#621

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 10:32
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #619
Morjen Forum,

ich habe die VP ja nur als "Tourist"erlebt. U.a. im kleinen Grenzverkehr und auch im Transit.

Auf der Transitstrecke "Wegelagerei", ohne ersichtlichen Grund Schilder 80 60 30 20.....sehr häufig der Blitzer dann bei 60 oder nur 80 über mehrere Kilometer, danach dann 60 30 20 10 und Du warst dran.

Das schärfste Erlebnis, ich war in Boizenburg 2 km zu schnell, also 52 statt 50. Unterwegs im kleinen Grenzverkehr, sie wollten die Mark der DDR nicht sondern D Mark. Als ich mich geweigert habe haben sie mich 4 h da sitzen lassen und freundlich waren die nicht.

MfG Berlin

Würde die 3% Toleranz schon abgerechnet?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#622

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 10:38
von Fritze | 3.474 Beiträge

Lutze ,den Beitrag mit den 52 km/h kannst Du ins Reich der https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchen einordnen !

Ich habe "auch" in NBG. an Geschwindigkeitskontrollen teilgenommen ! Meistens hab ich "heraus gewunken ".

Usus war es ab 60 km/h anzuhalten und nicht eher ! Das werden Dir andere ehemalige Volkspolizisten bestätigen !

Zu heutigen Praktiken ,besonders von den Ordnungsämtern äussere ich mich nicht !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#623

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 10:42
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #621
Zitat von berlin3321 im Beitrag #619


Das schärfste Erlebnis, ich war in Boizenburg 2 km zu schnell, also 52 statt 50

Würde die 3% Toleranz schon abgerechnet?
Lutze

Selbst wenn wär es immer noch zu schnell. 50,44km/h



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#624

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 10:47
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Ich hatte ein Erlebnis im Transit, mit Fahrtenschreiber, der geeicht. Hat die aber nicht interessiert.

81 gefahren, auf der Tachoscheibe 79. Hat nichts genützt, 20 DM bezahlt. Da waren die unerbittlich.

Der Polizist hat mich gefragt, ist 81 80? Ich konnte wohl schlecht ja sagen. Zu den Zeiten konntest Du nur den Mund halten und zahlen. Oder einsitzen? Keine Ahnung...

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#625

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 11:15
von Georg | 1.027 Beiträge

Unerbittlich ?

" Es muß eine Grenze geben " war die Aussage vom Ordnungsamt Wolfenbüttel als meine Parkuhr um 2 Minuten abgelaufen war - auch die Politesse war " gnadenlos " und das Amt gab ihr Recht.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#626

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 11:38
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #622
Lutze ,den Beitrag mit den 52 km/h kannst Du ins Reich der https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchen einordnen !

Ich habe "auch" in NBG. an Geschwindigkeitskontrollen teilgenommen ! Meistens hab ich "heraus gewunken ".

Usus war es ab 60 km/h anzuhalten und nicht eher ! Das werden Dir andere ehemalige Volkspolizisten bestätigen !

Zu heutigen Praktiken ,besonders von den Ordnungsämtern äussere ich mich nicht !

MfG Fritze


So kenne ich das auch noch! Bei uns lag die Grenze, wenn ich mich richtig erinnere, sogar bei 63 km /h. Drei km/h wurden als Toleranz abgerechnet, so dass dann 60 km / h als vorwerfbare Größe übrig blieben. In der Regel kostete dieser Verstoß dem Kraftfahrer 10 Mark. Alternativ konnte es auch einen Stempel in den Berechtigungsschein geben. Diese Strafe war unter den Kraftfahrern gefürchteter als die vergleichsweise geringe Geldbußen. Denn wenn sich auf der Stempelkarte kein Platz mehr befand, war der Lappen erstmal weg. Das konnte, unter Umständen, ganz schnell gehen.

Gruß Uwe


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#627

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:06
von Udo | 1.267 Beiträge

Potsdam, Nähe Krongut.
Spielstrasse, Ich hab den Blitzes gesehen, der Audi lief im ersten Gang im Standgas.
18 km und ein schönes Foto dazu.
Nächstes mal steige ich aus und schiebe mein Auto vorbei.


