#141

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 22:10
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #140
@ Lutze
Und eins bitte ich dich noch zu bedenken bei den "Zahlen".
Das ist der Fußball in Leipzig. Da muss ich viele Wochenenden in Leipzig präsent sein. Das sind 35 Km eine Strecke. Und jetzt noch RB in der 3. Liga. Mein PKW fährt auch nicht mit "Wasser". Und was die Familie dazu sagt, wenn Papa das Wochenende unterwegs ist, brauche ich dir nicht zu sagen.
Aber nun Schluss mit den "Zahlen".
Wenn du Fragen hast, stelle sie einfach.

Andreas

Fragen habe ich immer,würde aber nicht hier im Thema reinpassen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#142

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 22:10
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #135
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #134
Zitat von Lutze im Beitrag #133
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #132
Man sollte aber auch die zusätzlichen Ausgaben bei den ganzen "Zahlen" vergessen. Zum Beispiel eine Haftpflicht für Führer eines nichtversicherten Kraftfahrzeuges, wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Des Weiteren eine Diensthaftpflicht und nicht zuletzt bedenken, dass meine Kinder auf Grund des Beamtenstatus privat versichert sind.
Die Beiträge der Versicherungen kann man schon mal abziehen..

Gruß Andreas

also gleich kommen mir die Tränen
Lutze

ich schreibe ja nicht mehr viel,sondern lese nur meist. aber mal eine frage:was hat das mit dem titel zu tun? klar sind polizisten heute drangsaliert vom staat in den unterschiedlichsten dingen aber das sind wir alle seit dem der staat billigjobs legalisierte gibt es keine mehr für facharbeiter zu normalen konditionen. hier ging es um freund und helfer in der ddr. ich meine ja,die polizei war zwar auch nicht sanft gegen verstöße aber hat auch geholfen(meine meinung). heute parkt jeder wo er will auch in feuerwehreinfahrten und die polizei fährt vorbei, damit hilft sie dem parksünder aber nicht dem jenigen der mal in rettungsnot ist. da hat sich schon mächtig was geändert zu früher, aber wehe der paketfahrer steht mal im absoluten halteverbot.

hatte ich was von Titel geschrieben,letzte Woche kam ein interessanter Bericht
über Paketfahrer,mach mal den Job eine Woche,und wir hören dann weiter
Lutze

lutze mein sohn macht den job seit 8 jahren und der sagt mir bestimmt keinen mist.insofern brauchste mir da nicht von hinten kommen.nicht böse gemeint.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 17.06.2013 22:11 | nach oben springen

#143

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 22:11
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

@Lutze
Dann mach ein neues auf und ich werde dir antworten.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#144

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 22:13
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #143
@Lutze
Dann mach ein neues auf und ich werde dir antworten.

für mich wird es zu spät für heute,
morgen mehr
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#145

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 22:17
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #144
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #143
@Lutze
Dann mach ein neues auf und ich werde dir antworten.

für mich wird es zu spät für heute,
morgen mehr
Lutze

fehlen die argumente? für mich sind polizisten heute zumindest unterbezahlt und eingegrentzt in ihren job,es hängen viele dinge daran. aber zu ddr zeiten hatten sie den rückhalt des staates und konnten noch schützen ohne das sie gleich durch die anwaltsmühle musten. jeder hat eine meinung und dies ist nun mal meine.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
RudiEK89, Küchenbulle 79, Krepp und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#146

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 17.06.2013 22:23
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #145
Zitat von Lutze im Beitrag #144
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #143
@Lutze
Dann mach ein neues auf und ich werde dir antworten.

für mich wird es zu spät für heute,
morgen mehr
Lutze

fehlen die argumente? für mich sind polizisten heute zumindest unterbezahlt und eingegrentzt in ihren job,es hängen viele dinge daran. aber zu ddr zeiten hatten sie den rückhalt des staates und konnten noch schützen ohne das sie gleich durch die anwaltsmühle musten. jeder hat eine meinung und dies ist nun mal meine.

ganz im Gegenteil,mache ein neues Thema auf
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#147

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 07:51
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #133
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #132
Man sollte aber auch die zusätzlichen Ausgaben bei den ganzen "Zahlen" vergessen. Zum Beispiel eine Haftpflicht für Führer eines nichtversicherten Kraftfahrzeuges, wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Des Weiteren eine Diensthaftpflicht und nicht zuletzt bedenken, dass meine Kinder auf Grund des Beamtenstatus privat versichert sind.
Die Beiträge der Versicherungen kann man schon mal abziehen..

