#461

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 00:17
von Sperrbrecher | 1.663 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #458
Zu DDR Zeiten wurden jeden Polizisten die Reglung bei gebracht. Es gab aber damals auch keine Kelle,sondern einen Reglerstab,in der Luxusausführung,mit Beleuchtung.Ich sage mal,zum Anhalten ist die Kelle geeignet.

In den frühen Jahren der DDR fand die Verkehrsregelung weder mit Kelle oder Reglerstab, sondern mit zwei Fähnchen (wenn ich mich recht erinnere waren die rot und grün) statt.

Das hatte man wohl den Russen abgeguckt.
http://bildungundgutesleben.files.wordpr...jpg?w=400&h=266

http://1.bp.blogspot.com/-oF353nT0K8Y/Ud...4+Aprl+1945.jpg


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 15.07.2014 00:49 | nach oben springen

#462

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 07:53
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Ob die "Lehrlinge" der Polizei das heute noch lernen den Strassenverkehr mit der Hand zu regeln ? Mir fällt da noch der Spruch ein "Brust und Rücken,Bremse Drücken".


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#463

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 08:13
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Staatsfeind im Beitrag #447
Uwe hast Du beim letzten Satz ein leider vergessen oder absichtlich weggelassen?


Halo Stefan!
Nein, ich habe das leider nicht vergessen. Der Satz war ja nur als Feststellung, nicht aber als Wertung gedacht.

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe


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#464

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 08:22
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Lassiter im Beitrag #455
hallo uwe ,
habe gerade deinen beitrag gelesen,was du über die akten vernichtung schreibst stimm,leider muß ich dazu sagen das es meist akten waren die wir selber angelegt hatten oder kopien von ausreiseanträge,um diese später nur umzuschreiben zu müssen.das war abeer alles illegal und durfte nicht andie große glocke kommen zum vpka.dies wurde damals alle vernichtet von den abv.
die abv hatten teilweise noch akten aus den nachkriegsjahren,von vernehmungen damals.manche von den alten abv hatten noch listen aus dem jeweiligen ort wer bei welcher organisation war während des krieges.heute wäre das geschichtlich sehr relevant.
gruß lassiter
Zitat von ABV im Beitrag #429
Zum umstrittenen Thema " Volkspolizei und Staatssicherheit", habe ich folgenden interessanten Link gefunden:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....56343320,d.Yms

Wer dem Link folgt, stößt auf die Lageberichte der Führungsgruppe der " BdVP Neubrandenburg", vom Oktober bis Dezember 1989.

Was mich beim Lesen beeindruckte, war unter anderem der Umstand, dass im Dezember 1989 bemängelt wurde, " dass in den Dokumenten einiger Volkspolizeikreisämter noch immer Hinweise auf ein enges Verhältnis zum früheren MfS und der SED vorhanden seien."

Ich schlussfolgere daraus, dass demnach in den VP-Dienststellen im Herbst 1989, ebenfalls zu massiven Akten / Dokumentenvernichtungen gekommen sein muss.

Wobei mir das Ziel, " das vormals enge Verhältnis zum MfS und zur SED zu verschleiern", absolut bescheuert vorkommt.

War man in den oberen Etagen der VP wirklich so naiv, um zu glauben das eine solche Spurenvernichtung von Erfolg gekrönt sein könnte?

Jetzt drängt sich natürlich die naheliegende Aussage auf, " dass musst du doch selbst am besten wissen."

Ja, im November / Dezember erhielten die Abschnittsbevollmächtigten des VPKA Seelow die mündliche Weisung, sämtliche nicht mehr benötigten, in den Dienstzimmern lagernden Unterlagen, zu vernichten.

Meine Vorgänger hatten tatsächlich ein beachtliches Archiv angelegt. Welches aus Einsatzberichten, Rapporten, den Kopien von Strafanzeigen und Vernehmungen sowie über eine Sammlung abgelehnter Reiseanträge ins "NSW" bestand.

Dieses "Archiv" reichte bis in die fünfziger Jahre zurück. Und wäre heute von unschätzbaren historischen Wert.

Ich könnte mir heute noch selbst ohrfeigen, dass ich der Weisung damals nachgekommen bin.