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#628

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:11
von Commander | 1.056 Beiträge

Alternativ konnte es auch einen Stempel in den Berechtigungsschein geben. Diese Strafe war unter den Kraftfahrern gefürchteter als die vergleichsweise geringe Geldbußen. Denn wenn sich auf der Stempelkarte kein Platz mehr befand, war der Lappen erstmal weg. Das konnte, unter Umständen, ganz schnell gehen.

Gruß Uwe[/quote]

Meine war "sauber".



Schönen Sonntag,Gruß C.



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zuletzt bearbeitet 06.09.2015 12:12 | nach oben springen

#629

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:18
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #618
also @ ABV, Uwe,
danke für deine ausführliche antwort und ja, ich bin da durchaus nicht deiner meinung.

denn dieses neue germany benötigte neue vertreter und nutzte, natürlich, seine möglichkeiten.
dankbar muss man dafür eben nicht sein. froh ja, dass ist für mich absolut nachvollziehbar,
zumal wohl auch du mit ansehen durftest, dass nicht jede entlassung verständlich und nachvollziehbar war.

gruß vom Torsten




@vs1400

Hallo Torsten!
Dankbarkeit sollte man natürlich nicht mit " Unterwerfung" oder " Füße küssen" verwechseln. Ich bin auch sehr froh darüber, zu den am Ende Übernommenen aus dem " Heer der Ex-Volkspolizisten" zu zählen.
Und wie schon mal gesagt: ich kann wirklich nicht sagen, wie ich heute denken und argumentieren würde, wenn mein Leben Anfang der Neunziger Jahre einen anderen Verlauf genommen hätte. Enttäuschung, Frust, tiefe Verbitterung sind keine gute Basis für sachliche Argumente.
Darum kann ich niemanden verurteilen, der aus eben den oben angeführten Gründen noch immer an längst überkommende Dinge festhält.
Zumal der Beruf eines Polizisten eben kein Job wie jeder andere ist. Sondern eine Berufung! Die, zumindest bei denen ihre Arbeit ernst nehmen und lieben, ganz schnell ein Teil der Persönlichkeit wird. Der Satz " einmal Bulle, immer Bulle", hat durchaus seine Berechtigung.
Verliert ein Polizist, aus welchen Gründen auch immer seine Tätigkeit, dann verliert er auch einen Teil seiner Persönlichkeit. Er ist nicht mehr der selbe wie vorher. Er kann auch nicht, wie ein Maurer, Schlosser oder Koch in vergleichbarer Situation, woanders eine neue Tätigkeit aufnehmen.
Ein entlassener Polizist wird nie wieder Polizist sein!
Ja, ich habe etliche Entlassungen erlebt. Besonders im Jahre 1994, als einige sehr liebe Kollegen praktisch von einem Tag auf den anderen ihren Dienst quittieren mussten.
Über die konkreten Gründe will ich mich nicht auslassen. Erstens kenne ich sie nicht und zweitens stehen mir Be vor allem aber Verurteilungen dieser Kollegen nicht zu. Mir hat jeder einzelne Kollege jedenfalls sehr leid getan. Häme, wie es zuweilen der Fall war, verbietet sich da normalerweise von selbst.
Trotzdem bin ich noch heute solchen Männern wie Manfred Stolpe, Alwin Ziel und Mathias Platzeck dankbar, dass sie die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit in ihrem Verantwortungsbereich nach fairen Spielregeln und mit menschlichen Maß betrieben haben. Das deshalb Brandenburg von einigen als " kleine DDR" bezeichnet wird, halte ich aus meiner Sicht für ungerechtfertigt.
Aber auch diese Aussage kann am Ende nur subjektiv sein. Denn, wie würde ich wohl heute über die Übernahme ehemaliger Volkspolizisten nach 1990 denken, wenn ich eben vor 1990 kein Volkspolizist, sondern beispielsweise ein Opfer der SED gewesen wäre?...............................
Ganz sicher völlig anders. Man könnte diese Gedankengänge beliebig fortsetzen. Eine allgemein gültige, jeden gerecht werdende Aussage wird wohl niemand treffen können. Es kommt, wie so oft, auf den "Standpunkt" an

Gruß an alle
Uwe


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#630

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:20
von Commander | 1.056 Beiträge

Die böse VP bei der Arbeit,Bild aus "Der deutsche Strassenverkehr" 1983,


Blitzfreie Woche,Gruß C.