Gruß Andreas

also gleich kommen mir die Tränen
Lutze


Hallo,
das wo Dir hier die Tränen kommen hat ein ganz normaler "Facharbeiter" der ERA7 im IGMetall-Tarifgebundenem Sektor
als Grundlohn Brutto. Und der muß sich nicht Sa/So mit irgendwelchen Chaoten rumärgern.
Sonstige Zuschläge für Nacht-, Sonntags-,Erschwernis usw. sind das wie sie heissen: Zuschläge!
( für die besonderen Belastungen - auch gesundheitliche).
Diese kann man/frau m.E. nicht einfach als Lohn ansehen.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#148

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 10:24
von werner | 1.591 Beiträge

Die Volkspolizei, dein Freund und Helfer - war in meiner Wahrnehmung ein hoher Anspruch, der so nicht umgesetzt werden konnte - Marketing heißt das heute.

Klar konnte der alten Frau über die Straße geholfen werden, das bürgerliche Leben der Menschen lief für die meisten auch wegen der Präsenz der Polizei in Verbindung mit der relativ klaren Rechtslage bei Vergehen, den aufmerksamen Mitmenschen ruhig und ohne Berührung mit der Polizei ab.

Das in den Worten "Freund und Helfer" verpackte gegenseitige Vertrauensverhältnis ist in meiner Wahrnehmung aber nie entstanden. Ganz einfach, weil auch der Kontakt des Normalbürgers zur Polizei meist in Verbindung mit Verstößen gegen Rechtsnormen oder seitens der Polizei zumindest vermuteten Vergehen zustande kam.

Das Dilemma sehe ich darin, dass die Genossen der VP (ich meine hiermit die Genossen der Schutzpolizei) immer in der Zwickmühle waren, in einen dienstlichen Auftrag erfüllen zu wollen und zu müssen und die Schere zwischen Augenmaß und Pflichterfüllung schließen mussten, darin aber nicht geschult waren; nicht selten von ihren dienstlichen Vorgesetzten darüber angewiesen wurden, konsequent vorzugehen und damit immer wieder gemeint war: Wir haben die Uniform an, also haben wir recht!

Zwei Episoden dazu:

Nach einer Disko habe ich meine Freundin nach Hause gebracht. Auf dem Rückweg wollte ich noch bei einem Kumpel vorbei, bei dem angesichts der noch recht frühen Stunde die Party noch laufen müsste. Vor dem Wohnblock, in dem er wohnte, sah ich ein Motorrad mit eingeschaltetem Scheinwerfer stehen. Beim Näherkommen stellte ich fest - kein Mensch zu sehen, Motor war aus, Motorrad angeschlossen, nur das Licht war noch an, es war die 150er meines Kumpels Rudi. Dachte, da hat sich einer einen bösen Spaß gemacht oder er hat vergessen, das Licht auszuschalten. Ich hin, an meinem Schlüsselbund hatte ich den Schraubendreher aus dem RG57 meines Vaters, diesen kurz angesetzt, Licht ausgeschaltet. In dem Moment kamen zwei Gestalten aus den Büschen gesprungen, die lichtstarke ARTAS Signallampe an "Halt, stehenbleiben, Volkspolizei". Dann ging das los: Was machen Sie da? Ist das Ihr Motorrad? Wo wollten Sie damit hin? usw.
Die wollten mir wirklch anhängen, dass ich das Ding geklaut hatte oder wenigstens unbefugt damit gefahren bin. Ich sagte denen, dass sie auch eben zu meinem Kumpel gehen können, dort klingeln und ihn befragen könnten. Wollten sie aber nicht. Auf´s VPKA mitnehmen wollten sie mich auch nicht, obwohl ich mich nicht ausweisen konnte. Sie haben sich meine Adresse aufgeschrieben und auf meinen Hinweis, dass sie mich aber nur noch ein paar Wochen dort erreichen könnten und mich dann nur noch über eine Postfachnummer des MdI bekämen, haben sie zwar gestutzt, aber ihr Ding durchgezogen und diesen Hinweis aufgeschrieben. Irgendwann im Herbst bekam ich tatsächlich an meine Heimatadressse eine Vorladung der K zur "Klärung eines Sachverhaltes". Nachdem ich meinen Verbindungsoffizier über den ganzen Vorgang informiert hatte und meinen Bericht geschrieben hatte, habe ich den Oberleutnant der K, Gen. K, angerufen, um ihm mitzuteilen, dass ich den Termin nicht wahrnehmen kann. Der fing sofort am Telefon an, mich zu beschimpfen, was ich mir einbilden würde und was ich mir denke, erst ein Motorrad zu fahren, dass mir nicht gehört (klauen hat er nicht gesagt), dann die Vorladung nicht wahrzunehmen und überhaupt als Träger der Polizeiuniform usw. usw. . Ich bekäme eine neue Vorladung und ich solle das mit meinen Vorgesetzten klären. Auf meine Entgegnung, das könne er sofort selbst machen, ich würde ihn verbinden, kam nur noch: Dazu habe ich jetzt keine Zeit.
Es kam nie wieder was, nur die Mitteilung, das Verfahren gegen mich sei eingestellt . . .
(Eiinzelne Details habe ich mal weggelassen, die hätten das Bild der Schutzpolizei nur verschärft, ohne den Sachverhalt zu ändern)


