MfS zu tun hatten.


Neueinstellungen brauchten bei der Polizei, wohlgemerkt ich kann da nur für Brandenburg sprechen, keine Negativ-Bescheinigung vorlegen. Überprüft wurden sie anschließend, im Zuge der Verbeamtung, trotzdem. Ab etwa 1994, wurden in Brandenburg eine Menge Lebensälterer eingestellt. Die Leute kamen aus verschiedenen Berufen und waren in der Regel dreißig Jahre und älter. Diese Polizisten durchliefen eine verkürzte Ausbildung. Diese Neueinstellungen sollten wohl die durch die Stasi-Überprüfungen entstandenden Lücken im Personal schließen. Ich kann jedoch nicht bestätigen, dass bei uns Straftäter eingestellt wurden! Es sei denn, es handelte sich um Straftaten, die aus heutiger Sicht keine Straftaten mehr darstellen. Zum Beispiel wenn jemand wegen " versuchtem illegalem Grenzübertritt" in der DDR im Gefängnis saß. Das wäre wohl auch etwas merkwürdig, wenn man solchen Leuten den Zugang zum Polizeidienst verwehrt hätte. Theoretisch ist das auf jeden Fall denkbar, dass ein ehemaliger "Grenzverletzer" in den Brandenburger Polizeidienst eingetreten ist. Praktisch ist mir jedoch kein einziger Fall bekannt.

Gruß Uwe


Aber auch nur weil die Rechtsprechung der DDR in dieser Frage politisch motiviert betrachtet wird und der Grenzverletzer sich ja auf den Boden der FDGO begeben wollte. Damit war er ja eigentlich schon immer ein Guter? Solche Menschen würde ich als Behörde, die Gehilfen der Staatsanwaltschaft beschäftigt, eher kritisch betrachten unter dem Aspekt, dass der Bewerber wohl unter bestimmten Umständen ein Problem mit dem Respektieren von Gesetzen haben könnte.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#194

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 18:22
von ABV | 4.202 Beiträge

Ja, Werner. Das mag ja sein. Aber wie willst du das denn begründen? Das dürfte schwer werden. Es sei denn, dass da noch andere Dinge vorgefallen sind.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#195

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 18:38
von Mike59 | 7.948 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
Zitat von Vierkrug im Beitrag #181
@thomas 48, bei mir in der kleinen Bibliothek stehen immer noch
- das Lehrbuch für Kriminalisten
- Kriminalistik, Allgemeiner Teil,
- das Lehrbuch über die Personenbeschreibung und
- die Untersuchung einzelner Verbrechensarten u.a. Fachliteratur.
Teilweise versehen mit dem Vermerk - Nur für den Dienstgebrauch -. Herausgegeben vom Verlag des Ministeriums des Innern, Berlin

Vierkrug


Dann verwahre die Bücher gut, hast ja in den Beiträgen gelesen, dass vieles Gutes aus der DDR wieder kommt und das Fahrrad nicht zweimal erfunden werden muss!!
Nein im Ernst, es waren keine "Dummen" die diese Bücher geschrieben haben.

VG. Andreas


Gibt einiges was wieder hervorgekramt wird. Bei der französischen Polizei sind Geruchsspuren wohl groß im kommen und wurden u.a. im Deutschen Fernsehen als die Wunderwaffe im Kampf gegen das Verbrechen gepriesen. Hier ein anderer Beitrag aber auch Informativ.


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#196

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 18:38
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #194
Ja, Werner. Das mag ja sein. Aber wie willst du das denn begründen? Das dürfte schwer werden. Es sei denn, dass da noch andere Dinge vorgefallen sind.

Gruß Uwe


So ist es, wollte nur auf einen nicht ganz so offensichtlichen Aspekt aufmerksam machen.
Insgesamt ist es aber so, dass man in Brandenburg - zumindest für die Landespolizei - die Frage der MfS- Zugehörigkeit eher pragmatisch und nicht so hysterisch gesehen hat, wie es besonders bestimmte Personen und Medien gern hätten.