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#631

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:26
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Commander im Beitrag #630
Die böse VP bei der Arbeit,Bild aus "Der deutsche Strassenverkehr" 1983,


Blitzfreie Woche,Gruß C.


"Blitzer" gab es aber bei der VP nicht. Die Volkspolizei verfügte über Radar-Messgeräte, die natürlich keine Bilder vom Fahrer lieferten. Im Fall des Falles, wenn ein bundesdeutscher Fahrer in die Radarfalle tappte und anschließend ein Beweisfoto verlangte, konnte das durchaus zu Missverständnissen führen. Denn der durchschnittliche Volkspolizei hatte natürlich noch nie einen echten "Blitzer" der bundesdeutschen Polizei gesehen, wusste daher auch nicht, dass diese auch über eine Kamerafunktion verfügen.
Es soll aber auch heute, ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung, Kraftfahrer geben die bei einer Lasermessung von den verdutzten Beamten ein Beweisfoto verlangen.

Gruß an alle
Uwe


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#632

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:32
von Commander | 1.056 Beiträge

Hallo ABV,
war ja auch nur im übertragenen Sinne gemeint,mit dem "Blitzfrei"

Schönen Sonntag,Gruß C.



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#633

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 12:43
von Commander | 1.056 Beiträge

Hab ich auch im "Deutschen Strassenverkehr" gefunden,



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#634

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 13:08
von Klauspeter | 987 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #618
also @ ABV, Uwe,
danke für deine ausführliche antwort und ja, ich bin da durchaus nicht deiner meinung.

denn dieses neue germany benötigte neue vertreter und nutzte, natürlich, seine möglichkeiten.
dankbar muss man dafür eben nicht sein. froh ja, dass ist für mich absolut nachvollziehbar,
zumal wohl auch du mit ansehen durftest, dass nicht jede entlassung verständlich und nachvollziehbar war.

gruß vom Torsten



Ich hoffe, dass ich mich mal in Eure Diskussion hineinhängen darf.

Ich verstehe Uwe und auch sein Gefühl der Dankbarkeit. Der neue Staat hat ihm vertraut und entgegengebrachtes Vertrauen führt auch zu Dankbarkeit. Sicher war die Situation kompliziert; Uwe hat das geschildert. Es gab nicht so schnell soviel neue Polizisten. Man hat ihm vertraut, weil er rundum "sauber" war und ein anständiger Kerl. Vertrauen verpflichtet und Uwe wird sich sicher sehr anstrengen, diesem entgegengebrachten Vertrauen gerecht zu werden.

Manchmal überlege ich, wie wir mit unseren "Klassenfeinden" umgegangen wären, wenn wir den Krieg gewonnen hätten. Allein schon die Tatsache, dass das Mißtrauen selbst in unseren Reihen immer mehr zunahm, glaube ich, dass das Vertrauen gegenüber den BRD-staatsnahen sehr gering gewesen wäre.
Ich kann mich da aber auch täuschen...
Klaus


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#635

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 13:26
von Hanum83 | 4.780 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #634
Zitat von vs1400 im Beitrag #618
also @ ABV, Uwe,
danke für deine ausführliche antwort und ja, ich bin da durchaus nicht deiner meinung.

denn dieses neue germany benötigte neue vertreter und nutzte, natürlich, seine möglichkeiten.
dankbar muss man dafür eben nicht sein. froh ja, dass ist für mich absolut nachvollziehbar,
zumal wohl auch du mit ansehen durftest, dass nicht jede entlassung verständlich und nachvollziehbar war.

gruß vom Torsten



Ich hoffe, dass ich mich mal in Eure Diskussion hineinhängen darf.

Ich verstehe Uwe und auch sein Gefühl der Dankbarkeit. Der neue Staat hat ihm vertraut und entgegengebrachtes Vertrauen führt auch zu Dankbarkeit. Sicher war die Situation kompliziert; Uwe hat das geschildert. Es gab nicht so schnell soviel neue Polizisten. Man hat ihm vertraut, weil er rundum "sauber" war und ein anständiger Kerl. Vertrauen verpflichtet und Uwe wird sich sicher sehr anstrengen, diesem entgegengebrachten Vertrauen gerecht zu werden.