Später Herbstnachmittag zwei Jahre später, ich habe mich mit meiner 150er auf den Weg in die Dienststelle gemacht, orange Rettungskombi der Marine über der VP - Uniform.
Es dämmerte als ich durch die Stadt in Richtung Autobahn am VPKA vorbeifuhr. Ein Polizist mit Aktentasche kam gerade aus der Pforte und sprang mit den Armen und der Tasche rudernd auf die Straße. Ich konnte gerade noch so bremsen und kam vor ihm zum stehen. Ohne sich vorzustellen schnauzte mich der Hauptwachtmeister, der bekannt war für seine Stempelfreude, sofort an, warum ich mein Licht nicht anhätte.
Folgender Disput entspann sich darauf hin:
Ich: Weil ich das nicht muss.
Er: Wieso müssen Sie das nicht?
Ich: Weil die StVO das nicht vorschreibt.
Er süffisant: Was schreibt denn die StVO vor?
Ich: Wenn bei Dunkelheit, Nebel, Regen oder schlechter Sicht Personen oder Fahrzeuge in einer Entfernung von etwa 300m nicht mehr deutlich wahrnehmbar sind (Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt die Fahrerlaubnis für Moped, Motorrad, Traktor, LKW und die Dienstberechtigungen für verschiedene Fahrzeuge gemacht habe, also mehr als 5x die theoretische Prüfung abgelegt hatte und entsprechend fit im Wortlaut war).
Er stutzt, dann: Dann sagen sie mir mal, was das dort hinten für eine Person ist!
Ich: Das verlangt die StVO nicht, ich muss nur erkennen, dass dort eine Person ist!
Er: Dann lesen sie mir mal das Nummernschild dort hinten vor! (Entfernung waren fast hundert Meter)
Ich: Laut StVZO muss man das beleuchtete Nummernschild in einer Entfernung von 20m lesen können, in welcher Entfernung das beim unbeleuchteten lesbar sein muss, steht nirgendwo ihre Forderung ist unsinnig, ich muss das Fahrzeug erkennen.
Er: Fahrerlaubnis und Fahrzeugpapiere!
Ich: Stellen Sie sich erst mal vor und sagen Sie, was sie wollen. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet, und zwar sofort, wenn Sie mich ansprechen und nicht erst mitten drin.
Er stutzt kurz, gewinnt aber schnell seine Fassung und stellt sich vor.

Daraufhin lüpfe ich meine Kombi, um an meine Papiere in der Brusttasche zu kommen. Er sieht die Uniform und fängt an zu stottern:
Genosse, hättste doch sagen können, dass Du zu uns gehörst!

Den Rest erspare ich Euch . . .

Ich hätte mich schlapp lachen können über beide Erlebnisse. Aber wenn ich mir vorstelle, so was passiert jemandem mit nicht so robustem Hintergrund und nicht so guten Kenntnissen der StVO.