Wirklich belastende Dinge fanden sich in den Dokumenten meines Wissens nach jedoch nicht.

Damals verbuchte ich die Aktion als übliche Paranoia vor der "Rache der Bürgerbewegungen".

Das aber tatsächlich gezielt versuchte die Spuren der jahrehntelangen Zusammenarbeit zwischen VP und MfS aus den Dokumenten zu tilgen, um die VP vor der Bevölkerung in einem günstigeren Licht da stehen zu lassen, halte ich für absolut verwerflich!

Gruß an alle
Uwe





@Lassiter
Danke, du bist der erste, der die Aktenvernichtung seitens der VP im Herbst 1989 bestätigt! Ich könnte mir heute noch selbst in den "Allerwertesten" treten, dass ich die Materialien aus dem Dienstzimmer nicht gesichert hatte. So manch ein Historiker würde sich heute die Finger nach den Unterlagen lecken. Vernehmungsprotokolle, Einsatzberichte, ODH-Rapporte. Von Anfang der fünfziger Jahre bis weit in die achtziger Jahre hinein.

Gruß Uwe


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#465

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 08:25
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #462
Ob die "Lehrlinge" der Polizei das heute noch lernen den Strassenverkehr mit der Hand zu regeln ? Mir fällt da noch der Spruch ein "Brust und Rücken,Bremse Drücken".


In der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland hat man im vergangenen Jahr, unter der Anteil ehemaliger DDR-Verkehrspolizisten, die heute noch immer Polizisten sind, mit der " Reglerausbildung" begonnen. Es hatte sich wohl zu oft gezeigt, dass gerade die jungen Kollegen mit der Regulierung des Verkehr nicht zurecht kamen.

Gruß an alle
Uwe


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#466

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 08:37
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #448
Was für eine Logik, weil es keine legalen Waffen gab, war vielleicht die absolute Anzahl an illegalen Waffen geringer. Aber doch nicht der Anteil, weil der dürfte dann bei 100% gelegen haben? So wäre ja jede Waffe in privater Hand illegal gewesen? Und so gut wie keine heißt es gab welche und das garnichtmal so knapp, jeder Kreissekretär und seine (bis zu vier an der Zahl) Stellvertreter sowie der Vorsitzende der PKK waren 'Ständige', um mal nur ein Beispiel zu nennen.
Nun, ich will nicht nur beckmessern, mich stört aber (mal wieder) dieses verklärte Bild einer achso idyllisch-kriminalitätsarmen DDR. Na egal, hier mal der erwähnte Paragraf des 'Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei' vom 11. Juni 1968 im Wortlaut ...