Manchmal überlege ich, wie wir mit unseren "Klassenfeinden" umgegangen wären, wenn wir den Krieg gewonnen hätten. Allein schon die Tatsache, dass das Mißtrauen selbst in unseren Reihen immer mehr zunahm, glaube ich, dass das Vertrauen gegenüber den BRD-staatsnahen sehr gering gewesen wäre.
Ich kann mich da aber auch täuschen...
Klaus


Ich denke mal da hast du richtig den Finger drauf, ich kann mich nur entsinnen das uns pausenlos eingebleut wurde das das unsere "Feinde" sind, den ersten BGSler den ich gesehen hab, da dachte ich mit 21 wirklich das ist also so ein Typ vom Kampfstern Galaktika der dir ans Leder will.
Das bei der Scharfmache gerne verwendete Bild mit dem BGS-Angehörigen der mit der Pistole anlegt haben sicher viele gesehen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.09.2015 13:28 | nach oben springen

#636

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 13:29
von vs1400 | 2.395 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #619
Morjen Forum,

ich habe die VP ja nur als "Tourist"erlebt. U.a. im kleinen Grenzverkehr und auch im Transit.

Auf der Transitstrecke "Wegelagerei", ohne ersichtlichen Grund Schilder 80 60 30 20.....sehr häufig der Blitzer dann bei 60 oder nur 80 über mehrere Kilometer, danach dann 60 30 20 10 und Du warst dran.

Das schärfste Erlebnis, ich war in Boizenburg 2 km zu schnell, also 52 statt 50. Unterwegs im kleinen Grenzverkehr, sie wollten die Mark der DDR nicht sondern D Mark. Als ich mich geweigert habe haben sie mich 4 h da sitzen lassen und freundlich waren die nicht.

MfG Berlin


hm, berlin3321,
lag zur damaligen zeit die höchstgeschwindigkeit im westen nicht bei 100km/h und nicht wenige fuhren auch dann so weiter?
80 km/h und die brachte selbst so nen w50, auf der linken seite überholten dann noch immer die man's und mercedes auf der a2. nicht wenige westdeutsche kollegen haben es schlichtweg übertrieben.
die endkonsequenz war ja dann die herabsetzung der höchstgeschwindigkeit für lkw, auf landstraßen. von 80zig ging es dann auf 60zig und sollte nur als übergangslösung dienen,
bis heute eben.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#637

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 13:37
von vs1400 | 2.395 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #626


So kenne ich das auch noch! Bei uns lag die Grenze, wenn ich mich richtig erinnere, sogar bei 63 km /h. Drei km/h wurden als Toleranz abgerechnet, so dass dann 60 km / h als vorwerfbare Größe übrig blieben. In der Regel kostete dieser Verstoß dem Kraftfahrer 10 Mark. Alternativ konnte es auch einen Stempel in den Berechtigungsschein geben. Diese Strafe war unter den Kraftfahrern gefürchteter als die vergleichsweise geringe Geldbußen. Denn wenn sich auf der Stempelkarte kein Platz mehr befand, war der Lappen erstmal weg. Das konnte, unter Umständen, ganz schnell gehen.

Gruß Uwe


bei zwei 'bienchen' mit gleichem vergehen, Uwe,
wurde es automatisch als ordnungswidrigkeit bewertet und dass ging richtig ins geld.

gruß vom Torsten


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#638

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 13:42
von vs1400 | 2.395 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #627
Potsdam, Nähe Krongut.
Spielstrasse, Ich hab den Blitzes gesehen, der Audi lief im ersten Gang im Standgas.
18 km und ein schönes Foto dazu.
Nächstes mal steige ich aus und schiebe mein Auto vorbei.


hm, Udo,
weil eben spielstraße = schrittgeschwindigkeit und die beträgt halt maximal bis 10km/h.
falls deine persönliche schrittgeschwindig jedoch 18km/h beträgt, dann würde ich natürlich einspruch erheben.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#639

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 14:17
von vs1400 | 2.395 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #634


Ich hoffe, dass ich mich mal in Eure Diskussion hineinhängen darf.

Ich verstehe Uwe und auch sein Gefühl der Dankbarkeit. Der neue Staat hat ihm vertraut und entgegengebrachtes Vertrauen führt auch zu Dankbarkeit. Sicher war die Situation kompliziert; Uwe hat das geschildert. Es gab nicht so schnell soviel neue Polizisten. Man hat ihm vertraut, weil er rundum "sauber" war und ein anständiger Kerl. Vertrauen verpflichtet und Uwe wird sich sicher sehr anstrengen, diesem entgegengebrachten Vertrauen gerecht zu werden.