Ob die so genannte Einzelfallprüfung bei der Brandenburger Polizei tatsächlich immer und bei jedem im Geist des Einigungsvertrages stattgefunden hat, kann ich nicht einschätzen.
Es wurde in meinem Bekanntenkreis jedenfalls lange nicht so über einen Kamm geschert wie beispielsweise bei einer Bundesbehörde OFD, in der der Leiter des Hauptzollamtes sich nicht entblödete und den MA des MfS ihre Zugehörigkeit vorwarf. Und es war ihm noch nicht einmal peinlich! Ob er sich bewusst war, dass der Hammer des heutigen BP auch bald zu ihm durchschwingen würde?


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#197

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 14:59
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #195
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
Zitat von Vierkrug im Beitrag #181
@thomas 48, bei mir in der kleinen Bibliothek stehen immer noch
- das Lehrbuch für Kriminalisten
- Kriminalistik, Allgemeiner Teil,
- das Lehrbuch über die Personenbeschreibung und
- die Untersuchung einzelner Verbrechensarten u.a. Fachliteratur.
Teilweise versehen mit dem Vermerk - Nur für den Dienstgebrauch -. Herausgegeben vom Verlag des Ministeriums des Innern, Berlin

Vierkrug


Dann verwahre die Bücher gut, hast ja in den Beiträgen gelesen, dass vieles Gutes aus der DDR wieder kommt und das Fahrrad nicht zweimal erfunden werden muss!!
Nein im Ernst, es waren keine "Dummen" die diese Bücher geschrieben haben.

VG. Andreas


Gibt einiges was wieder hervorgekramt wird. Bei der französischen Polizei sind Geruchsspuren wohl groß im kommen und wurden u.a. im Deutschen Fernsehen als die Wunderwaffe im Kampf gegen das Verbrechen gepriesen. Hier ein anderer Beitrag aber auch Informativ.



Die Hunde sind auch heute noch sehr wichtig für die polizeiliche Arbeit. Ob es Fährten-, Sprengstoff- oder Rauschgiftsuchhunde sind, ist egal.
Bei der Vermisstensuche kommen auch Flächensuchhundes des DRK zu Einsatz. Ich finde es gut, dass die "Behörde" mit deb zivilen Kräften eng zusammen arbeitet, um Menschenleben zu retten.
Es geht ja in solchen Fällen meist um ältere Bürger.

VG. Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#198

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 16:08
von Mike59 | 7.948 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #197
Zitat von Mike59 im Beitrag #195
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #182
[quote=Vierkrug|p264983]....
...
Vierkrug


...
....
VG. Andreas

Gibt einiges was wieder hervorgekramt wird. Bei der französischen Polizei sind Geruchsspuren wohl groß im kommen und wurden u.a. im Deutschen ?..
...
Die Hunde sind auch heute noch sehr wichtig für die polizeiliche Arbeit. Ob es Fährten-, Sprengstoff- oder Rauschgiftsuchhunde sind, ist egal.
Bei der Vermisstensuche kommen auch Flächensuchhundes des DRK zu Einsatz. Ich finde es gut, dass die "Behörde" mit deb zivilen Kräften eng zusammen arbeitet, um Menschenleben zu retten.
Es geht ja in solchen Fällen meist um ältere Bürger.

VG. Andreas


Das ist schon klar - bei den Franzosen ging es wohl WIMRE um das erstellen von Körpergruchsproben und die Erkenntnis wie effektiv dies ist.


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#199

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 16:23
von Ecki | 408 Beiträge

Mein Lieben,

nun, zur Volkspolizei will ich auch noch ein Bonmot dazugeben.

Ende der 1960-iger Jahre. Ich war gerade stolzer Besitzer eines Mopeds Simson "Star" geworden und flanierte zum ersten mal im jugendlichen Überschwang durch meine Heimatstadt.

Volkspolizei. Anhalten. Volkspolizist "Verkehrskontrolle, bitte die Papiere". Ich "Oh, die habe ich nicht mit". Volkspolizist "Junge, dann fahr mal schnell nach hause und bring' se vorbei".