§ 17 Anwendung von Schußwaffen.
(1) Schußwaffen dürfen nur im äußersten Falle angewendet werden, wenn ändere Maßnahmen der körperlichen Einwirkung ohne oder mit Hilfsmitteln erfolglos blieben oder offensichtlich keinen Erfolg versprechen. Die Anwendung von Schußwaffen gegen Personen ist erst dann zulässig, wenn durch Waffenwirkung geben Sachen der Zweck nicht erreicht wird.
(2) Die Anwendung von Schußwaffen ist gerechtfertigt:
a) um die unmittelbar bevorstehende Ausführung oder die Fortsetzung einer Straftat zu verhindern, die sich den Umständen nach als ein
- Verbrechen gegen die Souveränität der Deutschen Demokratischen Republik, den Frieden, die Menschlichkeit und die Menschenrechte
- Verbrechen gegen die Deutsche Demokratische Republik
- Verbrechen gegen die Persönlichkeit
- Verbrechen gegen die allgemeine Sicherheit oder gegen die staatliche Ordnung oder
- anderes Verbrechen, das insbesondere unter Anwendung von Schußwaffen oder Sprengmitteln begangen werden soll oder ausgeführt wird, darstellt
b) zur Verhinderung der Flucht oder zur Wiederergreifung von Personen
- die eines Verbrechens dringend verdächtig sind oder wegen eines Verbrechens festgenommen oder verhaftet wurden
- die eines Vergehens dringend verdächtig sind, wegen eines Vergehens festgenommen, verhaftet oder zu einer Strafe mit Freiheitsentzug verurteilt wurden und wenn Anhaltspunkte vorliegen, daß von Schußwaffen oder Sprengmitteln Gebrauch gemacht oder in anderer Weise die Flucht mittels Gewalt oder tätlichen Angriffs gegen die mit der Durchführung der Festnahme, Verhaftung, Bewachung oder Beaufsichtigung Beauftragten durchgeführt wird oder daß die Flucht gemeinschaftlich begangen wird
- die zu einer Strafe mit Freiheitsentzug verurteilt und in die strenge oder allgemeine Vollzugsart eingewiesen wurden
c) gegen Personen, die wegen eines Verbrechens oder Vergehens Festgenommene, Verhaftete oder zu einer Strafe mit Freiheitsentzug Verurteilte mit Gewalt zu befreien versuchen oder dabei behilflich sind.
(3) Die Anwendung von Schußwaffen ist durch Zuruf oder Abgabe eines Warnschusses anzukündigen, sofern nicht die unmittelbar bevorstehende Gefahr nur durch die gezielte Anwendung der Schußwaffe verhindert oder beseitigt werden kann.
(4) Bei der Anwendung von Schußwaffen ist das Leben der Person nach Möglichkeit zu schonen. Verletzten ist unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen Erste Hilfe zu erweisen, sofern es die Durchsetzung der polizeilichen Maßnahme zuläßt.
(5) Die Anwendung von Schußwaffen gegen Personen, die sich dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter befinden, ist unzulässig. Das gleiche gilt, wenn unbeteiligte Personen gefährdet werden können. Gegen Jugendliche und weibliche Personen sind nach Möglichkeit Schußwaffen nicht anzuwenden.

Quelle: http://www.verfassungen.de/de/ddr/polizeigesetz68.htm

P.S. Und achso, der Käse nannte sich Blue Master.
Oder besser gesagt, er nennt sich auch noch so, auch wenn der Käse schon lang aus Sachsen kommt ... www.pnn.de/pm/100771/



Mit der selben Logik könnte man jetzt dagegenhalten und fragen, wie hoch der Anteil an Schusswaffen tragenden Funktionären im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eigentlich war? Der dürfte wohl bei "Null Komma und ein paar zerquetschte" liegen.
Genauso hoch bzw niedrig, dürfte die Anzahl der bei Straftaten benutzten Schusswaffen gewesen sein. Weiterhin ging es in meinem Beitrag ausschließlich um die Anwendung der Schusswaffe durch die (Volks)Polizei. Sowie an dem konkreten Beispiel aufzeigen, wie durch das "spezielle Rechtssystem" der DDR, aus einem unzulässigen Schusswaffengebrauch ein zulässiger Schusswaffengebrauch werden konnte. Einzig und allein darum ging es.
Keineswegs wollte ich ein Bild von einer " idyllischen Kriminalitätsarmen DDR zaubern". Wer so etwas hinein interpretiert, hat leider die Aussage des Beitrages nicht verstanden.
@94 Tut mir leid, wenn ich mit der selben Arroganz antworte. Aber wer austeilt, kann gewiss auch einstecken.

Gruß an alle
Uwe


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#467

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 09:06
von Georg | 1.033 Beiträge

Nun ja - Zahlen, Statistiken können vieles belegen. Entwicklung der Kriminalität, Waffenträger usw. usf.
Hat sich nicht der Charakter oder besser die Qualität der Straftaten verändert ?
Selbstverständlich in Abhängigkeit vom System. Also vor 1990 und danach ? Gefühlt ist alles viel schlimmer geworden. Für mich war die DDR in dieser Hinsicht eine richtiche Kuschelecke ! Die Kinder wurden ohne Bedenken in die Schule geschickt. Meine Mutter hatte uns aufgeklärt: Nimm nix Süßes von Fremden. Und so hamm wirs auch mit unseren Kindern getan. Heute bringen die Eltern die Kinder nicht nur in die Schule! Es finden sogar auf öffentlichen Kinderspielplätzen nur noch Spielübungen unter Aufsicht der Elternteile statt.
Ich denke, dass mein Gefühl hier nicht durch die Informationspolitik beeinflusst wird bzw. wurde.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#468

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 09:07
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #462
Ob die "Lehrlinge" der Polizei das heute noch lernen den Strassenverkehr mit der Hand zu regeln ? Mir fällt da noch der Spruch ein "Brust und Rücken,Bremse Drücken".