Freund und Helfer sieht jedenfalls anders und es gibt noch mehr solcher Erlebnisse, in denen die Genossen ihre Kompetenzen und ihr Fingerspitzengefühl gut hinter ihrem Diensteifer zu verstecken wussten.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Küchenbulle 79, silberfuchs60, glasi, Diskus303, Feliks D., Gert und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2013 10:26 | nach oben springen

#149

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 11:03
von seaman | 3.487 Beiträge

Zwei Zivilisten werden von der VP kontrolliert weil sie vorgeblich verkehrswidrig vor/an einer Waldeinfahrt parken.
Es entwickelt sich ein Streitgespräch das positiv für die ausübende Ordnungsmacht ausgeht.Sie verhängen für den Fahrer eine Geldstrafe.
Der Beifahrer erbost sich(vorgeblich),werde mich bei ihren Vorgesetzten beschweren.Schnappt sich einen Fotoapparat und hält die Situation auf Bildern fest.Das parkende Fahrzeug,vorhandene Verkehrszeichen und die kontrollierenden Polizisten.
Als einer von den drei Polizisten das Bußgeld kassiert hat,holt der Fahrzeughalter einen Ausweis hervor und weist sich als Oberforstmeister dieser Region aus.
"Ich muss sie darüber informieren,dass sie mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Mark rechnen müssen.Wir haben z.Zt. Gefahrenstufe ? und erhöhte Waldbrandgefahr.Einer ihrer Kollegen raucht immer noch.Sie hören von uns."

seaman

Hat sich wirklich zugetragen.....


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zuletzt bearbeitet 18.06.2013 12:14 | nach oben springen

#150

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 11:39
von furry | 3.576 Beiträge

Nach den letzten Schilderungen komme ich zu der Erkenntnis, es gab gar keine Polizeiwitze, es waren tatsächliche Erlebnisse.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#151

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 12:12
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #150
Nach den letzten Schilderungen komme ich zu der Erkenntnis, es gab gar keine Polizeiwitze, es waren tatsächliche Erlebnisse.


Sehe ich auch so - so blöd wie es manchmal kommt - das kann sich keine Mensch ausdenken.


Zitat
. 17.06.2013 | 20:58 Uhr
POL-LM: Pressebericht Polizei Limburg 17.06.13, 20.00 Uhr

Limburg (ots) - Angriff auf Polizeibeamten:
Am heutigen Montag wurde gg. 15.00 Uhr in Limburg "Im Schlenkert" ein Polizeibeamter angegriffen u. erheblich verletzt.
Der Beamte war in seinem privaten PKW unterwegs u. beobachtete auf dem Bürgersteig ein Paar, das mit einem Zwillingskinderwagen u. weiteren 3 od. 4 Kindern auf diesem entlang ging. Dem Polizeibeamten fiel auf, dass der Mann zwei der Kinder mit der Hand schlug u. ein weiteres Kind trat. Hierauf sprach der Beamte die Person aus dem Fz. heraus an u. forderte ihn auf diese Handlungen zu unterlassen. Sodann stieg er aus dem Auto aus u. begab sich zu den Personen. Hier gab er sich als Polizeibeamten zu erkennen u. zeigte den Dienstausweis vor. Die Personen sollten an der Örtlichkeit verweilen bis die örtlich zuständige Polizei erschienen sei. Per Notruf informierte er sodann die Polizeistation Limburg. Während des Telefonates umklammerte plötzlich die Frau den Beamten von hinten u. der Mann versetzte dem Beamten einen Faustschlag ins Gesicht. Hierdurch stürzte der Beamte zu Boden wo er dann noch von dem männl. Täter mehrfach getreten wurde. Schützend hielt der Polizist seine Hände vors Gesicht weshalb er nicht erkennen konnte in welche Richtung sich die Familie dann entfernte.
Der Polizeibeamte wurde durch den Angriff erheblich verletzt u. musste ins Krankenhaus nach Limburg verbracht werden. Anschließend durchgeführte Fahndungsmaßen verliefen bisher neg..
Durch den Beamten u. durch eine Zeugin werden die Täter wie folgt beschrieben:
Männl. Täter: südl. Aussehen, 30-35 Jahre alt, ca. 170 cm groß, dunkle Haare, kräftige Gestalt, bekleidet mit rosafarbener Short u. T-Shirt mit Aufdruck,
Weibl. Täterin: ebenfalls südl. Aussehen, gl. Alter, ca. 165 cm groß, dunkle Haare, auffällig schief stehende Zähne, bekleidet mit einem leopardfarbenem T-Shirt,
Eventuell weitere Zeugen werden gebeten sich mit der Polizei in Limburg unter der Telefonnummer 06431/91400 in Verbindung zu setzen.