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#200

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 17:44
von ABV | 4.202 Beiträge

Genau, wir hatten Befehle zu befolgen! Ich war zwar nicht bei den Demos sondern an der Oder eingesetzt, um Ausreisewillige auf deren Weg nach Warschau zu stoppen, aber auch dort galten Befehle. Wie stellte sich die Situation im September / Oktober 1989 für uns Polizisten dar? Ich war damals erst fünfundzwanzig Jahre alt. Und genau wie Rudi, in der DDR aufgewachsen. Die mein Staat war. Ich wußte ja, dass es Menschen gab, die aus eben dieser DDR rauswollten. Ich muss aber auch zugeben, dass ich für deren Argumente zu jener Zeit absolut kein Verständnis besaß. Mensch, was wollen die denn da drüben? Die haben doch hier alles. Ein Leben ohne Angst vor Arbeitslosigkeit, in bescheidenem Wohlstand. Ich habe die Schwächen der DDR durchaus gesehen und erkannt. In meinen Augen waren das einfach nur " Kinderkrankheiten" auf dem Weg in eine bessere Gesellschaftsordnung. Heute, im Abstand vieler Jahre, habe ich einiges dazugelernt. Die Erkenntnis 1989 mit einem unsichtbaren " Brett vor dem Kopf" herumgerannt zu sein, ist zwar nicht angenehm, aber ungemein lehrreich. Man lernt, auch andere Argumente zu durchdenken. Und nicht die eigene Sichtweise als die einzig Wahre zu sehen.
Aber zurück zum Herbst 1989. Egal ob Demonstranten oder Botschaftsflüchtlinge, für mich waren diese Leute tatsächlich so etwas, wie eine aufgehetzte, irregleitete "Meute". Die nichts mit der eigentlichen DDR-Bevölkerung gemein hatte. Die stand, so glaubte ich, noch immer hinter der SED und ihrer Politik. Bei aller Kritik. Jetzt kann man mich fragen, " wie naiv warst du denn damals"? Ja, diese Frage muss ich mir gefallen lassen!
So war das aber leider. Als im Oktober die ersten Berichte über die Misshandlungen von Demonstranten durch Volkspolizisten und MfS-Mitarbeiter an die Öffentlichkeit drangen, wollte ich diesen Berichten absolut keinen Glauben schenken. Die VP verprügelt und schikaniert keine wehrlosen Gefangenen. Und das MfS ebenfalls ist. Was ja auch meinen bisherigen Erfahrungsstand entsprach! Meine Vorgesetzten im VPKA Seelow und vorher im " WKM", hätten so etwas nie geduldet. Und doch hat sich alles so zugetragen, wie die Augenzeugen berichteten. Möglicherweise deswegen, was keine Entschuldigung aber eine Erklärung sein soll, dass die eingesetzten Volkspolizisten in dem Irrglauben handelten, tatsächlich einem aufgeputschten mordlüsternen Mob gegenüberzustehen. Solche und ähnliche Parolen, die sich vor allem gegen das " Neue Forum" richteten, grassierten damals tatsächlich. Keine Partei oder Dienstversammlung, in der nicht auf die " Konterrevolutionären Umtriebe" des " NF" hingewiesen wurde. Horrorszenarien ala 17. Juni 1953, wurden geschickt lanciert. Unser VPKA-Leiter hatte am 09.Oktober 1989, anlässlich einer eilends einberufenden Dienstversammlung, folgendes vor den Abschnittsbevollmächtigten des VPKA Seelow geäuert: " Ich rechne stündlich mit Meldungen über aufgehangene Volkspolizisten oder SED-Mitglieder. Genossen, wir befinden uns in Mitten einer Konterrevolution. Wenn sie anschließend in die Bereiche zurückfahren, haben Sie sich alle zwei Stunden telefonisch zu melden. Damit wir wissen, dass Sie noch am Leben sind." Da kann einem schon Himmelangst werden. Zumal man den Worten eines Amtsleiters natürlich Glauben schenkt. Dort draußen rotten sich also Feinde zusammen, die uns und womöglich unseren Familien, nach dem Leben trachten?
Das ich als Polizist einer Menschengruppe, die mir nach dem Leben trachtet nicht freundlich gegenüberstehe, versteht sich von selbst. Auch wenn es die erwiesenen Ausschreitungen der Sicherheitsorgane nicht rechtfertigt. Möglicherweise sind VP und MfS, in einem psychologischen Ausnahmezustand befindlich, einem kollektiven Massenwahn zum Opfer gefallen? Dem Wahn eben, dass es sich bei den überwiegend friedlichen Demonstranten, um gewalttätige Rowdys handelt.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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