@Pit 59

Ich selber habe dieses Jahr hier in MD an 2 verschiedenen Tagen Polizei-Anwärter gesehen die an einer Strassenkreuzung unter Anleitung von älteren Polizisten mit dem schwarz-weissen Regulierungsstab eingewiesen worden und damit trainiert haben. Denke mal das auf Altbewährtes gerne zurückgegriffen wird.


passport


zuletzt bearbeitet 15.07.2014 09:13 | nach oben springen

#469

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 11:55
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #466


Mit der selben Logik könnte man jetzt dagegenhalten und fragen, wie hoch der Anteil an Schusswaffen tragenden Funktionären im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eigentlich war? Der dürfte wohl bei "Null Komma und ein paar zerquetschte" liegen.

Gruß an alle
Uwe


Wer war denn nun alles Waffenträger ausserhalb der regulären bewaffneten Organe in der DDR?

Waffenträger waren die Mitglieder der Kreiseinsatzleitungen,soweit richtig.
Dazu zählen muss man dann auch die Mitglieder der Koordinierungsgruppen der verschiedenen IKL (Industriekreisleitungen).
Nicht zu vergessen,die Bezirkseinsatzleitungen.
Letztere z.b. hatten regelmässige Schiessausbildung.Dienstwaffe war die Makarow oder die Walther PP aus Zella-Mehlis.
Verfügt wurde über einen rechtmässigen Waffenschein der vom Erlaubniswesen der DDR ausgestellt war.
Wen muss man noch berücksichtigen?
Über Waffen verfügten in der DDR auch die Angehörigen des Jagdwesens.
Ja,auch an Bord der Handels-bzw. Fischereiflotte der DDR hatten die Schiffsleitungen Zugriff auf Handfeuerwaffen.
Sportschützen(Trap)?

seaman


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zuletzt bearbeitet 15.07.2014 11:59 | nach oben springen

#470

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 12:08
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

ich versteh das nicht.
Was waren Kreiseinsatzleitungen usw.?


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#471

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 12:10
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #470
ich versteh das nicht.
Was waren Kreiseinsatzleitungen usw.?


Die Kreiseinsatzleitung (KEL) war das militärische Organ eines Kreises zur Vorbereitung auf den Verteidigungszustand im Falle einer Kriegsgefahr.

seaman


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#472

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 12:52
von seaman | 3.487 Beiträge

Präzisierung:

Schusswaffenbesitz - Handfeuerwaffen in der DDR
Mitglieder der Sekretariate der Kreisleitungen (einschließlich Industriekreisleitungen und Stadtbezirksleitungen) der SED, waren Waffenträger, wie auch daraus ableitend die Mitglieder der Kreis- und Bezirkseinsatzleitungen und der Koordinierungsgruppen (vorrangig im Verantwortungsbereich von Industriekreisleitungen der SED, wie Leuna, Buna, See-und Hafenwirtschaft,Schwarze Pumpe u.a...) Die Mitarbeiter für Sicherheitsfragen der Kreis- und Bezirksleitungen,Industriekreisleitungen die zugleich die Sekretäre der KEL und BEL, wie auch der Koordinierungsgruppen waren, zählten ebenfalls zu den ständigen Waffenträgern.
Schusswaffen, hier handelte es sich um Handfeuerwaffen, waren die Pistole "Makarow" bzw. die Pistole Walther PP aus eigener Produktion(Zella-Mehlis).
Vorgenannter Personenkreis besaß entsprechende Waffenscheine der DDR, die vom Erlaubniswesen der zuständigen VPKA´s bzw. den BdVP´s ausgefertigt wurden. Die Schießausbildung erfolgte mindestens zweimal jährlich.
Die Mitarbeiter für Sicherheitsfragen der Kreisleitungen,Industriekreisleitungen, Stadtbezirksleitungen, wie auch der Bezirksleitungen der SED hatten den Status von Abteilungsleitern und unterstanden direkt den jeweiligen 1. Sekretären. Zudem behielten sie ihre vormaligen militärischen Dienstgrade bei. Bei KL und IKL waren es meistens Hauptmänner bzw. Majore der VP - bei den BL waren es Oberstleutnante bzw.Oberste, nicht nur der VP - sondern auch anderer Waffengattungen, außer MfS.
Die Waffen lagen in der Regel in den Panzerschränken der jeweiligen Parteifunktionäre und wurden nur zu KSÜ und zur Schießausbildung getragen.