Na was wird wohl werden wenn diese Personen ermittelt werden? Das ist keine 1 Millionen Euro Frage. Da gibt noch nicht einmal 100 Euro für.
Etwas OT kann aber unter "Der Schutzmann - dein Freund und Helfer" laufen, denn der Slogan - die VP dein Freund und Helfer wurde ja vom Mdi der DDR auch nicht erfunden, den gab es Ja abgewandelt schon vorher.


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#152

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 12:16
von werner | 1.591 Beiträge

@furry es gab solche Vorfälle, das heißt aber nicht, dass dies das allgemeine Bild und Verhalten der VP war. Es ist wie immer, die extrem schlechten Erlebnisse bleiben in der Erinnerung stärker hängen, als die alltäglichen oder gar positiven.

Im Vertrieb wird das anders ausgedrückt: Ein unzufriedener Kunde hat einen Multiplikator von 10, während ein zufriedener Kunde einen Mulit 1:1 hat.

Habe doch noch eine Episode für den Helfer VP:

Anfang der 80er - ich hatte in dieser Zeit den grünen Dress an und den großen Klappausweis - kam unser Polit rein und fragte nach Freiwilligen, die nicht in der Diensthabenden Einheit sein durften, für einen Noteinsatz zur Unterstützung eines Betriebes am Wochenende. Die 20 Freiwilligen waren schnell zusammen.
Um was es genau ging, wurde zunächst nicht erklärt.

Am Samstag auf´m MTW raus in irgendein Kaff bei Dresden.
Dort wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Es ging um einen Exportauftrag, der kurzfristig abgewickelt werden musste und für den keine regulären Mitarbeiter des Betriebes herangezogen wurden - warum wurde uns nicht gesagt und das haben wir auch nicht hinterfragt.

Jedenfalls haben wir eine gefühlte LKW - Ladung 2- Wege - Lautsprecher aus Umkartons ausgepackt, den RFT- Aufkleber abgenommen und gegen einen BRUNS - Aufkleber ausgetauscht, die Lautsprecher auf sichtbare Schäden überprüft, einzeln in einen elastische Beutel verpackt und das ganze dann wieder in neue Kartons rein, nachdem alles erledigt war, die ganze Fuhre auf Paletten stellen.

Das hat Spaß gemacht, war nützlich und wir haben was anderes gesehen.
Allerdings haben wir uns schon gefragt, warum das in so einer Hauruck-Aktion passieren musste und warum das nicht die Betriebe in eigener Regie hinbekommen haben . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#153

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 12:23
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #152
@furry es gab solche Vorfälle, das heißt aber nicht, dass dies das allgemeine Bild und Verhalten der VP war. Es ist wie immer, die extrem schlechten Erlebnisse bleiben in der Erinnerung stärker hängen, als die alltäglichen oder gar positiven.

Im Vertrieb wird das anders ausgedrückt: Ein unzufriedener Kunde hat einen Multiplikator von 10, während ein zufriedener Kunde einen Mulit 1:1 hat.

Habe doch noch eine Episode für den Helfer VP:

Anfang der 80er - ich hatte in dieser Zeit den grünen Dress an und den großen Klappausweis - kam unser Polit rein und fragte nach Freiwilligen, die nicht in der Diensthabenden Einheit sein durften, für einen Noteinsatz zur Unterstützung eines Betriebes am Wochenende. Die 20 Freiwilligen waren schnell zusammen.
Um was es genau ging, wurde zunächst nicht erklärt.

Am Samstag auf´m MTW raus in irgendein Kaff bei Dresden.
Dort wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Es ging um einen Exportauftrag, der kurzfristig abgewickelt werden musste und für den keine regulären Mitarbeiter des Betriebes herangezogen wurden - warum wurde uns nicht gesagt und das haben wir auch nicht hinterfragt.

Jedenfalls haben wir eine gefühlte LKW - Ladung 2- Wege - Lautsprecher aus Umkartons ausgepackt, den RFT- Aufkleber abgenommen und gegen einen BRUNS - Aufkleber ausgetauscht, die Lautsprecher auf sichtbare Schäden überprüft, einzeln in einen elastische Beutel verpackt und das ganze dann wieder in neue Kartons rein, nachdem alles erledigt war, die ganze Fuhre auf Paletten stellen.