Manchmal überlege ich, wie wir mit unseren "Klassenfeinden" umgegangen wären, wenn wir den Krieg gewonnen hätten. Allein schon die Tatsache, dass das Mißtrauen selbst in unseren Reihen immer mehr zunahm, glaube ich, dass das Vertrauen gegenüber den BRD-staatsnahen sehr gering gewesen wäre.
Ich kann mich da aber auch täuschen...
Klaus


hi, Klauspeter,
der neue arbeitgeber bestimmt demnach wer "sauber" und ein anständiger kerl ist.
im eigentlichen hat sich dann ja nix verändert, oder?
wofür gab es denn die buschzulage? freiwillig wollte doch eher keiner dem osten unter die arme greifen.

egal ... ist eh geschichte und wird im heute zum x'ten mal neu geschrieben.

gibt es irgend ne statistik, klar ne statistik kann auch immer gepuscht werden, in der man festgehalten hat wie viele übernommen wurden?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#640

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.09.2015 14:45
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #637
Zitat von ABV im Beitrag #626


So kenne ich das auch noch! Bei uns lag die Grenze, wenn ich mich richtig erinnere, sogar bei 63 km /h. Drei km/h wurden als Toleranz abgerechnet, so dass dann 60 km / h als vorwerfbare Größe übrig blieben. In der Regel kostete dieser Verstoß dem Kraftfahrer 10 Mark. Alternativ konnte es auch einen Stempel in den Berechtigungsschein geben. Diese Strafe war unter den Kraftfahrern gefürchteter als die vergleichsweise geringe Geldbußen. Denn wenn sich auf der Stempelkarte kein Platz mehr befand, war der Lappen erstmal weg. Das konnte, unter Umständen, ganz schnell gehen.

Gruß Uwe


bei zwei 'bienchen' mit gleichem vergehen, Uwe,
wurde es automatisch als ordnungswidrigkeit bewertet und dass ging richtig ins geld.

gruß vom Torsten



Ich muss mal den Fachkundigen raushängen lassen: Eine Ordnungswidrigkeit war die Geschwindigkeitsübertretung sowieso. Ordnungswidrigkeiten ziehen heute lediglich eine Geldbuße nach sich. In der DDR konnten sie, nach Ermessen des Polizisten, sofern diese die Berechtigung besaß, was durchaus nicht auf jeden Polizisten zu traf, mit einem oder mehreren Stempeln geahndet werden.
Bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten konnte der Polizist den " Sünder" auch belehren, ohne dass gleich ein Ordnungsgeld, so nannte sich das Verwarngeld in der DDR, fällig wurde.
Bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten reichte die Spanne bei Geldbußen zwischen fünf und zwanzig Mark Ordnungsgeld. Bei schwerwiegenderen Verstößen fertigte der Polizist eine so genannte Ordnungswidrigkeitenanzeige, die dem Leiter der jeweiligen Abteilung ( Verkehrspolizei oder Schutzpolizei) vorgelegt werden musste. Dieser entschied letztendlich auch über die Höhe der Geldstrafe, wobei der aufnehmende Polizist eine Art Vorschlagsrecht besaß.
Übrigens wurden gewisse Delikte, die heute als Straftaten einqualifiziert wurden, in der DDR als Ordnungswidrigkeit. Zum Beispiel das Fahren ohne Fahrerlaubnis. Bitte nicht mit dem " Fahren ohne Führerschein" , dem bloßen Nichtmitführens des Führerscheins verwechseln.
Etliche Verkehrssünder, welche bereits in der DDR ohne Fahrerlaubnis durch die Gegend fuhren oder glaubten das in der " Freiheit" ohnehin alles erlaubt ist, zeigten sich regelrecht schockiert, als sie plötzlich deshalb vor den Schranken des Gerichtes standen. Und wenn ihnen dann noch ein aus den Alten Bundesländern "importierter" Richter nicht nur die Leviten las, sondern zu empfindlichen Strafen verdonnerte, war " der Westen plötzlich Scheiße".
Das habe ich mehr als einmal erlebt.

Gruß an alle
Uwe


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