Der Waffenschein musste dabei mitgeführt werden.

Die Mitglieder von Jagdgesellschaften besaßen neben den Langwaffen,Fangschusswaffen bis zum Kaliber 9 mm. Auch sie hatten Waffenscheine, die durch Erlaubniswesen der zuständigen VPKAs ausgefertigt wurden.
Für alle Waffenträger galten die gesetzlichen Regelungen in der DDR zum Tragen und zum Gebrauch von Schusswaffen.

seaman


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zuletzt bearbeitet 15.07.2014 12:53 | nach oben springen

#473

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 16:01
von ABV | 4.204 Beiträge

Jetzt noch ein update zu dem Beispiel des Schusswaffengebrauches seitens der VP:
Ich bin gefragt worden, ob ich das Wörtchen "leider", im letzten Satz vergessen habe. Nein, habe ich nicht. Warum sollte ich "leider" schreiben. Leider hieße doch, dass ich es bedauern würde, wenn ein Polizist wegen unzulässigem Schusswaffengebrauch vor Gericht gestellt und gegebenenfalls bestraft wird.
Falls das jemand von mir erwarten sollte, dann muss ich ihn leider enttäuschen. Ich selbst habe viele solcher oder ähnlicher Situationen erlebt, wie die gestern beschriebene. " Zweiter Sieger" zu sein, ist nicht gerade ein angenehmes Gefühl. Aber gegen jemanden, von dem nichts weiter bekannt ist, als dass er aus einem Fenster springt und davon rennt, dass Feuer zu eröffnen, wäre mir persönlich nicht einmal im größten Jagdeifer eingefallen!
Nein, ich war damals nicht dabei. Nicht einmal Polizist. Dank der Erzählung des anderen Polizisten, des damaligen Streifenführers, kann ich mir ein relativ gutes Bild von dem Geschehen machen. Der heute längst pensionierte Streifenführer konnte ebenfalls nicht verstehen, was den ansonsten besonnenen Hauptwachtmeister zu dieser fatalen Reaktion verleitet hatte.
Wie wäre solch ein Vorfall heute ausgegangen?
Auch nach heutigem Recht wäre die Anwendung der Schusswaffe in solch einer Situation unzulässig gewesen. Die Staatsanwaltschaft hätte ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags eingeleitet. Der Polizist wäre auf jeden Fall vom Dienst suspendiert worden. Mehr noch, er hätte mit einem Haftbefehl rechnen müssen. Das dieser, wahrscheinlich gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden wäre, steht auf einem anderen Blatt.
Nach Abschluss der Verhandlungen wäre eine Anklage und ein Gerichtsprozess gefolgt. Falls vor dem Gericht keine gravierenden, für den Angeklagten sprechenden Entlastungsgründe " aus dem Hut gezaubert" werden, sieht die Zukunft für den Polizisten düster aus. In Betracht kommt eine Verurteilung wegen "Totschlags im minder schweren Fall". Ähnlich wie bei den "Mauerschützenprozessen". Die Höhe des Urteils beläuft sich zumeist in Höhe von zwei Jahren. Eine Strafe die noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann.
Trotzdem ist die berufliche Karriere des Polizisten unwiderruflich beendet. Ab einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, egal ob auf Bewährung oder nicht endet das Dienstverhältnis. Dazu kommen möglicherweise noch zvilrechtliche Ansprüche seitens der Angehörigen des Getöteten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Toten um einen Ganoven handelte, oder nicht.
Siehe auch hier:
http://www.morgenpost.de/brandenburg/art...verurteilt.html

Darum habe ich das "leider" im letzten Satz "vergessen". Weil ich es selbst nicht gut finden würde, wenn deutsche Polizisten "Wildwest spielen".
Damit wird höchstens das Gegenteil erreicht.