Das hat Spaß gemacht, war nützlich und wir haben was anderes gesehen.
Allerdings haben wir uns schon gefragt, warum das in so einer Hauruck-Aktion passieren musste und warum das nicht die Betriebe in eigener Regie hinbekommen haben . . .


ich erinnere mich dunkel dass die Marke Bruns eine Unterhaltungselektronikmarke eines Kaufhauses oder Versandhauses vor langer Zeit war. Vielleicht hat man bei euch Hilfe angefordert, da man auf Verschwiegenheit angewiesen war bei diesem Geschäft, war sicher nicht ganz sauber die Aktion( vom Hersteller der Boxen meine ich )



edit
P.S guckst du hier :http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-...062257-172-5189


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 18.06.2013 12:35 | nach oben springen

#154

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 12:43
von icke46 | 2.593 Beiträge

Bruns war keine Marke eines Kaufhauses oder Versandhauses, sondern (Zitat von radiomuseum.org):

Bruns; Nordkanalstraße 46, 2000 Hamburg 1. Bruns ist eine Handelsmarke der ehemaligen DDR. Unter diesem Namen wurden Geräte in der BRD vermarktet.

Gruss

icke



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#155

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 12:56
von Gelöschtes Mitglied
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Der Polizeialltag in der DDR trieb schon manchmal seltsame Blüten, die eigentlich in ein Kuriositätenkabinett gehören.
Ich erinnere mich noch an einen VKU auf der F 97 (heute B97) zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe in Höhe der Ortschaft Spreetal. Die erste Unfallortsicherung übernahmen Kräfte des BS-Amtes Schwarze Pumpe, die mit ihrem Funkstreifenwagen Objekte des Kombinates in Spreetal bestreiften. Das eigentliche Problem bestand darin, dass dieser VKU mitten auf der Kreisgrenze zwischen den Kreisen Hoyerswerda und Spremberg lag (heute Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg). Auch in der DDR galt in der Zuständigkeit das Territorialprinzip - wer bearbeitet diesen VKU. Beide VK´s waren vor Ort und maßen erst einmal mit dem Bandmaß nach, wer den größeren Unfallanteil auf seinem Territorium hatte, danach erfolgte dann die weitere Unfallaufnahme und -bearbeitung. Im diesem Fall hatte es die VK Hoyerswerda erwischt.

Ähnliche Kuriositäten hinsichtlich der Zuständigkeit gab es immer wieder, da das Kombinat mitten auf der Kreisgrenze lag. Innerhalb des Kombinates war das BS-Amt ohnehin zuständig. Aber äußere Bereiche lagen im Kreisgebiet Hoyerswerda, wie auch vom Kreis Spremberg.

Vierkrug


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#156

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 13:00
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #153
Zitat von werner im Beitrag #152
@furry es gab solche Vorfälle, das heißt aber nicht, dass dies das allgemeine Bild und Verhalten der VP war. Es ist wie immer, die extrem schlechten Erlebnisse bleiben in der Erinnerung stärker hängen, als die alltäglichen oder gar positiven.

Im Vertrieb wird das anders ausgedrückt: Ein unzufriedener Kunde hat einen Multiplikator von 10, während ein zufriedener Kunde einen Mulit 1:1 hat.

Habe doch noch eine Episode für den Helfer VP:

Anfang der 80er - ich hatte in dieser Zeit den grünen Dress an und den großen Klappausweis - kam unser Polit rein und fragte nach Freiwilligen, die nicht in der Diensthabenden Einheit sein durften, für einen Noteinsatz zur Unterstützung eines Betriebes am Wochenende. Die 20 Freiwilligen waren schnell zusammen.
Um was es genau ging, wurde zunächst nicht erklärt.

Am Samstag auf´m MTW raus in irgendein Kaff bei Dresden.
Dort wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Es ging um einen Exportauftrag, der kurzfristig abgewickelt werden musste und für den keine regulären Mitarbeiter des Betriebes herangezogen wurden - warum wurde uns nicht gesagt und das haben wir auch nicht hinterfragt.