Gruß an alle
Uwe


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zuletzt bearbeitet 15.07.2014 17:27 | nach oben springen

#474

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 18:02
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Der §17 Abs.1 sagt doch alles. Den musste ich 1989 in der VP Schule in Neustrelitz im Schlaf runter "beten" können.
Ich begann ja im März 1989 im Lehrrevier Leipzig - Mitte meinen Dienst bei der VP. Bis zur Wende im Herbst 89 musste ich nicht meine Waffe
aus dem Holster ziehen.
Als ich 1991 zu einer Diensteinheit der Kriminalpolizei ging, wurden wir von ehem. Kollegen der K9 geschult. Auch diese schulten noch,
wenn du deine Waffe in die Hand nimmst, muss die Schusswaffenanwendung gerechtfertigt sein.
Das fand ich gut, weil es immer das letzte Mittel der Gewaltanwendung gegen Personen sein sollte.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#475

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 19:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von ABV im Beitrag #473
Jetzt noch ein update zu dem Beispiel des Schusswaffengebrauches seitens der VP:
Ich bin gefragt worden, ob ich das Wörtchen "leider", im letzten Satz vergessen habe. Nein, habe ich nicht. Warum sollte ich "leider" schreiben. Leider hieße doch, dass ich es bedauern würde, wenn ein Polizist wegen unzulässigem Schusswaffengebrauch vor Gericht gestellt und gegebenenfalls bestraft wird.




Letztlich hat sich die Aktion doch als gesetzeskonform herausgestellt, warum dann also eine Strafe?

Die Polizei heute soll ja nicht Wild West spielen, aber etwas mehr Härte und Rückendeckung vom Staat wären doch wohl angebracht? In meiner Familie haben jetzt bereits mehrere Generationen unter den verschiedensten Regierungen Dienst für ihren jeweiligen Staat geleistet, der Bruder meines Opas (OSL NVA) schied z.B. nach 30 Jahren im Juli 1981 aus der VP aus. Ein anderer wurde sogar noch Polizist im geeinten Deutschland und erlebte im höheren Dienst seine Pensionierung, meine Tante ist damals wohl beim RdK gewesen und heute Beamtin im Arbeitsamt, ein Cousin im geh. Dienst bei der Polizei in Neubrandenburg, ein anderer beim Finanzamt in Rostock und ich nach Jahren im Westen aktuell als Beamter bei der BW in Strausberg.

Es zieht sich also wie ein langer Faden durch unsere Familie, aber gerade die die bei der VP waren erzählten das damals wenigstens noch Respekt vor der Polizei und ihren Anordnungen vorhanden war. Davon sind wir doch heute leider meilenweit entfernt! Dass mag hier im beschaulichen Brandenburg teilweise noch anders sein, im Westen habe ich da ganz andere Dinge erlebt und in den Medien gelesen bzw. gehört und auch mein Cousin kann da gelegentlich was erzählen.

Der Bruder meines Opas, er ist vor einiger Zeit verstorben, hat ebenso wie Du ein Buch über sein Leben geschrieben und an die Familie verteilt. Von daher kann ich sein Leben und seine Stationen (Trapo Schwerin, Wasserschutzpolizei Dömitz, Schnellkommando Ludwigslust, Betriebsschutz Wöbbelin, SV Glowe, Kommandoleiter VEGut Vogelsang, UHA Güstrow, Fachschule SV, UHA Güstrow, Schupo Güstrow, Stadt-ABV Güstrow, Unfallsachbearbeiter bei der VK, op. Dienst der VK, Diensthabender UHA Güstrow, Leiter Transportkommando UHA Güstrow, dann ab 1981 ziviler Bereich) auch sehr gut nachvollziehen. Ein bewegtes Leben in der damaligen Zeit, es trägt auch den Namen "Ein Leben in Mecklenburg 1931-2007". Wenn Du willst kann ich Dir ja mal einige Seiten abfotografieren und rübermailen.