Jedenfalls haben wir eine gefühlte LKW - Ladung 2- Wege - Lautsprecher aus Umkartons ausgepackt, den RFT- Aufkleber abgenommen und gegen einen BRUNS - Aufkleber ausgetauscht, die Lautsprecher auf sichtbare Schäden überprüft, einzeln in einen elastische Beutel verpackt und das ganze dann wieder in neue Kartons rein, nachdem alles erledigt war, die ganze Fuhre auf Paletten stellen.

Das hat Spaß gemacht, war nützlich und wir haben was anderes gesehen.
Allerdings haben wir uns schon gefragt, warum das in so einer Hauruck-Aktion passieren musste und warum das nicht die Betriebe in eigener Regie hinbekommen haben . . .


ich erinnere mich dunkel dass die Marke Bruns eine Unterhaltungselektronikmarke eines Kaufhauses oder Versandhauses vor langer Zeit war. Vielleicht hat man bei euch Hilfe angefordert, da man auf Verschwiegenheit angewiesen war bei diesem Geschäft, war sicher nicht ganz sauber die Aktion( vom Hersteller der Boxen meine ich )



edit
P.S guckst du hier :http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-...062257-172-5189


Bruns wurde gern vom *tt*-Versand gehandelt. Der Name RFT war sicher marketingseitig ein Problem, da Abkürzung ohne Wohlklang eher schwierig zu bewerben sind.

Geheimhaltung wird wohl eher kein Problem gewesen sein, ich denke vielmehr, dass es wirklich ein ad hoc Auftrag war, bei dem die Zeit rannte. Denn wenn ich das richtig erinnere, wurde noch am Samstag Abend verladen und versendet, so dass am Sonntag die Ware in HH sein konnte.
Und für solche Aufträge kann man schneller auf militäische Einheiten greifen als auf Studenten, die dafür auch noch Geld haben wollen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#157

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 14:16
von furry | 3.576 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #151
Zitat von furry im Beitrag #150
Nach den letzten Schilderungen komme ich zu der Erkenntnis, es gab gar keine Polizeiwitze, es waren tatsächliche Erlebnisse.


Sehe ich auch so - so blöd wie es manchmal kommt - das kann sich keine Mensch ausdenken.


Zitat
. 17.06.2013 | 20:58 Uhr
POL-LM: Pressebericht Polizei Limburg 17.06.13, 20.00 Uhr

Limburg (ots) - Angriff auf Polizeibeamten:
Am heutigen Montag wurde gg. 15.00 Uhr in Limburg "Im Schlenkert" ein Polizeibeamter angegriffen u. erheblich verletzt.
Der Beamte war in seinem privaten PKW unterwegs u. beobachtete auf dem Bürgersteig ein Paar, das mit einem Zwillingskinderwagen u. weiteren 3 od. 4 Kindern auf diesem entlang ging. Dem Polizeibeamten fiel auf, dass der Mann zwei der Kinder mit der Hand schlug u. ein weiteres Kind trat. Hierauf sprach der Beamte die Person aus dem Fz. heraus an u. forderte ihn auf diese Handlungen zu unterlassen. Sodann stieg er aus dem Auto aus u. begab sich zu den Personen. Hier gab er sich als Polizeibeamten zu erkennen u. zeigte den Dienstausweis vor. Die Personen sollten an der Örtlichkeit verweilen bis die örtlich zuständige Polizei erschienen sei. Per Notruf informierte er sodann die Polizeistation Limburg. Während des Telefonates umklammerte plötzlich die Frau den Beamten von hinten u. der Mann versetzte dem Beamten einen Faustschlag ins Gesicht. Hierdurch stürzte der Beamte zu Boden wo er dann noch von dem männl. Täter mehrfach getreten wurde. Schützend hielt der Polizist seine Hände vors Gesicht weshalb er nicht erkennen konnte in welche Richtung sich die Familie dann entfernte.
Der Polizeibeamte wurde durch den Angriff erheblich verletzt u. musste ins Krankenhaus nach Limburg verbracht werden. Anschließend durchgeführte Fahndungsmaßen verliefen bisher neg..
Durch den Beamten u. durch eine Zeugin werden die Täter wie folgt beschrieben:
Männl. Täter: südl. Aussehen, 30-35 Jahre alt, ca. 170 cm groß, dunkle Haare, kräftige Gestalt, bekleidet mit rosafarbener Short u. T-Shirt mit Aufdruck,
Weibl. Täterin: ebenfalls südl. Aussehen, gl. Alter, ca. 165 cm groß, dunkle Haare, auffällig schief stehende Zähne, bekleidet mit einem leopardfarbenem T-Shirt,
Eventuell weitere Zeugen werden gebeten sich mit der Polizei in Limburg unter der Telefonnummer 06431/91400 in Verbindung zu setzen.