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zuletzt bearbeitet 15.07.2014 20:07 | nach oben springen

#476

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 15.07.2014 20:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #474
Der §17 Abs.1 sagt doch alles. Den musste ich 1989 in der VP Schule in Neustrelitz im Schlaf runter "beten" können.
Ich begann ja im März 1989 im Lehrrevier Leipzig - Mitte meinen Dienst bei der VP. Bis zur Wende im Herbst 89 musste ich nicht meine Waffe
aus dem Holster ziehen.
Als ich 1991 zu einer Diensteinheit der Kriminalpolizei ging, wurden wir von ehem. Kollegen der K9 geschult. Auch diese schulten noch,
wenn du deine Waffe in die Hand nimmst, muss die Schusswaffenanwendung gerechtfertigt sein.
Das fand ich gut, weil es immer das letzte Mittel der Gewaltanwendung gegen Personen sein sollte.

Andreas

Andreas, das ist richtig! Aber leider sind die heutigen Gewalttäter nicht zimperlich mit Waffe ziehen und deshalb muss eben auch ein deutscher Polizist, an seine Gesundheit und Leben denken! Es gibt nun mal in jeden Staat der Welt,Gesetze die eingehalten werden müsse und wen nicht, dann gibt es eben mal so gesprochen: Eine aufs Maul! Oder soll jeder machen was er will? Ich hoffe soweit kommt es nicht!
Grüsse steffen52


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#477

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 16.07.2014 12:08
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Staatsfeind im Beitrag #475
Zitat von ABV im Beitrag #473
Jetzt noch ein update zu dem Beispiel des Schusswaffengebrauches seitens der VP:
Ich bin gefragt worden, ob ich das Wörtchen "leider", im letzten Satz vergessen habe. Nein, habe ich nicht. Warum sollte ich "leider" schreiben. Leider hieße doch, dass ich es bedauern würde, wenn ein Polizist wegen unzulässigem Schusswaffengebrauch vor Gericht gestellt und gegebenenfalls bestraft wird.




Letztlich hat sich die Aktion doch als gesetzeskonform herausgestellt, warum dann also eine Strafe?

Die Polizei heute soll ja nicht Wild West spielen, aber etwas mehr Härte und Rückendeckung vom Staat wären doch wohl angebracht? In meiner Familie haben jetzt bereits mehrere Generationen unter den verschiedensten Regierungen Dienst für ihren jeweiligen Staat geleistet, der Bruder meines Opas (OSL NVA) schied z.B. nach 30 Jahren im Juli 1981 aus der VP aus. Ein anderer wurde sogar noch Polizist im geeinten Deutschland und erlebte im höheren Dienst seine Pensionierung, meine Tante ist damals wohl beim RdK gewesen und heute Beamtin im Arbeitsamt, ein Cousin im geh. Dienst bei der Polizei in Neubrandenburg, ein anderer beim Finanzamt in Rostock und ich nach Jahren im Westen aktuell als Beamter bei der BW in Strausberg.

Es zieht sich also wie ein langer Faden durch unsere Familie, aber gerade die die bei der VP waren erzählten das damals wenigstens noch Respekt vor der Polizei und ihren Anordnungen vorhanden war. Davon sind wir doch heute leider meilenweit entfernt! Dass mag hier im beschaulichen Brandenburg teilweise noch anders sein, im Westen habe ich da ganz andere Dinge erlebt und in den Medien gelesen bzw. gehört und auch mein Cousin kann da gelegentlich was erzählen.

Der Bruder meines Opas, er ist vor einiger Zeit verstorben, hat ebenso wie Du ein Buch über sein Leben geschrieben und an die Familie verteilt. Von daher kann ich sein Leben und seine Stationen (Trapo Schwerin, Wasserschutzpolizei Dömitz, Schnellkommando Ludwigslust, Betriebsschutz Wöbbelin, SV Glowe, Kommandoleiter VEGut Vogelsang, UHA Güstrow, Fachschule SV, UHA Güstrow, Schupo Güstrow, Stadt-ABV Güstrow, Unfallsachbearbeiter bei der VK, op. Dienst der VK, Diensthabender UHA Güstrow, Leiter Transportkommando UHA Güstrow, dann ab 1981 ziviler Bereich) auch sehr gut nachvollziehen. Ein bewegtes Leben in der damaligen Zeit, es trägt auch den Namen "Ein Leben in Mecklenburg 1931-2007". Wenn Du willst kann ich Dir ja mal einige Seiten abfotografieren und rübermailen.