Na was wird wohl werden wenn diese Personen ermittelt werden? Das ist keine 1 Millionen Euro Frage. Da gibt noch nicht einmal 100 Euro für.
Etwas OT kann aber unter "Der Schutzmann - dein Freund und Helfer" laufen, denn der Slogan - die VP dein Freund und Helfer wurde ja vom Mdi der DDR auch nicht erfunden, den gab es Ja abgewandelt schon vorher.



Möglicherweise war meine obige Bemerkung etwas flapsig.
Einerseits geht die Polizei heute bei bestimmten Demonstrationen mit unheimlicher Härte vor (oder muss vorgehen), andererseits verstehe ich nicht, was sie sich manchmal gefallen lassen muss.
Ich hätte nichts dagegen, wenn Typen wie im geschilderten Fall ordentlich der Arsch versohlt wird. Sicher kommt gleich der Einwurf, wo da eine Grenze zu ziehen ist. Ich kann sie nicht beschreiben, bleibe aber bei meiner Meinung.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#158

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 14:37
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

@Furry
Das ist das, was ich Lutze versucht habe zu erklären. Die monatlich Zahlungen und das Beamtengesetz sind die eine Seite. Die andere Seite ist, dass jeder Polizeibeamte auch in seiner Freizeit eine Vorbildwirkung haben sollte.
Zu mir nach Hause kommen einige Leute, um sich Rat für ihr weiteres tun zu holen. Das finde ich persönlich schön. Das nenne ich Vertrauen.

Z:B. kam der Ortsvorsteher und fragte was er machen soll, weil Kinder Fensterscheiben demoliert haben. Ich riet ihm nicht Strafanzeige zu erstatten (wird eh eingestellt) sondern sich mit den Eltern der betreffenden Kinder zu unterhalten. Das Fazit war, die Eltern glasten die Fenster wieder ein.

Man muss natürlich abwägen, ob man in der o.g. geschilderten Situation allein eingreifen sollte.
Aber eigentlich ist es ja das Recht eines jeden Bürgers, dort einzugreifen (§ 127 Abs.I Stopp). Ich brauche dir ja nicht zu erzählen, wie viele Leute wegschauen und ihre Ruhe haben wollen. Hoffentlich passiert diesen Leuten niemals etwas ähnliches.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
furry und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#159

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 18.06.2013 19:52
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Ich danke für die Episoden, das ist ein Problem jeder Berufsgruppe, es gibt solche und solche. Wie man in den Wald hinein ruft, schallt es zurück.
Sicher hat der eine oder andere überzogen, wie wir gelesen haben aber das kann man nicht verallgemeinern.
Die Uniform oder der "Klappfix" macht nun mal nicht den Menschen aus.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#160

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.06.2013 00:44
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #1
Hallo zusammen,
ich habe dieses Thema zur Diskussion gestellt, weil ich meine Tätigkeit sowohl kurz vor der Wende als auch jetzt mit Freude ausübe. Sicher sind die Grundlagen verschieden aber ich persönlich bin immer "Mensch" geblieben. Ich bin auf eure Erfahrungen diesbezüglich gespannt.
MfG. Andreas

Hallo Andreas. . Eigenlich kann ich nichts negatives gegen denn VP der DDR sagen. Immer sehr korrekt. Nur hatte ich immer das Gefühl des mißtrauens gegen uns Westdeutsche. Das An und Abmelden in der VP Dienstelle war auch kein Vergnügen. Während der Beamte am tippen war schaute ich mich immer gerne etwas um. Nahrtürlich hing da auch ein Bild von Erich. Und ein Bild wo Kinder einem VP Blumen überreichten. Ich fand das etwas gestellt. Aber so war es nunmal. Was mich noch intresieren würde wären deine Erfahrungen mit Westdeutschen? Wie sah es bei euch nach der Wende aus? Wann ging es los mit den Überprüfungen. Bekamt ihr dann auch Westkollegen ? Lg Glasi



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