Nun stelle dir mal vor, bei dem Fensterspringer hätte es sich nicht um einen lange gesuchten Einbrecher gehandelt. Sondern um eine harmlosen Zeitgenossen. Zum Beispiel einen Jugendlichen der auf ein möglicherweise nicht richtig verschlossenes Fenster aufmerksam geworden und aus purer Neugierde in das Innere des Gebäudes gelangt ist.
Man muss ja nicht immer gleich das schlimmste annehmen. Nehmen wir mal an, dass er Jugendliche aus purer Panik vor möglichen Konsequenzen geflüchtet wäre.
Der Fakt wäre zunächst der gleiche gewesen. Der Polizist hätte geschossen und in der Endkonsequenz, tödlich getroffen.
Von dem "Schatten" ging keinerlei Gefahr aus. Nichts, aber auch gar nichts war über den Täter und die verübte Tat bekannt.
Rechtfertigt dieses Nichtwissen die Anwendung der Schusswaffe? Ein Bundeswehrsoldat schießt ja auch nicht blindlings in einen Busch. Nur weil er ein Rascheln gehört hat.
Das die Anwendung schließlich als gerechtfertigt gewertet wurde, hatte der Polizist lediglich dem DDR-Rechtssystem zu verdanken. Das ihm, nachträglich, "Absolution" zusicherte. Weil die von dem Getöteten Einbrecher, auf Grund der "Masse" nachträglich nicht mehr als Vergehen, sondern als Verbrechen gewertet wurden.
Was in dem Fall eines weit weniger belasteten Delinquenten nicht der Fall gewesen wäre.
Der Polizist hatte verdammtes Glück gehabt!!

Gruß an alle
Uwe

P.S, dass mit dem magelnden Respekt gegenüber der Polizei, sehe ich genauso. Meiner Meinung nach lohnt es sich, einmal über die Ursachen nachzudenken und zu diskutieren.


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#478

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 16.07.2014 14:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von ABV im Beitrag #477


P.S, dass mit dem magelnden Respekt gegenüber der Polizei, sehe ich genauso. Meiner Meinung nach lohnt es sich, einmal über die Ursachen nachzudenken und zu diskutieren.




Wie sagte mir vor 20 Jahren ein Kommunalpolitiker, als ich auf das Problem des mangelnden Respektes aufmerksam machte - Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Es ist ein Problem das übrigens nicht nur die Polizei hat.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 16.07.2014 14:37 | nach oben springen

#479

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 16.07.2014 15:04
von ABV | 4.204 Beiträge

Das fängt doch schon Zuhause in den Familien an. Völlig daneben finde ich den Trend, dass Kinder ihre Eltern mit dem Vornamen anreden. Selbst mit meinen fünfzig Jahren würde ich mir nicht trauen. Ganz nebenbei: das gehört sich ja auch nicht.
Meine angegehende Schwiegertochter sieht das völlig anders. Von der werde ich, von Anfang an, ganz selbstverständlich, Uwe genannt. Da könnte ich jedes Mal.....

Gruß an alle
Uwe


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#480

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 16.07.2014 15:27
von Moskwitschka (gelöscht)
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Also das empfinde ich noch als geringstes Problem, weil man es interfamiliär regeln kann. Mit Mitte 50 noch mit dem Vornamen angeredet zu werden, finde ich persönlich besser, als wenn sich Partner mit Mutti, Vati, Oma oder Opa anreden, damit alle dem Beispiel folgen.

Aber eins ist schon richtig - Respekt bedeutet auch Regeln und Grenzen einzuhalten. Und dieses Gerüst wird von den Familien aufgestellt. Schon wenn die kleinen Würmchen noch kaum aus den Augen gucken können. Das bedeutet aber auch, das alle gleichberechtigte Partner sind in einer Familie - mit Rechten und Pflichten.

Doch kaum verlässt man den Familienkreis, und das muss man ja zwangsläufig, kann es schon schwierig zu werden.

LG von der Moskwitschka


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